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DC Comics: Der neue Superman ist bisexuell

Khaddel

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Jetzt ist Deine Meinung zu DC Comics: Der neue Superman ist bisexuell gefragt.

Bitte beachtet: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert.

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Zum Artikel: DC Comics: Der neue Superman ist bisexuell
 

Nevrion

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LGBTQ-Repräsentation in Comics lässt meistens noch zu wünschen übrig, doch im Jahr 2021 geht DC einige Schritte in die richtige Richtung.
Wenn schon der erste Satz dieses Artikels so ungeschickt gewählt ist, dann sollte man erwägen den Artikel lieber ganz bleiben lassen. Also bei allen lieben Respekt, aber seit wann gibt es denn einen Präsenzzwang für LGBTQ in Comics? Wer fordert das? Und warum? Nicht falsch verstehen. Ich mag Geschichten alá Life is Strange, Cyberpunk 2077 und Co. und habe auch nichts dagegen, wenn hier und da mal Homosexulalität thematisiert wird.
Allerdings haben die fortwährenden Versuche der Medien Quoten für sowas zu etablieren, mittlerweile schon propangandistische Auswüchse angenommen. Gerade bei solchen Themen, bei denen man Leuten glauben machen will, dass es mehr als zwei Geschlechter bei Menschen gibt und diese auch reichlich in allen möglichen Lebensbereichen auftreten, entnormalisiert man das klassische Menschenbild von Mann und Frau und normalisiert etwaige Anomalien, die in wenigen Einzelfällen entstehen können.
Ich denke nicht, dass die PCGames die passende Plattform ist um irgend eine Agenda dieser Art zu fördern oder gar gänzlich unkritisch zu präsentieren. Das erinnert mich sonst irgendwie daran, als ob man versuchen würde, die Lehre der Astrologie zu einer ernsthaften Wissenschaft erklären zu wollen.

Ich weiß, es ist nicht böse gemeint, aber ich fände es besser, wenn man der Leserschaft mit solchen Phrasen nicht ständig vor den Kopf stoßen würde, auch wenn manch einer sich vielleicht weniger, manch ein anderer aber umso mehr daran stört.
 

Worrel

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LGBTQ-Repräsentation in Comics lässt meistens noch zu wünschen übrig, doch im Jahr 2021 geht DC einige Schritte in die richtige Richtung.
Ne.
Überall einen Quoten- LGBQT-Charakter, eine Quoten-Frau, einen Quoten-Schwarzen, einen Quoten-Asiaten, einen Quoten-Armen, einen Quoten-Reichen, einen Quoten-Musiker, einen Quoten-Studenten, ... einzubauen, ist NICHT der richtige Weg.

Das führt nämlich zu genau dem künstlichen Charakter-Gemenge wie bei Girl- & Boygroups, bei deren Zusammenstellung auf bestimmte Charaktermerkmale Wert gelegt wird, damit "für jeden was dabei ist".
Endet aber meist damit, daß KEINER damit auf Dauer zufrieden sein wird.

Und vor allem sind die meisten Comics & Spiele keine Pornos. Da ist es mir eigentlich ziemlich egal, was die Charaktere zwischen den Comicseiten veranstalten. Warum wird da so ein Bohei drum gemacht? Es wird ja auch nicht dauernd gesagt, was die Charaktere zu mittag gegessen haben.

Es sollte einfach völlig egal sein. So wie in Hitchcocks "Rope", in dem ein schwules Pärchen einen Mord begeht. Allen Beteiligten ist das klar, aber es wird nie thematisiert- abseits davon, daß die beiden einen Ausflug aufs Land planen. Es ist dort einfach völlig egal und normal.
 

