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PS4 im Live-Stream: Sony-Pressekonferenz zur E3 ab 3 Uhr nachts

Kunden verloren haben die Spielehersteller schon, wenn sie auf unbeliebte DRM Maßnahmen setzen, dem, evtl. DLC verseuchten, Multiplayermodus eindeutig mehr Aufmerksamkeit schenken als dem Einzelspielermodus oder miesen Support bieten. :P
DAS ist ein sehr guter Punkt, der viel zu selten Erwähnung findet. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass heute praktisch jedes Spiel einen Mehrspielermodus hat, egal ob dieser sinnvoll ist oder nicht. Das liegt aber nicht daran, weil wir in jedem Spiel online zocken wollen, sondern weil ein MP Modus ein guter verstecker DRM Mechanismus ist. Wer online spielen will, braucht eine Originalkopie.

Überspitzt formuliert: was ist besser? Ein offenes System (PS4), bei dem jedes SP Spiel mit einem MP Modus verschlimmbessert wird, oder ein geschlossenes System, bei dem bei SP Spielen aller Aufwand der Entwickler dem SP Modus zugute kommt, weil man eben keinen MP einbauen muss, um sich vor Raubkopien zu schützen? Denkt mal drüber nach.... ;-)

Das muss jetzt nicht immer von der Qualität oder vom Preis der Software abhängen. Viele Gebrauchtspielkäufer oder Schwarzkopierer sind, aus unterschiedlichen Gründen wie zB Gewohnheit, vermutlich auch nie potentielle Käufer gewesen. Und was du nicht besitzt, kannst du nicht verlieren...

Was die Publisher ernsthaft überlegen sollten, wäre das Anbieten von "Familienlizenzen", wie es zB bei Antivirensoftware schon lange üblich ist. Es kann ja nicht sein, dass, im übertragenen Sinne, jeder sein eigenes Spiel mitnehmen muss, wenn zusammen eine Partie "Mensch, ärgere dich nicht" gespielt wird. :-D
Ich dachte, das hätte MS für die Xbox One angekündigt mit dieser Familienoption (10 Leute dürfen auf einer Konsole zocken)
 
Das schon, aber nicht gleichzeitig, oder?

Was ich meine ist, dass auf dem PC zB ein "Diablo 3" oder "Borderlands 2" Family Pack gibt, wo es zum Release für das Basisspiel quasi einen Mengenrabatt gibt. (DLC können sie ja trotzdem weiterhin einzeln anbieten).

So wie beim Steam Sale von "Orcs Must Die 2", den ich immer verpasst habe. Wo du für dich und eine andere Person) ein vergünstigtes Doppelpack kaufen kannst, was bei dem neuen Zweispielermodus Sinn macht und eine nette Geste ist. Und den jeweiligen Personen einzeln evtl zu teuer gewesen wäre.
 
Das schon, aber nicht gleichzeitig, oder?

Was ich meine ist, dass auf dem PC zB ein "Diablo 3" oder "Borderlands 2" Family Pack gibt, wo es zum Release für das Basisspiel quasi einen Mengenrabatt gibt. (DLC können sie ja trotzdem weiterhin einzeln anbieten).

So wie beim Steam Sale von "Orcs Must Die 2", den ich immer verpasst habe. Wo du für dich und eine andere Person) ein vergünstigtes Doppelpack kaufen kannst, was bei dem neuen Zweispielermodus Sinn macht und eine nette Geste ist. Und den jeweiligen Personen einzeln evtl zu teuer gewesen wäre.
Klingt ganz vernünftig. Das solltest du mal MS oder Sony vorschlagen.... :-D

Aber die ignorieren ja auch meine Forderung nach einem nativen M+T Support seit Jahren....
 
Oh, das hätte ich Entwicklern für den PC geraten um dort einen weiteren Kaufanreiz zu bieten. :-D

Die Konsolen haben ja oft wenigstens einen Splitscreen- oder Samescreen-Modus (wie nennt man das denn?).
Zuhause vernetzte Konsolen sind mir persönlich bisher noch nie untergekommen.
 
