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DC Comics: Der neue Superman ist bisexuell

General-Lee

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Durch die Darstellung eines Bi-Charakters in einem positiven Kontext (Superheld) leisten die Comics einen Betrag zu besseren Akzeptanz und Toleranz. Das ist besser. Oder nicht?
Findest du? Finde ich nicht, bzw. erschließt sich mir der Zusammenhang nicht.
 

xaan

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Findest du? Finde ich nicht, bzw. erschließt sich mir der Zusammenhang nicht.
Was genau ist dir unklar? Warum höhere Toleranz und Akzeptanz eine gute Sache ist? Oder wie die Darstellung eines Charakters diese Akzeptanz positiv fördert?
 

General-Lee

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Was genau ist dir unklar? Warum höhere Toleranz und Akzeptanz eine gute Sache ist? Oder wie die Darstellung eines Charakters diese Akzeptanz positiv fördert?
Weil die krampfhaften Besetzungen von Rollen nichts mit Toleranz und Akzeptanz zu tun haben, sondern eher befremdlich wirken.
Als wäre bisher Intoleranz zelebriert worden…das ist alles Bullshit, mehr nicht.
 

xaan

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Weil die krampfhaften Besetzungen von Rollen nichts mit Toleranz und Akzeptanz zu tun haben, sondern eher befremdlich wirken.
Als wäre bisher Intoleranz zelebriert worden…das ist alles Bullshit, mehr nicht.
Wann genau ist denn die Besetzung einer Rolle "krampfhaft" im Gegensatz zu ganz normal, nicht "krampfhaft"? Wer entscheidet das? Unter welchen Umständen würdest du einen beliebigen LGBTQ-whatever Charakter als "nicht krampfhaft" akzeptieren?
 

General-Lee

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Wann genau ist denn die Besetzung einer Rolle "krampfhaft" im Gegensatz zu ganz normal, nicht "krampfhaft"? Wer entscheidet das? Unter welchen Umständen würdest du einen beliebigen LGBTQ-whatever Charakter als "nicht krampfhaft" akzeptieren?
Weil ich das ganze LGBTQ Gedöns für Bullshit halte.
 

General-Lee

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Und genau deshalb brauchen wir mehr Akzeptanz und Toleranz dafür. :-D
Und Zwangsbesetzungen, Quoten, die aufgesetzt wirkenden diesbezüglichen Charaktere und krampfhaft auf “Linie“ gebrachten Drehbücher sollen das bewirken? Da lachen doch die Hühner.
Wird an meiner Meinung nichts ändern, im Gegenteil.
 

mrvice

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oh gott.... nicht schon wieder..... das nimmt kein ende bis alle kindheitserinnerungen komplett zerstört oder ab-absurdum geführt wurden...
 

General-Lee

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Alter UND Weisheit.
Wie alt und weise glaubst du ist jemand, der auf die Bitte nach Toleranz und Akzeptanz mit Trotzigkeit reagiert?
Mit Trotz hat das nichts zu tun und dreh mir die Worte nicht im Munde um.
Habe 2 Mal zum Ausdruck gebracht, wofür ich das alles halte. Ich habe eine Meinung dazu, die hatte ich schon immer und die hat sich auch nicht geändert.
 

lokokokode

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Und!? Wer alles hat sich unbewusst den A... zugeknifffen beim Lesen? XD
 

xaan

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dreh mir die Worte nicht im Munde um.

Mache ich gerne, sobald du meine Fragen weiter oben nicht mehr einfach ignorierst.

1: Was genau ist dir unklar? Warum höhere Toleranz und Akzeptanz eine gute Sache ist? Oder wie die Darstellung eines Charakters diese Akzeptanz positiv fördert?

2: Wann genau ist denn die Besetzung einer Rolle "krampfhaft" im Gegensatz zu ganz normal, nicht "krampfhaft"? Wer entscheidet das? Unter welchen Umständen würdest du einen beliebigen LGBTQ-whatever Charakter als "nicht krampfhaft" akzeptieren?