General-Lee

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„LGBTQ-Repräsentation in Comics lässt meistens noch zu wünschen übrig, doch im Jahr 2021 geht DC einige Schritte in die richtige Richtung.“

Inwiefern ist das die richtige Richtung?
Heißt das, dass die bisherigen Comics „falsch“ waren und auch immer noch sind, weil es ja erst Schritte in die richtige Richtung sind?
Sind nach dieser Logik Comics erst dann richtig, wenn alle Charaktere Bi, schwul, lesbisch oder weiß der Geier was sind und die größte Sensation im Heft das Coming Out ist?

Richtige Richtung…man glaubt es nicht,
 

Tut_Ench

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Endet aber meist damit, daß KEINER damit auf Dauer zufrieden sein wird.
Ich glaube, dass das ein ganz entscheidender Punkt ist. Es wird überall so dermaßen auf dieser Sache rumgeritten, dass man das große Ganze, wie z.B. die Story aus dne Augen verliert und am Ende geht es den Bach runter. Dann heißt es plötzlich wieder "die Gesellschaft ist wohl noch nicht bereit für einen bisexuellen Supermann". Da muss ich sagen doch, die Gesellschaft ist durchaus bereit, ihr habt nur in all euren Toleranz- und Gleichstellungsbemühungen verpasst euch auf das Wichtige zu konzentrieren.

Hatten wir in ähnlicher Form ja nicht erst einmal, siehe Ghostbusters oder Ocean's Eight und wie man es so munkeln hört wohl bald auch Fluch der Karibik und 007. Einfach mal die zentralen Figuren durch Frauen ersetzt, irgendwas zusammengeklöppelt und am Ende die Allgemeinheit verunglimpfen, indem man sagt, dass die Gesellschaft nicht bereit ist für starke Frauen in Hauptrollen.

Da könnte ich jedes Mal einen Rappel kriegen.
 

Wynn

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Hier ist jedoch nicht die Rede vom alteingesessenen Clark Kent, der immer noch glücklich in seiner Beziehung mit Lois Lane ist. Stattdessen geht es um ihr gemeinsames Kind, Jon Kent, welcher die Rolle des Supermans übernehmen wird.

Also wie der "schwarze superman" :B

LGBTQ-Repräsentation in Comics lässt meistens noch zu wünschen übrig

https://www.thewrap.com/gay-captain-america-marvel-comics/ kam direkt passend zum pride month raus
 

General-Lee

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Nein, Superman wird wohl richtig sein.
In den Comics ist Val-Zod (also Kal-El) als dunkelhäutiger Superman auf Erde-2 unterwegs.

...leider ist das J.J. Abrams egal, und will einfach Clark Kent "umfärben", also dieses moderne und woke Blackfacing
Ah so, ja. Hatte ich nicht auf dem Schirm.
 

Rabowke

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Wobei die Hautfarbe von Superman doch völlig Banane ist, ist eh ein "Wunder" dass die Außerirdischen so aussehen wie die Menschen.

Was dieses Liebesgedöns soll ... mir völlig schleierhaft und ja, eine Romanze hat schon immer dazugehört, aber es ist jetzt nichts, was mir fehlen würde. Ob Superman bzw. sein Sohn jetzt homosexuell oder bisexuell ist: völlig Wumpe, hauptsache dieses Thema wird nicht das beherrschende Thema sondern bleibt, hoffentlich, nur eine Randnotiz.

Das hat mich auch an Cpt. America gestört ... dass man die Missstände der schwarzen Bevölkerung thematisiert, kein Problem und vor allem hier hat's auch gepasst, vor allem auch die Geschichte mit dem älteren Herrn - ich möchte hier nicht Spoilern.

Aber wenn sich jeder dritte Satz um Diskriminierung handelt, dann wird mMn das Ziel verfehlt und es ist einfach zu viel des ... Guten. Genau so verhält es sich auch mit den sexuellen Vorlieben von Superhelden. Schaut euch The Boys an, da wurde hier und da erwähnt das Maeve bisexuell ist, es wurde mal kurz in die Geschichte eingearbeitet, der Lebenspartner hätte aber durchaus auch männlich sein können: fertig.
 

