TBrain am 09.07.2007 01:14 schrieb:
Die Frage nach dem Sinn. Hm, ganz schwierige Sache. Es gibt da eine eigentlich meine ziemlich erschreckend langweilige Theorie: Es gibt keinen. Jedenfalls nicht in der Form, wie wir es gerne hören mögen. Und da kommen wir wieder zu dem Stichwort Anfang. Wenn wir also einen Sinn für etwas haben, sind wir nicht frei. Jetzt haben wir schon etliches Über unsere Existenz in Erfahrung gebracht, können es aber nur auf einen Punkt zurückverfolgen. Das ist in der Religion wie in der Wissenschaft das gleiche.
Wenn das alles einen Sinn haben sollte, gibt es noch mehr, vielleicht sogar mehrere Schöpfungen oder Urknälle (

).
Allerdings beginnt da ein unendliches Problem: Wir finden keinen Anfang. Wenn alle Existenzen für nur einen Grund da sein sollen, was hat dieser Grund als weiteren Sinn? Das ist ja das, was ich meinte. man würde nie eine befriedigende Antwort erfahren.
Oder warum maßen wir uns an, sowas zu fragen? Nur weil wir die Fähigkeit dazu haben? Auch wir bestehen nur aus kleineren Teilen, das einzige, was uns vom Rest unterscheidet, ist die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen.
TBrain am 09.07.2007 01:14 schrieb:
Und es gibt Fragen auf die der Mensch keine absolut richtige Antwort finden kann. Das ist für viele Sinnfragen (z.B. Sinn des Lebens) der Fall. Hier ist die Antwort von Gläubigen: Gott gibt dem einen Sinn. Und da es in dieser Kategorie keinen Gegenbeweis geben kann, kann man niemandem diese Überzeugung absprechen.
Ja, das stimmt natürlich, aber diskutieren kann man darüber.
Aber da sagst du es ja selber: Keine erfassbare Antwort = Gott, und genau das meinte ich. Steht Gott also für alle Fragen die wir nicht erklären können?
Ich sagte schon, man weiß nicht, ob es irgendwann möglich ist. Nur zum Ende (oder Anfang) kommt man nie.
Ich versuche also die Antworten nicht mit Gott zu erklären, sondern weiterzuforschen (so gut ich kann

).
Erklär' mir, warum sollten wir einen Sinn des Lebens haben?
Also für was sollte unser aller Grundgerüst sinnvoll sein?