Falsche Zielgruppe würde ich mal sagen - ich kenne jedenfalls keine Konsolenspieler, die sich M+T wünschen.
Nur weil sie es nicht anders kennen. Die wenigsten Konsolenspieler haben je mal länger auf dem PC gezockt.... :-D

Außerdem wissen die gar nicht, was sie verpassen mit den ganzen Genres, die mit dem Controller nicht steuerbar sind....
 
Oh, das hätte ich Entwicklern für den PC geraten um dort einen weiteren Kaufanreiz zu bieten. :-D

Die Konsolen haben ja oft wenigstens einen Splitscreen- oder Samescreen-Modus (wie nennt man das denn?).
Zuhause vernetzte Konsolen sind mir persönlich bisher noch nie untergekommen.
Naja, im local LAN spielt ja auch auf dem PC kaum noch jemand, nicht mal in Familien, oder? Dafür ist das Internet für die allermeisten inzwischen einfach zu schnell. ;-)
 
Naja, im local LAN spielt ja auch auf dem PC kaum noch jemand, nicht mal in Familien, oder? Dafür ist das Internet für die allermeisten inzwischen einfach zu schnell. ;-)

naja, das Ding ist eher das es kaum noch Spiele mit LAN gibt, allerdings würde ich die LANs nicht tot reden, denn auch wenn man zwar mit der Welt spielen kann, so hat eine LAN immer noch den Even-Charakter das man zusammen mit anderen sich versammelt um Spaß zu haben, so wie ein Sportereigniss oder eine Band Live ansehen, was wenn wir mal ehrlich sind, oft der TV-Übertragung oder CD unterlegen ist
 
Ja, aber Familien wohnen nicht immer im selben Haus. "Family Pack" war jetzt auch nur so ein Name für das Bundle.
Im Prinzip ist es ja egal, ob du zB Left 4 Dead mit Bruder/Schwester und (Groß)eltern spielst, oder mit deinen Freunden.

Es geht in erster Linie darum, mehr Leute zu bewegen, Originalsoftware zu erwerben, da wir auf der vorherigen Seite noch über Schwarzkopien geplaudert hatten. :-)
 
angeblich werden mindestens 2/3 des durch second hand-spiele erzielten umsatzes wieder in neue spiele reinvestiert.
In welcher Traumwelt lebst du denn? Der Gewinn beim Gebrauchthandel bleibt beim Händler, deswegen will man ja bei der XBox One das selbst in die Hand nehmen, damit der Entwickler (und Microsoft) auch was vom Geld sieht.
 
In welcher Traumwelt lebst du denn? Der Gewinn beim Gebrauchthandel bleibt beim Händler, deswegen will man ja bei der XBox One das selbst in die Hand nehmen, damit der Entwickler (und Microsoft) auch was vom Geld sieht.

Glaubst nicht, dass es auch Spieler gibt, die ihre Spiele halt verticken und den Erlös vom Verkauf wieder in neue Spiele investieren?
 
In welcher Traumwelt lebst du denn? Der Gewinn beim Gebrauchthandel bleibt beim Händler, deswegen will man ja bei der XBox One das selbst in die Hand nehmen, damit der Entwickler (und Microsoft) auch was vom Geld sieht.
Zumal das gleiche Argument auch bei den Raubkopien zieht.....was ich beim einen Spiele spare, gebe ich beim nächsten Spiel aus.....wenns doch nur so einfach wäre.... ;-) :-P
 
Glaubst nicht, dass es auch Spieler gibt, die ihre Spiele halt verticken und den Erlös vom Verkauf wieder in neue Spiele investieren?
Dsa glaube ich schon. Im Endeffekt hat man dann ein topakutelles Spiel für 15-20€ gekauft, was ich wiederum für zu wenig halte (60€ gekauft und für 45-40€ weiterverkauft). Irgendwo muss ja auch mal eine Relation zwischen Kosten und Aufwand sein......:-|
 
Inwiefern steht das dann in Relation zu deinen Einkäufen bei nuuvem?
30€ sind doppelt so viel wie 15€.... :-D

Über den individuellen Preispunkt kann man sich ja streiten.....

