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News - PC Games: Ich wähle keine Spielekiller: PC-Games-Aktion findet immer mehr Unterstützer

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crackajack am 09.09.2008 12:20 schrieb:
[
Wie geht es eig. Anthony Hopkins seit seiner Rolle als Hannibal Lecter?
Frisst der privat auch Menschen, immerhin hat er das im Film auch gespielt und dürfte davon ja bleibende Schäden davongetragen haben..... und dann auch noch mit dem Oscar geadelt.... tzzz

Hier hast du doch ein Pardebeispiel, dass es auch ohne Brutalität geht.
Der Film lebt von der Spannung!
In Computerspieln wäre so etwas auch möglich aber Brutalität verkauft sich halt besser und man braucht sein Hirn nicht mit einer anspruchsvollen Story zu quälen...
 
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DaStash am 09.09.2008 12:23 schrieb:
Meiner Meinung nach gibt es kein passives Film schauen. Jeder entscheidet selber und aktiv, ob er sich einen Film anschaut oder nicht. Ob er dabei nun eine Szene sieht oder sie selber spielt, macht da mMn keinen Unterschied mehr.

MfG

Hmmm ja, im Spiel bin ich aber aktiv, d.h. ich entscheide, ich "mache".
Im Film fehlt diese Aktivität völlig
 
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tja ich finde es gut das pcgames die aktion "wir wählen keine spielekiller" ausführt.
vor kurzem hab ich an die csu einen link zu einer sehr guten seite geschickt

http://www.stigma-videospiele.de/

ich finde, diese seite könnte die csu ganz schön ins schwitzen bringen
 
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DaStash am 09.09.2008 12:07 schrieb:
Aber wo liegt diese Grenze?

weiss ich nicht.
es geht doch nur darum, dass alleine mit der anerkennung dieser tatsache (sic!), jeglicher argumentation von wegen "ich bin erwachsen, ich lass mir gar nix verbieten" oder dem immer wiederkehrenden "zensur!"- geschrei der boden entzogen wird.

Ich habe das Gefühl, dass Computerspiele im besonderen Maße zu Unrecht behandelt werden, wenn ich mir im Vergleich dazu Horrorfilme aus der Videothek angucke, die teilweise sehr brutal und menschenverachtend sind und tzd. schon ab einer Freigabe von 16 Jahren zu haben sind.

zunächst mal, sehe ich sehr wohl einen unterschied zwischen dem rein passiven konsum und dem (inter-) aktiven "mitmachen".
ansonsten ist es natürlich so, dass computerspiele momentan weiter oben auf der "hetz-" agenda stehen, eben weil sie für viele noch etwas neues und unbekanntes darstellt.

wer allerdings behauptet, dass nur computerpsiele beschnitten würden oder in der diskussion stünden, der hat keine ahnung.
So wie ich Dich verstanden habe, geht es Dir darum, was allgemein an Gewaltdarstellung in den Medien zumutbar ist. Diese Diskussion finde ich auch richtig und sollte eben nicht nur auf der Ebene Computerspiele geführt werden, darum geht es mit.

selbstredend sollte sich die diskussion nicht nur auf computerspiele beschränken.
ich bin sogar, jemand sprach es an, durchaus dafür auch mal -wenn auch auf anderer ebene- über das (nach-) mittagsprogramm diverser privatsender zu diskutieren.
aber das sollte hier jetzt nicht unser thema sein.
 
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Die Problematik der Zum-nachdenken-anregenden-Spiele ist, wie häufig, dass die Entwickler/Publisher keinen unnötigen Risiken eingehen wollen. Zum einen ist es mit der Innovation immer so eine Sache, weil das Konzept oder die Umsetzung dessen dann doch nicht dem entspricht, was die Leute haben wollen - oder es kaufen ganz die Leute einfach zu wenig, zum anderen ist ein Spiel, was zum nachdenken anregt, vielleicht auch gar nicht erwünscht.

Um das einmal zu verdeutlichen: Man stelle sich z.B. einen Ego-Shooter vor (mit Kriegsszenario), in dem eine der Aufgaben lautet, man soll doch, nachdem man ein Dorf vor feindlichen Einheiten gerettet hat, dieses dem Erdboden (samt Einwohnern) gleich machen, nur weil diese irgend etwas gesehen haben, dass sie nicht sollten. --Man kommt also in einen Gewissenskonflickt: Soll man die Mission durchführen oder nicht? -Vielleicht lässt einem das Spiel aber keine andere Wahl.
-->Bei entsprechend realistischer Umsetzung könnte dem, der ein Gewissen hat, nun ganz mulmig werden. Nur, welcher Entwickler/Publisher wird ein Spiel veröffentlichen wolen, bei dem seinen Probanden vom Zocken übel wird.

