• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

Meinereiner am 04.07.2007 12:43 schrieb:
@ SCUX

Die Namen von mathematischen Objekten sind ja irrelevant; es geht um das, was dahinter liegt, d.i. die Mathematik. Dass die aber irgendwie schon recht plausibel ist, lässt sich wohl nicht leugnen, weshalb man da tatsächlich merkwürdige Schlüsse draus ziehen könnte. (Ich glaube allerdings auch nicht, dass die Mathematik eine verkappte Naturwissenschaft ist, allein schon deshalb, weil es in der Mathematik keine Terme für physikalische Objekte gibt, d.h. man kommt um die Physik so oder so nicht herum.)
was dahinter liegt? da müsste man die leutz fragen die sich die formeln ausgedacht haben, denn danach berechnet sich ja alles ;-)
 
SCUX am 04.07.2007 12:50 schrieb:
was dahinter liegt? da müsste man die leutz fragen die sich die formeln ausgedacht haben, denn danach berechnet sich ja alles ;-)

das liest sich so, als wäre die mathematik von irgendwem "erfunden" worden.
dem ist aber nicht so.
es gibt nur eine mathematik- die ist in allen ecken des universums gleich.
man könnte also davon sprechen, dass die mathematik "entdeckt" wird- erfunden wurde sie bereits...
 
Meinereiner am 04.07.2007 12:37 schrieb:
aph am 04.07.2007 10:35 schrieb:
Ach, btw: Brüche haben ihre Entsprechung zB in der Akustik.

Huh? Inwiefern? :confused:


na ja- die verdoppelung der frequenz eines tons bringt einen zur nächsten oktave und damit zu einem harmonisch klingenden ton.
ich denke das wars, was aph -beispielhaft dargestellt- gemeint hat.
 
Bonkic am 04.07.2007 13:03 schrieb:
Meinereiner am 04.07.2007 12:37 schrieb:
aph am 04.07.2007 10:35 schrieb:
Ach, btw: Brüche haben ihre Entsprechung zB in der Akustik.

Huh? Inwiefern? :confused:


na ja- die verdoppelung der frequenz eines tons bringt einen zur nächsten oktave und damit zu einem harmonisch klingenden ton.
ich denke das wars, was aph -beispielhaft dargestellt- gemeint hat.

Ja, allerdings ist das ja nur wegen der menschlichen Wahrnehmung von Tönen so. Die Frage wäre ja, ob es auch ohne den Menschen diese Einteilung so gäbe. Also quasi als Naturgesetz.
 
TBrain am 04.07.2007 13:08 schrieb:
Ja, allerdings ist das ja nur wegen der menschlichen Wahrnehmung von Tönen so. Die Frage wäre ja, ob es auch ohne den Menschen diese Einteilung so gäbe. Also quasi als Naturgesetz.

könnte man so sehen, allerdings würde das bedeuten, dass unser ohr nach regeln der mathematik aufgebaut wäre.
und die mathematik ist, wie ich schon sagte, etwas absolutes.
es gibt keine andere.
 
TBrain am 04.07.2007 13:08 schrieb:
Bonkic am 04.07.2007 13:03 schrieb:
Meinereiner am 04.07.2007 12:37 schrieb:
aph am 04.07.2007 10:35 schrieb:
Ach, btw: Brüche haben ihre Entsprechung zB in der Akustik.

Huh? Inwiefern? :confused:


na ja- die verdoppelung der frequenz eines tons bringt einen zur nächsten oktave und damit zu einem harmonisch klingenden ton.
ich denke das wars, was aph -beispielhaft dargestellt- gemeint hat.

Ja, allerdings ist das ja nur wegen der menschlichen Wahrnehmung von Tönen so. Die Frage wäre ja, ob es auch ohne den Menschen diese Einteilung so gäbe. Also quasi als Naturgesetz.

