• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

Boesor am 09.07.2007 00:54 schrieb:
seishin-ri am 09.07.2007 00:50 schrieb:
:rolleyes: Ich frage doch nur, warum man Moral mit Religion erklären kann.
Aber das könnt ihr mir nicht plausibel vermitteln. Von daher wirst Du sicher verstehen, dass meine Kopfschmerzen schon chronisch seit Beginn der Diskusion auftreten. Ich erkenne an den pulsierenden Schüben nach einem Klick auf den Aktualisierungs-Button, dass auf meinen Post geantwortet wurde. :-P

Dabei ist es so einfach: Jede Gesellschaft braucht Regeln.
Bei uns wurden diese Regeln maßgeblich von der Religion über religiöse Werte entwickelt.

Und das heißt jetzt, das ist richtig? Damit ist also der Zusammenhang bewiesen? Und das nur, weil man einen Gott und eine Lebensart erfindet, weil es genug Dumme gibt, die nicht anders zu erziehen sind?
Ich glaube nicht, dass man dazu Religionen braucht. Es hätte auch anders verlaufen können.

Sehr schwammig...
 
seishin-ri am 09.07.2007 00:59 schrieb:
Und das heißt jetzt, das ist richtig? Damit ist also der Zusammenhang bewiesen? Und das nur, weil man einen Gott und eine Lebensart erfindet, weil es genug Dumme gibt, die nicht anders zu erziehen sind?
Ich glaube nicht, dass man dazu Religionen braucht. Es hätte auch anders verlaufen können.

Sehr schwammig...

Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Glaubst du nur Dinge die 100% beweisbar sind?
 
bierchen am 09.07.2007 00:55 schrieb:
Die moralischen Wertvorstellungen einer Gesellschaft kommen nicht aus dem Nichts, sondern haben sich über die Zeit hinweg herausgebildet. Dabei sind sie nicht endgültig sondern unterliegen der Veränderung. So wie die Gesellschaft sich weiterentwickelt wird sich auch ihre Vorstellungen verändern, was moralisch und was unmoralisch ist.

Dass Religion Moral ganz entscheidend mitgeprägt hat, ist m.E. nachvollziehbar, wenn man sich ihren Einfluss auf die Menschen (die Gesellschaft) in der Vergangenheit ansieht.

Bestreite ich ja nicht. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass damit eine Erkläung für TBrain's "Warum" gegeben ist.

Religionen waren halt eine Möglichkeit Menschen (ob durch Gottesfürchtigkeit oder nicht) zu einer Gemeinschaft mit Regeln zu bringen.
Nur, wären die Leute damals schon anders gewesen, oder ganz schlicht, hätten sich garkeine religiösen Entwicklungen ergeben, hieße das es gäbe keine Moral?
Dann hätten sich andere Wege offenbart, die Moral wäre womöglich eine ganz andere. Trotzdem, wo bleibt der Zusammenhang, dass darin die Wurzeln liegen?

Letztendlich beweist das garnichts. Denn wenn Moral nun durch Religionen verändert wurde, oder nicht, ist das nicht der alleinige Grund ihrer Existenz. Nur dass es beeinflussbar ist.
Und trotzdem ist Moral auf menschliches Verhalten zurückzuführen in einer Gesellschaft zu überleben. So, jetzt sind wir wieder bei den Veranlagungen. Noch eine Runde bitte.
 
seishin-ri am 09.07.2007 00:10 schrieb:
Achja, ich glaub ich weiß wo unser Problem liegt.

Du sagtest versch. Religionen akzeptieren Evolutionstheorien.

ja, aber um die Evolutionstheorie geht es gar nicht unbedingt

Sie fragen aber eher nach dem Warum.

die Religionen? Ja! nicht nur in Bezug auf die Evolutionstheorie.

Demnach akzeptieren sie alles, was entdeckt und festgelegt wird (ich bezieh' das jetzt mal auf eine).

