• Aktualisierte Forenregeln

    Keine Angst, niemand kauft eine Waschmaschine! Und im Grunde sind keine großen Neuerungen dazu gekommen, sondern nur Sachen ergänzt worden, an die sich die Moderation sowieso laut internen Absprachen hält. Die Forenregeln sind an den betreffenden Punkten nur etwas klarer formuliert. Änderung gab es unter dem Punkt 1.2 Meinungsfreiheit und 4.6 Spam und neu dazu gekommen ist 1.3 Verhaltensregeln, wo es im Grunde nur darum geht, höflich zu bleiben.

    Forenregeln

    Das bezieht sich nach wie vor nicht auf Neckereien und soll vor allem verhindern, dass Diskussionen zum Schauplatz von Streitigkeiten werden.
    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

New World nutzt Neopronomen, und das ist auch gut so

LesterPG

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Dem letzten Teil, "ohne einen Nutzen zu haben", würde ich allerdings vehement widersprechen. Sprache schafft Realität. Insbesondere da so viele Elemente unserer Gesellschaft nur Einbildung sind, die nur existieren weil wir sie durch unser Handeln zur Realität machen. (Gerechtigkeit, Demokratie, Höflichkeit...)
Och, ich kann reichlich böse/however Sachen in höfliche Sätze verpacken und bin sicherlich nicht alleine damit. ;)

Insofern würde ich Deinen Absatz bezüglich Sprache schafft Realität nicht unterschreiben, man kann die auch (leider) prima missbrauchen. :O
 

xaan

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Och, ich kann reichlich böse/however Sachen in höfliche Sätze verpacken und bin sicherlich nicht alleine damit. ;)

Insofern würde ich Deinen Absatz bezüglich Sprache schafft Realität nicht unterschreiben, man kann die auch (leider) prima missbrauchen. :O

Mein Punkt war, dass Höflichkeit nicht existiert außer wir machen es zur Realität. Durch unsere Handlungen. Indem wir (aufrichtig) höflich sind. Die Existenz von oberflächlicher Scheinhöflichkeit ändert daran gar nichts.
 
TE
Khaddel

Khaddel

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Ich melde mich hier mal eben zu Wort.
Der Sinn dieses Artikels war zum einen, ein wenig Aufmerksamkeit für Neopronomen zu generieren, da diese in der deutschen Sprache immer mehr Fuß fassen. Ich finde es immer gut, wenn sich Leute genau so identifizieren können, wie sie gerne möchten. Oft fällt es Non-Binary-Menschen nämlich schwer, sich im echten Leben auch als solche zu präsentieren, da sie Angst vor Ablehnung oder ähnlichem haben und deswegen ihr wahres Ich verstecken. Im Gaming-Bereich ist so etwas durch die Anonymität wesentlich einfacher und kann Menschen dabei helfen, sich sicherer in ihrer Identität zu fühlen. Non-Binary-Personen gibt es auch schon sehr, sehr lange (https://en.wikipedia.org/wiki/Tale_of_Two_Brothers) und sind schlichtweg Teil der Menschheit (https://de.wikipedia.org/wiki/Public_Universal_Friend).

Weiterhin fand ich es ziemlich nett, dass Amazon nicht einfach "Es" als Pronom gewählt hat, sondern sich eben für eines der Neopronomen entschieden hat, welches in Deutschland relativ beliebt ist. Auch wenn Amazon keine gute Firma ist, das steht gar nicht zur Debatte, finde ich es dennoch wichtig, auf solche Dinge aufmerksam zu machen, da durch die schiere Reichweite Amazons und des Spiels mehr Leute über die Existenz von Neopronomen erfahren und sich nichtbinäre Personen sicherer in ihrer Existenz fühlen können. Es wird wohl keinen von uns wirklich affektieren, dass einige Personen Xier/Xien auswählen können, doch genau für diese Menschen macht das einen riesigen Unterschied, was ich sehr gut finde.

Es gibt zahlreiche Studien zu dem Thema, dass man nur an ein bestimmtes Geschlecht denkt, wenn dieses auch erwähnt wird und Repräsentation erhält (https://www.nature.com/articles/d41586-018-03346-7). Daher findet auch das Gendersternchen immer mehr Nutzen und den Lesefluss stört das meiner Meinung nach auch überhaupt nicht, schließlich können wir alle das Wort "Theater" aussprechen und müssen nicht erst eine kleine Pause einlegen.

Man kann über das Thema natürlich denken, was man will, doch ich für meinen Teil finde es sehr gut, dass sich nichtbinäre Menschen in Deutschland in New World ein repräsentatives Pronom geben können, da ich der Meinung bin, dass nette Dinge gut sind.
 

LesterPG

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Es wird wohl keinen von uns wirklich affektieren, dass einige Personen Xier/Xien auswählen können, doch genau für diese Menschen macht das einen riesigen Unterschied, was ich sehr gut finde.
Selbstverständlich darfst Du es gut finden, aber den Beleg das es wirklich Betroffene (nicht nur vereinzelne) gut finden, den würde ich wirklich gerne mal sehen.

Ich würde das in die gleiche Kategorie stecken wie das Maximalpigmentierte ein Problem mit der Bezeichnung "Mohr" haben.
immerhin kenne ich 2 Gegenstimmen, eine davon die vergleichsweise "prominente" Stimme in Kiel, dem Besitzer des "Zum Mohrenkopf". :rolleyes:

Bitte immer schön im Lande bleiben, in den US tickt einiges anders und ein "*innen" Zusatz gibt es dort auch nicht bzw. äquivalent. ;)
 

MarcHammel

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Och, ich kann reichlich böse/however Sachen in höfliche Sätze verpacken und bin sicherlich nicht alleine damit. ;)

Insofern würde ich Deinen Absatz bezüglich Sprache schafft Realität nicht unterschreiben, man kann die auch (leider) prima missbrauchen. :O
Natürlich kann man Sprache missbrauchen. Steht außer Frage.

