Wir müssen aufhören, Troll-Themen einen Platz einzuräumen

LesterPG

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Aloy ist keine Ausdauersportlerin. Körperliche Ertüchtigung ist Teil ihres Lebens aber nicht Lebensinhalt.
Deine Meinung, ich darf doch sicherlich auch meine haben, nämlich das es ihr Überleben sichert und insofern elementarer Bestandteil ihres Lebens ist. ;)
 

RedDragon20

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Dass überhaupt über sowas diskutiert wird und aus ner Mücke n Elefanten gemacht wird, ist äußerst fragwürdig.
 

TheSinner

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Mittlerweile werden Menschen schnell als "Troll" bezeichnet, wenn ihre Meinung nicht der ihres Gegenüber entspricht.
Menschen die eher eine konservative Meinung vertreten als Trolle und ihre Meinung als "misogynen Bullshit" abzustempeln, wird auf mich eher verzweifelt und infantil. Das kenne ich meist nur von Menschen, welche argumentativ nicht mehr weiter wissen.

Sicher mag es Fälle geben, in denen solch eine Einschätzung auch gerechtfertigt ist, jedoch habe ich oftmals eher Zweifel an der Objektivität der Menschen, die am Ende irgendwelche Artikel verfassen.

Auch dieser Artikel hier wirkt jetzt irgendwie wenig konkret. Was genau sind denn jetzt "Troll Themen" und wie lautet die Definition dafür? Wer beurteilt das?
Bin ich vielleicht auch einer, weil ich das kritisch sehe?

Der Artikel versucht halt verzweifelt nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf die tatsächlich misogyne Debatte um Alys und deren Aussehen zu lenken. Funktioniert natürlich nicht und wirkt halt auch etwas scheinheilig nachdem man ja schon zugegeben hat selbst auch nicht unschuldig zu sein. Es gibt hier keine simple, korrekte Löstung, es braucht eine differenzierte Erklärung. Ich weiß schon wieso ich vor langer Zeit beschloss nicht weiter im Bereich Journalismus voran zu schreiten, der ist einfach ziemlich tot, zumindest ehrlicher und aufrichtiger Journalismus.

Darüber hinaus: man darf Menschen sehr gerne als Trolle bezeichnen und Meinungen als misogynen Bullshit. Insbesondere wenn sie Trolle sind und misogynen Bullshit verbreiten.
 

Sazzabin

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Als ich das letzte Mal nachgesehen hatte, hatten gerade einmal 4% der Bevölkerung in der BRD einen Twitter Account, das war die Gesamtzahl, nicht die aktiven Accounts, die dürften um einen noch zu ermittelnden Faktor niedriger sein.

Auf Twitter äußern sich Politiker, Schauspieler, Sportler, Musiker, Künstler, Manager, Journalisten, Unternehmen und der Rest dürften Personen sein, die in anderer Weise narzisstische Veranlagungen haben und meinen ihrer Meinung wäre irgendwie relevant für diese Welt. Aber ständig werden diese drei Hanseln von den Medien hoch gepusht in der Aufmerksamkeit, weil man mit Empörung und Kontroverse Klicks generieren kann. Für die Medien mal eine einfacher Hinweis, da ihr ja auch alle in der Twitter Blase abhängt: Die relevanten Themen finden nicht auf Twitter statt!

PS: Es mag sein, dass auf reddit durchschnittlich ein breiterer Querschnitt der Bevölkerung vertreten ist.
 

Shadow_Man

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Wäre jemand bitte so nett und könnte aufklären, worum es eigentlich geht? Was war denn mit Aloy und was war die Diskussion oder das trollartige dazu?
 

xaan

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Deine Meinung, ich darf doch sicherlich auch meine haben, nämlich das es ihr Überleben sichert und insofern elementarer Bestandteil ihres Lebens ist. ;)
Lass es mich präziser formulieren: sie trainiert keine 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag mit einem studierten Fitnesstrainer und einem Muskelaufbauplan und einem Ernährungsplan. Sie ist körperlich fit weil das durch ihren Lebensstil quasi nebenbei passiert. Das heißt aber auch, dass mehr Körperfett als ein bei einem modernen Leistungssportler nicht ausgeschlossen ist.

