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News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

eX2tremiousU am 20.06.2007 13:00 schrieb:
Wenn Kunst in einer Form darstellt wird, die zum Überlegen anregt, Missstände der Gesellschaft aufzeigt und allgemein frech provozierend ein höheres Ziel erreichen will, dann ist ja alles okay. Aber Formen wie eben solche Spiele sind imho weit davon entfernt, sich auch nur im Ansatz mit Themen zu beschäftigen, wie es sonst kontroverse Kunst tut. Der Hintergedanke des Spiels wird mir nämlich bezogen auf mögliche höhere Sichtweise schlicht nicht klar. Da wird einfach nur gemetzelt, weil es Spaß macht. Je brutaler der Mord, desto besser die Punktzahl. Mit Kunst hat dies imho nichts zu tun, auch fällt es mir schwer, da nur eine Parallele zu ziehen - was auch für Spiele wie Kingpin, Postal, Shellshock 'Nam und ähnliche "Werke" gilt.

Regards, eX!

Ja, das sehe ich genauso wie Du. Wenn sich darin nicht ein Hauch von Satire oder Ironie erkennen lässt, wie z.B. beim "Hitman", dann finde ich solche Machwerke in der Tat überflüssig und äußerst fragwürdig.

Ich kann auch nur bedingt mitreden, da ich Spiele wie die oben von Dir genannten nie gespielt habe, ebenso wenig Manhunt - hat mich persönlich noch nie angesprochen.

Gruss,
Bremse
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

Petra_Froehlich am 20.06.2007 12:44 schrieb:
> öhm bei allem nötigen respekt aber bei Kinderpornographie leiden kinder REAL ! bei einem Game "leiden! PIXEL (0en und 1en). also virtuell wird NIE jemandem geschadet (außer dem geschmack eventuell) selbst "Hinrichtungen" wären wenn sie animiert sind keinesfalls ein verbrechen....... <


Okay, dann mal schnell ein griffiges Beispiel: Angenommen, Studio X arbeitet an dem Spiel "Executioner". Du spielst einen Henker zur NS-Zeit und deine Aufgabe ist es, Hinrichtungen vorzunehmen - von A bis Z. Je schneller und "sauberer", desto mehr Punkte. "Choose your weapon!"

Oder das neue Playstation-Spiel "Blow Up" von Studio X: Du spielst einen Selbstmordattentäter im Nahen Osten und dein Job ist es, Selbstmordattentate so "geschickt" zu planen, dass es möglichst viele Zivilisten erwischt.

Weltweiter Aufschrei. Studio X argumentiert: "Was wollt Ihr eigentlich? Das ist fiktionales Entertainment für Erwachsene. Jeder sollte selbst entscheiden können, welche Art von Kunst und Medien er konsumieren möchte."

Immer noch okay?

Petra
PC Games


es gibt ganz klar grenzen die in fiktionalem entertainment nicht überschritten werden dürfen. die genannten beispiele übertreten sie auf jeden fall. die ethischen und moralischen grenzen verändern sich mit der zeit und so ist auch die weltanschauung imemr wieder eine andere. nur ist spielen unterhaltung und nihct nachrichten und deshlab gibt es klare grenzen was vertretbar ist und was nicht ..nur bei manhunt nheme ich das als fiktive geschichte , einen fiktiven überlenskampf der mit etwas schlechtem gameplay umgesetzt ist ..das hat nichst mit spielen solcher art zu tun !! hier wird einfach massenweise alles breitgetreten und äpfel mit birnen verglichen !!
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

NeoTrace1980 am 20.06.2007 13:02 schrieb:
Petra_Froehlich am 20.06.2007 12:44 schrieb:
> öhm bei allem nötigen respekt aber bei Kinderpornographie leiden kinder REAL ! bei einem Game "leiden! PIXEL (0en und 1en). also virtuell wird NIE jemandem geschadet (außer dem geschmack eventuell) selbst "Hinrichtungen" wären wenn sie animiert sind keinesfalls ein verbrechen....... <


Okay, dann mal schnell ein griffiges Beispiel: Angenommen, Studio X arbeitet an dem Spiel "Executioner". Du spielst einen Henker zur NS-Zeit und deine Aufgabe ist es, Hinrichtungen vorzunehmen - von A bis Z. Je schneller und "sauberer", desto mehr Punkte. "Choose your weapon!"