Sprache schafft Realität. Und Realität schafft Sprache. Sprache kann verletzen. Sprache kann Menschen bewusst ausschließen (Missbrauch). Sprache kann aber auch zusammenführen. Usw. Dann wird etwas Realität.

Biologie widerum ist ein Fakt und Realität, die schon vor dem ersten Wort da war. Es ist aber auch Realität, dass es non-binäre Personen, Trans-Menschen etc. gibt. Da kann man wettern, wie man will. Sie waren schon existent, bevor es überhaupt die Idee für Neopronomen gab.

Und bezüglich dem Nutzen...ich oder du haben durch Neopronomen natürlich keinen Nutzen. Aber wir sind ja auch nicht betroffen. In unserer persönlichen Lebenswelt ist das in der Tat völlig irrelevant. Wäre es medial aktuell nicht präsent, hätte ich davon vermutlich nie was erfahren.

Aber irrelevant ist es eben nicht für Menschen, die es betrifft. Der Großteil der Weltbevölkerung investiert übrigens auch nicht in Bitcoin. Trotzdem gibt es Begriffe dafür. Es gibt Begriffe für viele Dinge, die vom Großteil der Weltbevölkerung nicht genutzt werden und die in den individuellen Lebenswelten quasi überhaupt nicht existent sind. Warum das beim Menschen selbst jetzt plötzlich anders sein sollte, erschließt sich mir nicht.

Selbstverständlich darfst Du es gut finden, aber den Beleg das es wirklich Betroffene (nicht nur vereinzelne) gut finden, den würde ich wirklich gerne mal sehen.

Ich würde das in die gleiche Kategorie stecken wie das Maximalpigmentierte ein Problem mit der Bezeichnung "Mohr" haben.
immerhin kenne ich 2 Gegenstimmen, eine davon die vergleichsweise "prominente" Stimme in Kiel, dem Besitzer des "Zum Mohrenkopf". :rolleyes:
Zum einen sind zwei Leute nicht besonders repräsentativ. Zum anderen geht es hier ja nicht um altertümliche Bezeichnungen, die heute als abwertend gelten und die seit Jahrhunderten existieren. Wenn der Besitzer der Gaststätte schwarz ist und kein Problem damit hat, ist das ja okay. Das muss ja er als Betroffener entscheiden.

Hier geht es aber um Identitäten, die erst seit "kurzem" überhaupt eine Bezeichnung für sich haben, die nach wie vor Neuland für die meisten Menschen ist. Es ist naheliegend, dass es zumindest keiner ablehnt.
 

LesterPG

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Zum einen sind zwei Leute nicht besonders repräsentativ. Zum anderen geht es hier ja nicht um altertümliche Bezeichnungen, die heute als abwertend gelten und die seit Jahrhunderten existieren. Wenn der Besitzer der Gaststätte schwarz ist und kein Problem damit hat, ist das ja okay. Das muss ja er als Betroffener entscheiden.
Natürlich nicht!
In meinem Falle sind das 2 von 4 die diesbezüglich eine Meinung haben, den anderen ist es im übrigen egal, es ist jedoch keine(r) dabei den das jetzt stören würde, wie es z.B. bei anderen Bezeichnungen durchaus der Fall wäre.
Für meinen "Teller" finde ich das schon recht aussagekräftig. ;)

Hier geht es aber um Identitäten, die erst seit "kurzem" überhaupt eine Bezeichnung für sich haben, die nach wie vor Neuland für die meisten Menschen ist. Es ist naheliegend, dass es zumindest keiner ablehnt.
Oder aber viele stehen einfach nicht auf diese erhöhte Aufmerksamkeit die irgenwer (der womöglich nicht einmal betroffen ist) für eine gute Idee hielt.
 

MarcHammel

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Natürlich nicht!
In meinem Falle sind das 2 von 4 die diesbezüglich eine Meinung haben, den anderen ist es im übrigen egal, es ist jedoch keine(r) dabei den das jetzt stören würde, wie es z.B. bei anderen Bezeichnungen durchaus der Fall wäre.
Für meinen "Teller" finde ich das schon recht aussagekräftig. ;)
Was auf deinem Teller liegt, erkenne ich durchaus an. ^^ Aber auf deinem Teller liegt nicht zwangsläufig das gleiche, was auf meinem oder anderen Tellern liegt. ^^ Natürlich muss man schon ab und zu mal auf die anderen Teller gucken, die das Buffet zieren. :P

Oder aber viele stehen einfach nicht auf diese erhöhte Aufmerksamkeit die irgenwer (der womöglich nicht einmal betroffen ist) für eine gute Idee hielt.
Auch eine Möglichkeit, natürlich.

Es wird aber keine Person direkt innerhalb der medialen Präsenz angesprochen, sondern eine Gruppe von Menschen. Einzelne haben dadurch natürlich die Möglichkeit, dieser erhöhten Aufmerksamkeit zu entgehen, wenn sie das denn wollen. Ist ja auch ihr Ding.

Allerdings schadet es wohl nicht, sich mal die Frage zu stellen, warum eine non-binäre Person oder Trans-Person, im Kontext der Sexualität und Geschlechtsidentität, nicht auf diese erhöhte Aufmerksamkeit steht.