Körperliche Ertüchtigung alleine macht nicht alle Menschen automatisch dünn.

Wäre jemand bitte so nett und könnte aufklären, worum es eigentlich geht? Was war denn mit Aloy und was war die Diskussion oder das trollartige dazu?
Es gibt auf Twitter Menschen die sich darüber beschwert haben, dass Aloy plötzlich solche Pausbacken hat. Sie finden das passe gar nicht und natürlich war auch der Vorwurf es sei ja nur eine politische Agenda nicht weit. Die Gegenseite hat rot gesehen und den Kritikern Bodyshaming und Misogynie vorgeworfen.
 
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starr

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Einfacher gesagt als getan. Social Media so wie es aktuell funktioniert belohnt "user engagement" - unterscheidet aber nicht wertend. Nichts produziert so viel "engagement" wie Empörung. Wenn es Empörung gibt, lockt das die Leute an. Das beschert nicht nur Werbeeinnahmen sondern lockt automatisch auch noch mehr Leute an, was noch mehr Werbegeld bringt. Und: es trainiert auch die Algorithmen, welche Art von Content am meisten geklickt wird, was dazu führt, dass den leuten solche Empörungsaufreger auch noch immer häufiger von den Platformen selbst vorgeschlagen werden.

Wer das wirklich ändern will, muss die Ursache bekämpfen. Das kann aber kein einziges kleines Newsportal alleine - genausowenig wie Steam-Boykotteure anfang der 2000er die digitalen Spieleportale verhindern konnten. Die Lösung kann nur Gesamtsystemisch sein. Und das wird nciht passieren, ohne dass die großen Player im Social Media Umfeld selbst betroffen sind.

Und, Zack, es hat funktioniert.
Wir reagieren, der Klopausenartikel ist heut der meistkommentierte, morgen wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben und nix ändert sich.

Frau Maria Beyer- Fistrich hätte den Artikel auch etwas kritischer verfassen können.
Die Frage: "Wir fragen uns aber inzwischen, wie sinnvoll das ist und welchen Beitrag wir zu einem Diskurs leisten können und müssen." verdient imho einen eigenen Artikel.
 

RedDragon20

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Wäre jemand bitte so nett und könnte aufklären, worum es eigentlich geht? Was war denn mit Aloy und was war die Diskussion oder das trollartige dazu?
Es ging wohl darum, dass Aloys Aussehen in Horizon: Forbidden West einigen Leuten nicht gefällt.

Lass es mich präziser formulieren: sie trainiert keine 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag mit einem studierten Fitnesstrainer und einem Muskelaufbauplan und einem Ernährungsplan. Sie ist körperlich fit weil das durch ihren Lebensstil quasi nebenbei passiert. Das heißt aber auch, dass mehr Körperfett als ein bei einem modernen Leistungssportler nicht ausgeschlossen ist.

Körperliche Ertüchtigung alleine macht nicht alle Menschen automatisch dünn.
Oder kurz gesagt: Sportler definieren. Aloy nicht.

Ich kenne Menschen, die sind auch nicht dünn oder athletisch gebaut, können sich aber biegen und bewegen, wie n Gummimensch. Klettern, laufen, balancieren, auch mal n Salto, n Spagat...das sind einfach alles Bewegungsabläufe, für die man zwar eine trainierte Muskulatur benötigt und die die Muskulatur auch trainieren. Aber es sind auch Bewegungsabläufe, die diese Menschen einfach von klein auf gewohnt sind. Die trainieren aber auch nicht gezielt, sondern bewegen sich einfach gern.

Abgesehen davon, dass Aloy ja nun auch nicht dick ist. Sie hat halt n rundes Gesicht, ist aber ansonsten schlank. Wie viele andere Menschen auch. Und Körperfett ist bei Aloys Lebensstil sowieso überlebenswichtig. ^^
 

McDrake

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Wenn diese irrelevanten Themen von den Redis nicht mehr "recherchiert" werden müssen, haben die ja Zeit um ältere Artikel zu aktuallisieren.
Das macht zZ ja unser Bonk.
 
