Missbrauch bei Activision Blizzard: Wir müssen mehr Solidarität entwickeln

Christian-Fussy

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Jetzt ist Deine Meinung zu Missbrauch bei Activision Blizzard: Wir müssen mehr Solidarität entwickeln gefragt.

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LostViking

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Die Gaming-Medien könnten ja einfach aufhören über neue Spiele von Blizzard zu berichten...
Oder vielleicht neben/unter jeden Artikel eine Textbox setzen der die Missstände anprangert.
 

hunterseyes

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Die Gaming-Medien könnten ja einfach aufhören über neue Spiele von Blizzard zu berichten...
Oder vielleicht neben/unter jeden Artikel eine Textbox setzen der die Missstände anprangert.
Eine alte Regel lautet, man beißt nicht in die Hand, die einen Füttert.
 

tvyly

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Eine gute Kolumne. "Wir müssen mehr Solidarität entwickeln". Stimmt, das gilt natürlich in allen erdenklichen Situationen, aber hier geht es nun erstmal nur um die Vorfälle/Zustände bei Activision-Blizzard, und nicht um irgendwelche Games, Gameplays oder Engines. Es geht um die "Menschen wie du und ich" die dort arbeiten (möchten) . Ich schüttel seit Wochen mit dem Kopf, dass in vielen Foren, in denen Schlagzeilen über Act-Blizz auftauchen recht schnell über technische Dinge geredet wird, das eigentliche Thema allerdings nicht mehr Bestandteil der Diskussion ist, bzw. nur arg oberflächlich, oder noch schlimmer: ins lächerliche gezogen oder ignoriert wird. Als Silvergamer Ü50 möchte ich diesen Rednern hiermit entweder die entsprechende Lebenserfahrung oder fehlende Empathie absprechen, evtl. beides. (Fast) jeder wird zu dem Thema schon eine Meinung haben, aber dann bitte auch beim Thema bleiben.
Mobbing, Sexismus, Diskriminierung... jedes einzelne für sich ist schon ein NoGo. Und das von einem Milliarden-Dollar-Umsatz-Konzern. Ich bin sicher nicht so blauäugig zu glauben, dass andere Firmen sauber sind. Außerdem wollte ich mit meinem Urteil eigentlich warten, bis der Fall vor Gericht abgeschlossen wird, da die Ami´s ja auch gerne viel Show machen. Aber die ganze Art und Weise wie der Konzern mit der Situation umgeht hat mich heute dazu gebracht, meinen Account zu löschen.
Die dürfen ihren Stall gerne OHNE MEINE Kohle ausmisten, dann komme ich sicher eines Tages zurück. Ich habe nicht viele Möglichkeiten meine Meinung A-B gegenüber auszudrücken, deshalb habe ich mich dazu entschieden, auf deren neue Titel zu verzichten. Die Welt ist voller Spiele, und Spiele sind nicht die Welt. Wir Menschen sind wichtig.
 
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schokoeis

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Mich interessiert vordergründig das Produkt. Wenn im Unternehmen schlechte Zustände herrschen wird auch das Produkt schlechter, also kaufe ich es nicht mehr. Solidarität würde bedeuten, die Prooukte trotzdem zu kaufen damit die Leute nicht entlassen werden. Falsches Signal an die Aktionäre und CEOs.
 

JohnGee

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Schade, dass es solche Aufrufe und den Wunsch, Dinge zu ändern, nicht nach Würzburg in Deutschland gibt.
 

FeralKid

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Die Gaming-Medien könnten ja einfach aufhören über neue Spiele von Blizzard zu berichten...
Oder vielleicht neben/unter jeden Artikel eine Textbox setzen der die Missstände anprangert.
ActivisionBlizzard ist aber das größte Gamingstudio der gesamten Branche und ausserdem dürfte man dann auch über andere ausbeuterische Studios und deren Games, wie bspw Ubisoft, Naughty Dog und Riot Games nicht mehr berichten. Ist auch nicht zielführend...
 

riesenwiesel

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Solidarität sieht bei den Blizzard Fans so aus, dass man sich aus Solidarität zwei Minuten in WoW ausloggt und die Zwangspause effektiv dafür nutzt, sich für 40€ ein völlig überteuertes Remake eines 20 Jahre alten Spiels zu kaufen.
Wenn Bobby und seine Aktionäre dann in ein paar Wochen die Zahlen sehen, denken sie sich nur: "Alles cool, weiter so!"
 

