• Aktualisierte Forenregeln

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Queer und divers - besser wär's? Ein Blick auf Gender-Identität in Videospielen

Das Thema ist extrem "verkopft", dafür, dass jeder seine eigenen Gründe hat, weshalb er "an sich arbeitet". Es dürfte kein Weltuntergang sein, wenn alle paar Monate so ein Artikel rauskommt, solange die Entstehung anderer dadurch nicht beeinträchtigt wird. :B

Zum Thema: mich triggert es auch immer ungemein, wenn ich mir im Charakter-Editor nur uncanny Hackfressen oder Figuren, die nur im Kontext der Handlung akzeptabel sind, aber eigentlich gar nicht zu mir passen, erstellen kann. Bei JUMP FORCE schaffte ich es deshalb nicht mal aus der Opening-Sequenz raus und bei MGSV: The Phantom Pain brauchte ich mehrere Anläufe/Stunden. Bei Letzterem hat es sich aber imo gelohnt. Der Typ sah halt bloß nicht aus wie ich (und hörte auf den Namen meines Zahnarztes lol)
 
Der Typ sah halt bloß nicht aus wie ich
Also ich hab noch nie versucht, mich im Charakter Editor nachzubauen.

Der Spieler Charakter hat für mich ein ähnliches Identifikationspotential wie eine Mensch-ärgere-dich-nicht Figur: Das ist halt der Charakter, den ich durch den Level schubse.
Und wenn die Männer im Charakter Editor alle Hachfressen haben, spiele ich eben eine Frau.
 
Also ich hab noch nie versucht, mich im Charakter Editor nachzubauen.

Der Spieler Charakter hat für mich ein ähnliches Identifikationspotential wie eine Mensch-ärgere-dich-nicht Figur: Das ist halt der Charakter, den ich durch den Level schubse.
Und wenn die Männer im Charakter Editor alle Hachfressen haben, spiele ich eben eine Frau.
Normalerweise heißt es ja auch "Erstelle dir einen Charakter" und nicht "Wie siehst du aus?".

Ich probiere es halt manchmal.
 
bei MGSV: The Phantom Pain brauchte ich mehrere Anläufe/Stunden. Bei Letzterem hat es sich aber imo gelohnt. Der Typ sah halt bloß nicht aus wie ich (und hörte auf den Namen meines Zahnarztes lol)
Dein Zahnarzt heißt Naked Snake oder Big Boss? :-D

Ich erstelle meistens Chataktere die für mich optisch gut in die Welt passen (bei Skyrim etwa nen bärtigen langhaarigen Typen optisch angelehnt an Aragorn oder Boromir aus HdR.

Mich selbst erstelle ich selten, eher bei sowas wie Die Sims dann
 
Das Ding ist: ich habe über mehrere Wochen gedacht es ist ein Mann von dem sie spricht und in einem Nebensatz wird dann erwähnt das es eine Frau ist, die sich als Mann definiert.
Es wurde also eine falsche Information weitergegeben bzw. kam es zu einem Missverständnis.
Ich frage schließlich nicht bei jeder Geschichte, die mir erzählt wird, nach ob die Person evtl. Trans ist.
Mir kommt da in den Kopf, wie ich jemandem immer wieder von einer Komillitonin erzählt habe und ich nach einem Jahr das erste Mal erwähnt habe, dass sie Schwarz ist, weil es für die Geschichte relevant war. Er war sehr überrascht, weil er sich eine klassische Karen vorgestellt hat. Wir haben darüber gelacht, weil es in den meisten Fällen halt nicht relevant ist, welche Hautfarbe jemand hat.
Ich wage zu behaupten, dass es für die meisten Geschichten, auch nicht wichtig ist, welches Geschlecht jemand hat. Und wenn, dann kann man es dazu erwähnen. Was mich zum nächsten Punkt führt:
Es muss sprachlich eindeutig sein was Mann und Frau bedeutet.
Sprachlich beziehen sich die meisten Leute darauf, was sie wahrnehmen. Ich kann es einer Person nicht immer ansehen, welches biologische Geschlecht sie hat. Manchmal sehe ich Personen, die so androgyn sind, dass ich nicht weiß, wie ich sie ansprechen kann. Dass man als Mensch den Gedanken hat, ist nicht nur ok, sondern auch normal, denn die menschliche Psyche funktioniert mit Schubladen-Denken. Mir ist in solchen Situationen aber auch aufgefallen, dass es komplett egal ist, ob ich weiß, welches Geschlecht die Person vor mir hat und sie wird mir mitteilen, wie sie angesprochen werden will.