Sorane

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Ich finde es bezeichnend dass die überwältigende Zahl an „nicht cis gender“ Personen die ich kenne aus Comics und amerikanischen Fernsehserien sind. Ich empfinde es als maßlos übertrieben. Und oft nervig. Mich interessieren dolche storylines nicht aber überall werden sie reingedrückt.
 

Worrel

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Wobei die Hautfarbe von Superman doch völlig Banane ist, ist eh ein "Wunder" dass die Außerirdischen so aussehen wie die Menschen.
Richtig, Ist es. ABER:
Der Charakter "Superman" wurde uns seit Jahrzehnten als Weißer dargestellt.

Ein schwarzer Superman wäre daher nicht Ka-El, sondern wer anders - es sei denn, er hätte die Fähigkeit bekommen, seine Hautfarbe zu ändern und es wäre im Rahmen der Story sinnvoll, dies auch zu tun.

Bei James Bond könnte man sich eine ähnlich nachvollziehbare Erklärung zurechtlegen: "J.Bond" wäre demnach nur der Tarnname des aktuell agierenden Agenten. Gerade dann wäre es aber bescheuert, dies durch Besetzung eines schwarzen Agenten öffentlich zu machen.

Superhelden- und Agentenstories sind aber jetzt die einzigen Stories, bei denen das meiner Meinung nach theoretisch Sinn machen könnte.

Wie sollten beispielsweise Jack Sparrow, die Braut (Kill Bill), Machete, Stromberg, Leon oder der Tenet Hauptcharakter plötzlich die Hautfarbe wechseln?

Oh, stimmt: Jack Sparrow könnte man verfluchen - aber ob Schwarzsein als Fluch zu integrieren eine gute Idee ist ...?
 

Rabowke

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Richtig, Ist es. ABER: Der Charakter "Superman" wurde uns seit Jahrzehnten als Weißer dargestellt.
... und? Es handelt sich um einen Reboot, d.h. eine komplett neue Geschichte und kein zusammenhängendes Universum wie das MCU.

Ein schwarzer Superman wäre daher nicht Ka-El, sondern wer anders - es sei denn, er hätte die Fähigkeit bekommen, seine Hautfarbe zu ändern und es wäre im Rahmen der Story sinnvoll, dies auch zu tun.
Versteh ich nicht. Wenn das Ausgangsmaterial nun mal anders ist, alle Kryptonier sind Schwarz bzw. dunkelhäutig, dann ist es eben so und ich sehe hier keine Probleme.

Bei James Bond könnte man sich eine ähnlich nachvollziehbare Erklärung zurechtlegen: "J.Bond" wäre demnach nur der Tarnname des aktuell agierenden Agenten. Gerade dann wäre es aber bescheuert, dies durch Besetzung eines schwarzen Agenten öffentlich zu machen.
Um beim Beispiel Bond zu bleiben: hat es dich gestört das Felix Leiter in den Craig-Bonds schwarz ist? In den vorherigen Filmen mit Brosnan, Connery, Moore, Dalton (?), war er weiß.

Für mich hat es absolut keinen Unterschied gemacht: er war von der CIA. Punkt. Genau so wenig würde es mich stören, wenn Elba den Bond verkörpern würde. Wo ist das Problem? Gerade in England (!) sind viele dunkelhäutige und natürlich auch Inder, als Beispiel vertreten. D.h. Q könnte z.B. weiblich und indischer Abstammung sein ... wäre bzgl. "Lore" rund um den MI6 passend.

Wie sollten beispielsweise Jack Sparrow, die Braut (Kill Bill), Machete, Stromberg, Leon oder der Tenet Hauptcharakter plötzlich die Hautfarbe wechseln?
Wo genau macht es einen Unterschied ob die Braut, Stromberg, Leon und Tenet dunkelhäutig sind? Bei Machete lass ich mir das ggf. wg. dem mexikanischem Ursprung (!) noch gefallen, aber auch Jack Sparrow ... dir ist schon bewusst dass es so etwas wie Rassismus unter Piraten kaum bzw. gar nicht gab? D.h. auch hier gab es dunkelhäutige, oder als Beispiel chinesische, Anführer bzw. Kapitäne.
 