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Shadow_Man

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Lass es mich präziser formulieren: sie trainiert keine 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag mit einem studierten Fitnesstrainer und einem Muskelaufbauplan und einem Ernährungsplan. Sie ist körperlich fit weil das durch ihren Lebensstil quasi nebenbei passiert. Das heißt aber auch, dass mehr Körperfett als ein bei einem modernen Leistungssportler nicht ausgeschlossen ist.

Körperliche Ertüchtigung alleine macht nicht alle Menschen automatisch dünn.


Es gibt auf Twitter Menschen die sich darüber beschwert haben, dass Aloy plötzlich solche Pausbacken hat. Sie finden das passe gar nicht und natürlich war auch der Vorwurf es sei ja nur eine politische Agenda nicht weit. Die Gegenseite hat rot gesehen und den Kritikern Bodyshaming und Misogynie vorgeworfen.
Danke für deine Antwort.

Und ganz ehrlich: Das ist mir in dem Video gar nicht aufgefallen. Aber ist doch gut, wenn es auch mal mollige Charaktere in einem Spiel gibt, deswegen fand ich es z.B. gut, dass es die Kultiraner in wow gibt und die mal anders sind.

Und dann kommen wir zu einem anderen Punkt: Wer bestimmt eigentlich, was das Schönheitsideal ist? Weil jeder andere Ansichten hat. Ich mag z.B. mollige Frauen und kann mit den normalen Modelfrauen nichts anfangen, aber es gibt widerum Leute, die finden die ganz toll. Was ist dann das Schonheitsideal? Sowas gibt es eigentlich nicht.

Und man kann sowieso einen Charakter in einem Spiel (!!!) nicht jedem Recht machen. Sollte man auch gar nicht, weil der so entwickelt werden soll, wie es die Entwickler im Kopf haben. Vom Aussehen her, vom Charakter.

Ich finde man sollte so etwas einfach als (Spiele)Magazin ignorieren und wie hier schon jemand schrieb, Plattformen wie Twitter, Facebook und Co. nicht so wichtig nehmen. Hätte man darüber nicht berichtet oder jetzt sowas wie hier geschrieben, dann hätte ich das gar nicht mitbekommen. Vermutlich bin ich da nicht der Einzige.
Darum geht es doch heute meistens im Internet, um Aufmerksamkeit, Klicks und dergleichen. Das Internet, gerade die sozialen Plattformen, sind voll mit Narzissten. Da wird alles getan, um einmal Aufmerksamkeit zu bekommen.
 

Loosa

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Jetzt ist Deine Meinung zu Wir müssen aufhören, Troll-Themen einen Platz einzuräumen gefragt.
Ich find's gut, dass ihr euch selbstkritisch mit dieser Thematik auseinandersetzt. :top:

Eines dürfte allen klar sein, irgendwie müsst ihr euch finanzieren. Und solche Kurz- und Kürzestmeldungen versprechen schnelles Ergebnis bei überschaubarem Aufwand.
(Auch toll wenn solche "Kontroversen" dann rechtzeitig zum Wochenende online gehen. Das sorgt für ein paar Tage Aktivität auf der Seite... und die Mods haben auch was zu tun. :B ;))

Bleibt die Frage ob das dauerhaft sinnvoll ist. Das mag jetzt für Klicks sorgen. Aber wie wichtig ist mir so eine Seite als Informationsquelle? Aufmerksamkeit generiert es, ja. Aber Leserbindung? Bei solcher Art Meldungen kann man im Endeffekt blind auf die oberen Ergebnisse im Feed klicken, egal von wem.


Gegenüber normalen Nachrichten kommen mir noch zwei Probleme in den Sinn. Für Spiele gibt es keine Presseagenturen, von denen man zumindest einen Überblick über die Meldungen des Tages bekommt. Bei normalen Tageszeitungen kann das, etwas ausformuliert, einen guten Teil der Artikel ausmachen.
/edit: super zu sehen bei SPON. Echte Artikel ziert stolz der volle Name der Autoren, unter dem Anreißer ganz oben. Bei Füllmaterial begnügen sie sich mit einem bescheidenen Buchstabenkürzel ganz am Ende.

