• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

mercury123 am 05.02.2006 13:28 schrieb:
Solidus_Dave am 05.02.2006 13:14 schrieb:
Das wieso (man kennt kein Ereignis, das den Zerfall auslöst) ist auch nicht unbedingt wichtig - für die Messung reicht es ja wohl, dass sich die spezifische Zerfallsrate sich NIE ändert...
Hoppla, kannst du mir das beweisen?

Sage ich jetzt beweisen, meckert Meinereiner wieder rum *g*

Also: Es gebt ja auch sehr kurze Zerfallszeiten, d.h. man kannst dem entstandenen Stoff beim vollständigen Zerfall zuschauen.
Nun kann man von Anfang bis Ende verfolgen, dass sich die Zerfallszeit nicht ändert bzw, dass man die genaue Zeit des Zerfalls mit der Formel vorhersagen kann.

Edit: 800. Post
vielleicht sollten wir den Thread mal in mehrere Themen-Threads aufteilen :ugly:
 
Solidus_Dave am 05.02.2006 13:36 schrieb:
Sage ich jetzt beweisen, meckert Meinereiner wieder rum *g*

Also: Es gebt ja auch sehr kurze Zerfallszeiten, d.h. man kannst dem entstandenen Stoff beim vollständigen Zerfall zuschauen.
Nun kann man von Anfang bis Ende verfolgen, dass sich die Zerfallszeit nicht ändert bzw, dass man die genaue Zeit des Zerfalls mit der Formel vorhersagen kann.

Edit: 800. Post
vielleicht sollten wir den Thread mal in mehrere Themen-Threads aufteilen :ugly:

Na gut, das ist genau genommen kein Beweis sondern ein starker Hinweis, dass sich die Zerfallszeit auch bei den längerfristigen Stoffen nicht ändert. Gibt es denn keinen wirklich einwandfreien Beweis?
 
mercury123 am 05.02.2006 14:08 schrieb:
es denn keinen wirklich einwandfreien Beweis?
das mit dem Beweis hab ich nur geschrieben, weil du nichts beweisen kannst, nicht mal das die Welt wirklich existiert z.B.

Aber in der "normalen" Welt kannst du es als einwandfreien Beweis zählen - falls es nicht wissenschaftlich widerlegt wird :-D
 
mercury123 am 05.02.2006 12:11 schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass einige Exlutheraner die Freikirchen als gefährlich bezeichnen, was eigentlich nicht weiter verwunderlich ist, da sich deren Glauben in einigen Punkten etwas anders gestaltet. Wahrscheinlich halten diese Leute die reformierte Kirche für annähernd schlimm, sonst wären sie ja kaum ausgetreten.
Auch bei den Reformierten kann ich gut nachvollziehen, dass einige Leute geben mag, die die Freikirchen diffamieren. Das weil sich unsere und ihre Lehre nicht decken (z. B. Allversöhnung). Ich denke aber, dass die Mehrheit
eher den Freikirchen zugetan ist als der katholischen Kirche.

"Aggressive Missionstendenzen" (schöner Ausdruck ;-) ) sind mir fremd.
Was meinst du damit?
Nun, mir wurden Fälle von Zwang, in der jeweiligen Freikirche bleiben zu müssen, berichtet. Ob da was Wahres dran ist, weiß ich nicht; es könnte auch üble Nachrede sein, da die Freikirchler wohl stark in anderen, vor allem protestantischen Gefilden, "wildern".

Dass Jesus der einzige Weg ist, dürfte ein Grundsatz der allermeisten Gemeinden sein. Doch darauf habe ich gar nicht abgezielt, sondern auf die "Details" des Glaubens (Evolutionstheorie, Marienverehrung und Heiligenverehrung, usw.).
Dass "wir" uns über die Trinität nicht einig sind, liegt ganz einfach daran, dass "Freikirche" ein dehnbarer Begriff ist, so kann man auch Mormonen oder Zeugen Jehovas als Freikirchler bezeichnen.
Also grade grundsätzliche Fragen über die Natur Jesu z.B. sind seit fast 1500 geregelt, die Ökumenischen Konzilien der ausgehenden Antike haben hierzu Stellung bezogen und solche Fragen geregelt- sogar die sog. Protestanten akzeptieren diese Entscheidungen als verbindlich- und ihr Freikirchler haltet das für eine Meinungsfrage und werft solche Entscheidungen über Bord ...

Ich gehe mal davon aus, dass du mit Wunder "Wunde" gemeint hast ;-)
In unserer Gemeinde gibt es einen so genannten Ältestenrat, der über Glaubensfragen nachdenkt. Ich glaube, dass er quasi die offizielle Meinung der Gemeinde vertritt.
Bei euch ist es der Papst, dem so viel ich weiss, alle untertan sind. In meinen Augen ein äusserst gefährlicher Umstand, zumal du ja selbst gesagt hast, dass die früheren Päpste Hurensöhne und Ähnliches waren.
Ferner wage ich zu behaupten, dass es aus biblischer Sicht keine Grundlage für einen Stellvertreter Christi, einen Halbgott gibt, wie ihr ihn zu haben glaubt.
Da ist doch das Problem: Jede Gemeinde hat ihrern Ältestenrat, der den Glauben verbindlich festlegt! Das heißt, dass man ja nicht mal mehr in der Nachbargemeinde dasselbe glaubt, wenn der dortige Ältestenrat anderer Meinung ist! Es geht hier ums Evangelium, darüber KANN nicht abgestimmt werden!!
Der Papst ist kein Halbgott. Untertanen sind wir ihm auch nicht (mein Staatsoberhaupt heißt Hosrt Köhler und nicht Benedikt XVI.), wenn ihm auch in Fragen der Lehre und Sitte eine verbindlichere Position zukommt.
Und aus biblischer Sicht gibt es sehr wohl Gründe für ein solches Amt: Petrus (eigentlich Simon, dann von Jesus Kephas, griechisch pétros, der Fels, genannt, s.u.!) war der zuerst gerufene Jünger (vgl. Mk 1,16-20), er war schon damals Sprecher und Anführer der anderen Jünger (Mk 3,16) und er soll seine Brüder stärken (Lk 22,32); und am wichtigsten folgende Stelle: Mt 16,18-19: "Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein." Petrus ist somit das Fundament für den Glauben an Christus und der Garant für den Bestand des Glaubens sowie für die (sichtbare!) Einheit der Kirche (vgl. Lk 22,32).
[ironie]Außerdem: Wer garantiert euch, dass euer toller Ältestenrat nicht auch irrt? Was passiert dann? Geht ihr dann schmollen und macht eure eigene Kirche auf? [/ironie]
 
Solidus_Dave am 05.02.2006 13:14 schrieb:
Trickmaster am 05.02.2006 12:18 schrieb:
Zur Evolutionstheorie nochmal:

Die Entstehung neuer Grundtypen wurde bisher nicht nachgewiesen.

