Obwohl ich den Euro, oder besser, eine gesamteuropäische Währung grundsätzlich für eine gute Idee halte, sehe ich die tatsächliche Einführung und Umsetzung als groben (handwerklichen) Fehler an.
Nun bin ich kein Ökonom und behaupte nicht, dass ich das jetzt unbedingt besser machen könnte, allerdings hätte ich anstelle der Entscheider durchaus auf die gar nicht so kleine Anzahl durchaus kompetenter Ökonomen gehört, die vor dem Euro, so wie er letztlich "durchgedrückt" wurde, immer gewarnt haben.
Du meinst nicht zufällig die selben Ökonomen, die vor 2008 die Weltwirtschaft noch in bester Ordnung sahen?
Sicher gab es von Anfang an systematisch Probleme mit dem Euro, allen voran die teilweise krasse Inhomogenität zwischen den beteiligten Staaten. Es war von Anfang an klar, dass die nicht mehr auf Basis von Einzelstaaten durchführbare Währungspolitik früher oder später zu Konflikten führen wird. ABER man muss in diesem Kontext auch betrachten, dass die EU nie nur ein rein wirtschaftliches Kooperationsprojekt war, das auf eine strikt einzelstaatliche Zukunft baute. Vielmehr bestand schon immer der Traum die Nationen politisch und wirtschaftlich soweit zu einen, dass Landesgrenzen erst in den Köpfen und dann auf den Karten verschwinden. Für Nationalisten mag das ein Schreckensszenario sein, für viele überzeugte Europäer ist es der Traum, auf den sie hinarbeiten. In diesem Kontext war die Einführung des Euro kein singuläres Projekt, sondern ein erster bzw. weiterer Schritt zu einem integrierten Europa. Für viele Ökonomen war der Euro nur dann tragbar, wenn er zu einer stärken gemeinsamen Politik führt bzw. eine immer stärker verzahnte Wirtschafts- und Sozialpolitik daran anknüpft. Was auf lange Sicht nicht wirklich funktionieren kann - und da stimme ich dir völlig zu bzw. den warnenden Ökonomen - ist eine Währungsunion, die nicht über kurz oder lang von einer Wirtschaftsunion, einer Sozialunion und auch einer Fiskalunion mit gemeinsamer demokratischer Verantwortung gestützt wird. Man mag das für Idealismus halten, dass sich sowas entwickelt, aber im Grunde genommen basiert die ganze EU bzw. das ganze Projekt Europa auf einer guten Portion Optimismus und Idealismus. Bei der Einführung des Euro haben viele auf einer größeren innereuropäischen Solidarität gehofft, aber ja, sie wurden enttäuscht, denn das Gegenteil trat ein. Die Staaten verhielten sich immer noch höchst egoistisch und die Kernentscheider folgten einer Ideologie, die nicht zu mehr Solidarität, sondern zu mehr Spaltung führt. Vor einem derartigen Hintergrund kann die Währungsunion langfristig eigentlich langfristig nicht überleben, sie ist vielmehr eine Gefahr für den Zusammenhalt der Europäer. Man kann eigentlich nur hoffen, dass sich das politische Klima (speziell auch in Deutschland) irgendwann wieder ändert, bevor es zu spät ist...
Und sicher, natürlich gab es auch offensichtliche Fehler bzw. Versäumnisse bei der Euro-Einführung, wie etwa die diversen Verstöße gegen die Maastrichtkriterien, die auf Betrug basierende Aufnahme Griechenlands, die fehlende Investitionsbereitschaft in weiten Teilen der Union, die Inkompatibilität mit herrschen Finanzmarktregeln usw
Solche Situationen eignen sich hervorragend um im Bekanntenkreis die Idioten und Heuchler zu erkennen und um ordentlich auszumisten. ^^
Na dann pass lieber mal auf, dass du nicht selbst bald ausgemistet wirst...
was ich aber abstreite, daß ich anderen vorwerfen würde, sie wären nicht willig zur Diskussion.
Ja, sicher. Ich glaubs auch gleich...
Desweiteren bemühe ich mich zumindest Dinge zu untermauern, indem ich zb. Links verwende, wo ich der Meinung bin, daß andere es besser ausgedrückt haben, als wie ich das könnte.
Das ist in 99,99% aller Fälle keine konkrete Untermauerung einer bestimmten Behauptung. Wenn du schon andere für dich sprechen lassen musst, dann nimm wenigstens konkrete Zitate, die sich auch tatsächlich konkret auf den Sachverhalt beziehen und verlinke nicht willkürlich komplette Artikel, Kolumnen oder sonstige Inhalte ohne jeglichen eigenen Kommentar dazu. Erwartest du etwa, dass andere alle deine Links lesen und darin auf die Suche gehen, inwieweit das deine Behauptungen stützen könnte? Zeig mal etwas Respekt vor deinen Gesprächspartnern (und dir selbst) und fange endlich an, konkret über Dinge nachzudenken und reflektiere(!!!), was andere schreiben und denken. Ich kenne niemanden, der Meinungen anderer regelmäßig zu 100% teilt, daher macht es auch überhaupt keinen Sinn, ganze Beiträge anderer kommentarlos und unreflektiert zu posten. Es sei denn natürlich, du willst nur das Sprachrohr für bestimmte Botschaften sein, ohne dich wirklich der Diskussion stellen zu müssen. Aber wer selbst nichts zu sagen hat und nur das unreflektierte Sprachrohr für andere ist, hat dem Thema imo nichts beizusteuern. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Bring mal deinen faulen Arsch hoch und fand an selbst zu denken.
Fakt ist, daß von Rabowke eine Aussage kam, die er nicht untermauert hat, die also als bloße Beleidigung stehen bleibt und als solche nicht gerade von Intelligenz zeugt.
Na das wäre doch super. Ich weiß gar nicht, warum du dich beschwerst. Endlich jemand, der dich nicht mit komplexen Gedanken und zu viel intellektuellem Geschwätz überfordern würde...
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