Pfeif' auf Kreativität: Liebe Entwickler, klaut Ideen! - Kolumne

LukasSchmid

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Mac2020

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Spielehersteller übernehmen ja schon Ideen wo es sinnvoll ist. So gibt es in "Fallout 76" das aus Ubisoft Titeln bekannte umschauen und aufdecken von Orten auf Türmen. Zu dem Beispiel mit "Valhalla": Es gibt sicherlich unterschiedliche Meinungen, je nachdem ob man Spieletester oder Spieler ist. Eine moderne "Flug- und Gleithilfe" ist nicht unbedingt immersiv in einem Mittelalter/historischem Setting. Viele wollen eben den Hügel herunterklimmen. Natürlich gibt es da auch Lösungen wie bei "Conan Exiles". Der Sprung mit festhalten/festkrallen kurz vor Ziel. Nur wenn ein Ritter mit Plattenrüstung in "Kingdom Come Deliverance" das machen würde, wäre jegliche Immersion flöten. Es gibt ja schon unzählige Kopien immergleicher Spielvarianten und unzählige Battle Royales. Im Gegenteil, ich plädiere für mehr Originalität. Die lästigen spielirrelevanten Sammelaufgaben die z.B. eine Lara Croft von Ubisoft übernommen hat sind zumeist nur ein Ärgernis. Und Fetch Quests zerstören zumeist nur die Immersion. Habe noch keine beigeisterten Stimmen dazu gehört. Es gibt schon einen Grund warum Indy Games boomen,
 

Hjorgar

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Zu dem Beispiel mit "Valhalla": Es gibt sicherlich unterschiedliche Meinungen, je nachdem ob man Spieletester oder Spieler ist. Eine moderne "Flug- und Gleithilfe" ist nicht unbedingt immersiv in einem Mittelalter/historischem Setting. Viele wollen eben den Hügel herunterklimmen.

Da bin ich anderer Meinung und finde, diese ist halt immer sehr persönlich, kann somit also auch nicht verallgemeinert werden. Gerade im Assassinen-Spektakel ist der Hinweis auf das Setting in meinen Augen eine WischiWaschi-Begründung für die eigene Meinung. Ich springe von Kirchturmspitzen in Heuhaufen und krieche daraus hervor ohne eine einzige Schramme oder leicht schmerz-verzerrtem Gesicht der/des Protagonistin/en. Also wenn das nicht unrealistisch ist, ich weiß ja nicht. Oder die Vision, mit der ich Schlüssel oder spielrelevante Objekte/Orte aufdecken kann - ist für das Setting natürlich völlig realistisch. :-D
Insofern haben sie ja schon, wie Lukas auch angeführt hat, ausreichend unrealistische aber spaßfördernde Dinge eingebaut, so dass eine wie auch immer geartete Flughilfe das Spielvergnügen sicher nicht beeinträchtigt hätte.....zumindest nicht meiner Meinung nach. Stattdessen wünschte ich mir tatsächlich, dass sich mein Held nach den Sprüngen oder der Landung mit einem Fluggerät (man wird sich ja noch was wünschen dürfen) wie ich nach dem morgendlichen Aufstehen an den Rücken fasst und grummelnd die ersten Schritte macht. :B

Was den Artikel angeht, wieder sehr schön geschrieben und trifft meine Ansicht. Ich möchte den Alltag abschalten und mich amüsieren. Wenn Spieleentwickler dafür bewährte Ideen aufgreifen und daraus ein unterhaltsames Spiel kreieren, nur zu. Anders machen es Sterne-Köche auch nicht und bekommen trotzdem einen Michelin-Stern.
 

golani79

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Da bin ich anderer Meinung und finde, diese ist halt immer sehr persönlich, kann somit also auch nicht verallgemeinert werden. Gerade im Assassinen-Spektakel ist der Hinweis auf das Setting in meinen Augen eine WischiWaschi-Begründung für die eigene Meinung. Ich springe von Kirchturmspitzen in Heuhaufen und krieche daraus hervor ohne eine einzige Schramme oder leicht schmerz-verzerrtem Gesicht der/des Protagonistin/en. Also wenn das nicht unrealistisch ist, ich weiß ja nicht. Oder die Vision, mit der ich Schlüssel oder spielrelevante Objekte/Orte aufdecken kann - ist für das Setting natürlich völlig realistisch. :-D
Insofern haben sie ja schon, wie Lukas auch angeführt hat, ausreichend unrealistische aber spaßfördernde Dinge eingebaut, so dass eine wie auch immer geartete Flughilfe das Spielvergnügen sicher nicht beeinträchtigt hätte.....zumindest nicht meiner Meinung nach. Stattdessen wünschte ich mir tatsächlich, dass sich mein Held nach den Sprüngen oder der Landung mit einem Fluggerät (man wird sich ja noch was wünschen dürfen) wie ich nach dem morgendlichen Aufstehen an den Rücken fasst und grummelnd die ersten Schritte macht. :B

