• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

ElNonsk am 01.12.2005 18:28 schrieb:
Trotzdem versuche ich es noch mit einem Beispiel:
Viele Christen starben für ihren Glauben unter dem römischen Kaiser Caligula. Sie schworen ihrem Glauben nicht ab, obwohl sie dadurch ihr Leben hätten retten können. Sie taten dies, weil sie es für richtig hielten. Welchen Vorteil hätten sie aus ihrem Tun gezogen?


Sie kommen ins Paradies, seelenheil, gottes gnade etc. ?

Ich meine, darum gehts doch bei der ganzen Sache.

Das ewige Leben im paradies.


Dafür sterben auch manche leute wenn es sein muss.


Aber auch hier sieht man wieder: keine tat ohne gegenleistung.
 
Aber auch hier sieht man wieder: keine tat ohne gegenleistung.
Ok, ein weiteres Beispiel für christliche Nächstenliebe: Es gibt da einen in der Schulklasse, der wird andauernd fertig gemacht und im Verlauf eines Streitgesprächs wollen ihn ein paar Leute verprügeln. Du stellst dich als Christ natürlich dazwischen (solltest es zumindest) und bekommst eventuell eine aufs Maul! Dafür bekommst du im ersten Moment nichts angenehmes zurück! Du hast dem Typen zwar die Dresche erspart, hast aber selber einen drauf bekommen. Was hast du also davon gehabt? Hast du eine Gegenleistung für dein Handeln bekommen (außer die Prügel)? Nein.

Außerdem: Nächstenliebe soll angewand werden, ohne dass man erwartet, dafür eine Leistung zurück zu bekommen! Klar, dass kommt häufig vor, aber es sollte nie das Ziel von Nächstenliebe sein! Und das ist es meiner Meinung nach auch nicht! Desweiteren schließe ich mich EINonsk in vielen seiner Punkte zu!

Mfg. Klon1234
 
Klon1234 am 01.12.2005 21:57 schrieb:
Was hast du also davon gehabt? Hast du eine Gegenleistung für dein Handeln bekommen (außer die Prügel)? Nein.

Und wenn du Abends im Bett liegst und an die Decke schaust denkst du dir: hey das war doch klasse dass ich dem Typen in der Schule geholfen habe.


Aber irgendwie ist die ganze Diskussion sinnlos, es macht keinen Unterschied aus welchen Beweggründen man etwas tut, was man für richtig hält!
 
HI!

Ich zitiere zu dem thema mal eine Band:

Du bezahlst für ihren Segen
Für die Angst vor dem Tod
Dein Geld hält sie am Leben
Gibt ihnen ihr täglich Brot
Du hängst an ihren Lippen
Und Du glaubst, daß Du sie brauchst
Dann klammer Dich an sie
Bis Du verfaulst

Ich scheiße auf die Kirche
Ihren Papst und seinen Segen
Ich brauch’ ihn nicht als Krücke
Ich kann alleine leben
Falls Du das nicht kannst
Ja, falls Du ihn brauchst
Werde mit ihm glücklich
Doch zwing mir nicht Deinen Glauben auf

Zensur und Moralismus
Ist alles was sie bringt
Eine halbe Erlösung
Der Himmel stinkt
Und Du willst für sie sterben
In ihrem Namen
Für die Kirche
Für ein Amen

Ich pisse auf den Papst
Und seine römische Zentrale
Auf den Vatikan
Und seine Sklaven
Ich glaube nicht an eure Worte
Ich bin doch nicht bekloppt
Denn wer keine Angst vorm Teufel hat
Braucht auch keinen Gott

Ich scheiße auf die Kirche
Ihren Papst und seinen Segen
Ich brauch’ ihn nicht als Krücke
Ich kann alleine leben
Falls Du das nicht kannst
Ja, falls Du ihn brauchst
Dann werde mit ihm glücklich
Doch zwing mir nicht Deinen Glauben auf

Ich pisse auf den Papst
Und seine römische zentrale
Auf den Vatikan
Und seine Sklaven
Ich glaube nicht an eure Worte
Ich bin doch nicht bekloppt
Denn wer keine Angst vorm Teufel hat
Braucht auch keinen Gott


bye,TheDude.
 
Aaalso, zunächsteinmal eine dicke Entschuldigung, ich habe nicht genug Zeit gehabt hier eingehend antworten zu können, wer meine Texte kennt weiss dass ich an einem solchen zu einem solchen Thema wie hier auch meine Zeit sitz, wie wohl die meisten Forenuser die sich hier um Argumente bemühen - ich ziehe jedoch gerade um nach Bochum wie manch einer wissen mag und da gabs mal wieder ordentlich zu tun (bis 3 Uhr nachts Sperrmüll rausräumen.. juhuu..)

Das Thema hat sich anscheinend nicht wirklich weiterentwickelt an und für sich, das ist aber wohl auch zu erwarten da der "Konflikt" schon ein paar Jahrhunderte andauert.



Doc_Holiday am 29.11.2005 15:04 schrieb:
Kommen wir zur anderen Problematik, namentlich "Die Bibel".

Die Bibel ist ein unterhaltsamer Roman über einen jungen Visionär der es mit einigem Charisma und Selbstinszenierung zu einer beträchtlichen ideellen Folgschaft gebracht hat. Dazu kommen viele viele Mythen und Legenden die dazugedichtet wurden und die Übernahme alter Verhaltenslehren sowie eine zur damaligen zeit sicher bitter notwendige moralische Zeigefingerweisung hin zu "mehr Menschlichkeit".

Ach komm schon, das kannst Du doch besser: Die Bibel besteht eben nicht nur aus Erzählungen über einen Wandercharismatiker namens Jesus Christus.
Das Alte Testament hat viele Mythen übernommen, stimmt. Vor allem während der Zeit des Babylonischen Exils der Israeliten flossen viele Mythen der Babylonier in die Texte ein (z.B. die Schöpfungsgeschichte(n)).

Das wollte ich damit auch nicht aussagen, aber es geht eben im Grunde doch um diesen Visionär, also kann man zusammenfassend grob festhalten dass es ein Roman über diesen Mann ist - natürlich gibt es dabei noch viele andere Erzählungen, aber die haben im Grunde alle (indirekt) damit zu tun, das ist als ob man in einem Roman die Erzählerfigur wechselt aber thematisch "bei der Sache" bleibt. Dass das längst nicht ausschließlich der Fall ist, ist doch klar - dann wär es auch recht fade geworden auf lange Sicht.

Tatsächlich? In welcher anderen Religion findest Du von Anfang an solche Gebote wie im AT? Was ist z.B. mit dem Gebot der Sabbatsruhe? Mit dem siebenjährigen Zyklus, der die Feldarbeit im siebten Jahr ruhen lassen sollte? Mit der Freilassung der Sklaven alle sieben Jahre? Dem gebotenen Respekt vor den Eltern (auch und grade, wenn sie alt und krank und somit -gesellschaftlich betrachtet- wertlos wurden)?
Ich behaupte gar nicht, dass das Christentum in jeder Hinsicht revolutionär Neues geschaffen hat. Viele Verhaltensnormen, die das Christentum fordert, gehören aus unserer Warte natürlich zum "gesunden Menschenverstand". Aber warum wurden sie erst in den 10 Geboten bzw. der Bergpredigt erstmals fixiert, wenn sie doch allgemeiner Konsens sein sollen?