Sowas stößt halt vielfach auf Unverständnis und sogar Ablehnung. Ängste sind da zumindest naheliegend. Das ist ja auch bei Homosexuellen oft nach wie vor der Fall. Und mit Homosexualität wird mittlerweile bedeutend offener umgegangen, als noch vor einigen Jahren. Ich denke, du kannst dir vorstellen, wie das dann bei non-binären Menschen ist, die noch weniger in die "gesellschaftliche Norm" passen.

Ich sehe also keinen Grund, warum man Neopronomen nicht in unseren Wortschaft mit aufnehmen sollte. Dadurch haben Betroffene die Möglichkeit, ihre Identität, die nun mal weder männlich, noch weiblich ist, in Worte zu fassen und es tut niemanden weh, diese Menschen auch mit dem entsprechenden Pronom zu bezeichnen. Verständnis ist hier in erster Linie auch nicht nötig. Sondern zu aller erst Akzeptanz. Denn sie sind existent und real. ^^

Allerdings denke ich, dass allein aus praktischer Sicht ein gemeinsamer Konsens gefunden werden muss, wenn es um Neopronomen geht. Davon gibt es einfach zu viele und das ist selbst für eine solch kleine Minderheit einfach zu viel. "xier" als gängigstes Pronom finde ich da schon in Ordnung.
 

LesterPG

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Was auf deinem Teller liegt, erkenne ich durchaus an. ^^ Aber auf deinem Teller liegt nicht zwangsläufig das gleiche, was auf meinem oder anderen Tellern liegt. ^^ Natürlich muss man schon ab und zu mal auf die anderen Teller gucken, die das Buffet zieren. :P
Gut gebrüllt Löwe ... könnte ich jetzt sagen.
Mehr Möglichkeiten der Tellerbetrachtung habe ich nicht, dieser Teil ist aber 100% ungefiltert, was man von irgendwelchen Aussagen im Netz nicht gerade behaupten kann. :rolleyes:
Aus solchen Quellen betrachte ich Aussagen jedenfalls als potenziell falsch wenn ich auf meinem Teller nicht einen Ansatz erkennen kann.

Auch eine Möglichkeit, natürlich.

Es wird aber keine Person direkt innerhalb der medialen Präsenz angesprochen, sondern eine Gruppe von Menschen. Einzelne haben dadurch natürlich die Möglichkeit, dieser erhöhten Aufmerksamkeit zu entgehen, wenn sie das denn wollen. Ist ja auch ihr Ding.

Allerdings schadet es wohl nicht, sich mal die Frage zu stellen, warum eine non-binäre Person oder Trans-Person, im Kontext der Sexualität und Geschlechtsidentität, nicht auf diese erhöhte Aufmerksamkeit steht.

Sowas stößt halt vielfach auf Unverständnis und sogar Ablehnung. Ängste sind da zumindest naheliegend. Das ist ja auch bei Homosexuellen oft nach wie vor der Fall. Und mit Homosexualität wird mittlerweile bedeutend offener umgegangen, als noch vor einigen Jahren. Ich denke, du kannst dir vorstellen, wie das dann bei non-binären Menschen ist, die noch weniger in die "gesellschaftliche Norm" passen.

Ich sehe also keinen Grund, warum man Neopronomen nicht in unseren Wortschaft mit aufnehmen sollte. Dadurch haben Betroffene die Möglichkeit, ihre Identität, die nun mal weder männlich, noch weiblich ist, in Worte zu fassen und es tut niemanden weh, diese Menschen auch mit dem entsprechenden Pronom zu bezeichnen. Verständnis ist hier in erster Linie auch nicht nötig. Sondern zu aller erst Akzeptanz. Denn sie sind existent und real. ^^

Allerdings denke ich, dass allein aus praktischer Sicht ein gemeinsamer Konsens gefunden werden muss, wenn es um Neopronomen geht. Davon gibt es einfach zu viele und das ist selbst für eine solch kleine Minderheit einfach zu viel. "xier" als gängigstes Pronom finde ich da schon in Ordnung.
Wie gesagt, ich halte wenn man schon eine "Verbesserung" haben möchte es mit der Variante "weniger ist mehr" als es Politik-like mit mehr und mehr Extras zu verkomplizieren.

Homosexualität ist sicherlich ein Ding, aber letztendlich geht es doch nur darum ob jemand egal ob Bimbam und/oder nicht auf Leute mit Bimbam und/oder auch nicht steht.
Eine zusätzlich gesonderte Trennung sehe ich als vollständig überflüssig.
 

MarcHammel

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Gut gebrüllt Löwe ... könnte ich jetzt sagen.
Mehr Möglichkeiten der Tellerbetrachtung habe ich nicht, dieser Teil ist aber 100% ungefiltert, was man von irgendwelchen Aussagen im Netz nicht gerade behaupten kann. :rolleyes:
Aus solchen Quellen betrachte ich Aussagen jedenfalls als potenziell falsch wenn ich auf meinem Teller nicht einen Ansatz erkennen kann.
Aussagen kann man auch nachprüfen oder belegen lassen. Natürlich sollte man Aussagen im Internet nicht gleich für bare Münze nehmen. Aber gleich als "potentiell falsch" zu bezeichnen, nur weil es die eigene Lebenswelt nicht betrifft, ist halt auch nicht korrekt.

Gesunder Zweifel, aber auch die Bereitschaft, offen für andere Teller zu sein, wenn man sie dir zeigt, halte ich für die gesündeste Mischung.

