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"Spiele" ist wohl die Verharmlosung des Jahres

gugelhupf1a

Spiele-Novize/Novizin
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Das was sich da am PC-Spiele-Sektor abspielt hat mit "Spielen" im herkömmlichen Sinn nichts mehr zu tun. Beispielsweise sind die ganzen Kriegs-Shooter keinen "Kriegsspiele" sonder beinharte "Kriegssimulationen" und sollten auch als solche bezeichnet werden.

Es gab früher sehr wenige Spiele mit relativ realistischen kriegerischen Background und menschlichen Gegnern. Diese waren nicht unbedingt Mainstream. Früher schoß die Masse der Spieler auf Monster, Roboter o.ä.

Hemmschwellen würden über viele Stufen abgebaut:

Monster als Gegner
menschenähnl. Monster als Gegner
Mischung aus Mensch und Maschine
Gegner die "entartete" Menschen sind (bessessen etc.)
Gegner die wie Menschen aussehen aber in "Wirklichkeit" Roboter sind
Menschen als Gegner mit offensichtlichen Defekten (Zombies)
vermummte Soldaten (Gasmaske etc.)
unvermummte Soldaten

In neueren Spielen gibt es auch schon Kinder zu töten (Prey)

Spiele wie Hitman (Mord-Simulator in welchem man auch z.B: Leute im Rollstuhl killen kann) sind heute auf Platz 3 ! der Verkaufscharts und wären vor 10 Jahren noch echter "Underground" gewesen.

Bitte das sieht man doch, dass sich da ganz drastisch was geändert hat. Ich bitte Euch.

Neuester Hit: "Jaws": Dort darf man als Weißer Hai Leute zerfetzen.

Ich finde, das ist beispiellos, was sich da auf dem PC-Spiele-Sektor abspielt. Es scheint für die Produzenten und Spieler keinerlei Schranken mehr zu geben.


Die Entwicklung der Spiele-Szene zeigt die ganz allgemeine Verdummung ganz ausgezeichnet auf.

Ein Spiel von heute muss ohne Anleitung auskommen, schnell und brutal sein, schön bunte Graphik haben und das Blut muss spritzen.
Wenn die Anleitung mehr als 3 Seiten hat und man seine Tastaturbelegung ändern muss oder länger als für 2 Sekunden das Hirn einschalten, wird es garantiert ein Flop.


Es kommen immer wieder die gleichen und leider unrichtigen Argumente, wenn es um die Entwicklung der PC-Spiele geht:

1.: Angeblich waren die Spiele immer schon brutal und seien heute dank der techn. Entwicklung einfach nur realistischer

Ist leider Quatsch! Auch früher hätten man herumlaufen können und Soldat spielen und auf Menschen schießen. Es gab aber sehr wenige Spiele mit menschl. Gegnern etc..


2.) Auch heute gibt es noch anspruchsvolle und intelligente Spiele.

Diese sind aber leider deutlich in der Minderzahl (einige wenige Strategie-Ausnahmen). Tatsache ist, dass Klasse, Niveau, geistreiches, intelligentes Spieldesign, origineller Humor, Esprit, Charme, Charakter etc.. heute auf dem Spielemarkt nicht mehr existiert. Beispiel "Psychonauts" (vom "Day of the Tentacle"-Designer Tim Schafer ist ein kompletter Flop geworden und hat die Firma fast ruiniert. Es wurde von den Spielzeitschriften nicht gehyped und ist quasi "unter dem Tisch" gefallen. Ist viel zu wenig brutal. Das das ein absolut kreatives und geniales Spiel ist, spielt keine Rolle.

In dem neuen Splinter-Cell kann man eine Geisel exekutieren:

________
....verlangt von Sam gleich nach dessen Ankunft als Beweis seiner Loyalität, eine Geisel zu exekutieren. Diese grausame Szene hatte uns Ubisoft bereits im November gezeigt (wir berichteten in der Ausgabe 2/2006), die Inszenierung aber in den letzten Monaten überarbeitet. »Ich erinnere mich daran, dass eine Journalistin großspurig meinte, sie würde abdrücken. Als es dann drauf ankam, hat sie es mit ihrem Gewissen zu tun bekommen«, erzählt Julian. »Das motivierte uns, diese Momente weiter auszubauen und für den Spieler noch intensiver zu machen.« Und tatsächlich: Das wehrlose Opfer wimmert zusammengekauert in der Ecke, zittert am ganzen Leib und stammelt unverständliche Hilferufe - alles noch realistischer animiert als zuvor. Emil, der Chef der Terroristen, reicht Sam eine Waffe. Die Augen des Gefangenen weiten sich, er weiß, was jetzt kommt. In dem düsteren Bunker-Raum wie im Ubisoft-Präsentationssaal herrscht absolute Stille. Plötzlich drückt der Co-Producer ab, und uns läuft ein kalter Schauer über den Rücken….
________-
(Zitat Gamestar)

vielleicht kommen bald realistische und innovative Exekutions-Simulatoren (vielleicht sogar in KZs). Dann gibt’s wieder fröhlichen Spiel-Spaß für unsere Kleinen.


Was man dabei recht gut sehen kann, ist die (wie gewöhnlich) bedingungslose Begeisterung der Spieleredakteure für alles Abartige und Brutale.
Es ist alles gut (und erlaubt sowieso), solange es die abgestumpften Gemüter der Spieler doch noch ein klein wenig stimuliert.

Man könnte diese Art von "Spielen" auch als "Gewissen-Reduktions-Trainer" oder "Empathie-Eraser" oder "Entmenschlichungs-Generatoren" bezeichnen.
 
