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Das Ende einer Ära: Militär-Shooter in der Krise? - Kolumne von Peter Bathge

Meiner Meinung nach, weil es sich meiner Meinung nach zu viele Schnitzer geleistet hat.

Die Story war super, aber das Spiel hat es nicht geschafft, gameplay und Story zu verbinden. Man hat eine bessere Erfahrung, wenn man sich die cutscenes auf YouTube anguckt.
Wenn ich mich durch langweiliges gameplay hangeln muss, um zu den guten Stellen zu kommen, die Filme sind, macht ein Spiel etwas grundlegend falsch.
 
irgendwie kommt mir hier ein bisschen zu kurz, dass die kampagnen in cod und noch eher in battlefield wohl maximal eine art warm-up für den mp-modus darstellen.
ich spiel beides nicht (mehr), aber das ist zumindest mein eindruck.

wie viele leute werden sich gerade diese beiden genre-vertreter (viel mehr sinds ja auch eigentlich gar nicht, moh ist tot) wegen der kampagne kaufen? 3?
und der bedingungslose fokus auf den mp ist es wohl, was dem genre insgesamt geschadet hat.
eine anspruchsvolle kampagne mit guter ki etc etc zu kreieren, stelle ich mir nun einmal weitaus schwieriger (=zeitaufwendiger =teurer) vor als ein paar mp-maps zu entwerfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich steh zwar eigentlich auf shooter, was ich aber gerade in den letzten jahren kritisieren muss ist der enthaltene pseudorealismus. man kann zwar einen soldaten mit nem defi killn, aber dein quad hält sprünge aus 100m höhe aus, ohne schaden zu nehmen. deine kugeln fallen zwar auf eine bestimmte distanz ab, du kannst trotzdem um die ecke erschossen werden. du kassierst 30 schuss ins knie, und hast blut im auge. du kannst die ganze map mit c4 und mienen volllegen, bei der explosion bleiben aber bäume und holzhütten stehen. explodiert 500m weg von dir ein gastank wackelt die ganze map. im raum neben dir explodiert eine granate, welche die wand wegsprengt, du selbst trägst aber keinen kratzer davon. jets explodieren wenn sie mit dem flügel an nem baumwipfel streifen, 10 schuss von ner 25mm-kanone stecken sie aber locker weg. diese liste kann man beliebig erweitern. diese ganzen logikfehler lassen mich ingame immer wieder zusammenzucken, wobei ich mich fragen muss: "echt jetzt? das? so? hier? warum?"
auf inszinierungen im SP kann ich leider nicht eingehen, ich hab seit 2005 keinen shooter-sp mehr gespielt.
 
Ich war damals noch davon überzeugt dass sich das niemals durchsetzen kann.
Der Fairness halber: Call of Duty war am Anfang noch gar nicht so schlecht, im Gegenteil haben Teil 1 und insbesondere Teil 2 noch heute maßgeblich zur Atmosphäre von Ego-Shootern (natürlich besonders zu Kriegsshootern) beigetragen und gezeigt, dass sich Realismus (bzgl. den limitierten Bewegungen der Spieler) und Spielspaß nicht gegenseitig ausschließen. Besonders Teil 2 ist auch heute noch in LAN-Parties ein gefragtes Spiel, und das auch bei Fans, die seinerzeit mit Rocketjumps durch Quake3-Arenen gehüpft sind - das Spielgefühl ist deutlich anders, dass eben andere Elemente (schleichen, verstecken) eher belohnte als Rambo-mäßig durch die Levels zu rasen...

Gut, von den "neuen" Teilen verliere ich lieber kein Wort, die sind ja durch solche Schwachsinnsfeatures wie bspw. einen Helikopter-Angriff, wenn man zuwenige Kills im Multiplayer hat, "gesegnet"...

Und die Rückkehr zu Open World statt Schlauchlevel.
Das ist immer so eine Sache bei einer Serie, die eigentlich auch realitätsnah sein will: Der Aufwand für optionale Wege, die vielleicht der Großteil der Spieler nichtmal zu Gesicht bekommt, ist stellenweise zu groß dafür, um optional zu bleiben. Mir zumindest wären verwinkelte Levels der Marke Doom oder Duke Nukem 3D auch lieber, kann aber auch verstehen, wenn die CoD-Entwickler den Aufwand scheuen... Nur müssen die Entwickler sich dann die Frage gefallen lassen, warum eine realitätsnahe Grafik um jeden Preis aufrechterhalten wird, wenn eine weniger realitätsnahe Grafik, aber dafür mit abwechslungsreichem Leveldesign, deutlich mehr Spaß macht...