Der "gebotene Respekt" findet sich in einer noch weitaus intensiveren Form beispielsweise im konfuzianismus, dieser beruft sich beispielsweise auf 3 soziale Pflichten aller seiner Anhänger, namentlich sind dies:

Loyalität (wörtl. "Untertanentreue")
kindliche Pietät (wörtl. "Verehrung der Eltern und Ahne")
Anstand und Sitte (umfasst alle Umgangsformen, sowohl unter den Menschen (Höflichkeit u. Etikette) als auch zwischen Menschen und der übersinnlichen Welt (Zeremonien, Opferriten)

Da findet man dann auch gleich noch die Ausdrücke "Anstand" und "Sitte". Damit meint der Konfuzianismus unter Anderem eben auch, dass man sich nicht mal kurz aus Lust und laune die Kehle aufschneidet gegenseitig. Der Konfuzianismus ist mehrere hundert jahre älter als das Christentum und erhebt nichteinmal den Anspruch eine Religion zu sein, sondern vielmehr ist es eine Art Sittenlehre bzw. Art und Weise sich miteinander zu arrangieren, wobei die Ahnenverehrung die des Christentums um ein Vielfaches übertrifft und auch dem Grunde nach sämtliche anderen Umgangsformen regelt. Dasselbe gilt für altgriechische Philosophenlehren oder den damaligen Staatsformen, denn jeder Staat ist ein Zusammenschluß von Menschen die einen Konsens gebildet haben miteinander, dazu gehören de fakto also auch Umgangsformen und auch im alten Griechenland war es verboten einen anderen Bürger Griechenlands mal eben zu töten. Bei Bedarf kann ich da noch etliche andere faktische Argumente vorlegen die zweifelsfrei (und historisch) belegen, dass die Bibel soetwas zusammengestohlen hat wenn man es so formulieren will. Das haben natürlich andere Religionen genauso getan weshalb ich JEDE Religion verurteile die behauptet das erfunden zu haben. Das ist einfach grober Schwachsinn.


Um hier weiter diskutieren zu können, definiere bitte Sekte und Gnade genauer. Danke.

Schon der Blick auf wikipedia zeigt hier "Neue religiöse Gruppen oder Abspaltungen von bestehenden Religionen sind über die gesamte Menschheitsgeschichte entstanden - viele gingen unter, einige überleben in Nischen, manche haben sich gar als Weltreligion - wie z.B. das Christentum, das zunächst eine jüdische Sekte war - oder als Staatsreligion etabliert." und dies könnte ich auch durchaus argumentativ unterstützen. Eine Sekte ist nämlich ebenso wie "Sünde", "Gnade", "Liebe" und Co. ein hochspekulativer Begriff, eine reine Definitions- und Auslegungssache im Grunde. So könnte man theoretisch "jede" Religion als Sekte bezeichnen, sobald man den Anspruch erhebt man selbst sei ihr überlegen. Deshalb bezeichnen soviele Weltreligionen soviele andere "Splittergruppen" gerne als Sekten, das klingt böser und überhaupt ist das einfacher, bequemer und praktischer als sich mit der ganzen Wahrheit auseinandersetzen zu müssen, dass man vielleicht "nicht" die Weisheit gepachtet hat und andere Menschen vielleicht "doch" Recht haben und man selbst Unrecht. Eingeständnisse machen sich als Weltreligion aber nicht gut, das schwächt ja die "Glaub"würdigkeit.


Die Bibel ist auch ein Ratgeber, ja. Aber damit allein reduzierte man ihre Bedeutung. Für den gläubigen Christen ist sie viel mehr, sie ist Gottes Wort in Menschenwort, so, wie Jesus Christus viel mehr ist als ein Wnderprediger, sondern Gottes Sohn. Außerdem: Jesus scheint nach Deinem Dafürhalten ja kein besonders begnadeter/ überzeugender Rhetor gewesen zu sein- warum sonst hätte man ihn umgebracht? Weil er Aufrührer war? Falsch. Er hat niemals zum aufstand gegen die Römer aufgerufen. Sein eigenes Volk hat ihn umnringen lassen! (Ich bin kein Antisemit und werde den Tod Jesu nicht den Juden anlasten, damit das direkt mal klar ist! Jesu Tod war notwenig.)
Aber darüber zu diskutieren ist müßig, ich kann und will hier nicht missionarisch auftreten.

Dass sie nicht "Gottes Wort" sein kann ist ja glücklicherweise den meisten Christen heutzutage schon selbst klargeworden, doch mit der logischen Konsequenz daraus dass Jesus deshalb, sofern er die Vorgaben für die Bibel denn überhaupt lieferte mit seinem Wirken, auch nicht Gottes Sohn sein konnte tut man sich noch schwer. Die nächste logische Konsequenz wäre dann, dass es womöglich keinen Gott gibt - und damit müsste diese Religion sich selbst leugnen um sich selbst treu zu bleiben. Das lässt man aber lieber. Natürlich ist die Bibel mehr als ein Ratgeber, sie ist auch ein unterhaltsamer Roman und ein Flickwerk talentierter und teilweise sogar brillanter Schreiber und Denker. Ich leugne nicht die reine Qualität der Bibel, ich lehne es jedoch völlig und vollkommen ab an etwas zu glauben wie einen Gott, ein Wort Gottes oder dessen Niederschrift. Jesus war übrigens im Gegenteil sogar ein ausgesprochen überzeugender Visionär, aber eben auch nicht mehr - er war wirklich verdammt gut darin seine Philosophie zu verkaufen (im Sinne von "weitertragen"), ähnlich wie Platon beispielsweise. Ich sehe auch keinen Unterschied zwischen Jesus und Platon in dieser Hinsicht, Jesus hatte bloss einfach mehr Auswirkungen auf den Lauf der Zeit weil seine Anhänger militante Kriminelle und gescheiterte Existenzen waren die die Nase voll hatten unterjocht zu werden von einem römischen Reich. Dazu hat Jesus lediglich die Saat gelegt, mehr nicht. Ob er je dazu aufrief weiss ich nicht, ich war schließlich nicht dabei, aber auch Jesus wird gegessen haben, auch jesus wird sich mal gedacht haben "Ich sollte mal auf ein stilles Örtchen" und auch jesus hat mal gelacht und geweint, so wie du und ich auch. Ich persönlich werd auch manchmal wütend und ich halte das auch in seinem Fall für ziemlich wahrscheinlich - ob er aber explizit sagte "So jungs, geht hin und schlagt die Römer nieder" kann ich nicht beurteilen. Fakt ist jedoch dass der Aufruf zur Gewalt gegen Rom im alten Testament steht und das in aller Deutlichkeit. Wenn das also das Wort Gottes sein soll, dann will ich mit dem nichts zu tun haben, den Aufruf zur Gewalt halte ich für einen naiven barbarischen Akt der Selbstzerstörung auf lange Sicht.


Und wieder diese Polemik, Sinner. Die hast Du doch gar nicht nötig.
Das Christentum ist, wie der Islam, missionarisch, stimmt. Dass der Missionsauftrag Jesu missverstanden wurde, stimmt auch. Zwar hat er gesagt: "Geht, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern", aber nicht "...und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!" Gott sei Dank ist man von dieser Form der Mission abgerückt.
Dass Du das Christentum in direkte Nähe zum Nationalsozialismus rückst, spricht nicht für Dich. Nochmals: Diese platte Form der Polemik hast Du nicht nötig.

