Nali_WarCow am 03.03.2006 10:13 schrieb:
Dumbi am 03.03.2006 09:42 schrieb:
Das halte ich für großen Unsinn. Bestimmt werden Downloads noch populärer werden, aber herkömmliche Datenträger werden sie nicht verdrängen. Schließlich sind verpackte Spiele zum einen komfortabler,da im Gegensatz zum Download keine Sicherungskopie notwendig und sie leichter aufbewahrt werden können (kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand gerne 100 GB oder mehr von seiner Festplatte für seine Spielesammlung "verschwenden" möchte). Außerdem wird es immer Publisher geben, die ein paar Goodies mit in die Verpackung packen, von einem Handbuch ganz zu schweigen, und das wird immer genug Leute anziehen.
Nicht nur das. Auch ändert sich durch den reinen Onlinekauf über eine Plattform des Entwicklers / Publishers in Sachen Preisverfall einiges. Schönes Beispiel ist da Half Life 2. Steht noch immer - wie am ersten Tag - für 49$ bei Steam zum Download bereit. Im Laden war das Game schon im Ausverkauf für unter 20€ zu haben. Gerade der Preisverfall bei Games ist inzwischen (insbesondere wenn sie nicht gut laufen) extrem. Ein Weiterverkauf wird in der Downloadform auch recht schwer, umständlich bis Unmöglich.
Ja, im Bezug auf den Preisverfall wird es sicherlich auf längere Zeit eher weniger Preissenkungen geben, falls Publisher komplett auf solche Verkaufsmodelle umsteigen sollten. HL² kostet jetzt über Steam zwar "nur" 29.99 $, aber wie du sagtest, im Handel sind Titel oft billiger zu bekommen.
Oftmals unterscheidet sich schon der Einführungspreis der Titel. Wenn Shooter XXY bei Geschäft XY für 49 Euro zu bekommen ist, dann kann ich sicher sein, dass ich das selbe Spiel bei Geschäft YX für 39 Euro bekomme. Dann gibt es oft genug noch die ganzen Sonderaktionen vor Weihnachten, oder die anderen Anläße wo der Einzelhandel gerne mal deutlich den Preis der Software senkt. Ich denke der Einzelhandel wird auch eher "unglücklich" im Bezug auf eine solche Vertriebsplattform sein. Schließlich wird dann auf lange Sicht hin ein kompletter Einnahmenzweig vergeschnitten.
Interessant finde ich, dass ausgerechnet EA wieder solche Kommentare abgibt. Würde gerne mal die Ansichten von UbiSoft und den vielen, vielen kleineren Publishern hören. Der Herr Doktor redet von "Vormachtsstellungen" wie bei iTunes und wolle sowas vermeiden, nur scheint mir doch EA perfekt geeignet dafür ebenfalls eine solche Vormachtsstellung zu etablieren. Die Mittel und die "Kaltblütigkeit" werden sie sicherlich dazu haben.
Ich werde jedenfalls keine "leeren DVD-Hüllen mit Download-Code" unterstützen und werde auch keine Käufe ausschließlich über Plattformen tätigen. Wenn dann wäre ich nur bereit die bisherige Valve-Masche mitzumachen. Software kaufen, Software freischalten lassen, Empfangsquittung von Steam ausdrucken, und spielen.
Die andere Frage ist natürlich auch ob Leute die tagsüber arbeiten und den Rechner nicht anhaben große Downloads bewältigen wollen. Ich hätte keine Lust mit einem kleinen DSL2K Anschluss mal eben 8GB runterzuladen...
Regards, eX!
Edit: @ Nali, super "Condemned"-Test btw.