Bis dahin behandele ich dich, wie du mich behandelst. Unaufrichtig.
 

General-Lee

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Alter UND Weisheit.
Wie alt und weise glaubst du ist jemand, der auf die Bitte nach Toleranz und Akzeptanz mit Trotzigkeit reagiert?
Ach so…ja die Weisheit. Hast du ja wahrscheinlich intravenös bekommen.
Zu Toleranz und Akzeptanz: Kann mich nicht erinnern, jemals einen homosexuellen Menschen bei der Ausübung seiner Neigungen be- oder gehindert zu haben oder bei der Identifikation mit an sich respektierlichen Haushaltgeräten.
Weiß nicht, was eigentlich dann der Vorwurf soll, so als würde man es tun.
Was aber völlig gaga ist…die Quoten dazu, sie krampfhaft in Rollen zu quetschen und das dann auch noch offensiv zu thematisieren. Was soll das alles?
Als wäre die Welt dagegen. Das ist Blödsinn, überdrehtes Geltungsbedürfnis UND…meiner Ansicht nach eine arrogante Inanspruchnahme von Aufmerksamkeit.
Mache ich gerne, sobald du meine Fragen weiter oben nicht mehr einfach ignorierst.

1: Was genau ist dir unklar? Warum höhere Toleranz und Akzeptanz eine gute Sache ist? Oder wie die Darstellung eines Charakters diese Akzeptanz positiv fördert?

2: Wann genau ist denn die Besetzung einer Rolle "krampfhaft" im Gegensatz zu ganz normal, nicht "krampfhaft"? Wer entscheidet das? Unter welchen Umständen würdest du einen beliebigen LGBTQ-whatever Charakter als "nicht krampfhaft" akzeptieren?

Bis dahin behandele ich dich, wie du mich behandelst. Unaufrichtig.
Siehe oben…

Ich spiele jetzt noch ne Runde The Last of Us II…weil ich ja ein Problem mit Schwulen und Lesben habe… 🙄
 

xaan

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Zu Toleranz und Akzeptanz: Kann mich nicht erinnern, jemals einen homosexuellen Menschen bei der Ausübung seiner Neigungen be- oder gehindert zu haben oder bei der Identifikation mit an sich respektierlichen Haushaltgeräten.
Den Machern der Comics geht es nicht um deine persönliche Toleranz, sondern die Gesamtgesellschaftliche. Denen ist völlig klar, dass sie nicht jeden erreichen werden. Dass es immer einige Menschen gibt, die aus blanker Trotzigkeit genau gegenteilig reagieren.
 

General-Lee

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Den Machern der Comics geht es nicht um deine persönliche Toleranz, sondern die Gesamtgesellschaftliche. Denen ist völlig klar, dass sie nicht jeden erreichen werden. Dass es immer einige Menschen gibt, die aus blanker Trotzigkeit genau gegenteilig reagieren.
Der Logik nach bin ich nicht Teil der Gesellschaft? Nun, ich denke, das bin ich sehr wohl und zwar des übergroßen Teiles, der doch laut deiner Ausführung genau der Teil ist, der angesprochen werden soll.
Und es sollte doch den Machern um jeden geht, schließlich beansprucht die „andere Seite“ ja genau die Grundeinstellung gerne für sich und pocht genau auf diesen Punkt, das wirkluch JEDER*in wichtig sei.
Aber wenn es um die anderen (uns/mich)geht, dann ist nicht mehr jeder wichtig?
Könnte man ja auch intolerant nennen, aber zumindest inkonsequent.
Und nochmal, mit Trotz hat das überhaupt nichts zu tun.
Ein billiger Versuch der Katalogisierung, wenn grad keine passende Schublade da ist.
 
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Worrel

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Wenn man gerade in diesen Thread rein schaut...

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MarcHammel

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Och, hier geht's ja mal wieder ab.

Das ist für mich ein Paradebeispiel, wo mich die Tatsache an sich null gestört hat, aber die Reaktionen langsam doch etwas nervig waren.