Das ist natürlich nur ein (etwas extremes) Beispiel, aber wer wird sich trauen, als Moralapostel oder so aufzutreten, wenn es doch viel einfacher und sicherer geht, Käuferwünsche zu befriedigen - also nur Unterhaltung, null Anspruch.
 
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dirkie71 am 09.09.2008 12:24 schrieb:
crackajack am 09.09.2008 12:20 schrieb:
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Wie geht es eig. Anthony Hopkins seit seiner Rolle als Hannibal Lecter?
Frisst der privat auch Menschen, immerhin hat er das im Film auch gespielt und dürfte davon ja bleibende Schäden davongetragen haben..... und dann auch noch mit dem Oscar geadelt.... tzzz

Hier hast du doch ein Pardebeispiel, dass es auch ohne Brutalität geht.
Der Film lebt von der Spannung!
In Computerspieln wäre so etwas auch möglich aber Brutalität verkauft sich halt besser und man braucht sein Hirn nicht mit einer anspruchsvollen Story zu quälen...
Dieser subtile Psycho-Terror der von Hannibal ausgeht, kann mitunter verstörender sein als Splatterszenen in Horrofilmen...
 
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hawkytonk am 09.09.2008 12:30 schrieb:
Die Problematik der Zum-nachdenken-anregenden-Spiele ist, wie häufig, dass die Entwickler/Publisher keinen unnötigen Risiken eingehen wollen. Zum einen ist es mit der Innovation immer so eine Sache, weil das Konzept oder die Umsetzung dessen dann doch nicht dem entspricht, was die Leute haben wollen - oder es kaufen ganz die Leute einfach zu wenig, zum anderen ist ein Spiel, was zum nachdenken anregt, vielleicht auch gar nicht erwünscht.

Um das einmal zu verdeutlichen: Man stelle sich z.B. einen Ego-Shooter vor (mit Kriegsszenario), in dem eine der Aufgaben lautet, man soll doch, nachdem man ein Dorf vor feindlichen Einheiten gerettet hat, dieses dem Erdboden (samt Einwohnern) gleich machen, nur weil diese irgend etwas gesehen haben, dass sie nicht sollten. --Man kommt also in einen Gewissenskonflickt: Soll man die Mission durchführen oder nicht? -Vielleicht lässt einem das Spiel aber keine andere Wahl.
-->Bei entsprechend realistischer Umsetzung könnte dem, der ein Gewissen hat, nun ganz mulmig werden. Nur, welcher Entwickler/Publisher wird ein Spiel veröffentlichen wolen, bei dem seinen Probanden vom Zocken übel wird.

Das ist natürlich nur ein (etwas extremes) Beispiel, aber wer wird sich trauen, als Moralapostel oder so aufzutreten, wenn es doch viel einfacher und sicherer geht, Käuferwünsche zu befriedigen - also nur Unterhaltung, null Anspruch.

Das ist es eben.
Spiele sind (bislang) erstmal nur dazu da, zu unterhalten und Spaß zu machen.
Vielleicht wird daraus irgendwann mehr, aber eine Vielschichtigkeit wie Filmen, bei denen Werke wie "Der Soldat James Ryan" (nur die erste Filmhälfte!) mit Sicherheit nicht Spaß machen sollen, ist noch lange nicht erreicht.
 