Da wären wir wieder bei den bösen Killerspielen.

Ich begreife einfach nicht, dass viele nicht verstehen können/wollen das es eben nur ein Spiel ist. Wenn auch ein brutales.
Es ist wahr das Spiele immer realistischer werden, aber ich glaube kaum das sie deswegen Brutaler werden. (Doom 1 z.b.)

Ein Spiel bleibt für mich ein Spiel und es unterhält mich und ist nicht dazu da mich tiefgründig zu beschäftigen. Dazu lese ich ein Buch oder gehe ins Museum.
Ein Spiel hat nichts mit der Realität zu tun, deshalb sollte man imo das ganze nicht so ernst nehmen.

Mfg
Hombre
 
bei prey kann man doch garkein kind töten :-o die sind doch hinter der scheibe und werden getötet...
stimmt vielleicht was du schreibst, aber brutalität erzeugt doch auch ein ungeheuer dichte atmosphäre. zB die Splinter cell szene die du zietiert hast, das klingt extrem spannend...
 
Hombre3000 am 29.06.2006 11:47 schrieb:
Da wären wir wieder bei den bösen Killerspielen.

Ich begreife einfach nicht, dass viele nicht verstehen können/wollen das es eben nur ein Spiel ist. Wenn auch ein brutales.
Es ist wahr das Spiele immer realistischer werden, aber ich glaube kaum das sie deswegen Brutaler werden. (Doom 1 z.b.)

Ein Spiel bleibt für mich ein Spiel und es unterhält mich und ist nicht dazu da mich tiefgründig zu beschäftigen. Dazu lese ich ein Buch oder gehe ins Museum.
Ein Spiel hat nichts mit der Realität zu tun, deshalb sollte man imo das ganze nicht so ernst nehmen.

Mfg
Hombre

Immer kommt dann das Argument: Das ist doch nicht echt, also ist das ja nicht so schlimm.
In der Rechtsprechung wird z.B. Mord als so ziemlich schlimmstes Delikt eingestuft. Schlimmer als z.B. Vergewaltigung.

Eine Frage: Würdest Du eine "Vergewaltigungssimulation" spielen. Es wäre doch nicht echt, also nicht so schlimm, oder? Und wenn Spaß macht ist es dann ja auch automatisch erlaubt und gut (nach der Logik der Spiele-Redakteure)
 
MICHI123 am 29.06.2006 11:50 schrieb:
bei prey kann man doch garkein kind töten :-o die sind doch hinter der scheibe und werden getötet...
stimmt vielleicht was du schreibst, aber brutalität erzeugt doch auch ein ungeheuer dichte atmosphäre. zB die Splinter cell szene die du zietiert hast, das klingt extrem spannend...

Ne an einer Stelle rennt n kleines Mädchen (?) davon wenn du die tür zwischen ihr und dir öffnest und verkriecht sich in nem schacht
um dort zerfetzt zu werden :( :B
...und zu dem zeitpunkt ist die hektik imo noch nicht sooo fortgeschritten als dass man gleich ma auf alles das sich bewegt ballert ;)


@Topic: Es sollte ma einer nen ähnlichen text zum Thema Medien+"Nachrichten" verfassen :B
Würd ich sogar machen wenn ich ma die zeit&lust finde
 
Übrigens wurde im ersten Egoshooter auf Menschen geschossen.
Kleiner Wink mit dem Laternenpfahl in Richtung Wolfenstein.
Ach ne, immer diese Unwissenheit.
Komm, geh nen Modelleisenbahnsimulator spielen.
 
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:57 schrieb:
Immer kommt dann das Argument: Das ist doch nicht echt, also ist das ja nicht so schlimm.
In der Rechtsprechung wird z.B. Mord als so ziemlich schlimmstes Delikt eingestuft. Schlimmer als z.B. Vergewaltigung.

Eine Frage: Würdest Du eine "Vergewaltigungssimulation" spielen. Es wäre doch nicht echt, also nicht so schlimm, oder? Und wenn Spaß macht ist es dann ja auch automatisch erlaubt und gut (nach der Logik der Spiele-Redakteure)

Ich bin mir sicher, es gibt solche Spiele längst. Aber ganz egal, was du hier anführst: Beziehe es genauso auf Filme und dann sage uns, ob wir was gegen die Zunahme an Gewaltszenen im Kino unternehmen sollten. Und was.
 
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:57 schrieb:
In der Rechtsprechung wird z.B. Mord als so ziemlich schlimmstes Delikt eingestuft. Schlimmer als z.B. Vergewaltigung.

Eine Frage: Würdest Du eine "Vergewaltigungssimulation" spielen. Es wäre doch nicht echt, also nicht so schlimm, oder? Und wenn Spaß macht ist es dann ja auch automatisch erlaubt und gut (nach der Logik der Spiele-Redakteure)


ich gehe jetzt ganz bewusst nur auf diesen einen punkt deiner argumentation ein und sage das auch nur, weil du mit der "rechtsprechung" anfängst :

der vergleich mit der vergewaltigung hinkt alleine schon deswegen arg, da der spieler in den allermeisten `baller`spielen (besserer ausdruck fällt mir gerade nicht ein) eben überhaupt keine morde begeht bzw. es nicht spielziel ist solche zu begehen.

einzig und alleine hitman fiele mir da momentan als gegenbeispiel ein - wobei es ganz sicher noch mehrere gibt.
 
aph am 29.06.2006 12:44 schrieb:
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:57 schrieb:
Immer kommt dann das Argument: Das ist doch nicht echt, also ist das ja nicht so schlimm.
In der Rechtsprechung wird z.B. Mord als so ziemlich schlimmstes Delikt eingestuft. Schlimmer als z.B. Vergewaltigung.