Als die Szene kam und ich kurz darauf auf einer Review-Seite den ersten Artikel dazu las, dachte ich mir schon:“ Da kommen jetzt wieder die Empörten unter ihren Steinen hervor und regen sich drüber auf, obwohl die keine Ahnung haben, was die nordische Vorlage noch so alles getrieben hat.“ und tadaaaaaaa, es war so. Auch hier im
Forum.

Dann ging die Serie weiter, Dinge nahmen ihren Lauf und ich dachte mir:“ ok, und jetzt wird sich die andere Seite aufregen, weil man sich da mehr von versprochen hat.“ Und ja, da gab es wohl gerade auf Twitter Leute, die genau deswegen Kritik übten.

Und das ist das, was ich mittlerweile anstrengend finde. Anstatt die Dinge einfach etwas entspannter anzugehen, rennt das halbe Internet wie ein aufgescheuchter Hühnerstall herum und gackert seine Empörung in die Welt hinaus. Entschuldigung für diese Überspitzung, aber so langsam wird man da etwas müde. :B
Wenn man bedenkt, dass der Loki aus der nordischen Mythologie sich in eine Stute verwandelte und sich von einem Hengst hat schwängern lassen, erscheint mir die Bisexualität des Serien-Lokis sehr wenig "kritikwürdig" oder "woke". :P Ich fand die Szene übrigens auch vollkommen in Ordnung und hat mich auch überhaupt nicht gestört.

Ich bin absolut für die Repräsentation dieser Themen in Unterhaltungsmedien.

Den Umgang mit dem Thema empfinde ich allerdings als überaus anstrengend. Sowohl medial, als auch seitens der User. Ich bin halt nun auch kein Befürworter der Holzhammermethode und der "Guckt mal, wir haben jetzt bisexuelle/homosexuelle Figuren in unserer Franchise"-Marketingstrategie. Damit fördert man zwar, dass das Thema gesellschaftlich präsent ist. Aber man fördert keinen natürlichen Umgang damit. Allerdings hab ich die Gelassenheit, drüber zu stehen und mein Urteil auf Basis des Produktes zu äußern, nicht auf Basis des Marketings.

Es muss jedoch nicht medial noch aufgebauscht werden. Produzenten und Autoren müssen sich nicht hinstellen und stolz verkünden, "starke weibliche Heldinnen" zu repräsentieren oder dass Charakter X und Y oder Sohn von Charakter A und B bisexuell oder homosexuell ist. Das wird der Konsument schon von allein mitbekommen. Einfach machen und fertig.

Und dann sind da halt die User, die sich gegenseitig an die Gurgel gehen und denen es spätestens nach dem dritten Satz nicht mehr um das Thema an sich geht, sondern nur noch darum, dem Diskussionspartner auf den Tisch zu kacken. Übrigens ist das auch wieder hier im Thread der Fall.

Eigentlich sollte es gar nicht um das "was" gehen. Sondern viel mehr um das "wie". Wenn mir ein User mit "Das ist Bullshit" oder sonst was kommt, ist das genauso dämlich, wie der Produzent, dem Regenbögen vor lauter Begeisterung aus dem Hintern flattern, wenn er von "starken weiblichen Persönlichkeiten" spricht.

Bleibt doch einfach mal entspannt.
 
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MarcHammel

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Allerdings muss ich wohl dazu sagen, dass es auch abseits der PR Produkte gibt, die dies bezüglich in der Darstellung von Minderheiten nicht überzeugen.

Lev - ehemals Lilly - aus The Last of Us 2 z.B. Der Junge ist Transgender. Hier hätte es, mMn, aber auch nur zwei vernünftige Möglichkeiten geben sollen: Entweder nicht thematisieren. Also gar nicht.

