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Eklat bei den Oscars: Will Smith schlägt Chris Rock ins Gesicht!

Damit hier nicht weiterhin Ohrfeigen bagatellisiert werden.
Bei manchen habe ich das Gefühl, daß sie schon ein paar zuviel Ohrfeigen abbekommen haben...:rolleyes:
Oder zu wenige.
Wie sagte schon mein Lieblings-Ranger Marcus aus Babylon 5: Man erreicht mit Worten und etwas Gewalt viel mehr als nur mit Worten. ^^
 
Meine Güte lasst doch mal die Kirche im Dorf. Hier sind echt ein paar extreme Pazifisten unterwegs. :-S Über so ne Watschn unterhält sich kein Mensch wenn es nicht vor der Kamera passiert. Da ist ihm halt die Sicherung durchgebrannt. War sicher klein glorreicher Moment für ihn aber man muss das nicht zum Über-Skandal aufblasen. :rolleyes:
 
Ein bisschen bin ich schon irritiert, dass hier manch einer schreibt, dass Will hier "zu Gewalt" greift und man das hätte doch auch rein verbal klären können. Das ist für mich irgendwie Realitätsfremd, weil man ihm hier ein Stück sein das Mensch-Sein oder Emotionen abspricht.

Manchmal frag ich mich, wie hart darf ein Mann eigentlich heute noch sein, wenn eine Ohrfeige, die in diesem Fall zumindest eine nachvollziehbare Reaktion darstellt, schon zu viel des Guten ist. Pazifismus ist ne tolle Sache und ich würde auch keine Aufrufe zur Gewalt unterstützen, aber das hier eine menschlich nachvollziehbare Reaktion schon als unzumutbar hingestellt wird, lässt mich doch etwas erschaudern.

Er hat Chris Rock nicht zusammen getreten, sondern ihm eine gescheuert. Ist euch überhaupt bewusst, welchen symbolischen Wert das hat?
Man gibt Menschen keine Ohrfeige um ihnen Schmerzen zuzufügen, sondern um sie zur Besinnung zu bringen. Das ist ein harter Ausdruck seinem Gegenüber klar zu machen seine Handlungsweise zu überdenken.

Dass das nicht die best mögliche Variante dafür ist, in dem Setting sogar unprofessionell, sei unbestritten, aber eine Gesellschaft, die schon so verweichlicht ist, dass hier ein Aufschrei erfolgt, will anscheinend keine Männer, die wehrhaft sind, die sich für die Ehre und Unversehrtheit ihrer Familie einsetzen.
Hätte er Chris Rock hinterher zur Hintertür gebeten, um die Sache zu klären, wäre das eine Sache gewesen. Ihm aber unerwartet und vor Publikum einfach eine zu betonieren, wo er weiß, dass sicher keine Gegenwehr kommt, ist eigentlich nur erbärmlich. Irgendwie überheblich und feige zugleich.
 
Meine Güte lasst doch mal die Kirche im Dorf. Hier sind echt ein paar extreme Pazifisten unterwegs. :S Über so ne Watschn unterhält sich kein Mensch wenn es nicht vor der Kamera passiert. Da ist ihm halt die Sicherung durchgebrannt. War sicher klein glorreicher Moment für ihn aber man muss das nicht zum Über-Skandal aufblasen. :rolleyes:
So kann man das natürlich sehen und entspricht wohl auch den Tatsachen.
Aber genau weils in der Öffentlichkeit passiert und von einem sogenannten Vorbild vollzogen wurde, ists eben tragisch.

Was für mich viel problematischer ist:
Er verteidigt seine Frau mit einer Ohrfeige. Würde mir einer sowas verpassen, ich wäre geschockt!
Also Selbstjustiz mit Körperkontakt. Dann sind Ehrenmorde ja auch ok (jaja, Überspitzt)
Gibts denn da eigentlich Abstufungen, bis wann ein Schlag ok ist, und ab wann nicht mehr?
Wenn Blut fliesst...
Bin da nicht ganz im Bilde.
 
