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The Witcher: Ciri wird nicht wohl "weiß" sein, erste Details zur Story der Netflix-Serie

kritik ist wohl durchaus erlaubt und sogar erwünscht von den machern, nehm ich jedenfalls an. allerdings lässt mich die heftigkeit des shitstorms doch ein wenig an den motiven der "kritiker" zweifeln. man sollte vielleicht nicht vergessen, um was es letztendlich geht: um die nicht mal feststehende besetzung einer rolle in der verfilmung eines fiktiven werks. hier steht nicht der weltfrieden auf dem spiel. tut mir leid, aber mir ist schleierhaft, wie man so viel energie in eine - bei allem respekt - letztendlich banalität stecken kann.

Die Fans von Büchern, Comics und anderen Medien nervt es einfach, dass geliebte, altbekannte Charaktere im Zuge von "Political Correctness" eine andere Ethnie oder gar ein anderes Geschlecht verpasst bekommen. Was ja im Moment ein ziemlicher Trend in Hollywood ist.
Sollen die Kreativen doch einfach neue Charaktere / Geschichten erfinden und dort solche "unterdrückten Minderheiten" einbauen aber die alten geliebten Geschichten sollen gefälligst so bleiben, wie sie sind, denn dafür werden sie geliebt.

Captain America ist ein starker Mann mit positiver Vorbildfunktion über Generationen für viele (männliche) amerikanische Jugendliche. Ihn in eine lesbische lateinamerikanische rotzige Teenagerin zu verwandeln ist einfach absurd, geradezu ein Schlag ins Gesicht der Fans. Wenn sie wollen sollen sie eben eine lesbische lateinamerikanische rotzige Teenagerin als neue Superheldin Miss Rainbow neu machen. Es gibt aber KEINEN Grund, dass so eine Figur Captain America beerbt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
kritik ist wohl durchaus erlaubt und sogar erwünscht von den machern, nehm ich jedenfalls an. allerdings lässt mich die heftigkeit des shitstorms doch ein wenig an den motiven der "kritiker" zweifeln. man sollte vielleicht nicht vergessen, um was es letztendlich geht: um die nicht mal feststehende besetzung einer rolle in der verfilmung eines fiktiven werks. hier steht nicht der weltfrieden auf dem spiel. tut mir leid, aber mir ist schleierhaft, wie man so viel energie in eine - bei allem respekt - letztendlich banalität stecken kann.

Vielleicht geht den Leuten einfach die Maxime "Ethnische, geschlechtliche, religiöse und sexuelle Nivellierung, um jeden Preis" in Sachen Unterhaltung ganz allmählich auf den Sack? Der Grundgedanke hinter dieser Nivellierung ist lobenswert und in Ordnung. Aber ihn mit dem Vorschlaghammer in die Köpfe der Leute eindreschen zu wollen ist meines Erachtens kontraproduktiv - es fördert Abwehrhaltungen wie diesen Shitstorm - die dann "Unverbesserliche" sowieso für ihre Zwecke nutzen. Die Aussage "Deal with it" führt doch nur dazu, dass die Angesprochenen die Faust im Sack machen - ihre Ansichten werden sie deswegen nicht ändern.
 
Die Fans von Büchern, Comics und anderen Medien nervt es einfach, dass geliebte, altbekannte Charaktere im Zuge von "Political Correctness" eine andere Ethnie oder gar ein anderes Geschlecht verpasst bekommen. Was ja im Moment ein ziemlicher Trend in Hollywood ist.
Sollen die Kreativen doch einfach neue Charaktere / Geschichten erfinden und dort solche "unterdrückten Minderheiten" einbauen aber die alten geliebten Geschichten sollen gefälligst so bleiben, wie sie sind, denn dafür werden sie geliebt.

