Willkommen bei Call of Duty und seinen Klonen.
Es gibt aber auch positive Ausnahmen: Far Cry z.B. oder das (leider verbuggte) Boiling Point oder Operation Flashpoint. Oder auch die Stalker Teile (letztere ab Boiling Point allerdings auch schon etwas älter).
Diese ganzen Shooter mit Triggersteuerung kamen erst groß durch die COD-Seuche in Mode. Es fehlt hier schlichtweg an neuen Innovationen. Und die Rückkehr zu Open World statt Schlauchlevel.
Was wäre denn eine Innovation? Was will man denn an einem Spielprinzip, das in sich absolut simpel und im Kern schlichtweg nicht zu verbessern ist, neues machen? RPG-Elemente? Gab es schon, spätestens seit STALKER. RTS-Elemente? Passt wohl eher weniger.
Ich sag es immer wieder..."Innovation" als Wort ist absolut überschätzt. Und ich habe in all den Jahren des Meckerns über fehlende "Innovationen" NIE auch nur annährend realistische Vorschläge lesen oder hören dürfen. Es gab in all den Jahren auch immer wieder mutige Entwickler, die sich an Neuem versucht haben oder Genres miteinander zu koppeln. Allerdings ging dies dann meist in die Hose, weil Elemente nur halbherzig oder fehlerhaft umgesetzt wurden.
Viel wichtiger ist, dass ein Spiel richtig und gut umgesetzt ist. Und das alles so funktioniert, wie es soll und wie man es als Spieler aufgrund Versprechungen der Entwickler erwartet und wünscht.
Ach...und Open World war nie essenzieller Bestandteil eines Shooters. Open World ist ein Element, dass sich in nahezu jedes Genre integrieren lässt. Völlig unabhängig davon, ob es nun Shooter, RPG, Rennspiel oder gar RTS ist. Und es ist, meiner Meinung nach, schon gar kein Qualitätsmerkmal eines Spiels. Ganz besonders dann nicht, wenn es mies umgesetzt ist, Aufträge eintönig und langweilig sind. Etwa in FarCry 3.
Ich bin mal ganz ehrlich: Ich würde mir ein CoD durchaus kaufen, wäre es nicht so maßlos überteuert. Denn es macht ja genau das richtig, was es machen will. CoD funktioniert einfach bestens als Hirn aus und ballern-Shootern, der schlicht und einfach nur schnelle Kost für Zwischendurch ist. Wer mehr haben will, kauft sich ArmA oder vergleichbare Shooter.
Letztendlich ist das Subgenre der Militär-Shooter, wie wir sie seit CoD4 kennen, solange NICHT tot, bis die Kunden nicht mehr kaufen. Solange die Zahlen konstant bleiben, wird sich auch nichts ändern.