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Boneshakerbaby am 09.09.2008 12:06 schrieb:
Jupp, das ist doch mal ehrlich gesagt. Unterschreibe ich so. Aber auch wenn man sich mal eingesteht, dass das oft Gewaltpornos sind, muss man die angesichts der restlichen Medienlandschaft jetzt wirklich nicht auf dem Populismus-Scheiterhaufen verbrennen.
Wobei ich anmerken möchte, dass die "restliche Medienlandschaft" oftmals einen differenzierten Blickwinkel vorweisen kann. Gewalt in den Nachrichten (zerfetzte Kinder, blutende Soldaten, ertrunkene Menschen) wirkt tatsächlich abschreckend. Während ich bei Postal 2 über die 30 getöteten US-Marines noch lache, empfinde ich es eher als nachdenklich und verstörend, wenn tatsächlich echte Soldaten / Menschen / Zivilisten umgekommen sind. Das Treiben kann ich nicht mit einem "ey, voll in den Kopf Alda!" umschreiben. Was wieder zur Frage führt, warum man virtuelle und brutale Inhalte lustig findet, obwohl sie eigentlich menschliche Perversionen spielerisch zum Zweck der Unterhaltung umwandeln. In passiven Filmen gibt es natürlich einen anderen Blickwinkel. Collateral z.B. ist stellenweise auch brutal und kaltblütig. Ein Profikiller tötet. Nur ist es eben passiv, und der Gegenpart im Film macht klar, dass dieses Handeln krank, abartig und nicht tolerierbar ist. Das Moralsystem funktioniert. Filme wie Rambo 4 sind für mich trotz Passivität schon eine Nummer zu krank. Ich halte solche extremen Darstellungen für gänzlich übertrieben. Die mögen vll. abschreckend wirken, mich widerten sich einfach nur an - ich muss nicht sehen, wie man Kinderleichen auf dem Scheiterhaufen verbrennt, man den Eltern Körperteilen mit der Machete abhackt und Rambo mit einem Jagdbogen flüchtende Soldaten "effektvoll cool" erschießt. Sicherlich hat also auch die restliche Medienlandschaft Probleme, aber diese kommen imho bezüglich der Unbedachtheit nicht an die virtuellen Gegenstücke ran. Am Ende gibt die Interaktivität den Ausschlag. Man übt tatsächlich eine Handlung aus, auch wenn diese nur virtuell ist, und es keinen echten Schaden gibt. Nur wie oben geschrieben: Warum macht etwas virtuell Spaß, obwohl es die schlimmsten Inhalte des menschlichen Siechtums effektvoll und brachial behandelt?
Aber wo liegt diese Grenze?
Die sollte im Idealfall jeder für sich selbst ziehen, aber gerade bei interaktiven Inhalten scheint dies schwer zu funktionieren. Weshalb wohl Teile der Politik auch intervenieren wollen. Zwischen Passivität und Interaktivität liegen bezogen auf den psychologischen Blickwinkel Welten. Etwas, was zumindest die Hirnforschung relativ eindeutig klarstellen konnte. Es geht hier um die direkte Wirkung (das, was direkt beim Konsum im Hirn passiert), NICHT um die Langzeitwirkung und evtl. psychische Folgen beim Konsumenten.

Regards, eX!
 
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dirkie71 am 09.09.2008 12:24 schrieb:
Hier hast du doch ein Pardebeispiel, dass es auch ohne Brutalität geht.
Echt?
Nur weil sich Lecter wortgewand und bedächtigt gab?

Vor allem in Hannibal wurde in ordentlichen Detailaufnahmen was gelöffelt das ich nicht unbedingt hätte sehen müssen und auch ohne Bilder extremst brutal gefunden hätte, wenn man es nicht gezeigt hätte.

Die Figur Hannibal ist ja ähnlich, wenn nicht noch viel mehr, Kult wie Freddie oder Jason- eben weil er nicht nur bei Horrorfans Beachtung fand. Anthony als erwachsener Schauspieler darf innerhalb des Films eben machen was für die Geschichte eben sein muss. Warum darf der Spieler nicht ähnliches machen, obwohl seine Rolle nicht sooo viel anderes verlangt?
Sicher ist Filmstory auch was anderes wie Spielstory, auch weil die Perspektive für die letztendlich zu unterhaltenden Person eine andere ist, aber im Endeffekt ist auch so ein subtil, aber doch brutales Werk wie Hannibal bloss Unterhaltung wie auch z.B. Condemned.
 
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dirkie71 am 09.09.2008 12:24 schrieb:
In Computerspieln wäre so etwas auch möglich aber Brutalität verkauft sich halt besser und man braucht sein Hirn nicht mit einer anspruchsvollen Story zu quälen...

persönlicher kommentar (soll keinen einfluss auf die allgemeine diskussion haben).
in einem teil gibt es eine szene in der ein opfer sein eigenes hirn verspeist.
ich persönlich fand das schlicht widerwärtig und asozial.
wer denkt sich so einen -mit verlaub- scheiss aus? :-$
 
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Bonkic am 09.09.2008 12:38 schrieb:
dirkie71 am 09.09.2008 12:24 schrieb:
In Computerspieln wäre so etwas auch möglich aber Brutalität verkauft sich halt besser und man braucht sein Hirn nicht mit einer anspruchsvollen Story zu quälen...