Was den Artikel angeht, wieder sehr schön geschrieben und trifft meine Ansicht. Ich möchte den Alltag abschalten und mich amüsieren. Wenn Spieleentwickler dafür bewährte Ideen aufgreifen und daraus ein unterhaltsames Spiel kreieren, nur zu. Anders machen es Sterne-Köche auch nicht und bekommen trotzdem einen Michelin-Stern.

In den AC Spielen gibt es aber immer einen Bezug zur Geschichte und auch Legenden, die sich aus der Geschichte heraus gebildet haben und überliefert wurden.
Der "Leap of Faith" steht ja eigentlich dafür, dass die Hashashin ihr Leben für Prinzipien geopfert haben.
Nur wäre es halt ein wenig blöd, wenn es nach dem ersten Sprung "Game Over" wäre.

[...]To Crusaders, the Fedayeen concept of valuing a principle above your own life was alien to them, so they rationalized it using myths such as the 'paradise legend', the 'leap of faith' legend, and the 'hashish legend', sewn together in the writings of Marco Polo[...]
https://en.wikipedia.org/wiki/Order_of_Assassins (ja, ich weiß - Wikipedia - aber hatte das schon mal wo anders gelesen)


Und außerdem gab es in AC ja schon mal ein "Fluggerät" - aber da spielt halt Da Vinci eine Rolle.

AC ist in seinen jeweiligen Settings also schon logisch / "authentisch angehaucht" - hätte es zur Zeit der Wikinger einen Erfinder gegeben, der ein "Fluggerät" erfunden bzw. Konzepte dazu gehabt hätte, es wäre sicherlich im Spiel.
 

Mac2020

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Gerade im Assassinen-Spektakel ist der Hinweis auf das Setting in meinen Augen eine WischiWaschi-Begründung für die eigene Meinung. Ich springe von Kirchturmspitzen in Heuhaufen und krieche daraus hervor ohne eine einzige Schramme oder leicht schmerz-verzerrtem Gesicht der/des Protagonistin/en.

Nun ja, ich hatte mich auf die allgemeine Aussage bezogen alle Spiele generell zu nivellieren, nicht nur AC. Ubisoft Games tendieren ja eh schon stark zur Nivellierung. Für mich sieht es aus das Ubisoft versucht mit Titeln wie Valhalla aus der typischen Ubisoft Formel auszubrechen und "authenischer" zu werden. Und den Prager Fenstersturz 1419 in einen Heuhaufen haben sogar nicht-Assassinen überlebt. Ist natürlich alles Geschmackssache und Vorliebe, es fällt aber auf das Ubisoft anscheinend das genaue Gegenteil macht, und versucht "historischer, authentischer und immersiver" zu werden. Das geht dann natürlich zu Lasten des Komforts. Bau in "the long Dark" eine Minimap, Stimpacks, Speicherstände und eine Rundumerkundungssicht ein und Du kannst das Spiel wegwerfen. Nur spielt natürlich nicht der durchschnittliche Ubisoft Fan unbedingt "Long Dark"-Spiele. Alles Gemschmackssache, wie Du sagst. Nur Apelle an Nivellierung aller Spiele schreien förmlich nach Widerspruch....
 

sauerlandboy79

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Wenn jeder von jedem klaut bleibt die Kreativität auf der Strecke. Also:
Nein, liebe Entwickler, setzt eigene Zeichen und schmückt euch nicht mit fremden Federn.
 

OttoNormalmensch

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Neue interessante Ideen verkaufen sich nicht immer ganz so toll wie die, die momentan im Trend sind. Der eine will mehr Abwechslungsreichtum, der andere mehr Geld. Das Verhältnis ist entscheidend. Wenn ich aber "spüre", dass ein Studio gerade Bockmist abgeliefert hat, hat das meistens mit etwas ganz anderem zu tun. Wie drück ich das jetzt am besten aus? Ocarina of Time ist zur richtigen Zeit bei den richtigen Leuten entstanden, was aber nicht bedeutet, dass jeder, der es gespielt hat, auch automatisch dazu in der Lage ist, ein Dark Souls zu machen.
 

Tori1

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Es gibt bewährtes altes das die Basis für neue Ideen legen sollte.
Scheitert die neue Idee hat man trotzdem noch ein gutes Spiel als Unterbau.
 

