Wallrider am 03.03.2006 14:11 schrieb:
Ich denke Steam war/ist nur so ein großer Erfolg, weil es eben HL2 war, welches veröffentlicht wurde, bei dem ganzen Hype und einer 96 %iger Wertung nicht anders zu erwarten.
Ja, Valve hat die klügsten Schritte unternommen um aus Steam eine erfolgreiche Plattform zu machen. Als Erstes gab es den Umstieg von
CS1.6 WON auf
STEAM. Das
Geheule der Community war groß, schließlich sind aber doch 90% der Spieler auf STEAM gewechselt. Dies resultierte darin, dass sich Valve wohl bestätigt gefühlt hat. Die Plattform wird "akzeptiert". Dann der nächste Schritt, die Ankündigung eines super
Blockbuster-Titels. Und wieder wurde der Kunde geschickt auf STEAM "aufmerksam" gemacht, bzw. eher brutal auf die Plattform geworfen.
Ohne Steam kein HL2, ohne HL2 kein User der "Mitreden" kann. Ergo haben viele, viele Käufer in den sauren Apfel gebissen und ihre Bedenken verworfen. Schließlich war die Produktaktivierung ja nicht sooo schlimm und der Service via Steam ist einfach perfekt. Zudem hat Valve aber noch einen extrem klugen Schachzug vollführt: Der
Deal mit ATI samt Download-Code für HL2.
Kundenanbindung der neuen Generation. Wer einen Code samt neuer ATI-Karte hatte, war natürlich gerne bereit sich das Spiel so über STEAM zu ziehen. Viele kleine Schritte die insgesamt betrachtet nun dafür gesorgt haben, dass aus Steam wohl die momentan mächtigste Plattform im Spiele-Bereich geworden ist. Hinzu kamen weitere kleine Aspekte wie Lockvogel-Angebote wie die CS

-Beta oder das gratis DoD

Wochenende. Geschickte Strategien auf die man gerne "reinfällt". Ich gehöre auch dazu,
obwohl ich im Vorfeld Steam komplett verteufelt habe. Heute kann ich mir ein Leben ohne die Plattform fast nicht mehr vorstellen. Meine 3 Lieblings-Shooter (CS

, DOD

, HL2DM) sind bequem auswählbar und ich muss mich nicht mit nervtötenden Patchsammelorgien aufhalten.
Ich bin sicher, dass das Plattformprinzip auch bei anderen Publishern sehr erfolgreich wäre. Man stelle sich nur Folgendes vor: Alan Wake exklusiv per Rockstar-DL. Oder Enemy Territory über Activisions Plattform. Das Geschrei wäre groß, doch ich wette irgendwann würden sich genug Leute finden die sowas unterstützen würden. Hat ja bei Valve auch perfekt geklappt.
Zur Kreditkartenproblematik sei gesagt, dass Hersteller ähnlich reagieren könnten wie EA oder Blizzard: Gekaufte Downloadcodes bzw. Pre-Paid-Karten. Die Zukunft könnte bald tatsächlich so aussehen, dass Leute ohne Kreditkarte einfach ins Geschäft gehen, sie ein Stück Papier mit Code kaufen, zu Hause freirubbeln und dann das Spiel laden. Ähnlich wie die Prepaidkarten bei Handys. Bzw. neuerdings die Kasenbons wo einfach der Aufladecode draufsteht.
Regards, eX!