persönlicher kommentar (soll keinen einfluss auf die allgemeine diskussion haben).
in einem teil gibt es eine szene in der ein opfer sein eigenes hirn verspeist.
ich persönlich fand das schlicht widerwärtig und asozial.
wer denkt sich so einen -mit verlaub- scheiss aus? :-$
Man könnte auch fragen: Wer denk sich so einen sadistischen Mist aus. wie in Saw z.B. (-Meine Meinung.)? Antwort: Leute, die ihren kreativen, sadistischen Zügen freinen Lauf lassen, um das zu ereichen, was die Publisher wollen - Probanden schocken, um zu unterhalten. Und da die Schmerzgrenze der Leute immer tiefer wird, oder zumindest kommt es einem so vor, werden auch die 'Produkte', die schocken sollen, immer brutaler.
 
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Wenn es um Unterhaltung ist den Anbietern (fast?) alles Recht. Man denke hierbei nur einmal an unser allseits beliebtes Fersehprogramm.
 
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dirkie71 am 09.09.2008 11:20 schrieb:
DaStash am 09.09.2008 09:47 schrieb:
Ich persönlich finde Verharmlosung auch schlimmer, als die Darstellung der Realität, so wie sie nun einmal ist.
MfG

Ist Kinderpornografie nicht auch eine Realität, der wir uns LEIDER !!! stellen müssen ?

mir geht es um folgendes:
Ich mag auch keine Zensur o.ä. aber warum werden Spiele immer brutaler ? Reicht es nicht, den Gegner blutend umkippen zu sehen ? Ne da lassen wir doch lieber noch ein paar Gedärme rausfallen...ist doch so schön realistisch !

Vor langer Zeit habe ich auch mal Shooter gespielt aber seit diese so brutal geworden sind, distanziere ich mich doch ganz klar davon !

Man sollte wirklich Spiele, die so brutal sind, also über Maßen hinaus, wirklich verbieten !
Der Spielverband sollte sich wirklich mal fragen, warum muss das so sein ? Spiele sollten ja mal zum Kulturgut erhoben werden aber das wird wohl nichts !
Eigentlich wollte ich in diesem Thread nicht auch noch was zu dem Thema posten, aber Deine Bemerkungen nötigen mich jetzt doch dazu.
In einem Satz sagst du, du magst keine Zensur - und im nächsten schreibst du: "...sollte man wirklich verbieten..."
Ich hoffe du merkst worauf ich hinaus will. :finger:
...und daß du (wie ein Politiker) ALLE Shooter über einen Kamm scherst indem du sagst, das diese so brutal geworden sind, daß du dich von allen Shootern distanzieren mußt, zeigt mir auch, daß du wohl gerne verallgemeinerst...
Ich bin mittlerweile über 40 und spiele Shooter seit es sie gibt, trotzdem wirst du bei mir keine Weltkriegsshooter im Regal finden, weil ich persönlich halt lieber irgendwelche Aliens oder Monster virtuell töte.
Nichtsdestotrotz bin ich im wirklichen Leben ein absoluter Pazifist.
Aber ich betrachte Spiele nunmal als eine Kunstform und sage einfach: Jedem was ihm gefällt - über Geschmack läßt sich nunmal streiten.
Und auf deine Frage in deinem Post auf der fünften Seite, warum Köpfe rollen müssen nun noch eine nicht ganz ernst gemeinte Antwort:
Weil man Highlander nunmal nur auf diese Weise töten kann! :-D
Oder würdest du jetzt sagen der Film Highlander gehört auch verboten?
Es reicht doch wohl eindeutig, daß soetwas erst "ab 18" eingestuft ist und gut.
Wie bereits erwähnt:
Ich habe ein persönliches Problem mit Weltkriegs-Shootern - lasse diese dann aber halt einfach links liegen und käme niemals auf die Idee nach einem Verbot zu schreien oder gleich alle Shooter in eine Schublade zu stecken.
Verbote sind so oder so keine Problemlösung...
Würden sich alle Menschen einfach nur an die "alten" zehn Gebote halten, bräuchte es eh keinerlei andere Gesetzte.
Und nein, ich bin kein gläubiger Christ und Kirchengänger sondern einfach nur vernünftig.
So, an dieser Stelle werde ich mich nun aber mal selbst bremsen, bevor das hier jetzt noch ausartet! :-)
Ich hoffe einfach, daß meine Worte vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregen werden, das Verbote in keinem Fall irgendwelche Probleme lösen können.
Gruß und Schluß
Doppel-H
 
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Ich finde es gut, dass endlich auch mal etwas unternommen wird, das über das sich beschweren in Foren hinausgeht und sich direkt an die Politik wendet.