Unter den Fossilien gibt es keine zweifelsfreien Zwischenglieder der Lebewesen[...] Wo sind die Fossilien zwischen Fisch und Katze und Hund und Vogel? Jedes Bindeglied müsste das bestangepassteste gewesen sein. Jedes gefundene Fossil war ein Bindeglied, Zwischenglied oder Übergangsform. Sämtliche heutigen Lebensformen müsste die Evolutionstheorie als Zwischenformen bezeichnen oder sollte die Evolution (Höherentwicklung) ohne Sinn plötzlich zum Ende gekommen sein? Es gibt "keine" zweifelsfreien Bindeglieder.
das haben wir doch schon mal durchgekaut. Natürlich gibt es zig gefundene bzw. teils noch lebende Bindeglieder (mal abgesehen davon, dass wir nicht gerade die ganze Erde durchgeschaufelt haben). Was man noch nicht gefunden hat, sind die ultimativen Ursprungsorganismen, also z.B. die Art, aus der alle Landtiere abstammen. Von der haben wir nur nahe Verwandte bisher. Und nein, die Evolution hat nicht gestoppt, denn alle Arten die du heute siehst, sind auch "nur" Zwischenstufen, inklusive Mensch - außer eine Art wird vorher ausgerottet natürlich. Teilweise waren Arten aber auch so effektiv bzw haben eine Nische ohne Konkurrenz gefunden, dass sie fast unverändert noch existieren, z.B. Krokodile.

Ich weiß wirklich nicht, wie du auf diese Behauptungen kommst oder muss ich jetzt schon die bekannten Vorfahren nur des Menschen aufzählen?!
Ich weiß es ist schwierig. Aber es sind halt noch keine Zwischenstufen gefunden worden, was äußerst merkwürdig ist. Wenn die Welt 4 Milliarden jahre alt ist müsste man alle Zwischenstufen von jeder Art finden, schließlich gab es eine Tierart nicht 100 Jahre sondern mehrere Millionen jahre lang, wodurch man schlussfolgert, dass es hunderte Millionen Tiere von einer Art gab, die müsste man dann doch auch mit Leichtigkeit in der Erde finden Also... zudem gibt es unglaublich große Abstände zwischen den Stufen, das man annehmen könne es wäre ein ganz anderes Tier, was es ja auch schließlich ist.

Zweifel an den radiometrischen Datierungen: Die Messungen sind zwar exakt, aber es wird einfach zurückgerechnet ohne zu wissen, welche Ursachen die heute gemessene, spezifische Zerfallszeit eines radioaktiven Elements hat. Auch die radioaktiven Anteile der Ausgangsinformation sind nicht bekannt.Das wieso (man kennt kein Ereignis, das den Zerfall auslöst) ist auch nicht unbedingt wichtig - für die Messung reicht es ja wohl, dass sich die spezifische Zerfallsrate sich NIE ändert...
Ja. Es reicht für eine einfache Theorie, die jeder Mensch erfunden hätte können. Ich könnte sagen, dass die Erde 5 Tage alt ist, jedem die Erinnerungen daran gelöscht wurden und ich die Fossilien vielen Strahlungen ausgesetzt hätte, dass man nun meint sie seien etliche Millionen jahre alt.

Der genetische Code muss von außen kommen. Dies entspricht allen Erfahrungen aus dem Entwurf von Schaltungen und der Programmierung. Hinter jedem Code müsste eine Intelligenz stehen. Man kann die Buchstaben eines Buches auch als Code sehen. Will jemand ein Buch schreiben, der nicht lesen und schreiben kann, dann müßte er, entsprechend dem Genetischen Code, ein paar Buchstaben nehmen, diese im Würfelbecher mischen, bis ....ein Wort entsteht. Dieses muss gespeichert werden, obwohl keiner weiß, dass es ein Wort ist und was es bedeutet und wie lang es sein muss usw.
Falsch -das entspricht den Erfahrungen der Menschen - da wir selber Dinge bauen und uns über diese stellen. Das Schwert kommt vom Schmied usw.
Das mit dem Würfelbecher zeigt aber ganz gut, wie es funktioniert. Nur muss man nun ergänzen: Entsteht dabei ein nützlicher Code (also ein Protein, dass z.B. die Zellmembran stabiler macht), dann hat dessen Organismus nun einen Vorteil gegenüber allen gleichartigen.
Sorry aber das glaubst du wohl selbst kaum. Die Chaos/Zufalls-theorie war noch nie ein Beispiel für die Entwicklung von Leben. Wenn alles durch Chaos und Zufall entstanden wäre, müsste die Mathematik, die Physik und die Chemie verrückt spielen, nach dem Motto: 1+1=0,5. das sich unter solchen Umständen ein natürlicher Code aufbaut liegt nicht bei 1:1000000000000 oder so es ist unmöglich und das scheinen viele Wissenschaftler nicht zubegreifen. Nach dem Zufallsprinzip wäre noch nicht einmal die Ordnung in einem Atom vorstellbar, ganz zu schweigen vom Atom.
Es muss eine Ordnung in diesem Universum geben, die einer geschaffen hat, denn von allein kommt keine Ordnung. Noch mal zurück zum würfelbecher (mir ist da nämlich was eingefallen). Damit deiner Meinung nach ein stabiler Zellmembran entsteht müsste man mehrmals (eigentlich unendlich mal) den Würfelbecher schütteln. Nun kommt bei mir die Frage auf wer denn nach der Chaostheorie (ohne Gott) den Würfelbecher geschüttelt hat? Wer dafür sorgt das sich alles im Universum bewegt? es muss einen Beweger geben, einen Programmierer einen intelligenten Designer, worauf wie du siehst selbst die Chaostheorie und damit auch Zufall, Evolution und Urknall zurückzuführen sind. Es gibt Gott, denn gäbe es ihn nicht gäbe es auch kein Universum.
Zuletzt eine Frage hätte ich dann auch noch an dich: Ab welchen Status fangen ein Haufen Atome an zuleben?

Das Leben besteht ja nicht nur aus Materie, Chemie. Wesentlich ist auch der geistliche und geistige Anteil: Bewußtsein, Denkvermögen, Gefühl, Liebe, Hass, Seele usw.
Das ist wieder eine menschliche Anschauung. Diese ganzen Emotionen etc werden schließlich in unserem Gehirn, einer Materie, gebildet - und sind effektive Kontrollmaßnahmen unseres Gehirns.
Allein die Liebe ist schon ein schlechtes Beispiel, hat sich diese Emotion doch nur bewährt, da die Eltern sich so zusammen lange um den Nachwuchs gekümmert haben und dieser bessere Überlebenschancen hatte. [/quote]

Das stimmt. doch auf die Frage wofür kann die evolution kein bisschen antworten, denn nur der Stärkere und Anpassungsfähigere gewinnt doch angeblich nach ihr(der Evolutionstheorie).
 
Die Erdbevölkerung ist zu klein für das angenommene Alter der Menschheit."Wir gehen davon aus, dass die Sintflut etwa im Jahr 3200 vor Christus stattfand und rechnen mit 30 Jahren für eine Generation. Wir nehmen ausserdem an, dass jede Familie mindestens 2,25 fortpflanzungsfähige Kinder hatte (d.h. von vier Ehepaaren hatten drei jeweils zwei und eines drei Kinder, die das Erwachsenenalter erreichten), dann ergeben sich in 5200 Jahren aus den drei jungen Ehepaaren, die auf der Arche gewesen sind, bis heute 5,5 Milliarden Menschen, also gleich viel wie die heutige Erdbevölkerung." (Buch+Video: Die Millionen fehlen, Hansruedi Stutz, Schwengeler Verlag)
Wir haben aber knapp ne Milliarde mehr ;-) Mal abgesehen davon, dass da mit Sicherheit nicht Seuchen/Krankheiten usw. miteinberechnet sind:
Für eine stabile Population, das wissen wir z.B. aus den Zoos, benötigt man mindestens 500 Individuen. Mit den 3 Paaren würden wir entweder heute nicht mehr existieren oder von genetischen Krankheiten extrem geplagt werden.