Davon ist man also abgerückt? Kann sein dass mir das entgangen ist, aber vielleicht befrag ich da auch nochmal wen aus Dublin zu. Könnte ja sein dass man sich da nicht länger gegenseitig mit Brandbomben bewirft im Namen eines "Gottes". Natürlich sind das Menschen die das Wort Gottes missverstanden haben, ebenso wie im Islam. Da frag ich mich aber dann rein logisch denkend glatt - warum steht es dann überhaupt dort so drin, so missverständlich? Warum nicht ein "Aber bitte nutzt keine Gewalt?", dafür aber unzählige von detailliert beschriebenen Gewaltakten und Morden in der Bibel beispielsweise? Ich lehne eine Generalamnesie für das Christentum übrigens ab und das gründlich - ich sehe überhaupt nicht ein darüber hinwegzusehen dass zweitausend jahre lang (!!!) Menschen auf bestialische Weise umgebracht, zu Tode gefoltert oder misshandelt wurden im Namen der Nächstenliebe. Wenn das Nächstenliebe ist, dann will ich damit nichts zu tun haben und da ist es mir herzlich egal ob sich die Kirche neuerdings aus PR-Gründen für einen Richtungswechsel entschieden hat (und dennoch stillschweigend den Tod Zigtausender fördert indem sie beispielsweise Kondome verbietet). Mit so einer menschenverachtenden Menschlichkeit habe ich nichts am Hut und das gilt wenn wir schon dab
 
ich auch :B


Mankind in his insatiable search for divine
Knowledge has discarded all biblical teachings

Realizing that the strength of religion is the repression of knowledge
All structures of religion have collapsed

Life prays for death
in the wake of the horror of these revelations

It was never imagined how graphic the reality that would
be known as the end of creation
Would manifest itself

We believe all this chaos and atrocity can be traced
Back to one single event

We hold these truths to be painfully self-evident
All men are not created equal
Only the strong will prosper
Only the strong will conquer
Only in the darkness of Christ have I realized
God Hates Us All


;)

Aber es ist schon ein bisschen müßig zu diskutieren, warum jemand etwas tut.
Ich könnte jetzt zu dem oben genannten beispiel auch sagen, dass das einschreiten einfach eine handlung ist, die deine moral dir empfiehlt und du dich gut fühlst, das deiner meinung und moral (und religion) nach richtige getan zu haben.
Irgendetwas wird immer befriedigt.

Aber ich glaub wir sind vom thema abgekommen :B
 
Grrrrrr.... elendige Maximallänge von Beiträgen....

Hier noch ein kleiner fehlender Absatz meines Beitrags von oben.. grmpf...

Mit so einer menschenverachtenden Menschlichkeit habe ich nichts am Hut und das gilt wenn wir schon dabei sind auch für den achsofriedlichen Islam, das Judentum und jede einzelne andere Religion die den Anspruch erhebt, dass nur sie selbst Gültigkeit besitzt und jede andere Religion minderwertig ist.

Da sind wir dann nämlich auch gleich beim Thema meines Vergleichs mit dem Nationalsozialismus und dessen Denkweise, das unterscheidet sich in diesem Punkt nämlich nicht und das macht mich krank, jedes Mal wenn ich darüber nachdenke. Frei nach dem Motto "Meine Weltanschauung ist die einzig Richtige. Sämtliche anderen Weltanschauungen sind minderwertig. Nur wer meiner Weltanschauung folgt, ist gut, wer anderen Weltanschauungen folgt wird mit Gewalt dazu gezungen meiner zu folgen oder getötet." Dasselbe hat das Christentum seit vielen vielen vielen Jahrhunderten praktiziert und genau dort ist diese parallele zum nationalsozialismus und die halte ich auch weiterhin aufrecht. Die Tatsache dass der Papst, der ja bekanntlich unfehlbare Vertreter Gottes auf Erden, den Psychopathen aus Österreich mit Weltherrschaftsanspruch unterstützt hat ist noch keine Jahrhunderte her, das ist gerad mal 65 Jahre her. Dass ich nach 1935 Jahren Mord und Totschlag nicht mehr sagen kann "Alles klar Jungs, ich bin dabei" oder es auch nur im Ansatz begreifen kann, sollte sich von selbst erklären.

Es macht mir Angst, ja Angst, dass vernunftbegabte Menschen immer noch dieser Denkweise anhängen, es stimmt mich bitter und verletzt mich seelisch zu sehen wie 14-Jährige erzählen, dass die Lehre Darwins Humbug sei, es macht mich krank zu sehen dass sich Menschen wegen dieser Dinge Grausamkeiten antun die die Kirche maßgeblich mitentwickelt hat. Darüber werde ich nicht hinwegsehen, darüber hat man schon viel zu lange hinweggesehen. Das ist als ob sich ein neuer Diktator aufschwingt und ich stumm bleibe - nein danke, ohne mich. Ich kann nichteinmal adäquate Worte dafür finden wie sehr ich diese Denkweise und Sichtweise verabscheue und es ist nicht überzogen wenn ich sage ich würde mich eher von einer Klippe stürzen als mich dem anzuschließen, denn das wäre Hochverrat an mir selbst und meinen idealen wie beispielsweise einer möglichst gewaltfreien Lösung von Problemen, einem grundlegenden Respekt vor jedem Menschen solange derjenige sich diesen nicht durch seine Taten selbst abverdient hat (und nicht etwa durch Äußerlichkeiten wie Religionen oder Hautfarben, ja richtig, Religionen steht absichtlich unter Äußerlichkeiten). Ich begreife nicht wie jemand mit großer Vernunft diese historischen Fakten und die aktuellen tatbestände ignorieren kann und das Wort "Amen" auch nur in den Mund nehmen kann. Von mir gibts kein Amen, schon gar nicht für die Kirche und auch nicht fürs Christentum, auch nicht für die Protestanten, den islam oder sonstige Gewaltvherherrlicher / förderer.


Aber auch davon abgesehen hat mich noch niemals jemand argumentativ davon überzeugen können an diesen christlichen "Gott" zu glauben - und wenn ich es täte, ja gerade "dann" könnte ich mich erst recht nicht dieser "Religion" anschließen die all das verraten hat was sie angeblich predigen wollte. Amen? Nein, besser nicht - es sollte lieber anders sein (Amen bedeutet "So sei es")..

Eines meiner liebsten Zitate dazu weite Ich bloß noch auf die restlichen Unterjochungsdoktrine aus.

"Das Märchen von Christus ist Ursache, daß die Welt noch 10.000 Jahre stehen kann und niemand recht zu Verstande kommt ...". (Goethe)


Wenn ich es so sehe verurteile ich mich selbst für eine Tat.
Wenn ich es so will, nehme ich mir selbst das Leben.
Wenn ich es so lebe, dann brauche ich keine Aussicht auf ein Paradies.

Daraus folgt:

Ich bin mein eigener Richter, Henker und Gott.
 
TheSinner am 02.12.2005 00:34 schrieb:
Grrrrrr.... elendige Maximallänge von Beiträgen....

Hier noch ein kleiner fehlender Absatz meines Beitrags von oben.. grmpf...


sorry,. wollte dich nicht unterbrechen ^^

aber ich stimme mit dir in viele Punkten überein.

Ich dachte wir wären auf dem Weg der aufklärung und dann muss ich lesen, dass in den USA ID in Bio unterrichtet wird :|

Religiöser Fanatismus is abartig.

Jeder darf glauben , was er will, solange er diesen Glauben anderen nicht aufzwingt oder ihnen durch den Glauben schadet. Und diese Grenze ist überschritten, wenn das oberhaupt der kathlischen Kirche in der Dritten Welt Kondome verbietet.
 
kay2 am 01.12.2005 21:44 schrieb:
ElNonsk am 01.12.2005 18:28 schrieb:
Trotzdem versuche ich es noch mit einem Beispiel:
Viele Christen starben für ihren Glauben unter dem römischen Kaiser Caligula. Sie schworen ihrem Glauben nicht ab, obwohl sie dadurch ihr Leben hätten retten können. Sie taten dies, weil sie es für richtig hielten. Welchen Vorteil hätten sie aus ihrem Tun gezogen?