Captain America ist ein starker Mann mit positiver Vorbildfunktion über Generationen für viele (männliche) amerikanische Jugendliche. Ihn in eine lesbische lateinamerikanische rotzige Teenagerin zu verwandeln ist einfach absurd, geradezu ein Schlag ins Gesicht der Fans. Wenn sie wollen sollen sie eben eine lesbische lateinamerikanische rotzige Teenagerin als neue Superheldin Miss Rainbow neu machen. Es gibt aber KEINEN Grund, dass so eine Figur Captain America beerbt.

Spielst du auf America Chavez an? Die ist allerdings nicht Captain America, sondern Miss America. Ansonsten seh ich auch bei Comics kein Problem, wo ständige Neuinterpretationen und Reboots völlig etabliert sind. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied dazu, wenn es nicht etabliert ist und eben auch keine ständigen Reboots und Uminterpretationen gibt. Captain America verschwindet ja nie und es gibt nur noch Miss America, genausowenig wie bei Thor oder Iron Man. Wenn allerdings Netflix The Witcher komplett verändert, kriegen wir dafür nicht auch eine Serie die der Vorlage getreu ist. Comic-Fans dagegen können aus einem gigantischen Fundus wählen, der ständig erweitert wird und wie gesagt, außerdem sind neue Charaktere wie schwarzer Iron Man, schwarzer Spider-Man, Latino Captain America, weiblicher Thor trotz allem ihre eigenen Charaktere. Tony Stark, Peter Parker und Co. bleiben alle wer sie sind. Comics machen es dementsprechend eigentlich wie du sagst, es werden neue Charaktere erfunden, die hin und wieder auch mal den Mantel eines alten übernehmen, ihn allerdings wohl so gut wie nie völlig ersetzen.
 
Das Problem ist für mich das offensichtliche Anbiedern. Wenn sie z.B. gesagt hätten "Für die Geschichte die wir erzählen wollen, passt eine dunkelhäutige Ciri besser" könnte man immer noch über die Entscheidung diskutieren, aber sie hätte wenigstens einen vernünftigen Grund.
Durch das "schwarz oder eine andere Minderheit" wird aber offensichtlich, dass dahinter keinerlei kreative Überlegung steckt, sondern reines Kalkül, um auf der gegenwärtigen "progressiven" Welle mitzuschwimmen.
Auch wenn positive Diskriminierung gut gemeint ist, bleibt sie nichtsdestotrotz Diskriminierung.
 
Und innerhalb der "Logik" dieses Universum ist die Nilgaarder Ahnenreihe so ziemlich das was man als weißen (hochadeligen) Mitteleuropäer verstehen würde. Die künsterlerische freiheit ist an dem Punkt erschöpft an dem man ein bestehendes Werk in ein anderes Medium einarbeitet. Zumal auch der Rassismus unter Menschen zwischen den verschiedenen Völkern bzw. auch Rassen ein Thema der Buchserie ist. Eine vielzahl an Floskeln und Hinweisen sind mal hier mal da eingestreut.
The Witcher dreht sich vorrangig um Spezizismus und nicht um Rassismus in der Form Schwarz gegen Weiß. Schwarze Personen können daher sehr wohl innerhalb der Spezies mit Weißen gleichgestellt sein. Wie es etwa Star Trek macht.

Das Fantasy-Universum steht als solches Fest und hat vom Autor seine eigene "Persistenz" bekommen. Innerhalb dieser Kulisse agieren entsprechend auch die Charaktere. Wenn die Hautfarbe keine Rolle spielt, würde es auch keine Rolle spielen wenn Charaktere in der Serie andere Namen bekämen
Der Logik kann ich nicht folgen. Das sind 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.

, doch würde man das akzeptieren? Wohl mit nichten..... Ein Charakter innerhalb eines fiktiven Werkes ist letzlich die Summe seiner Teile. Hautfarbe, Geschlecht, Beschreibung seiner Äußerlichkeiten, seine Körpersprache, seine Handlungen und sein Art innerhalb von Dialogen zu agieren. Das gehört alles dazu.
Volle Zustimmung. Wenn sich allerdings eine Änderung kaum auf die Summe auswirkt, wäre sie legitim. Ich sehe nicht das eine schwarze Ciri in diesem Fantasyuniversum von den Charakteren anders wahrgenommen werden würde und sehe auch keinen Grund, dass sich die Hautfarbe auf Körpersprache, Charakter etc. auswirken würde.