Ah so.
Ja ok, dnn hast du kein Problem, wenn man dir ein paar mal am Tag verschiedenste Leute eine verpassen, ist ja nur um dich zur Besinnung zu bringen und um dir klar zu machen, daß du deine Handlungsweise überdenken solltest.
Sich bei der Kasse ausversehen vorgedrängelt Nevrion?
Klatsch Klatsch Klatsch. (mehrere, da du wahrscheinlich auch mehrere Leute in der Schlange ja voll provoziert hast)
Etwas länger als erlaubt geparkt, einen Parkplatz gefühlt weggenommen?
Klatsch.
Nicht einen Guten Morgen gewünscht?
Klatsch.
Da ja jeder für sich selbst bestimmt, wann er sich durch dich benachteiligt fühlt, ist das die logische Konsequenz.
Ehrlich gesagt wüsste ich nicht welchen Anlass ich anderen Leute gebe mir eine zu verpassen, aber sollte ich einem Menschen einen Anlass bieten, dann würde ich das auch ein Stück weit hinnehmen. Klar, niemand bekommt gerne eine gescheuert, aber die wenigsten Menschen legen es ja auch darauf an. Daher verstehe ich deine Analogie auch nicht ganz.

Bei der Kasse (ungewollt) vordrängeln mag zwar auch unhöflich sein, aber ich wüsste nicht, inwieweit das mich oder einen Lebenspartner auf irgend einer Ebene angreift.
Das gleiche bei dem vergessenen "Guten Morgen". Warum setzt du solche Situation damit gleich, dass mir das einen Freifahrtschein gibt, jemanden eine zu scheuern? Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.

Ich bringe dir mal ein besseres Beispiel. Du (ausgehend davon du bist ein Mann) bist mit deiner Frau unterwegs, sie wird umgerannt, bepöbelt und vielleicht auch noch ausgeraubt. Stehst du daneben und sagst lediglich "Nee, lasst das mal lieber, sonst ruf ich die Polizei" oder würdest du instinktiv eingreifen. Kaum zu glauben, aber manche Männer haben tatsächlich sowas wie einen Beschützerinstinkt.

Was du hier als logische Konsequenz siehst, ist eigentlich nur dein Hirngespinst, weil du hier verschiedene Situationen miteinander vermischt, die gar nicht auf dem selben Level sind. Das merkt man auch schon daran, dass du hier Vergleiche zu Ehrenmorden ziehst. Du kannst das anscheinend gar nicht differenzieren. (Gewalt = Gewalt)

Ich wollte auch nicht vermitteln, dass hier jeder ne Freigabe hat nach eigenen gutdünken Leute zu verkloppen, aber dass Menschen Wesen mit Emotionen sind, die sich nicht nur verbal zur Wehr setzen, lass ich mir durch solch einen Kommentar wie deinen nicht absprechen.
 
Ich bringe dir mal ein besseres Beispiel. Du (ausgehend davon du bist ein Mann) bist mit deiner Frau unterwegs, sie wird umgerannt, bepöbelt und vielleicht auch noch ausgeraubt. Stehst du daneben und sagst lediglich "Nee, lasst das mal lieber, sonst ruf ich die Polizei" oder würdest du instinktiv eingreifen. Kaum zu glauben, aber manche Männer haben tatsächlich sowas wie einen Beschützerinstinkt.
Ich war schon in dieser Situation... also ausgeraubt auf der Strasse.
Nein, weder ich, noch meine Frau haben uns gewehrt, denn man hat da relativ geringe Chancen gesund rauszukommen.
Wenn ich als "Beschützer" mit gebrochenem Kiefer am Strassenrand liege wegen 50€ hat das mit Ehre & co wenig zu tun.

Zumal es bei Deinem Beispiel um KÖRPERLCIHEN Angriff handelt, kann man sich auch mit Notwehr dagegenstellen.
 
Ein bisschen bin ich schon irritiert, dass hier manch einer schreibt, dass Will hier "zu Gewalt" greift und man das hätte doch auch rein verbal klären können. Das ist für mich irgendwie Realitätsfremd, weil man ihm hier ein Stück sein das Mensch-Sein oder Emotionen abspricht.
Ihm spricht keiner Emotionen ab. Aber es besteht schon ein Unterschied zwischen der Emotion selbst und dem Umgang mit eben dieser. Wütend sein ist völlig ok und nachvollziehbar. Gleich zur Gewalt greifen ist es nicht.