Sie = Die Religion? Ich kann nicht für alle sprechen, aber ich sage eingeschränkt: ja! Zumindest zu dem, was von den Naturwissenschaften entdeckt wird.

Du willst jetzt unbedingt deine Frage beantwortet haben.

die nach dem: Warum? ja =) *hechel*

Aber indem man nach dem Wie forscht, forscht man auch nach dem Warum.

also das finde ich ist eine sehr gewagte Behauptung. Ich würde das sogar stark in Zweifel ziehen. Es ist aber sicherlich falsch wenn es um das Warum als Sinnfrage geht (was ist der Sinn von etwas?)

Ich hatte ja gesagt, man findet immer neue Anfänge.

Naja, aber wenn man das Warum (Sinnfrage) überhaupt nicht (zufriedenstellend) beantworten kann, findet man auch nicht immer etwas Neues.

Also auf die Frage nach dem Beginn können weder Religion noch Wissenschaft eine Antwort bringen, weil man sich durch Forschung und dadurch resultierende Definitionen immer neue Anfänge schafft.

Hmm, naja das ist etwas kompliziert. Die Frage ist: der Beginn von Was?

Achja und die Religion durch was eigentlich? Mutmaßungen? Fantasie? Aufmerksamkeitsdefizite?
Punkt 1 der Unverständnis.

Das hängt davon ab, zu welchem "Beginn" etwas gesagt werden soll.

Nur ich sehe den Glauben als Ausweg in Bezug auf deine Moral, wenn man keine Erklärung hat.

Falsch: es gibt keine Erklärung in Bezug auf Moral, die absolut Richtig wäre. Deshalb ist jede Antwort "nur ein Ausweg"

Etwas passt nich ins Schema? Das muss Gott sein. Egal, ob es zur Zeit nur noch nicht erklärt werden kann.
Punkt 2 der Unverständnis.

Das ist eben nicht auf wirklich alles Anwendbar. Es gibt Fragen auf die der Mensch eine Antwort finden kann, aber sie noch nicht gefunden hat (Naturwissenschaften) ---> Gott ist nicht die Antwort, sondern wir wissen es einfach (noch) nicht.

Und es gibt Fragen auf die der Mensch keine absolut richtige Antwort finden kann. Das ist für viele Sinnfragen (z.B. Sinn des Lebens) der Fall. Hier ist die Antwort von Gläubigen: Gott gibt dem einen Sinn. Und da es in dieser Kategorie keinen Gegenbeweis geben kann, kann man niemandem diese Überzeugung absprechen.
 
Boesor am 09.07.2007 01:07 schrieb:
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Glaubst du nur Dinge die 100% beweisbar sind?

Letztendlich ja. Wobei man nicht auf dem Begriff "Beweis" rumreiten sollte. Ich will nur plausible Erklärungen. Das will doch jeder. Oder reicht Dir etwa deine Überzeugung, irgendwann auf Gott zu verweisen?

Glaube ja nicht, ich will Euch hier klarmachen, ich verstehe die Welt (zu 100%). Aber das Prinzip von Erforschen, Entdecken, Erkennen, Annehmen, Korrigieren, Festigen soltle uns doch eine Annäherung ermöglichen.

Ich hatte ja schon erwähnt, das Problem wird sein, überhaupt zu den 100% zu kommen. Denn man wird immer neue Anfänge versuchen wollen zu finden (ich weiß grad ehrlich nicht ob das grammatisch so korrekt ist, das klingt komisch ^^).