Eine Frage: Würdest Du eine "Vergewaltigungssimulation" spielen. Es wäre doch nicht echt, also nicht so schlimm, oder? Und wenn Spaß macht ist es dann ja auch automatisch erlaubt und gut (nach der Logik der Spiele-Redakteure)

Ich bin mir sicher, es gibt solche Spiele längst. Aber ganz egal, was du hier anführst: Beziehe es genauso auf Filme und dann sage uns, ob wir was gegen die Zunahme an Gewaltszenen im Kino unternehmen sollten. Und was.
:top:
Was interessiert mich, was in einem Spiel passiert ? In einem SPIEL.
Ich würde für das, was ich an meinem RECHNER getan habe, Hunderte male Lebenslänglich bekommen. Ich bin jetzt 17 und habe noch nicht eine Schlägerei gehabt, da ich Gewalt im echten Leben strikt aus dem weg gehe.

Im Gegenteil, "Gewaltspiele" helfen mir, Agressionen abzubauen, um sie nicht auf reale Menschen loszulassen.

Ich spiele am liebsten Counter-Strike : Source ... bin ich deswegen ein Massenmörder ? Ich glaube nicht. In diesen Spielen kommt doch niemand tatsächlich zu Schaden oder ?
 
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:38 schrieb:
Monster als Gegner
menschenähnl. Monster als Gegner
Mischung aus Mensch und Maschine
Gegner die "entartete" Menschen sind (bessessen etc.)
Gegner die wie Menschen aussehen aber in "Wirklichkeit" Roboter sind
Menschen als Gegner mit offensichtlichen Defekten (Zombies)
vermummte Soldaten (Gasmaske etc.)
unvermummte Soldaten

Als Volljähriger ohne Realitätsverlust sehe in all dem überhaupt keinen Unterschied. Alle sind nicht existent.
Außerdem werden alle Varianten auch heute noch eingesetzt, es kommt schließlich auf das Setting an. Im 2.Weltkrieg-Shooter kann man schlecht auf Aliens ballern und im Aliens-greifen-Die-Erde-An-Spiel wären Menschen als Invasoren auch unpassend.
 
Solidus_Dave am 29.06.2006 12:55 schrieb:
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:38 schrieb:
Monster als Gegner
menschenähnl. Monster als Gegner
Mischung aus Mensch und Maschine
Gegner die "entartete" Menschen sind (bessessen etc.)
Gegner die wie Menschen aussehen aber in "Wirklichkeit" Roboter sind
Menschen als Gegner mit offensichtlichen Defekten (Zombies)
vermummte Soldaten (Gasmaske etc.)
unvermummte Soldaten

Als Volljähriger ohne Realitätsverlust sehe in all dem überhaupt keinen Unterschied. Alle sind nicht existent.
Außerdem werden alle Varianten auch heute noch eingesetzt, es kommt schließlich auf das Setting an. Im 2.Weltkrieg-Shooter kann man schlecht auf Aliens ballern und im Aliens-greifen-Die-Erde-An-Spiel wären Menschen als Invasoren auch unpassend.


Noch nie war es so selbstverständlich Menschen am PC niederzuballern wie heute.

Übrigens meine Meinung zu "AB 18- Mature Content":

BUAH HA HA HA HA HA HA HA......

Wenn das wirklich nur Leute ab 18 Spielen würden hätten die ja überhaupt keine Verkaufszahlen mehr. So ein Schmarrn!
 
gugelhupf1a am 29.06.2006 13:08 schrieb:
Solidus_Dave am 29.06.2006 12:55 schrieb:
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:38 schrieb:
Monster als Gegner
menschenähnl. Monster als Gegner
Mischung aus Mensch und Maschine
Gegner die "entartete" Menschen sind (bessessen etc.)
Gegner die wie Menschen aussehen aber in "Wirklichkeit" Roboter sind
Menschen als Gegner mit offensichtlichen Defekten (Zombies)
vermummte Soldaten (Gasmaske etc.)
unvermummte Soldaten

Als Volljähriger ohne Realitätsverlust sehe in all dem überhaupt keinen Unterschied. Alle sind nicht existent.
Außerdem werden alle Varianten auch heute noch eingesetzt, es kommt schließlich auf das Setting an. Im 2.Weltkrieg-Shooter kann man schlecht auf Aliens ballern und im Aliens-greifen-Die-Erde-An-Spiel wären Menschen als Invasoren auch unpassend.


Noch nie war es so selbstverständlich Menschen am PC niederzuballern wie heute.

Übrigens meine Meinung zu "AB 18- Mature Content":

BUAH HA HA HA HA HA HA HA......

Wenn das wirklich nur Leute ab 18 Spielen würden hätten die ja überhaupt keine Verkaufszahlen mehr. So ein Schmarrn!
Nein. Ein bedeutender Anteil der Spieler ist 18+. Wann vergisst die Welt endlich mal das Bild eines pickelgesichtigen, brilletragenden und dicken Nerds ?
 