Aber dieser Preis bei Nuuvem wird so offiziell angeboten, ist also vom Hersteller in irgendeiner Form abgesegnet. Das ist ja ein offizieller Online-Spielehändler und kein dubioser russischer Keyshop..... ;-)
 
Und wenn jemand ein Spiel für 60€ kauft, es für 30€ verkauft, ist es dann ok für dich?

Auf der einen Seite findest du den Gebrauchtmarkt nicht gut und dass insgesamt zu wenig für Spiele ausgegeben wird, auf der anderen Seite kaufst du neue Spiele für fast die Hälfte von dem Preis, den sie bei uns kosten.

Man kann es sich auch schönreden - der Shop mag offiziell sein ja, aber wieso sind die Spiele dort wohl so billig?
Ich sag nur "Doppelmoral"
 
Tut mir leid, aber du kannst doch so ein Thema nicht auf 3 Personen runterbrechen und dann eine Rechnung anstellen, die dir ggf. besser gefällt als den gesamten Markt zu betrachten.

Sind wir doch mal realistisch ... wie häufig wird ein Spiel als Gebrauchtspiel verkauft? Dreimal? Viermal? Dann dürfte die "Lebensspanne" eines Spiels erschöpft sein, damit meine ich jetzt das allg. Interesse an dem Titel und der allgemeine Werteverfall. Bei zavvi.com bekommt man 90% der 360 Spiele bereits nach ~4-6 Monaten für ~20-25 Pfund. D.h. wer kauft sich ein gebrauchtes Spiel wenn er für ein paar EUR mehr Neuware bekommt?

Raubkopien hingegen ... nun ja, schau dir doch einfach mal .torrent Tracker und die Verteilung von Spielen an. Wenn man bedenkt, dass .torrent mittlerweile nur noch auf Platz #3 liegt ( bzw. liegen dürfte ), dann kannst du die Verbreitung mit dem Faktor 2 für Usenet hochrechnen und mit dem Faktor 3-4 für One-Click-Hoster wie z.B. Mega und Rapidshare.

D.h. selbst wenn wir davon ausgehen, dass nicht jeder Raubkopierer das Spiel auch gekauft hätte, egal ob Neuware oder Gebraucht, kommen auf 3-4 entgangene Profite, s.o. Kette der Gebrauchtkäufer, tausende Raubkopierer. Lass 10% potentielle Käufer sein, die sich das Spiel gekauft hätten, wenn es nicht am Tag 0 zur Verfügung gestanden hätte, dann ist der entgangene Gewinn in Relation zum Gebrauchtspielemarkt gigantisch und eben nicht vergleichbar.

Ich habe nicht gesagt, dass es dasselbe ist. Ich sagte, das Ergebnis für den Publisher ist dasselbe.
Sehe ich komplett anders, Begründung siehe oben.

Und das Auto-Argument ist deplaziert, da es eben einen raschen Wertverfall und einen Alterungsprozess gibt. Außerdem kommt es aus einem völlig anderm wirtschaftlichen (Markt)Umfeld. VW wird übrigens indirekt beteiligt, weil alte Autos Ersatzteile benötigen, die von VW kommen (Aftermarket). Auch das gibt es bei Spielen nicht. Einmal ausgeliefert bekommt man nichts mehr dafür (außer bei Onlinespielen mit Abos).
Bei Spielen gibt es doch ebenso einen "raschen" Wertverfall, siehe mein Beispiel oben mit der Preisentwicklung von Konsolenspielen nach einigen Monaten. Ich sehe nicht, warum mein Beispiel falsch sein sollte und bislang hast du, für mich, kein wirkliches Argument gebracht, warum Publisher am Weiterverkauf beteiligt werden sollten bzw., jetzt deinen neuen Ansatz, der Weiterverkauf untersagt sein sollte? Mit welchem Recht soll das Nutzungsrecht an einem Spiel eingeschränkt werden, Musik CDs bzw. Filme auf BR aber munter weiterverkauft werden dürfen?