Penix

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Spieler: "Cuphead hat Spaß gemacht. Ich will mehr Cuphead"
Anderer Entwickler, der Cuphead auch sehr mochte: *will ein Spiel machen, das 1 zu 1 Cuphead mit neuen Bossideen ist, also prinzipiell mehr Content für/von Cuphead (und genauso viel Liebe, was man an den Animationen und Grafiken sehen kann)*
Spieler: "Es IsT gEkLaUt! WiR wOlLeN dAs SpIeL nIcHt!"

Der erste Trailer von Enchanted Portals war so fucking gut. Wunderschöne Bossdesigns, wunferschöne Animationen der Bosse und die Musik war so gut und die Töne haben perfekt zum Trailer gepasst. Ich gib ja zu, dass beim zweiten Trailer die Musikart besser zum Thema "Zauberei" bzw "Magie" passt, aber die vom ersten war so viel besser. Danke schön, "Fans" von Cuphead, die nicht mehr Cuphead wollen, wenn man es ihnen auf einem Goldteller serviert
 

RedDragon20

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Wenn jeder von jedem klaut bleibt die Kreativität auf der Strecke. Also:
Nein, liebe Entwickler, setzt eigene Zeichen und schmückt euch nicht mit fremden Federn.
Nicht zwingend. Spiele müssen immer ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben, aber ich finde es schon korrekt, wenn man sich von anderen Spielen was abschaut und sich "bedient".

Mir persönlich ist dabei aber vor allem wichtig, dass es auch gut umgesetzt wird. Noch besser, wenn gewisse Elemente verbessert und ausgebaut werden.

Aktuell zocke ich Kingdom Come noch mal durch. Immernoch sehr geiles Spiel und es bietet schon ein paar Innovationen. Allen voran das Setting und das Kampfsystem. Das Setting wurde hervorragend umgesetzt. Aber das Kampfsystem funktioniert eher semi-gut, vor allem wenn man es mit mehr als zwei Gegnern zu tun hat. Im Duell dagegen hervorragend.

Innovationen sind nicht schlecht. Aber sie müssen auch funktionieren und gut durchdacht sein. Und sie müssen sich auch gut ins Spielgeschehen einfügen. Wobei einige Elemente des Kampfsystems aus KCD durchaus ihre Wege in andere Spiele dieser Art finden dürfen.

Meist sehe ich zwei Szenarien bei Spielen, die mal wirklich was neu machen wollen:
1. Die Innovation funktioniert nicht/wirkt nicht gut durchdacht. Dafür sind andere Aspekte des Spiels gut gelungen (Siehe KCD).
2. Das Spiel versagt in allen anderen Bereichen (Grafik, Technik, Gameplay o.ä.) katastrophal und sticht lediglich durch eine hervorragend umgesetzte Innovation heraus.

Sowohl das eine, als auch das andere ist nicht sonderlich erstrebenswert.
 

Worrel

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Gerade im Assassinen-Spektakel ...
... die Vision, mit der ich Schlüssel oder spielrelevante Objekte/Orte aufdecken kann - ist für das Setting natürlich völlig realistisch. :-D

Ähm, ja? Oder hast du das Grundprinzip der AC Lore vergessen?

Wir loggen uns immer noch in eine Art "Matrix" ein, die vergangene Leben für uns nacherlebbar bereitstellt.
Weichen wir zu sehr vom Pfad der Erinnerungen ab, gibt's eine Desynchronisation und wir müssen den Spielabschnitt erneut starten. was in diesem Setting übrigens auch ohne jede Anstrengung erklärbar ist.
In einem "richtigen" Historienspiel OHNE diese von einer "Matrix" erzeugten künstlichen Welt wir der Neustart des Levels Loretechnisch überhaupt nicht aufgefangen und man zu einem gewissen Grad aus der Immersion gerissen.

Doch zurück zum Schlüssel oder sonstigen spielrelevanten Objekten:
Bei den ganzen Daten, die die ingame Animus-Betreiber Abstergo über die entsprechenden Epochen gesammelt haben, wissen sie nach und nach auch, wer zum Zeitpunkt X der Inhaber eben jener Schlüssel etc war. Also kann man diese Daten in dem Animus (in dem man ja den Großteil des Spiels steckt) auch problemlos darstellen.

Das ist tatsächlich innerhalb des AC Settings völlig realistisch.