Sie kommen ins Paradies, seelenheil, gottes gnade etc. ?
Ich meine, darum gehts doch bei der ganzen Sache.
Das ewige Leben im paradies.

Dafür sterben auch manche leute wenn es sein muss.

Aber auch hier sieht man wieder: keine tat ohne gegenleistung.

Absolut richtig. Und das Coole daran: Es ist nur eine eingebildete Gegenleistung, die nie eintreten wird.
Aus genau demselben Grund sprengen sich Palästinenser in Israel in die Luft. Sind das jetzt die besseren Christen? *fg*

Zum Thema Raubkopieren: Ja, du hast etwas davon, wenn du nach deiner eigenen Überzeugung handelst: Du fühlst dich besser. Es ist stets unangenehm, entgegen der eigenen Überzeugung zu handeln. Das vermeidest du damit.

Alles was wir tun, dient der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse oder des Schutzes vor unangenehmen Gefühlen. Schlimm wird's erst, wenn man behauptet, es wegen etwas anderes zu tun. Dann kommt nämlich ganz schnell Doppelmoral ins Spiel und man kommt in Erklärungsnöte. Zum Beispiel wenn's um Hirntote geht. Da preist Bush den Wert des Lebens. Aber er hatte kein Problem damit, über 100 Menschen in Texas zu exekutieren oder 30.000 Iraker zu töten. Das ist typisch christliche Doppelmoral. Sie berufen sich auf Gott, um ihr aristoteles'sches Handeln zu begründen. Und von dort aus ist es nur noch ein kurzer Weg zum Missbrauch des göttlichen Befehls.
 
Allein dadurch, dass wir den Begriff "Nächstenliebe" kennen bzw. erfunden haben, kann es keine reine Nächstenliebe mehr geben - denn dann haben wir bereits darüber nachgedacht und somit ist die Tat nicht länger unbefleckt von möglichen Absichten, Ansichten oder Denkweisen. Das spielt jedoch auch keine Rolle im Endeffekt, denn das Resultat zählt hierbei weit mehr als jedes Motiv. Helfe ich jemandem nur um mich danach damit brüsten zu können mag das nicht unbedingt die beste Idee sein, aber der Person wird geholfen. Helfe ich jemandem aus reiner Menschenliebe, dann ist demjenigen genauso geholfen. Da gibt es gar keinen Unterschied für denjenigen, dem geholfen wird in diesem Sinne zumindest.

ich persönlich helfe grundsätzlich jedem, beeinflusst von meiner Tagesstimmung, dem Stressfaktor, meiner persönlichen Motivation zu dem zeitpunkt und situationsbedingten Umständen (z.b. wenn jemand Geld wollen würde und ich keines hätte, würde ich mir auch nicht den Hintern aufreißen nur um welches zu bekommen um dann anschließend der Person zu helfen).Da mache ich mir auch nichts vor, es gibt Tage und Situationen in denen / an denen ich einfach keine Lust habe, wo ich schlichtweg meine Ruhe haben will und einfach nur mein Ding machen will - aber das ist eben nicht der Regelfall und ich freue mich über jedes Gefühl der Dankbarkeit mir gegenüber, so wie das wohl die meisten tun. Ich denke mir natürlich nicht in dem Augenblick "So das mach ich jetzt, dann fühl ich mich gleich supi", aber das wird meine unterbewusste Denkweise sein und das zu leugnen wäre irgendwie albern, schließlich ist der Mensch bequem und genußsüchtig :).
 
TheSinner am 02.12.2005 00:06 schrieb:
Das wollte ich damit auch nicht aussagen, aber es geht eben im Grunde doch um diesen Visionär, also kann man zusammenfassend grob festhalten dass es ein Roman über diesen Mann ist - natürlich gibt es dabei noch viele andere Erzählungen, aber die haben im Grunde alle (indirekt) damit zu tun, das ist als ob man in einem Roman die Erzählerfigur wechselt aber thematisch "bei der Sache" bleibt. Dass das längst nicht ausschließlich der Fall ist, ist doch klar - dann wär es auch recht fade geworden auf lange Sicht.
Das solltest Du aber keinem Juden sagen ... sei mir nicht böse, aber da klingt eine Arroganz durch, die das Christentum jahrhundertelang ebenfalls propagierte und von der man sich erst in neuerer Zeit löste: Die Bibel ist eben nicht nur das Heilige Buch der Christen, sondern, in abgewandelter Form (die "jüdische Bibel" ist eben nicht das christliche Alte Testament)
auch das er Juden, die es darüber hinaus auch als ihre Geschichte ansehen.

Der "gebotene Respekt" findet sich in einer noch weitaus intensiveren Form beispielsweise im konfuzianismus, dieser beruft sich beispielsweise auf 3 soziale Pflichten aller seiner Anhänger, namentlich sind dies:

Loyalität (wörtl. "Untertanentreue")
kindliche Pietät (wörtl. "Verehrung der Eltern und Ahne")
Anstand und Sitte (umfasst alle Umgangsformen, sowohl unter den Menschen (Höflichkeit u. Etikette) als auch zwischen Menschen und der übersinnlichen Welt (Zeremonien, Opferriten) [....]
Hierin stimme ich Dir zu- die Universalität dieser Werte spricht meiner Meinung nach nur für ihre Gültigkeit. Unabhängig davon, wer sie "erfunden" zu haben glaubt.

Schon der Blick auf wikipedia zeigt hier "Neue religiöse Gruppen oder Abspaltungen von bestehenden Religionen sind über die gesamte Menschheitsgeschichte entstanden - viele gingen unter, einige überleben in Nischen, manche haben sich gar als Weltreligion - wie z.B. das Christentum, das zunächst eine jüdische Sekte war - oder als Staatsreligion etabliert." und dies könnte ich auch durchaus argumentativ unterstützen. Eine Sekte ist nämlich ebenso wie "Sünde", "Gnade", "Liebe" und Co. ein hochspekulativer Begriff, eine reine Definitions- und Auslegungssache im Grunde. So könnte man theoretisch "jede" Religion als Sekte bezeichnen, sobald man den Anspruch erhebt man selbst sei ihr überlegen. Deshalb bezeichnen soviele Weltreligionen soviele andere "Splittergruppen" gerne als Sekten, das klingt böser und überhaupt ist das einfacher, bequemer und praktischer als sich mit der ganzen Wahrheit auseinandersetzen zu müssen, dass man vielleicht "nicht" die Weisheit gepachtet hat und andere Menschen vielleicht "doch" Recht haben und man selbst Unrecht. Eingeständnisse machen sich als Weltreligion aber nicht gut, das schwächt ja die "Glaub"würdigkeit.
Sekte hat für mich noch immer etwas zwanghaftes an sich. Das Christentum zwingt niemanden (mehr) zur "Mitgliedschaft" in diesem exklusiven Club.