Was die Zensur von Videospielen angeht, bin ich grundsätzlich gegen jegliche Art von Zensur. Denn im Gegensatz zum Fernsehen geht dem Konsum von Videospielen ein bewusster Entscheid voraus. Bevor ich anfangen kann zu spielen, muss ich mir das Produkt ja erst mal kaufen und werde mich deshalb wohl auch zuerst darüber informieren. Ist mir ein Spiel zu brutal oder zu aufreizend, kaufe ich es mir auch nicht.

Dass es Händler gibt, die Spiele für Erwachsenen an Minderjährige verkaufen und Minderjährige auch sonst Spiele zocken, die nicht für sie geeignet sind, streite ich keineswegs ab. Doch dasselbe Problem gibt es auch mit dem Alkohol und dort schreit auch kein Hahn danach, den Alkohol zu verbieten.
 
AW: AW

Bonkic am 09.09.2008 12:38 schrieb:
dirkie71 am 09.09.2008 12:24 schrieb:
In Computerspieln wäre so etwas auch möglich aber Brutalität verkauft sich halt besser und man braucht sein Hirn nicht mit einer anspruchsvollen Story zu quälen...

persönlicher kommentar (soll keinen einfluss auf die allgemeine diskussion haben).
in einem teil gibt es eine szene in der ein opfer sein eigenes hirn verspeist.
ich persönlich fand das schlicht widerwärtig und asozial.
wer denkt sich so einen -mit verlaub- scheiss aus? :-$

Das Beispiel zeigt zu mindesten gut auf, wie unterschiedlich die Geschmacks -/ Gewaltgrenze bei jedem persönlich angelegt ist.

Um auf dein oberen Post sprechen zu kommen

wer allerdings behauptet, dass nur computerpsiele beschnitten würden oder in der diskussion stünden, der hat keine ahnung.
Ich hoffe das ist nicht falsch angekommen. Mir ging es nur darum das das Maß zur Anwenung von Zensur zu einseitig auf die Computerspiele, jedenfalls Momentan, öffentlich gelegt wird.
Wenn es generell um den Gewaltgrad in Medien geht, dann muss man das Problem auch generell und nicht einseitig behandeln, darauf wollte ich hinaus.

MfG
 
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Boesor am 09.09.2008 12:25 schrieb:
DaStash am 09.09.2008 12:23 schrieb:
Meiner Meinung nach gibt es kein passives Film schauen. Jeder entscheidet selber und aktiv, ob er sich einen Film anschaut oder nicht. Ob er dabei nun eine Szene sieht oder sie selber spielt, macht da mMn keinen Unterschied mehr.

MfG

Hmmm ja, im Spiel bin ich aber aktiv, d.h. ich entscheide, ich "mache".
Im Film fehlt diese Aktivität völlig
Aber in gewisser Weise findet ja auch eine Beführwortung zum Inhalt eines Films statt, wenn ich ihn mir angucke. Bei Spielen gestalte ich eine Szene selber im gewissen Umfang und handel aktiv und bin auch mit dem Handeln einverstanden, sonst würde ich ja so nicht handeln. In einem Film sehe ich zwar einer festgelegten Handlung zu, erklkäre mich jedoch inhaltlich mit der Handlung einverstanden, wenn ich den Film bei kritischen Szenen weitergucke. Denn wenn nicht könnte ich mich auch "aktiv" dafür entscheiden, den Film auszumachen, wenn er eine bestimmte Grenze überschreitet.

MfG
 
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DaStash am 09.09.2008 14:04 schrieb:
Aber in gewisser Weise findet ja auch eine Beführwortung zum Inhalt eines Films statt, wenn ich ihn mir angucke. Bei Spielen gestalte ich eine Szene selber im gewissen Umfang und handel aktiv und bin auch mit dem Handeln einverstanden, sonst würde ich ja so nicht handeln. In einem Film sehe ich zwar einer festgelegten Handlung zu, erklkäre mich jedoch inhaltlich mit der Handlung einverstanden, wenn ich den Film bei kritischen Szenen weitergucke. Denn wenn nicht könnte ich mich auch "aktiv" dafür entscheiden, den Film auszumachen, wenn er eine bestimmte Grenze überschreitet.