Unsere Sprache ist nicht wie im englischen, wo man Pronomen sehr leicht mit einem They umgehen kann. In anderen Sprachen ist es ein noch größeres Problem, wo auch Adjektive an das Geschlecht angepasst werden. Deutsch hat aber den Vorteil, dass ich sehr präzise sein kann. Notfalls mit ein paar Begriffen mehr, aber das ist für einen Muttersprachler in der Regel überhaupt kein Problem.

An alle Supporter und Aktivisten von Trans-Menschen: wenn ihr nicht bald auf die andere Seite zugeht, wird das Pendel bald sehr hart zurückschlagen und dann gibts wieder ein großes Geheule, wie es denn soweit kommen konnte etc.
Das gilt für beide Seiten. Um nicht zu sagen, ich habe noch nie persönlich von einer Trans-Person oder jemand non-binäres gesagt bekommen, dass ich "Frau" und "Mann" nicht in gewohnter Form benutzen darf, denn sie haben verstanden, wie ich es gemeint habe, oder wir haben das halt kurz geklärt.

Ich habe schon sehr oft persönlich gesagt bekommen, dass ich bitte nicht "Person" sagen soll, weil das ambivalent ist, und man sich kein richtiges Bild von einem Menschen so machen kann. Wie gesagt, die Psyche will in Schubladen denken, aber ich finde es toll, dass unsere Sprache es hergibt, dass wir in so vielen Facetten reden können.

Aber das ist anekdotisch von meiner Seite, ich will auch niemanden verteidigen, die mit dem Holzhammer kommt (egal aus welcher Richtung)
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das die ganze Strategie ist, die man sich in der Community-Redaktion dazu zurecht legt. Ich muss daher schlussfolgern, dass ihr euch der Bedeutung dieses Themas nicht bewusst seid und diesen Fehler immer wieder wiederholen werdet.
Wir wollen die Diskussionen, wie gesagt, nicht unterdrücken, aber wir stecken auf unserer Seite natürlich einen Rahmen, wie wir ihn für richtig halten. Wenn Leute aggressiv schreiben und Trans als geistige Krankheit darstellen, ziehen wir eine Linie.
Dass wir uns da in dieser Hinsicht positionieren, auch mit unseren Artikeln, passt sicherlich nicht jedem, aber wir berufen uns auf unser Hausrecht. In dem Rahmen lassen wir Positionen aber durchaus stehen, auch wenn sie sich gegen Diversität aussprechen, um die Diskussion trotzdem zu ermöglichen.
Das sind die Printzahlen^^ Nicht schön mit anzusehen, aber das hat in der Hinsicht, um die es gerade geht, wenig mit unserer Seit zu tun
 
Das sind die Printzahlen^^ Nicht schön mit anzusehen, aber das hat in der Hinsicht, um die es gerade geht, wenig mit unserer Seit zu tun
Generell als Marke "PC Games" geht es aber bereits seit langem bergab - egal ob Print oder Online.
Kann man nicht abstreiten.
 
Wir wollen die Diskussionen, wie gesagt, nicht unterdrücken, aber wir stecken auf unserer Seite natürlich einen Rahmen, wie wir ihn für richtig halten. Wenn Leute aggressiv schreiben und Trans als geistige Krankheit darstellen, ziehen wir eine Linie.
Dass wir uns da in dieser Hinsicht positionieren, auch mit unseren Artikeln, passt sicherlich nicht jedem, aber wir berufen uns auf unser Hausrecht. In dem Rahmen lassen wir Positionen aber durchaus stehen, auch wenn sie sich gegen Diversität aussprechen, um die Diskussion trotzdem zu ermöglichen.
Die Haltung "Ich hab Recht, weil ich Hausrecht hab" mag dir und anderen zwar auch zustehen, aber es zeigt auch Stück weit, die Hilflosigkeit, mit der man an solche Themen rangeht. Den Artikel so zu veröffentlichen ist doch quasi wie draußen rum zu laufen und "Schlag mir ins Gesicht" zu rufen um dann jeden zu verklagen, der zu hart zuschlägt. Gerade wenn eine kontroverse Thematik behandelt wird, bei der auf Grund ideologischer Faktoren kein Konsens oder friedfertiger Umgang zu erwarten ist, ist doch eigentlich klar, dass das hier dabei raus kommt.