MichaelG

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In Berlin brennen Autos 🚗 aber diese Ideologie ist richtig ,richtig?
Nicht nur in Berlin. Schau mal nach Leipzig. Dort sind die Antifa ganz aktiv. Brennen Baufahrzeuge, Autos an, die Eisenbahnstraße ist ein quasi No Go Area aus Drogensumpf, Kriminalität incl. Waffeneinsatz.
 

weazz1980

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„LGBTQ-Repräsentation in Comics lässt meistens noch zu wünschen übrig, doch im Jahr 2021 geht DC einige Schritte in die richtige Richtung.“

Inwiefern ist das die richtige Richtung?
Heißt das, dass die bisherigen Comics „falsch“ waren und auch immer noch sind, weil es ja erst Schritte in die richtige Richtung sind?
Sind nach dieser Logik Comics erst dann richtig, wenn alle Charaktere Bi, schwul, lesbisch oder weiß der Geier was sind und die größte Sensation im Heft das Coming Out ist?

Richtige Richtung…man glaubt es nicht,
Dem Internet zufolge ist man als Hetero "von gestern" bzw. am Aussterben... LBQTEQTRwhatever immer und überall!

Alle neuen Comics/Filme/Serien haben nur noch diese non-binären/LBQT-Charaktere, um auf der Welle mitzuschwimmen und ihr Stückchen vom Kuchen abzubekommen.

Macht man es nicht, wird man im Internet zerrissen.

Schwere Zeiten für Hetero-CIS-Männer heutzutage...
 

MichaelG

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Ich habe ja nichts gegen Bi, Homo etc. Was mich aber total nervt ist dieses permanente "in den Vordergrund Gerücke". Egal bei welchen Gelegenheiten, egal ob es eben gerade paßt oder nicht.

Ich komme mir dabei langsam vor als bin ich als hetero nicht mehr normal. Das Thema einfach normal einbinden ohne mit dem Holzhammer reinzuhauen, Reboots zu bringen um nur ja den Charakter XY endlich auf LBQT zu trimmen (egal ob das ganze Sinn ergibt)....
 

Rabowke

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Dem Internet zufolge ist man als Hetero "von gestern" bzw. am Aussterben... LBQTEQTRwhatever immer und überall!
Darf ich fragen was du so für Medien konsumierst?

Alle neuen Comics/Filme/Serien haben nur noch diese non-binären/LBQT-Charaktere, um auf der Welle mitzuschwimmen und ihr Stückchen vom Kuchen abzubekommen.
Was für ein Kuchen? Dich scheinen ja diese Comics bzw. Charaktere nicht anzusprechen ... aber, nur mal so in den Raum geworfen, gibt es genug andere Bevölkerungsgruppen deren Identität zu lange nicht beachtet wurde und das jetzt eben nachgeholt wird?!

Ich mein, was genau entgeht dir jetzt bzw. wie tangieren dich solche Comics?!

Macht man es nicht, wird man im Internet zerrissen.
... von wem?

Schwere Zeiten für Hetero-CIS-Männer heutzutage...
Vllt. bin ich ja ein besonderes Exemplar, aber mir gehts dadurch weder besser, noch schlechter und, halt dich fest, auch nachdem ich erfahren habe das mein Lieblingsschurke Loki bisexuell ist, weil es in einem Nebensatz in der Serie erwähnt wurde, mag ich die Figur weder mehr noch weniger. Ich hab es zur Kenntnis genommen ... fertig.
 