Mir will einfach nicht in den Sinn, mit welchem Selbstverständnis ein Publisher so eine persönliche Einschränkung meinerseits fordern kann.

Sollte er ja auch gar nicht. Das Spiel sollte einfach nicht verkaufbar sein, d.h. ein Lizenzmodell.
Siehe oben ...

Ich vergleiche das gerne mit dem Kinobesuch, weil es dazu viele Analogien gibt (wenn es auch Unterschiede gibt). Niemand würde auf die Idee kommen, sein "gebrauchtes" Kinoticket nach der Vorstellung an den nächsten Besucher weiterverkaufen zu können. Daran würde das Kino selbst massiven Schaden nehmen, wenn ich deren Preis unterbiete. Was unterscheidet denn das von einem Spieleverkauf außer, dass ich daheim vor der eigenen Glotze sitze statt zusammen mit anderen in einem großen Saal? Im Endeffekt schaue ich mir irgendeinen Medieninhalt an (bzw. spiele ihn) und irgendwann bin ich damit "fertig" (entweder Film ist rum oder Kampagne ist durchgespielt, sehr vereinfacht ausgedrückt). Ich finde es völlig ok, wenn ich dafür einmalig Geld bezahle und gut ist (wie eben auch bei einem Musikkonzert). Natürlich kann man jetzt hier mit DVDs/CDs usw kommen, aber dafür wollten die Hersteller ja auch zurecht (!!!) DRM einführen. Und außerdem sind das nur die 2. Vermarktungswege (Hauptvermarktungsweg bzw. erster VermarktungswegFilm ->Kino, Musik -> konzert, Spiel-> Spieledisk), d.h. es ist hier vergleichsweise gar nicht mehr nötig, die Kosten wieder einzuspielen....
Das Beispiel ist ja nicht verkehrt, nur gibt es seit Jahrzehnten diese Einschränkung der Einmalnutzung eines Kinotickets. Bei Spielen war es wiederum jahrzehntelang möglich diese ohne Probleme weiterzuverkaufen. Hier ist einfach der Punkt erreicht wo ich mich frage, warum?!

Wie ich bereits oben meinte ... bislang konnte mir keiner, leider auch du nicht, wirklich sinnvoll erklären, warum gerade der Markt bei Software (!) eingeschränkt werden kann, wenn selbst der Gesetzgeber der Meinung ist, dass Software "gebraucht" weiter verkauft werden darf. %-)
 
Das hat mMn nichts mehr mit Kundenfreundlichkeit zutun und nähert sich dem DRM System auf dem Desktopmarkt an. DRM frei war auch einer der Gründe, warum ich auf der 360 gespielt hab ... einfach in die Videothek laufen, ein Spiel für ein WE ausleihen und testen. Völlig legal, keine Probleme.
Du hättest aus genau demselben Grund aber auch eine PS3 kaufen können, Spiele aus der Videothek um die Ecke über's WE zu leihen funktioniert da auch, mach ich ja auch ab und an. :-) Ich hatte aus einem anderen Grund nicht soviel Wahlfreiheit, da unsere Konsole in erster Linie als BD-Player angeschafft wurde und da hatte MS mit seiner XBox ja nunmal auf das falsche Pferd gesetzt. ^^

Bei Verkauf von Gebrauchtspielen erhält der Publisher absolut nichts, obwohl ja praktisch ein "neues Spiel" verkauft wird. Software unterliegt nämlich im Prinzip keinem Alterungsprozess, was es von physischen Gebrauchsgegenständen (z.B. Auto) massiv unterscheidet.
Dass das nicht so ganz stimmt, hat Rabowke ja bereits zur Genüge erklärt. Ganz im Gegenteil ist der Alterungsprozess und damit die "Produktlebensspanne" bei einem Spiel wesentlich kürzer als bei einem Auto. Ich fahre einen mittlerweile 7 Jahre alten (oder jungen, wie man's nimmt ^^) Hyundai. Der ist technisch tadellos, hat run 120.000 auf der Uhr und nach meiner Planung noch mindestens 5 Jahre seines Lebens vor sich. Ein Spiel von 2006 müsste schon außerordentlich gut sein, damit das heute noch jemand ausgräbt.