Und darin finde ich Eure Frage nach Moral begründet. Ihr sucht einen dieser Anfänge. Das geht aber auch mit Wissenschaft.
Und damit unterscheiden wir uns quasi überhaupt nicht. Wir stellen dieselbe Frage, wollen nur auf unterschiedlichem Weg dorthin. Nur das man niemals an einem Punkt aufhören sollte.
 
seishin-ri am 09.07.2007 00:33 schrieb:
:rolleyes: Okay dann nochmal: Diese Argumentation ist weder schlüssig, noch erklärt sie dein Weltbild,

Moment mal, was weist du denn von meinem Weltbild? Das finde ich ziemlich anmaßend von dir.

und vor allem ist die Behauptung falsch, jeder außer ich würde es nachvollziehen können. Das ist ein ziemlich mutiges Wunschdenken, und vor allem Quatsch, wenn man die Stellen zurückverfolgt.

Du warst bis jetzt der einzige, der sich beschwert hat :D

Ich sags zwar jetzt zum bestimmt 5. Mal, und das hat aph auch schon x-mal gesagt, nur dass Du es partout nicht verstehen willst:
Die Grundsätze der Moral liegen in unserer Gesellschaft, entwickelt aus unserem freien Willen, durch unsere naturbedingten Veranlagungen resultierend.

Ich hab noch schon gesagt, dass das das "Wie" erklärt, aber nicht die Moral beweist. Weil es für die Moral eben keine Beweise gibt/ geben kann.

Mag ja sein, dass dir das Wie reicht und du dann aus Bequemheit einfach nicht weiter nach weiteren Antworten suchst. Gut, ist deine Entscheidung. Aber es gibt eben Menschen, die weiter denken ;-)

Deine Verbindung zur Religion, oder auch nur irgendeine sinnvolle Erklärung dafür reflektierst Du mit Verweis auf deine vorigen Posts, worauf ich auch schon mehrmals erwiderte, dass ich da Buchstaben sehe, aber mehr nicht.

Wie gesagt: es ist verständlich erklärt. Ich weis nicht an welcher Stelle du nicht mitdenken kannst, das musst du mir schon sagen.

bzw. in Ruhe durchlesen (das muss ich bei deinen Posts auch, denn du drückst dich ziemlich unklar aus - muss ich mal sagen)

*ermüdend*

seishin-ri am 09.07.2007 00:44 schrieb:
Ahja, nochwas, das ist mir jetzt erst aufgefallen:

Warum muss es überhaupt für Moral einen Beweis geben? Wozu? Was richtig und falsch ist, wird doch nicht vorgeschrieben, sondern legt die Gesellschaft fest.
Wofür brauchst Du da jetzt ein Beweis? Die Fähigkeit Moral zu haben, resultiert doch aus unseren geistigen Möglichkeiten.
Den Begriff haben nur wir erfunden. Für etwas, was nur eine Grundeinstellung ist. :confused:

Ein Schritt zur Erkenntnis? ^^

Moral braucht keinen Beweis. Warum ich das angebracht habe? Weil du Anfangs deinen Angriff auf die Religion im allgemeinen darauf begründet hast, weil sie nicht von Beweisen ausgeht, du aber nur das akzeptierst, was von Grund auf bewiesen ist.

Ich habe einfach nach einem Beispiel gesucht, das du akzeptierst, was aber nicht bewiesen ist/ werden kann. Das sollte dir zeigen, dass deine Argumentation und dein Verhalten nicht zusammenpassen. Ergo: du kannst diese Argumentation nicht glaubhaft gegen andere verwenden.
 
Religionen waren halt eine Möglichkeit Menschen (ob durch Gottesfürchtigkeit oder nicht) zu einer Gemeinschaft mit Regeln zu bringen.
Nur, wären die Leute damals schon anders gewesen, oder ganz schlicht, hätten sich garkeine religiösen Entwicklungen ergeben, hieße das es gäbe keine Moral?
Dann hätten sich andere Wege offenbart, die Moral wäre womöglich eine ganz andere. Trotzdem, wo bleibt der Zusammenhang, dass darin die Wurzeln liegen?