Zum einen gilt das meines Wissens nicht nur für Menschen, zum anderen ist es gewiss nicht so, dass wir Terzen deshalb wohlklingend empfinden, weil wir in ihren Frequenzen mathematische Brüche erkennen (das wusste bis vor kurzem ja noch kein Mensch). Nein, dahinter steckt etwas biophysikalisches.
 
Bonkic am 04.07.2007 13:13 schrieb:
und die mathematik ist, wie ich schon sagte, etwas absolutes.
es gibt keine andere.

Das ist ja eben die Frage, die Meinereiner angesprochen hat. Anscheinend ist man sich da nicht sicher, ob es wirklich so ist.
 
aph am 04.07.2007 13:25 schrieb:
Zum einen gilt das meines Wissens nicht nur für Menschen, zum anderen ist es gewiss nicht so, dass wir Terzen deshalb wohlklingend empfinden, weil wir in ihren Frequenzen mathematische Brüche erkennen (das wusste bis vor kurzem ja noch kein Mensch). Nein, dahinter steckt etwas biophysikalisches.

Leider weiß ich darüber zu wenig.

Aber rein intuitiv würde ich sagen, dass man überall wo die Wahrnehmung eine Rolle spielt, äußerst vorsichtig mit generellen Aussagen sein sollte. Nicht nur das Auge (optische Täuschungen), auch das Ohr ist oft ziemlich unlogisch. z.B. werden Töne mit gleichem Schalldruck (dB) abhängig von der Tonhöhe unterschiedlich laut empfunden.
 
@Bonkic

das liest sich so, als wäre die mathematik von irgendwem "erfunden" worden.
dem ist aber nicht so.
es gibt nur eine mathematik- die ist in allen ecken des universums gleich.
man könnte also davon sprechen, dass die mathematik "entdeckt" wird- erfunden wurde sie bereits...

Och, Mathematiken gibt’s viele. Allerdings ist UNSERE Mathematik verdammt plausibel, weshalb man meinen könnten, dass UNSERE Mathematik irgendwie mehr ist als bloß Zahlenverschieberei. (Von einer Mathematik, die etwa „2 + 2 = 3“ wahr macht, könnte man gewiss nicht sagen, sie sei plausibel. Eine solche Mathematik aber zu formulieren ist letztlich kein großes Problem, man muss ja bloß ein wenig andere Axiome und Schlussregeln definieren.)
 
Negative Zahlen sind auch ein schönes Beispiel.

Negative Zahlen. Vielleicht das, was innerhalb einer Singularität abläuft. ich denke da an die Singularität in schwarzen Löchern.
Vielleicht auch die dunkle Materie?, die angeblich der Schwerkraft des Universums entgegen wirkt und dadurch das Universum expandiert? Ah. Da fällt mir ein:

Wenn das Universum sich ausdehnt, muss es doch im Universum irgendeinen Punkt geben, wo die Ausdehnung am stärksten ist. Sowas, wie einen Mittelpunkt an dem der Raum gestreckt wird, oder?

Wenn man sich dort hinstellen könnte, falls es diesen Punkt gibt, würde man dann nicht auseinandergezogen werden?
(Ich habe das Gefühl, dass das eine ziemlich blöde Frage ist) :-(
 
Meinereiner am 04.07.2007 14:08 schrieb:
Och, Mathematiken gibt’s viele. Allerdings ist UNSERE Mathematik verdammt plausibel, weshalb man meinen könnten, dass UNSERE Mathematik irgendwie mehr ist als bloß Zahlenverschieberei.


haarspalter :ugly:
aber du hast natürlich recht, theoretisch könnte es unendlich viele mathematiken geben- aber mit ziemlicher sicherheit nur EINE richtige.
 