Ohne das jetzt aufrollen zu wollen, so zieht ihr z.B. die rote Linie, wenn Leute aggresiv schreiben. In der Öffentlichkeit würde ich fragen, auf welcher rechtlichen Grundlage? Es ist ja nicht mal so die verwendete Wortwahl per se eine Beleidigung ist, sondern das Menschen versuchen bestimmte Zustände einzuordnen (meist subjektiv), auch wenn die Wortwahl hierfür vielleicht nicht immer die geeigneteste ist. Geht es dann hier wirklich nur ums Wording und sind euch dann Ersatzbegriffe die harmloser klingen, aber auf das gleiche abzielen lieber? Wahrscheinlich doch eher nicht.

So unterbindet ihr aber eine Diskussion, weil die rote Linie nun mal dogmatisch ist und die Kontaktschuld (Zitatsfunktion) mitunter mehr gewichtet wird als der Kontext. Es fühlt sich am Ende einfach nicht fair an und vermeidbar wäre das sowieso gewesen.

Ergänzend möchte ich aber auch mal loben, dass ihr schon ne Menge durchgehen lasst oder zumindest so selten eingreift, dass ich das auch stark honoriere.

Mir kommt da in den Kopf, wie ich jemandem immer wieder von einer Komillitonin erzählt habe und ich nach einem Jahr das erste Mal erwähnt habe, dass sie Schwarz ist, weil es für die Geschichte relevant war. Er war sehr überrascht, weil er sich eine klassische Karen vorgestellt hat. Wir haben darüber gelacht, weil es in den meisten Fällen halt nicht relevant ist, welche Hautfarbe jemand hat.
Das ist übrigens ein ganz natürlicher Effekt. Wenn du z.B. von Bauarbeitern sprichst, verknüpfst dass die meisten Menschen automatisch mit weißen Männern. (das wäre auch so, wenn du Bauarbeiter*innen sagst) Das ist das, was man als Erfahrung in sich trägt, denn Menschen lernen, dass die meisten Bauarbeiter männlich sind und da du in Deutschland lebst ist die Annahme, dass dieses Land vorwiegend von weißen Menschen bevölkert wird der Normalfall. Es stimmt aber auch, dass die Hautfarbe im Alltag keine Rolle spielt, zumindest nicht mehr als andere Körpermerkmale wie dünn, dick, stark, groß, klein usw. Wahrscheinlich hätte deine Bekanntschaft bei deiner Komillitonin auch an eine ca. 1,70m große Frau gedacht, weil das so ein üblicher Wert bei Frauen ist.
 
Wir haben darüber gelacht, weil es in den meisten Fällen halt nicht relevant ist, welche Hautfarbe jemand hat.
Ich wage zu behaupten, dass es für die meisten Geschichten, auch nicht wichtig ist, welches Geschlecht jemand hat. Und wenn, dann kann man es dazu erwähnen. Was mich zum nächsten Punkt führt:
Ja du hast aber vorher auch nicht gesagt sie sei weiß. Deine Geschichte wäre vergleichbar, wenn du sie immer als Weiße bezeichnet hättest und dann hätte sich herausgestellt es ist eine Schwarze, die sich weiß schminkt oder einfach nicht als schwarz gesehen werden möchte.

Zu den Schubladen: ja das ist einfach so. Unser Gehirn wäre komplett überfordert ohne Schubladen. Sie sollten halt nicht zu fest sein bzw. flexibel wenn erforderlich (finde ich).
Unterschiedliche Verhaltensweisen hast du hauptsächlich durch verschiedene Kulturen und Charakteren. Die Hautfarbe ansich macht da keinen Unterschied.
Beim Geschlecht ist das aber schon so, dass Männer und Frauen zu unterschiedlichen Verhalten tendieren (es ist nicht alles sozialer Einfluss).
Bei meiner Geschichte habe ich tatsächlich nachgefragt, weil der Freund in den Geschichten tatsächlich so war, wie sich kaum ein Mann benehmen würde bzw. hab ich für mich so gedacht "das muss ein Klischee Schwuler sein".
Als sie mir die Info gab, dass es eine biologische Frau ist, hat das alles viel mehr Sinn gemacht.

Zum Rest stimme ich dir größtenteils zu.
Und ja meistens ist die Info irrelevant.