Manchmal frag ich mich, wie hart darf ein Mann eigentlich heute noch sein, wenn eine Ohrfeige, die in diesem Fall zumindest eine nachvollziehbare Reaktion darstellt, schon zu viel des Guten ist.
Es ist kein Zeichen von Härte und Stärke, aufgrund eines blöden Spruches Ohrfeigen zu verteilen. Im Gegenteil. Es zeigt eher eine emotionale Überforderung mit der Situation und damit Schwäche. Körperliche Gewalt aufgrund eines einmaligen(!) blöden Spruches ist niemals "hart" oder "stark". Wir reden hier ja nicht von Raub oder so. Sondern von einem blöden Scherz.

Jetzt sind wir hier auch bei klassischen Rollenbildern und damit bei "Sind halt Jungs. Die brauchen das.". Was, wenn dort zwei Frauen gewesen wären? Wären die dann einfach nur hysterisch gewesen? Oder auch "hart" und stark? Keine Sorge, die Frage wirst du nicht beantworten brauchen. Denn eigentlich sollte es überhaupt keine Rolle spielen, ob sich nun Kerle oder Frauen gegenseitig eine ballern. Es spielt keine Rolle, wer in dieser Situation steckt.

Rocks Spruch über Smiths Frau ist sicher nicht schön zu reden. Die Situation hat er sich zweifelsohne selbst zu zuschreiben. Aber vor allem Smith hat sich hier nun mal de facto auch nicht mit Ruhm bekleckert und punkt.

Frag mich, wieso man überhaupt hier darüber diskutieren muss.
 
Damit gehörst du aus meiner Sicht zu den Spezln, die früher an "meiner" Türe immer einen auf dicken Macker gemacht haben, weil irgendwer, irgendwie, irgendwann seiner Lebenabschnittgefährtin irgendetwas gesagt hat und deswegen glaubten ein Anrecht zu haben Gewalt einzusetzen - anstatt uns das zu melden und die Sache anders zu regeln.
Waren dann immer ganz überrascht und empört, wenn sie aufgrund weiteren aggressiven Verhaltens vertrimmt wurden und der Polizei anvertraut, wenn sie es gar nicht lernen wollten, daß sie vom (lediglich Partner des eigentlichen) Opfer zum Täter wurden.
Bei mir wäre Will Smith in hohem Bogen rausgeflogen und wenn er weiter seine Männlichkeit hätte beweisen wollen, gerne im Schwitzkasten raus auf den roten Teppich schmeißen.
Danach Verbot auf unbestimmte Zeit die Oscars besuchen zu dürfen.
Würde die Academy ihren geschwollenen Worten von "wir dulden absolut keine Gewalt" ernst nehmen, wäre auch eine Aberkennung des Titels diskussionswürdig.
Jedenfalls war es besonders lächerlich wie er hinterher etwas davon faselte er wäre auf diesem Planeten um Liebe zu bringen.
Seine Schläge sind nur liebevolle Streicheleinheiten ganz klar.
Weiter könntest Du nicht daneben liegen. Hab extrem viel schlucken müssen, war der ruhige bis ich dann hier und da mal aber sofort ein Echo ausgeteilt hab. Denn irgendw war mal der Punkt erreicht. Und es bekam genau der Mobber eine drauf.

Danach war wieder mal Ruhe, hab wieder ne gan Zeit geschluckt bis wieder der Bogen überspannt war.

Ich war einfach nur ruhig, wollte meine Ruhe und mehr nicht. Hab nie jemanden zuerst attackiert, nie provoziert oder beleidigt,

Aber wenns mal zu viel war gab es ein entsprechendes Echo.

Wenn Du von anderen z.B. sogar selbst soweit gehetzt wurdest, daß Dich ein Auto anfährt weil Du aus Angst einfach blind wegrennst würdest Du unter Garantie auch anders reagieren.

Und ja das ist keine Theorie sondern tatsächlich geschehen. Und ich konnte dem Lehrer nichts beweisen also blieb das für die Truppe folgenlos. Wie viele andere Dinge. Sie haben das clever gelöst. Mich hat man bei der Revanche aber erwischt weil icb nicht so hinterhältig geplant habe sondern mit „offenen Visier“.