Frullo

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Ein bisexueller Superman? Hab ich kein Problem mit. Ein afroamerikanischer Mann aus Stahl? Auch nicht. Ich hätte auch dann kein Problem, wenn er Transgender wäre (auch wenn er dann ev. ein Problem hätte, eine Geschlechtsumwandlung an sich durchführen zu lassen).

Aber ich habe inzwischen ein Problem mit Artikeln darüber. Warum kann man nicht einfach die Geschichte, den Comic, den Film, die Serie, das Buch für sich selbst sprechen lassen? Warum muss man permanent einen Scheinwerfer darauf richten? Wie, bitteschön, soll denn dies zur Normalisierung beitragen, wenn man es durch solche Artikel zu etwas aussergewöhnlichem erhebt?

Anders wäre es, wenn man einen Artikel über den Sturm der Entrüstung über den Bi-Superman bei den Rückwärtsorientierten schreiben würde – sofern ein solcher Sturm tatsächlich zustande kommt. So jedoch, so scheint es mir, ist man doch eher darauf aus, einen solchen Sturm unbedingt provozieren zu wollen: Seht her! Hier ist er! Der Bi-Superman-in-your-face!!



Der Artikel sagt im Prinzip aus, dass es nicht normal ist, obschon es das sein sollte. Aber was, wenn es bereits normal wäre – oder vielleicht sogar eben schon ist! – dann prangert der Artikel einen Missstand an, der keiner (mehr) ist und erzeugt unnötig Wogen. Inzwischen haben doch Queer-Charaktere – oder halt auch einfach nur Queer-Normalität - in nahezu jeder Serie Einzug gehalten, die ich mir in letzter Zeit angeschaut habe. Sei es die bereits erwähnte Meave in the Boys, Camina Drummer bei the Expanse, Raelle Collar in Motherland, Seven of Nine bei Picard, Ash Harper bei Intergalactic – ja selbst Inara Serra bei Firefly, einer Serie von 2002, bedient als Companion auch mal eine Kundin.



TLDR: Normalität tritt dann ein, wenn man nicht mehr ständig darüber zu reden braucht. Wurde dieser Punkt nicht schon erreicht?
 

sauerlandboy79

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Bekommt der neue Mann aus... Äh... Naja, Stahl wirds ja nun nicht mehr :B... Also, bekommt er dann auch einen regenbogenfarbenen Hitzeblick? :-D
 

Rabowke

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Ein bisexueller Superman? Hab ich kein Problem mit. Ein afroamerikanischer Mann aus Stahl? Auch nicht. Ich hätte auch dann kein Problem, wenn er Transgender wäre (auch wenn er dann ev. ein Problem hätte, eine Geschlechtsumwandlung an sich durchführen zu lassen).
... vllt. spendet ja Batman ein kryptonisches Skalpell. 😏

Aber ich habe inzwischen ein Problem mit Artikeln darüber. Warum kann man nicht einfach die Geschichte, den Comic, den Film, die Serie, das Buch für sich selbst sprechen lassen? Warum muss man permanent einen Scheinwerfer darauf richten? Wie, bitteschön, soll denn dies zur Normalisierung beitragen, wenn man es durch solche Artikel zu etwas aussergewöhnlichem erhebt?
... hmhmmm, diese Kritik auf einer Newsseite ist, sagen wir mal, diskussionswürdig.

Anders wäre es, wenn man einen Artikel über den Sturm der Entrüstung über den Bi-Superman bei den Rückwärtsorientierten schreiben würde – sofern ein solcher Sturm tatsächlich zustande kommt. So jedoch, so scheint es mir, ist man doch eher darauf aus, einen solchen Sturm unbedingt provozieren zu wollen: Seht her! Hier ist er! Der Bi-Superman-in-your-face!!
Aber auch hier wieder: der Verlag drückt dir das ja nicht mit "in your face!" ins ... Gesicht. Sondern es sind Medien die darauf anspringen.

