aph am 06.07.2007 14:39 schrieb:TBrain am 06.07.2007 14:11 schrieb:Moment, nicht so schnell![]()
Wieso sollte es mich interessieren, ob meine Gene getötet werden oder nicht. Und das Zweite: das Toten von Sippenmitgliedern. Das erklärt nicht das Töten von Mitgliedern fremder Sippen, was jedoch, laut Moralvorstellungen, auch falsch ist.
Warum dich die Vermehrung deiner Gene interessieren sollte? :o
Das ist eine der grundlegendsten Triebfedern jeden Handelns von Wesen, die der Evolution unterworfen sind. Es geht hier wohlgemerkt nicht darum, was DU logisch findest, sondern wozu sich das biologische Wesen Mensch getrieben fühlt. Das kann auch Töten beinhalten - oder eben sein Verbot.
Seit jeher (also seit wir uns aus den bereits sozial lebenden Affenmenschen entwickelten) funktionierten menschliche Gesellschaften über eine wohljustierte Mischung aus Vergemeinschaftung und Abgrenzung. Den Genen tut es am besten, wenn es einerseits einen Drang gibt sie zu verteidigen, andererseits ein Drang vorherrscht, "gegnerische" Gene zu vernichten. Erst beide Triebe zusammen ermöglichen die Selektion innerhalb einer Spezies (über natürliche Auslese durch äußere Faktoren hinausgehend).
Das Verteidigen geht am besten in einer Gruppe (bestimmter Größe), das Angreifen logischerweise, indem sich eine Gruppe gegen eine andere abgrenzt. Diese beiden Triebe sind heute noch immer wieder sehr gut zu beobachten. Jeder grenzt sich ab und sucht zu gleich Gruppen. Dieser modische Drang, den Westen zu einen und gegen den Islam abzugrenzen rührt daher (umgekehrt genauso).
Nun kommt beim Affenmenschen noch die Erkenntnisfähigkeit hinzu. Er ist in der Lage, genauer einzuschätzen, wann ihm die Zugehörigkeit zu einer Gruppe hinsichtlich o.g. Punkte nutzt und wo sie ihm schadet, wo eine Gegnerschaft zu einer anderen Gruppe nutzt und wo sie schadet. Die Wahl des korrekten Triebes geht somit einher mit dem Durchschauen komplexester Zusammenhänge.
Bei mir war es zB oft so, dass ich von egoistischen Trieben abgelassen habe, sobald mir logisch bewusst wurde, dass ich mir damit (über Umwege) schade. Das geht bis hin zur Klimadebatte.
Für all das brauch ich weder Moral noch Religion. Es ist lediglich ein Ineinandergreifen meiner biologischen Eigenarten und meiner Erkenntnisse.
Sicher, die Frage ist doch aber (jedenfalls drängt sie sich mir auf): wieso sind des eben diese Triebe, die dem Menschen oder meinetwegen allen Lebewesen zugrunde liegen? Wieso sind es diese Triebe (bzw. dieser Mix), die den Erfolg gebracht haben?
Sicher ist das alles plausibel, aber die Frage nach dem "Warum" beantwortet das nicht.
@seishin-ri: Ich wundere mich nicht darüber. Schon seit einigen Post ist mir klar, dass dir ganz einfach Argumente fehlen, weswegen du eben ausweichst bzw. jetzt nicht mehr reagierst.
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*stups*
?
Erklärst du da nicht das eine mit dem Anderen und andersherum?
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