Sind wir hier mal wieder im Kindergarten für Erwachsene?
wie bereits gesagt, geht es um Spaß, um Unterhaltung und nicht um tiefgreifende psychisch ergreifende (mir fällt kein wort ein, deshalb) Dinge.
Wieviele Kriegsfilme gibt es, die um längen Brutaler sind, besonders die so genannten AntiKriegsfilme und gerade die gucken die Leute doch noch am liebsten, denn im Krieg sterben halt Menschen. Wenn du nen Kriegsfilm ohen Tote machst, dann war das kein Krieg. Ich wüßte jetzt keine echten Krieg, wo keienr gestorben ist.
Mit Verdummung hat das ganze auch nicht viel zu tun. Spielst du Fußball? dann kann ich ja auch sagen, dass das deine verdummung zeigt, einfach mit 21 andern nen Ball hin und her zu bolzen und erzähl mir nicht, dass das extreme Intelligenz benötigen würde (Gegenbeispiel Poldi ;) ). Es ist halt bloß eine andere Art sich zu Unterhalten.
Wie ebenfalls bereit erwähnt wurde, waren die ersten "Ballerspiele" mit Menschen. Die gesamte Wolfensteinreihe, wo du hunderte/tausende von Nazis killst (ja auch die waren Menschen, auch wenn man ihnen das selten zuschreibt) oder wie ist das mit Duke Nukem, ja da wird auf Aliens geschossen, aber die Striptänzerinnen konntest du auch Abknallen und das gab noch Kohle und es gab noch ausreichend andere Spiele. Die sogenannten menschen die Roboter von innen sind, gab es meißt auch nur auf dem deutschen markt wegen dem Jugendschutz. In Amerika sind die zu 90% "echte" Menschen.
Diese Games waren Mainstream. Damals waren Shooter ganz groß, davor Adventure, darnach Strategie und Momentan wieder Shooter und MMOPG(Oder wie kürzt man das noch ab, bitte um Korrektur).
Zu deiner Hemmschwelle noch mal kurz: In nem Spiel würden 3 von 4 Leuten abdrücken, weil es eben ein Spiel sind, da lachen die Leute auch in Soldat James Ryan, wie der Typ nach dem ersten treffer den Helm abnimmt und dann noch mal getroffen werden (ok nicht lachen, aber lächeln doch, weils nicht echt ist). Dadurch gibt keine niedrige Hemmschwelle. Das könnte es bei kleinen Kindern machen, aber dann sind die Eltern selber schuld, dass sie zulassen, dass ihre Kinder diese Spiele spielen. Die Einschränkung der Spiele ist oft Mist(In Strategiespielen meißt übertrieben), aber in einigen Sachen auch sinnvoll.
Psychonauts lass ich mal stehen. Ist einfach nicht mein Ding. Es gibt genug Leute, die es sich kaufen, aber halt nicht alle, weil viele heutige Zocker einfach nicht gerne Adventure (wenn man es so bezeichnen darf, weiß gerade die Kategorie nicht oder Jump&run ka). Die Leute die damals sowas gespielt haben undh eute noch spielen, spielen auch das, aber es sind nicht merh so viele davon übrig. Wär das Spiel so super gut, hätte man es auch ausreichend "gehypt". Das liegt nicht daran, dass es nicht genug gewalt hat, denn dann würde sich kein Sportspiel, keine Aufbausimulation und auch Sims sich nicht so gut verkaufen und Sims war lange (weiß nicht, ob es noch immer so ist) das am meißten verkaufte Spiel aller Zeiten. Öffne mal deinen Blick für die Welt. Da gibts noch ein wenig mehr als nur diese Ballerspiele, aber die sind ja nebensache, weil man sich ja über PCspiele und Produzenten her machen will.
Ich erinnere nur gerne an die Diskussion über Horrorspiele vor Ewigkeiten und heute laufen die Teile um 20 Uhr. Keine Sau interessiert das. wenn du zu wenig Zeit hast, mach doch mal die Filmindustrie platt. Die werden sich nen Ast freuen, dass da mal wieder jemand ankommt.
Achja, wenn dir die Spiele alle zu schlimm sind. In America gibt es nen Verein, der zensiert Spiele und Filme, sodass sie auch für kleine Kinder ertragbar sind (dafür für mündige geistig anwesende Menschen nicht mehr). Da wird alles, aber wirklich alles rauszensiert, sogar nen damn oder shit, wenn sich jemand gestoßen hat und es als ausstoß der Wut rausgibt.

Noch eben ein paar Punkte.
1. In Hitman kann man es machen, es gibt aber abzüge und nur ärger. Für jemand, der das ernsthaft spielt, also keien option. Wer das immer wieder aus spaß macht, bei dem stimmt es vorher schon nicht und das liegt nicht am spiel
2. Intelligente anspruchsvolle komplexe spiele gibts genau so viele wie früher auch, nur sind die selbstverständlich geworden und keien sau merkt die mehr (wenn wir mal die Adventure rausnehmen, deren Zeit ist vorbei, wird aber auch wieder auftauchen. Die Menschen wollen halt abwechslung, siehtm an ja auch in der Filmbranche).
3. SplinterCell: Schneid mal aus Thrillern solche Scenen raus und guck dir den noch mal an. Du wirst sehr enttäuscht sein. Das sind halt momente die Spannugn erzeugen und die braucht man auch.

Ich weiß ja nicht, was du sonst in deiner Freizeit machst. Aber ich geb dir nen Tipp, bevor du wieder solch einen Artikel schreibst. Nimm dir Mal die Sims oder Sims2 und spiel es durch, wenn du es durchgespielt hast, kannst du es dann noch mal bewerten.

achja noch eine frage, was für Filme guckst du, was für Bücher ließt du, welchen Beruf hast du, hast du Kinder, was spielst du mit denen, bist du Baumfreund oder sowas? (Abgesehen von der letzten die anderen ernstgenommen.)