Das Leben besteht ja nicht nur aus Materie, Chemie. Wesentlich ist auch der geistliche und geistige Anteil: Bewußtsein, Denkvermögen, Gefühl, Liebe, Hass, Seele usw.
Das ist wieder eine menschliche Anschauung. Diese ganzen Emotionen etc werden schließlich in unserem Gehirn, einer Materie, gebildet - und sind effektive Kontrollmaßnahmen unseres Gehirns.
Allein die Liebe ist schon ein schlechtes Beispiel, hat sich diese Emotion doch nur bewährt, da die Eltern sich so zusammen lange um den Nachwuchs gekümmert haben und dieser bessere Überlebenschancen hatte. [/quote]

Wer redet denn von 3 Paaren? Im Hinduismus zum Beispiel wurde auch vor dieser Katastrophe gewarnt und genau wie in der biblischen Erzählung mussten auch die Hindus eine Arche bauen auf der Tiere wie auch nur einige Menschen Platz haben sollten.
Mindestens 500 Individuen? Das musst du mir genauer erklären, im Zoo sind doch meistens von einer Art 6-10 Exemplare vorhanden und nicht 500.
 
Trickmaster am 05.02.2006 21:28 schrieb:
Wer redet denn von 3 Paaren?
du ;-) 3 Menschenpaare auf der Arche.

Mindestens 500 Individuen? Das musst du mir genauer erklären, im Zoo sind doch meistens von einer Art 6-10 Exemplare vorhanden und nicht 500.
Es gibt 3 große Zoo-Gemeinschaften (Europa, Amerika und Asien). Innerhalb dieser werden die Arten gezüchtet. Man will ja nicht ständig irgendwelche Tiere aus der Natur entführen müssen (zumal die ja noch wissen was Freiheit ist und sich unwohler fühlen). Innerhalb eines Zoos werden die Tiere meist nicht gepaart (oft ja eh Geschwister usw.), sondern mit denen anderer Zoos. Dadurch bleibt der Genpool groß, bei einer zu kleinen Population (mit geringer Menge unterschiedlicher DNA usw.) sind die Nachkommen nicht stark genug bzw. können genetische Krankheiten bekommen - nennen wir es kurz Inzest.

Also z.B. alle Elefanten der Zoos in Europa bilden eine Population und es wird ausgesucht wer mit wem darf. Kommt aber trotzdem noch manchmal zu zu "schwachen" Tieren, die werden meist getötet und verfüttert, damit der Genpool auch stark bleibt.
 
Meinereiner am 04.02.2006 19:17 schrieb:
ElNonsk am 04.02.2006 16:48 schrieb:
Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Wird noch etwas gegen den kosmologischen Gottesbeweis (im Besonderen hier -> unendliche Reihe) Thomas von Aquins vorgebracht? Oder sind wir hier nun einer Meinung?
Ich schätze mal, dir antwortet niemand, weil kaum jemand versteht, was du da gepostet hast. Ich habe mir das gerade mal durchgelesen: das ist definitiv zu heftig für Leute, die mit Philosophie nix am Hut haben.
naja, geht so.
Aber soweit ich das Geschreibsel verstehe, steht da nicht mehr drin wie: unendliche Reihe=unmöglich
Daher muss es einen ersten Beweger geben, (diesen nennen wir Gott.)
Das stand aber bereits früher im thread, sogar noch bevor ich den kosmologischen Beweis in Kurzform mit Namen brachte. (siehe hier die Seite dazu)

Außerdem hab ich das in einem nachergehenden post nicht wirklich bezweifelt, also hab ich doch schon geantwortet. (aph hat sich auch schon dazu geäußert)
Und außerdem muss man die Wirkursache imo nicht unbedingt Gott nennen.

Oder steht in deinem "Blafasel" wirklich mehr drin????
Mach's kürzer und verständlich :top:
das würde die Sache vereinfachen. :top:

Ich versuche ja auch noch den transzendentalen Beweis in der Extendet Collectors Edition zu bringen. :-D Dazu muss ich mich aber durchringen den gefundenen Text zu kürzen und zu vereinfachen.
(hat momentan 40000 Zeichen voll "inhaltslosem"/unverständlichem Gesülze)
 
ElNonsk am 03.02.2006 18:28 schrieb:
Gott ist allmächtig -beinhaltet-> Gott weiß alles -> Frage ist wohl beantwortet. ;-)
Das Problem an der danzen Sache hat aber schon DocHoliday treffend beschrieben. Die (christl.-kath.) Religion beschäftigt sich u. a. damit, dass Gott die Welt geschaffen hat, und nicht Wie?, da diese Frage nichts mit dem Glauben zu tun hat. Die Frage nach dem "Wie?" gehört in den Bereich der Naturwissenschaften. Es gibt wohl auch deshalb kein offizielles Statement der Kirche zum genauen "Wie?" der Schöpfung, da man sich dabei auf die Naturwissenschaften stützen müsste, die, wie wir aus der Geschichte ersehen können, sich unheimlich oft geirrt haben und korrigiert werden mussten. Wer weiß, vielleicht behauptet man in hundert Jahren, dass die Erde in sieben Tagen erschaffen worden sei oder dass die Evolutionstheorie ganz anders lauten muss. Das können die Naturwissenschaft von mir aus ruhig behaupten, solange sie auch genügend "Beweismaterial" dazu anführen. Wichtig ist nur, dass hier nur vom "Wie?" gesprochen wird, das mit dem eigentlichen Glauben nichts zu tun hat. Deshalb ist auch das "Wie?" nicht von Belang für die Kirche.

Mal abgesehen davon, dass ich wie Trickmaster und mercury anzweifle, dass ein Christ das Wie? der Bibeltexte einfach unter den Tisch fallen lassen kann - ich wollte deine Antwort hören, die du mir leider nicht gabst.

Wusste deiner Meinung nach Gott schon bevor die Evolution es erbrachte, dass es den Leberegel geben wird? Hat er ihn in seinem komplexen Wirken erdacht, designed? Und dann hat er die Evolution wirken lassen, um ihn zu erschaffen?
 
crackajack am 06.02.2006 11:12 schrieb:
Aber soweit ich das Geschreibsel verstehe, steht da nicht mehr drin wie: unendliche Reihe=unmöglich
Daher muss es einen ersten Beweger geben, (diesen nennen wir Gott.)
Das stand aber bereits früher im thread, sogar noch bevor ich den kosmologischen Beweis in Kurzform mit Namen brachte. (siehe hier die Seite dazu)

Außerdem hab ich das in einem nachergehenden post nicht wirklich bezweifelt, also hab ich doch schon geantwortet. (aph hat sich auch schon dazu geäußert)
Und außerdem muss man die Wirkursache imo nicht unbedingt Gott nennen.

Dem möchte ich mich anschließen. Ich verstehe auch den Sinn von ElNonsks Nachhaken nicht. Der Beweis anhand der Unmöglichkeit einer unendlichen Kausalitätskette wurde hier schon hundertmal behandelt, ohne zu einem für alle akzeptablen Ergebnis zu kommen. Sämtliche Einwände sind hier nachzulesen.

