Das muss es nicht, denn dadurch erst bin ich frei, dass ich weiss was Freiheit ist. Die Freiheit zu wählen wie ich lebe, ob ich lebe, die Freiheit zu ergründen was ich erleben will, was ich als meinen Sinn im Leben sehe. Dazu benötige ich mit Sicherheit niemandes Hilfe, niemanden der es mir aufzeigt und auch gewiss niemanden der meint er könne mich richten oder beurteilen. Das tue ich schließlich auch nicht diesen Menschen gegenüber, ich akzeptiere auch das Christentum, so wenig ich es für mich selbst jemals annehmen könnte, so wenig ich es begreife und so weh es mir in der friedliebenden Seele tut was diese Religion verbricht tagtäglich und verbrochen hat.
Das solltest Du aber keinem Juden sagen ... sei mir nicht böse, aber da klingt eine Arroganz durch, die das Christentum jahrhundertelang ebenfalls propagierte und von der man sich erst in neuerer Zeit löste: Die Bibel ist eben nicht nur das Heilige Buch der Christen, sondern, in abgewandelter Form (die "jüdische Bibel" ist eben nicht das christliche Alte Testament)
auch das er Juden, die es darüber hinaus auch als ihre Geschichte ansehen.
Ich scheue diesen Konflikt nicht, es ist meiner Ansicht nach illusorisch anzunehmen dies seien die Überlieferungen von Begegnungen mit einer höheren Macht / Spezies. Wer dem anhängt findet sich automatisch im zwiespalt mit der Wissenschaft, meiner Weltanschauung und im Konflikt mit der Vernunft und Logik wieder. Wenn jemand darauf seine eigene Chronik begründet, dann tut mir das leid, aber es hindert mich nicht daran das genau so auszusprechen, ich verstelle mich für niemanden und ich bemühe mich stets um Ehrlichkeit.
Hierin stimme ich Dir zu- die Universalität dieser Werte spricht meiner Meinung nach nur für ihre Gültigkeit. Unabhängig davon, wer sie "erfunden" zu haben glaubt.
Das ist genau das, was ich ja auch zu beginn schon schrieb - es ist nunmal eine Universalität mit der sich die Bibel heute noch schmückt, ganz so als sei "christliche Nächstenliebe" christlich. Sie ist einfach nur Nächstenliebe.
Aber zum Thema "fremde Federn" gleich noch mehr, weiter unten.
Sekte hat für mich noch immer etwas zwanghaftes an sich. Das Christentum zwingt niemanden (mehr) zur "Mitgliedschaft" in diesem exklusiven Club.
"Mir" (*schmunzel*) sei dank sind diese zeiten vorbei, was bin ich froh dass es heute nur noch psychologische Kriegsführung ist und nicht länger körperliche Gewalt. Nun impliziert man halt einfach nur noch, dass die Schwarzafrikaner wenn sie Kondome verwenden damit gegen Gottes Willen verstoßen. Es ist also somit Gottes Wille dass sie elendig an Aids und Co. verrecken und das kapitalistische Pharmaindustrieimperium trägt entscheidend dazu bei, dass das auch garantiert gelingt indem es diverse Arzneimittel gegen diverse lokale Krankheiten unerschwinglich bleiben lässt und (preiswertere) Imitate verbietet. Das nennt man wohl "Hand in Hand" arbeiten. Die Einen verbieten den Selbstschutz vor dem Tod, die anderen sorgen dafür dass Infektionskrankheiten allerlei Arten auch garantiert verbreitet werden. Irgendwie erinnert mich das an die Sache mit dem Begriff "Gulag" und "Arbeitslager", zwei Worte, dieselbe Bedeutung. Zwei Handlungswiesen, dieselbe Wirkung.
Jeder Christ, der die Bibel nicht für Gottes Wort hält, ist kein Christ. Punkt. Aber: Jeder Christ, der glaubt, die Bibel sei tatsächlich von Gott geschrieben, also so, wie sie ist, quasi vom Himmel gefallen, hat es auch nicht verstanden. Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort, will heißen: Menschen haben ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott aufgeschrieben. Über Jahrhunderte hinweg wuchs so eine Schriftsammlung an. Sie wurde abgeschrieben, ergänzt, korrigiert; nur so sind übrigens die vielen kleinen und großen Rechtschreib- und Grammatikfehler zu erklären, die sich in der Bibel, im AT wie im NT, finden, zu erklären.