Wenn dann so eine Pfeife allein war und er das Echo bekomm hatte war er ein kleiner Wurm. War nur The Big mit 5-6 zusammen auf einen. Das mal nur nebenbei mal,
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielleicht wollte sich Will Smith mit der Aktion auch nur schon mal die Hauptrolle in "The Slap 3" sichern.

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Wer weiß vielleicht wird der nächste Oscar.
 
Wer die Hand hebt, dem ist an dem Punkt das Hirn ausgegangen. Meine Beobachtung und Standpunkt.
Selbstverteidigung ist die einzige Rechtfertigung für Gewalt.

Wenn es ein Scherz war, dann ein sehr schlechter. Und wenn nicht, hat Smith bei mir umso mehr Respekt verloren. Wer sich für ein öffentliches Leben entscheidet muss auch weglachen können, dass nicht alle einem huldigen. Oder mal einen miesen Gag bringen.

Enttäuschendes Macho-Gehabe. Ich denke, seine Frau hätte den Verbalangriff selbst besser verteidigen können.
 
Ich war schon in dieser Situation... also ausgeraubt auf der Strasse.
Nein, weder ich, noch meine Frau haben uns gewehrt, denn man hat da relativ geringe Chancen gesund rauszukommen.
Wenn ich als "Beschützer" mit gebrochenem Kiefer am Strassenrand liege wegen 50€ hat das mit Ehre & co wenig zu tun.
Na gut, hängt sicher auch im Kontext zusammen wie viele Angreifer es gewesen sind oder ob es die eigene Fitness hergibt. Ich bin von einem einzigen ausgegangen, der jetzt nicht Arme hat, wie die Frau hüften. Natürlich muss man abwägen ob man eine Chance hat, aber sich zu wehr zu setzen haben viele mittlerweile anscheinend schon verlernt. Selbst Einbrecher soll man ja im Idealfalls einbrechen lassen, statt auf sie zu schießen oder mit anderen Waffen sein eigenes Hab und Gut zu verteidigen, denn nachher gibt's ne Anzeige vom Einbrecher wegen Körperverletzung. Das ist aber nicht der Standard; das Land in dem ich gerne leben wollen würde.
Und jetzt tatenlos daneben zu stehen, wie die eigene Frau ausgeraubt wird, würde mir erst mal kein gutes Gefühl geben. Ich würde mich immer fragen, ob ich zu passiv gewesen wäre und würde mich mit den Fragen quälen ob das ein Akt von Egoismus war, nicht einzuschreiten so lange nur sie und nicht ich selbst betroffen war.

Ihm spricht keiner Emotionen ab. Aber es besteht schon ein Unterschied zwischen der Emotion selbst und dem Umgang mit eben dieser. Wütend sein ist völlig ok und nachvollziehbar. Gleich zur Gewalt greifen ist es nicht.
Gleich zu Gewalt zu greifen unterstellt dass Will Smith keine anderen Umgangsformen kennt. Das ist quatsch. Echte Gewalt setzt voraus, dass er seinen Gegenüber ernsthaften körperlichen Schaden zufügen wollte. Hat er sicher nicht, sonst wäre es nicht bei einer Ohrfeige geblieben.
Klar wäre es besser, wenn man seine Emotionen immer kontrollieren kann. Das ist tatsächlich ein Zeichen von Stärke, aber welcher Mensch hat nur Stärken? Ich heiße das nicht gut, was Will gemacht hat, aber ich könnte ihm das verzeihen, würde ihm sogar raten, sich noch mal in alle Ruhe mit Chris auseinander zusetzen und das aus der Welt zu schaffen. Das wäre dann ein ein Zeichen von Anstand und Größe. Es heißt zwar better safe than sorry, aber einander zu vergeben ist manchmal schwerer als sich im Zaum zu halten.

Da spielt es für mich auch keine Rolle welches Geschlecht die Betroffenen hatten. Der einzige Bezug, bei den ich das Rollenbild überhaupt ins Spiel brachte ist, dass er sich als Mann in der Pflicht sah seine Frau zu verteidigen. Im Idealfall aus Liebe.
 