Oder das neue Playstation-Spiel "Blow Up" von Studio X: Du spielst einen Selbstmordattentäter im Nahen Osten und dein Job ist es, Selbstmordattentate so "geschickt" zu planen, dass es möglichst viele Zivilisten erwischt.

Weltweiter Aufschrei. Studio X argumentiert: "Was wollt Ihr eigentlich? Das ist fiktionales Entertainment für Erwachsene. Jeder sollte selbst entscheiden können, welche Art von Kunst und Medien er konsumieren möchte."

Immer noch okay?

Petra
PC Games

LOL in Amerika wäre das erste Spiel sicher ein Hit ! Und das zweite Spiel
im nahen Osten...
:ugly:

Ich finde ja nicht das man über sowas Scherze machen sollte, das ist eher traurig als "lol"
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

MurPhYsSHeeP am 20.06.2007 13:05 schrieb:
es gibt ganz klar grenzen die in fiktionalem entertainment nicht überschritten werden dürfen. die genannten beispiele übertreten sie auf jeden fall. die ethischen und moralischen grenzen verändern sich mit der zeit und so ist auch die weltanschauung imemr wieder eine andere. nur ist spielen unterhaltung und nihct nachrichten und deshlab gibt es klare grenzen was vertretbar ist und was nicht ..nur bei manhunt nheme ich das als fiktive geschichte , einen fiktiven überlenskampf der mit etwas schlechtem gameplay umgesetzt ist ..das hat nichst mit spielen solcher art zu tun !! hier wird einfach massenweise alles breitgetreten und äpfel mit birnen verglichen !!

Interessant, du siehst es also auch so, das es Spiele gibt, welche moralische Grenzen überschreiten.
Jetzt frage ich mich wieso dies die genannten Spiele tun, aber Manhunt nicht?
Weil es fiktiv ist? hast du nicht eben noch selbst gesagt, Manhunt würde "bezug zur Realität" nehmen.
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

> hier wird einfach massenweise alles breitgetreten und äpfel mit birnen verglichen !! <


Ich hab die Beispiele natürlich bewusst zugespitzt - eben, weil ich die Rockstar-Argumentation "Alles nur Spiel / Fiktion / Film!" schon sehr oft gelesen und gehört habe. Und weil man mit "Kunst" oder "Meinungsfreiheit" eben nicht jede Entgleisung rechtfertigen kann und darf.

Ich gebe den Vorrednern Recht, dass sich die Maßstäbe für Moral und Gerechtigkeitsempfinden mit der Zeit verändern. Wer weiß, vielleicht lacht man in zehn Jahren über die Manhunt-2-Diskussion von heute. Viele Filme und Spiele, die in den 80ern und 90ern indiziert wurden, würden heute eine FSK-/USK-Einstufung "Ab 12 bzw. 16 Jahren freigegeben" erhalten. Und natürlich hat jedes Land so seine Eigenheiten: Was Engländer lustig finden, halten wir für geschmacklos - Scientology ist in den USA eine Religion, in Deutschland wird der Verein vom Verfassungsschutz beobachtet.

Bemerkenswert ist nur, dass es bei Manhunt 2 einen offenbar weltweiten Konsens gibt, dass dies nichts mehr mit "Entertainment" (auch nicht für Erwachsene) zu tun hat -- auch und gerade in USA und in Großbritannien (die ja sonst GAR nichts mehr schockt ;-) ).