Bonkic am 04.07.2007 18:31 schrieb:
Meinereiner am 04.07.2007 14:08 schrieb:
Och, Mathematiken gibt’s viele. Allerdings ist UNSERE Mathematik verdammt plausibel, weshalb man meinen könnten, dass UNSERE Mathematik irgendwie mehr ist als bloß Zahlenverschieberei.


haarspalter :ugly:
aber du hast natürlich recht, theoretisch könnte es unendlich viele mathematiken geben- aber mit ziemlicher sicherheit nur EINE richtige.
waren es nicht schlichtweg menschen die den dingen "ihre" (eigenen) bedeutung gaben?
ist mathe nicht einfach eine sache um verschiedene dinge eine bedeutung zu geben und sie zu erklären :confused:
besteht nicht die möglichkeit das ein anderer zu dieser zeit eine andere erklärung für das gleiche ausgesucht haben könnte? das ergebnis wäre ja das gleiche denn dann wäre ja "seine" rechnung richtig....
also das etwas "absolut" ist, was der mensch...ich sag mal gedeutet und nicht erfunden hat, das halt ich für nicht ganz stimmig
 
Bonkic am 04.07.2007 18:31 schrieb:
Meinereiner am 04.07.2007 14:08 schrieb:
Och, Mathematiken gibt’s viele. Allerdings ist UNSERE Mathematik verdammt plausibel, weshalb man meinen könnten, dass UNSERE Mathematik irgendwie mehr ist als bloß Zahlenverschieberei.


haarspalter :ugly:
aber du hast natürlich recht, theoretisch könnte es unendlich viele mathematiken geben- aber mit ziemlicher sicherheit nur EINE richtige.

Was ist denn eine richtige Mathematik?

PS: Ich werde erst in einer Woche wieder antworten können.
 
crackajack am 03.07.2007 17:52 schrieb:
Doc_Holiday am 03.07.2007 17:27 schrieb:
Mal davon abgesehen, dass sich Christen nicht mehr gegenseitig den Schädel einschlagen sollten... ;-)
Ich fände es auch "nicht übel", wenn sich Christen mit Anders- oder Nichtgläubigen vertragen würden. ;-)

Tja, da lässt sich aber mit Typen wie Doc_Holiday sicherlich nicht reden..

Ich respektiere alle anderen Weltreligionen und versuche immer nach zu vollzoehen, was diese Menschen am Buddhismus z.B. fasziniert. Ich beginne, dann über Gott zu reden, wenn mich jemand dazu fragt. Und dann erzähle ich ihm nicht meine Lebensgeschichte, sondern nur das was er wissen möchte. Erst wenn er am Christentum interessiert ist unterhalte ich mich mit ihm darüber.
 
Trickmaster am 05.07.2007 13:56 schrieb:
crackajack am 03.07.2007 17:52 schrieb:
Doc_Holiday am 03.07.2007 17:27 schrieb:
Mal davon abgesehen, dass sich Christen nicht mehr gegenseitig den Schädel einschlagen sollten... ;-)
Ich fände es auch "nicht übel", wenn sich Christen mit Anders- oder Nichtgläubigen vertragen würden. ;-)

Tja, da lässt sich aber mit Typen wie Doc_Holiday sicherlich nicht reden..
Pack Dir mal an die eigene Nase! Wer hier Katholikenbashing aus der Luther-Mottenkiste auspackt (und sachliche Rückfragen von boesor z.B. ignoriert), muss sich nicht wundern, wenn entsprechend zurückgeschossen wird!
 
seishin-ri am 02.07.2007 21:47 schrieb:
Wie denn, was denn. Wissenschaftsgläubigkeit?
Ich seh das nicht als Glaube an, das Wort widerspricht sich selbst in der Hinsicht.

Vielmehr ist das einfach eine auf Erfahrung und Logik basierende Erkenntnis. Was ist daran falsch? Wir forschen, vermuten, beweisen, finden Neues, berichtigen, beweisen. Alles aufgrund von vorhergegangenen Festlegungen. Und dann mag sein, wird etwas entdeckt, was komplett aus dem Schema fällt und alles revolutioniert, aber dann is es wieder Wissenschaft. Gell?