Ohne dpa schreibt ein Spielemedium dann gezwungenermaßen vom anderen ab.
Ich finde auffällig und gut, dass ihr immer die Quelle verlinkt. Aber manchmal muss man der Spur über 2, 3 andere Nachrichtenportale folgen bis man wirklich beim Ursprung landet.
Wenn mit der Geschichte eines mittelmäßig beachteten Trolls stille Post durch die Redaktionen gespielt wird, mag sich die Geschichte erst dadurch so potenzieren.

Und das zweite Problem: die Erwartungshaltung der Leser vs. der Realität des Mediums. Die Leute erwarten (auch) ernsthafte, tiefgehende Berichterstattung. Aber PCG ist keine NYT, und Computec dürfte eher selten mal ein komplettes Team monatelang auf Recherche schicken. :|
-> noch weniger große Reportagen, noch mehr Not für Füllmaterial.
(Die Kolumnen wiegen das aber etwas auf. Schöne, lange Texte und oft ein Genuss zum Lesen. Zumindest online.)

So gesehen, ohne Füllmaterial geht es nicht. Das ist klar. Aber die billigsten Arten Klicks zu jagen dürfen meinetwegen gerne wegfallen. =)
 
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Falconer75

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Wir fragen uns aber inzwischen, wie sinnvoll das ist und welchen Beitrag wir zu einem Diskurs leisten können und müssen.
Heißt ja, dass ihr das in der Redaktion diskutiert. Wie ist denn die Stimmungslage? Was hindert euch daran, diese offensichtlichen Bullshit-Themen schlichtweg zu ignorieren?

Letztlich solltet ihr zu euren redaktionellen Überzeugungen stehen, auch wenn ihr dafür nach oben Rechenschaft ablegen müsst. Da gehört natürlich innerredaktioneller Zusammenhalt und gegenseitige Rückendeckung zu. Im Zweifel für Qualität und klare Positionierung bei konträren Themen. Und gern Mut zu positivem, auch humorvollen Umgang mit schwierigen Fragestellungen. Auch wenn Leser/User damit Schwierigkeiten haben sollten.

Lukas geht da z.B. super voran, mit seiner wöchentlichen Kolumne. Dafür gibt es viel auf die Backen, aber die Texte sind mutig, unterhaltsam und unkonventionell. Chris' anarchische Print-Kolumnen finden dagegen online leider aktuell kaum statt. Die sollten auf jeden Fall breiter ausgespielt werden.

Vertraut und setzt auf eure redaktionelle Stärke, fallt bei Gegenwind nicht um und gebt Bullshit keinen Platz bzw. nehmt den Schwachsinn aufs Korn. Auch, wenn dann einige Flachdenker durchdrehen. Das müsst ihr in Kauf nehmen.
 

GTAEXTREMFAN

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Ich lerne solche Mitmenschen und deren Aussagen fast ausschließlich nur durch PCGames Meldungen kennen :B
Nach deutschem Recht, darf man Figuren aus Videospielen übrigens beleidigen bis es knallt. Könnte mir nur ein paar Ausnahmen vorstellen. Etwa wenn ein Formel1 Fahrer aus den Rennspielen oder Sportler (FIFA etc) beleidigt werden, dann könnte es vielleicht vorm Kadi Probleme geben.
 
TE
Maria Beyer-Fistrich

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Die Frage: "Wir fragen uns aber inzwischen, wie sinnvoll das ist und welchen Beitrag wir zu einem Diskurs leisten können und müssen." verdient imho einen eigenen Artikel.

Stimmt. Das Problem ist aber leider ein größeres, denn Klicks zählen - überall - und verwässern ja nicht nur in der Gaming-Presse die Berichterstattung. Wenn andere Plattformen auf den Zug aufspringen, möchte man eigentlich nicht hinterherwinken.... Es geht ja um viele Dinge: reddit-Threads, Twitter-Posts, Badewannen?-Streams auf Twitch... you name it.