Grüße
Petra
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

hm... also das thema ist schwer:

ich kann einerseits die engländer verstehen, ich versteh auch die argumentation von rockstar/take 2 und klar hat Frau Fröhlich auch recht wenn sie sagt "wo führt das hin?" "wo sind die grenzen?"

das problem: verbietet man es, kann man auch sagen "ok, MH2 wurde verboten, was kommt als nächstes? wo darf ich noch selbst entscheiden ohne das mir der staat die mündigkeit als bürger abnimmt und mir vorschreibt was ich sehen/spielen/erleben darf?" das hat klare berechtigung denn da geht es um grundprinzipien.
außedem darf man nicht vergessen, dass soetwas auch werbung ist für das spiel und somit sogar kontraproduktiv, denn wer lässt sich von verboten meist weniger abschrecken? genau die, die es nicht in die hände bekommen sollen, daher sehe ich das durchaus kritisch, ob soetwas wirklich bestand hat und wirklich ziel der sache ist, ich bezweifle es und befürchte, dass es sogar noch eine schöne gratiswerbung ist die eine menge käufer anzieht, die soetwas gar nicht erst in die hände bekommen darf.

das zweite problem: lässt man es "durch" stellt sich die frage, wieweit es mit der moral und den wertvorstellungen gekommen ist, wo das endet, wo so etwas hinführt und wie gerechtfertigt eine argumentation der kategorie "alles nur virtuell, ein erwachsener weiß das" hinführt, denn dann kann man, wie frau fröhlich ja schon sagte, auch ohne probleme kinderpornographie virtuell darstellen und vertreiben (second life lässt grüßen) ohne das sich jemand beschweren dürfte, denn, es wäre ja nur virtuell und nicht real.

das dritte problem ist, dass vieles geschmacksabhängig ist, viele haben geschrieben "solche spiele braucht keiner" und andere schreiben gleich attock dazu "hey mir hat es gefallen und ich freu mich auf den zweiten teil" da sind halt die geschmäcker verschieden. was für einen geschmack da leute haben und ob es moralisch verwerflich ist, darüber will ich mir kein urteil erlauben. fakt ist jedoch, dass die situation keine leichte ist denn egal in welcher richtung man handelt, man muss viel kritik einstecken.

ich persönlich wäre dafür gewesen, es einfach ab 18 zu verkaufen. der erwachsene mündige bürger soll selbst entscheiden ob er soetwas haben möchte oder nicht und wenn es nicht erfolgreich ist, sich nicht gut verkauft, dann wird es auch keine fortsetzung geben und die diskussion ist beendet. durch solch eine verbotsdiskussion kommt nur gratis publicity zustande und es führt schlußendlich in eine grundsatzdiskussion, die keiner wirklich beantworten kann denn, da erlaub ich mir ein urteil, ich denke niemand von uns kann wirklich sagen ob und wohin das führt, egal ob in die extreme nr. 1 im sinne von "der staat sagt mir was ich zu tun und zu lassen hab" oder extreme nr. 2 im sinne von "alles im sinne der kunst denn es ist ja virtuell usw."

man wird sehen, ob soetwas noch größere wellen schlagen wird oder ob das jetzt die unrühmliche ausnahme war. es ist auf alle fälle sehr sehr schwer über soetwas zu urteilen und ich kann beide lager gut verstehen.

und bitte, wegen diskussionen ob sof oder mh brutaler ist, das ist eine geschmacksfrage die total subjektiv ist und gewöhnlich lässt sich über geschmack streiten, daher denk ich, das man solche fragen nie beantworten kann, der eine findets abartig, der andere sieht es als zynischen humor und zockt es gerne.


@petra fröhlich: dass die USA nichts mehr schockt würd ich nicht behaupten, nur solange es um gewallt geht ist alles ok aber wehe die finden irgendwo einen nippel oder einen gegenstand der nippel-ähnlich ist *grins*
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

Boesor am 20.06.2007 13:14 schrieb:
MurPhYsSHeeP am 20.06.2007 13:05 schrieb:
es gibt ganz klar grenzen die in fiktionalem entertainment nicht überschritten werden dürfen. die genannten beispiele übertreten sie auf jeden fall. die ethischen und moralischen grenzen verändern sich mit der zeit und so ist auch die weltanschauung imemr wieder eine andere. nur ist spielen unterhaltung und nihct nachrichten und deshlab gibt es klare grenzen was vertretbar ist und was nicht ..nur bei manhunt nheme ich das als fiktive geschichte , einen fiktiven überlenskampf der mit etwas schlechtem gameplay umgesetzt ist ..das hat nichst mit spielen solcher art zu tun !! hier wird einfach massenweise alles breitgetreten und äpfel mit birnen verglichen !!