P.S. Sorry wegen Rechtschreibung, Buchstabendreher oder Fehlende oder zuviele, Grammatik etc. Hatte keine Lust noch mal über den Text rüber zu gehen
 
gugelhupf1a am 29.06.2006 13:08 schrieb:
Solidus_Dave am 29.06.2006 12:55 schrieb:
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:38 schrieb:
Monster als Gegner
menschenähnl. Monster als Gegner
Mischung aus Mensch und Maschine
Gegner die "entartete" Menschen sind (bessessen etc.)
Gegner die wie Menschen aussehen aber in "Wirklichkeit" Roboter sind
Menschen als Gegner mit offensichtlichen Defekten (Zombies)
vermummte Soldaten (Gasmaske etc.)
unvermummte Soldaten

Als Volljähriger ohne Realitätsverlust sehe in all dem überhaupt keinen Unterschied. Alle sind nicht existent.
Außerdem werden alle Varianten auch heute noch eingesetzt, es kommt schließlich auf das Setting an. Im 2.Weltkrieg-Shooter kann man schlecht auf Aliens ballern und im Aliens-greifen-Die-Erde-An-Spiel wären Menschen als Invasoren auch unpassend.

Übrigens meine Meinung zu "AB 18- Mature Content":

BUAH HA HA HA HA HA HA HA......

Wenn das wirklich nur Leute ab 18 Spielen würden hätten die ja überhaupt keine Verkaufszahlen mehr. So ein Schmarrn!

Nicht das Problem der Entwickler, sondern der Verkäufer und Erziehungberechtigten.

Es dürfen ja auch ultrabrutale Filme gedreht werden , gegen die jedwedes heutige Spiel absolut harmlos ist. Die heutigen Spiel sind auf dem Brutalitätniveau von James Bond, Stirb langsam, Terminator etc.

Das verbietet man ja auch nicht. Dabei halte ich Gewalt in Film und Fernsehen und die dortige Wertevermittlung für weitaus problematischer als irgendwelche Spiele. Hab dazu mal in einem anderen Thread was geschrieben:

HobbitMeister am 02.06.2006 15:16 schrieb:
Bei Gewalt in den Medien sollte man mMn eher beim Fernsehen ansetzen. Was da täglich an (Sex und) Gewalt schon im Kinderprogramm über die Mattscheibe flimmert, ist sehr bedenklich. So sehe ich auch die Werte, die über das Fernsehen vermittelt (bzw. nicht vermittelt) werden als Gefahr. Und damit meine ich nicht zwangsläufig körperliche Gewalt.

Generell schätze ich den Einfluss von Filmen höher ein, als den von Spielen. Bei Videospielen hatte ich auch noch nie das Gefühl, bei irgendeinem Titel wäre die Altersfreigabe zu niedrig angesetzt. Gut in Erinnerung ist mir hingegen noch der Film Sleepy Hollow, den ich mir als 14-jähriger im Kino angeschaut habe und damals schockiert war, dass dieser Film ab 14 freigegeben ist.

Laienpsychologisch denke ich mir den Unterschied zwischen Filmen und Spielen so:

Bei einem Spiel bin ich selbst die handelnde Person, beziehungsweise steuere diese direkt. Bei Filmen sehe ich nur passiv den handelnden Personen zu, ohne eingreifen zu können. Ein großer Unterschied ist nicht nur, dass ein Film (no, na) realistischer aussieht, sondern es sich bei den handelnden Personen(=Schauspieler) um echte Menschen handelt, die man auch im wirklich Leben sieht, genauso wie in gänzlich anderen Filmen.
Die Identifikation mit realen Menschen (zB Bruce Willis, Jackie Chan) und Figuren, deren Geschichte mir gänzlich passiv erzählt wird (Harry Potter, Terminator) ist ganz einfach viel größer, als bei den Figuren in einem Videospiel.
Zuerst einmal wegen der viel stärker ausgeprägten Persönlichkeit: einen Frodo Beutlin kennt man nun mal viel besser und sein Charakter ist einem viel klarer, als der eines Serious Sam oder auch einer Lara Croft. Auch bei Filmen sind die Charaktere viel tiefer, als bei irgendwelchen Games. Was nicht unbedingt am Drehbuch liegt, sondern an den Schauspielern, die eigentlich automatisch ein Bild von einem Menschen vermitteln: durch ihre Mimik, ihre Sprache, ihre Kleidung, ihre Reaktionen auf verschiedene Situationen etc.
Von diesen "automatischen" Merkmalen zur Beurteilung der handelnden Personen, sind Spiele noch Lichtjahre entfernt.

Man kann sich schwer mit Gordon Freeman indentifizieren und so sein wollen wie er, weil man ganz einfach nicht weiß, wer er ist und ihn zudem zum Teil auch selbst erschafft, indem man virtuell in seine Haut schlüpft.
Ich handle im RL nicht wie Personen in Spielen, da ich deren Handlungsweise bereits in den Spielen beeinflusst habe, folglich überträgt sich ein Teil meines Echtweltverhaltens eher auf die Spielfiguren als umgekehrt.
Nach dem passiv konsumierten Film kommt der Nachahmungseffekt. Man will Kung-Fu machen wie Jet Li, gnadenlos cool ballern(und töten) wie Arnold Schwarzenegger oder geile Autorennen fahren wie in The Fast and The Furious.
Während also die Filme (wie auch Pop- ua Stars, usw.) das Bedürfnis zur Nachahmung erst hervorrufen, befriedigen es die Spiele in erster Linie.

Und das ist auch meine Kernaussage (deswegen fett) und der Grund, warum die Diskussion am Problem vorbeigeht.
Wenn jemand also nach einem Kampfsport-Film das "Bedürfnis" nach Handkanten und Roundkicks verteilen verspürt, kann man das Bedürfnis durch Tekken oder Mortal Combat idR eher befriedigen als dass man es verstärkt. Gleiches bei Autorennen -> NfS; Actionfilm -> Half Life ...
Das heißt nicht, Videospiele würden diese Lust zur Nachahmung nicht geben, sie tun es nur weniger als rein passive Medien.