Das ist ja auch der Grund, weshalb die alten Spiele (Doom, Duke Nukem 3D, Unreal etc.) heute stellenweise sogar mehr Spaß machen als heutige AAA-Shooter: Die kümmerten sich zum Glück einen Dreck um realistisches Leveldesign, aber dafür waren die Levels "spielerisch sinnvoll", abwechslungsreich und durchdacht aufgebaut. Was sich im Single-, aber insbesondere auch im Multiplayer deutlich bemerkbar macht und auch der Hauptgrund dafür ist, weshalb diese Spiele jetzt noch erwähnt werden, während sich bei Call of Duty o.Ä. in ein paar Jahren niemand mehr an tolle Momente der Spiele erinnern wird. Von den ersten beiden Teilen einmal abgesehen...

Übrigens war Doom kein technisches Wunderwerk.
Blödsinn, Doom ermöglichte damals unterschiedliche Höhen für Plattformen, gepaart mit texturierten Böden/Decken/Wänden mit einem (auch heute noch) pfeilschnellem Gameplay - und das auf Rechnern, bei denen 16 MB Festplattenkapazität und 8 MB RAM als Nonplusultra galt! Vorherige Ego-Shooter konnten nicht nach oben oder unten sehen, weil damals ALLES(!) auf einer Bildschirmhöhe stattgefunden hatte und weder Decke noch Böden texturiert waren... Doom wirkte seinerzeit nicht nur wegweisend, sondern - verglichen mit damaligen Spielen - sogar tatsächlich futuristisch...

Warum ist das so? Unter anderem liegt es wohl mal wieder an den Konsolen. Ein Gamepad ist denkbar ungeeignet, um sich in einer dreidimensionalen Spielwelt zu bewegen.
Nicht von einem Gameplayelement auf alles schließen! Natürlich kann man sich "auch" auf einer Konsole frei bewegen, nur bei Ego-Ansicht ist das etwas umständlicher als auf dem PC ;) . Daraus zu schließen, dass ein Gamepad ungeeignet zum Bewegen in einer dreidimensionalen Spielwelt sei, ist... Abenteuerlich, ums mal nett zu formulieren...

Der beste Militär-Shooter der letzten Jahre bleibt für mich Spec Ops: The Line!
Dieses Spiel war zwar nun auch keine Offenbarung in diesem Genre, aber es hob sich sehr positiv von seinen Konkurrenten ab - und hat leider nicht seine verdiente Bachtung bekommen!
Doof nur, dass das Spiel genauso an repetitivem Gameplay leidet wie die anderen Militärshooter auch. Storytechnisch hebt sich das Spiel zwar ab, gameplaytechnisch bestand das Spiel aber auch nur aus "Hechte von Deckung zu Deckung, nutze das Deckungssystem und erledige dann Moorhuhnartig die Gegner. Wenn keine Gegner mehr da sind, rücke vor und fange wieder bei Schritt Eins an"...

Ganz ehrlich: Es hat einen Grund, warum es in der Indie- und Kickstarterszene boomt wie schon lange nicht mehr und dort Genres in den Top10-Listen auftauchen, die von heutigen AAA-Publishern für Tot erklärt wurden...
 
Ein "wohltuender" Beitrag zur aktuellen Entwicklung des Ego Shooters.

Für mich der "beste Beitrag" in diesem Jahr zum Thema.

Ein großes Dankeschön an Peter Batge
 
Meiner Meinung nach, weil es sich meiner Meinung nach zu viele Schnitzer geleistet hat.
Welche Schnitzer? Alles bei dem Spiel ist absichtlich so, wie es ist. Es ist eine Militärshooter-Satire auf allen Ebenen... ;-)

Technisch ist das Spiel absolut sauber, da kann es eigentlich auch wenig zu meckern geben.

"Es ist ein Spiel, das eigentlich keinen Spaß macht. Und das ist gut so."
 
Es ist eigentlich auch irre, daß ein Shooter wie COD immens mehr Absatz als Konsolenversion erfährt wie als PC-Fassung.