Oder aufzeigen, wie sich der Junge als Transgender in einer solchen Welt fühlt, in der der Fortbestand der Menschheit eines der obersten Prioritäten ist, und was er innerlich durch macht. Wurde halt aber in einem kurzen Dialog, der das Ganze in zwei, drei Sätzen thematisierte, abgespeist. Und das, was Lev (für den Spieler sichtbar) durch macht, hätte auch gänzlich ohne sein Dasein als Transgender passieren können. Hat halt einfach keine Rolle für seinen Part in der Story gespielt, obwohl's angesprochen wurde. Ebenso gut hätte er auch einfach eine "starke weibliche Persönlichkeit" sein können, die sich gegen die Sitten seiner Truppe stellt. Gibt's ja auch zuhauf.

"Einfach so stehen lassen" funktioniert in so einem Setting einfach nicht. Anders sähe es aus, wäre TLoU2 ein modernes SciFi- oder Cyberpunk-Game. Daher hat mich auch nicht gestört, dass der NPC Claire Russel in Cyberpunk 2077 erwähnte, dass sie eine Geschlechtsangleichung hat durchführen lassen. Hat halt einfach ins Setting gepasst und es war ein ganz natürlicher Dialog.
 

xaan

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Damit fördert man zwar, dass das Thema gesellschaftlich präsent ist. Aber man fördert keinen natürlichen Umgang damit.

Das liegt an der Natur von Superhelden. Sie sind ja per definition nicht natürlich. Und Superman gleich mal doppelt nicht, denn gerade er ist wie kein anderer Held ein unrealistisches Ideal. Bevor der "natürliche Umgang" überhaupt passieren kann muss aber auch bei den Menschen erst mal die Akzeptanz und Toleranz dafür da sein. So sehr das bei den Leuten hier im Forum egal ist weil sie diese Tolerannz längst haben, so sehr ist das aber in vielen Teilen der Welt - auch und gerade der westlichen Welt - nicht der Fall. Eine positive Darstellung in einem als Idealbild bekannten Charakter kann den Weg dorthin bereiten.
 

MarcHammel

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Das liegt an der Natur von Superhelden. Sie sind ja per definition nicht natürlich. Und Superman gleich mal doppelt nicht, denn gerade er ist wie kein anderer Held ein unrealistisches Ideal.
Und das schließt meine Aussage jetzt komplett aus, oder wie? Mittlerweile sind Superhelden ja nicht nur eindimensionale Abziehbilder irgendwelcher Ideale, sondern fiktive Persönlichkeiten mit gewissem Tiefgang.

Bevor der "natürliche Umgang" überhaupt passieren kann muss aber auch bei den Menschen erst mal die Akzeptanz und Toleranz dafür da sein. Die positive Darstellung in einem als Idealbild bekannten Charakter kann den Weg dorethin bereiten.
Natürlich kann die positive Darstellung den Weg dort hin bereiten. Hab ich auch gar nicht bestritten und ich bin - wie gesagt - Befürworter dieser Thematik.

Aber man schafft Akzeptanz nicht, indem man dem Konsumenten das Thema wie einen nassen Lappen ins Gesicht schleudert. Vor allem nicht bei denen, die das Thema sowieso schon als "Bullshit" bezeichnen.

Viele Menschen haben nach wie vor so gut wie keine Berührungspunkte mit dem Thema, weil's einfach nicht Teil ihrer eigenen Lebenswelt ist. Sieht man mal von der medialen Präsenz ab. Da ist die Holzhammermethode auch nicht unbedingt die beste Wahl, um Akzeptanz zu schaffen.

Um Akzeptanz und Toleranz zu schaffen, sollte man mal da beginnen, wo man eigentlich immer beginnen sollte: In der Erziehung. Allerspätestens im Sexualkundeunterricht in der Schule. Und da wird es halt noch seeehr stiefmütterlich behandelt.

Die ganze Thematik wird medial sehr häufig beworben, als sei es das neuste krasseste Produkt, das noch nie da gewesen ist und das man unbedingt haben muss. Und damit hab ich ein Problem. Nicht mit der Thematik an sich.
 
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xaan

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Und das schließt meine Aussage jetzt komplett aus, oder wie?
Habe ich das gesagt? Nein.

Aber man schafft Akzeptanz nicht, indem man dem Konsumenten das Thema wie einen nassen Lappen ins Gesicht schleudert. Vor allem nicht bei denen, die das Thema sowieso schon als "Bullshit" bezeichnen.

