@Doc_Holiday
Wenn Gott also nicht objektiv bewiesen werden kann, dann glaube ich auch nicht an ihn, ganz genau das ist richtig. Wieso sollte ich denn auch? Wenn es für etwas keinen beweis gibt soll ich also daran glauben? Was ist das denn bitte für eine Idee? Das ist als ob ich jetzt ans Spaghetti-Monster glaube oder daran dass 5% aller Menschen getarnte Aliens sind die nachts Schuhplattler tanzend gelbe Kühe melken für ihre unsichtbaren Roboterfabriken in der Antarktis wo sie die Eroberung der Erde planen. Die Argumentation "wäre er dann noch Gott?" ist ziemlich naiv wie ich finde - nach dem Motto "Logik gillet nich !!!" oder wie?. Ja dann.. dann gibts auch keinen Gott - wenn es kein allgemeingültiges Anzeichen dafür gibt, dann GIBT es kein Anzeichen und damit GIBT es das nicht - solange bis die Existenz auch nur ansatzweise allgemeingültig bewiesen ist. Aber da greift ja der nächste rhetorische Milchmädchentrick des Christentums dass wir dann ja nicht mehr frei in der Wahl wären. Fällt nur mir auf wie perfekt das konstruiert ist um auch ja jede Kritik zunichte zu machen? Ich könnt mir auch sowas ausdenken, problemlos und Leute die "Wunder beobachtet haben" finde ich für 50 Euro pro Nase in Südafrika unter Garantie auch. Ich könnte mich damit sogar selbst zum Sohn Gittes (Gott (tm) war schon vergeben) ausrufen und sagen "So Jungs, ich zeig euch mal wie das geht, lebt mir nach bitte". Oder ich gründe den Yen-Buddhismus der da besagt dass alles Geld böse ist und ich mich selbst für euch opfere und euer Geld als Bürde auf mich nehme.
Und nun zu etwas anderem:
Sorry aber ich versteh nicht wo hier das Paradoxon ist? Wenn Gott allmächtig ist, dass gibt es nix was für ihn unmöglich ist.
Und genau dadurch ist er nicht mehr allmächtig. Wenn er allmächtig wäre, müsste er etwas erschaffen können was er nicht bewältigen kann - könnte er das jedoch, wäre er dadurch nicht mehr allmächtig. Das nennt man Paradoxon und sobald jemand behauptet Gott sei allmächtig ist das ein Paradoxon weil es Allmacht niemals geben kann schon per Definition.
Das mag nicht Gottes Logik sein (was ist das wieder für eine christliche Erfindung jetzt?), aber das ist die allgemeingültige logik der Menschheit und wenn er uns ja angeblich als Krone der Schöpfung erschuf (das ist für mich per se ein grandioser Lacher), ja dann heisst das doch auch dass unsere Logik die "beste" ist - und laut der kann er niemals allmächtig sein. Hat er dann also sich selbst zerstört indem er uns erschuf?
Im übrigen ist es relativ Sinnfrei die Existenz Gottes beweisen oder widerlegen zu wollen, genausogut könnte man versuchen zu beweisen, dass in jedem menschen etwas Gutes steckt
Das glaub ich zwar auch, aber ich glaub auch dass in jedem Menschen genausoviel schlechtes steckt und die Umstände seines Lebens das dann beeinflussen wie es sich weiterentwickelt - inklusive freier Entscheidungen natürlich, denn niemand ist bloss ein produkt seiner Umwelt- Das ist einfach nur eine Ausrede.
Wieso Sadist? Versteh ich nicht.
Ein Sadist ist jemand, der Freude hat Andere zu quälen. Erschafft Gott also Menschen und gibt ihnen die freie Wahl ob sie an ihn glauben, bestraft aber jene am letzten Tag die es nicht tun, so ist er dadurch ein Sadist, schließlich könnte er denen auch sagen "So Jungs, ich bins und jau, mich gibts wirklich und in Farbe". Tut er das nicht, scheint er zu wollen dass manche bestraft werden, scheint daran also Freude zu haben. Ergo ist Gott ein Sadist wenn man das so betrachtet. Wobei, natürlich ist er keiner. Er existiert ja schließlich wie man oben gesehen hat nicht.
@topic: "Vom Affen enttäuscht, erschuf der liebe Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere Experimente." -Mark Twain-
Eine Religion, die sich vor der Wissenschaft fürchtet, schändet Gott und begeht Selbstmord.
(Ralph Waldo Emerson)
Das ist doch ein wahrhaft interessantes Zitat nicht wahr? Wenn die Menschen Gottes Werk sind und wir Menschen nun seine Existenz nicht beweisen können und die von Gottes Werk (uns Menschen) erfundene Wissenschaft zweifelsfrei zeigt dass es keine objektive Spur, nichtmal im Ansatz, für Gottes Existenz gibt - müsste Gott dann nicht einfach aufhören zu existieren, selbst wenn er je existiert haben sollte? Was wäre denn ein Gott, wenn niemand mehr an ihn glauben würde? Er wäre nicht mehr vorhanden, seine Existenz würde enden da er nicht mehr existiert für die Menschen und somit nichteinmal für die die er angeblich selbst geschaffen hat.
Weshalb hindert und hemmt denn die Religion auch heute noch die Wissenschaft, leugnet sie, vertuscht sie und versucht sie zu behindern? Weil es längst offensichtlich ist, dass damit tagtäglich weniger Spielraum ist für ominöse Gottheiten, weniger Spielraum für "Gott".
Noch etwas zum nachdenken vielleicht?
Es ist eine leichte Sache, hungernde Menschen zu bekehren, wenn man ihnen entgegenkommt mit der Bibel in der einen und einem Stück Brot in der anderen Hand. (George Bernard Shaw)
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. (Albert Schweitzer)
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch. (Heinrich Heine)
Das ist besser auf den punkt gebracht als ich es nun hätte ausführlich beschreiben können genau meine Ansicht dazu.