Der Artikel sagt im Prinzip aus, dass es nicht normal ist, obschon es das sein sollte. Aber was, wenn es bereits normal wäre – oder vielleicht sogar eben schon ist! – dann prangert der Artikel einen Missstand an, der keiner (mehr) ist und erzeugt unnötig Wogen.
Wobei es ja eben nicht normal ist bzw. jetzt erst normal ist, dass man solche Figuren explizit mit so einer Backstory ausstattet. Normal war Mann liebt Frau, Frau liebt Mann. Fertig.

TLDR: Normalität tritt dann ein, wenn man nicht mehr ständig darüber zu reden braucht. Wurde dieser Punkt nicht schon erreicht?
Ich glaube noch nicht ... jedenfalls noch nicht was queer oder binär oder trans betrifft. ;)
 

weazz1980

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Darf ich fragen was du so für Medien konsumierst?

Langer Text...

Internet/Twitter/etc... ich frage mich was du für Medien konsumierst, wenn dir das nicht auch auffällt?

Und es geht hier nicht darum, ob es mir besser oder schlechter geht, es geht darum, wie mit dem Holzhammer versucht wird dieses Thema an den Mann zu bringen.

Schwule/Lesben usw. sind doch längst schon in der breiten Bevölkerungsmasse angekommen und ist nichts mehr Besonderes. Es geht darum wie man mit dem Thema umgeht.

Hier ist es so: "Hey schaut her, er ist schwul/bi! Liked uns, kauft das Comic, woohoo, wir sind so modern!"
 

Rabowke

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Internet/Twitter/etc... ich frage mich was du für Medien konsumierst, wenn dir das nicht auch auffällt?
Ich würde jetzt Twitter zu Internet zählen, aber sei's drum. Ich nutze ich das Internet und andere Medien wie Tageszeitungen und hier, bei den von mir genutzten Medien, sind diese Themen eben noch (?) in der Unterzahl und ich fühle mich als "alter weißer Mann (c) Enisra" nicht angegriffen oder sonst was. :O

Und es geht hier nicht darum, ob es mir besser oder schlechter geht, es geht darum, wie mit dem Holzhammer versucht wird dieses Thema an den Mann zu bringen.
... weil ein Markt bedient wird, der in der Vergangenheit unterrepräsentiert war? Wenn es keinen Markt hierfür gibt bzw. geben sollte, wird das Produkt früher oder später eingestellt bzw. umgearbeitet.

Schwule/Lesben usw. sind doch längst schon in der breiten Bevölkerungsmasse angekommen und ist nichts mehr Besonderes. Es geht darum wie man mit dem Thema umgeht.
Sind sie eben nicht. Keine Ahnung in wie weit du damit Berührungspunkte hast, mein bester Kumpel seit Jugendtagen und Trauzeuge hat sich vor vier oder fünf Jahren geoutet und die Reaktion der Eltern, vor allem des Vaters, entsprach dem Sicht der Dinge wie 1980. :B

Hier ist es so: "Hey schaut her, er ist schwul/bi! Liked uns, kauft das Comic, woohoo, wir sind so modern!"
Darüber lässt sich streiten ... es wird ein (zusätzlicher) Markt bedient, nicht mehr, nicht weniger. Die Werbung bzw. das mediale Aufbauschen erfolgt doch nicht durch den Verlag, oder?
 

weazz1980

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... weil ein Markt bedient wird, der in der Vergangenheit unterrepräsentiert war? Wenn es keinen Markt hierfür gibt bzw. geben sollte, wird das Produkt früher oder später eingestellt bzw. umgearbeitet.
Richtig, eben das Stück Kuchen welches ich vorher erwähnte...

Und ich habe im privaten Bereich durchaus Kontakt zu schwulen Männern, zum einen auf der Arbeit und zum anderen in der FF-Gilde und in Gesprächen usw. sind es Themen, die auch Hetero-Männer beschäftigen, nichts, was jetzt speziell mit dem Schwulsein zu tun hätten... von daher...