Dass sie nicht "Gottes Wort" sein kann ist ja glücklicherweise den meisten Christen heutzutage schon selbst klargeworden, doch mit der logischen Konsequenz daraus dass Jesus deshalb, sofern er die Vorgaben für die Bibel denn überhaupt lieferte mit seinem Wirken, auch nicht Gottes Sohn sein konnte tut man sich noch schwer. Die nächste logische Konsequenz wäre dann, dass es womöglich keinen Gott gibt - und damit müsste diese Religion sich selbst leugnen um sich selbst treu zu bleiben. Das lässt man aber lieber. Natürlich ist die Bibel mehr als ein Ratgeber, sie ist auch ein unterhaltsamer Roman und ein Flickwerk talentierter und teilweise sogar brillanter Schreiber und Denker. Ich leugne nicht die reine Qualität der Bibel, ich lehne es jedoch völlig und vollkommen ab an etwas zu glauben wie einen Gott, ein Wort Gottes oder dessen Niederschrift. Jesus war übrigens im Gegenteil sogar ein ausgesprochen überzeugender Visionär, aber eben auch nicht mehr - er war wirklich verdammt gut darin seine Philosophie zu verkaufen (im Sinne von "weitertragen"), ähnlich wie Platon beispielsweise. Ich sehe auch keinen Unterschied zwischen Jesus und Platon in dieser Hinsicht, Jesus hatte bloss einfach mehr Auswirkungen auf den Lauf der Zeit weil seine Anhänger militante Kriminelle und gescheiterte Existenzen waren die die Nase voll hatten unterjocht zu werden von einem römischen Reich. Dazu hat Jesus lediglich die Saat gelegt, mehr nicht. Ob er je dazu aufrief weiss ich nicht, ich war schließlich nicht dabei, aber auch Jesus wird gegessen haben, auch jesus wird sich mal gedacht haben "Ich sollte mal auf ein stilles Örtchen" und auch jesus hat mal gelacht und geweint, so wie du und ich auch. Ich persönlich werd auch manchmal wütend und ich halte das auch in seinem Fall für ziemlich wahrscheinlich - ob er aber explizit sagte "So jungs, geht hin und schlagt die Römer nieder" kann ich nicht beurteilen. Fakt ist jedoch dass der Aufruf zur Gewalt gegen Rom im alten Testament steht und das in aller Deutlichkeit. Wenn das also das Wort Gottes sein soll, dann will ich mit dem nichts zu tun haben, den Aufruf zur Gewalt halte ich für einen naiven barbarischen Akt der Selbstzerstörung auf lange Sicht.
Jeder Christ, der die Bibel nicht für Gottes Wort hält, ist kein Christ. Punkt. Aber: Jeder Christ, der glaubt, die Bibel sei tatsächlich von Gott geschrieben, also so, wie sie ist, quasi vom Himmel gefallen, hat es auch nicht verstanden. Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort, will heißen: Menschen haben ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott aufgeschrieben. Über Jahrhunderte hinweg wuchs so eine Schriftsammlung an. Sie wurde abgeschrieben, ergänzt, korrigiert; nur so sind übrigens die vielen kleinen und großen Rechtschreib- und Grammatikfehler zu erklären, die sich in der Bibel, im AT wie im NT, finden, zu erklären.

Und wieder diese Polemik, Sinner. Die hast Du doch gar nicht nötig.
Das Christentum ist, wie der Islam, missionarisch, stimmt. Dass der Missionsauftrag Jesu missverstanden wurde, stimmt auch. Zwar hat er gesagt: "Geht, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern", aber nicht "...und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!" Gott sei Dank ist man von dieser Form der Mission abgerückt.[...]

Davon ist man also abgerückt? Kann sein dass mir das entgangen ist, aber vielleicht befrag ich da auch nochmal wen aus Dublin zu. Könnte ja sein dass man sich da nicht länger gegenseitig mit Brandbomben bewirft im Namen eines "Gottes". Natürlich sind das Menschen die das Wort Gottes missverstanden haben, ebenso wie im Islam. Da frag ich mich aber dann rein logisch denkend glatt - warum steht es dann überhaupt dort so drin, so missverständlich? Warum nicht ein "Aber bitte nutzt keine Gewalt?", dafür aber unzählige von detailliert beschriebenen Gewaltakten und Morden in der Bibel beispielsweise? Ich lehne eine Generalamnesie für das Christentum übrigens ab und das gründlich - ich sehe überhaupt nicht ein darüber hinwegzusehen dass zweitausend jahre lang (!!!) Menschen auf bestialische Weise umgebracht, zu Tode gefoltert oder misshandelt wurden im Namen der Nächstenliebe. Wenn das Nächstenliebe ist, dann will ich damit nichts zu tun haben und da ist es mir herzlich egal ob sich die Kirche neuerdings aus PR-Gründen für einen Richtungswechsel entschieden hat (und dennoch stillschweigend den Tod Zigtausender fördert indem sie beispielsweise Kondome verbietet). Mit so einer menschenverachtenden Menschlichkeit habe ich nichts am Hut und das gilt wenn wir schon dab
[/quote]
Die Bibel ist kein Märchenbuch mit Happy End, in dem alles immer nur Friede, Freude, Eierkuchen ist. Die Schilderungen von Sex und Gewalt sind nahezu obszön explizit, stimmt auch. Man muss sich aber vor Augen führen, dass die Schreiber der Bibel sich slebst auch als Chronisten verstanden, die die Geschichte ihres Volkes und Gottes Umgang damit festhalten wollten. Nach heutiger Forschung sind die historischen Fakten, die die Bibel erwähnt, teilweise unhaltbar. Aber es reduziert damit die Bedeutung der Bibel nicht als Geschichte der Menschen mit Gott bzw. dem Weg der Menschen vom Abfall von Gott zurück zum Heil in Jesus Christus.
Dass die christliche Botschaft missverstanden und missbraucht wurde, ist nicht zu leugnen. Dass im Namen Gottes Greultaten begangen wurden und noch begangen werden auch nicht. Aber liegt es nicht in der Natur der Menschen und nicht in der Natur des Christentums, böse zu sein?
Die Zustände in Nordirland sind nicht repräsentativ für den Zustand des Christentums weltweit- oder werfen sich bei uns Protstanten und Katholiken auch gegenseitig Sprengsätze an den Kopf?
Wie so oft diente die Religion da als Deckmantel für Imperialismus und Herrschsucht.
Der Kirche PR-Sucht zu unterstellen ist barer Unsinn und das weiß Du auch. Die Abkeher von gewalttätiger Mission erfolgte schon unmittelbar nach Entdeckung der neuen Welt und der dortigen brutalsten Zwangsmissionierung der Eingeborenen -vor allem durch die Spanier. Der Papst hat sich damals schon, etwa um 1550, scharf gegen den Umgang der sog. Kolonialherren mit den Eingeborenen gewandt- leider ohne großen Erfolg, denn: Der Einfluss eines Papstes zur damaligen Zeit war, genauso, wie er heute ist, eher gering; den König interessierte das Geld, dass er aus den Kolonien bekam, nicht die paar toten Indianer und schon gar nicht der alte Mann in Rom ...
Dass dieser Ruf nach Mäßigung in den Wirren der folgenden Religionskriege völlig unterging ist eine Schande für die Kirche(n) und das Christentum, das räume ich sofort ein.
 
Das muss es nicht, denn dadurch erst bin ich frei, dass ich weiss was Freiheit ist. Die Freiheit zu wählen wie ich lebe, ob ich lebe, die Freiheit zu ergründen was ich erleben will, was ich als meinen Sinn im Leben sehe. Dazu benötige ich mit Sicherheit niemandes Hilfe, niemanden der es mir aufzeigt und auch gewiss niemanden der meint er könne mich richten oder beurteilen. Das tue ich schließlich auch nicht diesen Menschen gegenüber, ich akzeptiere auch das Christentum, so wenig ich es für mich selbst jemals annehmen könnte, so wenig ich es begreife und so weh es mir in der friedliebenden Seele tut was diese Religion verbricht tagtäglich und verbrochen hat.

Das solltest Du aber keinem Juden sagen ... sei mir nicht böse, aber da klingt eine Arroganz durch, die das Christentum jahrhundertelang ebenfalls propagierte und von der man sich erst in neuerer Zeit löste: Die Bibel ist eben nicht nur das Heilige Buch der Christen, sondern, in abgewandelter Form (die "jüdische Bibel" ist eben nicht das christliche Alte Testament)
auch das er Juden, die es darüber hinaus auch als ihre Geschichte ansehen.