AgentDynamic

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Ich weiß immer noch nicht was dieser "Skandal" war.
"Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut."
- Lord Acton

Das war der Skandal.
Wenn es keine dritte Instanz gibt (Vertrauensperson, Betriebsrat, Gewerkschaft etc.) oder, wie in diesem Fall, nur aus drei Affen besteht die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen, dann können schonmal egozentrische Psychopathen als Vorgesetzte ihre Spielchen mit den Angestellten spielen.
Das passiert in 90% der größeren Unternehmen (unabhängig vom Geschlecht der Vorgesetzten) nur die wenigsten Angestellten trauen sich von ihren Rechten gebrauch zu machen.
Aber irgendwann fällt der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.
 

EvilReFlex

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"Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut."
- Lord Acton

Das war der Skandal.
Wenn es keine dritte Instanz gibt (Vertrauensperson, Betriebsrat, Gewerkschaft etc.) oder, wie in diesem Fall, nur aus drei Affen besteht die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen, dann können schonmal egozentrische Psychopathen als Vorgesetzte ihre Spielchen mit den Angestellten spielen.
Das passiert in 90% der größeren Unternehmen (unabhängig vom Geschlecht der Vorgesetzten) nur die wenigsten Angestellten trauen sich von ihren Rechten gebrauch zu machen.
Aber irgendwann fällt der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Klingt für mich nach Standard und nach Frauen die sich mal wieder wichtig machen mussten.
 

AgentDynamic

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Klingt für mich nach Standard und nach Frauen die sich mal wieder wichtig machen mussten.
Nein, da musste sich keiner wichtig machen, das ist ganz klar ein Versagen der Führung.

1. Standard sollte das definitiv nicht mehr sein, dafür gibt es Gesetze, die für ein halbwegs ausgeglichenes Machtverhältnis sorgen - auch in den USA, die gemeinhin eher Pro-Arbeitgeber urteilen.
2. Es waren letzten Endes nicht nur Frauen betroffen und selbst wenn:
Mobbing, egal in welcher Form, ist unprofessionell und kontraproduktiv für die Firma, vom moralisch verwerflichen Aspekt ganz zu schweigen.
3. Bei einem oder ein paar Betroffenen und ohne Beweise nur über Hören-Sagen könnte man vielleicht noch von einem reinen Machtkampf und Eifersucht bis Rufmord sprechen.
Hier ist die Beweislage jedoch sehr eindeutig und die Täter plus Weg-Gucker demontieren sich dank Social-Media selbst, demonstrieren ein eklatantes Verständnis von Menschenführung und egomanen Soziopathie.
4. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, das mehr als genügend Haifische in den blutigen Becken der oberen Etagen solcher Firmen umherschwimmen.
Angst um den Job und das Gesicht ihrer Untergebenen sind eine gute Tarnung.

Ja, in den letzten Jahren kam es häufiger zu Meldungen in der Art aus allen möglichen Branchen (meist mit Millionenumsätzen), nicht nur dank #Metoo.
Es war auch von Fällen zu lesen, wo das Bild nicht so eindeutig wie hier war, wo es um gezielte Diffamierungsaktionen Seitens der vermeintlichen Opfer ging (siehe Depp vs. Heart) oder einfach schlechte Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Aber genau deswegen gibt es Gesetze, deswegen gibt es entsprechende Institutionen, deswegen gilt die Unschuld, bis das Gegenteil bewiesen wurde.
Hier wurde das Gegenteil bewiesen und keine Frau hatte es nötig sich wichtig zu machen.
 

Zanjiin-147

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Solange der Verbraucher das Verhalten nicht abstraft, wird sich nichts ändern.
Es wird ein paar publicitygefällige Kündigungen geben, ein oder zwei weitere öffentliche Entschuldigungen und eine außergerichtliche Einigung.
Der Verbraucher hat Mercedes und Volkswagen nicht abgestraft, er hat es es bei Ubisoft nicht getan, nicht bei der Deutschen Bank und er wird es auch hier nicht tun.
Und sobald der nächste Konzern mit einem Skandal daherkommt ist es sowieso wieder vergessen.
 