Homosexualität ist sicherlich ein Ding, aber letztendlich geht es doch nur darum ob jemand egal ob Bimbam und/oder nicht auf Leute mit Bimbam und/oder auch nicht steht.
Ja eben. Und trotzdem ist es immernoch in vielen Kreisen nicht anerkannt. Geschlechtsidentitäten sind noch mal ne ganze andere Ebene, würde ich jetzt mal unwissend behaupten.

Eine zusätzlich gesonderte Trennung sehe ich als vollständig überflüssig.
Ich frag jetzt mal nicht, wo hier eine gesonderte Trennung herrscht. Sowieso sind nur zwei Instanzen dazu imstande, über die Überflüssigkeit zu entscheiden: Der Staat, der das ganze offiziell durch Behörden anerkennen müsste, und vor allem und noch vor dem Staat die Betroffenen selbst. Und Sprache war noch nie ein starres Gefüge, sondern entwickelte sich - eigentlich meist ohne Zutun des Staates, wenn es nicht gerade um Verbote geht - seit jeher immer weiter.

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, für Betroffene zu entscheiden, was überflüssig ist und was nicht? Es gibt ja immerhin sowas wie das Recht auf Selbstbestimmung. Dich betrifft es nicht und wird es vermutlich auch nie betreffen.

Ich kann ja auch beispielsweise schlecht für dich entscheiden, ob du bei Juckreiz im Genitalbereich ne Salbe brauchst oder deinen Lörres einfach nur mal gründlicher waschen solltest. Dafür fehlen mir die Infos über dich und du bist selbst in der Lage, zu wissen, was du brauchst und was nicht. Das liegt allein bei dir.

Lediglich die Information, dass dir der Lörres juckt, wäre vollkommen überflüssig. Aber auch nur für mich und meine eigene Lebenswelt, nicht für dich. Deswegen kann ich nicht sagen "Jo, Leute. Lasst es bleiben. Dem juckt nur der Lörres, der braucht nix weiter." Ich kann aber akzeptieren, dass das ein Problem ist und würde dir helfen, indem ich dir wenigstens ne gute Salbe oder n gutes Duschgel empfehlen würde. ;)

Aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Denn der Kern des Ganzen ist der gleiche. Deine Aussage bzgl. der Überflüssigkeit ist also "potentiell falsch", solange du nicht präzise formulierst, dass es nur für dich überflüssig ist.
 
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xaan

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Oder aber viele stehen einfach nicht auf diese erhöhte Aufmerksamkeit die irgenwer (der womöglich nicht einmal betroffen ist) für eine gute Idee hielt.
Das ist eine böswillige Unterstellung (eigentlich sogar zwei) um das Anliegen insgesamt zu diskreditieren.
 

LesterPG

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Das ist eine böswillige Unterstellung (eigentlich sogar zwei) um das Anliegen insgesamt zu diskreditieren.
So kann man das natürlich auch sehen wenn einem diese Meinung nicht gefällt einfach "Böswilligkeit" zu unterstellen und mich der versuchten "Diskreditierung" zu bezichtigen.
Ich könnte ebenso Dir die selben Vorwürfe machen die vermutlich ebenso haltlos wären.

Leider kommen solche Dinge (Beispiel "Mohr") eben nicht von den Betroffenen sondern gerne von Leuten die meinen diese "vertreten" zu müssen ohne diese wirklich gefragt zu haben. :O

Gesunder Zweifel, aber auch die Bereitschaft, offen für andere Teller zu sein, wenn man sie dir zeigt, halte ich für die gesündeste Mischung.
Klasse !
Wie kann man offen für etwas sein womit man keinen Kontakt hat, es ist ja nicht so das ich mir mein Tellerinhalt gezielt gewählt habe, aber ich kann eben auch nicht mehr drauf liegen haben als mir angeboten wird.

Deswegen bin ich nicht unempfänglich dafür, lege solche Dinge aber eben immer auch die Waagschale und im Zweifel zählen die bestätigen Dinge einfach deutlich mehr.

Aber mal andersherum, wo nimmst du die Annahme her ich würde das nicht tun und woher die Gewissheit das solche Aussagen wie Du triffst richtig sind ?
Nahezu keine Quellen die das fordern haben wirklich belegbare Forderungen der Betroffenen aufzuweisen, es basiert auf Annahmen die nur zu gern als Fakt dargestellt werden. :rolleyes:
 

xaan

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So kann man das natürlich auch sehen wenn einem diese Meinung nicht gefällt einfach "Böswilligkeit" zu unterstellen und mich der versuchten "Diskreditierung" zu bezichtigen.
Das ist keine Meinung, sondern eine als Meinung getarnte Tatsachenbehauptung, die so stark spekulativ ist, dass sie weder be- noch wiederlegt werden kann. Möglicherweise geht es um Aufmerksamkeitsgeilheit und möglicherweise sind die Personen nicht mal betroffen. Wie soll denn ein Gegenargument darauf aussehen? Möglicherweise hast du unrecht? ...
 

MarcHammel

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Klasse !
Wie kann man offen für etwas sein womit man keinen Kontakt hat,
Ich schaff es doch auch. Es reicht schlichte Akzeptanz. Sollte eigentlich nicht allzu schwer sein.

es ist ja nicht so das ich mir mein Tellerinhalt gezielt gewählt habe, aber ich kann eben auch nicht mehr drauf liegen haben als mir angeboten wird.
Natürlich wählst du deinen Tellerinhalt gezielt. Du beteiligst dich doch gerade an der Diskussion. Damit hast du schon mal eine kleine Beilage.