Interessanterweise kenne ich einige Christen die eben genau das ablehnen, die die Bibel "nicht" für Gottes Wort halten, sondern für einen Leitfaden um auf seinen Spuren zu wandeln. Find ich zwar nicht minder schauderlich, aber mir solls ja egal sein. Mir ist durchaus klar, dass dieses Flickwerk ergänzt wurde durch neue passende Geschichten, im Grunde ist das wie ein gigantischer Blog mit einer jahrhundertedauernden Versionshistory. Doch wenn sich Gott ja nun nicht länger offenbarte, wie entstanden dann zig Jahre danach noch neue Einträge dazu? Ist er manchen erschienen und hat ihnen das dann diktiert oder ist man dahergegangen und hat hinzugefügt was einem zufällig noch eingefallen ist? Oder ist es nicht viel logischer dass es stimmig sein sollte und man beschloß dafür notfalls selbst zu sorgen - auch wenn es ja historisch oft gesehen grober Unfug geworden ist? Ich halte letzteres für weit wahrscheinlicher. Natürlich ist man auch fein raus wenn man sagen kann "Das sind Tatsachenberichte" - ja wenn sie es denn mal wären, demzufolge sind die beschriebenen Greueltaten womöglich nie passiert und dienten der Aufrechterhaltung der Spannung und des Lesereizes?. Eine der schlimmsten Greueltaten der Menschheitsgeschichte war übrigens die "Befreiung" jerusalems in dessen Folge im Namen der Nächstenliebe Frauen zu Tode vergewaltigt wurden, kinder aufgespießt wurden und Menschen die Eingeweide herausgeschnitten wurde am lebendigen Leib. Das war natürlich mal wieder eine Missinterpretation der Bibel / ein Mißbrauch, so wie alles unangenehme was sich je daraus ergab. Ganz wie der RWE Konzern heute der eine Schuld am Stromchaos in NRW grundsätzlich ablehnt, obwohl er Milliarden kassierte für Ausweichnotfallsysteme, das Geld dafür aber niht ausgab sondern lieber in die Bilanz gepumpt hat. Dazu gleich noch mehr Bezug zum Christentum.
Dass die christliche Botschaft missverstanden und missbraucht wurde, ist nicht zu leugnen. Dass im Namen Gottes Greultaten begangen wurden und noch begangen werden auch nicht. Aber liegt es nicht in der Natur der Menschen und nicht in der Natur des Christentums, böse zu sein?
Ich würde sagen in beidem gleichermaßen wenn ich mir die Weltgeschichte mal so anseh. Das Leugnen von Verantwortung ist übrigens kein zeichen der Größe und bis heute tut sich die Kirche mit sowas ja ziemlich schwer - kenn ich irgendwoher..
Die Zustände in Nordirland sind nicht repräsentativ für den Zustand des Christentums weltweit- oder werfen sich bei uns Protstanten und Katholiken auch gegenseitig Sprengsätze an den Kopf? Wie so oft diente die Religion da als Deckmantel für Imperialismus und Herrschsucht.
Natürlich sind die nicht repräsentativ, aber sie geschehen - denn das sind nichts weiter als Hooligans mit Heiligenkreuzen. Früher wäre man für soetwas ja belobigt worden, aber heute schickt es sich nicht mehr. ich bin es übrigens wirklich leid mit dieser Deckmantelsache - ich habe ausdrücklich gesagt ich lehne diese Generalamnesie ab und ich habe auch erläutert weshalb. Mir ist es vollkommen egal ob die Kirche seit ein paar Jahren nun einen neuen Kurs geht oder nicht, davor stehen ein paar mehr Jahre die das (weil man es dort noch konnte) nicht getan wurde. Man könnte sogar so weit gehen und behaupten - solange die Kirche die Möglichkeit dazu hatte, hat sie absolutistisch auf ihre Herrschaft gepocht und Andersdenkende massakriert und gefoltert bis zum Tode, ja sie hat sogar die Wissenschaft nicht anerkannt und tut das sogar heute nicht und das ist einfach nur blamabel und eine Schande. Das ist als ob ich heute darauf pochen würde, dass die Erde eine Banane ist und jeden angeblichen Beweis dafür einfach als ungültig erkläre und wer dem nicht folgt wird halt gefügig gemacht oder umgebracht.
