Jetzt wo ich das ganze knapp 16 Stunden gespiet habe werd ich wohl von einem Kauf absehen. Trotz "zufallsgenerierten" Leveln sehr schlauchig und nach dem 3-5 mal durchspielen hat man schon jede variation der Karte gesehen.
Bei D2 waren die Levels nicht "schlauchig", sondern "viereckig" und die einzige Variation bestand darin, dass der Gang zum nächsten Viereck woanders war und dass die Dungeons an anderen Stellen waren. So wahnsinnig abwechslungsreich war das nun auch nicht. Nur der Anfang von Akt3 war anders und das war schon Käse, weil ich mich da immer verlaufen habe.
Schwierigkeitsgrad war leicht, ist aber irrelevant. Grafik find ich gut. Die angebliche und oft zitierte Düsternis von D2 kam meistens dadurch Zustande, dass man (ohne items) nur einen 2-Meter Lichtkegel um sich hatte. Wenn man das mit MH (ja, weiß, hat keiner benutzt, nur ich) mal ausgeschaltet hat und alles sehen konnte, war's auch bunt. Gerade Akt1+2. Aber das mag jeder anders sehen. Dafür fallen jetzt Wände um, Tische gehen kaputt und alles fliegt schön durch die Gegend. Find ich gut.
Einer hat noch geschrieben, es wäre ihm zu viel los auf dem Bildschirm mit 4er-Party. Das muss doch so! Schon mal die Viecher vor Baal in D2 mit ner vollen Party gemacht? Mit Hammerdin, Blitz-Amazone, Sorc und dann noch am besten ein Necro mit seinen 25 Gefolgsleuten

Das war schlimm und resultierte häufig in einer Diashow. Solange die das diesmal hinbekommen, dass das nicht ruckelt, bin ich zufrieden.
Gewöhnungsbedürftig fand ich allerdings auch, dass der Zauberschaden von der Waffe abhängt. Das war nämlich das einzige mal, wo ich beinahe gestorben bin, weil ich mit dem Hexendoktor durch die Gegend gelaufen bin und nichts mehr umfallen wollte, weil ich noch mit der erste Waffe unterwegs war.
Soweit garnicht schlimm, doch hatte ich 2 mal das "glück" Items zu bekommen, dich für mich total nutzlos waren. Entweder für eine andere Klasse oder mit Werten, die in meinen Augen unfug sind (z.B. höhere Radius zum einsammeln von Gold/Orbs)
Bestimmt später gut, wenn man mit einem anderen Spieler zusammenspielt, einer macht den Schaden, der andere ist nur ausgerüstet mit items, die den Goldeinsammelradius erhöhen und staubsaugt sich durchs Level.
Aber im Ernst: Das ist doch auch normal, bei D2 fiel auch 99% Plunder, auch bei den Bossen. Und dass die Sachen grundsätzlich nicht zur Klasse passen, ist auch normal. Wobei ich bei der Beta fand, dass mir bei 2 von 5 Malen, wo ich zum ersten Mal den König umgelegt hatte, doch Brauchbares vor die Füße gefallen ist. Nur Ringe wollten in der Beta nicht fallen. Einen einzigen habe ich gefunden.
Ich fand den Ersteindruck von D3 ganz gut, im Gegensatz zu den ganzen anderen "D2-Veteranen" hier. Ich hatte auch einige Charaktere in den 90ern oder zumindest späten 80ern (ab Level 85 wurde es einfach nur recht mühsam für den doch geringen Mehrnutzen).
Wichtig ist mir - und da hoffe ich auf die Aussage aus dem Video, das oben verlinkt worden ist - dass man auch in späteren Schwierigkeitsgeraden alleine zurecht kommt. Das habe ich ehrlich gesagt - man mag mich da gerne unfähig nennen - in D2 auf Hell nur mit dem Nekro und Paladin geschafft, wobei Nekro noch am einfachsten war (bis auf die Wurmgruft natürlich....grrr). Aber ich kann mich noch an meine Ernüchterung erinnern, als ich mit meiner ersten Blitz-Sorc auf Hell angekommen bin und dann mein erster Blitzimmuner vor mir stand. Irgendein blöder Gefallener in Akt1. Tja.
Außerdem war Diablo meiner Meinung nach noch nie so komplex, wie es einige hier oder anderen Foren darstellen möchten. Klar, man kann alles schön kompliziert machen und wilde Sachen wie Angriffe in FPS umrechnen und was weiß ich was. Im Endeffekt geht es eigentlich nur darum: Fallen die Viecher in einer mir genehmen Zeit um oder muss ich eine halbe Stunde drauf rumhacken. Wenn Ersteres, dann ist alles gut, wenn Letzteres, dann passt was nicht.