MfG

Nein, die findet eben nicht zwangsläufig statt, denn Filme sind mehr als nur unterhaltende Spaßmacher wie Computerspiele.
Schau dir mal "Der Untergang" an, der dient sicher nicht der Unterhaltung und ich befürworte durch das Anschauen auch keine Handlung der Protagonisten.
 
AW: AW

Und da die Schmerzgrenze der Leute immer tiefer wird, oder zumindest kommt es einem so vor, werden auch die 'Produkte', die schocken sollen, immer brutaler.

Hm, vor ca. 2000 Jahren sind die Menschen in den Zirkus gerannt, um zu sehen wie Christen von Löwen zerfleischt werden. Keine Special-Effects, kein doppelter Boden, keine Schauspieler. Alles mit echtem, richtigem, roten Blut. Und alles in Surround-Sound natürlich!

Die Menschheit gibts heute immernoch und ist teilweise sogar zivilisierter geworden. Und zwar so zivilisiert, dass man schon den Untergang des Abendlandes befürchtet, wenn man an einer Flüssigkristall-Zelle eine elektrische Spannung so anlegt, dass sie sich rot färbt. :rolleyes:
 
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DaStash am 09.09.2008 14:04 schrieb:
Aber in gewisser Weise findet ja auch eine Beführwortung zum Inhalt eines Films statt, wenn ich ihn mir angucke. Bei Spielen gestalte ich eine Szene selber im gewissen Umfang und handel aktiv und bin auch mit dem Handeln einverstanden, sonst würde ich ja so nicht handeln. In einem Film sehe ich zwar einer festgelegten Handlung zu, erklkäre mich jedoch inhaltlich mit der Handlung einverstanden, wenn ich den Film bei kritischen Szenen weitergucke. Denn wenn nicht könnte ich mich auch "aktiv" dafür entscheiden, den Film auszumachen, wenn er eine bestimmte Grenze überschreitet.

das stimmt zwar alles, trotzdem offenbart das geschriebene doch einen gedanklichen fehler:

in einem film (oder jedem anderen passiv zu konsumierenden medium) bin NIEMALS ich es der -völlig unabhängig vom gewaltgrad- (natürlich virtuelle) gewalt (oder sonstwas) ausübt.
bei einem spiel hingegen schon.
dh, selbst wenn ich den gewaltgrad (etc.) eines filmes abstossend finden sollte, so bin ich doch nicht "verantwortlich" für das geschehen auf dem bildschirm oder der leinwand und muss es schon gar nicht "befürworten".
das ist bei einem spiel anders.

zur verdeutlichung:
nachrichten beinhalten -darüberhinaus reale- gewalt- richtig.
empfinde ich das uu als abstossend/ abschreckend/ widerlich? ja!
kann das zu viel für kinder sein? ebenfalls ja.
trotzdem ist der fundamentale unterschied doch, dass nicht ich als zuseher in die wege geleitet habe, dass kinder in afrika verhungern/ zivilisten im irak zerfetzt werden/ seerobben abgeschlachtet werden.
(jetzt soll mich bitte keiner darauf hinweisen, dass ich auch im spiel nichts von alledem "wirklich" tue, das gleiche gilt nämlich natürlich auch für filme.
mir gehts hier nur um den unterschied passiv/ (inter-) aktiv. ;-) )

deswegen sollte man auch tunlichst zwischen der darstellung in einer zwischensequenz unterschieden und dem eigentlichen, vom spieler zu beeinflussenden, spielgeschehen.
 
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oceano am 09.09.2008 14:12 schrieb:
Und da die Schmerzgrenze der Leute immer tiefer wird, oder zumindest kommt es einem so vor, werden auch die 'Produkte', die schocken sollen, immer brutaler.

Hm, vor ca. 2000 Jahren sind die Menschen in den Zirkus gerannt, um zu sehen wie Christen von Löwen zerfleischt werden. Keine Special-Effects, kein doppelter Boden, keine Schauspieler. Alles mit echtem, richtigem, roten Blut. Und alles in Surround-Sound natürlich!

Die Menschheit gibts heute immernoch und ist teilweise sogar zivilisierter geworden. Und zwar so zivilisiert, dass man schon den Untergang des Abendlandes befürchtet, wenn man an einer Flüssigkristall-Zelle eine elektrische Spannung so anlegt, dass sie sich rot färbt. :rolleyes:

Absolut geiler Kommentar - und so wahr! Hab' echt laut lachen müssen! :top:
 
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