Ich scheue diesen Konflikt nicht, es ist meiner Ansicht nach illusorisch anzunehmen dies seien die Überlieferungen von Begegnungen mit einer höheren Macht / Spezies. Wer dem anhängt findet sich automatisch im zwiespalt mit der Wissenschaft, meiner Weltanschauung und im Konflikt mit der Vernunft und Logik wieder. Wenn jemand darauf seine eigene Chronik begründet, dann tut mir das leid, aber es hindert mich nicht daran das genau so auszusprechen, ich verstelle mich für niemanden und ich bemühe mich stets um Ehrlichkeit.

Hierin stimme ich Dir zu- die Universalität dieser Werte spricht meiner Meinung nach nur für ihre Gültigkeit. Unabhängig davon, wer sie "erfunden" zu haben glaubt.

Das ist genau das, was ich ja auch zu beginn schon schrieb - es ist nunmal eine Universalität mit der sich die Bibel heute noch schmückt, ganz so als sei "christliche Nächstenliebe" christlich. Sie ist einfach nur Nächstenliebe.
Aber zum Thema "fremde Federn" gleich noch mehr, weiter unten.

Sekte hat für mich noch immer etwas zwanghaftes an sich. Das Christentum zwingt niemanden (mehr) zur "Mitgliedschaft" in diesem exklusiven Club.

"Mir" (*schmunzel*) sei dank sind diese zeiten vorbei, was bin ich froh dass es heute nur noch psychologische Kriegsführung ist und nicht länger körperliche Gewalt. Nun impliziert man halt einfach nur noch, dass die Schwarzafrikaner wenn sie Kondome verwenden damit gegen Gottes Willen verstoßen. Es ist also somit Gottes Wille dass sie elendig an Aids und Co. verrecken und das kapitalistische Pharmaindustrieimperium trägt entscheidend dazu bei, dass das auch garantiert gelingt indem es diverse Arzneimittel gegen diverse lokale Krankheiten unerschwinglich bleiben lässt und (preiswertere) Imitate verbietet. Das nennt man wohl "Hand in Hand" arbeiten. Die Einen verbieten den Selbstschutz vor dem Tod, die anderen sorgen dafür dass Infektionskrankheiten allerlei Arten auch garantiert verbreitet werden. Irgendwie erinnert mich das an die Sache mit dem Begriff "Gulag" und "Arbeitslager", zwei Worte, dieselbe Bedeutung. Zwei Handlungswiesen, dieselbe Wirkung.

Jeder Christ, der die Bibel nicht für Gottes Wort hält, ist kein Christ. Punkt. Aber: Jeder Christ, der glaubt, die Bibel sei tatsächlich von Gott geschrieben, also so, wie sie ist, quasi vom Himmel gefallen, hat es auch nicht verstanden. Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort, will heißen: Menschen haben ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott aufgeschrieben. Über Jahrhunderte hinweg wuchs so eine Schriftsammlung an. Sie wurde abgeschrieben, ergänzt, korrigiert; nur so sind übrigens die vielen kleinen und großen Rechtschreib- und Grammatikfehler zu erklären, die sich in der Bibel, im AT wie im NT, finden, zu erklären.

Interessanterweise kenne ich einige Christen die eben genau das ablehnen, die die Bibel "nicht" für Gottes Wort halten, sondern für einen Leitfaden um auf seinen Spuren zu wandeln. Find ich zwar nicht minder schauderlich, aber mir solls ja egal sein. Mir ist durchaus klar, dass dieses Flickwerk ergänzt wurde durch neue passende Geschichten, im Grunde ist das wie ein gigantischer Blog mit einer jahrhundertedauernden Versionshistory. Doch wenn sich Gott ja nun nicht länger offenbarte, wie entstanden dann zig Jahre danach noch neue Einträge dazu? Ist er manchen erschienen und hat ihnen das dann diktiert oder ist man dahergegangen und hat hinzugefügt was einem zufällig noch eingefallen ist? Oder ist es nicht viel logischer dass es stimmig sein sollte und man beschloß dafür notfalls selbst zu sorgen - auch wenn es ja historisch oft gesehen grober Unfug geworden ist? Ich halte letzteres für weit wahrscheinlicher. Natürlich ist man auch fein raus wenn man sagen kann "Das sind Tatsachenberichte" - ja wenn sie es denn mal wären, demzufolge sind die beschriebenen Greueltaten womöglich nie passiert und dienten der Aufrechterhaltung der Spannung und des Lesereizes?. Eine der schlimmsten Greueltaten der Menschheitsgeschichte war übrigens die "Befreiung" jerusalems in dessen Folge im Namen der Nächstenliebe Frauen zu Tode vergewaltigt wurden, kinder aufgespießt wurden und Menschen die Eingeweide herausgeschnitten wurde am lebendigen Leib. Das war natürlich mal wieder eine Missinterpretation der Bibel / ein Mißbrauch, so wie alles unangenehme was sich je daraus ergab. Ganz wie der RWE Konzern heute der eine Schuld am Stromchaos in NRW grundsätzlich ablehnt, obwohl er Milliarden kassierte für Ausweichnotfallsysteme, das Geld dafür aber niht ausgab sondern lieber in die Bilanz gepumpt hat. Dazu gleich noch mehr Bezug zum Christentum.


Dass die christliche Botschaft missverstanden und missbraucht wurde, ist nicht zu leugnen. Dass im Namen Gottes Greultaten begangen wurden und noch begangen werden auch nicht. Aber liegt es nicht in der Natur der Menschen und nicht in der Natur des Christentums, böse zu sein?

Ich würde sagen in beidem gleichermaßen wenn ich mir die Weltgeschichte mal so anseh. Das Leugnen von Verantwortung ist übrigens kein zeichen der Größe und bis heute tut sich die Kirche mit sowas ja ziemlich schwer - kenn ich irgendwoher..


Die Zustände in Nordirland sind nicht repräsentativ für den Zustand des Christentums weltweit- oder werfen sich bei uns Protstanten und Katholiken auch gegenseitig Sprengsätze an den Kopf? Wie so oft diente die Religion da als Deckmantel für Imperialismus und Herrschsucht.

Natürlich sind die nicht repräsentativ, aber sie geschehen - denn das sind nichts weiter als Hooligans mit Heiligenkreuzen. Früher wäre man für soetwas ja belobigt worden, aber heute schickt es sich nicht mehr. ich bin es übrigens wirklich leid mit dieser Deckmantelsache - ich habe ausdrücklich gesagt ich lehne diese Generalamnesie ab und ich habe auch erläutert weshalb. Mir ist es vollkommen egal ob die Kirche seit ein paar Jahren nun einen neuen Kurs geht oder nicht, davor stehen ein paar mehr Jahre die das (weil man es dort noch konnte) nicht getan wurde. Man könnte sogar so weit gehen und behaupten - solange die Kirche die Möglichkeit dazu hatte, hat sie absolutistisch auf ihre Herrschaft gepocht und Andersdenkende massakriert und gefoltert bis zum Tode, ja sie hat sogar die Wissenschaft nicht anerkannt und tut das sogar heute nicht und das ist einfach nur blamabel und eine Schande. Das ist als ob ich heute darauf pochen würde, dass die Erde eine Banane ist und jeden angeblichen Beweis dafür einfach als ungültig erkläre und wer dem nicht folgt wird halt gefügig gemacht oder umgebracht.


Der Kirche PR-Sucht zu unterstellen ist barer Unsinn und das weiß Du auch.