Aber mal andersherum, wo nimmst du die Annahme her ich würde das nicht tun und woher die Gewissheit das solche Aussagen wie Du triffst richtig sind ?

Nahezu keine Quellen die das fordern haben wirklich belegbare Forderungen der Betroffenen aufzuweisen, es basiert auf Annahmen die nur zu gern als Fakt dargestellt werden. :rolleyes:
Warum sollte sich irgendein nicht betroffener Lulli die Mühe machen zu versuchen, der Gesellschaft mehr Akzeptanz einzubläuen und non-binäre Menschen durch Sprache zu repräsentieren, ohne überhaupt mit Betroffenen gesprochen zu haben? Das wäre...dämlich. Und übergriffig obendrein.

Belege für Forderungen Betroffener kann ich dir nicht liefern. Meines Wissens nach war von "Forderungen" sowieso nie die Rede. Aber es gibt ja auch keine belegten Aussagen, die von einer Ablehnung entsprechender Pronomen sprechen. Betroffene Personen beanspruchen diese Pronomen ohnehin in der Regel für sich.

So etwa Asia Kate Dillon (schauspielerisch tätig, etwa in der Rolle der Richterin in John Wick 3). Oder Demi Lovato, ebenfalls schauspielerisch tätig.

Und ich hab noch das hier gefunden:
Einen Wiki-Artikel zum Thema.

Geschlechter, Geschlechtsidentitäten usw. sind nicht in nur Gender Studies präsent. Das wird auch in der Psychologie und Pädagogik thematisiert. Und sowohl das eine, als auch das andere lebt vom Kontakt mit dem Menschen. Wenn nicht öffentlich, dann im kleinen Rahmen. Aber zu Wort werden non-binäre Menschen schon kommen. Alles andere wäre rein logisch betrachtet absoluter Unfug. Gibt ja immerhin auch Beratungsstellen etc. für diese Menschen. Unis, die sich mit dem Thema befassen usw.

Dass das alles in Zweifel zu stellen ist, halte ich also für eine sehr gewagte Aussage.
 
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LarryMcFly

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Wenn man diskutieren würde der,die,das,den auf das oder den zu reduzieren, ebenso er,sie,es auf es zu reduzieren und die "Regeln" bezüglich männlich, weiblich, wasauchimmerlich über den Haufen zu werfen wär das auch ungewohnt, aber eben einfacher und es würde sich Niemand fehl am Platze fühlen.
Aber so ist es einfach nur verkomplizieren ohne auch nur einen Nutzen zu haben. ;)
Einfach zu allem "dat" sagen, ersetzt alles...dat Boot, dat Mensch, dat Frau, dat Leute. :B
 

timere-libertati

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Ich finde, dass so etwas in einem Computerspiel nichts verloren hat. Ein Computerspiel hat nicht die Aufgabe, sämtliche wie auch immer gearteten gesellschaftlichen, sexuellen oder identifikatorischen Konstrukte abzubilden, sondern es ist ein Mittel der Unterhaltung und muss somit massentauglich sein. Es sei denn, es ist ein entsprechendes Spartenprodukt. Das sehe ich hier aber nicht.
Ich würde mich in einem Spiel gerne auf das Wesentliche konzentrieren und nicht auf die Auseinandersetzung einiger weniger Spieler mit sich selbst.
 

LesterPG

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Das ist keine Meinung, sondern eine als Meinung getarnte Tatsachenbehauptung, die so stark spekulativ ist, dass sie weder be- noch wiederlegt werden kann. Möglicherweise geht es um Aufmerksamkeitsgeilheit und möglicherweise sind die Personen nicht mal betroffen. Wie soll denn ein Gegenargument darauf aussehen? Möglicherweise hast du unrecht? ...
Und stell Dir das vollkommen Unmögliche vor, Möglicherweise hast Du Unrecht ! ...
Schockierend ich weiß. :)

Einfach zu allem "dat" sagen, ersetzt alles...dat Boot, dat Mensch, dat Frau, dat Leute. :B
Gebont, es waren ja nur Anregungen, ich bin offen für Vorschläge solange es handlicher wird. :B

Ich schaff es doch auch. Es reicht schlichte Akzeptanz. Sollte eigentlich nicht allzu schwer sein.
Also sorry, wo besitzt Du denn so etwas wie Akzeptanz ? :rolleyes:
Deinem Postingverhalten nach kann ich das jedenfalls nicht entdecken.
Klar muß man nicht immer einer Meinung sein, aber da sind mir schon andere Leute hier untergekommen die deutlich toleranter und akzeptanter sind und nicht pauschal meinen die Weisheit mit Schaufeln gefressen zu haben.

Warum sollte sich irgendein nicht betroffener Lulli die Mühe machen zu versuchen, der Gesellschaft mehr Akzeptanz einzubläuen und non-binäre Menschen durch Sprache zu repräsentieren, ohne überhaupt mit Betroffenen gesprochen zu haben? Das wäre...dämlich. Und übergriffig obendrein.
Es gibt genügend Leute (gerade im Internet) die sich nur wichtig machen wollen und meinen ihre Meinung sei die einzig wahre und deswegen sind alle Argumente von Anderen pauschal falsch und nichtig.

Oha, ein Wiki Artikel ... ohne den jetzt gelesen zu haben würde es mich nicht stark verwundern wenn einer der üblichen Verdächtigen den regelmäßig seiner persönlichen Meinung/seinen Weltbild entsprechend nach editiert hat.
Guck ich mir morgen mal näher an.

Will nur mal kurz die im Vorfeld getätigte Aussage untermauern, dass es nirgendwo einen Genderzwang gab oder gibt!