Aber um mal ein anderes, vielleicht etwas geeigneteres Beispiel zu bringen: Bücher. Bücher sind (fast) zeitlos. Einmal gedruckt kann man sie auch nach 100 oder 200 Jahren noch lesen. (Wenn man will oder kann.^^) Ein Buch kann ich, wenn ich es durchgelesen habe, auch problemlos meinen Verwandten oder Freunden ausleihen, damit die es auch lesen können. Und ich kann es ganz problemlos auch verkaufen.
Und hier gibt es sogar ein flächendeckendes, staatlich gefördertes Netz von Bibliotheken, die dem armen deutschen Verlagswesen tagtäglich Umsatzverluste in Millionenhöhe (geschätzt) einbringen. Ist schon komisch, aber ich kann mich nicht erinnern jemals eine Meldung gelesen zu haben, dass die Verleger oder der Buchhandelsverband jemals die Schließung von Bibliotheken oder den Stop des Gebrauchtbuchhandels gefordert hätten.

Wenn ich jetzt ein Spiel zocke und es morgen an dich weiterverkaufe, unterscheidet sich meine Version (deren Verkaufserlös ich erhalte) in keinster Version von der Version, die man für Geld (das dem Publisher zukommt) im Laden kaufen kann. Der Begriff "Gebrauchtspiele" ist also im Grunsatz auch schon irreführend, da man Spiele nicht gebraucht kaufen kann.
Doch, sie unterscheidet sich in einem, zumindest juristisch, ganz entscheidendem Punkt, nämlich dem sogenannten "Erschöpfungsgrundsatz". Ich zitier an dieser Stelle mal eben die Wiki, da ich keine Lust habe mir das selber aus den Fingern zu saugen.

"Der Erschöpfungsgrundsatz besagt im Immaterialgüterrecht, dass sich ein Schutzrechtsinhaber (in diesem Fall der Urheberrechtsinhaber des Spiels, also der Publisher) bezüglich eines konkreten Produkts nicht mehr auf sein Schutzrecht berufen kann, sobald das Produkt mit seinem Einverständnis erstmals in Verkehr (also verkauft) gebracht worden ist."

Um es auf den Punkt zu bringen:
Verkauft der Rechteinhaber (Hersteller) ein konkretes Produkt (Auto, Buch, Film-DVD, Bäckerbrötchen, Plastiktüten etc.) hat sich sein Verwertungsrecht an diesem Produkt "erschöpft" und er ist nicht berechtigt in die weitere Lebenszykluskette bestimmend einzugreifen.

Sicher, die Hülle oder die Disk kann "gebraucht" sein, aber darüber definiert sich (außer bei Sammlereditionen) ja nicht der Wert des Spiels. Der definiert sich nur über den digtalen Code auf der Disk, der nicht altert und immer neuwertig ist. Daher verkauft man als Spieleinhaber auch kein gebrauchtes Spiel, sondern im Prinzip ein neues Spiel, was eine direkte Konkurrenz zum Retailkauf ist.
Das ist im Prinzip genau die juristische Spitzfindigkeit, mit der sich die Software-Hersteller (im Moment noch erfolgreich) gegen den Gebrauchtsoftwaremarkt wehren.

Allerdings: Der Inhalt einer Musik-CD/Film-DVD/-BD liegt ebenfalls in digitaler Form vor und altert ebenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. In diesen Bereichen jedoch ist der Handel mit gebrauchten Exemplaren Gang und Gäbe ohne das sich die Musik- oder Filmbranche großartig darüber aufregt.
 
D.h. wer kauft sich ein gebrauchtes Spiel wenn er für ein paar EUR mehr Neuware bekommt?
Viele. Wenn du in bestimmte Läden gehst, die (Konsolen-)Spiele verkaufen, dann wird dir bei der Kasse statt der Neuware, die du in der Hand hälst und bezahlen willst, für einige Euro weniger ein Gebrauchtartikel angeboten. Die Begrüdung ist einfach: Zwischen Neuware und Gebraucht besteht kein Unterschied aus der Sicht des Kunden und das wird einem auch versichert. Der Händler hat aber eine höhere Gewinnspanne beim Gebrauchtartikel als bei der Neuware (das wird durch den Preis geregelt, für den sie Spiele ankaufen). Ich glaube du unterschätzt den Gebrauchtspielemarkt.

