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Ein Gymnasium in Schramberg im Schwarzwald will sich zu einer "Killerspielfreien Schule" entwickeln.
Aha. Aber:
Es ginge hier nicht um Verbote.
Wie will man die Schule
ohne Verbote "Killerspiel"-
frei bekommen?
Das geht doch eigentlich nur durch Gehirnwäsche und massives Mobbing gegenüber Killerspielern.
Ist das wirklich besser als ein (auch noch so ungerechtfertigtes) Verbot?
Laut Schuldirektor Bernhard Dennig würden die Gewaltspiele einen "wesentlichen Beitrag dazu
leisten, dass Jugendliche zu Amokläufern werden".
Ich kann auch viel behaupten, wenn der Tag lang ist.
Hat der gute Herr Denning auch irgendwas, worauf er seine Behauptung stützen kann, oder ist das jetzt genauso gehaltvoll und begründet wie irgendein x-beliebiges Stammtischpolitik-Geschwätz?
Es gebe zwar keinen monokausalen Zusammenhang zwischen derlei Taten und den Spielen, sie böten den Jugendlichen allerdings ein "verqueres Handlungsmodell für eine scheinbare Lösung ihrer Probleme und Schwierigkeiten".
Interessant. Also mir ist kein Spiel bekannt, in dem die "Probleme und Schwierigkeiten" von Jugendlichen thematisiert werden, das man als "Killerspiel" bezeichnen könnte und das eben diese Probleme im Spiel löst.
Meistens geht es doch um militärische Konflikte, Außerirdische, Mutanten oder sonstige böse Zauberer, die als "Problem" in Spielen auftauchen.
In der Schule soll ein Bewusstsein geschaffen werden, dass Killerspiele schädlich seien und deswegen auch geächtet werden sollten.
Wie oben schon angemerkt: ohne jegliche Nennung einer Grundlage, sondern einfach mal so soll an der Schule Gehirnwäsche betrieben werden (mal überspitzt ausgedrückt).
Es erstaune, dass manche der Auffassung seien, dass derlei Spiele wie ein Naturereignis zu akzeptieren seien, gegen das keine Gegenwehr möglich sei.
"nötig" != "möglich"
Kranke Hirne inspirieren sich an dem, was da ist: wenn das dann keine "Killerspiele" sind, dann halt eine andere Geschichte.
Seien es jetzt die Helden aus den Matrix Filmen, die in der Matrix Terroristen
sind; Hannibal Lecter, der kannibalistische Mörder in "Schweigen der
Lämmer"; Mickey & Mallory aus "Natural Born Killers", dem Joker
oder, wenn denn tatsächlich mal alle Filme, Spiele und Bücher verbrannt
sind, an realen "Vorbildern" wie Ed Gein, Hitler, Jack the Ripper oder auch
einfach an früheren Amokläufern.
Es soll Hilfestellung gegeben werden, wie Schüler und Eltern sinnvoll mit Medien umgehen können. [... Man will] die Eltern auffordern, mit ihren Kindern im Gespräch über derlei Spiele zu bleiben, um zu erfahren, was an derlei Gewaltspielen reizvoll erscheine.
Zu gut deutsch: Die Eltern sollen sich endlich mal mit ihren Kindern über deren Hobby unterhalten.
Sollte das nicht ohne Arbeitsgruppe selbstverständlich sein ...?