Achja, weiß ich das? Moment mal eben bitte...ist es nicht so, dass es eine Unmenge "kirchlicher" Einrichtungen heute gibt? Katholische/Evangelische Familienbildungsstätten, Beratungsstellen, Kleidersammlungen und was weiss ich nicht noch alles? ja, gelle? Aber wusstest du auch, dass es eine Regelung gibt, die besagt, dass die Kirche nur dann auf diesen Zusatz ("Katholische XY") bestehen darf, wenn sie mindestens einen bestimmten prozentsatz finanziert? Jupp, der liegt soweit ich mich entsinne bei etwa 5%.
Es mag dich schockieren, aber in den meisten Fällen überschreitet die Kirche diese Zahl nicht. Das heisst sie finanziert Einrichtungen zu einem bestimmten bruchteil und darf dann darauf pochen, dass dies eine kirchliche Einrichtung sei. Das nenne ICH PR-Sucht und das weiß ich auch, richtig. Der Sinn dahinter ist auch glasklar - je mehr Öffentlichkeitspräsenz, desto mehr Folgschaft und die braucht die Kirche ja sehnsüchtig. Es ist übrigens nicht so, dass die Kirche sich mehr Prozente nicht leisten könnte, die liebe Kirchenkasse ist viele viele viele Milliarden Euro schwer und sie könnte sich das spielend und locker-flockig leisten. Das tut sie jedoch nicht. Das nenne ich scheinheilige Doppelmoral, PR-Sucht und gezielte Täuschung, ja ich geh soweit zu sagen dass das Betrug ist. Das schlimmste ist dabei dass es funktioniert weil das kaum jemand weiss. Genauso wie die Sache mit den extremen zahlungen an die Kirche als Entschädigung für den verlorenen Landbesitz.. damals.. vor mehr als 200 jahren...dafür zahlen wir nämlich noch heute. Brilliant oder? Das nenne ich eine geniale christliche Idee - wir schröpfen das Volk, investieren einen bruchteil davon in öffentlichkeitswirksame Betriebe und präsentierne uns in einem prima Licht damit. Ich persönlich bekomm bei sowas Magenkrämpfe.


Die Abkeher von gewalttätiger Mission erfolgte schon unmittelbar nach Entdeckung der neuen Welt und der dortigen brutalsten Zwangsmissionierung der Eingeborenen -vor allem durch die Spanier. Der Papst hat sich damals schon, etwa um 1550, scharf gegen den Umgang der sog. Kolonialherren mit den Eingeborenen gewandt- leider ohne großen Erfolg, denn: Der Einfluss eines Papstes zur damaligen Zeit war, genauso, wie er heute ist, eher gering; den König interessierte das Geld, dass er aus den Kolonien bekam, nicht die paar toten Indianer und schon gar nicht der alte Mann in Rom ...
Dass dieser Ruf nach Mäßigung in den Wirren der folgenden Religionskriege völlig unterging ist eine Schande für die Kirche(n) und das Christentum, das räume ich sofort ein.

Und damit bleibt es unhaltbar, wie ich es bereits sagte. Für mich würde ja ALLEIN die Tatsache dass sie Hitler unterstützte völlig ausreichen damit ich mit der Kirche niemals wieder etwas zu tun haben wollen würde - die andren 1800 Jahre sind einfach nur noch eine Dreingabe für mich die mich erschaudern lässt.

Ich erleide Weltschmerz wenn ich daran denke dass dieses Lügengebilde funktioniert, sich Milliarden einverleibt und i
 
Ich erleide Weltschmerz wenn ich daran denke dass dieses Lügengebilde funktioniert, sich Milliarden einverleibt und immer noch Kinder vor Hunger krepieren müssen. Wenn die Kirche doch so sozial, so christlich, so nächstenliebend ist - warum HANDELT sie dann nicht auch irgendwann mal danach? Oder ist das "alles" einfach nur Missinterpretation der Bibel und irgendwann, so in 3.000 Jahren etwa, wird man ja ohnehin "schon" anfangen danach zu leben was man predigt?

Bis dahin jedenfalls werd ich damit nichts anfangen können, wie kann man bloss so verlogen scheinheilig und größenwahnsinnig sein sich so zu verhalten? Nein, das kann ich nicht tolerieren.

Ich kann akzeptieren wenn jemand dieser Sache folgt weil er an die Werte glaubt um die es "eigentlich" geht, aber wer der Sache folgt weil er an die Kirche glaubt, der tut mir wirklich nur noch leid und das kann ich nicht einfach hinnehmen. Ich sage ja nicht dass die grundlegenden Werte des Christentums nicht förderungswürdig wären, bloss sind das eben keine christlichen Werte sondern universelle Werte, ergo bleibt für mich ein Rest von exakt 0 Gründen übrig diesem Glauben zu folgen - und der Kirche sowieso schon gar nicht.

Und so eine Doppelmoral soll man auch nocht unterstützen, da soll man auch noch ruhig bleiben.. solang ich einen Funken Ehrverständnis, Menschlichkeit, Vernunft "oder" Einfülhungsvermögen besitze werd ich dagegen argumentativ vorgehen, weil es einfach nicht sein kann dass wir nach sovielen jahren immer noch nicht begriffen haben dass wir kein Paradies bräuchten, wenn wir endlich aufhören würden in Kategorien wie Religionen, nationen und ethnischen Gruppen zu denken. Verdammichnocheins wir sind alle Menschen und als solcher brauche ich auch niemanden der sich anmaßt über mein Leben urteilen zu können.

Ich bin und bleibe frei in meiner Wahl und wenn ich das tun und bleiben will, dann darf ich mich nicht einer Doktrin unterordnen die mir die Freiheit raubt, die mir die Luft zum Atmen nimmt und die mir Fesseln auferlegen sucht, die ich nicht mehr los würde bis zum "jüngsten Gericht".

Wer eine Aussicht aufs Paradies braucht, der sollte vielleicht mal darüber nachdenken, weshalb er die braucht.
 
TBrain am 01.12.2005 21:00 schrieb:
ElNonsk am 01.12.2005 20:26 schrieb:
Es soll aber zeigen, dass man, wenn man etwas macht, das man für richtig hält, es aus dem Grund tut, weil man es für richtig hält und nicht weil man daraus einen Vorteil erlangen kann.

Ja und indem du etwas tust, was deiner Meinung nach richtig ist, entsteht dir ein Vorteil. Kein monetärer, das ist klar, dein Benefit besteht eben in dem Gefühl das richtige getan zu haben.

und dieses Gefühl schätzt du als so wertvoll ein, dass es evtluelle finanzielle Nachteile, etc übersteigt.

kapiert?
Als manchmal glaub ich wirklich, ich red chinesisch (falls sich davon jemand betroffen fühlt -> ist nicht persönlich gemeint, sonder nur eine Redensart).

Ich habe jetzt schon in zig Posts geschrieben, dass jmd. durch das Leben von Nächstenliebe Zufriedenheit erlangen kann. Ich habe aber auch geschrieben, dass man die christliche Nächstenliebe (die übrigens nicht nur beinhaltet, dass man einen Menschen nicht einfach so umbringt, wie einige hier schreiben -> wenn ihr das als Nächstenliebe definiert, kann ich nur noch den Kopf schütteln) aus dem Grund lebt, weil man sie für richtig hält.
Die Zufriedenheit ist eine mögliche FOLGE, aber kein GRUND dafür, christliche Nächstenliebe zu leben.
Verstanden?
 