Und es ist einfach Falsch die Hautfarbe eines Charakters einfach zu ändern, nur um eine Minderheit in den Cast zu holen, denn das ist Rassismus
Das ist kein Rassismus.
Schau dir die Bevorteilung von Frauen auf manche Stellenausschreibungen an. Die Männer werden dabei eindeutig benachteiligt. Doch vor dem Hintergrund das die Frauen jahrzehnte lang einstecken mussten.
Ähnlich verhält sich das mit einer schwarzen Schauspielerin für Ciri. Bekommt jetzt mal eine Schwarze die Chance. Klasse.

Ob die Entscheidung nun ein PR Stunt war, politisch motiviert ist oder die Verantwortlichen tatsächlich nur einer schwarzen Schauspielerin eine Chance geben wollten... wissen wir nicht.


Aber seis drum. Bisher konnte mir niemand erklären weshalb eine schwarze Ciri für dieses Fantasyuniversum völlig ausgeschlossen ist.
Ich erkenne aber das die Verantwortlichen hier mit der Brechstange voran gehen und verstehe dann den Aufschrei. Besser ist es die Filmproduzenten würden komplett neue Vorlagen entwerfen, um sich dann dort ganz frei auszutoben.
 
Es denken nicht alle dass Ciri schwarz wird, sondern irgendeiner andersfarbigen Minderheit angehört. Wenn der Casting Call explizit Black umfasst und Schwarze in den USA auch gemeinhin die größte Gruppe neben Weißen darstellen, ist die Warhscheinlichkeit auch am größten, dass eine schwarze Schauspielerin gewählt wird. Die Aufregung ist nachvollziehbar, in anbetracht dessen, dass es eben einen Casting Call gab, dass in den USA Whitewashing und und das mittlerweile häufig Blackwashing betrieben wird. Es gäbe keine Aufregung, würde man den Casting Call einfach als nicht authentisch klassifizieren aber das hat keiner (und die Presse hat es auch nicht geschafft da Licht ins Dunkel zu bringen aber das liegt vielleicht eher daran, dass die Presse sich kaum die Mühe macht auch mal etwas zu recherchieren und nach zu haken).

Und ja, gerade weil die Rolle nicht besetzt ist, macht es Sinn. Ich finds ja immer etwas ulkig, wenn gefordert wird abzuwarten und nichts zutun (also nichts negatives zu schreiben). Man soll also erst handeln wenn es zu spät ist, anstatt klar im Vorfeld bereits die Nachfrage und Kritik zu äußern. Also genau zu dem Zeitpunkt, wo noch Veränderungen stattfinden können. Wohlbemerkt, ich spreche hier von den kritischen Kommentaren bezüglich möglichen Entscheidungen, nicht von persönlichen Angriffen und Ähnlichem. Die sind zu keiner Zeit gerechtfertigt. Und die gibt es so in diesem Umfang auch nicht. Der Shitstorm ist groß, wenn man sich aber auf Twitter einliest, ist die Auseinandersetzung ziemlich zivilisiert. Das ist allerdings gerade bei Shitstorms im Medienbereich ziemlich häufig so. Wenn man mal sehen will wie es anders aussieht, sehe man mal zur Nike Debatte um ihre Werbung mit Kaepernick - DAS ist wirklich verrückt.

Da liegst du leider falsch. Die größte Gruppe Minderheiten in den USA sind Latinos/Hispanics und dies ist auch die am schnellsten wachsende Gruppe. Und zwar deutlich (Asiaten + Schwarze zusammen ergeben ungefähr die Menge Latinos/Hispanics). Und es ist wirklich zu bezweifeln das ein Maincharakter der/die "Quotenschwarze(r)" wird. Dies fällt eher Nebenrollen zu. Gerade wenn man in diesem Fall Ciris Hintergrund bedenkt.