Zudem gibt es ja noch diverse Artefakte in den Spielen, die den Besitzern übernatürliche Kräfte verleihen - siehe alleine schon den Endkampf des ersten Teils (zB ab 3:45):

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golani79

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Aktuell zocke ich Kingdom Come noch mal durch. Immernoch sehr geiles Spiel und es bietet schon ein paar Innovationen. Allen voran das Setting und das Kampfsystem. Das Setting wurde hervorragend umgesetzt. Aber das Kampfsystem funktioniert eher semi-gut, vor allem wenn man es mit mehr als zwei Gegnern zu tun hat. Im Duell dagegen hervorragend.
[...]

Meist sehe ich zwei Szenarien bei Spielen, die mal wirklich was neu machen wollen:
1. Die Innovation funktioniert nicht/wirkt nicht gut durchdacht. Dafür sind andere Aspekte des Spiels gut gelungen (Siehe KCD).
[...]

Finde, das Kampfsystem funktioniert eigentlich sehr gut - auch bei mehreren Gegnern.
Man muss halt auf die Positionierung aufpassen.
 

golani79

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Was funktioniert denn deiner Meinung nach nicht gut, bei mehreren Gegnern?

Dass es schwer ist, gegen mehr als einen Gegner zu kämpfen, sollte ja nicht überraschend kommen - zumal das Spiel ja mehr auf Authentizität setzt und kein einfaches Action-RPG sein will.
 

sealofdarkness

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Mittlerweile sind wir doch an einem Punkt angekommen, bei dem es extrem schwierig ist so aus dem Nichts etwas komplett Neues und Innovatives zu erschaffen. Die Kunst ist es doch Vorhandenes zu verbessern, mit anderen Elementen zu kombinieren und das ganze dann so zu optimieren, dass es sich gut anfühlt und Spaß macht. Das ist doch quasi die Innovation.
Denn, wenn wir ehrlich sind, ist ein Breath of the WIld auch nicht sonderlich innovativ. Sämtliche Elemente findet man auch in anderen Spielen, aber BotW hat es in den Augen vieler nun mal geschafft, die ganzen Elemente harmonisch miteinander zu kombinieren. Ist ein bisschen so wie bei Shakespeare: Er hat die Dinge auch nicht erfunden, sondern bisher Vorhandenes genommen, verarbeitet, und damit neue Werke geschaffen.
 

DarkSamus666

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Ich sehe das etwas anders. Ich will, dass sich auch Entwickler von AAA-Spielen mehr Eigenständigkeit zutrauen und finde es schade, wenn halt jedes zweite Spiel ein Open-World-Action-RPG mit sich frappierend ähnelnden Spielmechaniken ist. Es unterscheidet sich meist nur im Setting. Der Rest ist leider zu 90% ident und das ist mir schlicht zu wenig, um wie es die diversen Medien machen das Spiel mit Lobeshymnen zu überschütten, da es schlicht nicht originell ist. Klar ist Dark Souls von Spielen wie Castlevania, Zelda und Ico inspiriert und nimmt halt auch bis auf die perspektive viel aus King's Field mit, dennoch ist ihnen etwas einzigartiges mit den Souls-Spielen gelungen.
Auch bei Cyberpunk 2077 hab ich im Gegensatz zu vielen AAA-Titeln nie das Gefühl, ein Recycling-Produkt zu spielen.
Auch im Metroidvania-Genre gibt es Spiele, die lediglich gut klauen, aber auch welche, die trotz des selben Genres eine einzigartige Spielerfahrung sind. Beides macht durchaus Spaß, aber ich schätze die vertreter, die sich eigene Spielmechaniken zutrauen mehr als den X-ten Super-Metroid- oder SotN-Klon.
 

Zybba

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Grundsätzlich finde ich das Übernehmen von Features/Ideen anderer auch nicht schlimm. Es kann jja durchaus sinnvoll sein.
Allerdings finde ich, dass es eh schon häufig gemacht wird.

Klar, in Assassin's Creed hast du keinen Gleiter. Nur sollte für mich nicht der Umkehrschluss sein, dass jedes (deiner Meinung nach) gute Features von anderen kopiert werden soll.
Denn dann wären alle Spiele gleich.
 

sauerlandboy79

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Grundsätzlich finde ich das Übernehmen von Features/Ideen anderer auch nicht schlimm. Es kann jja durchaus sinnvoll sein.
Allerdings finde ich, dass es eh schon häufig gemacht wird.