Eine einfache Lösung gibt es also nicht.
 

fud1974

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Also wenn ich hier jetzt DIVERSE Beiträge im Thread lese die noch analysieren ob Aloys BMI jetzt passt zu ihrem fiktiven Lebenswandel .. dann würde ich sagen:

Solche Artikel laufen offensichtlich.

Also was entnehmen wir dem, Kommando zurück? Potentielles Diskussions-Material wie dieses können wir nicht liegen lassen weil "User-Engagement" überproportional hoch?

Man kann ja wieder sehen wie es läuft: Bring einen Aufreger, und es werden so viele sich drüber aufregen wegen der Tatsache, dass andere sich über den Aufreger aufregen so dass der Aufreger für die Verlagsleitung aufregend ist weil er aufregend viele Klicks produziert und die User in aufregender Weise bindet.

We're all part of the problem.
 

Cobar

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Stimmt. Das Problem ist aber leider ein größeres, denn Klicks zählen - überall - und verwässern ja nicht nur in der Gaming-Presse die Berichterstattung. Wenn andere Plattformen auf den Zug aufspringen, möchte man eigentlich nicht hinterherwinken.... Es geht ja um viele Dinge: reddit-Threads, Twitter-Posts, Badewannen?-Streams auf Twitch... you name it.

Eine einfache Lösung gibt es also nicht.
Das liest sich jetzt so, als wäre die ganze Diskussion hier ohnehin hinfällig, weil sich nichts ändern wird und das jetzt schon fest steht. Der kurze Artikel (naja, wollen wir es Artikel nennen? Der "kurz aufgekommene schriftlich festgehaltene Gedanke" passt wohl besser) dient also nur dazu, um vermeintlich zum Nachdenken anzuregen, ist aber eigentlich vollkommen irrelevant, weil ihr daran sowieso nichts ändern könnt/wollt/dürft?

Habe ich das so richtig verstanden? Du schreibst hier ja selbst, dass die Klicks eben zählen. Um ein Zeichen gegen diese Bullshit-Artikel zu setzen, müsste man solche aber eben weglassen und damit auch Klickeinbußen in Kauf nehmen. Wenn das nicht passiert, hat man immerhin einen sehr kurzen weiteren Artikel, der Klicks erzeugt und schon zwei tage später dann nicht mehr groß von Belang ist, weil die Frage sowieso nicht die wahre Intention dahinter war, sondern schnell ein paar Klicks abzugreifen und darum geht es doch schließlich.
 
TE
Maria Beyer-Fistrich

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Also was entnehmen wir dem, Kommando zurück? Potentielles Diskussions-Material wie dieses können wir nicht liegen lassen weil "User-Engagement" überproportional hoch?

Ach die wenigen News machen "den Kohl nicht fett". Mir ging es eher um das größere Ganze.

Das liest sich jetzt so, als wäre die ganze Diskussion hier ohnehin hinfällig, weil sich nichts ändern wird und das jetzt schon fest steht. Der kurze Artikel (naja, wollen wir es Artikel nennen? Der "kurz aufgekommene schriftlich festgehaltene Gedanke" passt wohl besser) dient also nur dazu, um vermeintlich zum Nachdenken anzuregen, ist aber eigentlich vollkommen irrelevant, weil ihr daran sowieso nichts ändern könnt/wollt/dürft?

Habe ich das so richtig verstanden? Du schreibst hier ja selbst, dass die Klicks eben zählen. Um ein Zeichen gegen diese Bullshit-Artikel zu setzen, müsste man solche aber eben weglassen und damit auch Klickeinbußen in Kauf nehmen. Wenn das nicht passiert, hat man immerhin einen sehr kurzen weiteren Artikel, der Klicks erzeugt und schon zwei tage später dann nicht mehr groß von Belang ist, weil die Frage sowieso nicht die wahre Intention dahinter war, sondern schnell ein paar Klicks abzugreifen und darum geht es doch schließlich.