Was wäre denn dein Vorschlag, wie es sonst gemacht werden könnte? In welcher Weise wäre es deiner Meinung nach kein "nasser Lappen ins Gesicht"? Und in welcher Weise würde es insbesondere diejenigen Menschen erreichen, die das Thema sowieso schon als "Bullshit" bezeichnen?

Es ist immer schön leicht zu sagen "so nicht. anders". Aber WIE anders denn? Mach' doch mal nen Vorschlag?

Edit: Und ja, klar, erziehung ist ein guter Anfang. Aber erstens keiner der von Superhelden-Autoren unternommen werden kann und zweitens ein Henne-Ei-Problem wenn die Eltern sich dem aktiv widersetzen. Es als Propagand oder Indoktrination etc. ansehen. (jap, das ist das Weltbild einiger AFD-Anhänger).
 
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MichaelG

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Habe ich das gesagt? Nein.



Was wäre denn dein Vorschlag, wie es sonst gemacht werden könnte? In welcher Weise wäre es deiner Meinung nach kein "nasser Lappen ins Gesicht"? Und in welcher Weise würde es insbesondere diejenigen Menschen erreichen, die das Thema sowieso schon als "Bullshit" bezeichnen?

Es ist immer schön leicht zu sagen "so nicht. anders". Aber WIE anders denn? Mach' doch mal nen Vorschlag?

Edit: Und ja, klar, erziehung ist ein guter Anfang. Aber erstens keiner der von Superhelden-Autoren unternommen werden kann und zweitens ein Henne-Ei-Problem wenn die Eltern sich dem aktiv widersetzen. Es als Propagand oder Indoktrination etc. ansehen. (jap, das ist das Weltbild einiger AFD-Anhänger).
Indem man mit den Themen a) nicht übertreibt (nicht in gefühlt jedem 2. Film oder Spiel sollte es sich um LBQT drehen), b) das dann so einbauen das es Sinn ergibt (und nicht nur eine Liste abhaken nach dem Motto Ah LBQT brauchen wir im Spiel ? Na dann einfach irgendwie da reinklatschen). Egal ob es in dem Kontext überhaupt paßt oder nicht. Das wären die richtigen Schritte.

Daß man das auch vernünftig machen kann zeigen ja z.B. Filme wie Philadelphia wo das Thema Homosexualität passend integriert war. Da hat man sich Gedanken gemacht. Das Projekt um diesen Fakt herum gebaut. Und nicht umgekehrt eine Figur aus der Szene egal ob es paßt oder nicht in irgendein Spiel oder Filmsetting geschmissen, wo es a) unpassend war und b) nicht mal richtig erklärt wurde sondern nur bla ich hab mich umbauen lassen von Mann zu Frau. Warum weshalb wieso, was macht der Charakter durch ? Keinerlei Ansätze davon. Aber Hauptsache man hat das Ding prominent in einen Triple A-Titel gequetscht.

Oder solche Background-Erzählungen wie bei Overwatch wo die Entwickler sagen die Figur ABC ist lesbisch. Im Spiel keinerlei Anzeichen. Aber Hauptsache man erwähnt eine Sache um damit In zu sein, die aber absolut nichts mit dem Spiel zu tun hatte.
 

MarcHammel

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Was wäre denn dein Vorschlag, wie es sonst gemacht werden könnte? In welcher Weise wäre es deiner Meinung nach kein "nasser Lappen ins Gesicht"? Und in welcher Weise würde es insbesondere diejenigen Menschen erreichen, die das Thema sowieso schon als "Bullshit" bezeichnen?