Klar, in Assassin's Creed hast du keinen Gleiter. Nur sollte für mich nicht der Umkehrschluss sein, dass jedes (deiner Meinung nach) gute Features von anderen kopiert werden soll.
Denn dann wären alle Spiele gleich.
Eben. Wenn es keine oder zu wenige Alleinstellungsmerkmale gibt hat man am Ende nur eines: Einheitsbrei. Und ich denke dass sowas kaum erwünscht ist. ;)

Und man darf auch nicht behaupten bzw. glauben dass wir im Jahre 2021 schon am Ende der Kreativitätfahnenstange wären. Wenn es danach ginge hätten sich Videospiele in den letzten 30 Jahren kaum weiterentwickelt.
 

sealofdarkness

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Oh, da fällt mir noch was ein: Manchmal können Entwickler auch nicht ihr ganzes kreatives Potential ausschöpfen, weil einige Ideen und Mechaniken patentiert sind. Zum Beispiel die Nemesis Mechanik aus Shadow of Mordor/War wird man wohl bei anderen Entwicklern oder Publishern nicht so schnell sehen.

Und wir wissen ja, dass bereits Ähnlichkeiten zu patentierten Dingen ein Grund für rechtliche Auseinandersetzungen sein können, die nicht jeder Entwickler/Publisher riskieren möchte...
 

Zybba

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Und man darf auch nicht behaupten bzw. glauben dass wir im Jahre 2021 schon am Ende der Kreativitätfahnenstange wären. Wenn es danach ginge hätten sich Videospiele in den letzten 30 Jahren kaum weiterentwickelt.
Stimmt!

Zum Beispiel die Nemesis Mechanik aus Shadow of Mordor/War wird man wohl bei anderen Entwicklern oder Publishern nicht so schnell sehen.
Ich weiß nicht genau, wie die Mechanik aufgebaut ist.
Es gibt aber durchaus Spiele, die ähnliche Dinge machen. Mir fallen auf Anhieb ein XCOM WotC und Star Renegades.
Ich weiß auch, dass es noch andere gab.
Wie nah die jetzt an dem vermeintlich Vorbild waren, weiß ich halt nicht.
 

RedDragon20

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Was funktioniert denn deiner Meinung nach nicht gut, bei mehreren Gegnern?

Dass es schwer ist, gegen mehr als einen Gegner zu kämpfen, sollte ja nicht überraschend kommen - zumal das Spiel ja mehr auf Authentizität setzt und kein einfaches Action-RPG sein will.
Es geht nicht um den Schwierigkeitsgrad. Auch Duelle sind nicht ohne. Und das ist auch okay so. Ein einzelner Kumane ist schon ne ganz andere Nummer als n lumpiger Bandit. Vor allem mit Schild.

Wenn man aber kaum Übersicht hat und die Zielerfassung zu starr ist (selbst ohne aktiviertes Lock on target), spricht das schon eher für mäßig durchdachtes Spieldesign...und nicht für Authentizität. Gibt ja nicht umsonst ne Mod zu der Problematik, die das ganze etwas verbessert.

Und meist ist man auch eher rückwärts unterwegs und versucht dabei, die Feinde irgendwie im Blickfeld zu behalten. Manchmal blockt man, manchmal haut man einen Schlag. Manche Kämpfe dauerten gut und gerne ne ganze viertel Stunde und länger oder waren nicht zu schaffen, egal wie gut man das Kampfsystem beherrscht. Gezielte Kombos sind die meiste Zeit kaum möglich.

Edit: Gerade eben hatte ich es im Laufe einer Hauptquest im Wald mit einem Quartett Briganten zu tun. Einen hab ich zwar noch ganz gut hin halten können, aber der Rest war nicht zu schaffen. Die Gegner liefen quasi "in mich hinein" und ich hatte keine Chance, mich so zu positionieren, dass ich die Übersicht behalten konnte. Das Wechseln des Ziels funktionierte nicht korrekt. Das ist auch kein Einzelfall. Das haben andere Spiele bedeutend besser hinbekommen.

Und ich bin keinesfalls zu schlecht oder zu doof dafür. ^^ Ich kenne das Spiel quasi in und auswendig.

Lange Rede, kurzer Sinn: Innovationen können auch nach hinten los gehen. Oder eben auch nicht gut durch dacht sein, sodass der Spielspaß drunter leidet. Im Zweifelsfall ist es daher durchaus okay, auf "Standards" zu vertrauen. KCD wäre nicht schlechter gewesen, wenn das Kampfsystem eingängiger und weniger auf Authentizität getrimmt wäre. Im Gegenteil. Eingängigkeit heißt ja nicht gleich, dass man actionlastiger und weniger taktisch unterwegs ist.
 
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Zybba

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Noch mal zum Nemesis System:
Ich bin durch Zufall heute über diesen Artikel gestolpert.
Wenn ich den richtig verstehe, steht eine Genehmigung des Patents noch aus.
 
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