Ich treffe auch öfter auf androgyne Personen. Wenn ich die dann aber frage was sie sind (weil ich z. B. interessiert bin an der Person), kann ich mich heute nicht mehr auf die Aussage verlassen.
Egal ob die Person Mann oder Frau sagt und ich direkt gefragt habe, weiß ich nicht ob ich die Information erhalten habe die ich wollte.
Direkt nach dem Geschlechtsteil fragen, kommt glaub ich nicht so gut an... aber genau diese Info brauche ich wenn ich z. B. nach nem Date fragen möchte.
 
Die Haltung "Ich hab Recht, weil ich Hausrecht hab" mag dir und anderen zwar auch zustehen, aber es zeigt auch Stück weit, die Hilflosigkeit, mit der man an solche Themen rangeht. Den Artikel so zu veröffentlichen ist doch quasi wie draußen rum zu laufen und "Schlag mir ins Gesicht" zu rufen um dann jeden zu verklagen, der zu hart zuschlägt. Gerade wenn eine kontroverse Thematik behandelt wird, bei der auf Grund ideologischer Faktoren kein Konsens oder friedfertiger Umgang zu erwarten ist, ist doch eigentlich klar, dass das hier dabei raus kommt.
Aber das, was hier rauskommt, ist doch nicht schlecht, es ist eine Diskussion um das Thema.
Und das Hausrecht greift hier, weil das unser Netzwerk ist. Wir laufen also metaphorisch nicht draußen rum, sondern in unserem eigenen Wohnzimmer und stoßen ein Thema an, dass uns in der Redaktion interessiert und beschäftigt. Wir wissen, dass viele das Thema, wie wir es aufarbeiten, nicht gut finden, aber wir arbeiten es eben so auf, wie wir das für richtig empfinden.
Und der Vergleich mit dem Schlagen hinkt, insofern dass Beleidigungen und "Unnettigkeiten" nicht zu einer ernsthaften Debatte dazugehören. Wie du ja auch erwähnst, lassen wir recht viel stehen, und die Diskussion wurde mit der Zeit ja auch friedfertiger und umgänglicher, ohne dass Leute ihre Meinung grundsätzlich ändern mussten - das hatten wir schon öfter unter solchen Artikeln und da wollen wir generell auch hin.
Ohne das jetzt aufrollen zu wollen, so zieht ihr z.B. die rote Linie, wenn Leute aggresiv schreiben. In der Öffentlichkeit würde ich fragen, auf welcher rechtlichen Grundlage? Es ist ja nicht mal so die verwendete Wortwahl per se eine Beleidigung ist, sondern das Menschen versuchen bestimmte Zustände einzuordnen (meist subjektiv), auch wenn die Wortwahl hierfür vielleicht nicht immer die geeigneteste ist. Geht es dann hier wirklich nur ums Wording und sind euch dann Ersatzbegriffe die harmloser klingen, aber auf das gleiche abzielen lieber? Wahrscheinlich doch eher nicht.
Doch, es geht größtenteils um das Wording. Wir haben ein paar Dinge, die wir abseits von der Wortwahl nicht stehen lassen wollen, wie die Gleichsetzung mit Geisteskrankheit, aber in den meisten Fällen schauen wir darauf, welchen Ton jemand benutzt.
Ersatzbegriffe, die harmloser klingen, sind deswegen harmloser, weil sie im besten Falle nicht beleidigend sind. Wenn die Meinung selbst eine Beleidigung ist, dann wird sie allerdings auch nicht stehen gelassen und im weiteren Sinne moderieren wir auch danach, wie wohl sich alle Beteiligten in einer Diskussion fühlen. Wenn sich also alle gegenseitig Dinge an den Kopf werfen und keiner sichtlich über die Stränge schlägt, nehmen wir das manchmal hin. Sobald Meldungen bei uns reinkommen, schauen wir genauer hin