Interessant, du siehst es also auch so, das es Spiele gibt, welche moralische Grenzen überschreiten.
Jetzt frage ich mich wieso dies die genannten Spiele tun, aber Manhunt nicht?
Weil es fiktiv ist? hast du nicht eben noch selbst gesagt, Manhunt würde "bezug zur Realität" nehmen.


es nimmt bezug zur realität und nicht es ist eine reale geschichte ..weil bezug genommen wird auf snuffer movies und anderen schrott den ich nicht konsumiere und auch nicht toleriere ..nur manhunt habe ich durchgezockt und nicht das gefühl gehabt es werde eine ethische grenze überschritten und mich hat mehr das schlechte gameplay gestört als die brutalität ..die hab ich auch in spielen wie god of war oder SoF doch da ist sie anders verpackt und wird mehr toleriert . ich finde einfach manhunt überschreitet die grenze nicht ..das ist meine meinung. ein spiel ist immer zum grossen anteil fiktion es nimmt entweder mehr oder weniger bezug zur realität ... doch ich bleibe dabei in spielen soll nicht alles erlaubt sein das habe ich auch nie behauptet ! nur bei MH sollte man als erwachsener damit umeghen können und es als eine fiktive story anzusehen mit teilweise realem hintergrund . dazu finde cih es viel schlimmer wenn reale personen oder ereignisse gezeigt werden das ist bei MH auch nicht der fall. man spielt nicht einen bundy und ermordet prostituierte!! sowas würde ich auch nie spielen. wenn man aber als commander so und so in einem irakeinsatz in einem real nachempfundenen bagdad iraker über den haufen ballert ruft kaum einer moralisch bedenklich oder ethisch nicht vertretbar ?! und solche shooter gibt es und die sind teilweise auch sehr beliegt mal abgesehen von terrorist takedown was eher lächerlich ist ! ich werde manhunt 2 kaufen und es zocken. mal sehen ob es was taugt ........
 
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Ich stelle auch mal eine Frage. Was ist denn moralischer vertretbarer, Gewaltspiele zu verbieten, mit dem Argument Massakertaten damit zu unterbinden und der Absicht sich selbst als Politiker wieder ins Gespräch zu bringen, weil man sonst nichts bewerkstelligt?

oder Alkohol weiterhin zu legalisieren obwohl im Jahr 40000 Menschen direkt / indirekt daran sterben??
(nur ein Beispiel von vielen Vergleichen die man im Bezug zu dieser "öffenltichen" sinnlosen, da nicht wichtig, Debatte ziehen kann

Für mich ist diese Aufbauschung der Politik in diesem Bezug nicht nachzuvollziehen, somal das Spiel ja noch icht einmal fertiggestellt wurde...

quelle: http://66.102.9.104/search?q=cache:pGlQxrGUbmUJ:www.cannabislegal.de/argumente/suchtzahlen.htm+alkoholtote+deutschland&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de
 
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Cokol am 20.06.2007 11:21 schrieb:
Chemenu am 20.06.2007 11:18 schrieb:
[...]
Ein Postal 2 oder SoF ist um Welten perverser als Manhunt.
[...]
Ich habe sowohl Postal 2, wie auch SoF, wie Auch Manhunt gezockt und kann Deine Aussage nicht im geringsten nachvollziehen...

Ich schon. Und so gehen die Meinungen auseinander. Also lasst doch einfach das Bevormunden sein. Erwachsene spielen was sie wollen.
Keiner zweifelt an das es nicht in Kinderhände gehört. Aber ein Verbot ist immer der falsche Weg.
Ich sehe keinen Unterschied zwischen Saw und Manhunt. Und nein, die tatsache das man bei Manhunt spielt und nicht nur zuschaut finde ich nicht schlimmer, schließlich sind es in Saw echte Menschen und in Manhunt nicht. Das interessiert auch keinen.
 