Es geht nicht darum erst zu Handeln wenn es zu spät ist, keines Falls. Aber es sollte in dem Fall einer TV-Serie wohl wenigstens erstmal der wirkliche Cast abgewartet werden. Da ist auch noch keine Sekunde der Serie im Kasten und Änderungen an der Besetzung gibt es doch recht häufig auch in "letzter Sekunde" noch. Zudem geht es auch um die Außenwirkung. Es wirkt einfach so viel irrationaler Angst/Ablehnung vor einer Besetzung zu haben, die noch offen ist. Außerdem: würde am Ende eine Afroamerikanerin gecastet gäbe es eh nochmal einen riesigen Shitstorm. Warum das ganze 2 mal?

Und schon vor Cast und Dreh eine Serie zu boykottieren bzw damit zu drohen ist einfach lächerlich. Ich denke Ciri wird trotz BAME nah an der PC-Version sein.

Zur Kaepernick:
Die Diskussion ist eine ganz andere in der Trump zudem ordentlich mitmischt. Hier wird das Knien zur Hymne als antipatriotisch und Amerikahass dargestellt was natürlich alle Anhänger der Rechtskonservativen und Trump ordentlich aufheizt. Das es um Protest gegen Polizeigewalt und Ungleichheit/Rassismus ging ist längst verdrängt.
Das Kaepernick aufgrund seines sozialen Engagement und des Protests keine Anstellung mehr in der NFL bekam in der alle Teambesitzer (außer GB) zur absoluten reichen Oberschicht gehören spricht wohl auch für sich. Zudem gibt es ab dieser Saison Strafen für das Sitzen/Knien wenn die Hymne gesungen wird. Das Trump alle protestierende Spieler feuern will überrascht auch nicht.
 
Schau dir die Bevorteilung von Frauen auf manche Stellenausschreibungen an. Die Männer werden dabei eindeutig benachteiligt. Doch vor dem Hintergrund das die Frauen jahrzehnte lang einstecken mussten.

Das ist jetzt nicht wirklich dein ernst?

Erstens, nicht Jahrzehnte, sondern Jahrtausende.

Zweitens, weil es in der Vergangenheit nun mal so war, müssen die Männer JETZT dafür bezahlen?

Nenne es wie du willst, es ist Sexismus. Genau wie jede Frauenquote nichts weiter als Sexismus ist. Wenn ein besser qualifizierter Mann einen Posten nicht bekommt, weil eine Frau eingestellt werden muss um die Quote zu erfüllen, dann ist es Sexismus.

Ähnlich verhält sich das mit einer schwarzen Schauspielerin für Ciri. Bekommt jetzt mal eine Schwarze die Chance. Klasse.

Bei der nächsten Verfilmung von "Shaft" sollte Liam Neeson Shaft spielen.

Sorry, nenne mich altmodisch. Wenn Schneewittchen neu verfilmt wird, dann will ich dass sie Weiß ist, und nicht Schwarz, Gelb oder Rot, und am liebsten auch Blond wie in den Ursprungsmärchen. Wenn Robin Hood neu verfilmt wird, dann will ich dass Little John Weiß und groß ist, und nicht Schwarz.

Wenn das A-Team, mal wieder, neu verfilmt wird, dann will ich dass Mr T. Schwarz ist.

Wenn sich die Regisseur neue Geschichten ausdenken, dann können sie die Rollen besetzen wie sie wollen, hab ich kein Problem mit. Und wenn alle Schauspieler schwarz sind, außer der eine Quotenweiße der als Taschendieb unterwegs ist, dann stört es mich nicht, wenn der Film gut ist.

Alte Geschichten, Märchen, Filme, neu verfilmen, und dabei bei wichtigen Charakteren die Hautfarbe ändern, geht gar nicht.
 
