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PC Games: Unser neues Wertungssystem!

Ja und 98% aller Leser vom Kicker spielen selber auch gar keinen Fussball und das ist, wie ich schon schrieb, ein großer Unterschied zu einem Videospielmagazin, wo der Anteil aktiver Spieler deutlich höher sein dürfte als bei einem Fussballmagazin oder?
Kann es da nicht doch eventuell sein, dass die Leser an der Materie ein ganz klein bißchen näher dran sind? ;)
Profi-Fußball. Fußball haben viele schon mal gespielt. Ist ja auch kein komplexes Spiel, dass sich ständig ändert. Aber im Profi-Bereich dürften die wenigsten mal gespielt haben.

Ansonsten bin ich bei dir. Ein Spielejournalist sollte zumindest gewisse Grundskills haben. Sonst passiert so etwas wie beim berühmten IGN Cuphead Tutorial Fail.
 
Du weißt, wie viele aktive und frühere Fußballer/innen es in Deutschland gibt? Wenn Deine These ist, dass kompetente Gamer, die ein bisschen ordentlich formulieren können, die besseren Spielekritiker sind, dann halt gute Nacht Spielejournalismus. Ist ja auch ein Ansatz, ok.

Das hab ich doch gar nicht gesagt.
Davon abgesehen, ja, da ist durchaus was dran. Interessante These, die du jetzt grad aufstellst, denn das habe ich nicht gesagt.
Hast du Probleme, die beiden Wörter kompetent und besser zu unterscheiden?
Ich bin davon überzeugt, dass es deutlich mehr ehemalige und derzeit aktive Videospieler gibt, als aktive und ehemalige Fussballspieler.
Aber darum gehts gar nicht.
Nochmal, ich habe lediglich gesagt, dass allein der Umstand, dass jemand gut formulieren kann, nicht automatisch bedetet, dass er dadurch auch der kompetentere Gamer ist, mehr nicht.
 
Wie sind wir hier jetzt eigentlich dazu gekommen, dass uns die Kompetenz beim Gamen abgesprochen wird (hab die letzten Posts nur grob überflogen)?
Ich zocke seit 35 Jahren und das in Umfängen, die mit ziemlicher Sicherheit locker über die durchschnittliche Spielzeit der meisten Leute hinausgehen. Ich würde daher schon behaupten, dass ich vermutlich weiß, was ich da tue. ;)
Nur weil man bei ’nem Spiel vielleicht mal völlig anderer Meinung ist, hat das erst mal nichts mit fehlender Kompetenz zu tun.
 
Wie sind wir hier jetzt eigentlich dazu gekommen, dass uns die Kompetenz beim Gamen abgesprochen wird (hab die letzten Posts nur grob überflogen)?
Ich zocke seit 35 Jahren und das in Umfängen, die mit ziemlicher Sicherheit locker über die durchschnittliche Spielzeit der meisten Leute hinausgehen. Ich würde daher schon behaupten, dass ich vermutlich weiß, was ich da tue. ;)
Nur weil man bei ’nem Spiel vielleicht mal völlig anderer Meinung ist, hat das erst mal nichts mit fehlender Kompetenz zu tun.

Wer hat denn von fehlender Kompetenz gesprochen?
Wenn du magst, dann lies mal ins Detail, dann wird es vielleicht deutlicher.
Ich zocke seit 40 Jahren und würde behaupten, ebenfalls weit über den Durchschnitt der meisten Leute hinaus.
Würde daher auch sagen, ich weiß einigermaßen, wovon ich rede. ;)
Aber ich denke auch, dass meine Lebenszeiterfahrung mit Spielen, mich nicht automatisch zu einem Experten oder sagen wir kompetenteren Spieler machen.
 
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Ich zocke seit 35 Jahren und das in Umfängen, die mit ziemlicher Sicherheit locker über die durchschnittliche Spielzeit der meisten Leute hinausgehen. Ich würde daher schon behaupten, dass ich vermutlich weiß, was ich da tue. ;)
Nur weil man bei ’nem Spiel vielleicht mal völlig anderer Meinung ist, hat das erst mal nichts mit fehlender Kompetenz zu tun.
Bei mir sind es auch schon so um die 30 Jahre. Aber ich musste nie meine Spielerfahrung für eine Preview oder einen Test irgendwie einordnen. Daher wäre ich wohl definitiv der schlechtere Journalist.

