AW: News - Jugendschutz: CDU will Internetsperre für Raubkopierer
Rabowke am 23.06.2009 13:41 schrieb:
ichmusssagen am 23.06.2009 13:28 schrieb:
ziemlich "unbewusst" könnte man sagen, deine ausführungen.
Irgendwie versteh ich den Satz nicht.
du nimmst dir also heraus, bewerten zu können, dass menschen sozialer unterschichten verzichten sollen, obwohl sie sich keines diebstahls im gegenständlichen sinnes betätigen. ergo im modellfall einer person, die sich mit definitiver gewissheit etwas nicht leisten kann, eine unlogische forderung.
Da fängt die Diskrepanz doch schon an. Er nimmt sich nicht [das Recht] heraus zu beurteilen, sondern eX! legt eine normale Auffassung dar, die im Grunde jeder hier haben sollte.
Es ist sooft wie im Leben:
"Wenn ich mir etwas nicht leisten kann, verzichte ich."
"normale auffassungen" können halt auch unbewusst sein. und unbewusste auffassungen von jedem zu verlangen ist sogar gesellschaftsgefährdent, das nennt man volksverdummung.
und dein tolles verzichtskredo ist nun mal ein urteil, und ein ziemlich dummes noch dazu, weil du lediglich auf basis ökonomischen regeln urteilst und keinesfalss auf basis menschlich ethischer moral, oder rationaler vernunft.
da der verzicht nur schaden anrichtet und zwar betreffender person, da sie ja ohnehin nichts bezahlen könnte.
Das möchte ich gerne mal erklärt haben. Warum richtet ein Verzicht Schaden an betreffender Person an? Davon ab, dass ich mit deinen Formulierungen der Satze nicht ganz klar komme, versteh ich den Einwand nicht.
es ist im grunde ganz einfach: wenn ich ein ein musiktitel besitze, habe ich etwas. besitze ich ihn nicht, habe ich weniger. das kann man als schaden bezeichnen, natürlich nur, wenn mir der titel, auch etwas bedeutet, er also einen nutzen für mich hat.
genauso funktioniert es auch mit dem eigentümer, beziehungsweise verkäufer. verkauft er etwas, bekommt er geld, verkauft er es nicht, so bekommt er kein geld -- man könnte dass als den vielzitierten wirtschaftlichen schaden bezeichnen, der durch downloads entsteht.
jemand der sich aber eh nichts leisten kann, richtet aber keinen schaden an, weil er würde ja so oder so nichts an den verkäufer bezahlen. der schaden entsteht durch diejenigen, die sich die sachen leisten könnten, aber trotzdem lieber nichts bezahlen, was dann unmoralisch ist.
Vllt. verstehen wir uns auch falsch, kann ja sein: aber willst du wirklich behaupten, dass es für jemanden zwingend notwendig ist, ein Spiel ( darüber reden wir! ) oder Musik unbedingt zu besitzen? Ganz ehrlich? Bei weitem nicht.
sag ich ja gar nicht, aber einen schaden hat die betreffende person trotzdem. es ist ja auch nicht zwingend notwendig für einen großkonzern leute zu verklagen, sonst gäbe es die musikindustrie ja schon gar nicht mehr, wenns so schlimm wäre![/quote]
In meinem Bekanntenkreis mussten auch einige Kumpels arbeiten, damit sie sich Geld verdienen konnten um sich Spiele etc. zu kaufen. Es war für einige normal, nach der Schule & Hobby in irgendeiner Art & Weise Geld zu verdienen um sich dann Dinge wie Disco, Spiele etc. kaufen zu können.
Der Verzicht hat ihnen sicherlich nicht geschadet, denn so haben sie früh gelernt:
Wenn ich was haben will, muss ich dafür arbeiten um mir Dinge wie XYZ kaufen zu können.
genau! "arbeit" und "konsum", dass ist es, was man lernen sollte!
da sich aber mehr unrecht als recht hinter solchen strafzahlungen oder zensurvorhaben verbirgt sollte man sich über andere lösungen gedanken machen.
Kleines Gedankenspiel: was wäre passiert, wenn der 'Beklagte' aus deinem Beispiel nicht kopiert hätte? :-o
hier gings nicht mehr um den modellfall, sondern um die aktuelle situation. millionen menschen auf der welt tauschen daten aus. einzelne präzedenzfälle auf strafen zu verdonnern trifft vermutlich meist die falschen. wenn nun noch das internet zensiert werden soll, also die gesamte gesellschaft beeinträchtigt wird, wegen einer interessengruppe, dann ist das eine frechheit!