Was früher Wunder waren, sind heute normale erklärbare Vorgänge. Somit ist auch alles definierbar, es muss.
Wenn eine höhere Macht eine Form oder nur einen Zustand hat, ja allein wenn es irgendwie Einfluss hat, unterliegt es wiederum Gesetzen, die erklärt werden müssen. Wer hat diese festgelegt? usw...
Lol, es wird immer besser....

Geh mal auf wiki und such "WIssenschaftstheorie" (ist zwar nicht besonders "wissenschaftlich" *g* aber immer noch besser als gar nichts).

Und dann redet er auch noch von "beweisen" (bitte lies dir den Thread durch, da wurde in der Hinsicht schon viel gesagt - die letzten zwanzig bis dreißig Seiten müssten reichen).

Wenn du dir die Mühe aber sparen willst, hier die extreme Kurzfassung (und der "Beweis" dafür *gg*), dass Wissenschaft (ob Natur- oder Geistes-) auch nur ein Glaube ist (was für mich eigentlich kein Problem darstellt, für dich aber anscheinend schon):

Glaube bedeutet von nichtbeweisbaren Grundsätzen (=Dogma, Axiom) auszugehen.

Damit Wissenschaft die Wahrheit/Wirklichkeit (ok, das müsste man genauer definieren, aber ich glaube wir verstehen uns) erkennen kann, muss der Mensch in der Lage sein die Wirklichkeit zu erkennen.

Wir setzen also als Axiom: Der Mensch kann die Wirklichkeit erkennen.


Bitteschön, schon ist Wissenschaft Glaube (*g*, übrigens ist dass nur eines von enorm vielen Axiomen, von denen die Wissenschaft ausgeht - zumindest wenn du Wissenschaft so verstehst, wie du sie gerade präsentiert hast)

Weiteres Beispiel gefällig: Die Naturgesetze sind real existent -> wieder ein Axiom (oder zeig mir wie du diese Gesetze beweisen willst - aber ich warne dich: wir haben genau dieses Thema in dem Thread schon durchgekaut ;-) )
 
ElNonsk am 05.07.2007 16:57 schrieb:
Lol, es wird immer besser....

Geh mal auf wiki und such "WIssenschaftstheorie" (ist zwar nicht besonders "wissenschaftlich" *g* aber immer noch besser als gar nichts).

Und dann redet er auch noch von "beweisen" (bitte lies dir den Thread durch, da wurde in der Hinsicht schon viel gesagt - die letzten zwanzig bis dreißig Seiten müssten reichen).

Wenn du dir die Mühe aber sparen willst, hier die extreme Kurzfassung (und der "Beweis" dafür *gg*), dass Wissenschaft (ob Natur- oder Geistes-) auch nur ein Glaube ist (was für mich eigentlich kein Problem darstellt, für dich aber anscheinend schon):

Glaube bedeutet von nichtbeweisbaren Grundsätzen (=Dogma, Axiom) auszugehen.

Damit Wissenschaft die Wahrheit/Wirklichkeit (ok, das müsste man genauer definieren, aber ich glaube wir verstehen uns) erkennen kann, muss der Mensch in der Lage sein die Wirklichkeit zu erkennen.

Wir setzen also als Axiom: Der Mensch kann die Wirklichkeit erkennen.


Bitteschön, schon ist Wissenschaft Glaube (*g*, übrigens ist dass nur eines von enorm vielen Axiomen, von denen die Wissenschaft ausgeht - zumindest wenn du Wissenschaft so verstehst, wie du sie gerade präsentiert hast)

Weiteres Beispiel gefällig: Die Naturgesetze sind real existent -> wieder ein Axiom (oder zeig mir wie du diese Gesetze beweisen willst - aber ich warne dich: wir haben genau dieses Thema in dem Thread schon durchgekaut ;-) )

Ich frag mich gerade, warum ich mir die langen 30 Sekunden angetan habe, das durchzulesen :rolleyes:
Ich sollte die Zeit zurückfordern, sowie den Aufwand dieser Antwort. Du hörst von mir.