Nico69l1

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solidarität... pff. heißt auf deutsch: mehr hetze, mehr twitter shit storms, mehr mimimi, mehr empfindlichkeiten, mehr opferkult
 

ivans

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Eigentlich wollte ich Diablo 2 Resurrected nicht kaufen ... aaaaber der Author*in hat mich überzeugt.
 

Zybba

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Eigentlich wollte ich Diablo 2 Resurrected nicht kaufen ... aaaaber der Author*in hat mich überzeugt.
Das ist ja immer die Krux bei solchen Dingen:
1. Boykottiert man die Firma und deren Produkte und setzt damit ein Statement?
2. Kauft man dennoch die Produkte und sorgt so dafür, dass die Mitarbeiter dennoch ein Erfolgserlebnis haben und hoffentlich ihre Boni bekommen?

Muss jeder für sich selbst wissen. Es gibt für beide Seiten nachvollziehbare Argumente.
 

GTAEXTREMFAN

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Und sobald der nächste Konzern mit einem Skandal daherkommt ist es sowieso wieder vergessen.
Und nicht nur das. Sollte es denen gelingen weiterhin gefragte Produkte auf den Markt zu bringen, sind die digitalen Koststürme der Vergangenheit,in aller Regel, belanglos.
 

MatthiasDammes

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Das ist ja immer die Krux bei solchen Dingen:
1. Boykottiert man die Firma und deren Produkte und setzt damit ein Statement?
2. Kauft man dennoch die Produkte und sorgt so dafür, dass die Mitarbeiter dennoch ein Erfolgserlebnis haben und hoffentlich ihre Boni bekommen?

Muss jeder für sich selbst wissen. Es gibt für beide Seiten nachvollziehbare Argumente.

Das Ding ist halt, dass Bobby Kotick und Co. so oder so ihre Millionen-Boni bekommen. Völlig unerheblich, ob sich Diablo 2 am Ende 10 oder 11 Millionen Mal verkauft. Viel großflächiger lässt sich ein Boykott eh nicht realistisch organisieren, weil die meisten Otto-Normal-Käufer diesen ganzen Kram, der hier abgeht, gar nicht verfolgen.
Für den Groundfloor-Entwickler kann dieser Unterschied allerdings essentiell sein. Wenn eine Million mehr oder weniger verkaufte Exemplare über Boni und deren Höhe entscheidet.
 

LesterPG

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2. Mobbing, egal in welcher Form, ist unprofessionell und kontraproduktiv für die Firma, vom moralisch verwerflichen Aspekt ganz zu schweigen.
Und trotzdem üblicher "Standard" in allen größeren Unternehmen.
Und sei es nur ein Mitarbeiter der meint alles anders zu machen, Empfehlungen ignoriert und Vorschriften nicht einhält, der dann einen auf den Sack bekommt und sich "in seiner Welt" dann gemobbt fühlt.

3. ... demonstrieren ein eklatantes Verständnis von Menschenführung und egomanen Soziopathie.
Wenn du egomane Soziopathen aus Führungspositionen entfernen willst (wo ich vollkommen dafür wäre) würde es in weltweit vielen Betrieben in den Führungsriegen aber verdammt leer werden.
Abgesehen davon wird es nicht passieren, weil die Entscheidungen darüber idR von eben Solchen getroffen werden.

4. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, das mehr als genügend Haifische in den blutigen Becken der oberen Etagen solcher Firmen umherschwimmen.
Angst um den Job und das Gesicht ihrer Untergebenen sind eine gute Tarnung.
Angst um ihre Untergebenen haben die als ehomanische Soziopathen ohnehin nicht, wenn sie etwas ganz schnell fallen lassen sind es eben diese.
 

Zybba

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Das Ding ist halt, dass Bobby Kotick und Co. so oder so ihre Millionen-Boni bekommen.
Das Argument "was kann ich als einzelner Mensch schon ausrichten" finde ich immer relativ schwach.
Klar reißt man alleine nichts, aber wenn alle dieses Mindset haben ändert sich nie was.

Man sollte sich hier einfach nach den eigenen Moralvorstellungen entscheiden.
Wenn man einfach nur Konsumieren will und Spaß beim Spielen will, finde ich das auch ok.
Für mich ist Diablo 4 auf jeden Fall etwas, das mich erst mal interessiert. Wenn es in etwa so wird wie erhofft, kaufe ich es auch.
 