Für uns als PC Games ist die Lösung einfach: Verzicht. Mein Kommentar greift eher die Gesamtsituation auf. Da stellt sich natürlich die Frage, was es bringt, wenn nur wir darauf verzichten.
 

starr

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Stimmt. Das Problem ist aber leider ein größeres, denn Klicks zählen - überall - und verwässern ja nicht nur in der Gaming-Presse die Berichterstattung. Wenn andere Plattformen auf den Zug aufspringen, möchte man eigentlich nicht hinterherwinken.... Es geht ja um viele Dinge: reddit-Threads, Twitter-Posts, Badewannen?-Streams auf Twitch... you name it.

Eine einfache Lösung gibt es also nicht.

+1

Dass sich die Presse oder die kreativen generell dank kostenlos Mentalität in einer schwierigen Lage befinden sollte wohl jedem klar sein. Und den "Aufreger der Woche" könnte man ruhig als ständige Rubrik einführen. Spielplatz für die Trolle und man hat was zu lachen.

Das hinterherwinken finde ich persönlich eher nicht so schlimm, die Begründung: "alle machen das, was können wir schon bewirken" finde ich dagegen fatal. Gerade wenn man publiziert hat man, meiner Meinung nach, eine gewisse Verantwortung. Es wird wohl keinen geben der sagt ich besuche eure Seite nicht weil ihr Thema xy nicht angesprochen habt. Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen dass eine Diskussion die vernünftig moderiert wird durchaus mehr Reichweite und "klicks" (sorry) generiert als eine "Nichtnews".
Und wenn man sich schon an den Mitbewerbern orientiert, dann muss man nicht unbedingt die schlechten Beispiele nehmen (*hust* Gamestar).

In diesem Sinne: geht raus, die Sonne scheint
 

Cobar

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Für uns als PC Games ist die Lösung einfach: Verzicht. Mein Kommentar greift eher die Gesamtsituation auf. Da stellt sich natürlich die Frage, was es bringt, wenn nur wir darauf verzichten.
Das ist doch mal eine Aussage! :top:

Ich kann es verstehen, dass ihr natürlich schon auch auf die Clicks, die solche und ähnliche Artikel euch mit Sicherheit einbringen, angewiesen seid, ihr müsst natürlich auch irgendwie Geld machen und sollt ja nicht umsonst arbeiten. Ähnlich wie @starr es über mir ja schon vorschlägt, könnte man eine Kategorie aus solchen nennen wir es mal "Gossip News" machen. Was sind die "aktuellen Aufreger der Woche" oder etwas in der Richtung, wo man dann gleich mehrere Themen zusammenfassen kann, um nicht die Seite mit 5 Artikeln zu ähnlich gelagerten Themen zu füllen, sondern ein großes Thema in der Woche daraus zu machen.
Wer sich daran beteiligen möchte, kann das machen, man bekommt es aber nicht zu oft zu sehen, wenn man kein Interesse an solchen Themen hat.
Das wäre etwas, das ihr für euch mal testen könntet, ob sowas für euch Sinn macht, wenn dann ein großer Thread daraus entsteht statt die Mods dann auch fünf Threads überwachen zu lassen, damit sie nicht ausarten, denn das soll natürlich nicht geschehen.
 