Ein ganz anderes Problem ist die Vermittlung von gewaltverherrlichenden und anderen fragwürdigen moralischen Botschaften. Hier sind Spiele aber auch bei weitem nicht das Hauptproblem. Da denke ich eher an Prominente, Jugend- und Lifestylezeitschriften, Liedtexte & co.
 
BigBubby am 29.06.2006 13:22 schrieb:
Ich weiß ja nicht, was du sonst in deiner Freizeit machst. Aber ich geb dir nen Tipp, bevor du wieder solch einen Artikel schreibst. Nimm dir Mal die Sims oder Sims2 und spiel es durch, wenn du es durchgespielt hast, kannst du es dann noch mal bewerten.

achja noch eine frage, was für Filme guckst du, was für Bücher ließt du, welchen Beruf hast du, hast du Kinder, was spielst du mit denen, bist du Baumfreund oder sowas? (Abgesehen von der letzten die anderen ernstgenommen.)

P.S. Sorry wegen Rechtschreibung, Buchstabendreher oder Fehlende oder zuviele, Grammatik etc. Hatte keine Lust noch mal über den Text rüber zu gehen


Also ich habe 15 Jahr lang Action-Spiele gespielt, ohne dauernd als Soldat rumzulaufen und realistisch Krieg-Spielen zu müssen. Mich kotzt es einfach an, dass einem auf jeder Spielezeitschrift und auf jeder Spiele-Website nur noch diese Soldaten mit den Riesen-Wummen oder Profi-Killer mit Klaviersaiten anglotzen. (Ankotzen im wörtlichen Sinn - Mir wird langsam schlecht).
Das ist doch völlig kritiklose Gewaltverherrlichung, die da betrieben wird. Gib Dir mal die Beispiele im Eingangsthread. Gehts noch brütaler abartiger, grausamer, ekliger?
- Ja sicher (das wird die nächste "Spiele"-Generation zeigen).
 
Quotet doch bitte nicht alles, das tut dem Mausrad nicht gut...
 
HobbitMeister am 29.06.2006 13:30 schrieb:
gugelhupf1a am 29.06.2006 13:08 schrieb:
Solidus_Dave am 29.06.2006 12:55 schrieb:
gugelhupf1a am 29.06.2006 11:38 schrieb:
Monster als Gegner
menschenähnl. Monster als Gegner
Mischung aus Mensch und Maschine
Gegner die "entartete" Menschen sind (bessessen etc.)
Gegner die wie Menschen aussehen aber in "Wirklichkeit" Roboter sind
Menschen als Gegner mit offensichtlichen Defekten (Zombies)
vermummte Soldaten (Gasmaske etc.)
unvermummte Soldaten

Als Volljähriger ohne Realitätsverlust sehe in all dem überhaupt keinen Unterschied. Alle sind nicht existent.
Außerdem werden alle Varianten auch heute noch eingesetzt, es kommt schließlich auf das Setting an. Im 2.Weltkrieg-Shooter kann man schlecht auf Aliens ballern und im Aliens-greifen-Die-Erde-An-Spiel wären Menschen als Invasoren auch unpassend.

Übrigens meine Meinung zu "AB 18- Mature Content":

BUAH HA HA HA HA HA HA HA......

Wenn das wirklich nur Leute ab 18 Spielen würden hätten die ja überhaupt keine Verkaufszahlen mehr. So ein Schmarrn!

Nicht das Problem der Entwickler, sondern der Verkäufer und Erziehungberechtigten.

Es dürfen ja auch ultrabrutale Filme gedreht werden , gegen die jedwedes heutige Spiel absolut harmlos ist. Die heutigen Spiel sind auf dem Brutalitätniveau von James Bond, Stirb langsam, Terminator etc.

Das verbietet man ja auch nicht. Dabei halte ich Gewalt in Film und Fernsehen und die dortige Wertevermittlung für weitaus problematischer als irgendwelche Spiele. Hab dazu mal in einem anderen Thread was geschrieben:

HobbitMeister am 02.06.2006 15:16 schrieb:
Bei Gewalt in den Medien sollte man mMn eher beim Fernsehen ansetzen. Was da täglich an (Sex und) Gewalt schon im Kinderprogramm über die Mattscheibe flimmert, ist sehr bedenklich. So sehe ich auch die Werte, die über das Fernsehen vermittelt (bzw. nicht vermittelt) werden als Gefahr. Und damit meine ich nicht zwangsläufig körperliche Gewalt.

Generell schätze ich den Einfluss von Filmen höher ein, als den von Spielen. Bei Videospielen hatte ich auch noch nie das Gefühl, bei irgendeinem Titel wäre die Altersfreigabe zu niedrig angesetzt. Gut in Erinnerung ist mir hingegen noch der Film Sleepy Hollow, den ich mir als 14-jähriger im Kino angeschaut habe und damals schockiert war, dass dieser Film ab 14 freigegeben ist.