Ja ja, hinterher hat man immer Zeit, eine Situation stunden- und tagelang zu analysieren, zu bewerten und zu urteilen.
Mit einem abschließenden Urteil sind mir zu viele, zu schnell bei der Hand.
In der Situation selbst sind es nur Sekunden. Ihm ist halt ne Sicherung durchgebrannt oder er hatte ne kurze Zündschnur in dem Moment.
Daß es zu einer Kontroverse kommt, ist völlig klar. Zu unterschiedlich sind die Standpunkte.
Ich mag Will Smith deswegen nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Letztlich hat ein Mann einem anderen Mann eine geknallt.
Ich habe mir die Frage gestellt, wie es wohl gewesen wäre, wäre Will Smith kein Afroamerikaner, sondern ein Weißer.
 
Oder zu wenige.
Wie sagte schon mein Lieblings-Ranger Marcus aus Babylon 5: Man erreicht mit Worten und etwas Gewalt viel mehr als nur mit Worten. ^^
Okay okay, ich habs verstanden, du bist ein ganz, ganz Harter.;)
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Bei der Kasse (ungewollt) vordrängeln mag zwar auch unhöflich sein, aber ich wüsste nicht, inwieweit das mich oder einen Lebenspartner auf irgend einer Ebene angreift.
Das gleiche bei dem vergessenen "Guten Morgen". Warum setzt du solche Situation damit gleich, dass mir das einen Freifahrtschein gibt, jemanden eine zu scheuern? Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Du hast in keinster Weise irgendeine Berechtigung oder Freifahrtsschein - außer in Notwehr oder in Durchsetzung deines Hausrechts - jemanden anzugehen.
Ein schlechter Scherz gehört genauso in diese Kategorie.
Da kannst du dich noch so angegriffen fühlen - das habe ich in Relation gesetzt.
Der eine dreht durch wegen einem (vermeintlich) schrecklichen Scherz, der andere wegen Vordrängelns an der Kasse, da ist im Endeffekt kein Unterschied.
Ich bringe dir mal ein besseres Beispiel. Du (ausgehend davon du bist ein Mann) bist mit deiner Frau unterwegs, sie wird umgerannt, bepöbelt und vielleicht auch noch ausgeraubt. Stehst du daneben und sagst lediglich "Nee, lasst das mal lieber, sonst ruf ich die Polizei" oder würdest du instinktiv eingreifen. Kaum zu glauben, aber manche Männer haben tatsächlich sowas wie einen Beschützerinstinkt.
Wenn jemand pöbelt, geb ich wortreich kontra.
Wenn er mich oder meine Frau ausrauben will, kommt StGB § 32 Notwehr zum tragen, bzw. im Falle meiner Frau die allseits bekannte "Notwehrhilfe".
Was du hier als logische Konsequenz siehst, ist eigentlich nur dein Hirngespinst, weil du hier verschiedene Situationen miteinander vermischt, die gar nicht auf dem selben Level sind. Das merkt man auch schon daran, dass du hier Vergleiche zu Ehrenmorden ziehst. Du kannst das anscheinend gar nicht differenzieren. (Gewalt = Gewalt)
Guckst du oben - wenn man selber sinnlose Vergleiche raushaut, sollte man sich vielleicht nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen...

Weiter könntest Du nicht daneben liegen. Hab extrem viel schlucken müssen, war der ruhige bis ich dann hier und da mal aber sofort ein Echo ausgeteilt hab. Denn irgendw war mal der Punkt erreicht. Und es bekam genau der Mobber eine drauf.
Ja, was du erlebt hast ist schlimm, keine Frage - die Art wie du das erzählt hattest kamen mir alte Erinnerungen und der falsche Vergleich hoch.
Aber dein Fall steht von seiner Art und Schwere in keiner Relation zu dem Oscarvorfall.
Nur versteh ich immer noch nicht den Bezug zu der Situation mit Smith/Rock.
Der eine hat einmal einen Scherz gemacht, in einer Umgebung wo das sogar erwartet wird und die Abneigung beruht anscheinend auf einem Witz bald 20 Jahre vorher.
 