Toleranz und Verständnis wohin man blickt. Hach.
Ersetze mal Dein "nirgendwo" durch etwas weniger pauschales, spätestens wenn Du mit besagten Genderbefürworterhardliner redest bist Du doch untendurch wenn Du es nicht machst. :O



Aber wie üblich gilt auch hier das die Diskussion eh keinen Sinn macht da andere Meinungen außerhalb des Weltbildes bestimmter Personen per se falsch sind.
 

xaan

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Und stell Dir das vollkommen Unmögliche vor, Möglicherweise hast Du Unrecht ! ...
Schockierend ich weiß. :)

Möglicherweise bist du ein Elefant.
Möglicherweise bin ich ein Zeitreisender und weiß daher schon, warum wir das Gendern in der Sprache unbedingt brauchen.

Möglicherweise ist diese Art von Argumentation komplett bekloppt.
Am besten bleiben wir bei belegbaren bzw. falsifizierbaren Fakten.
 

mrvice

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Ich melde mich hier mal eben zu Wort.
Der Sinn dieses Artikels war zum einen, ein wenig Aufmerksamkeit für Neopronomen zu generieren, da diese in der deutschen Sprache immer mehr Fuß fassen. Ich finde es immer gut, wenn sich Leute genau so identifizieren können, wie sie gerne möchten. Oft fällt es Non-Binary-Menschen nämlich schwer, sich im echten Leben auch als solche zu präsentieren, da sie Angst vor Ablehnung oder ähnlichem haben und deswegen ihr wahres Ich verstecken. Im Gaming-Bereich ist so etwas durch die Anonymität wesentlich einfacher und kann Menschen dabei helfen, sich sicherer in ihrer Identität zu fühlen. Non-Binary-Personen gibt es auch schon sehr, sehr lange (https://en.wikipedia.org/wiki/Tale_of_Two_Brothers) und sind schlichtweg Teil der Menschheit (https://de.wikipedia.org/wiki/Public_Universal_Friend).

Weiterhin fand ich es ziemlich nett, dass Amazon nicht einfach "Es" als Pronom gewählt hat, sondern sich eben für eines der Neopronomen entschieden hat, welches in Deutschland relativ beliebt ist. Auch wenn Amazon keine gute Firma ist, das steht gar nicht zur Debatte, finde ich es dennoch wichtig, auf solche Dinge aufmerksam zu machen, da durch die schiere Reichweite Amazons und des Spiels mehr Leute über die Existenz von Neopronomen erfahren und sich nichtbinäre Personen sicherer in ihrer Existenz fühlen können. Es wird wohl keinen von uns wirklich affektieren, dass einige Personen Xier/Xien auswählen können, doch genau für diese Menschen macht das einen riesigen Unterschied, was ich sehr gut finde.

Es gibt zahlreiche Studien zu dem Thema, dass man nur an ein bestimmtes Geschlecht denkt, wenn dieses auch erwähnt wird und Repräsentation erhält (https://www.nature.com/articles/d41586-018-03346-7). Daher findet auch das Gendersternchen immer mehr Nutzen und den Lesefluss stört das meiner Meinung nach auch überhaupt nicht, schließlich können wir alle das Wort "Theater" aussprechen und müssen nicht erst eine kleine Pause einlegen.

Man kann über das Thema natürlich denken, was man will, doch ich für meinen Teil finde es sehr gut, dass sich nichtbinäre Menschen in Deutschland in New World ein repräsentatives Pronom geben können, da ich der Meinung bin, dass nette Dinge gut sind.
Du verstehst aber schon wo das problem liegt wenn sich leute selbst identifizieren können wie sie möchten oder?
Der satz allein sagt dir schon das dass so nicht funktionieren kann. (zumindest nicht ohne weiteren kontext der bestimmte dinge definiert und zwar sinvoll)
Kanns sein das unsere aktuelle sprache das was aufzuholen hat JA.
Brauchen wir deswegen x hundert verschiedene pronomen nein ganz sicher nicht.
Muss man aus falscher politischer korrektheit dieses heillose durcheinander jetzt auch noch in jedem neueren spiel ertragen < nein sollte man nicht.
 

MarcHammel

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Also sorry, wo besitzt Du denn so etwas wie Akzeptanz ? :rolleyes:
Deinem Postingverhalten nach kann ich das jedenfalls nicht entdecken.
Klar muß man nicht immer einer Meinung sein, aber da sind mir schon andere Leute hier untergekommen die deutlich toleranter und akzeptanter sind und nicht pauschal meinen die Weisheit mit Schaufeln gefressen zu haben.
Wir diskutieren doch hier in diesem Thread über das Für und Wieder von Neopronomen im deutschen Sprachschatz und die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber non-binären Personen. Von diesem Thema sind wir im Grunde nie wirklich abgewichen. Ich sehe nach wie vor keinen Grund, warum man das nicht akzeptieren sollte.

Ich spreche dir deine Meinung nicht ab. Ich bin halt nur nicht deiner Meinung und lege dar, WARUM ich nicht deiner Meinung bin. Der Teil hier kommt mir grad eher wie Trotzreaktion deinerseits vor.

Bezüglich der Akzeptanz habe ich auch lediglich auf deine Frage hier geantwortet:
Wie kann man offen für etwas sein womit man keinen Kontakt hat
Das war eine ganz pauschale Frage deinerseits ("Wie kann man[...]") und eine ganz pauschale Antwort meinerseits. Ich sah da keinen Bezug zu einer bestimmten Person. Und mehr als Akzeptanz ist halt nicht nötig. Was an meiner Aussage so falsch ist, dass du versuchst, den Spieß umzudrehen, erschließt sich mir nicht.