Aber ich brauche mich deswegen auch nicht von einem Spielejournalisten in einem Test "belehren" lassen oder ähnliches. Das ist wie das "an die Hand nehmen" bei vielen heutigen Videospielen. Man spricht den Spieler nicht auf Augenhöhe an sondern von oben herab bzw. behandelt ihn als absoluten Anfänger (wie Kunden von LEGO :B). Nicht, dass es mir bei euch bisher aufgefallen wäre. Es ist allerdings auch nicht so einfach auf einen Satz in einem Test herunterzubrechen.

Bei der Gamestar fühlte ich mich vom gesamten Veilguard-Test z.B. hinters Licht geführt - denn die kritischen Punkte wurden kaum oder gar nicht angesprochen und auch nicht wirklich berücksichtigt. Und damit meine ich vor allem das Gameplay und das Writing. Gleichzeitig wurde großspurig davon gesprochen, Bioware hätte zu alter Stärke gefunden. Als Test fand ich das wirklich unbrauchbar. Und es hatte auch ein deutliches "Geschmäckle", weil sie gleichzeitig eine wochenlange Sonderaktion zum Spiel fuhren. Als ob das keinen Einfluss auf den Test gehabt hätte - verarschen kann ich mich auch selbst.

Es gibt genug Spiele, die mir trotz super Wertungen wenig Spaß machen (und umgekehrt), aber bei den meisten konnte ich die Tests und Wertungen trotzdem nachvollziehen. Zuletzt gelang mir das gerade bei der Gamestar kaum noch, weswegen ich auch nichts mehr auf deren Tests gebe. Die wirken auf mich einfach komplett abgetrennt vom einfachen Videospieler.

Ein gutes Beispiel ist hier auch "Tales of the Shire". Gamestar hat 85 (-10 Punkte Abwertung für Bugs und Technik, also 75) gegeben. Ihr habt dem Spiel zurecht nur eine 6/10 gegeben. Ich habe es selbst bisher 26 Stunden gespielt (laut Steam) und obwohl ich Spaß hatte, habe ich sehr viele Dinge am Spiel zu bemängeln (abseits von Bugs und Technik). Wie das eine professionelle Spielejournalistin nicht sehen oder einfach ignorieren kann...
 
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@Paisen
Hat zwar nichts direkt was mit Videospielen zu tun, aber mal ein Beispiel, was ich selber erlebt habe aus einem anderen Bereich, aber es hat was mit jahrzehntelanger Erfahrung zu tun und wie das eine nicht automatisch zum anderen führt.

Ein blutjunger Assistenzarzt, frisch von der Uni, hat vor vielen Jahren meiner Schwester das Leben gerettet.
Wäre es nach den Vorschlägen der 3 anderen Ärzte gegangen, die jeder für sich 20-30 Jahre Berufserfahrung hatten, wäre sie heute tot, die Eltern hätten ein Kind verloren, der Enkel wäre nie geboren und ich hätte keine Schwester mehr und nie einen Neffen bekommen.
Der junge Arzt, ohne jegliche Erfahrung hat wie besessen darum gekämpft, mit einer völlig anderen Behandlung und hätte beinahe kein Gehör gefunden, aber genau seine Methode hat ihr das Leben gerettet, wie auch alle Beteiligten danach relativ kleinlaut zugeben mussten.
Dabei hätten es die anderen Ärzte natürlich nicht absichtlich „falsch“ gemacht, aber es zeigt, sich auf Erfahrung zu berufen, hat manchmal nur wenig oder auch gar nichts mit Kompetenz zu tun.
Der junge Mann war in diesem Falle kompetenter als 60 oder 70 Jahre gesammelter Berufserfahrung von 3 anderen.
 
Bei der Gamestar fühlte ich mich vom gesamten Veilguard-Test z.B. hinters Licht geführt - denn die kritischen Punkte wurden kaum oder gar nicht angesprochen und auch nicht wirklich berücksichtigt. Und damit meine ich vor allem das Gameplay und das Writing. Gleichzeitig wurde großspurig davon gesprochen, Bioware hätte zu alter Stärke gefunden. Als Test fand ich das wirklich unbrauchbar.