AW: News - Jugendschutz: Take 2 und Rockstar erbost über Verbot von Manhunt 2

> Was ist denn moralischer vertretbarer, Gewaltspiele zu verbieten, mit dem Argument Massakertaten damit zu unterbinden und der Absicht sich selbst als Politiker wieder ins Gespräch zu bringen, weil man sonst nichts bewerkstelligt?
oder Alkohol weiterhin zu legalisieren obwohl im Jahr 40000 Menschen direkt / indirekt daran sterben?? (nur ein Beispiel von vielen Vergleichen die man im Bezug zu dieser "öffenltichen" sinnlosen, da nicht wichtig, Debatte ziehen kann <


Es geht m. W. weniger um die Unterbindung von Massakern, sondern um das Signal: Wir als Gesellschaft wollen diese Art von Spiel nicht haben. Bei der Gewaltdiskussion hast du ziemlich schnell eine Mehrheit von Verbotsbefürwortern -- bei Feldern wie Tempolimit oder Alkohol wird das erheblich schwieriger. Siehe das jahrelange Gezerre um das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden...

Petra
PC Games
 
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DaStash am 20.06.2007 13:39 schrieb:
Für mich ist diese Aufbauschung der Politik in diesem Bezug nicht nachzuvollziehen, somal das Spiel ja noch icht einmal fertiggestellt wurde...


ich denke durchaus, dass auch eine interne diskussion durchaus sinnvoll wäre, mal ganz ohne bezugnahme auf die politik.

es ist wohl unzweifelhaft so, dass wir es mit einer zunehmenden brutalisierung in so ziemlich allen medien- also nicht nur den computerspielen- zu tun haben.

da stellt sich doch bei vielen ganz automatisch auch die frage nach dem "warum".

muss es wirklich ein spiel geben, in dem es in erster linie darum geht einen anderen menschen möglichst bestialisch umzubringen?
muss es filme geben in denen perverseste tötungsszenen bis ins kleinste detail abgebildet werden?
 
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Petra_Froehlich am 20.06.2007 11:55 schrieb:
"Die Erwachsenen, die das Spiel spielen, werden verstehen, dass es sich dabei um fiktionales Entertainment handelt - nicht mehr, nicht weniger."


Hui, das ist ja mal eine interessante Argumentation. Weitergesponnen hieße das: Feuer frei für fiktionales Kinderpornographie-Entertainment?

Fragt sich
Petra

Gibt es doch schon. Mangas in denen Schulmädchen von Zombies vergewaltigt werden ohne Jugendfreigabe.
Nicht das ich sowas gut finde...
 
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Spassbremse am 20.06.2007 12:46 schrieb:
Hm, heikles Thema.

Wo will man eine Grenze ziehen. Ab wann hört es auf, "Kunst", bzw. "Unterhaltung zu sein, und ab wann ist es nur noch pervers?

Es ist auch immer von der jeweiligen Gesellschaft abhängig:

Wir verdammen Pädophilie, Sodomie und Inzucht - in anderen Gesellschaften wurden solche Phänomene jedoch als "normal" angesehen und gepflegt.

Soll Kunst / Unterhaltung sich also immer nur an der jeweiligen Gesellschaft orientieren? Oder ist es nicht gerade die Pflicht von Künstler, sich über gesellschaftliche Tabus hinwegzusetzen und mit diesen zu spielen?

Wie schon gesagt, heikles Thema. Einerseits bin ich gegen übertriebene Gewalt und kinderpornographische Darstellungen, andererseits bin ich so liberal, dass ich der Kunst so ziemlich alle Freiheiten lassen möchte.

Sonst brauchen wir nur mal in diverse Länder sehen, wo bereits der Anblick eines blanken Busens für nacktes Entsetzen sorgt (z.B. Iran, Syrien, Saudi-Arabien, USA :rolleyes: ) und entsprechend hart geahndet wird.

Gruss,
Bremse

EDIT:
@Petra: NS-Zeit: in Deutschland natürlich schwieriges Thema. Andere Länder dürften damit weit weniger Probleme haben.