Es gibt genügend Leute (gerade im Internet) die sich nur wichtig machen wollen und meinen ihre Meinung sei die einzig wahre und deswegen sind alle Argumente von Anderen pauschal falsch und nichtig.
Ging es bei diesem Punkt deinerseits nicht um Forderungen non-binärer Personen, Neopronomen in den Sprachschatz offiziell aufzunehmen? Das ist doch kein reines Internetding. Das ist ein gesellschaftliches Ding. Glaubst du, dass da jetzt irgendeiner oder eine Gruppe von Leuten sitzt, die sich ins Fäustchen lachen, weil es seit einigen Jahren eine globale Diskussion um das Thema gibt?

Oha, ein Wiki Artikel ... ohne den jetzt gelesen zu haben würde es mich nicht stark verwundern wenn einer der üblichen Verdächtigen den regelmäßig seiner persönlichen Meinung/seinen Weltbild entsprechend nach editiert hat.
Guck ich mir morgen mal näher an.
Das ist das, was ich auf die Schnelle gefunden habe. Von den beiden schauspielerisch tätigen Menschen, die ich dir als Beispiel genannt habe, mal abgesehen. Mehr konnte ich dir auf die Schnelle zu deiner Frage um irgendeine Forderung (von denen übrigens auch keiner gesprochen hat) nicht bieten. Es ist zwar nicht das, was du wolltest, aber des Interesse halber hab ich es mal angefügt.

In diesem Punkt - um mal auf mein angeblich mieses Postingverhalten zurück zu kommen - kam ich dir ja wohl eindeutig entgegen. ;) Vielleicht nicht so, wie du es wolltest, aber meiner Bringpflicht kam ich nach.

Aber wie üblich gilt auch hier das die Diskussion eh keinen Sinn macht da andere Meinungen außerhalb des Weltbildes bestimmter Personen per se falsch sind.
Ich fand das jetzt leider witziger, als es eigentlich ist. Besonders nachdem du das hier...
Aus solchen Quellen betrachte ich Aussagen jedenfalls als potenziell falsch wenn ich auf meinem Teller nicht einen Ansatz erkennen kann.
geschrieben hattest. Vergiss nicht: wir sind hier im Internet. Wirf Leuten nicht das vor, was du selbst tust.

Ich denke aber auch, dass es hier keinen Sinn mehr macht. Da sind wir uns einig. ;) Also belassen wir es mal dabei.

Ich finde, dass so etwas in einem Computerspiel nichts verloren hat. Ein Computerspiel hat nicht die Aufgabe, sämtliche wie auch immer gearteten gesellschaftlichen, sexuellen oder identifikatorischen Konstrukte abzubilden, sondern es ist ein Mittel der Unterhaltung und muss somit massentauglich sein. Es sei denn, es ist ein entsprechendes Spartenprodukt. Das sehe ich hier aber nicht.
Ich würde mich in einem Spiel gerne auf das Wesentliche konzentrieren und nicht auf die Auseinandersetzung einiger weniger Spieler mit sich selbst.
Das Problem an deiner Aussage ist: Auch Minderheiten gehören zur Masse. Die sind doch nicht abgespaltet von der Gesellschaft. Sollten sie zumindest nicht sein. Die Masse ist keine homogene Gruppe. Die Masse ist die Gesamtheit der Gesellschaft, die selbstverständlich auch Minderheiten mit einschließt.

Muss man aus falscher politischer korrektheit dieses heillose durcheinander jetzt auch noch in jedem neueren spiel ertragen < nein sollte man nicht.
Von der Vielzahl an Neopronomen hat es doch aber nur eins ins Spiel geschafft. Was auch gut so ist. Das gängigere "xier". Wo da jetzt ein "heilloses Durcheinander" ist, versteh ich nicht.
 
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xaan

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Brauchen wir deswegen x hundert verschiedene pronomen nein ganz sicher nicht.
Muss man aus falscher politischer korrektheit dieses heillose durcheinander jetzt auch noch in jedem neueren spiel ertragen < nein sollte man nicht.

Wer genau fordert denn - ernsthaft - hundert verschiedene Pronomen?
Kann es sein, dass du die Situation ganz absichtlich falsch darstellst um die Befürworter des Genderns als unvernünftige Spinner aussehen zu lassen? Um politische Korrektheit als "falsche" politische Korrektheit bezeichnen zu können?
 

General-Lee

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Oh je, mal Butter bei die Fische.
Als ich den Artikel zuerst las, musste ich erstmal recherchieren, was überhaupt ein Neopronomen ist und was Xier und Xies ist. Wirklich, ich musste googeln und hab auch ziemlich viel dazu gelesen.
Auch wenn ich das vielzitierte Wikipedia nicht unbedingt für eine gute Wissensquelle halte, aber es steht ziemlich viel dort zu dem Thema.
Dann, nach etlicher Zeit des Lesens und je mehr ich dazu in Erfahrung brachte, umso alberner fand ich das alles und tue es immer noch.
Dennoch gibt es diese grotesken Auswüchse unserer Gesellschaft. Ich nehme sie zur Kenntnis, aber es muss mir ja nicht gefallen und ich muss mich auch nicht daran beteiligen.
Atomwaffen gefallen mir auch nicht und doch sind sie da.
Jetzt mag man mir vorwerfen, ich sei reaktionär und intolerant.
Das juckt mich aber genauso wenig. Dann ist es halt so, na und?
Interessanterweise finden solche Debatten vorwiegend in Sprachen statt, die über einen großen Wortschatz verfügen. Die deutsche Sprache scheint ja dafür wie geschaffen.
Und wenn es noch kein Wort dafür gibt, erfinden wir halt irgendeinen Unsinn.
Wenn dies geschehen ist, kommt gleichzeitig die Beanspruchung der Deutungshoheit darüber und zwar von den Initiatoren selbst. Gleichzeitig wird gnadenlos jede Kritik, selbst die berechtigte als ewig gestrig und intolerant diffamiert.
Man wirft „Verweigerern“ und Kritikern teils faschistoide und diskriminierende Züge vor und kann mit dieser Keule einfach alles regeln. Das Vorgeworfene wird selbst zum Mittel der Stunde.
Einfach toll und dabei so effizient.
 