Eidgenosse1

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Nunja, Kotick gehört ja dieser bestimmten Gruppierung an, die auch das ganze Finanzwesen und die meisten der CEOs aller Pharmaunternehmen, Medien etc. stellen.

Runter gings mit Blizzard ja erst ab dem Zeitpunkt, als Kotick übernahm. Als Blizzard noch ein Unternehmen mit "westlich-europäischen" Wurzeln war, zeichneten sie einen Hit nach dem anderen. Das ist unleugbarer Fakt.

Mit der Kultur der Vielfalt, Gleichheit aller und Toleranzkultur unter Herrschaft dieser einen Gruppierung, schaut Blizzard nun seinem unausweichlichem Ende entgegen. Viele Köche verderben den Brei.

Sie werden nun quasi Opfer ihrer eigenen Ideologie.
 
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AgentDynamic

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Und trotzdem üblicher "Standard" in allen größeren Unternehmen.
Und sei es nur ein Mitarbeiter der meint alles anders zu machen, Empfehlungen ignoriert und Vorschriften nicht einhält, der dann einen auf den Sack bekommt und sich "in seiner Welt" dann gemobbt fühlt.

Sagen wir mal, es ist leider immer noch Alltag.
Es ist allerdings schon ein Unterschied, ob jemand fachlich oder disziplinarisch danebengreift, dafür gibt es dann offizielle Abmahnungen vom Arbeitgeber etc..
Und es ist mittlerweile auch klar geregelt, was wann als Mobbing gelten kann und was nicht.
Wenn ein Arbeitnehmer zum Chef zitiert wird, eine Standpauke erhält weil er Mist gebaut hat, kann dieser nicht einfach sagen, das dass ja Mobbing war und die ganze Firma verklagen.
Da muss schon mehr kommen bzw. mehr passieren.
Andersherum gilt es natürlich auch für Arbeitgeber, wie es in den Wald hineinschalt...

Wer (Team)leitende Positionen inne hat wird, zumindest hier in Deutschland, auf entsprechendes Verhalten hingewiesen, Stichwort korrekte Menschenführung.
Sowohl in eigener Sache als auch als Beobachtung bei Mitarbeitern die sich daneben benehmen.
In den USA wird es vermutlich ähnliche Ansätze/Kurse für entsprechende Positionen geben.
Einer der ersten CEOs von Blizzard z.B. (Name entfallen, wurde auch in Artikeln erwähnt) hatte ja Mobber und Dergleichen konsequent rausgeschmissen, auch auf hohen Positionen.
Leider kommt sowas noch zu selten vor, obwohl die Gesetzgebung diesbezüglich schon recht deutlich ist.

Wenn du egomane Soziopathen aus Führungspositionen entfernen willst (wo ich vollkommen dafür wäre) würde es in weltweit vielen Betrieben in den Führungsriegen aber verdammt leer werden.
Soziopathen sind eigentlich genau die Richtigen für den Job und daher am meisten Vertreten, das stimmt.
Um 24/7 sich einer riesigen Verantwortung zu stellen und Menschen anzuleiten braucht es entsprechende "Alpha-Tiere", da gibt es kein Wenn und Aber, dat kann nicht jeder.
Aber Soziopath ist nicht gleich Soziopath, deswegen auch das egoman.
Manche Typen sehen halt nur sich und ihren Erfolg, sind bereit dafür über Leichen zu gehen und denken, sie könnten sich alles erlauben (schlechte Erziehung, haben immer alles gekriegt usw.).
Ergebnis = siehe den Skandal.
Es gibt freilich auch Soziopathen, die brutal ehrlich, konsequent und eiskalt in ihren Entscheidungen sind, die aber dennoch die Regeln verstehen und sehen, das ein gutes Arbeitsklima schneller zum Ziel führt.
Der Begriff ist leider etwas vorbelastet.

Abgesehen davon wird es nicht passieren, weil die Entscheidungen darüber idR von eben Solchen getroffen werden.

