Und da bin ich anderer Meinung. Das ist in meinen Augen ganz klar Islam.
Du bist also der Meinung, man könnte die Bibel rein vom Text her
nicht dazu benutzen, Terroristen zu motivieren?
Dann verstehe ich deinen nächsten Absatz nicht, indem du doch genau das bestätigst ...
A L L E Religionen, bis hin zum Buddhismus, haben genügend Ansätze, aus ihnen heraus - ursächlich! - ein faschistoides System zu begründen. Du muss du weder den Koran "falsch" oder "radikal" auslegen, noch die Bibel oder sonst was, sondern musst nur wortwörtlich gewisse Stellen nehmen und VIELLEICHT einige andere eben etwas vernachlässigen. Das war im Christentum des Mittelalters keine Seltenheit, heute auch in den USA zu sehen, und eben im Moment auch deutlich in vielen islamischen Kreisen. Ich glaube nicht daran, dass der Islam groß "verdreht" wird.
Genauso, wie man an der Bibel nichts groß verdrehen muß, um darauf basierend Ungläubige zu töten oder Verstöße gegen die 10 Gebote als Lynchjustiz mit Steinigungen zu ahnden.
Die gerne getroffene Aussage, "das hat aber mit dem Islam nichts zu tun!" macht es einem zu leicht, wie ich finde.
Das hat mit dem Islam zu tun, weil der die dort vorherrschende Glaubensrichtung war und ist.
Wären dort irgendwelche christlichen Gruppierungen als Überbleibsel aus den Kreuzzügen übergeblieben, hätten sich die radikalen Prediger möglicherweise die Bibel aus Grundlage genommen.
Das ist eine Realität, mit der man leben und sich auseinandersetzen muss. Religion ist immer noch eine der treibendsten, aber oft auch zerstörerischen Kräfte der (Zeit-)Geschichte.
Aber auch eine der hilfreichsten. Man denke beispielsweise an Beratungsstellen, Hilfsprojekte in ärmeren Ländern oder Krankenhäuser und Pflegeheime.
Und grundsätzliche moralische Werte unserer Gesellschaft wie "nicht töten", "nicht stehlen", "nicht lügen", Hilfsbereitschaft, ...
... der Mensch wird wohl leider immer dazu neigen, seine Religion als Kriegsgrund zu verwenden
Wer Krieg führen will, findet auch einen Grund - zB
"Der Irak hat Massenvernichtungswaffen" ...
Dazu braucht man keine Religion. Dazu reicht schon, daß "die anderen" was haben, was man selber haben will oder schlicht der Umstand, daß sie "anders" sind.