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Vom Spiel in die Realität: Warhorse rettet Burg aus Kingdom Come: Deliverance

Atheanel

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Also die Mär von Warhorse "rettet die Burg" ist leider faktisch komplett übertrieben.
Hier ist die exakte Kostenaufschlüsselung für die aktuelle Reparatur des Burgturms (Zvonice):

  • Gesamtkosten: ca. 7,5 Mio. CZK (~300.000 $)
  • EU-Zuschuss & öffentliche Mittel: ca. 5,0 Mio. CZK (~200.000 $)
  • Verbleibende Finanzierungslücke: 2,5 Mio. CZK (~100.000 $)
So wurde die Lücke geschlossen:

  • Warhorse Studios: ca. 1,5 Mio. CZK (exakt 65.324 $)
  • Restbetrag: ca. 1,0 Mio. CZK (~35.000 $) durch die lokale Kirchengemeinde und weitere private Spenden.
Die EU trug also etwa zwei Drittel der Basis-Kosten, Warhorse hat 20% der Gesamtkosten getragen.

Die Verbindung zum Spiel

Die Zusammenarbeit war für die Entwickler tatsächlich ein Moment, in dem sich der Kreis schloss.

Die Restaurierung der Burg Pirkštejn wird von Pater Radim Cigánek, einem örtlichen Priester und Historiker, geleitet. Vor über einem Jahrzehnt, als Warhorse Kingdom Come: Deliverance entwickelte, fungierte Pater Cigánek als ihr historischer Berater. Er verschaffte den Entwicklern Zugang zu nicht öffentlich zugänglichen Bereichen in der gesamten Sázava-Region, damit diese mithilfe von 3D-Scans und Photogrammetrie die Landschaft, Klöster und Burgen im Spiel originalgetreu nachbilden konnten.

Jahre später wurden nun exakt jene digitalen 3D-Scans, die damals von Warhorse erstellt wurden, von heutigen Steinmetzen und Architekten als Referenzmaterial verwendet, um bei der Restaurierung der Burg in ihren korrekten historischen Zustand zu helfen.
 
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