Im Falle von Blizzard war das tatsächlich schon ein Skandal in einem Skandal.
Normalerweise gibt es immer entsprechende dritte Instanzen (Vertrauenspersonen, Betriebsrat usw.) die unabhängig von den Vorgesetzten als Anlaufstelle für Beschwerden und unprofessionelles Verhalten dienen, sofern die Vorgesetzten die vermeintlichen Täter sind.
Bei Blizzard war offenbar das Personalbüro dafür zuständig.
Welches aber genauso blind und/oder inkompetent bis korrupt war, wie die ekelhaften Herrschaften in den größeren Büros.
Es wurde verschwiegen und vertuscht und sogar die Opfer beschuldigt.
Sowas darf nicht passieren und ich hoffe, das es entsprechende Strafen dafür gibt.
Auch Chefs, Bosse und CEOs haben sich an Gesetze zu halten.
Deswegen ermittelte ja auch „California Department of Fair Employment and Housing” schlussendlich.

Angst um ihre Untergebenen haben die als ehomanische Soziopathen ohnehin nicht, wenn sie etwas ganz schnell fallen lassen sind es eben diese.

Stimmt, genau das meinte ich.
Formulierungsfehler meinerseits, sorry.
Die Mitarbeiter haben Angst um ihre Jobs, mit ein Grund warum sich solche Fälle immer so hinziehen oder erst so spät ans Licht kommen.
Das ist auch bei vielen MeToo-Prozessen zu beobachten, die schon viel viel eher hätten bekannt werden können, diese Kritik müssen sich die Opfer wohl gefallen lassen.
Die Gesetze und Regelungen, ja sogar die entsprechenden Behörden sind ja häufig schon vorhanden.
Nur keiner benutzt sie, oder weiß wen man ansprechen kann, ohne das die eigene Zukunft den Bach runtergeht.

Es wird nicht der letzte Fall von Missbrauch am Arbeitsplatz gewesen sein und überall da wo Menschen unterschiedlichsten Charakters miteinander arbeiten wird es immer wieder solche Vorfälle geben.
Man kann aber dafür sorgen, das diese "Spezialisten" es nicht ganz so leicht haben, wie bisher.
Das wird aber wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern.
 

1xok

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Toleranzkultur unter Herrschaft dieser einen Gruppierung,
Verstehst Du eigentlich selber, was Du schreibst? :rolleyes:

Der Niedergang hängt meines Erachtens mit der Übernahme durch Activision und der primären Fixierung auf den Shareholder Value zusammen. Da befindet sich Blizzard auch in bester Gesellschaft. Aber nur meine Meinung.
 

AgentDynamic

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Das Ding ist halt, dass Bobby Kotick und Co. so oder so ihre Millionen-Boni bekommen. Völlig unerheblich, ob sich Diablo 2 am Ende 10 oder 11 Millionen Mal verkauft. Viel großflächiger lässt sich ein Boykott eh nicht realistisch organisieren, weil die meisten Otto-Normal-Käufer diesen ganzen Kram, der hier abgeht, gar nicht verfolgen.
Für den Groundfloor-Entwickler kann dieser Unterschied allerdings essentiell sein. Wenn eine Million mehr oder weniger verkaufte Exemplare über Boni und deren Höhe entscheidet.

Das ist ein guter Punkt, wo ich hoffe, das sich dahingehend noch was ändert.
Denn man sieht das ja auch in anderen Branchen oder sogar (erst recht?) in der Politik so.
Die Leute mit großer Verantwortung kriegen dementsprechend Kohle.
Daran ist erstmal nichts auszusetzen, das spornt an, das fördert die Wirtschaft, viel Feind, viel Ehr.

Aber wehe es geht etwas schief oder irgendein eklatantes Fehlverhalten kommt an den Tag.
Erstmal wird alles soweit wie möglich vertuscht, es wird zumindest versucht.
Dann, wenn alles rauskommt, wird es klein geredet, die Schuld auf andere geschoben oder eigenes Versagen als Missverständnis hingestellt.
Als letzte große Heldentat wird dann der eigene Rücktritt angekündigt, so, als wenn man sich ja für die "Firma und die Angestellten" opfern würde und Verantwortung übernimmt.
Ja ne is klar.
Die finanziellen Schäfchen sind aber in jedem Fall im trockenen und es gibt diesbezüglich keine gravierenden Konsequenzen.
Irgend so ein Comic-Fritze sagte mal:
"Mit großer Macht kommt große Verantwortung."
Bei Firmen wie Blizzard gilt: "Ich bin dann mal weg..."