Das ist allerdings bei dem Test hier auch der Fall gewesen, denn hier hat es eine 9/10 bekommen und genau die Kritikpunkte haben auch kaum oder keine Erwähnung gefunden.
Ich glaube, der Test war geschrieben „aus der Sicht eines Dragon Age Fans“, wobei ich dann persönlich die Wertung noch weniger verstehe, denn mit Dragon Age hat dieses Spiel nur noch den Namen gemeinsam. Der Rest des Spieles ist Gruppentherapie für Spätpubertäre. ;)
Und die meisten anderen Fans der Reihe haben das auch entsprechend so bewertet und gesehen und das Spiel fiel komplett unten durch, nicht etwa wegen der angeblich woken Agenda, sondern weil es schlicht und ergreifend grottenschlecht geschrieben ist.
Was die Gamestar natürlich noch oben drauf gemacht hat ist, wie du sagtest, eine wochenlange Werbekampagne zu fahren, es in den Himmel zu loben und jetzt nichts weiter zu tun zu hat, es sprichwörtlich samt des Entwicklerstudios mit Dreck zu bewerfen.
Da frage ich mich auch, ob ich im falschen Film bin und wirft zumindest bei mir, weiß nicht, wie andere das sehen, aber schon die Frage auf, inwieweit Publisher Einflussnahme auf die Spielepresse ausüben.
Denn das Spiel war von Anfang an eine Totgeburt, dennoch hohe Wertungen, dann die massive Kampagne, mit Sicherheit nicht alleine von der Gamestar ausgedacht, um vielleicht doch noch ein paar Einheiten zu verkaufen und was zu retten? Ich halte das auch nicht für einen Zufall.
Und nun, da sowieso kein Hahn mehr nach dem Spiel kräht, kann man mal die wirkliche Meinung darüber rauslassen?
Das hat Geschmäckle ohne Ende.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich finde es super zusehen wie sich die PC Games gerade selbst hinterfragt und sich in Teilen neu erfindet, dafür schon mal meinen größten Respekt.
Ich finde auch in der heutigen Zeit eine Bewertung immer noch sinnvoll. Mir fehlt die Zeit mir stundenlang irgendwas durchzulesen um daraus zu resultieren ob es was für mich sein könnte. Wie die Bewertung aussieht ist mir dabei ziemlich egal so lange es nicht der traurige Smiley, der normale Smiley und der lachende ist.
 
Jauchzet, frohlocket...
Ne, ist ja noch zu früh. :-D
Ich finde den Schritt gut! Einen kompletten Verzicht auf die Zahlen finde ich eher nicht nötig, wie er gefordert wurde.
Es ist schön, dass ihr nicht stehen bleibt sondern euch selbstkritisch hinterfragt. Ich fände nun noch eine Rückkehr der Systemanforderungsbewertung gut. Muss ja nicht in Konkurrenz zur PCGH werden, aber zumindest einen Einblick, wie es läuft, wäre schön. Denn auch das gehört zum Spielspaß. Brauche ich eine 5090 + Ryzen 7 9800 X3D, um in FHD zu spielen? Oder reicht eine Mittelklasse von 2020 für 4k? Für PC-Spieler durchaus relevant.
Finde ich auch eine richtig gute Idee. Die Steam Minimums/Recomended-Specs beispielsweise basieren ja meist (immer?) auf Herstellerangaben, die meiner Erfahrung nach sehr wohlwollend und für sie positiv wirkend ausfallen. Da wäre etwas Realistisches, Vernünftiges bezüglich Spezifikationen schon hilfreich. Ich gehöre zu der Gattung die sich aus Vernunfts- und Nachhaltigkeitsgründen nicht eine 5090 ins Gehäuse stecken - da ist das schon hilfreich. Ich würde dann ehrlich abwägen, ob ich mir bei zu hohen Anforderungen das Spiel nicht lieber für PS5 hole, da es dort besser trotz möglicher Abstriche läuft.
 
Wie das eine professionelle Spielejournalistin nicht sehen oder einfach ignorieren kann...

Also, irgendwie verlassen wir jetzt schon das Ursprungsthema dass ja auch als "Granularität von Spielewertungen" bezeichnet werden kann zur Fundamentalkritik am Wert von Spielebewertungen von professioneller Seite.

Das wäre noch mal ein anderes Thema aber ist auch schon unzählige Male abgefrühstückt worden ohne irgendwie zielführend gewesen zu sein.

Spielewertungen können unterschiedlich sein auch wenn sie durchweg von Leuten kommen von denen man ausgehen kann, dass sie wissen, was sie tun. Schlichtweg schon aufgrund von Geschmack oder im extremen Fall aufgrund einer "Fehlwertung", haben ja alte Veteranen der Branche ja auch schon erzählt dass sie entweder "das Potential des Titels damals nicht gesehen haben" oder anders herum "rückblickend war der Titel dann doch nicht so der Bringer wie ich dachte". Kommt vor, professionell oder nicht. Man kann sich ja gerne mal alte Testberichte auf den einschlägigen Seiten mal anschauen, am besten wo ein Titel mit den Wertungen von den damaligen verschiedenen Magazinen angezeigt wird, die klaffen bei manchen Titeln ordentlich auseinander. Passierte immer wieder, wird immer wieder passieren.
 