Selbstmordattentäter: Auch nur eine Frage der Perspektive. Aus der Sicht eines "Terroristen" bekämpfe ich ja auch "nur" meine Feinde mit den Mitteln, die ich zur Verfügung habe.


wow! :top:
 
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Petra_Froehlich am 20.06.2007 13:54 schrieb:
> Was ist denn moralischer vertretbarer, Gewaltspiele zu verbieten, mit dem Argument Massakertaten damit zu unterbinden und der Absicht sich selbst als Politiker wieder ins Gespräch zu bringen, weil man sonst nichts bewerkstelligt?
oder Alkohol weiterhin zu legalisieren obwohl im Jahr 40000 Menschen direkt / indirekt daran sterben?? (nur ein Beispiel von vielen Vergleichen die man im Bezug zu dieser "öffenltichen" sinnlosen, da nicht wichtig, Debatte ziehen kann <


Es geht m. W. weniger um die Unterbindung von Massakern, sondern um das Signal: Wir als Gesellschaft wollen diese Art von Spiel nicht haben. Bei der Gewaltdiskussion hast du ziemlich schnell eine Mehrheit von Verbotsbefürwortern -- bei Feldern wie Tempolimit oder Alkohol wird das erheblich schwieriger. Siehe das jahrelange Gezerre um das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden...

Petra
PC Games

Ich fände interessant zu wissen, ob sich die Spielegeminschaft mehrheitlich dem Verbot solch brutaler Spiele anschliesst. Vielleicht sollte man diesbezüglich mal eine Umfrage starten um klare Verhältnisse zu bekommen. Denn ich denke nicht das es richtig ist Sachen zu beschließen die man als nicht aktiver Spieler nicht beurteilen kann.
Was ja nun einmal auf die Mehrheit der Politiker zutrifft.
 
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markenprodukt am 20.06.2007 13:08 schrieb:
NeoTrace1980 am 20.06.2007 13:02 schrieb:
Petra_Froehlich am 20.06.2007 12:44 schrieb:
> öhm bei allem nötigen respekt aber bei Kinderpornographie leiden kinder REAL ! bei einem Game "leiden! PIXEL (0en und 1en). also virtuell wird NIE jemandem geschadet (außer dem geschmack eventuell) selbst "Hinrichtungen" wären wenn sie animiert sind keinesfalls ein verbrechen....... <


Okay, dann mal schnell ein griffiges Beispiel: Angenommen, Studio X arbeitet an dem Spiel "Executioner". Du spielst einen Henker zur NS-Zeit und deine Aufgabe ist es, Hinrichtungen vorzunehmen - von A bis Z. Je schneller und "sauberer", desto mehr Punkte. "Choose your weapon!"

Oder das neue Playstation-Spiel "Blow Up" von Studio X: Du spielst einen Selbstmordattentäter im Nahen Osten und dein Job ist es, Selbstmordattentate so "geschickt" zu planen, dass es möglichst viele Zivilisten erwischt.

Weltweiter Aufschrei. Studio X argumentiert: "Was wollt Ihr eigentlich? Das ist fiktionales Entertainment für Erwachsene. Jeder sollte selbst entscheiden können, welche Art von Kunst und Medien er konsumieren möchte."

Immer noch okay?

Petra
PC Games

LOL in Amerika wäre das erste Spiel sicher ein Hit ! Und das zweite Spiel
im nahen Osten...
:ugly:

Ich finde ja nicht das man über sowas Scherze machen sollte, das ist eher traurig als "lol"

Ich glaub eher nicht das das ein Scherz ist sondern wirklich so wäre. Ganz ernst gemeint.
 
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Bonkic am 20.06.2007 13:55 schrieb:
muss es wirklich ein spiel geben, in dem es in erster linie darum geht einen anderen menschen möglichst bestialisch umzubringen?
muss es filme geben in denen perverseste tötungsszenen bis ins kleinste detail abgebildet werden?

ich versteh eh nicht was daran so atmosphärisch sein soll, virtuell jemanden von hinter die kehle durchzuschneiden, ausbluten zu lassen, das dann auch noch "kuhl" zu finden und am nächsten tag in der schule alles vorzutragen oder gar nachzumachen.

also ich persönlich brauche sowas nicht, und wer auf sowas steht hat eindeutig einen an der waffel, atmosphäre hin oder her.
 