Spaß beiseite, du hast mir jetzt in viel zu vielen Zeilen ganz toll mitgeteilt, dass in der Wissenschaft trotz allem auch Annahmen vorhanden sind. Hab ich das geleugnet? Bin ich etwa shizophren?

Trotzdem, sollte eine neue Erkenntnis auftreten, wird diese doch nicht einfach als neue Errungenschaft gefestigt. Sondern, wenn vorhanden, an vorrangegangenen Theorien angelehnt, die mit diesem Thema zu tun hatten. Und sollte diese neue Erkenntnis immer noch kein Beweis darstellen, so bleibt sie trotzdem eine Ahnahme, die aufgrund von Beobachtungen zu Stande kam. Und das mag so lange weiter gehen, bis etwas bewiesen oder eben das Gegenteil bewiesen wurde. Der Grundatz bleibt aber gleich. Man hat immer einen Anhaltspunkt um eine Theorie, auch wenn sie weit hergeholt ist, aufzustellen.

Wir sollten bei der Sündenzählung noch "Ich habe heute jemandem die Zeit geklaut." anfügen
Macht dann 20 € :-)
 
ElNonsk am 05.07.2007 16:57 schrieb:
Und dann redet er auch noch von "beweisen" (bitte lies dir den Thread durch, da wurde in der Hinsicht schon viel gesagt - die letzten zwanzig bis dreißig Seiten müssten reichen).

Wenn du dir die Mühe aber sparen willst, hier die extreme Kurzfassung (und der "Beweis" dafür *gg*), dass Wissenschaft (ob Natur- oder Geistes-) auch nur ein Glaube ist (was für mich eigentlich kein Problem darstellt, für dich aber anscheinend schon):

Glaube bedeutet von nichtbeweisbaren Grundsätzen (=Dogma, Axiom) auszugehen.
...
Weiteres Beispiel gefällig: Die Naturgesetze sind real existent -> wieder ein Axiom (oder zeig mir wie du diese Gesetze beweisen willst - aber ich warne dich: wir haben genau dieses Thema in dem Thread schon durchgekaut ;-) )
Fairerweise hättest du aber hinzufügen müssen, dass trotz langem Durchkauen keine Einigung darüber erzielt wurde bisher. Du tust so, als stünde schon fest, dass jede Wissenschaft nur Glaube sei. Aber du hast natürlich recht, dass er sich mit Hilfe des Threads schon mal zu dem Punkt der Argumentation vorarbeiten sollte, wenn er an der Stelle teilnehmen möchte, an der wir zuletzt waren.
 
aph am 10.04.2007 14:46 schrieb:
ElNonsk am 05.04.2007 12:45 schrieb:
Dehnen wir das Beispiel etwas aus, dann wird das Problem offensichtlicher.
Angenommen, es ist ein Mord geschehen.
Möp, ungültig. Davon war nie die Rede. Es ist kein Mord geschehen, die Leute behaupten nur alle etwas sehr ungewöhnliches. Eigentlich braucht es gar keinen Richter, diese Leute wollen den Zuhörern lediglich weis machen, da sei etwas gewesen (analog zur Auferstehung). Es gibt aber ansonsten keinen Hinweis darauf.
Möp, ebenfalls ungültig *g*
Die Leute behaupten nichts „Ungewöhnliches“. Alle Zeugen haben eine PERSON gesehen, schildern sie aber mit unterschiedlichen Eigenschaften. Einzig diese unterschiedlichen Beschreibungen, die jedoch immer von einer Person sprechen, könnten als seltsam/ungewöhnlich gelten. Von daher kann man aber keineswegs schließen, dass es diese Person nicht real existent ist. Man weiß nur nicht, wie sie tatsächlich aussieht.