Es gibt wohl kaum was intoleranteres als die Gruppe der Gamer und Comic Nerds. %-)
So viel Aufregung wegen so einer Nebensächlichkeit.

dizzy-crazy-rabbit-emoticon.gif
 
[...]Genau wie jede Frauenquote nichts weiter als Sexismus ist. Wenn ein besser qualifizierter Mann einen Posten nicht bekommt, weil eine Frau eingestellt werden muss um die Quote zu erfüllen, dann ist es Sexismus.
... der erste Satz ist leider mal völliger Quark.

Die Frauenquote per se ist eben nicht "immer" Sexismus wie du es in dem o.g. Satz gesagt hast, sondern soll Unternehmen anregen und motivieren, gern auch mit Nachdruck, Frauen in die Führungsetage zu holen. Das ist erst mal kein Sexismus, sondern soll das immer noch herrschende Bild der Frau in unserer Gesellschaft aufwerten und vor allem endlich auf die gleiche Stufe hieven wie die Männerposition, egal ob damit Einfluss (Macht) oder eben "nur" die Bezahlung gemeint ist.

Denn das ist eben nicht von der Hand zu weisen das Frauen, bei gleicher Tätigkeit, eben im Durchschnitt deutlich weniger verdienen und hierfür gibt es keinen plausiblen Grund ... solange die Tätigkeit gleich ist, bevor du mir jetzt ggf. etwas von körperlichen Unterschieden erzählen möchtest.

Eine Frau kann eine Abteilung genau so gut führen wie es Männer können ... oder auch schlechter, wie eben auch Männer.

D.h. der erste von mir gequotete Satz ist falsch, beim zweiten würde ich dir zustimmen ... wobei ich hier nicht von Sexismus sprechen würde, macht wenig Sinn, sondern eher von Diskriminierung.
 
Mal davon abgesehen: Wer Witcher kennt, weiß dass es in diesem Universum AUCH um Rassismus geht. Siehe Konflikt zwischen Elfen, Anderlinge, Zwerge und Menschen. Es ist überhaupt nicht nötig eine Minderheitenquote einzuführen. Ich bin überhaupt kein Fan davon, plötzlich irgendwelche Details umzuschreiben, nur weil sie momentan in irgendeiner Art und Weise bei manchen besser ankommen. Ciri ist eine alte Nachfahre der Elfen und weiß. Nicht Schwarz, Braun oder Blau - sie besitzt eine sehr helle Hautfarbe. Die Autorin kann das gerne umschreiben, aber wenn es sich dann 20-30% weniger Menschen anschauen - wird es floppen. Mal schauen ob sie den Mut dafür hat. Ich hoffe nicht.
 
Es gibt wohl kaum was intoleranteres als die Gruppe der Gamer und Comic Nerds. %-)

Achso, Islamisten und Neonazis hingegen sind ja sowas von tolerant...

So viel Aufregung wegen so einer Nebensächlichkeit.

Ja, wieso reden wir nicht endlich über Kinderarbeit in China, oder das die Japaner den Walfang wieder freigeben wollen, oder der Katastrophe die sich derzeit in Venezuela abzeichnet? Ich meine, bei all den wichtigen Themen auf dieser Welt, und wir unterhalten uns tatsächlich über... Unterhaltung? :-B :-B :-B
 
Wenn sich die Regisseur neue Geschichten ausdenken, dann können sie die Rollen besetzen wie sie wollen, hab ich kein Problem mit. Und wenn alle Schauspieler schwarz sind, außer der eine Quotenweiße der als Taschendieb unterwegs ist, dann stört es mich nicht, wenn der Film gut ist.

Oder als CIA-Agent wie Martin Freeman in Black Panther :-B
 
Da liegst du leider falsch. Die größte Gruppe Minderheiten in den USA sind Latinos/Hispanics und dies ist auch die am schnellsten wachsende Gruppe. Und zwar deutlich (Asiaten + Schwarze zusammen ergeben ungefähr die Menge Latinos/Hispanics). Und es ist wirklich zu bezweifeln das ein Maincharakter der/die "Quotenschwarze(r)" wird. Dies fällt eher Nebenrollen zu. Gerade wenn man in diesem Fall Ciris Hintergrund bedenkt.