80% aller COD-Verkäufe entfallen auf die Konsolen. Einfach nur Wahnsinn. Vielleicht liegts auch daran, daß es zu einfach ist und zu 08/15. Ich weiß es nicht.

Nö, ist eigentlich ganz einfach: Außerhalb Deutschlands und/oder Europa ist die Konsole DAS Spielemedium und der PC spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wir sind halt nicht immer der Nabel der Welt....
 
Und die Rückkehr zu Open World statt Schlauchlevel.

Nun ja, alle als gute Spiele aufgeführten Beispiel im Artikel (und nach meiner Meinung) sind geradezu Paradebeispiele für Schlauchlevels. Einerseits, weil es technisch damals gar nicht anders umzusetze war und andererseits man sich so auf das Wesentliche auf dem Weg konzentrieren konnte.

Es ist eine zweischneidige Sache. Das erste Far Cry und Crysis zB waren toll und haben so etwas ähnliches wie Open World geboten (wobei diese bei näherem Hinsehen auch ihre Levelgrenzen hatten). Diese muss man aber auch sinnvoll und der Haupthandlung stimmig füllen. Far Cry 3 war zB damit hoffnungslos überfordert, GTA V hat es genial umgesetzt.
 
Nö, ist eigentlich ganz einfach: Außerhalb Deutschlands und/oder Europa ist die Konsole DAS Spielemedium und der PC spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wir sind halt nicht immer der Nabel der Welt....

Sehr aufschlussreich finde ich in diesem Zusammenhang auch die letzten Zahlen der ESA:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CDMQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.theesa.com%2Ffacts%2Fpdfs%2FESA_EF_2013.pdf&ei=Lj-fUpinEsWVswaItYGYCA&usg=AFQjCNGESZrxUKLk-0tc-eSjOpbJL4Bmog&sig2=1R8Vzg2fFQSlOY-TAfO7Iw

Interessanterweise geben dort (Seite 4) 68% an, auf der Konsole zu spielen, 63% auf dem PC, also nahezu Gleichstand.
Betrachtet man die Verkäufe (Seite 10), macht der PC allerdings kaum 10% der verkauften Einheiten aus. Liegt das an den Raubmordkopien oder wie soll man das interpretieren?
 
Interessanterweise geben dort (Seite 4) 68% an, auf der Konsole zu spielen, 63% auf dem PC, also nahezu Gleichstand.
Betrachtet man die Verkäufe (Seite 10), macht der PC allerdings kaum 10% der verkauften Einheiten aus. Liegt das an den Raubmordkopien oder wie soll man das interpretieren?

da müsste man erst einmal eine definition für "spiel" haben.
wenn da facebook-spielchen uä dazuzählen (was wahrscheinlich ist), dann relativiert das die sache schon gleich wieder ein wenig.
außerdem spielen beim pc ja f2p-spiele mit ingame-käufen eine immer größere rollen und auch abo-spiele.
beides gibt es auf den konsolen in der form ja (fast) (noch) nicht.
außerdem dürfte die (legale) download-quote auf dem pc -vermute ich zumindest- immer noch höher sein.
ach ja: und billiger sind pc-spiele in aller regel auch noch (wenn wir vom umsatz reden).

aber grundsätzlich isses halt schon so wie der kollege oben sagt: konsolen sind in weiten teilen der welt das spielgerät nr. 1, vor allem eben, wenn es um aaa-spiele vom schlage assassin's creed, gta oder so was geht.

edit:
sorry, falls das alles in deiner quelle steht.
aber ich hab nicht reingeschaut. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
da müsste man erst einmal eine definition für "spiel" haben.

"Figures are sales of new physical content at retail exclusively." - d.h. keine download games, mobile apps, social network games oder DLCs. Würde man den ganzen Download-Kram mit berücksichtigen, sähe es für den PC wohl zumindest ein wenig besser aus. In der Tat teilen sich die 14,8 Milliarden Dollar Umsatz in den USA wie folgt auf:

- 6,7 Mrd. für Retail Video (= Console) Games
- 0,38 Mrd. für Retail Computer (= PC) Games
- 7,7 Mrd. für andere Formate (subscriptions, digital full games, digital add-on content, mobile apps, social network gaming, other physical delivery)

Wäre natürlich mal interessant, den letzten Posten stärker aufgeschlüsselt zu sehen ...