Laienpsychologisch denke ich mir den Unterschied zwischen Filmen und Spielen so:

Bei einem Spiel bin ich selbst die handelnde Person, beziehungsweise steuere diese direkt. Bei Filmen sehe ich nur passiv den handelnden Personen zu, ohne eingreifen zu können. Ein großer Unterschied ist nicht nur, dass ein Film (no, na) realistischer aussieht, sondern es sich bei den handelnden Personen(=Schauspieler) um echte Menschen handelt, die man auch im wirklich Leben sieht, genauso wie in gänzlich anderen Filmen.
Die Identifikation mit realen Menschen (zB Bruce Willis, Jackie Chan) und Figuren, deren Geschichte mir gänzlich passiv erzählt wird (Harry Potter, Terminator) ist ganz einfach viel größer, als bei den Figuren in einem Videospiel.
Zuerst einmal wegen der viel stärker ausgeprägten Persönlichkeit: einen Frodo Beutlin kennt man nun mal viel besser und sein Charakter ist einem viel klarer, als der eines Serious Sam oder auch einer Lara Croft. Auch bei Filmen sind die Charaktere viel tiefer, als bei irgendwelchen Games. Was nicht unbedingt am Drehbuch liegt, sondern an den Schauspielern, die eigentlich automatisch ein Bild von einem Menschen vermitteln: durch ihre Mimik, ihre Sprache, ihre Kleidung, ihre Reaktionen auf verschiedene Situationen etc.
Von diesen "automatischen" Merkmalen zur Beurteilung der handelnden Personen, sind Spiele noch Lichtjahre entfernt.

Man kann sich schwer mit Gordon Freeman indentifizieren und so sein wollen wie er, weil man ganz einfach nicht weiß, wer er ist und ihn zudem zum Teil auch selbst erschafft, indem man virtuell in seine Haut schlüpft.
Ich handle im RL nicht wie Personen in Spielen, da ich deren Handlungsweise bereits in den Spielen beeinflusst habe, folglich überträgt sich ein Teil meines Echtweltverhaltens eher auf die Spielfiguren als umgekehrt.
Nach dem passiv konsumierten Film kommt der Nachahmungseffekt. Man will Kung-Fu machen wie Jet Li, gnadenlos cool ballern(und töten) wie Arnold Schwarzenegger oder geile Autorennen fahren wie in The Fast and The Furious.
Während also die Filme (wie auch Pop- ua Stars, usw.) das Bedürfnis zur Nachahmung erst hervorrufen, befriedigen es die Spiele in erster Linie.

Und das ist auch meine Kernaussage (deswegen fett) und der Grund, warum die Diskussion am Problem vorbeigeht.
Wenn jemand also nach einem Kampfsport-Film das "Bedürfnis" nach Handkanten und Roundkicks verteilen verspürt, kann man das Bedürfnis durch Tekken oder Mortal Combat idR eher befriedigen als dass man es verstärkt. Gleiches bei Autorennen -> NfS; Actionfilm -> Half Life ...
Das heißt nicht, Videospiele würden diese Lust zur Nachahmung nicht geben, sie tun es nur weniger als rein passive Medien.

Ein ganz anderes Problem ist die Vermittlung von gewaltverherrlichenden und anderen fragwürdigen moralischen Botschaften. Hier sind Spiele aber auch bei weitem nicht das Hauptproblem. Da denke ich eher an Prominente, Jugend- und Lifestylezeitschriften, Liedtexte & co.

Damals habe ich Dir auch geantwortet:

Nicht zu vergessen, dass Filme heutzutage dermaßen gekonnt und perfekt in Szene gesetzt sind (Kamera, Licht, Sound, Musik, Regie ...), dass sie einfach direkt "ins Gemüt fahren". Die Profis in Hollywood verstehen ihr Handwerk. In der Hinsicht können die Spiele heute noch nicht mithalten.
Ich glaube sogar, dass sowas wie der "Nachahmeffekt" bei Filmen viel eher auftritt als bei Spielen, wie ich auch überhaupt glaube, dass der Effekt von Spielen aufs "echte Leben" generell überschätzt wird.
Was ich aber zutiefst bedauere ist, dass auch auf dem Spielesektor gilt: Je härter, je brutaler, je primitiver - desto erfolgreicher.
Schau dir doch an, was da im Fernsehen erfolgreich ist. Kann gar nicht blöd genug sein.
Klar, das stumpfsinniges Gemetzel bei der Masse am besten ankommt.
Man kann nur hoffen, dass die Psyche der Kinder robust genug ist um damit klar zu kommen. Das wird wahrscheinlich nur klappen, wenn sie auf der anderen Seite von ihrem Umfeld genug Support bekommen.
Ich sehe das ganz realistisch. Das ist eine "normale" Entwicklung (von "harmlos" zu "brutal, dumm, bunt , knallig", welche daher rührt, dass dies genau das ist, was die Masse sehen will (Dabei spielen auch Abstumpfungseffekte eine Rolle). Da kann man mit Verboten nichts machen. Nur mit Diskussionen und Zuwendung.
Erwachsene können sich natürlich reinziehen was sie wollen, obwohl ich glaube, dass z.B. dauernd Horror-Filme zu gucken, für niemanden gut ist.
 
Virtuelle Gewalt, zu dem Thema kann man eigentlich nicht mehr viel sagen. Mich stört sie nicht, mir würde sie aber auch nicht fehlen. Da ich gegenüber dieser Form von Gewalt praktisch komplett abgestumpft bin, ist es mir egal ob ich bei Postal 2 Polygone anzünde, und diese dann in eine Gruppe von anderen Polygonen scheuche, oder ob ich als Rainbowsoldat die Terroristen mit gezielten Kopfschüßen niederstrecke. Auch ist es mir egal ob ich in Fear Gegner an die Wand nagele, oder bei Painkiller ganze Legionen in roten Polygonmatsch verwandle. Ich nutze Shooter weder zum Stressabbau, noch um mich sonst daran "aufzugeilen". Für mich sind sie sinnloser Zeitvertreib. Ähnlich TV-Soaps gucken. Wenn ich eine virtuelle Figur töte, ist es so als würde ich die Toilettenspülung betätigen. Emotionslos, kalt, berechnend. Warum soll ich denn auch etwas fühlen, wenn ich eine leblose Figur erschieße? Nur weil diese simuliert ist und ich der interaktive Faktor bin, der "wüten" darf?

