Was Herb betrifft ... wenn es mal wirtschaftlich bei mir nicht so gut läuft, dann kann ich wie Enisra schon richtig meinte, meine teure Wohnung kündigen und mich verkleinern. Relativ problemlos, alles innerhalb der Kündigungsfrist einer Wohnung.
Bei einem Haus? Eher nicht so toll und vor allem schnell!
Du dürftest aber ja nicht plötzlich mittellos sein, nur weil es mal "nicht so gut" läuft, sondern hast sicher auch ein Polster zurückgelegt. Und du hast doch sicher auch Deine jetzige Wohnung so ausgesucht, dass sie auch dann bezahlbar bleibt, wenn es nicht ganz so gut läuft. Oder hast du etwa den Fehler gemacht, die Wohnung an dem zu messen, was nur bei "bester Unternehmenslage" über bleibt? Scher nicht, denk ich mal. Bei Eigentum würdest du dann ja sicher ebenso nicht etwas nehmen, das EIGENTLICH zu viel ist, sondern etwas, wo du maximal das zahlst, was du auch als Miete mit hoher Wahrscheinlichkeit über längere Zeit gut bezahlen kannst.
Und auch bei Miete geht es nicht mal eben so schnell, dass du dich verkleinerst. Das dauert auch viele Wochen oder Monate, idR ja 3 Monate Kündigungsfrist. Wenn es sein MUSS, könnte man in der Zeit auch mit Eigentum eine Lösung finden. In halbwegs guter Lage hast du so was locker in 3 Monaten verkauft, und wenn es doch eher 4-6 Monate sind, hast du eine Sicherheit, die ja ein Vermögenswert ist. Man könnte "sogar" sein Eigentum vermieten und von den Miete selber dann eine Mietwohnung nehmen, die bescheidener ist, bis es wieder besser läuft und dann irgendwann per Eigenbedarf wieder in sein Eigentum rein.
so oder so: natürlich ist es für Dich als "Unternehmer" ein höheres Risiko als wenn jemand nen normalen Job hat, der zunächst mal sicher ist bzw. auch bei Kündigung gute Aussichten auf eine neue Anstellung hat. Aber es ging ja im Kern am Anfang darum, dass das Argument mit "kein Eigentum, WEIL ich dann monatlich an die Bank was zahlen müsste" unschlüssig ist. Denn monatlich was zahlen müssen, das ist ja auch bei Miete so
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Wenn man wiederum sagt "das Risiko, dass ich nicht weiß, was ich tun soll, wenn meine Einnahmen einbrechen sollten" ist wiederum ein VÖLLIG anderes Argument.
Was ja dazukommt: nicht jeder ist so drauf, dass er gern ein Haus oder ne Wohnung will, wo er vorhat, die nächsten Jahrzehnte oder gar sein ganzes Leben zu verbringen. Aber viele würden das gern tun, haben aber das Geld nicht bzw. haben ein ungutes Gefühl des "Schulden haben". obwohl es an sich aufs gleiche rauskommt, ob man nun zB 1000€ Ratenzahlungen oder 1000€ Miete zahlt. Da man per Ratenzahlung das Eigentum ja auch Stück für Stück abbezahlt, baut man ja auch Vermögen auf im Gegensatz zur Mietzahlung, wo das Geld dann einfach weg ist.