Der Kirche PR-Sucht zu unterstellen ist barer Unsinn und das weiß Du auch.
Achja, weiß ich das? Moment mal eben bitte...ist es nicht so, dass es eine Unmenge "kirchlicher" Einrichtungen heute gibt? Katholische/Evangelische Familienbildungsstätten, Beratungsstellen, Kleidersammlungen und was weiss ich nicht noch alles? ja, gelle? Aber wusstest du auch, dass es eine Regelung gibt, die besagt, dass die Kirche nur dann auf diesen Zusatz ("Katholische XY") bestehen darf, wenn sie mindestens einen bestimmten prozentsatz finanziert? Jupp, der liegt soweit ich mich entsinne bei etwa 5%.
Es mag dich schockieren, aber in den meisten Fällen überschreitet die Kirche diese Zahl nicht. Das heisst sie finanziert Einrichtungen zu einem bestimmten bruchteil und darf dann darauf pochen, dass dies eine kirchliche Einrichtung sei. Das nenne ICH PR-Sucht und das weiß ich auch, richtig. Der Sinn dahinter ist auch glasklar - je mehr Öffentlichkeitspräsenz, desto mehr Folgschaft und die braucht die Kirche ja sehnsüchtig. Es ist übrigens nicht so, dass die Kirche sich mehr Prozente nicht leisten könnte, die liebe Kirchenkasse ist viele viele viele Milliarden Euro schwer und sie könnte sich das spielend und locker-flockig leisten. Das tut sie jedoch nicht. Das nenne ich scheinheilige Doppelmoral, PR-Sucht und gezielte Täuschung, ja ich geh soweit zu sagen dass das Betrug ist. Das schlimmste ist dabei dass es funktioniert weil das kaum jemand weiss. Genauso wie die Sache mit den extremen zahlungen an die Kirche als Entschädigung für den verlorenen Landbesitz.. damals.. vor mehr als 200 jahren...dafür zahlen wir nämlich noch heute. Brilliant oder? Das nenne ich eine geniale christliche Idee - wir schröpfen das Volk, investieren einen bruchteil davon in öffentlichkeitswirksame Betriebe und präsentierne uns in einem prima Licht damit. Ich persönlich bekomm bei sowas Magenkrämpfe.
Die Abkeher von gewalttätiger Mission erfolgte schon unmittelbar nach Entdeckung der neuen Welt und der dortigen brutalsten Zwangsmissionierung der Eingeborenen -vor allem durch die Spanier. Der Papst hat sich damals schon, etwa um 1550, scharf gegen den Umgang der sog. Kolonialherren mit den Eingeborenen gewandt- leider ohne großen Erfolg, denn: Der Einfluss eines Papstes zur damaligen Zeit war, genauso, wie er heute ist, eher gering; den König interessierte das Geld, dass er aus den Kolonien bekam, nicht die paar toten Indianer und schon gar nicht der alte Mann in Rom ...
Dass dieser Ruf nach Mäßigung in den Wirren der folgenden Religionskriege völlig unterging ist eine Schande für die Kirche(n) und das Christentum, das räume ich sofort ein.
Und damit bleibt es unhaltbar, wie ich es bereits sagte. Für mich würde ja ALLEIN die Tatsache dass sie Hitler unterstützte völlig ausreichen damit ich mit der Kirche niemals wieder etwas zu tun haben wollen würde - die andren 1800 Jahre sind einfach nur noch eine Dreingabe für mich die mich erschaudern lässt.
Ich erleide Weltschmerz wenn ich daran denke dass dieses Lügengebilde funktioniert, sich Milliarden einverleibt und i