Abgesehen davon erschließt sich mir hier auch nicht die Analogie zur Auferstehung. Meines Wissens unterscheiden sich die vier Evangelien in Bezug auf die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu kaum bis gar nicht (natürlich ist es nicht ganz dasselbe, da müsste der Text ja in vierfacher Kopie vorhanden sein). Wenn ich mich recht entsinne, war dieses Beispiel auch nicht auf die Auferstehung gemünzt. Wie du da zu einer Verbindung kommst, bleibt mir schleierhaft…

Es gibt sehr wohl einen Hinweis, eben diese erstaunliche Übereinstimmung mit dem Bibeltext. Ich verstehe aber auch gar nicht, was dich daran so stört, schließlich habe ich ja selbst gesagt, dass es maximal ein „indirekter Hinweis“ sein kann
Mich stört daran gar nichts, es ist nur extrem selbstgerecht von dir, einen Hinweis auf einen "wieder erstarkenden Aufstand" als Hinweis auf eine Auferstehung zu sehen. oO
Wir können ja mal zählen, wieviele historische Berichte es über wieder erstarkende Aufstände überall in der Welt, zu allen Zeiten es gibt. Steckte da jedes Mal ein Untoter dahinter? Es gibt ja nicht mal eine zeitliche Übereinstimmung.
Nein, ich glaube da gibt’s wieder ein Missverständnis. Wenn Tacitus Text nur so für sich, ohne die Bibeltexte stehen würde, käme natürlich niemand auf den Gedanken, diesen „Aufstand“ in Beziehung zu Jesu’ Auferstehung zu setzen (es wird ja auch nirgendwo sonst davon gesprochen, wieso sollte man dann auch auf so einen Gedanken kommen?). Insofern wäre Tacitus Erwähnung dieser „Aufstände“ in Bezug auf eine mögliche Auferstehung Christi irrelevant.
Worauf ich mit dem „indirekten Hinweis“ aber hinauswollte, war Folgendes: Die Bibel spricht mehrfach vom Tod und von der Auferstehung Jesu. Dazu wird unter anderem gesagt, dass:
- die Jünger nach Jesu Tod verunsichert waren
- sie nach seiner Auferstehung vom "Heiligen Geist" erfüllt waren -> Wiederaufleben des Glaubens

In diesen Kontext passt Tacitus Darstellung perfekt hinein (Kongruenz) und widerspricht keinesfalls der Bibeldarstellung. Insofern sehe ich einen indirekten (wenn auch schwachen) Hinweis auf die Richtigkeit dieser Bibelerzählung und insofern auch einen schwachen indirekten Hinweis auf die Wirklichkeit der Auferstehung.

Was die zeitliche Übereinstimmung betrifft: Da hatte ich dir eigentlich schon geantwortet und darum gebeten, dass du mir, falls du meine Interpretation nicht teilst (was offensichtlich der Fall ist), eine textimmanenten oder textexternen Hinweis gibst, der eher dafür spricht, dass es keine zeitliche Übereinstimmung gibt.
Hier nochmals meine Argumente. Tacitus schreibt:
- für den "Augenblick" (praesens)
- und "unterdrückt" (repressa) -> der "Aberglaube" war also für einige Zeit zumindest aus öffentlicher Sicht verschwunden

Nochmals:
Ich behaupte auch gar nicht, dass dies ein felsenfester "Beweis" (den es weder in den Naturwissenschaften noch in den Geschichtswissenschaften gibt, wie wir wissen) ist, sondern ein "indirekter Hinweis". Die Übereinstimmung mit der Bibel ist für mich weiterhin erstaunlich.