Aber ich wiederhole gern noch mal die für mich wichtigsten:
1. Die Unendlichkeit der Kausalität ist nicht von sich aus unmöglich (auch wenn ich persönlich sie anzweifele).
2. Eine erste Ursache muss nicht Gott sein, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sie definitiv nicht Gott ist. :B

Ich glaube, dass Gott für Christen wie dich eine Art Abstraktum ist, die es dir ermöglicht, nicht den Verstand zu verlieren, ohne den Glauben zu verlieren. Für diesen Zweck verbiegst du dir aber deinen Gott in einer unzulässigen Weise, wie Trickmaster und mercury völlig korrekt monieren.

Dein Gott wird damit im Lauf der Diskussion zu etwas, was nicht dem Gott der großen Mehrheit entspricht. Denn die wenigsten von ihnen werden ihn als "ersten Anfang der Kausalitätskette" bezeichnen, sondern als das, was ihnen in der Trauer Trost spendet, der zu dem sie sprechen und beten, der bei ihnen ist und über sie wacht. Lässt sich _dieser_ Gott beweisen?
 
aph am 06.02.2006 12:08 schrieb:
Dem möchte ich mich anschließen. Ich verstehe auch den Sinn von ElNonsks Nachhaken nicht. Der Beweis anhand der Unmöglichkeit einer unendlichen Kausalitätskette wurde hier schon hundertmal behandelt, ohne zu einem für alle akzeptablen Ergebnis zu kommen. Sämtliche Einwände sind hier nachzulesen.

Aber ich wiederhole gern noch mal die für mich wichtigsten:
1. Die Unendlichkeit der Kausalität ist nicht von sich aus unmöglich (auch wenn ich persönlich sie anzweifele).
2. Eine erste Ursache muss nicht Gott sein, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sie definitiv nicht Gott ist. :B
Ich zitiere mal was du selbst vor einigen Seiten geschrieben hast, worauf ich dann mit der „dritten Antinomie“ Kants geantwortet habe:
„Und ja: Ich sehe keinen Hinweis darauf, dass die Kausalitätskette einen Anfang haben muss. Bis jetzt wurde für alles irgendwann ein Grund gefunden. Nicht alles wurde schon begründet, viele neue Fragen tun sich auf, aber die Zahl der begründeten Zusammenhänge nimmt stetig zu. Das ist eher ein Hinweis auf die Unendlichkeit der Kausalität, als für einen Anfang. Der Anfang ist eine bisher nur gedachte/angenommene Erscheinung. Ein unbewiesenes Abstraktum, das aus dem unbewiesenen Gedanken resultiert, die Kette _könne_ nicht unendlich sein.“
Deiner Ansicht nach kann es eine unendliche Kausalitätskette geben. Darauf habe ich ein Gegenargument geliefert, auf das mir nicht geantwortet wurde. Was soll ich also daraus schließen?
Aber ok, mache ich das ganze noch einmal in verkürzter und verständlicherer Form (auch auf die Gefahr hin, dabei etwas Wichtiges auszulassen).

Zusammenfassung der "dritten Antinomie":
(1) Wenn alles in der Welt nach Gesetzen der Natur geschähe, dann wäre jede Ursache auch Wirkung einer anderen Ursache.

(2) Also wäre die Reihe der Ursachen unendlich.

(3) Eine unendliche Reihe ist jedoch keine vollständige Reihe.

(4) Es läge also eine unvollständige Reihe von Ursachen vor.

(4) bedeutet, dass mindestens eine Ursache in dieser Reihe nicht hinreichend a priori bestimmt wäre.
Das Kausalitätsgesetz fordert, dass jede Ursache hinreichend a priori bestimmt ist.
Aus (5) und (6) ist zu folgern, dass "Die Kausalität nach Gesetzen der Natur (...) nicht die einzige [ist], aus der die Erscheinungen der Welt insgesamt abgeleitet werden können."
(8) Aus (7) kann gefolgert werden, dass "noch eine Kausalität durch Freiheit anzunehmen notwendig" ist.
Uns geht es um die Prämisse 3, die auf den ersten Blick ziemlich dumm erscheint.
Das Problem ist, dass an die unendliche Reihe der Ursachen die Forderung gestellt wird, sie müsse vollständig sein, dann bemerkt wird, dass sie diese Forderung nicht erfüllen kann, womit der Kausalität der Natur plötzlich die universale Gültigkeit abgesprochen ist.

Auf den ersten Blick scheint es so, dass das Prinzip, dass alles eine Ursache hat, überhaupt erst dann erfüllt, wenn es keine erste Ursache gibt. Um verstehen zu können, was Kant mit Prämisse 3 meinte, müssen wir seinen Naturbegriff untersuchen.

1.) Klärung des Naturbegriffs von Kant
"Unter Natur (im empirischen Verstande) verstehen wir den Zusammenhang der Erscheinungen ihrem Dasein nach, nach notwendigen Regeln, d. i. nach Gesetzen. Es sind also gewisse Gesetze, und zwar a priori, welche allererst eine Natur möglich machen (...)".

Das Hauptmerkmal von Natur ist nach Kant also, dass sie aus den notwendigen Gesetzen besteht, die die Erscheinungen - ein Terminus, der immer impliziert, dass auch ein Subjekt vorhanden ist, dem etwas erscheint -, miteinander verbinden. Ganz offensichtlich benötigt die Natur also, um Natur sein zu können, ein Subjekt.
Vereinfacht gesagt: Wenn ich beobachte, dass ein Apfel vom Baum fällt, so ist diese „Erscheinung“ in der realen Welt vorhanden. Dass Fallgesetz selbst aber gibt es nicht in der realen Welt. Es ist nur eine „Verbindung von mehreren Erscheinungen (z. B. Apfel fällt von Baum) durch den menschlichen Verstand.

Unter „Natur“ versteht Kant also diejenige Verstandestätigkeit des Subjekts, die die „Erscheinungen“ nach notwendigen Gesetzen verknüpft.

Kant versteht unter „Natur“ etwas völlig anderes als der gemeine Verstand, der dabei womöglich an schöne Landschaften mit umherhopsenden Schafen oder andere bekannte Klischees denkt.


Damit aber Prämisse 3 gilt, braucht es noch eine weitere Bedingung.

2.) Unmöglichkeit der unendlichen Reihe
Es könnte ja nun behauptet werden, dass, selbst wenn „Natur“ nur als eine Verstandestätigkeit gesehen werden muss, dies doch nicht voraussetze, dass der Verstand keine unendliche Reihe von Ursachen denken könne, weshalb immer noch nicht bewiesen sei, warum eine unendliche Reihe als unvollständige Reihe bezeichnet werde.

Es muss also bewiesen werden, dass ein reiner Verstandesbegriff mit sich uneinig ist, wenn er eine Reihe voraussetzt, die unendlich ist.
Dies stellt aber keine besondere Schwierigkeit dar, denn es gibt genug Belege dafür, dass der Verstand keine unendlichen Reihen denken kann, weil diese niemals vollendet werden könnten. Dies geht ja schon aus dem Ausdruck „unendliche Reihe“ hervor. Man kann sich keine „unendliche vollendete Reihe“ vorstellen.
Die Möglichkeit der Vollendung der Reihe im Verstand ist aber die Bedingung für die Möglichkeit der Reihe selbst.

Da es der („Kantischen“) Vernunft nicht gegeben ist, unendliche Reihen zu denken, muss sie am Anfang der Reihe ein Unbedingtes setzten, schließlich entstammt eine Reihe solcher Verbindungen ja dem Verstand selber, weshalb es nicht einzusehen ist, dass die Vernunft in ihr den Widerspruch vorfinden soll, dass der Verstand mehr von ihr verlangt, als ihr möglich ist.

