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PC Games Logbuch: Könnt ihr Videospiele noch ohne Einschränkung genießen?

So ganz kann ich die Weltuntergangsstimmung nicht verstehen. KI ist zumindest teilweise ein Fortschritt. Wir fahren auch nicht mehr mit Pferdekutschen herum.

Die Schauspieler und Voice Actors müssen sich weiterentwickeln. Genauso müssen sich andere Künstler eine neue Arbeit suchen. Schlechte Grafiken und schlechte Musik bringen dann einfach kein Geld mehr ein.

Und dass die ganzen Spieleklitschen geglaubt haben, sie könnte langfristig an der Marktwirtschaft vorbeiarbeiten, ist etwas skurril. Wenn sich ein Spiel nicht finanziert, wird es halt nicht umgesetzt. Man sollte Ressourcen wie im echten Leben effektiv und effizient einsetzen.

Oder soll die Allgemeinheit langfristig durch Steuern und Abgaben Hobbyliebhabereispieleprojekte finanzieren?

Der Spielemarkt wird überleben und unter anderem Indie-Entwickler werden neue spielenswerte Spielkonzepte, die auch gekauft werden, auf den Markt bringen.

Die Marktbereinigung funktioniert, wie sie soll … alles gut.
 
Moralismus beim Zocken? Nein. Registriere ich solche Nachrichten? Natürlich, wie jede andere News aus dem Bereich Wirtschaft auch. Zur oben schon exzellent ausgeführten Verhältnismäßigkeit muss ich nichts hinzufügen! Was ich sonst noch dabei denke? Die Gaming-Industrie ist eine Wirtschaftsbranche, wenn auch mit Produkten, die in der Entstehung einer Kreativität und Emotionalität verbunden sind. Sie unterliegt deshalb nicht emotionalen oder moralischen Regeln, sondern wirtschaftlichen.

Beim genaueren Blick offenbart sich, dass die Gaming-Industrie fast doppelt so umsatzstark ist wie die gesamte Film- und Musikindustrie. Fächert man die Gaming-Industrie auf, zeigt sich eine Segmentierung in ~ 50% Mobile, 30% Konsole und 20% PC.

50% verachte ich also "from the bottom of my heart" - Weil sie im Mobile-Gaming mit miesesten Mechaniken, FOMO Strategien und absurden Microtransactions Millionen scheffeln. Im Bereich der AAA-Games ist die Entwicklung nur noch absurd. Hier sind Entwicklungskosten von 100–300 Mio. $ und nochmal 50–200 Mio. $ für Marketing (!!!) keine Seltenheit mehr.

Ein einmaliger Verkauf für 70–80 € reicht wirtschaftlich oft nicht mehr aus, um die Erwartungen börsennotierter Unternehmen zu erfüllen. Daher kommen Battle Passes, Seasons, Cosmetics, Echtgeldwährungen, Live-Service, wieder FOMO-Mechaniken, tägliche Aufgaben und schlimmstenfalls Lootboxen und Premium-Währungen.

Hier also Emotionalität und Moralismus zu etablieren wäre nicht nur naiv, sondern an der Grenze einen wirklich dummen Fehler zu machen, denn es würde Empfänglichkeiten und Risiken verstärken, in einer bis an die Grenze zur Perversion ausgereizten Monetarisierung der Gaming-Industrie anheimzufallen.

Also - immer schön sachlich bleiben! Und beim Spielekauf zuallererst Kopf an!
 
Moralismus beim Zocken? Nein. Registriere ich solche Nachrichten? Natürlich, wie jede andere News aus dem Bereich Wirtschaft auch. Zur oben schon exzellent ausgeführten Verhältnismäßigkeit muss ich nichts hinzufügen! Was ich sonst noch dabei denke? Die Gaming-Industrie ist eine Wirtschaftsbranche, wenn auch mit Produkten, die in der Entstehung einer Kreativität und Emotionalität verbunden sind. Sie unterliegt deshalb nicht emotionalen oder moralischen Regeln, sondern wirtschaftlichen.
Nenn' mich ruhig naiv, aber es wirkt auf mich wie 'ne gute Sache, wenn Unternehmen moralischen Regeln unterliegen würden – Mitarbeiter nicht fürchterlich behandeln beispielsweise.

Da spricht möglicherweise der Idealist aus mir, aber in meinem jugendlichen Leichtsinn glaube ich ja tatsächlich, dass die Welt besser sein kann – was größtenteils daran liegt, dass wir Menschen die Welt, in der wir leben, zu äußerst großen Teilen geschaffen haben und daher auch verändern können.

Ne, die industrielle Revolution fand ich nicht so supi, woher wusstest du das? :D
 
Nenn' mich ruhig naiv, aber es wirkt auf mich wie 'ne gute Sache, wenn Unternehmen moralischen Regeln unterliegen würden – Mitarbeiter nicht fürchterlich behandeln beispielsweise.

Da spricht möglicherweise der Idealist aus mir, aber in meinem jugendlichen Leichtsinn glaube ich ja tatsächlich, dass die Welt besser sein kann – was größtenteils daran liegt, dass wir Menschen die Welt, in der wir leben, zu äußerst großen Teilen geschaffen haben und daher auch verändern können.

Ne, die industrielle Revolution fand ich nicht so supi, woher wusstest du das? :D
Für die Behandlung der Mitarbeiter sind Arbeitsschutzgesetze zuständig.

Tatsächlich sind Unternehmen vorrangig der Profitmaximierung unterlegen. Vor allem Aktiengesellschaften müssen immer den Shareholder-Value beachten. D. h. nicht dass es nicht auch andere (moralische) Ziele verfolgen kann.

Es gibt auch andere Gesellschafts- und Firmenformen wie gemeinnützige Vereine oder eine gGmbH. Spielehersteller könnten sich ja dementsprechend umformen, wenn sie das wollten. Oder Indieentwickler können auch erst mal als Personengesellschaft an dem Spiel arbeiten.

Tatsächlich haben die Marktwirtschaft und der Kapitalismus in den vergangenen 30 Jahren die absolute weltweite Armut massiv verringert.

Im 18. Jahrhundert mussten noch Arbeiterrechte gestärkt werden. Die industrielle Revolution war aber auf der Metaebene der Beginn der Wohlstandsrevolution im Westen.

Allgemein ist es immer wieder etwas skurril anzusehen, wenn Leute mit ihren schweineteuren MacBooks und iPhones im Starbucks abhängen und dann Aufkleber auf dem Notebook haben, um den Sozialismus wieder einführen zu wollen. Moralisches Aufregen muss man sich nun mal auch wirtschaftlich leisten können …
 
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