Es ist immer schön leicht zu sagen "so nicht. anders". Aber WIE anders denn? Mach' doch mal nen Vorschlag.
Indem man es nicht bewirbt, als wäre es ein innovatives Produkt. Denn das ist es nicht. Ich hab es doch schon geschrieben:

Es muss jedoch nicht medial noch aufgebauscht werden. Produzenten und Autoren müssen sich nicht hinstellen und stolz verkünden, "starke weibliche Heldinnen" zu repräsentieren oder dass Charakter X und Y oder Sohn von Charakter A und B bisexuell oder homosexuell ist. Das wird der Konsument schon von allein mitbekommen. Einfach machen und fertig.
Und das im besten Fall dort, wo es passt und möglichst pietätvoll.

Edit: Und ja, klar, erziehung ist ein guter Anfang. Aber erstens keiner der von Superhelden-Autoren unternommen werden kann und zweitens ein Henne-Ei-Problem wenn die Eltern sich dem aktiv widersetzen. Es als Propagand oder Indoktrination etc. ansehen. (jap, das ist das Weltbild einiger AFD-Anhänger).
Ich sprach doch auch gar nicht von Erziehung durch Autoren. :confused:

Es wird immer welche geben, die sich gegen etwas wehren, was nicht in ihr Weltbild passt. Aber auch diese Eltern haben letztlich nur begrenzt Einfluss auf ihre Kinder, vor allem in späteren Jahren. Erzogen werden Menschen halt nicht nur durch die Eltern, sondern auch durch das breiter gefächerte soziale Umfeld (Schule, päd. Einrichtungen, Peer Groups usw.).

Das ist auch kein "Henne-Ei-Problem". Akzeptanz schafft man nur, indem man so früh wie es eben möglich ist, ansetzt. Dafür braucht es auch kein "Das ist super mega geil!", sondern einfach nur "Sowas gibt es, das ist Realität.". Dafür braucht es auch kein Produzent, der sich hin stellt und anpreist, dass starke Frauen oder Minderheiten repräsentiert sind und er ja voll stolz drauf ist.
 
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xaan

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Indem man mit den Themen a) nicht übertreibt (nicht in gefühlt jedem 2. Film oder Spiel sollte es sich um LBQT drehen),
Die Filmindustrie ist doch kein einzelner Organismus, der konzertiert handelt. Das sind viele Menschen, die zur gleichen Zeit ähnliche Ideen haben und ähnlich umsetzen. Sorry, wenn einige Leute das als "zu viel" empfinden. Aber das ist nichts was ein einzelner Akteur ändern kann. Oder überhaupt sollte. Warum sollte DC auf das Thema verzichten, nur weil es schon "zu viele" Andere besetzt haben? Und wer darf überhaupt entscheiden, wie viel "zu viel" ist? Die Menschen, die das Thema insgesamt für Bullshit halten und bereits jeden Piep für "zu viel" empfinden?

Daß man das auch vernünftig machen kann zeigen ja z.B. Filme wie Philadelphia wo das Thema Homosexualität passend integriert war. Da hat man sich Gedanken gemacht.
So eine Art der Erzählung passt nun aber nicht zu einem Idealbild-Superhelden wie Superman.

Oder solche Background-Erzählungen wie bei Overwatch wo die Entwickler sagen die Figur ABC ist lesbisch. Im Spiel keinerlei Anzeichen. Aber Hauptsache man erwähnt eine Sache um damit In zu sein, die aber absolut nichts mit dem Spiel zu tun hatte.
Das gilt doch für jede Hintergrundgeschichte in irgendeinem Multiplayer Spiel. Und doch erregt jedes andere Thema im selben Kontext keine Gemüter. Nur dieses eine wird als zu viel empfunden. Sorry, aber angesichts dessen kann ich nicht glauben, dass das WIE das Problem ist. Nein, das Problem ist das WAS und alles andere eine Ausrede.

---------------

Indem man es nicht bewirbt, als wäre es ein innovatives Produkt.
Aber so funktioniert doch Werbung ganz allgemein. Der neue Kram der verkauft werden soll wird immer als der neue heiße Scheiß dargestellt. Das plötzlich bei diesem einen Thema als Problem zu betrachten ist mit zweierleich Maß gemessen. Und in meinen Augen ist es eine Ausrede um zu verschleiern, dass es eben doch um das WAS geht und nicht um das WIE.