Zweitens sucht die Vernunft eigentlich nur das Unbedingte und gleich damit die Vollständigkeit in der Reihe der Prämissen, die zusammen weiter keine andere voraussetzen. Dieses Unbedingte ist nun jederzeit in der absoluten Totalität der Reihe, wenn man sie sich in der Einbildung vorstellt, enthalten.

Es ist also nun zu folgern, dass eine alleinige Gültigkeit des Kausalitätsprinzips tatsächlich widersprüchlich wäre, weil diese sowohl voraussetzen würde, dass unser Verstand uns eine Reihe gibt, in der jede Ursache wiederum eine Ursache hätte, mithin die Reihe der Ursachen unendlich wäre, als auch, dass unsere teleologische Vernunft überhaupt keine unendliche Reihe denken kann, sondern immer auf ein Unbedingtes, auf einen Anfang der Reihe, fixiert ist.
Ich hoffe jetzt ist es leichter verständlich.

aph am 06.02.2006 12:08 schrieb:
Ich glaube, dass Gott für Christen wie dich eine Art Abstraktum ist, die es dir ermöglicht, nicht den Verstand zu verlieren, ohne den Glauben zu verlieren. Für diesen Zweck verbiegst du dir aber deinen Gott in einer unzulässigen Weise, wie Trickmaster und mercury völlig korrekt monieren.

Dein Gott wird damit im Lauf der Diskussion zu etwas, was nicht dem Gott der großen Mehrheit entspricht. Denn die wenigsten von ihnen werden ihn als "ersten Anfang der Kausalitätskette" bezeichnen, sondern als das, was ihnen in der Trauer Trost spendet, der zu dem sie sprechen und beten, der bei ihnen ist und über sie wacht. Lässt sich _dieser_ Gott beweisen?
1. Trickmaster und mercury123 monieren nicht mein Gottesverständnis (soviel ich zumindest verstanden habe), sondern dass die kath. Kirche (und somit auch ich) die Bibel nicht wörtlich nehmen, sondern sie interpretieren.
2. Mir ist vollkommen egal, was die „große“ Mehrheit unter Gott versteht, und ich weiß auch nicht, was sie darunter versteht (du scheinst es ja zu wissen). In dieser Diskussion wurde auch einmal erwähnt, dass man an Gott glauben solle, weil so viele Menschen an Ihn glauben würden. Dies ist für mich persönlich überhaupt kein Kriterium für die Entscheidung zum Glauben. Nur weil es „die anderen“ sagen, muss es nicht stimmen. Die Geschichte ist voller Beweise, die mir Recht geben. Gerade die heutige „moderne“ Gesellschaft zeigt mir, wie sehr sich die „große“ Masse zu jedem Blödsinn verleiten lässt und dann ihr Handeln auch noch für richtig hält. Ich wage zu behaupten, dass 90% all derjeniger, die aus der Kirche austreten, es nur machen, weil sie, um es mit Kant *g* zu sagen, „nicht Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen“, sondern auf das hören, was ihnen „andere“ (Medien, Freunde usw.) einreden (dasselbe Problem hatte übrigens auch die Kirche im Mittelalter -> die Menschen "glaubten", weil es halt alle taten). In dieser Meinung werde ich auch durch bestimmte Aussagen in diversen Foren bezüglich Gott bestätigt. Wer sich hier persönlich angegriffen fühlt, gibt mit indirekt schon Recht. Aber natürlich gilt auch hier immer: Ausnahmen bestätigen die Regel!
3. Auch ich verstehe unter Gott nicht nur den „ersten Anfang der Kausalitätskette“. Auch ich verstehe unter Gott u. a. einen „Trostspender“ (oder auch „Begleiter“). Thomas von Aquin selbst hat ja gesagt, dass Glaubenswahrheiten „übervernünftig“, aber nicht „widervernünftig“ sind. Seine Gottesbeweise zielen auch genau darauf hin: Der Glaube widerspricht nicht der Vernunft. Und genau das ist, was mich an diversen Kommentaren hier im Forum stört. Da schreibt einer einfach „der Glaube an Gott ist Blödsinn“ oder „wer an Gott und das Christentum glaubt, hat aufgehört seinen Verstand zu benutzen“ oder der „Glaube an Gott ist nur etwas für die Dummen (im Mittelalter), die sich die Welt nicht anders erklären können“. Wenn man dann aber der Sache genauer auf den Grund geht, merkt man, dass sich nur wieder mal einer profilieren wollte, vom Glauben selbst aber keine Ahnung hat. Ich will damit nicht leugnen, dass es auch vernünftige Gründe gibt, die gegen den Glauben an Gott sprechen (z. B. das Theodizee-Problem). Ich will nur sagen, dass es mindestens ebenso viele vernünftige Gründe gibt, die für den Glauben an Gott sprechen und dass ich deshalb die bereits genannten „Kurzkommentare“ und ähnliche für äußerst hochmütig, herablassend und unbedacht halte und das geistige Niveau eines „Hervorbringers“ solcher Kommentare nicht besonders hoch einschätze (was den Betreffenden wohl auch wenig kratzt). Diese Beschreibung passt auf die meisten, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben, nicht zu, da sie ebenfalls sachlich argumentiert haben.
Was nun direkt deine Frage betrifft, ob man auch den trostspendenden Gott beweisen kann, so antworte ich mit ja. Dies gelingt aber keinesfalls mit den Gottesbeweisen Thomas von Aquins. Dazu kann man einerseits philosophisch/theologisch vorgehen (Was bedeutet für mich Gott?), andererseits auch den historischen Gottesbeweis anführen, der, wie ich deinen Kommentaren entnommen habe, dir nicht besonders zusagen wird.
 
Solidus_Dave am 05.02.2006 13:14 schrieb:
Das Leben besteht ja nicht nur aus Materie, Chemie. Wesentlich ist auch der geistliche und geistige Anteil: Bewußtsein, Denkvermögen, Gefühl, Liebe, Hass, Seele usw.
Das ist wieder eine menschliche Anschauung. Diese ganzen Emotionen etc werden schließlich in unserem Gehirn, einer Materie, gebildet - und sind effektive Kontrollmaßnahmen unseres Gehirns.
Allein die Liebe ist schon ein schlechtes Beispiel, hat sich diese Emotion doch nur bewährt, da die Eltern sich so zusammen lange um den Nachwuchs gekümmert haben und dieser bessere Überlebenschancen hatte.
Ist mit nur so nebenbei aufgefallen (auch wenn ich grunsätzlich deine geschichtlichen Ausführungen zur Evolutionstheorie - siehe Verbindungsglieder zwischen verschiedenen Tierarten - teile).
Ist die nicht auch nur eine menschliche Anschauung? ;-) *g*
Noch dazu eine materialistische. Und darüber haben wir ja bereits zuvor gesprochen.
 
aph am 06.02.2006 11:18 schrieb:
ElNonsk am 03.02.2006 18:28 schrieb:
Gott ist allmächtig -beinhaltet-> Gott weiß alles -> Frage ist wohl beantwortet. ;-)
Das Problem an der danzen Sache hat aber schon DocHoliday treffend beschrieben. Die (christl.-kath.) Religion beschäftigt sich u. a. damit, dass Gott die Welt geschaffen hat, und nicht Wie?, da diese Frage nichts mit dem Glauben zu tun hat. Die Frage nach dem "Wie?" gehört in den Bereich der Naturwissenschaften. Es gibt wohl auch deshalb kein offizielles Statement der Kirche zum genauen "Wie?" der Schöpfung, da man sich dabei auf die Naturwissenschaften stützen müsste, die, wie wir aus der Geschichte ersehen können, sich unheimlich oft geirrt haben und korrigiert werden mussten. Wer weiß, vielleicht behauptet man in hundert Jahren, dass die Erde in sieben Tagen erschaffen worden sei oder dass die Evolutionstheorie ganz anders lauten muss. Das können die Naturwissenschaft von mir aus ruhig behaupten, solange sie auch genügend "Beweismaterial" dazu anführen. Wichtig ist nur, dass hier nur vom "Wie?" gesprochen wird, das mit dem eigentlichen Glauben nichts zu tun hat. Deshalb ist auch das "Wie?" nicht von Belang für die Kirche.