Passierte immer wieder, wird immer wieder passieren.
Ja, passiert. Nur wenn es innerhalb kürzester Zeit mehrmals passiert, sehe ich keinen Grund mehr, warum ich mir diese Tests noch zu Herzen nehmen sollte. Die sind dann einfach bedeutungslos für mich.

Aber ja, die Diskussion hat im Grunde nichts mehr mit der Änderung zu tun.
 
Ja, passiert. Nur wenn es innerhalb kürzester Zeit mehrmals passiert, sehe ich keinen Grund mehr, warum ich mir diese Tests noch zu Herzen nehmen sollte. Die sind dann einfach bedeutungslos für mich.

Kannst du natürlich so sehen. Aber wie gesagt, das kam schon früher so vor, manchmal auch in der Häufung, das könntest du auch auf Youtube und Co. beobachten, wenn man die richtigen Youtuber beobachten würde, nur spült es halt die entsprechenden Leute nach oben die eher zum Verriss neigen, oder die du eher ohnehin abonniert hast oder likest, heißt nicht, dass die die "Wahrheit" sagen.

Du könntest also eher sagen, du brauchst überhaupt keine Reviews, weil sie dir nix geben, weil für dich was ja auch in Ordnung ist, aber dann ist die ganze Diskussion halt auch irgendwie gegenstandslos.

Ich hol mal spontan das Wertungsspektrum deutscher Magazine von "Rise of the Robots" raus, 1994/95 die Zeit.
Berühmt - berüchtigt.

Da ist alles dabei von 9% zu 91%. (nein, beim ersten fehlt nicht eine Zahl).

Das nenn ich mal Spannweite. (Okay, da sind auch Ports dabei, but still..)
 
Ein Test ist halt niemals objektiv, wer in seinen Leben immer alles richtig eingeschätzt hat soll den ersten Stein werfen oder die Enter Taste drücken :)
 
Ein Test ist halt niemals objektiv, wer in seinen Leben immer alles richtig eingeschätzt hat soll den ersten Stein werfen oder die Enter Taste drücken :)

Ich verstehe ja durchaus die Kritik. Man sollte denken, wenn "professionell" gearbeitet wird, dann sollten vergleichbare Ergebnisse herauskommen und sich nur Nuancen unterscheiden. Aber dafür sind dann Spiele ein doch zu spezielles Ding glaube ich. Das ändert aber für mich nichts daran, dass eine feinere Abstufung bei den Wertungen nicht sinnvoll sein kann - um mal zur Ursprungsthematik zurückzukommen, weil es immer noch genauer visualisieren kann wie der jeweilige Tester das Spiel sieht. Ob das dann "stimmt", ist noch mal eine andere Frage.
 
Ein Test ist halt niemals objektiv, wer in seinen Leben immer alles richtig eingeschätzt hat soll den ersten Stein werfen oder die Enter Taste drücken :)
Natürlich sind Tests subjektiv. Objektive Tests zu Videospielen wären extrem langweilig und würden nichts bringen.
Es geht mehr darum, dass offensichtliche Probleme nicht angesprochen werden oder als unerheblich angesehen werden. Kann man machen, aber wenn das gehäuft auftritt, muss ich mich halt schon fragen, was mir diese Tests dann noch bringen sollen? Wieso entscheidet die testende Person für mich, was wichtig und was unwichtig ist?

Eine genauere Abstufung mag erstmal besser sein. Aber ich wäre immer noch dafür, gar keine Zahl am Ende zu haben. Dann müsste man nämlich den Test lesen. Blöd für Metacritic und Co, aber ich würde behaupten, Videospiele sind sowieso kaum vergleichbar, wenn sie nicht gerade sehr sehr ähnlich sind.
 
Ich verstehe deine Argumente. Aber wenn man Kinder hat, einen stressigen Job, andere Hobbies, Podcasts erstellt......dann fehlt mir halt die Zeit erst zehn Minuten einen Test zu lesen um dann festzustellen das das Spiel völlig verbugt ist und voller Logikfehler. Dann ist es gut kurz zu sehen ob das Spiel es Wert ist den Test zu lesen.
 
Ich verstehe deine Argumente. Aber wenn man Kinder hat, einen stressigen Job, andere Hobbies, Podcasts erstellt......dann fehlt mir halt die Zeit erst zehn Minuten einen Test zu lesen um dann festzustellen das das Spiel völlig verbugt ist und voller Logikfehler. Dann ist es gut kurz zu sehen ob das Spiel es Wert ist den Test zu lesen.

Wenn du keine Zeit hast, ein paar Minuten Test zu lesen, woher nimmst du dann die Zeit, ein Spiel überhaupt zu spielen? ;)
 
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