Wenn es aber um non-binäre Menschen geht, da gebe ich dir Recht... dieses Thema ist nicht angekommen und wird hoffentlich auch nie ankommen.
 

MichaelG

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Die alte Generation wirst Du so oder so nicht mehr umtrimmen können. Entweder sie akzeptiert es von sich aus oder es bleibt so. Und so hart es klingt diese Generation stirbt automatisch aus in den nächsten Jahren.

Deswegen muß ich nicht dem Rest das ganze weiterhin versuchen mit den Holzhammer einzutrichtern.

Hinzu kommt: Wenn man etwas versucht jemanden mit "Gewalt" einzutrichtern reagiert derjenige in der Regel doppelt so sehr abweisend zu dem Thema. Rein kausale Logik.

Wenn mir jemand etwas aufzwingen will dann bin ich extra abweisend. Das geschieht dann schon aus Prinzip heraus. Und so reagieren 90% der anderen genauso.

Man tut sich halt mit so einer Vorgehensweise keinen Gefallen. Auch den entsprechenden Betroffenen nicht. Sie stehen zwar in der Sekunde im Rampenlicht. Aber auf Dauer bringt das die andere Seite nur eher negativ auf.

Und ich kenne auch einige Schwule denen paßt das genausowenig wie mir. Weil sie den Effekt exakt genauso sehen. Sie wollen schlichtweg normal wahrgenommen werden. Ohne das ganze gendern, in den Vordergrund rücken, permanent auf dem Thema herumreiten.

Sie wollen sich schlicht normal unterhalten ohne daß der Fokus auf deren sexuellen Vorlieben liegt.
 

Rabowke

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Richtig, eben das Stück Kuchen welches ich vorher erwähnte...
... ich glaube du verstehst den Punkt nicht. Natürlich möchte man als Verlag etwas verdienen, aber ggf. gibt es zig tausend Leser die sich, z.B. wg. Ihrer Herkunft und Hautfarbe und sexuellen Vorlieben, vernachlässigt vor kommen und sich jetzt freuen, in einem Comic berücksichtigt zu werden.

Wo ist denn da dein Problem? :O

Und ich habe im privaten Bereich durchaus Kontakt zu schwulen Männern, zum einen auf der Arbeit und zum anderen in der FF-Gilde und in Gesprächen usw. sind es Themen, die auch Hetero-Männer beschäftigen, nichts, was jetzt speziell mit dem Schwulsein zu tun hätten... von daher...
Ich hab dir oben ein Beispiel aus erster Hand geliefert und bei Äußerungen wie "Lieber keinen als einen schwulen Sohn" kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das Thema in Deutschland, und wir kommen aus Berlin, hier noch nicht wirklich angekommen ist.

Die Frage ist ob dein Arbeitskollege oder "bros" in einer FF-Gilde über solche privaten Probleme erzählen würden, wir haben auch in unserer TBC Classic Gilde ein schwules Pärchen, wir raiden seit MC zusammen und ich kenn ihre Geschichte nicht so im Detail wie eben von meinem besten Kumpel aus Jugendtagen.

Er ist erfolgreicher Unternehmensberater, führt ein eigenes Team ... und so gut wie niemand weiß bzw. wusste von seinen sexuellen Präferenzen.

Wenn es aber um non-binäre Menschen geht, da gebe ich dir Recht... dieses Thema ist nicht angekommen und wird hoffentlich auch nie ankommen.
...
 

Rabowke

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[...]Hinzu kommt: Wenn man etwas versucht jemanden mit "Gewalt" einzutrichtern reagiert derjenige in der Regel doppelt so sehr abweisend zu dem Thema. Rein kausale Logik.

Wenn mir jemand etwas aufzwingen will dann bin ich extra abweisend. Das geschieht dann schon aus Prinzip heraus. Und so reagieren 90% der anderen genauso.
Sounds like anti-vaxxer! :finger: ;)
 
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