Mal abgesehen davon, dass ich wie Trickmaster und mercury anzweifle, dass ein Christ das Wie? der Bibeltexte einfach unter den Tisch fallen lassen kann - ich wollte deine Antwort hören, die du mir leider nicht gabst.

Wusste deiner Meinung nach Gott schon bevor die Evolution es erbrachte, dass es den Leberegel geben wird? Hat er ihn in seinem komplexen Wirken erdacht, designed? Und dann hat er die Evolution wirken lassen, um ihn zu erschaffen?
Ja. *g* (Wobei mir aber nicht ganz der Begriff "designed" zusagt, bzw. mir nicht ganz klar ist, was du darunter verstehst. Satz 1 und 3 kannst du aber so stehen lassen. -> immer vorausgesetzt, dass die Evolutionstheorie stimmt)
 
ElNonsk am 06.02.2006 14:56 schrieb:
Solidus_Dave am 05.02.2006 13:14 schrieb:
Das Leben besteht ja nicht nur aus Materie, Chemie. Wesentlich ist auch der geistliche und geistige Anteil: Bewußtsein, Denkvermögen, Gefühl, Liebe, Hass, Seele usw.
Das ist wieder eine menschliche Anschauung. Diese ganzen Emotionen etc werden schließlich in unserem Gehirn, einer Materie, gebildet - und sind effektive Kontrollmaßnahmen unseres Gehirns.
Allein die Liebe ist schon ein schlechtes Beispiel, hat sich diese Emotion doch nur bewährt, da die Eltern sich so zusammen lange um den Nachwuchs gekümmert haben und dieser bessere Überlebenschancen hatte.
Ist mit nur so nebenbei aufgefallen (auch wenn ich grunsätzlich deine geschichtlichen Ausführungen zur Evolutionstheorie - siehe Verbindungsglieder zwischen verschiedenen Tierarten - teile).
Ist die nicht auch nur eine menschliche Anschauung? ;-) *g*
Noch dazu eine materialistische. Und darüber haben wir ja bereits zuvor gesprochen.
ja, und das haben wir zur Genüge :-P Und da habe ich auch angemerkt, dass neben Materie noch Information dazu kommt - zumindest subjektiv.

Eine menschliche Anschauen ist im Prinzip natürlich alles von uns, ich meinte dies auch eher im Bezug auf die "romantische" Sicht der Liebe usw.
Ich sehe es nun mal so, dass oben genannte Sichtweise die objektivere Sicht ist, einfach aus dem Wissen über Nervenzellen, Hormone, Evolution etc.

Ich weiß, wenn ich sage, Liebe ist nur ein in der Evolution entwickelter Kontrollmechansimus, vielen Leuten dies sauer aufstößt - viele denken schätze ich, dies wäre eine Reduzierung dieses Gefühls bzw. eine herzlose Ansicht oder was auch immer
-ähnliches bei der These, dass die eigene Existenz objektiv sinnlos bzw unwichtig ist - da fallen auch gleich wieder alle bei diesem Gedanken in eine Existenzkrise (oder flüchten in Religionen)

Dieses Wissen ändert aber nichts an der eigenen Existenz oder der Liebe - Wenn man sich selbst wichtig ist, dann ist man wichtig. Wenn man jemanden liebt, dann liebt man ihn. Es hilft vielleicht nur, über diese Dinge objektiv urteilen zu können bzw. diese zu verstehen (was im Körper geschieht, wenn man "Liebe" empfindet und warum es diese überhaupt gibt).

Das einzige, dass dadurch verloren geht ist wohl die "Magie".
Vielen fehlt diese wohl bzw. wollen, dass es in der Welt noch mehr gibt, als das (bisher) Sichtbare.
Ich persönlich will aber z.B. meinen TV nicht als Zauberkasten sehen, sondern als das, was er wirklich ist.
 
ElNonsk am 06.02.2006 14:50 schrieb:
.... Aber ok, mache ich das ganze noch einmal in verkürzter und verständlicherer Form....
Zusammenfassung der "dritten Antinomie":.....
Unmöglichkeit der unendlichen Reihe....
Also wenn das eine verständliche Kurzfassung bei dir ist, dann will ich nicht erleben wie du etwas geschwollen schreibst. (Kann ich mir aber vorstellen wenn ich mir den post von Meinereiner im Der "GESCHWOLLEN SCHREIBEN"-Thread ansehe. :-X )

Nochmal eine Antwort:
Ich kann mir eine unendliche Kausalitätskette nicht vorstellen (daher kann ich nicht daran glauben->ich glaube an ein "plopp" ;-) bzw. eig. an mehrere "plopps"), dennoch kann ich sie nicht vollständig verneinen, weil sie imo dennoch möglich ist.
Kannst du dir unendlichen Raum vorstellen oder hört das Universum bei dir bei einer Mauer auf?
Achso, nennen wir die Mauer einfach Gott. :ugly:

ElNonsk am 06.02.2006 14:59 schrieb:
aph am 06.02.2006 11:18 schrieb:
ElNonsk am 03.02.2006 18:28 schrieb:
Gott ist allmächtig -beinhaltet-> Gott weiß alles -> Frage ist wohl beantwortet. ;-)
Wusste deiner Meinung nach Gott schon bevor die Evolution es erbrachte, dass es den Leberegel geben wird?
Ja. *g*
Irgendwie bringt das den freien Willen der Menschheit in Gefahr, oder nicht?
 
Und um jetzt auch noch das Problem des "Wörtlichnehmens" der Bibel aufzugreifen. Was sagen Trickmaster und mercury123 zu folgenden Bibelstellen:

In Buch Josua 10,12 steht:
"Damals, als der Herr die Amoriter den Israeliten preisgab, redete Josua mit dem Herrn; dann sagte er in Gegenwart der Israeliten: Sonne bleib stehen über Gibeon und du Mond, über dem Tal von Ajalon!"
Steht hier nicht, dass die Sonne stehen bleiben soll? Wie wir alle wissen (nehme ich zumindest an), dreht sich ja die Erde um die Sonne und die Drehung der Sonne um das Zentrum der Galaxie wird wohl kaum gemeint sein. Wie ist diese Stelle also zu verstehen? Wenn ihr sagt, dass man hier einfach vom Standpunkt der Erde ausgeht (bei uns würde es ja aussehen, als ob die Sonne stillsteht), beginnt ihr ja bereits zu interpretieren.

Das hier finde ich persönlich noch besser:
In Mk 13,32 steht:
"Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater."