xaan

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Und wenn es noch kein Wort dafür gibt, erfinden wir halt irgendeinen Unsinn.

Öhm....so funktioniert Sprache. Schon immmer. Meinst du, Worte wie "Internet" oder "Monitorkabel" seien vom Himmel gefallen? Leute haben sie erfunden als es neue Dinge gab die einen Namen brauchten. Die Kritiker werden in der Regel deshalb als "reaktionär" bezeichnet, weil sie versuchen einen Prozess aufzuhalten, den es gibt seit Sprache existiert, unter Argumenten die sich alle als "Ablehnung von Veränderung" zusammenfassen lassen.
 

General-Lee

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Öhm....so funktioniert Sprache. Schon immmer. Meinst du, Worte wie "Internet" oder "Monitorkabel" seien vom Himmel gefallen? Leute haben sie erfunden als es neue Dinge gab die einen Namen brauchten. Die Kritiker werden in der Regel deshalb als "reaktionär" bezeichnet, weil sie versuchen einen Prozess aufzuhalten, den es gibt seit Sprache existiert, unter Argumenten die sich alle als "Ablehnung von Veränderung" zusammenfassen lassen.
Eigentlich funktioniert Sprache so nicht, sie entwickelt sich über lange Zeiträume und nicht durch Verordnung.
Mit Ausnahme des Hochdeutschen, die aus der Historie heraus als Amtssprache etabliert wurde.
Und siehst du, meine Annahme ist korrekt, Kritiker sollen was sein? Verhinderer von Veränderung und alles lässt sich dahingehend zusammenfassen? Also verallgemeinern? Damit tust du etwas, was du zu verhindern versuchst, nämlich Verallgemeinerung. Den Kritikern es vorwerfen, aber es selbst anwenden. Auch das bestätigt meine Ausführungen.
Die Kritik selbst wird zum Mittel.
Übrigens, Internet und Monitorkabel, speziell das Monitorkabel besteht aus 2 Worten, die es davor schon gab.
Entscheidend ist jedoch, dass sowohl Internet, als auch Monitorkabel Bezeichnungen für real existierende Dinge sind und nicht für eingebildete Befindlichkeiten.
 

xaan

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Eigentlich funktioniert Sprache so nicht, sie entwickelt sich über lange Zeiträume und nicht durch Verordnung.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, von welcher Verordnung du sprichst. Gibt es irgendwo ein allgemein gültiges Gebot zu gendern? Wenn überhaupt dann ist das doch begrenzt auf einen kleinen Bereich und/oder passiert auf freiwilliger Basis.

Und: klar kann Sprache sich auch sehr schnell entwickeln. Schau nur mal wie schnell wir dazu gekommen sind, "Programm" durch "App" zu ersetzen.

Entscheidend ist jedoch, dass sowohl Internet, als auch Monitorkabel Bezeichnungen für real existierende Dinge sind und nicht für eingebildete Befindlichkeiten.

Was genau ist denn Höflichkeit wenn nicht Acht geben auf eingebildete Befindlichkeiten?
 
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khaalan

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für mich ein grund, das spiel nicht zu holen, was soll denn der mist
wie kann man diesen schwachsinn unterstützen?
 

Cobar

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für mich ein grund, das spiel nicht zu holen, was soll denn der mist
wie kann man diesen schwachsinn unterstützen?
Absolut nachvollziehbar! ich kaufe Spiele auch nicht, die mir keine Steine in den Weg legen mit Features, die andere vielleicht nutzen möchten. Wo kämen wir denn da hin, wenn damit jeder ohne Nachteile Spaß haben könnte? :B
 

mrvice

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Wer genau fordert denn - ernsthaft - hundert verschiedene Pronomen?
Kann es sein, dass du die Situation ganz absichtlich falsch darstellst um die Befürworter des Genderns als unvernünftige Spinner aussehen zu lassen? Um politische Korrektheit als "falsche" politische Korrektheit bezeichnen zu können?
die meisten sind unvernünftige spinner leider hört man scheinbar nur von denen.....
deswegen brauch ma auch bald 3 toiletten

spieler müssen jetzt spieler:innen heissen weil "die spieler" nach der meinung einiger weniger weibchen und andere "gender" nicht inkludiert.....(nur ein beispiel wir hirnverbrannt manche dinge sind)

dann erwartet man von anderen auch noch das man x pronomen kennt und diese auch nutzt weil sonst is man böse wenn man nicht das richtige verwendet usw usw usw.

Das ganze zum großen teil entzieht sich jeder logik und is einfach nur mehr mühsam und nur weil a paar verrückte (nein nicht alle sind verrückt) rumweinen wegen oft viel blödsinn sehen sich solidaristen unter politischen druck und übernehmen sprachanwandlungen die keiner grundlage entbehren und nein so funktioniert sprachwandel sicher nicht.
 
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