Ich hoffe, das hat es einigermaßen verständlich erklärt^^

Ich treffe auch öfter auf androgyne Personen. Wenn ich die dann aber frage was sie sind (weil ich z. B. interessiert bin an der Person), kann ich mich heute nicht mehr auf die Aussage verlassen.
Das ist tatsächlich ein super interessanter Punkt, weil ich langsam verstehe, wo sich unsere Geister scheiden. Für mich ist das keine Lüge, wenn mir ein Transmann sagt, er sei ein Mann, weil das Wort für mich einfach bedeutet, mit welcher sozialen Identität er aktuell lebt und wie ich ihn jetzt gerade begreifen soll. Du hast in einem früheren Post gemeint, dass du statt sozialem Geschlecht eher von gesellschaftlicher Rolle sprechen wollen würdest.
Der Begriff "soziales Geschlecht" muss umgeschrieben werden (persönlicher Vorschlag wäre gesellschaftliche Rolle).
Das ist für mich in dem Fall genau das, was Mann und Frau ausdrückt. Das biologische Geschlecht ist manchmal für den Kontext wichtig, aber in der Regel erfährt man das sowieso recht schnell, wenn man sich mit einer Person so weit auseinandersetzt (also auch ihrer Persönlichkeit), dass der Kontext relevant ist.

Ich verstehe das Dating-Argument da schon, wobei queere Personen meiner Erfahrung nach sehr offen sind, was ihre Sexualität angeht, man das also schon mitbekommt, wenn es in eine romantische Richtung geht. Aber Dating ist aus Sicht einer Frau (oder als Frau lebenden Person^^) natürlich deutlich anders als bei einem Mann.

Damit will ich sagen, dass es mir scheint, als dass es sich weitestgehend um eine Definitionsfrage handelt. Also wovon man spricht, wenn man von Identität redet. Keine queere Person, die ich kenne, bezieht sich auf ihr biologisches Geschlecht, wenn sie sagt, sie ist non-binär. Es geht immer um die soziale Rolle, die sie einnehmen, bzw. in der sie sich wohlfühlen. Ich weiß nicht, ob es das für dich besser macht, aber das ist zumindest mein Einblick - zumindest ich habe das Gefühl ein bisschen schlauer zu sein :)
 
Lukas hat dazu schon Stellung bezogen, wir ignorieren Themen nicht, weil wir mit Diskussionen rechnen. Gerade, dass es Diskussionen geben wird, spricht für ihre Relevanz (insofern Relevanz bedeutet, als es niemandem am Allerwertesten vorbeigeht).

Ja, es gibt Leute, die können dem nichts abgewinnen, aber eben auch solche, die sich für das Thema interessieren - und für die ist der Artikel da. Wer anderweitig mitdiskutieren will, ist gerne eingeladen, das im Rahmen unserer Forenregeln zu tun


Diversität als geisteskrank zu bezeichnen und Gruppierungen von Menschen zu beleidigen, betrachten wir als nicht zulässig im Forum und geht über die Meinungsfreiheit hinaus.
Das sind Leitlinien an die sich die Moderatoren halten und die sie sich nicht einfach aus den Fingern gesaugt haben.
Ebenfalls wurden Kommentare gelöscht, die sich darüber aufregen, dass es die falsche Plattform und der Artikel fehl am Platz ist, weil es die Diskussion in keiner Weise bereichert und aus oben genannten Gründen, salopp gesagt, Schmarrn ist^^

Eine persönliche Antwort als Frau: Ich bin eine menstruierende Person - das ist einfach ein Fakt, das kann ich auch kaum verhindern. Deswegen bin ich aber trotzdem eine Frau. Nicht alle Frauen menstruieren und nicht alle Menschen (zu denen ich mich auch zähle) sind Frauen. Mir wird ja nicht der Titel Frau aberkannt, menstruierend ordnet mich halt als Cis-Frau bzw. als eine ein, die eine funktionierende Gebärmutter hat - das aber ohne jegliche Wertung - zumindest habe ich vonseiten queerer Personen noch nie eine Wertung mitbekommen.

Dass es negativ besetzt sein könnte, ist eher etwas, dass von Personen kommt, die Diversität ablehnen. Was ich als witzig empfinde, da doch darauf beharrt wird, dass man sich nicht beschweren soll, wenn man als das bezeichnet wird, was die Biologie halt hergibt^^

Aber davon ab - ich kenne persönliche so einige queere Personen und nenne davon auch manche meine Freunde. Ich kenne auch Menschen, die nichts mit dem Thema anfangen können und wollen - auch die zähle ich teils zu meinen Freunden. Ich bin nicht betroffen, aber ich finde es schade, dass unter mir engen Menschen teils keine Akzeptanz herrscht. Beide Gruppen haben das Gefühl, sich verstecken zu müssen und nicht sagen zu dürfen, wer sie sind / was sie denken.

