Tut mir leid, aber du kannst doch so ein Thema nicht auf 3 Personen runterbrechen und dann eine Rechnung anstellen, die dir ggf. besser gefällt als den gesamten Markt zu betrachten.
Sind wir doch mal realistisch ... wie häufig wird ein Spiel als Gebrauchtspiel verkauft? Dreimal? Viermal? Dann dürfte die "Lebensspanne" eines Spiels erschöpft sein, damit meine ich jetzt das allg. Interesse an dem Titel und der allgemeine Werteverfall. Bei zavvi.com bekommt man 90% der 360 Spiele bereits nach ~4-6 Monaten für ~20-25 Pfund. D.h. wer kauft sich ein gebrauchtes Spiel wenn er für ein paar EUR mehr Neuware bekommt?
Raubkopien hingegen ... nun ja, schau dir doch einfach mal .torrent Tracker und die Verteilung von Spielen an. Wenn man bedenkt, dass .torrent mittlerweile nur noch auf Platz #3 liegt ( bzw. liegen dürfte ), dann kannst du die Verbreitung mit dem Faktor 2 für Usenet hochrechnen und mit dem Faktor 3-4 für One-Click-Hoster wie z.B. Mega und Rapidshare.
D.h. selbst wenn wir davon ausgehen, dass nicht jeder Raubkopierer das Spiel auch gekauft hätte, egal ob Neuware oder Gebraucht, kommen auf 3-4 entgangene Profite, s.o. Kette der Gebrauchtkäufer,
tausende Raubkopierer. Lass 10% potentielle Käufer sein, die sich das Spiel gekauft hätten, wenn es nicht am Tag 0 zur Verfügung gestanden hätte, dann ist der entgangene Gewinn in Relation zum Gebrauchtspielemarkt
gigantisch und eben
nicht vergleichbar.
Ich habe nicht gesagt, dass es dasselbe ist. Ich sagte, das Ergebnis für den Publisher ist dasselbe.
Sehe ich komplett anders, Begründung siehe oben.
Und das Auto-Argument ist deplaziert, da es eben einen raschen Wertverfall und einen Alterungsprozess gibt. Außerdem kommt es aus einem völlig anderm wirtschaftlichen (Markt)Umfeld. VW wird übrigens indirekt beteiligt, weil alte Autos Ersatzteile benötigen, die von VW kommen (Aftermarket). Auch das gibt es bei Spielen nicht. Einmal ausgeliefert bekommt man nichts mehr dafür (außer bei Onlinespielen mit Abos).
Bei Spielen gibt es doch ebenso einen "raschen" Wertverfall, siehe mein Beispiel oben mit der Preisentwicklung von Konsolenspielen nach einigen Monaten. Ich sehe nicht, warum mein Beispiel falsch sein sollte und bislang hast du, für mich, kein wirkliches Argument gebracht, warum Publisher am Weiterverkauf beteiligt werden sollten bzw., jetzt deinen neuen Ansatz, der Weiterverkauf untersagt sein sollte? Mit welchem Recht soll das Nutzungsrecht an einem Spiel eingeschränkt werden, Musik CDs bzw. Filme auf BR aber munter weiterverkauft werden dürfen?
Mir will einfach nicht in den Sinn, mit welchem Selbstverständnis ein Publisher so eine persönliche Einschränkung meinerseits fordern
kann.
Sollte er ja auch gar nicht. Das Spiel sollte einfach nicht verkaufbar sein, d.h. ein Lizenzmodell.
Siehe oben ...
Ich vergleiche das gerne mit dem Kinobesuch, weil es dazu viele Analogien gibt (wenn es auch Unterschiede gibt). Niemand würde auf die Idee kommen, sein "gebrauchtes" Kinoticket nach der Vorstellung an den nächsten Besucher weiterverkaufen zu können. Daran würde das Kino selbst massiven Schaden nehmen, wenn ich deren Preis unterbiete. Was unterscheidet denn das von einem Spieleverkauf außer, dass ich daheim vor der eigenen Glotze sitze statt zusammen mit anderen in einem großen Saal? Im Endeffekt schaue ich mir irgendeinen Medieninhalt an (bzw. spiele ihn) und irgendwann bin ich damit "fertig" (entweder Film ist rum oder Kampagne ist durchgespielt, sehr vereinfacht ausgedrückt). Ich finde es völlig ok, wenn ich dafür einmalig Geld bezahle und gut ist (wie eben auch bei einem Musikkonzert). Natürlich kann man jetzt hier mit DVDs/CDs usw kommen, aber dafür wollten die Hersteller ja auch zurecht (!!!) DRM einführen. Und außerdem sind das nur die 2. Vermarktungswege (Hauptvermarktungsweg bzw. erster VermarktungswegFilm ->Kino, Musik -> konzert, Spiel-> Spieledisk), d.h. es ist hier vergleichsweise gar nicht mehr nötig, die Kosten wieder einzuspielen....
Das Beispiel ist ja nicht verkehrt, nur gibt es seit Jahrzehnten diese Einschränkung der Einmalnutzung eines Kinotickets. Bei Spielen war es wiederum jahrzehntelang möglich diese ohne Probleme weiterzuverkaufen. Hier ist einfach der Punkt erreicht wo ich mich frage, warum?!
Wie ich bereits oben meinte ... bislang konnte mir keiner, leider auch du nicht, wirklich sinnvoll erklären, warum gerade der Markt bei Software (!) eingeschränkt werden kann, wenn selbst der Gesetzgeber der Meinung ist, dass Software "gebraucht" weiter verkauft werden darf.
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