Es geht nicht darum erst zu Handeln wenn es zu spät ist, keines Falls. Aber es sollte in dem Fall einer TV-Serie wohl wenigstens erstmal der wirkliche Cast abgewartet werden. Da ist auch noch keine Sekunde der Serie im Kasten und Änderungen an der Besetzung gibt es doch recht häufig auch in "letzter Sekunde" noch. Zudem geht es auch um die Außenwirkung. Es wirkt einfach so viel irrationaler Angst/Ablehnung vor einer Besetzung zu haben, die noch offen ist. Außerdem: würde am Ende eine Afroamerikanerin gecastet gäbe es eh nochmal einen riesigen Shitstorm. Warum das ganze 2 mal?

Und schon vor Cast und Dreh eine Serie zu boykottieren bzw damit zu drohen ist einfach lächerlich. Ich denke Ciri wird trotz BAME nah an der PC-Version sein.

Zur Kaepernick:
Die Diskussion ist eine ganz andere in der Trump zudem ordentlich mitmischt. Hier wird das Knien zur Hymne als antipatriotisch und Amerikahass dargestellt was natürlich alle Anhänger der Rechtskonservativen und Trump ordentlich aufheizt. Das es um Protest gegen Polizeigewalt und Ungleichheit/Rassismus ging ist längst verdrängt.
Das Kaepernick aufgrund seines sozialen Engagement und des Protests keine Anstellung mehr in der NFL bekam in der alle Teambesitzer (außer GB) zur absoluten reichen Oberschicht gehören spricht wohl auch für sich. Zudem gibt es ab dieser Saison Strafen für das Sitzen/Knien wenn die Hymne gesungen wird. Das Trump alle protestierende Spieler feuern will überrascht auch nicht.

Die Diskussion um Kaepernick ist eine andere, es ging mir dabei aber um das Handeln der Parteien. Die Kontra-Partei hier droht einfach nur damit ein Produkt nicht zu konsumieren, es verbrennt keine Bücher wie bei Kaepernick Schuhe. Die Kontra-Partei von Kaepernick hat sich auch nicht um Kinderarbeit und Sweatshops geschehrt und dann ist da ja auch noch so ein Element wie die Behauptung Kaepernick würde ja Veteranen beleidigen aber auf die Idee zu kommen eben jenen Veteranen die mit teils ziemlichen Problemen haben dann auch entsprechend durch Spenden zu unterstützen (eben jener Schuhe), kommen sie nicht. Diesen Unterschied betone ich um darauf zu zeigen, dass der Protest und angedrohte Boykott sich völlig im Rahmen bewegt, es gibt keine Zerstörung und auch Beleidigungen halten sich stark in Grenzen. Auch die Argumentation selbst verläuft auf anderer Ebene, da wird niemanden fehlender Patriotismus, Vaterlandsverrat und solche sachen attestiert, sondern allenfalls der Fokus auf Marketing, statt auf das Produkt.

Und ja, es muss jetzt protestiert werden. Gemeinhin werden castings nicht in der letzten Sekunde noch mal gewechselt. Wenn ein Casting bestätigt ist, ist es für gewöhnlich auch fest und Verträge werden unterschrieben. Deswegen hört man so Sachen wie "Ben Affleck spielt nicht mehr Batman" auch weit vor der offiziellen Casting-Ankündigung. Dass ein Kevin Spacey am Ende noch mal komplett ausgetauscht wird, ist dagegen ein absoluter Ausnahmefall. Es gilt also bereits den Wunsch nach werktreue zu betonen, bevor irgendein Vertrag unterschrieben ist, denn du glaubst doch selsbt nicht, dass man eine schwarze Schauspielerin noch rauswerfen würde, sobald man sie mal engagiert hat. Das wäre auch der Schauspielerin selbst gegenüber schäbig.