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patsche am 20.06.2007 14:09 schrieb:
Bonkic am 20.06.2007 13:55 schrieb:
muss es wirklich ein spiel geben, in dem es in erster linie darum geht einen anderen menschen möglichst bestialisch umzubringen?
muss es filme geben in denen perverseste tötungsszenen bis ins kleinste detail abgebildet werden?

ich versteh eh nicht was daran so atmosphärisch sein soll, virtuell jemanden von hinter die kehle durchzuschneiden, ausbluten zu lassen, das dann auch noch "kuhl" zu finden und am nächsten tag in der schule alles vorzutragen oder gar nachzumachen.

also ich persönlich brauche sowas nicht, und wer auf sowas steht hat eindeutig einen an der waffel, atmosphäre hin oder her.

Das ist allgemein das Problem von interaktivität, wie in Computerspielen. Lies dir mal Beispielsweise ein Horrorbuch ( empfehlung Clive Barker ;-) ) durch. Dort werden detailliert Gewltszenen bis ins kleinste Detail beschrieben. Wenn man das ganze dann aber auf dem Computer selber nachspielen kann ist es verpönt (in der öffentlichen Diskussion) da man jetzt nicht mehr passiv sondern aktiv daran teilnimmt. Aber im grunde genommen ändert das aktive nichts an dem schon bestehenden Inhalt!!

In sofern sollte jeder selber entscheiden ob er solch ein Spiel spielen möchte oder nicht und das ganze sollte nicht so einfach pauschal verboten werden!!!
 
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patsche am 20.06.2007 14:09 schrieb:
Bonkic am 20.06.2007 13:55 schrieb:
muss es wirklich ein spiel geben, in dem es in erster linie darum geht einen anderen menschen möglichst bestialisch umzubringen?
muss es filme geben in denen perverseste tötungsszenen bis ins kleinste detail abgebildet werden?

ich versteh eh nicht was daran so atmosphärisch sein soll, virtuell jemanden von hinter die kehle durchzuschneiden, ausbluten zu lassen, das dann auch noch "kuhl" zu finden und am nächsten tag in der schule alles vorzutragen oder gar nachzumachen.

also ich persönlich brauche sowas nicht, und wer auf sowas steht hat eindeutig einen an der waffel, atmosphäre hin oder her.

Genau das ist es doch ;) Es soll nicht "kuhl" sein und nicht in der Schule breitgetreten werden denn Leute die es "kuhl" finden und es in der schule beitreten dürften es ja gar nicht spielen da ab 18
 
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DaStash am 20.06.2007 14:14 schrieb:
In sofern sollte jeder selber entscheiden ob er solch ein Spiel spielen möchte oder nicht und das ganze sollte nicht so einfach pauschal verboten werden!!!

schon klar, nur leider können das viele nicht!
wenn man ein spiel nur noch wegen der gewaltdarstellung gut findet, kann irgendwas nicht stimmen, weswegen dagegen was vom gesetzgeben getahn werden muß.

ob 'was' jetzt verboten werden muß liegt nicht beim konsumenten, und das ist teilweise auch gut so.

BaronSengir187 am 20.06.2007 14:16 schrieb:
Genau das ist es doch ;) Es soll nicht "kuhl" sein und nicht in der Schule breitgetreten werden denn Leute die es "kuhl" finden und es in der schule beitreten dürften es ja gar nicht spielen da ab 18

ja gut, das lass ich jetzt mal so stehen!
 
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DaStash am 20.06.2007 14:14 schrieb:
In sofern sollte jeder selber entscheiden ob er solch ein Spiel spielen möchte oder nicht und das ganze sollte nicht so einfach pauschal verboten werden!!!

Es soll nicht "kuhl" sein und nicht in der Schule breitgetreten werden denn Leute die es "kuhl" finden und es in der schule beitreten dürften es ja gar nicht spielen da ab 18

ich hab doch gerade geschrieben, dass man diese diskussion eben mal nicht im rahmen der aktuellen verbotsdiskussion führen sollten.
 
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