 
- 6,7 Mrd. für Retail Video (= Console) Games
- 0,38 Mrd. für Retail Computer (= PC) Games

dass der unterschied wirklich so dermaßen krass ist, glaub ich irgendwo auch nicht.
aber da kommen halt wie gesagt halt auch noch steam, origin und co. ins spiel.
dazu gibts aber genau gar keine verlässlichen zahlen.

Wäre natürlich mal interessant, den letzten Posten stärker aufgeschlüsselt zu sehen ...

activsion macht alleine mit dem guten alten wow jahr für jahr vermutlich mehr umsatz als die paar milliönchen, die in den usa mit pc-retail-spielen insgesamt gemacht werden. :-D

interessant ist auch, was über steam gespielt wird:
nummer 1 ist -und zwar mit himmelweitem abstand- dota 2.
und da verdient eben auch kein retail-händler irgendwas dran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö, ist eigentlich ganz einfach: Außerhalb Deutschlands und/oder Europa ist die Konsole DAS Spielemedium und der PC spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wir sind halt nicht immer der Nabel der Welt....
Ähm, eigentlich eher so:

Nordamerika: Konsole (eher Xbox)
Japan: Konsole (eher PS)
Westeuropa: Mixed
Südamerika: PC
Osteuropa: PC
Ozeanien: PC
restliches Asien: Mixed
 
Apropos Genremix: Von Mad Max hört man in letzter Zeit auch nichts mehr.... Wäre der nächste Kandidat auf meiner Wunschliste.

Und für mich eine ideale Verbindung von Shooter mit RPG-Elementen war die Mass Effect Triologie. Solche Spiele machen Spaß: Open World in gewissem Maße zumindestens, RPG-Elemente, Charakterentwicklung bis hin zur Beeinflussung der Story.
 
Substanzielle neue Infos zu Mad Max gibt es wohl erst 2014 wieder, erfahrungsgemäß beginnt der alljährliche Preview-Trubel ab Februar so langsam. Im Januar passiert üblicherweise nix ;)
 
manches stimmt, manches nicht.
Half Life oder ach Crysis 1 sind halt reine Singleplayer Shooter.
battlefield war schon immer ein Mp Shooter und der Solo part nur eine Reaktion auf Cod.
Call of duty ist nichts weiter als die Verschmelzung von Cs mit den Shootern alter Schule wie Quake und Unreal und vorallem seit Modern Warfare eigtl mehr Mp als Solo Shooter. Also Militärshooter mit vielen spieloptionen und Spielvarianten.

Also eigtl müsste man Cs Source oder auch Unreal TOURNAMENT, sowie wie das damalige Battlefield 1942 mit der aktuellen Generation vergleichen. Da stehen Bf3, Arma oder Cod ganz gut da.
Die Kolumne ist nicht schlecht, aber alle Texte mit der Absicht eine Rückentwicklung festzustellen, gleiten schnell in die früher war alles besser schiene ab. Manche Kommentare zeigen das recht deutlich
 
Mir geht bei vielen Militärshootern diese ganze "American Hero" Kacke total auf den Keks. Die Amerikaner sind durch die Bank weg die guten, alle anderen die bösen.

Bei Splinter Cell ist man gar so ein NSA Arsch. Gut, ist kein reiner Shooter, aber schon allein aufgrund des Setting könnte ich sowas nicht mehr durchspielen.

Ich will gern mal ein chinesischer Soldat sein, oder ein deutscher, brasilianischer, russischer, und dann Amerika in Schutt und Asche legen, das weiße Haus in die Luft sprengen und den Präsidenten erschießen. Also amerikanischer Patriotismus, der schon fast an Faschismus grenzt, nur andersrum.

Klar, es gibt auch andere Shooter, wie z.B. Bioshock, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich das Schießen dort schon immer gehaßt. So eine tolle Geschichte, so eine tolle Welt, aber dann machen sie alles mit einem 08/15 Egoshootergameplay kaputt.

Aber es geht ja in erster Linie um Militärshooter, da ist der Zug für mich einfach abgefahren. Vielleicht bin ich auch schon zu alt, daß mit Railshooter wie COD nicht mehr gefallen.

Ach ja, und derjenige, der Quicktimeevents in Egoshootern etabliert hat, der gehört ..., klammern wir das besser aus.

Innovationen außer in technischer Hinsicht, kommen aus der Shooterecke aber eh nicht mehr.
 
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