Das das Minderheitenverhältnis angeht hast du recht, ich bezog mich da auf die größte racial minority aber scheinbar wird da noch mal zwischen racial und ethnic unterschieden und bei ethnic ist es dann klar Latino/Hispanic.
 
Ja, wieso reden wir nicht endlich über Kinderarbeit in China, oder das die Japaner den Walfang wieder freigeben wollen, oder der Katastrophe die sich derzeit in Venezuela abzeichnet? Ich meine, bei all den wichtigen Themen auf dieser Welt, und wir unterhalten uns tatsächlich über... Unterhaltung? :-B :-B :-B

An das große Ganze hatte ich dabei nichtmal gedacht. Mit genug Entfernung relativiert sich schließlich alles.
Was ist schon ein Genozid, wenn man die Endlichkeit des Sonnensystems betrachtet. :rolleyes:

Es ging mir allein um die kleine Welt der Unterhaltungsmedien als Zeitvertreib. Da gibt es wenig vergleichbar laute Schreihälse wie die, ehemals selbst geächtete, Gruppe der Nerds. Scheint manchmal so, als würden sie die damals erfahrene Verachtung jetzt umso mehr heimzahlen wollen. Etwas enttäuschend, aber ist wohl typisch menschlich. :-|
 
An das große Ganze hatte ich dabei nichtmal gedacht. Mit genug Entfernung relativiert sich schließlich alles.
Was ist schon ein Genozid, wenn man die Endlichkeit des Sonnensystems betrachtet. :rolleyes:

Es ging mir allein um die kleine Welt der Unterhaltungsmedien als Zeitvertreib. Da gibt es wenig vergleichbar laute Schreihälse wie die, ehemals selbst geächtete, Gruppe der Nerds. Scheint manchmal so, als würden sie die damals erfahrene Verachtung jetzt umso mehr heimzahlen wollen. Etwas enttäuschend, aber ist wohl typisch menschlich. :-|

Es ist schon problematisch überhaupt Nerds als Gruppe zu benennen, diese dann auch noch über einen Kamm zu scheren und darüber hinaus dann auch noch etwas zu unterstellen ist aber völliger Quark.
 
An das große Ganze hatte ich dabei nichtmal gedacht. Mit genug Entfernung relativiert sich schließlich alles.
Was ist schon ein Genozid, wenn man die Endlichkeit des Sonnensystems betrachtet. :rolleyes:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hinte..._durch_die_Galaxis#Totaler_Durchblicksstrudel :-B

Es ging mir allein um die kleine Welt der Unterhaltungsmedien als Zeitvertreib. Da gibt es wenig vergleichbar laute Schreihälse wie die, ehemals selbst geächtete, Gruppe der Nerds. Scheint manchmal so, als würden sie die damals erfahrene Verachtung jetzt umso mehr heimzahlen wollen. Etwas enttäuschend, aber ist wohl typisch menschlich. :-|

Achso, ein neuer Stereotyp: Der nachtragende, immerwütende Nerd :D Nur ist das weder ein Argument für noch gegen ethnische Nivellierung in der Unterhaltungsbranche, sondern ein klassischer https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem :-B Zudem: Schon mal die eingefleischten Fans bei einer DSDS-Show gesehen? Oder jene, die der Unterhaltunsform des Fussballs nachhängen? Du meinst also, das seien die leiseren Schreihälse in Sachen Unterhaltung? :-B
 
Meines Erachtens argumentiert Spiritogre besser als Du! Es sei dazu gesagt: Ich versuche bei diesem Urteil objektiv zu bleiben, obgleich ich auf seiner Seite stehe.
Dann ist dir ebenso der Fakt entgangen, das ich keine politische Weltsicht geäußert habe und meine Argumentation auch in keiner Weise darauf beruht.
 
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