Das ist auch kein "Henne-Ei-Problem". Akzeptanz schafft man nur, indem man so früh wie es eben möglich ist, ansetzt. Dafür braucht es auch kein "Das ist super mega geil!", sondern einfach nur "Sowas gibt es, das ist Realität.".

Es ist ein Henne-Ei Problem weil sich an den Lehrpplänen nichts ändert ohne gesellschaftlichen Druck und den gesellschaftlichen Druck muss die Generation erzeugen, die die Schule bereits verlassen hat. Man muss also zuerst die Generation der Eltern überzeugen bevor man die Erziehung der Kinder maßgeblich beeinflussen kann.
 

MichaelG

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Doch kann ich. Die Filmemacher in Hollywood wissen doch ungefähr was die anderen machen. Und wenn 30 andere bereits das Thema behandeln und 15 andere so ein Ding in der Pipeline haben muß ich nicht gleich auch unbedingt so ein Ding durchdrücken.

Ich weiß nicht ob Du es noch nicht begriffen hast. Wenn Leute etwas als zu viel empfinden kann so etwas auch einen gegenteiligen Effekt auslösen oder zumindestens ein Desinteresse an den Produkten selbst was nicht das Ziel sein sollte.
 

MarcHammel

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Aber so funktioniert doch Werbung ganz allgemein. Der neue Kram der verkauft werden soll wird immer als der neue heiße Scheiß dargestellt. Das plötzlich bei diesem einen Thema als Problem zu betrachten ist mit zweierleich Maß gemessen.
Du, ich hab auch ein Problem mit überzogener PR an sich. In diesem Punkt halt nur VOR ALLEM bei diesem Thema. Ich empfinde es sogar als unangebracht, Werbung mit sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten zu machen. Der Mensch ist kein Eierkocher mit App-Verbindung, den man bewerben muss.

Und in meinen Augen ist es eine Ausrede um zu verschleiern, dass es eben doch um das WAS geht und nicht um das WIE.
Ich spreche hier nur aus meiner Sicht. Daher nur mal zum Verständnis: Unterstellst du mir gerade durch die Blume, ich hätte ein Problem mit der Thematik? :confused: Wenn ja, wäre das eine ziemlich hanebüchene Unterstellung, da ich mich in der Vergangenheit und auch hier im Thread mehrfach positiv zum Thema äußerte.

Es ist ein Henne-Ei Problem weil sich an den Lehrpplänen nichts ändert ohne gesellschaftlichen Druck und den gesellschaftlichen Druck muss die Generation erzeugen, die die Schule bereits verlassen hat. Man muss also zuerst die Generation der Eltern überzeugen bevor man die Erziehung der Kinder maßgeblich beeinflussen kann.
An den Lehrplänen hat sich bereits einiges geändert, auch hinsichtlich Sexualkunde. Und auch dort gibt es Dinge, die gelehrt werden MÜSSEN und auch Dinge, die durch den Lehrer freiwillig vermittelt werden können. Wie in jedem anderen Fach auch. Es braucht mittlerweile auch kein Einverständnis der Eltern, da Sexualkunde fest im Lehrplan verankert ist. Zugegeben, ob das in allen Bundesländern so ist, weiß ich nicht. Aber hier in Sachsen Anhalt definitiv.

Die Erziehung der Kinder wird bereits maßgeblich abseits der Erziehung der Eltern beeinflusst. Wie gesagt, sind Eltern nicht die einzigen, die die Kinder erziehen.

Und die Generation der Eltern wird nicht allein durch Marketing und PR überzeugt. Wie kommst du darauf, dass das allein funktionieren kann? Und vor allem: Von welchen Eltern sprechen wir hier? Den jungen Eltern? Oder den Eltern, die bereits ü40 oder ü50 sind?

Junge Eltern wird man vermutlich noch eher erreichen. Aber die älteren, die nun mal andere gesellschaftliche Konventionen erfahren haben? Zweifelhaft. Jedenfalls nicht durch PR und Marketing allein. Dafür bräuchte es schon mehr.
 
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