Gleich zu Gewalt zu greifen unterstellt dass Will Smith keine anderen Umgangsformen kennt.
Hä? Wie kommst du darauf? Mein Wortlaut suggeriert das keinesfalls. Dass er keine anderen Umgangsformen kennt, habe ich bestimmt nicht unterstellt.

Buchstäblich habe ich gesagt, dass Wut ok ist, aber es nicht okay ist, gleich zur Gewalt zu greifen. Nicht mehr, nicht weniger. Die Aussage hätte man so auch auf jeden anderen übertragen können, der jemandem eine geballert hat.

Nicht falsch verstehen. Ich kann Smiths Reaktion durchaus nachvollziehen. Aber n schwacher Moment war es trotzdem und vor allem kein guter oder gar rühmlicher. Denn es hätte anders gehen können.

Echte Gewalt setzt voraus, dass er seinen Gegenüber ernsthaften körperlichen Schaden zufügen wollte.
Gewalt ist Gewalt. Es gibt unterschiedliche Arten von Gewalt, aber die werden nicht in "echte" und "unechte" Gewalt unterschieden. Rock hat die Ohrfeige ja ziemlich gut weg gesteckt und war lediglich irritiert. Je nach Mensch hätte eine simple Ohrfeige (Achtung, Übertreibung!) auch n Vietnamflashback auslösen können. Daher ist es ziemlich schwierig bis unmöglich, von "echter" Gewalt zu reden. ;)

Klar wäre es besser, wenn man seine Emotionen immer kontrollieren kann. Das ist tatsächlich ein Zeichen von Stärke, aber welcher Mensch hat nur Stärken?
Meine Aussage war ganz wertfrei gemeint und bezog sich auf deine Frage, wie hart denn ein Mann heutzutage noch sein darf. Dass es schwach ist, gleich zu zulangen, war eine wertfreie Feststellung, keine Unterstellung.

Da spielt es für mich auch keine Rolle welches Geschlecht die Betroffenen hatten. Der einzige Bezug, bei den ich das Rollenbild überhaupt ins Spiel brachte ist, dass er sich als Mann in der Pflicht sah seine Frau zu verteidigen. Im Idealfall aus Liebe.
Das widerspricht sich irgendwie. Wenn es für dich keine Rolle spielt, hättest du das männliche Rollenbild erst gar nicht ins Spiel bringen müssen. Hast du aber in deinem von mir zitierten Post mehrfach getan.

An der Stelle frag ich doch mal ernsthaft: Was wäre es denn, wenn statt Smith vlt. Jennifer Lawrence (oder jede andere x-beliebige Schauspielerin) da gestanden und ihm eine geballert hätte? Hättest du auch gesagt, dass sie nur die Ehre ihrer Familie verteidigt oder hättest du dir eher gedacht, dass sie es übertreibt und ggf. sogar hysterisch wäre? Ich bin mir 100% sicher, dass du da zumindest nicht von "stark" oder "hart" reden würdest. ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Einfach ne Anzeige, wegen Körperverletzung und der Willi wird ganz kleinlaut.
 
Ich bin kein Fan davon auf Beleidigungen und Provokationen mit Gewalt zu reagieren, daher finde ich auch nicht gut, was Will Smith da getan hat.

Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen: Wer Leute beleidigt oder provziert und damit sein Geld und seinen Ruhm verdient, der muss auch damit rechnen, dass er damit so sehr aneckt, dass jemand kurzfristig die Nerven verliert und eben zuschlägt.

Oliver Pocher hat vor ein paar Tagen auch eine kassiert und der Typ ist auch so ein Fall: Sein ganzer Erfolg und seine Berühmtheit basieren darauf, dass er Scheiße über andere Leute labert. Hätte man anders lösen können, aber ganz unverdient ist's meiner Meinung nach nicht.

Und es wurde in beiden Fällen dabei ja auch niemand wirklich verletzt.