Ich habe mich nur kurz im I-net zu David Koresh umgesehen. So viel ich mitbekommen habe, hat er sich selbst umgebracht (und das auch noch bei der Erstürmung seiner Ranch). Inwiefern dies mit den christlichen Märtyrern zu tun hat, leuchtet mir nicht ein, eher hat er sich wohl aus Angst vor den ihn erwartenden Verfahren die Kugel gegeben (dabei wären seine Machenschaften offen bekannt gemacht worden). Wo ist der bitteschön für den eigenen Glauben gestorben?
Er hat genau gewusst, das sein Handeln auf einer Lüge aufbaut. Er hat sich einen Harem geschaffen. Er war bereit dafür zu sterben. Das genügt doch um zu zeigen, dass Menschen zum Tode bereit sind, obwohl sie wissen, dass ihr Handeln auf Lügen beruht. Daneben gibt es zum Beispiel zahllose Kriminalfälle, in denen jemand trotz Todesstrafe die Schuld von anderen Menschen übernahm, zB Ehegatten füreinander.
Für Lügen sterben ist durchaus plausibel.
Tut mir Leid, auch nach längerer Recherche ist mir die Verbindung zwischen dem Tod der christlichen Märtyrer und David Koresh absolut unklar. Könntest du die Hintergrundgeschichte und die Gründe für seinen Selbstmord bitte noch genauer erläutern.
Inwiefern der Tod von Ehegatten „füreinander“ für die diskutierte Sache von Belang is, bleibt mir ebenfalls unverständlich (entschuldige wenn ich in der Beziehung ein bisschen schwer von Begriff wirke, aber ich möchte ganz genau und klar wissen, wo du die Verbindungen siehst).

P.S.: Die von mir genannten Apostel starben größtenteils einen äußerst schmerzhaften Tod (z.B. Petrus -> Kreuzigung), der teilweise auch mit vorheriger Folter verbunden war. Ich denke, dass dieser Umstand mögliche Analogien zu diesen Fällen noch weiter einschränkt.

Ich finde es aber bezeichnend für die bisherige Argumentation, dass die von mir genannten christlichen Märtyrer (die beileibe keine Einzelfälle sind), in die Nähe von Pädophilen/Mördern/Terroristen gerückt werden bzw. mit diesen verglichen werden. Inwiefern solch ein Vergleich plausibel ist, bleibt für mich schleierhaft.
Reg dich nicht künstlich auf. Es geht um Extremsituationen, da sollte es zulässig sein, solch extreme Beispiele heranzuführen. Es geht schließlich um Leben und Tod. *G*
Nein, es macht insofern einen Unterschied, als dass diese Männer eigentlich das genaue Gegenteil von Gewalt und Brutalität predigten. Es sei du leugnest auch das (auf die Argumentation wäre ich aber gespannt, da hätte sogar noch Nietzsche seine Freude am Christentum gefunden *gg*).

s gab schon damals das Fernrohr (Galilei hat es eigentlich sogar nur neu erfunden). Trotzdem glaubte ihm der Großteil der damaligen Menschheit nicht.
Der Mensch glaubt eben nur das, was er glauben will, und er glaubt an das nicht, an das er nicht glauben will. (-> siehe Entscheidung für oder gegen Glauben)
Bitte gib dir etwas mehr Mühe. Es ging darum, ob die Leute heute Galilei immer noch nicht glauben würden. Und es hätte tatsächlich passieren können, wenn es eben nicht so wäre, dass jedermann durch ein Fernrohr schauen kann, um die naturwissenschaftlichen Behauptungen von Galilei zu überprüfen.
Nein, es ging darum, warum die Menschen Galileo nicht glaubten. Es gab schon „hervorragende“ Wissenschaftler, die durch Galileos Fernrohr (das er ja eigentlich nicht selbst erfunden hatte) blickten und ihm trotzdem nicht glaubten. Z. B. wiesen sie darauf hin, dass dieses Fernrohr die menschliche Wahrnehmung verändere und insofern nur Trugbilder erzeuge. Wie sollte Galileo zeigen, dass das Gegenteil der Fall war (jaja, er hätte bessere Beziehung zur Nasa haben sollen *gg*). Deshalb gilt weiterhin:
Der Mensch glaubt eben nur das, was er glauben will, und er glaubt an das nicht, an das er nicht glauben will.