Ich habe die Lösung genauso wenig parat, wie jeder andere Mensch. Ich halte es aber für kontraproduktiv, einfach nicht darüber zu reden - die Fronten existieren bereits. Jetzt können wir vielleicht noch dafür sorgen, Räumen zu schaffen, in denen wir uns austauschen und voneinander lernen können. Denn jeder hat eine unterschiedliche Lebensrealität und ist die Summer seiner Erfahrungen.
Menstruierst du noch oder lebst du schon? ;)
Weiß nicht, klingt für mich teils sehr nach „passend machen“, weil es nun eben schon im Sprachgebrauch existiert.

Wenn du sagst, du bist nicht „betroffen“, dann klingt das auch schon wieder irgendwie unnormal, wie auch immer, aber nicht wirklich positiv.
Was ich ebenfalls feststelle, es gibt eine teils seltsame Vorstellung von Demokratie, denn Demokratie bedeutet nicht, dass jede - ich nenne sie mal - Gruppierung innerhalb der Gesamtbevölkerung die Aufmerksamkeit bekommt, die sie gerne hätte. Das gilt für die Politik, der Zusammensetzung der Parlamente, wie auch für das öffentliche Leben.
Die Frage ist, wie sehr drängelt sich jemand in den Vordergrund? Entweder aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus oder einer gnadenlosen Selbstüberhöhung der eigenen Position. Beides ist der falsche Weg,
 
Doch, es geht größtenteils um das Wording. Wir haben ein paar Dinge, die wir abseits von der Wortwahl nicht stehen lassen wollen, wie die Gleichsetzung mit Geisteskrankheit, aber in den meisten Fällen schauen wir darauf, welchen Ton jemand benutzt.
Ersatzbegriffe, die harmloser klingen, sind deswegen harmloser, weil sie im besten Falle nicht beleidigend sind. Wenn die Meinung selbst eine Beleidigung ist, dann wird sie allerdings auch nicht stehen gelassen und im weiteren Sinne moderieren wir auch danach, wie wohl sich alle Beteiligten in einer Diskussion fühlen. Wenn sich also alle gegenseitig Dinge an den Kopf werfen und keiner sichtlich über die Stränge schlägt, nehmen wir das manchmal hin. Sobald Meldungen bei uns reinkommen, schauen wir genauer hin

Ich hoffe, das hat es einigermaßen verständlich erklärt^^
Ja, Danke. Wichtig ist mir aber auch, dass beide Seiten etwas daraus lernen und wir beim nächsten Beitrag dieser Art nicht wieder vor der selben Thematik stehen. Man nimmt sich ja Kritik hoffentlich zu Herzen und macht es beim nächsten mal nicht genauso, nur weil man davon überzeugt ist immer das Richtige zu tun.

Das mit den Wording finde ich z.B. bedenklich, denn dann endet das in Euphemismen. Oftmals ist es ja auch subjektiv wie beleidigend ein Begriff ist.
 
. Für mich ist das keine Lüge, wenn mir ein Transmann sagt, er sei ein Mann, weil das Wort für mich einfach bedeutet, mit welcher sozialen Identität er aktuell lebt und wie ich ihn jetzt gerade begreifen soll.
Ich gehe dabei halt stark davon aus was ich wahrnehme und beobachte.
Die meisten Trans-Menschen, die ich näher kennengelernt habe, nehme ich so als irgendwas dazwischen wahr.
Also wenn ich das Verhalten beobachte, meine (subjektive) Empfindung aber auch wenn ich es von der biologischen Seite aus betrachte (wenn schon Hormone genommen werden etc.).

Ich glaube das ist unterbewusst auch ein Punkt der viele reizt. Wir haben ein natürliches Empfinden dafür und dem wird vor dem Kopf gestoßen. Manche stört das mehr, manche gar nicht.
Das wird in der Diskussion oft übersehen.

Ein befreundeter Trans-Mann hat mich mal danach gefragt und ich habe gemeint das er für mich so eine Art Hybrid ist zwischen Mann und Frau.
Ich habe ihm auch gesagt das ich das völlig ok finde und es ohne Wertung ist. Einfach nur meine Wahrnehmung.
Dann hab ich gefragt wie er sich bei meiner Aussage fühlt.
Er meinte damit kann er leben.
Da hätte vielleicht nicht jeder so reagiert darauf. Also ich hab schon gesehen das es auch innerhalb der Szene sehr unterschiedlich aufgenommen wird.
 
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