Solidus_Dave am 01.12.2005 20:32 schrieb:
ElNonsk am 01.12.2005 20:26 schrieb:
Nun, ich hab den Thread gelesen, aber hab ich ihn vielleicht falsch verstanden?
Du wolltest uns doch erklären, warum christliche Nächstenliebe keine eigene Gegenleistung beinhaltet :-o
Und da gehe ich davon aus, dass du Beispiele für Nächstenliebe bringst und nicht für irgendwas anderes. Ist das so abwegig? :ugly:
aph scheint mich, auch wenn er meine Ansichten überhaupt nicht teilt, verstanden zu haben. :-D
 
kay2 am 01.12.2005 21:44 schrieb:
ElNonsk am 01.12.2005 18:28 schrieb:
Trotzdem versuche ich es noch mit einem Beispiel:
Viele Christen starben für ihren Glauben unter dem römischen Kaiser Caligula. Sie schworen ihrem Glauben nicht ab, obwohl sie dadurch ihr Leben hätten retten können. Sie taten dies, weil sie es für richtig hielten. Welchen Vorteil hätten sie aus ihrem Tun gezogen?

Sie kommen ins Paradies, seelenheil, gottes gnade etc. ?
Ich meine, darum gehts doch bei der ganzen Sache.
Das ewige Leben im paradies.
Dafür sterben auch manche leute wenn es sein muss.
Aber auch hier sieht man wieder: keine tat ohne gegenleistung.
Glaubst du wirklich, dass sich jemand aufs Schlimmste foltern lässt, weil ihm daraus ein Vorteil (Wobei das Paradoxe an der ganzen Sache ist, dass du, als wahrscheinlicher "Nichtchrist", mir die Vorteile aufzählen musst, die ich erhalten würde, wenn ich mich für meinen Glauben "opfern" sollte) erwachsen könnte und nicht, weil er das Prinzip, für das er stirbt, für richtig hält?
Dazu auch ein Beispiel, das dir wahrscheinlich eher "zusagen" wird, da es die Fehler, die die kath. Kirche früher gemacht hat, zeigt.
Giordano Bruno wurde 1600 in Rom verbrannt, weil er die Idee vertrat, dass das Universum aus unendlichen vielen "Welten" (=Planeten) bestand und dass das Universum selbst unendlich groß sei. Er vertrat dabei die Idee, dass das ganze Universum vom göttlichen Willen durchdrungen sei (also eine eher pantheistische Weltsicht). Diese Meinung vertrat er auch in mehreren Diskussionen und ließ sich nicht beirren, obwohl er wusste, welche Konsequenzen dieses Verhalten haben konnte.
Er vertrat seine Ansichten, weil er sie für richtig hielt, und nicht weil ihm daraus Vorteil erwachsen könnte. Oder glaubst du wirklich, dass er, als er diese Thesen vertrat, daran dachte, dass ihm daraus irgendein Vorteil (welcher, musst du mir sagen) erwachsen könnte?
 
Ich erleide Weltschmerz wenn ich daran denke dass dieses Lügengebilde funktioniert, sich Milliarden einverleibt und immer noch Kinder vor Hunger krepieren müssen. Wenn die Kirche doch so sozial, so christlich, so nächstenliebend ist - warum HANDELT sie dann nicht auch irgendwann mal danach? Oder ist das "alles" einfach nur Missinterpretation der Bibel und irgendwann, so in 3.000 Jahren etwa, wird man ja ohnehin "schon" anfangen danach zu leben was man predigt?
Sag mal, was redest du da eigentlich für einen Schwachsinn?! Du scheinst echt nicht zu wissen, dass jährlich viele Millionen Euro nach Afrika und in andere Länder gespendet werden, damit die Menschen dort etwas zu essen und zu trinken, bzw. einen sicheren Schlafensplatz zu haben!

Und um eine Sache klarzustellen: Die Kirche hat nicht viel Geld, wie uns hier einige Leute glauben machen wollen! Früher vielleicht, als durch den Ablasshandel ( den auch wir Christen heutzutage verurteilen )noch Geld reinkam, da hatte die Kriche noch Geld. Aber heutzutage muss auch die Kirche sparen! Pfarrstellen müssen gestrichen werden, man hat kein Geld die Jugendarbeit auszuweiten usw.

Ich erleide Weltschmerz, wenn die Menschen uns immernoch unsere Laster von vor einigen hundert Jahren anhängen! Leute: Auch wir bereuen diese Zeit! Es lässt sich nicht leugnen - es sind viele schreckliche Dinge in den letzten Jahrhunderten passiert, an denen die Kirche auch beteiligt war! Aber die Zeiten haben sich geändert! Und ich finde es eigentlich sehr erbärmlich, dass man die Christen heutzutage noch mit solchen Sachen beleidigen bzw. durch den Dreck ziehen muss!

Und um nochmal auf die Bibel zurückzukommen: Gebt mir einen Beweis, der die Bibel widerlegt. Nur einen einzigen! Kommt schon...Ihr behauptet doch andauernd, dass das alles falsch ist, das die Bibel Lügen erzählt und wir Christen sowieso alle einen an der Waffel haben! Also beweist es auch! Wenn ihr es nicht könnt, dann hört aber auch bitte auf hier soetwas in den Raum zu werfen und niederzumachen!

Ich kann euch aus meiner Erfahrung sagen: Es gibt einen Gott und die Bibel spricht von ihm! Ob ihr es mir glaubt oder nicht ist eure Sache! Ich kann es nicht beweisen, auch wenn ich euch mein Wort geben könnte, dass es ihn gibt! Ich weiß es und ich wünsche jedem, dass er eine solche Begegnung mit Gott haben darf, die ich hatte.

Ich hatte auch dieselbe Skepsis wie die meisten von euch hier. Aber ich habe mich einmal darauf eingelassen und habe ihn gehört. Er war spürbar da! Sowas muss man einmal erlebt haben! Ich wünsche es euch!

Mfg. Klon1234
 
ElNonsk am 02.12.2005 13:34 schrieb:
Die Zufriedenheit ist eine mögliche FOLGE, aber kein GRUND dafür, christliche Nächstenliebe zu leben.
Verstanden?

Ich habe das genauso oft korrekt verstanden, wie du es nun schon geschrieben hast. Genauso oft habe ich aber auch genau das in Zweifel gezogen. Nur weil du es mehrmals schreibst, steigt sein Wahrheitsgehalt ja nicht. Es gibt bei menschlichen Entscheidungsprozessen keinen Unterschied zwischen Ursache und Folge. Die hängen IMMER zusammen.

Giordano Bruno hat deswegen die Folgen in Kauf genommen, weil er zu jenem Zeitpunkt glaubte, dass er sonst nicht damit weiterleben könnte, seine Überzeugungen geopfert zu haben. Er hat sich also ganz klar so entschieden, dass er damit besser leben konnte. Auch wenn er nachher tot war ... aber ich denke du verstehst, was ich meine.

Klon1234 am 02.12.2005 13:52 schrieb:
Und um nochmal auf die Bibel zurückzukommen: Gebt mir einen Beweis, der die Bibel widerlegt. Nur einen einzigen! Kommt schon...Ihr behauptet doch andauernd, dass das alles falsch ist, das die Bibel Lügen erzählt und wir Christen sowieso alle einen an der Waffel haben! Also beweist es auch! Wenn ihr es nicht könnt, dann hört aber auch bitte auf hier soetwas in den Raum zu werfen und niederzumachen!
Ach, das ist einfach. Steht nicht in der Bibel, dass die Liebe nur für Mann und Frau gedacht ist? q.e.d.
 
Ach, das ist einfach. Steht nicht in der Bibel, dass die Liebe nur für Mann und Frau gedacht ist? q.e.d.
Das ist sie auch! Aber durch den Sündenfall haben es die Menschen einfach verschissen. Das muss man einfach so drastisch sagen! Das ist also kein Beweis, das die Bibel nicht stimmt!

Mfg. Klon1234
 
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