Um mal eine persönliche Geschichte dazu beizutragen: In meinem ganzen Leben habe ich nur einmal eine Person geschlagen. Das war in der Schule ein Typ, der es sich zu der Zeit offenbar zur Lebensaufgabe gemacht hat mich zu jeder Gelegenheit zu beleidigen, zu erniedrigen und einfach fertig zu machen. Irgendwann war das Fass so voll, dass ich mir in der Situation einfach nicht anders zu helfen wusste und es hat geklatscht. Der Schreck bei ihm hat gesessen und der Typ hat das danach nie wieder getan. War sicher nicht die eleganteste Methode diesen Konflikt zu lösen, aber in der Situation die einzige, die aufgrund meiner monatelang entstandenen Wut greifbar war. Ich würde jetzt behaupten, dass ich das heute bereue, aber das wäre gelogen. Der Typ hat's in dem Moment einfach verdient.
 
Ich finde es maßlos übertrieben wie man die Sache hier aufbauscht. Zugegeben, hier drückt man sich noch vernünftig aus. Wenn man sich die Twitter Leute gibt, muss man sich echt an den Kopf fassen.

Gewalt sollte nur im äußersten Notfall eingesetzt werden. Klar. Sollte selbstverständlich sein. Aber ich finds sinnlos über Will Smith zu urteilen. Es ist immer einfach, Kommentare aufm Sofa zu schreiben. Niemand war Will Smith. Niemand weiß was in ihm vorging. Person der Öffentlichkeit hin oder her. Er ist auch nur ein Mensch. Menschen machen Fehler. In emotionsgeladenen Situationen sowieso. Das ist keine Rechtfertigung, aber man sollte sich nicht selbst so moralisch überhöhen und so tun als ob man nie Fehler gemacht hat.

Will Smith hat Chris Rock nicht krankenhausreif geschlagen, nicht tot geprügelt, hat ihm auch keine wuchtige Pocher Gedächtnisschelle gegeben. Man kriegt ja manchmal den Eindruck, Will Smith hat wie ein Tier auf Chris Rock eingedroschen. Also mal die Kirche im Dorf lassen.

Gewalt ist scheiße und sein Verhalten war maximal unsouverän. Seine Dankesrede war eher so naja. Aber ganz ehrlich, im Konjunktiv kann jeder schreiben, wie er sich in so einer Situation oder auch anderen Situationen verhalten hätte, es ist schlicht egal. Es ist nicht reproduzierbar.

Wer sich mal näher mit Verhaltensforschung auseinandersetzt, wird merken, dass sogenannte Affekthandlungen durch so viele Faktoren beeinflusst werden. Nicht nur durch aktuelle Faktoren, sondern auch durch Faktoren von vor 24 h, vor einer Woche, einem Monat, einem Jahr usw.. Eine Vereinfachung von komplexen Sachverhalten ist zwar menschlich, aber nicht unbedingt hilfreich, wenns um das Verständnis geht. Man kann in 99 von 100 Fällen immer super gechillt sein, wenn sich einer im Supermarkt vordrängelt oder einem dem Parkplatz wegnimmt. Aber dann ist da eben diese eine Situation, die durch so viele Komponenten beeinflusst wird, die dann eben zur gereizten Reaktion führt und man verbal alles abfeuert oder Leute aus ihren Autos steigen. Verhalten kann sich mit gegebenen Umständen verändern

Ganz ehrlich, wir sitzen alle im Glashaus. Niemand ist perfekt. Niemand kann sich in allen Situationen astrein verhalten. Auch wenn der Mensch sich gerne auf diesem Planet überlegen fühlt, sollte man nicht seine Herkunft vergessen. Wir sind keine Maschinen sondern Tiere. Moralische Standards und Emotionen vertragen sich nicht unbedingt die ganze Zeit.
 
Nebenbei denke Ich mir auch(wenn es denn wirklich nicht inszeniert war), dass er (Sie) mit dieser Aktion einigen den größten Tag Ihrer Schauspielerkarriere kaputt gemacht hat, denn über die reden heute sicher die wenigsten. Aber er fühlt sich ja von Gott berufen zu beschützen.
Die Faust Gottes :P
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und es wurde in beiden Fällen dabei ja auch niemand wirklich verletzt.
Eine Ohrfeige kann eine Körperverletzung sein und wäre hierzulande wohl mindestens eine Beleidigung:
 
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