Hier steht ja eindeutig (wenn man es wörtlich nimmt *g*), dass nur Gott Vater allein den Tag des Jüngsten Gerichts kennt, nicht aber sein Sohn. Folglich wären Gott Vater und Gott Sohn nicht eins. Ist für euch Gott Vater und Gott Sohn nicht eins oder müsst auch ihr hier interpretieren?
 
Solidus_Dave am 06.02.2006 15:18 schrieb:
Dieses Wissen ändert aber nichts an der eigenen Existenz oder der Liebe - Wenn man sich selbst wichtig ist, dann ist man wichtig. Wenn man jemanden liebt, dann liebt man ihn. Es hilft vielleicht nur, über diese Dinge objektiv urteilen zu können bzw. diese zu verstehen (was im Körper geschieht, wenn man "Liebe" empfindet und warum es diese überhaupt gibt).

Das einzige, dass dadurch verloren geht ist wohl die "Magie".
Vielen fehlt diese wohl bzw. wollen, dass es in der Welt noch mehr gibt, als das (bisher) Sichtbare.
Ich persönlich will aber z.B. meinen TV nicht als Zauberkasten sehen, sondern als das, was er wirklich ist.
Hui, hui unsere gute Objektivität *g*
Solche Aussagen sind immer subjektiv gefärbt. Allein schon wenn ein Mensch (=Subjekt) eine Frage stellt, beinhaltet diese Frage bereits einen Teil des Subjekts. Dadurch wird aber auch die Antwort subjektiv und die ganze Objektivität ist futsch *g*
 
crackajack am 06.02.2006 15:20 schrieb:
Nochmal eine Antwort:
Ich kann mir eine unendliche Kausalitätskette nicht vorstellen (daher kann ich nicht daran glauben->ich glaube an ein "plopp" ;-) bzw. eig. an mehrere "plopps"), dennoch kann ich sie nicht vollständig verneinen, weil sie imo dennoch möglich ist.
Kannst du dir unendlichen Raum vorstellen oder hört das Universum bei dir bei einer Mauer auf?
Achso, nennen wir die Mauer einfach Gott. :ugly:
Also da macht man sich die so große Mühe und wird dann einfach mit zwei Zeile abgespeist *g*
Ungefähr hast du den Kern der Aussage getroffen, aber dabei etwas ausgelassen. Wenn du nämlich eine unendliche Kausalitätskette annimmst, so handelst du unvernünftig ;-) , "da es der („Kantischen“) Vernunft nicht gegeben ist, unendliche Reihen zu denken, muss sie am Anfang der Reihe ein Unbedingtes setzten, schließlich entstammt eine Reihe solcher Verbindungen ja dem Verstand selber, weshalb es nicht einzusehen ist, dass die Vernunft in ihr den Widerspruch vorfinden soll, dass der Verstand mehr von ihr verlangt, als ihr möglich ist."
Du hast also unvernünftig argumentiert. *g*
crackajack am 06.02.2006 15:20 schrieb:
ElNonsk am 06.02.2006 14:59 schrieb:
aph am 06.02.2006 11:18 schrieb:
ElNonsk am 03.02.2006 18:28 schrieb:
Gott ist allmächtig -beinhaltet-> Gott weiß alles -> Frage ist wohl beantwortet. ;-)
Wusste deiner Meinung nach Gott schon bevor die Evolution es erbrachte, dass es den Leberegel geben wird?
Ja. *g*
Irgendwie bringt das den freien Willen der Menschheit in Gefahr, oder nicht?
Nein. Nur weil Gott weiß, was geschehen ist, geschieht und geschehen wird, bedeutet, dass noch lange nicht, dass der Mensch keinen freien Willen hat. Der weiß ja trotzdem nicht, was in Zukunft geschehen wird.
 
ElNonsk am 06.02.2006 14:50 schrieb:
(3) Eine unendliche Reihe ist jedoch keine vollständige Reihe.
...
Das Hauptmerkmal von Natur ist nach Kant also, dass sie aus den notwendigen Gesetzen besteht, die die Erscheinungen - ein Terminus, der immer impliziert, dass auch ein Subjekt vorhanden ist, dem etwas erscheint -, miteinander verbinden. Ganz offensichtlich benötigt die Natur also, um Natur sein zu können, ein Subjekt.
Dies sind die Punkte, denen ich vehement widersprechen möchte. Was du von Kant zitierst, stellt keineswegs eine "Verstandstätigkeit" an die Stelle der realen Natur und ihrer Beschaffenheit. Der Natur dürfte es ziemlich schnuppe sein, ob und wie wir sie verstehen. Das heißt, man kann nicht einfach dahergehen und sagen: Weil der Mensch sich "unendlich" nicht vorstellen kann, darf es in der Natur keine Unendlichkeit geben.

Ich wage zu behaupten, dass 90% all derjeniger, die aus der Kirche austreten, es nur machen, weil sie, um es mit Kant *g* zu sagen, „nicht Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen“, sondern auf das hören, was ihnen „andere“ (Medien, Freunde usw.) einreden
Das ist in der Tat eine gewagte Behauptung, da ich es genau andersrum sehe. Wer in der Kirche ist, denkt mE wenig nach und lässt sich alles vorbeten. Tritt er aus, so fängt er an, selbst nachzudenken. Das ist meine platte Vorstellung davon. Die ist mit Sicherheit genauso falsch wie deine, aber 90%, die mit Verstand in der Kirche bleiben würden und nur wegen Herdentrieb u.ä. austreten ... sorry, aber das ist absolut naiv und selbstgerecht. Du darfst denjenigen ruhig mehr Hirnschmalz zutrauen. Wie gesagt: die wenigstens Christen sehen Gott so philosophisch wie du.

Und genau das ist, was mich an diversen Kommentaren hier im Forum stört. Da schreibt einer einfach „der Glaube an Gott ist Blödsinn“ oder „wer an Gott und das Christentum glaubt, hat aufgehört seinen Verstand zu benutzen“ oder der „Glaube an Gott ist nur etwas für die Dummen (im Mittelalter), die sich die Welt nicht anders erklären können“.
Auch hier gilt: Es kommt drauf an, was Gott für denjenigen ist. Wenn es für ihn ein übermächtiges, Wunder spendendes Fabelwesen ist, dann grenzt das in der Tat an Blödsinn. Wenn es zu hier oft zur Schau gestelltem Fanatismus führt, dann erst recht. Du allerdings solltest dir den Schuh nicht anziehen, aber du bist nun mal ne Ausnahme. Und auch du irrst übrigens, aber das nur nebenbei. Du irrst halt auf hohem Niveau, was es schwieriger macht, den Irrtum dereinst zu begreifen, weil deine Selbstvergewisserung richtig zu liegen, durch das hohe Niveau sehr viel träger ist.

Wenn man dann aber der Sache genauer auf den Grund geht, merkt man, dass sich nur wieder mal einer profilieren wollte, vom Glauben selbst aber keine Ahnung hat.
Nicht jeder kann Theologie studieren, um "richtig" zu glauben und sich damit unangreifbar gegenüber jenen zu machen. Die Auseinandersetzungen, die du hier bemängelst, sind welche zwischen unwissenden Gläubigen und unwissenden Ungläubigen.

