AC Origins fand ich persönlich aber auch ziemlich genial. Aber es ist nunmal kein RPG, wie es KCD eins ist. Es ist und bleibt ein Action Adventure, das RPG-Elemente bietet, die das Spielgeschehen durchaus abwechslungsreicher gestalten. Und als solches funktioniert es eben auch sehr gut. Ja, es gibt wenig Abwechslung in der Zahl der Aufgaben, aber die kann man meistens (nicht immer), auch lösen, wie man will und sich die Abwechslung so selbst schaffen. Im Gegensatz zu den Vorgängern bietet AC Origins zwar typische AC-Kost...aber eben auch durch etliche Veränderungen mehr und frischen Wind. Und es war erstaunlich bugfrei zu Release.
Ein Vergleich zwischen AC Origins und KCD bietet sich einfach nicht an. AC Origins funktioniert als das, was es eben ist, tadellos. KCD hingegen leider nicht tadellos, hat dafür aber ganz andere Stärken, die das Spiel aus der Masse deutlich hervorhebt.
Hmm, warum bietet sich ein Vergleich nicht an? Beide Spiele würde ich in die Kategorie Action-RPG einordnen, nur dass man in ACO quasi immer dasselbe macht und fast keine Möglichkeiten, mit seiner Umwelt zu interagieren bietet (abgesehen von Kämpfen, Gesprächen und ein bis zwei Truhen finden und plündern, was mir persönlich zu wenig ist). Ich kann es vielleicht nicht nachvollziehen aber akzeptieren, dass dieses immer dasselbe machen auch Menschen Spaß macht. Trotzdem finde ich die alternativen Lösungsmöglichkeiten bei ACO sehr beschränkt und haben zumindest mir nicht genügend Abwechslung geboten, mich länger als 5-10h zu fesseln vor Deinstallation. Ein KCD konnte dies durchaus und ich werde es vermutlich auch ein weiteres Mal durch spielen.
Meine eigentliche Frage war letzten Endes jedoch, wie die Wertungsdiskrepanz zustande kommt... selbst wenn ich versuche, es objektiv zu beurteilen, kann ich nicht finden, dass ACO so viel besser sein soll als KCD. Man darf auch nicht vergessen, dass es garantiert schwieriger ist, ein komplexes Spiel wie KCD fehlerfrei zu bekommen. Durch die mangelnden Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt in ACO geht nunmal eine gewisse Unanfälligkeit oder geringere Anfälligkeit für Fehler einher. Du sagst ja quasi, dass es belohnt werden soll, ein weniger komplexes aber dafür fehlerfreieres Spiel besser zu bewerten. Ich glaube aber, dass (zumindest geht es mir so) Komplexität stark mit dem Spielspaß zusammenhängt... Oder wie seht ihr das?
Liebe Grüße

War definitiv auch mein letzter Besuch dort 