Cap1701D

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Also irgendwie ist der Beitrag ein bischen schizophren: über dem Beitrag steht ein Beitrag zum Amazon Prime Day. Offensichtliche Werbung, nicht gekennzeichnet, vermutlich nicht wegen der Klicks, sondern wegen der Affiliate-Vergütung dort platziert...darüber steht ein Beitrag über Star Trek, ein vages Gerücht, ein entnommener Satz aus einem Bericht einer anderen Seite...
Insofern ist der erste Gedanke der mir in den Sinn kommt: wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.
Auf der anderen Seite zeigt der Beitrag aber, dass der journalistische Anspruch und die journalistische Verantwortung noch nicht ganz flöten gegangen ist...beruhigend.
Letztlich sind wir Kunden schuld, auch ich persönlich. Ich konnte mich bislang auf keiner Seite hinreißen lassen, ein Abo abzuschließen. Ich informiere mich bei tagesschau.de kostenlos über Nachrichten, bei pcgames.de (und anderen, nicht deutschsprachigen Seiten) kostenlos über Computerspiele. Sobald eine Seite ein paywall einführt (wie bspw. der Mitbewerber) bin ich weg, kein Bock mit anteasern zu lassen und dann die Schranke reingewürgt zu bekommen. Ich bin also quasi ein Schmarotzer, dank mir (und dem Adblocker) lebt die PcGames nicht. Letztlich weiß ich, dass ich mich falsch verhalte, wüsste aber nicht wie ich es ändern kann. Abos meide ich wie der Teufel das Weihwasser, und sorry, soviel Geld wie für einen Streaming-Dienst würde ich auch nicht ausgeben wollen, wenn ich Abos abschließen würde...
Kurzum: irgendwie müsst ihr Geld verdienen, die Click-Bait-Sache (dafür braucht es Trolle, oder?) geht für mich in Ordnung. Ich kann die getrost überlesen.
Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn die Spieleindustrie euch bezahlt. Über neue Spiele erfahre ich nahezu ausschließlich von Computer-Spiel-Seiten, ihr bringt also das Produkt an den Kunden. Und ganz ehrlich: eure Meinung interessiert mich weniger bis gar nicht, ich interessiere mich lediglich für euren Bericht, was beinhaltet das Spiel, wie ist das Setting, wie ist die Grafik, so etwas...Insofern könnte ich vermutlich auch damit leben, wenn ihr eine Werbezeitschrift wäret, die mir aktuell neue Spiele vorstellt (bewirbt) und mich strukturiert und fix auf dem Laufenden hält. Mein Bild mach ich mir eh selber.
 

LesterPG

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Lass es mich präziser formulieren: sie trainiert keine 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag mit einem studierten Fitnesstrainer und einem Muskelaufbauplan und einem Ernährungsplan. Sie ist körperlich fit weil das durch ihren Lebensstil quasi nebenbei passiert. Das heißt aber auch, dass mehr Körperfett als ein bei einem modernen Leistungssportler nicht ausgeschlossen ist.

Körperliche Ertüchtigung alleine macht nicht alle Menschen automatisch dünn.
Man kann übrigens auch ohne Fitnesstrainer und einem Muskelaufbauplan ein entsprechenden Körper haben. :haeh:

Ernährungsplan ... gutes Thema !
Ich hatte die Welt nicht so verstanden das es dort eine Überflussgesellschaft ist, ganz im Gegenteil bis auf Jagd und einige Beeren, ständig mit den Maschinellen Raubtieren im Rücken.
Zumal der Standardmensch dort ja nicht einmal die Möglichkeiten zu derartigen Fähigkeiten hat, aber vielleicht gehört auch die Fähigkeit mehr Fettreserven anzulegen dazu, wer weiß ? ;)
 

LesterPG

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Danke für deine Antwort.

Und ganz ehrlich: Das ist mir in dem Video gar nicht aufgefallen. Aber ist doch gut, wenn es auch mal mollige Charaktere in einem Spiel gibt, deswegen fand ich es z.B. gut, dass es die Kultiraner in wow gibt und die mal anders sind.

Und dann kommen wir zu einem anderen Punkt: Wer bestimmt eigentlich, was das Schönheitsideal ist? Weil jeder andere Ansichten hat. Ich mag z.B. mollige Frauen und kann mit den normalen Modelfrauen nichts anfangen, aber es gibt widerum Leute, die finden die ganz toll. Was ist dann das Schonheitsideal? Sowas gibt es eigentlich nicht.
Zu wow kann ich nichts sagen, da bin ich raus, aber das ist alleine wegen der Realitätsfremden Optik ohnehin raus.

Btw. Schönheitsideal !

Wer behauptet eigentlich das Aloy nicht meinem Ideal entspricht ?
Davon hab ich nichts gesprochen, ich sagte nur das die Lebensweise bei dem was man sieht äußerst unwahrscheinlich zu ihren Rundungen ist.
Ich wüßte jetzt kaum ein Naturvolk das dermaßene Wohlstandsrundungen hat. ;)


Also wenn ich hier jetzt DIVERSE Beiträge im Thread lese die noch analysieren ob Aloys BMI jetzt passt zu ihrem fiktiven Lebenswandel .. dann würde ich sagen:

Solche Artikel laufen offensichtlich.
Ich habe nur meine Meinung dazu geäußert die ja unbedingt jemand mit zumeist fragwürdigen Argumenten versucht zu wiederlegen. :-D
Eine grundsätzliche Diskussion zu derartigen Themen finde ich nicht uninteressant, eher schon die Äußerungen von anders Denkenden die der Meinung sind alles was von ihrer Meinung abweicht pauschal als falsch darzustellen.
 