D.h. selbst wenn wir davon ausgehen, dass nicht jeder Raubkopierer das Spiel auch gekauft hätte, egal ob Neuware oder Gebraucht, kommen auf 3-4 entgangene Profite, s.o. Kette der Gebrauchtkäufer, tausende Raubkopierer. Lass 10% potentielle Käufer sein, die sich das Spiel gekauft hätten, wenn es nicht am Tag 0 zur Verfügung gestanden hätte, dann ist der entgangene Gewinn in Relation zum Gebrauchtspielemarkt gigantisch und eben nicht vergleichbar.
Deine Milchmädchenrechnung beruht auf Annahmen und in der Kette der Rechnung machst du noch mehr Annahmen. Das Ergebnis ist also irrelevant. Hier kann keiner von uns adäquate Aussagen über den Gebraucht- und Raubkopiermarkt machen. Gerade im Konsolensektor, worum es hier eigentlich gehen sollte, ist die Piraterie deutlich geringer (nach der Aussage von Entwicklern und sieht man auch an den Torrents). Zu deinem Beispiel: Es werden nur eine handvoll der Originalspiele (sieht man an der Anzahl der Releases) im Internet tausendfach raubkopiert, im Gebrauchtmarkt wird aber eine deutlich größere Zahl (als 5) von Originalspielen an ein paar weitere kommen. Die beiden sind durchaus vergleichbar, was nun größer ist, kann hier keiner sicher sagen, nur vermuten.


Mit welchem Recht soll das Nutzungsrecht an einem Spiel eingeschränkt werden, Musik CDs bzw. Filme auf BR aber munter weiterverkauft werden dürfen?
Hier geht es nicht um Recht, sondern die Entwickler wollen den Profit verbessern. Der Gebrauchtmarkt ist da ein großer Dorn im Auge. Musiker und Flimemacher haben nur einen kleineren Teil ihres Einkommens aus CDs bzw. DVDs/BRs, sie verdienen eher durch Konzerte bzw. Kinovorstellungen. Außerdem ist zu vermuten, dass der Gebrauchtmarkt hier kleiner ist als bei (Konsolen-)Spielen. Zudem ist es einfacher im Spielemarkt Gebrauchtspiele zu unterbinden als bei Musik CDs oder Filmen auf DVD/BR.

Wie ich bereits oben meinte ... bislang konnte mir keiner, leider auch du nicht, wirklich sinnvoll erklären, warum gerade der Markt bei Software (!) eingeschränkt werden kann, wenn selbst der Gesetzgeber der Meinung ist, dass Software "gebraucht" weiter verkauft werden darf. %-)
Du kannst die Software weiterverkaufen, aber die Nutzung jener wird ein Account vorausgesetzt, der nur von einer Person genutzt werden kann. Hier ist das Gesetz nicht mehr zeitgemäß und bedarf einer Überholung.
 
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Du hättest aus genau demselben Grund aber auch eine PS3 kaufen können, Spiele aus der Videothek um die Ecke über's WE zu leihen funktioniert da auch, mach ich ja auch ab und an. :-) Ich hatte aus einem anderen Grund nicht soviel Wahlfreiheit, da unsere Konsole in erster Linie als BD-Player angeschafft wurde und da hatte MS mit seiner XBox ja nunmal auf das falsche Pferd gesetzt. ^^
Ich hätte mich "besser" erklären müssen, ich hab die 360 jetzt als "Konsole" gemeint im Vergleich zum PC. Also warum ich eher mit Konsole gespielt habe und mein PC etwas stiefmütterlich behandelt habe.

Die 360 als Konsole ist es geworden, weil drei im Freundeskreis eine 360 haben und man sich so austauschen konnte. Außerdem bin ich mit dem PS Controller ein "Körperclown". :ugly:
 
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