Als Agnostiker müsstest du die Frage zu Gottes Existenz offen lassen. Dem scheint aber nicht so zu sein
Da hast du hier aber irgendwas nicht mitbekommen. *g*
Nein, du gehst nicht auf meine Argumentation ein, aber ok, lassen wir das…

Sehr guter Ansatz. Dann wäre zum einen zu klären, ob die Wiederholbarkeit der Naturwissenschaften gegen Null tendiert (dann dürften wir sie auch Null setzen), oder ob sie weitergeht.
Moooment. *g*
Gegen Null tendieren ist eben NICHT gleich Null. [/quote]
Der lim x gegen Null der Funktion f(x) = x ist aber auch nur Null. Ok, ist nur Haarspalterei …

Um die Nebendiskussion aber zu beenden, schlage ich folgendes vor:
1) Je älter und erprobter eine Theorie ist, umso wahrscheinlicher sind die mit ihr zusammenhängenden Experimente von Störvariablen befreit und desto eher ist in ihrem Fall die Wiederholbarkeit des Experiments gegeben.
2) Je jünger und umstrittener eine Theorie ist, umso wahrscheinlicher sind die mit ihr zusammenhängenden Experimente NICHT von Störvariablen befreit und desto eher ist in ihrem Fall die Wiederholbarkeit\Wiederholung des Experiments NICHT gegeben (Quantenphysik usw.).
Geht das?
Auch ein guter Ansatz. Das Alter einer Theorie allein ist freilich nicht ausschlaggebend, aber wenn ihr Alter einhergeht mit der von dir erwähnten häufigeren Erprobung, dann dürften deine Aussagen stimmen. Fragt sich nur, was an der Auferstehung erprobt worden ist. *g*
Du meinst bestimmt nicht diese grausamen Rituale auf den Philippinen, wo sie die Kreuzigung nachspielen. *brrrr*
[/quote]
Dann treffen wir uns hier. Mit der Auferstehung hatte diese Diskussion von Anfang an nichts zu tun (->deshalb Nebendiskussion). Es ging nur darum zu klären, ob die Naturwissenschaften irgendeinen Vorteil gegenüber den Geschichtswissenschaften besitzen.
 
seishin-ri am 05.07.2007 17:05 schrieb:
Ich frag mich gerade, warum ich mir die langen 30 Sekunden angetan habe, das durchzulesen :rolleyes:
Ich sollte die Zeit zurückfordern, sowie den Aufwand dieser Antwort. Du hörst von mir.

Spaß beiseite, du hast mir jetzt in viel zu vielen Zeilen ganz toll mitgeteilt, dass in der Wissenschaft trotz allem auch Annahmen vorhanden sind. Hab ich das geleugnet?
Jop. Es hieß, Wissenschaft sei nicht Glauben. Glauben geht vom Nichtbeweisbaren aus (außer du hast eine andere Definition in petto *g*). Axiome sind nichtbeweisbare Annahmen. Ergo ...
Trotzdem, sollte eine neue Erkenntnis auftreten, wird diese doch nicht einfach als neue Errungenschaft gefestigt. Sondern, wenn vorhanden, an vorrangegangenen Theorien angelehnt, die mit diesem Thema zu tun hatten. Und sollte diese neue Erkenntnis immer noch kein Beweis darstellen, so bleibt sie trotzdem eine Ahnahme, die aufgrund von Beobachtungen zu Stande kam. Und das mag so lange weiter gehen, bis etwas bewiesen oder eben das Gegenteil bewiesen wurde. Der Grundatz bleibt aber gleich. Man hat immer einen Anhaltspunkt um eine Theorie, auch wenn sie weit hergeholt ist, aufzustellen.

Wir sollten bei der Sündenzählung noch "Ich habe heute jemandem die Zeit geklaut." anfügen
Macht dann 20 € :-)
Bitte ließ die von mir zitierten Seiten durch. Danach kannst du von mir ruhig weitere zwanzig € verlangen (rausrücken werde ich sie aber trotzdem nicht *gg*).
 
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