Bei der Gamestar fühlte ich mich vom gesamten Veilguard-Test z.B. hinters Licht geführt - denn die kritischen Punkte wurden kaum oder gar nicht angesprochen und auch nicht wirklich berücksichtigt. Und damit meine ich vor allem das Gameplay und das Writing. Gleichzeitig wurde großspurig davon gesprochen, Bioware hätte zu alter Stärke gefunden. Als Test fand ich das wirklich unbrauchbar.
Das ist allerdings bei dem Test hier auch der Fall gewesen, denn hier hat es eine 9/10 bekommen und genau die Kritikpunkte haben auch kaum oder keine Erwähnung gefunden.
Ich glaube, der Test war geschrieben „aus der Sicht eines Dragon Age Fans“, wobei ich dann persönlich die Wertung noch weniger verstehe, denn mit Dragon Age hat dieses Spiel nur noch den Namen gemeinsam. Der Rest des Spieles ist Gruppentherapie für Spätpubertäre.

Und die meisten anderen Fans der Reihe haben das auch entsprechend so bewertet und gesehen und das Spiel fiel komplett unten durch, nicht etwa wegen der angeblich woken Agenda, sondern weil es schlicht und ergreifend grottenschlecht geschrieben ist.
Was die Gamestar natürlich noch oben drauf gemacht hat ist, wie du sagtest, eine wochenlange Werbekampagne zu fahren, es in den Himmel zu loben und jetzt nichts weiter zu tun zu hat, es sprichwörtlich samt des Entwicklerstudios mit Dreck zu bewerfen.
Da frage ich mich auch, ob ich im falschen Film bin und wirft zumindest bei mir, weiß nicht, wie andere das sehen, aber schon die Frage auf, inwieweit Publisher Einflussnahme auf die Spielepresse ausüben.
Denn das Spiel war von Anfang an eine Totgeburt, dennoch hohe Wertungen, dann die massive Kampagne, mit Sicherheit nicht alleine von der Gamestar ausgedacht, um vielleicht doch noch ein paar Einheiten zu verkaufen und was zu retten? Ich halte das auch nicht für einen Zufall.
Und nun, da sowieso kein Hahn mehr nach dem Spiel kräht, kann man mal die wirkliche Meinung darüber rauslassen?
Das hat Geschmäckle ohne Ende.