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xaan

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Man kann übrigens auch ohne Fitnesstrainer und einem Muskelaufbauplan ein entsprechenden Körper haben. :haeh:

Ja, kann man. Aber der Umkehrschluss ist nicht zwingend auch wahr. Will sagen: Ein bisschen fett ist nicht zwingend unlogisch, selbst bei viel körperlicher Ertüchtigung.

Jetzt können wir uns natürlich lange darüber streiten, ob die Gesellschaft im Überfluss lebt oder nicht. Ich entscheide mich davon auszugehen, dass Aloy zumindest keinen Hunger leidet. Sie ist fähig genug um für sich zu sorgen.

Ich wüßte jetzt kaum ein Naturvolk das dermaßene Wohlstandsrundungen hat. ;)

Die Venus von Willendorf ist ca. 30.000 Jahre alt.
 
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LesterPG

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Die Venus von Willendorf ist ca. 30.000 Jahre alt.
Oh ja, stimmt, die ist ja für die detailgetreue Anatomie der damaligen Zeit bekannt. :-D
Zumal es im Häuptling/Oberhaupt/spirituelle Anführerberufsbild durchaus sehr wahrscheinlich mal einige sehr Kalorienverwöhnte gegeben hat, die aber mit dem gefüttert wurden was sich die Mehrheit vom Mund abgespart hat.

Wie auch die photorealistischen Höhlenbilder wo die Menschen größtenteils noch keine Arme hatten
und komisch geformte Tiere lebten. :B
 

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xaan

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Oh ja, stimmt, die ist ja für die detailgetreue Anatomie der damaligen Zeit bekannt. :-D
Sie zeigt, dass den Menschen in der Altsteinzeit auch dicke Menschen kannten. Und wenn sie solche Extreme kannten, dann auch alle weniger extremen Formen dazwischen.

Ob die wirklich alle nur rumgesessen haben und sich füttern lassen haben können wir lange diskutieren. (letztendlich ist Aloy ja nun auch nicht so fett wie diese Statue). An der Stelle wäre es eventuell gut, wenn du den oberen Teil meines letzten Postings nicht völlig ignoriert hättest. Hast du aber leider. Oder soll ich dein Schweigen zu dem Punkt als Zustimmung deuten? Ach komm, ich mach genau das. Damit sind wir dann ja einer Meinung und können die Diskussion beenden. Bye. :)
 
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MrFob

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Also bei den ganzen Heilpflanzen, die sich Aloy in meinem HZD Playthrough beutelweise reingezogen hat wundert es mich nicht, dass sie ein bisschen zugelegt hat. :B :-D



... Carry on.
 
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Fuwa

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Versteh den ganzen Aufschrei jetzt nicht. Ja, dann hat sie jetzt ein wenig rundlicheres Gesicht. Der Rest von ihr sah eigentlich jetzt nicht anders aus als in Teil 1. Aber es gibt auch Sachen über die sich einige aufregen, als gäbe es nichts wichtigeres.

Aber ich muss auch immer lachen wenn ich sehe, die Community findet dies und das schlecht. Wer ist denn diese Community? Richtig, die gibt es nicht.
Meist beschweren sich eh nur irgendwelche Idioten und Trolle und die repräsentieren für mich nicht DIE Community. Aber klar die ganzen Youtuber müssen halt Videos generieren mit sinnlosem Schwachsinn und da kommt natürlich negatives immer gut an.
Nur langsam muss ich sagen reicht es auch mal, macht schon gar keinen Spaß mehr sich irgendwas wo anzugucken. Ständig wird nur genörgelt. Haben mittlerweile alle Gamer so ein trauriges Leben oder was ist los?
 
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