A
aph
Gast
seishin-ri am 03.07.2007 11:25 schrieb:Da hätte ich mal eine Frage zu. Ich habe mich damit schon oft beschäftigt, aber ein Flaschenhals blieb mir immer:
Zeit ist doch im Grunde nichts weiter als Zustandsänderung, Zefall von Zellen zum Beispiel. Wir haben den Begriff ja quasi selbst erfunden, indem wir Isotope gefunden haben, die ziemlich genau einen Takt vorgeben, und diese Segmente sind unsere Zeiteinteilungen. Nun gab es ja mehr oder minder konfuse Zeitreisen-Theorien. Aber wie soll so etwas möglich sein? Das würde bedeuten, man könnte einen längst vergangenen Zustand widerherstellen. Dass man durch Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit den Vorgang verlangsamen kann, leuchtet mir ein, aber darüber hinauszukommen? Klingt für mich ziemlich weit hergeholt.
Deweiteren hieße es, man müsse schneller als das Licht sein. Damit dürfte man aber auch nur alles verzögert sehen, die physikalische Beschaffenheit von Objekten bleibt doch aber bestehen, wie kann man in diesem Zusammenhang von Zeitreise sprechen, wenn sich alles nur verschiebt??
Du hast völlig Recht, und daher ist mir bisher auch noch keine schlüssige Theorie bekannt, die Zeit-Zurück-Reisen ermöglichte. Dieses "Schneller-Fliegen-Als-Licht" ist auch nur eine mathematische Konstruktion. Das meint nicht viel mehr, als dass man die Vergangenheit "sehen" könnte, würde man das Licht überholen können. Aber man befände sich deshalb nicht in der Vergangenheit.
Die einzige mir bekannte theoretische Möglichkeit, die Zeit extrem zu verlangsamen und sogar zum Stillstand zu bringen (aber nicht umzukehren!), wäre die Singularität bzw. der Ereignishorizont, der sie umgibt. Das ist übrigens auch so ein Begriff, der gerne in der Sci-Fi missbraucht wird, weil er so spektakulär klingt. Zum Beispiel im gleichnamigen Film "Event Horizon".

.gif)


).