Es ist vielleicht fragwürdig warum man ausgerechnet solche Inhalte als Spiele verkaufen kann, aber auf der anderen Seite würde man dann auch die gesamten Kriegsfilme und Nachrichten verbieten müssen. Da wird Gewalt realistisch verkauft, bzw. es werden direkt zerfetze Iraker und blutüberströmte Kinder nach einem Terroranschlag gezeigt. Imho ist so etwas fataler, und deutlich länger existent als die neuen, optisch aufpolierten, Shooter.

Oder anders ausgedrückt: Da ich zu den leblosen Abbildern einer möglicherweise real wirkenden Spielwelt keinen Bezug habe, und sie trotz moderner Grafik allesamt leblos und "tot" wirken, ist es mir absolut egal ob sie sterben oder nicht.

Als man uns hingegen bei der BW Bilder von Minenopfern und Splittergranateinwirkungen gezeigt hat, ist mir fast das Essen hochgekommen. Da dachte ich mir direkt: Das blutige Stückchen Fleisch war tatsächlich mal ein atmender, und fühlender Mensch. Da war ich regelrecht geschockt, obwohl ich die Person auf dem Bild nicht kannte.

Doch warum sollte ich so etwas bei einer Polygonfigur fühlen? Und so real wie alle sagen wirken Spiele einfach nicht. Echte Menschen haben eine Mimik, sie schwitzen, bewegen sich unkontrolliert und ihre Augen transportieren eine Botschaft. Polygonkreaturen tun dies nicht.

Ergo: Virtuelle Gewalt kann man mögen, muss man aber nicht. Virtuelle Gewalt sollte man hingegen nicht auf die Realität projizieren. Dies ist einfach nicht machbar.

Regards, eX!
 
gugelhupf1a am 29.06.2006 13:38 schrieb:
Also ich habe 15 Jahr lang Action-Spiele gespielt, ohne dauernd als Soldat rumzulaufen und realistisch Krieg-Spielen zu müssen. Mich kotzt es einfach an, dass einem auf jeder Spielezeitschrift und auf jeder Spiele-Website nur noch diese Soldaten mit den Riesen-Wummen oder Profi-Killer mit Klaviersaiten anglotzen. (Ankotzen im wörtlichen Sinn - Mir wird langsam schlecht).
Das ist doch völlig kritiklose Gewaltverherrlichung, die da betrieben wird. Gib Dir mal die Beispiele im Eingangsthread. Gehts noch brütaler abartiger, grausamer, ekliger?
- Ja sicher (das wird die nächste "Spiele"-Generation zeigen).

Ich habe mal schnell gegucktu nd bei den 6 PCG die ich hier urmliegen habe, war 1 Soldat drauf und ienmal der Crysisheld im kampfanzug. Sonst war da die Heldin von Episode 1 oder das Oblivionmonster etc. Also soviele Soldanten habe ich da nicht entdeckt. Profikiller war nur klein an der Seite auf nem bildchen. Also weiß nicht, was du gerade meinßt. Vielleicht mußt du öfter PCG kaufen und lesen ;) Wir können meinetwegen auch die vorige PCG nehmen (die akatuelle liegt nicht hier sondern 330km entfernt von mir) und mal durchzählen, wieviele Spiele wovon da drin sind. Wird dich bestimmt überraschen.
Das momentan Kriegsspiele so oft rauskommen ist halt nen trennt, wie bereits gesagt, damals adventure und dann die SciFi-Shooter und dann die strategiespiele in eienr nahen und fernen zukunft, dann die mit fantasy (was aberm ißt parallel ablief. Das wird den leuten auch wieder langweilig (wenn du mal PCG ließt, sagen die auch schon des öfteren, mal wieder ein ...) und so wird es auch wieder einen umschwung geben. Achja hab glaube ich mal diese Weltraumphase vergessen, Privateer und WingCommander lassen grüßen.
Ist das gleiche wie mit den Comicverfilmungen momentan.
Achja wegen Webseiten. Also ich sehe gerade nen grünen käfer recht und über mir auf der webseite. also keien große wumme :) auch wenn der ne ziemlich große nase hat.

Kannst du mal bitte sagen, welche titel du die letzten 15 jahre so alles gespielt hast?
 
Ich war in Oblivion auch mehreremale leicht schockiert.
Einmal, als der Ork der Dunklen Bruderschaft "mir" eine Story erzählte.... Von einem Tötungsauftrag an einem kleinen Mädchen... das am nächsten Tag eigentlich Geburtstag gehabt hätte.
Oder die Tötung von Lachance.... auf dem Kopf aufgehängt und an den entsprechenden Stellen verstümmelt.
Es wurden sogar schon Filme verboten, die ähnliche Szenen aufweisten.

Nun... Es war natürlich nicht echt. Ich sehe aber, nach wie vor, die Gefahr, bei labilen und gewaltbereiten Menschen, in einer Art Verhaltenstraining.
Während sie ohne das Training weniger verlustbehaftete Schäden verursachen, sind sie durch das Training beeinflusst.

Während also ein "normaler" Killer noch auf den Körper schießt, "weiß" ein "CS Spieler", dass ein Head-Shot die beste Tötungsmethode ist.

Nun, ein Mensch mit Gewissen, wird auch mit dem "CS" Hintergrundwissen keine Menschen töten. Aber ein gewaltbereiter Mensch kann damit auch trainieren um effizienter zu werden.
 
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