Was nun direkt deine Frage betrifft, ob man auch den trostspendenden Gott beweisen kann, so antworte ich mit ja. Dies gelingt aber keinesfalls mit den Gottesbeweisen Thomas von Aquins. Dazu kann man einerseits philosophisch/theologisch vorgehen (Was bedeutet für mich Gott?), andererseits auch den historischen Gottesbeweis anführen, der, wie ich deinen Kommentaren entnommen habe, dir nicht besonders zusagen wird.
Vermutlich. Aber es würde mir schon reichen, wenn du mir sagst, was dich darauf bringt, dass es sich dabei um dasselbe Wasauchimmer wie beim kosmologischen Beweis handelt.

ElNonsk am 06.02.2006 14:59 schrieb:
Wusste deiner Meinung nach Gott schon bevor die Evolution es erbrachte, dass es den Leberegel geben wird? Hat er ihn in seinem komplexen Wirken erdacht, designed? Und dann hat er die Evolution wirken lassen, um ihn zu erschaffen?
Ja. *g* (Wobei mir aber nicht ganz der Begriff "designed" zusagt, bzw. mir nicht ganz klar ist, was du darunter verstehst. Satz 1 und 3 kannst du aber so stehen lassen. -> immer vorausgesetzt, dass die Evolutionstheorie stimmt)
Verstehe ich dich richtig? Du findest also die Vorstellung, dass Gott da saß und sich dachte: "Wow, so ein ausgefuchster Leberegel mit so einem raffinierten wie komplexen, parasitärem Lebenswandel, der wäre cool, den muss ich unbedingt drinhaben in meinem Entwurf vom Universum!" glaubwürdiger als die Vorstellung, dieser Leberegel sei zufällig entstanden? Ich will nur noch mal nachfragen. Ich will dich nicht ungerecht behandeln, bevor ich dich für verrückt erkläre. :P
 
Ich wage zu behaupten, dass 90% all derjeniger, die aus der Kirche austreten, es nur machen, weil sie, um es mit Kant *g* zu sagen, „nicht Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen“, sondern auf das hören, was ihnen „andere“ (Medien, Freunde usw.) einreden
Das ist in der Tat eine gewagte Behauptung, da ich es genau andersrum sehe. Wer in der Kirche ist, denkt mE wenig nach und lässt sich alles vorbeten. Tritt er aus, so fängt er an, selbst nachzudenken. Das ist meine platte Vorstellung davon. Die ist mit Sicherheit genauso falsch wie deine, aber 90%, die mit Verstand in der Kirche bleiben würden und nur wegen Herdentrieb u.ä. austreten ... sorry, aber das ist absolut naiv und selbstgerecht. Du darfst denjenigen ruhig mehr Hirnschmalz zutrauen. Wie gesagt: die wenigstens Christen sehen Gott so philosophisch wie du.
Ich sagte ja, es ist nur eine Behauptung, die ich aber leider im täglichen Leben immer wieder bestätigt sehe. Mir ist bewusst, dass dies nur subjektiv ist, aber wenn der Großteil meiner Erfahrungen nun mal so liegt, drängt sich dieses (Vor?)Urteil einfach auf. Um das ganze objektiver zu machen, müsste man schon eine echte Umfrage starten. Wie diese aber zu diesem Thema aussehen sollte und ob sie überhaupt repäsentative Werte herausbrigen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Und genau das ist, was mich an diversen Kommentaren hier im Forum stört. Da schreibt einer einfach „der Glaube an Gott ist Blödsinn“ oder „wer an Gott und das Christentum glaubt, hat aufgehört seinen Verstand zu benutzen“ oder der „Glaube an Gott ist nur etwas für die Dummen (im Mittelalter), die sich die Welt nicht anders erklären können“.
Auch hier gilt: Es kommt drauf an, was Gott für denjenigen ist. Wenn es für ihn ein übermächtiges, Wunder spendendes Fabelwesen ist, dann grenzt das in der Tat an Blödsinn. Wenn es zu hier oft zur Schau gestelltem Fanatismus führt, dann erst recht. Du allerdings solltest dir den Schuh nicht anziehen, aber du bist nun mal ne Ausnahme. Und auch du irrst übrigens, aber das nur nebenbei. Du irrst halt auf hohem Niveau, was es schwieriger macht, den Irrtum dereinst zu begreifen, weil deine Selbstvergewisserung richtig zu liegen, durch das hohe Niveau sehr viel träger ist.
Mit der gleichen Begründung könnte ich auch den Atheismus und Agnostizismsus verurteilen. Mache ich aber nicht, weil es bei genauerer Betrachtung nicht vernünftig wäre.
Und das mit dem Irren lasse ich mal dahingestellt: Wir beide wissen, dass es nur eine Behauptung ist, aber ok, das hatten wir schon ...

Wenn man dann aber der Sache genauer auf den Grund geht, merkt man, dass sich nur wieder mal einer profilieren wollte, vom Glauben selbst aber keine Ahnung hat.
Nicht jeder kann Theologie studieren, um "richtig" zu glauben und sich damit unangreifbar gegenüber jenen zu machen. Die Auseinandersetzungen, die du hier bemängelst, sind welche zwischen unwissenden Gläubigen und unwissenden Ungläubigen.
Wenn jemand behauptet, der ganze Glaube an Gott ist nur Humbug, dann ist er wohl kaum ein Gläubiger (auch nicht ein "unwissender", was immer das auch sein soll, Gläubiger), sondern jemand der nicht glaubt. Ergo habe ich sehr wohl die Auseinandersetzugen zwischen Nicht-Gläubigen und Gläubigen bemängelt.
Und wie kommst du zu der Annahme, dass ich Theologie studiert hätte? Ich habe überhaupt gar nichts studiert (so, jetzt ist es mal raus *g*). Ich habe mich nur mit dem beschäftigt, woran ich glaube. Dazu braucht es nur ein bisschen Willen und die Fähigkeit des Lesens. Nichts weiter. Das ist die Pflicht eines jeden kath. Gläubigen (das behaupte nicht ich, sondern das kommt direkt vom Vatikan *g*). Und wenn man selbst nicht Zugang zu solchen Informationen hat, dann bleibt einem, auch wenn es naiv klingt, immer noch der Gang zum Pfarrer, der einem (hoffentlich) bei solchen Fragen weiterhelfen kann.

ElNonsk am 06.02.2006 14:59 schrieb:
Wusste deiner Meinung nach Gott schon bevor die Evolution es erbrachte, dass es den Leberegel geben wird? Hat er ihn in seinem komplexen Wirken erdacht, designed? Und dann hat er die Evolution wirken lassen, um ihn zu erschaffen?
Ja. *g* (Wobei mir aber nicht ganz der Begriff "designed" zusagt, bzw. mir nicht ganz klar ist, was du darunter verstehst. Satz 1 und 3 kannst du aber so stehen lassen. -> immer vorausgesetzt, dass die Evolutionstheorie stimmt)
Verstehe ich dich richtig? Du findest also die Vorstellung, dass Gott da saß und sich dachte: "Wow, so ein ausgefuchster Leberegel mit so einem raffinierten wie komplexen, parasitärem Lebenswandel, der wäre cool, den muss ich unbedingt drinhaben in meinem Entwurf vom Universum!" glaubwürdiger als die Vorstellung, dieser Leberegel sei zufällig entstanden? Ich will nur noch mal nachfragen. Ich will dich nicht ungerecht behandeln, bevor ich dich für verrückt erkläre. :P
Wie bitteschön soll Gott "cool" sein oder etwas für "cool" halten? Haben wir mal wieder zu tief in die antropomorphe Kiste gegriffen? *g*
 
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