Die Mitarbeiter in den unteren Ebenen können das nicht so verschmerzen und nur dumm aus der Wäsche gucken.
 

AgentDynamic

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Mit der Kultur der Vielfalt, Gleichheit aller und Toleranzkultur unter Herrschaft dieser einen Gruppierung, schaut Blizzard nun seinem unausweichlichem Ende entgegen. Viele Köche verderben den Brei.

Sie werden nun quasi Opfer ihrer eigenen Ideologie.

Bitte spezifizieren sie.
Was hat das Eine, welches man in einer leistungsorientierten Gesellschaft durchaus kritisch sehen darf, mit dem Anderen zu tun?
Ansonsten Zustimmung, Activision hat vieles kaputt gemacht.
Es saßen ganz offensichtlich die falschen Leute an den falschen Stellen.
Das hat aber nichts mit "Vielfalt, Gleichheit, Toleranzkultur" zu tun, das ist nochmal wieder ein anderes Thema.
 

Basileukum

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"Die Berichte über Niedriglöhne , Zwei-Klassen-Gesellschaften, Crunch, Missbrauch, Sexismus, Diskriminierung und Schikane sämtlicher Art wären als isolierte Einzelfälle betrachtet schon unheimlich."

Richtig, gibt es doch in jedem Wirtschaftsbereich. Wir müßten somit jede zweite Firma ins Feuer nehmen. Dann stellt sich die Frage wie, und die Antwort ist von den Bolschewiken auch gleich gegeben, wir gründen eine staatliche Behörde. "Ministerium für Gutheit am Arbeitsplatz" (das Copy Right hab ab jetzt ich drauf, nur so anbei :-D ). Daß das Problem aber die Verkommenheit und nicht die fehlende Regulierung ist, das erschließt sich auch jedem mit mehr als einer Gehirnzelle.

Und damit kommen wir beim Zustand unserer derzeitigen "westlichen" Gesellschaft an, die weiteren Fragen, welche sich da stellen, sind dann systemgefährdend. Somit wird es wohl beim moralinsauren Aufzeigen von Einzelfällen bleiben, bis der Laden sauber und frisch ausgekehrt wird. Und zwar nicht mit rosarot regenbogenfarbiger Zuckerwatte. :-D
 

loud_noises

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Ich sag euch was mein Beitrag dazu ist um solche Zustände zu bekämpfen:

Ich lass mir sowas einfach null gefallen. Ich wurde auch schon mal mit Security aus einer Arbeitsstelle hinausbegleitet, nur weil ich der narzisstischen Chefin die Meinung gesagt habe.
Das hat wohl vor mir noch niemand gemacht und sie fühlte sich so angegriffen das ich SOFORT raus musste und sie mich nie wieder sehen wollte.
Ich bin aber keineswegs beleidigend geworden. Habe ganz sachlich meine Meinung über die Zustände und Arbeitsbedingungen gesagt.


DESHALB:
Ja solche Dinge sind schlimm aber noch schlimmer ist das es so viele Knechte gibt die sich das alles gefallen lassen.

Meine Kollegen haben mehr gelästern und geschimpft als ich. Aber wenn dann der Vorgesetze vor ihnen steht trauen sie sich nichts zu sagen.

Das Problem sind klar auf der einen Seite die Narzissten und Soziopathen, die einen großen Vorteil in unserer Gesellschaft haben, auf der anderen Seite sind alle diese Leute das Problem, die sich das gefallen lassen.

Mich ekelt die Feigheit der Menschen so an.
Wenn sich nicht jeder solche scheiß Arbeitsbedingungen gefallen lassen würde, dann hätten die Bosse auch nicht so viel Macht und die Arbeitsbedingungen wären schon längst viel besser.

Der Sklave steckt anscheinend vielen tief in den Genen...
 

FalloutEffect

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Letztendlich kann man versuchen die Meinung solcher Menschen wie Kotlick und Co zum Schweigen zu bringen, ändern wird man diese nicht. Es gibt sicher genug Menschen die das eine sagen und das andere denken, auch unter denen die meinen sie seien besonders tolerant und offen. Das ist alles Kalkül. Darüber sollte man sich mehr Gedanken machen.
 
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