Letztendlich beweist das garnichts. Denn wenn Moral nun durch Religionen verändert wurde, oder nicht, ist das nicht der alleinige Grund ihrer Existenz. Nur dass es beeinflussbar ist.
Und trotzdem ist Moral auf menschliches Verhalten zurückzuführen in einer Gesellschaft zu überleben. So, jetzt sind wir wieder bei den Veranlagungen. Noch eine Runde bitte.
Lass mich mal kurz einspringen.
Ich halte es für absolut offensichtlich, dass es zwischen der "allgemeingültigen" Moral im sinne eines Werteverständnisses und der Religion starke Zusammenhänge gibt. Fakt ist, dass viele Grundsätze unseres heutigen Zusammenlebens aus religiösen Regeln bzw. religiösen Weltanschauungen hervorgingen. Ich will hier nicht unbedingt sagen, dass die Religion der Schöpfer dieser Werte war. Ich denke viel eher, dass die Religion wenn mann so will ein Regelwerk für die Moral war, dass sozusagen die Moral und die Werte in Worte gefasst und aufgeschreiben wurden.
Und zu deinem Disput mit TBrain: Soweit ich das verstanden hab (ohne wirklich alle Posts gelesen zu haben) geht es darum:
Die Moral, in welcher Form auch immer, ist etwas an das Menschen glauben und woran sie sich halten (wohl auch du). Es ist allerdings etwas abstraktes, das heißt mann kann seine Gültigkeit nicht beweisen. Sondern die Gültigkeit der Moral ergibt sich daraus, dass die Menschen daran glauben und diese "Regeln" befolgen. Gleiches gilt für die Religion
 
TBrain am 09.07.2007 01:14 schrieb:

Die Frage nach dem Sinn. Hm, ganz schwierige Sache. Es gibt da eine eigentlich meine ziemlich erschreckend langweilige Theorie: Es gibt keinen. Jedenfalls nicht in der Form, wie wir es gerne hören mögen. Und da kommen wir wieder zu dem Stichwort Anfang. Wenn wir also einen Sinn für etwas haben, sind wir nicht frei. Jetzt haben wir schon etliches Über unsere Existenz in Erfahrung gebracht, können es aber nur auf einen Punkt zurückverfolgen. Das ist in der Religion wie in der Wissenschaft das gleiche.
Wenn das alles einen Sinn haben sollte, gibt es noch mehr, vielleicht sogar mehrere Schöpfungen oder Urknälle ( :ugly: ).
Allerdings beginnt da ein unendliches Problem: Wir finden keinen Anfang. Wenn alle Existenzen für nur einen Grund da sein sollen, was hat dieser Grund als weiteren Sinn? Das ist ja das, was ich meinte. man würde nie eine befriedigende Antwort erfahren.

Oder warum maßen wir uns an, sowas zu fragen? Nur weil wir die Fähigkeit dazu haben? Auch wir bestehen nur aus kleineren Teilen, das einzige, was uns vom Rest unterscheidet, ist die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen.

TBrain am 09.07.2007 01:14 schrieb:
Und es gibt Fragen auf die der Mensch keine absolut richtige Antwort finden kann. Das ist für viele Sinnfragen (z.B. Sinn des Lebens) der Fall. Hier ist die Antwort von Gläubigen: Gott gibt dem einen Sinn. Und da es in dieser Kategorie keinen Gegenbeweis geben kann, kann man niemandem diese Überzeugung absprechen.
Ja, das stimmt natürlich, aber diskutieren kann man darüber. :-D
Aber da sagst du es ja selber: Keine erfassbare Antwort = Gott, und genau das meinte ich. Steht Gott also für alle Fragen die wir nicht erklären können?
Ich sagte schon, man weiß nicht, ob es irgendwann möglich ist. Nur zum Ende (oder Anfang) kommt man nie.

Ich versuche also die Antworten nicht mit Gott zu erklären, sondern weiterzuforschen (so gut ich kann :ugly: ).

Erklär' mir, warum sollten wir einen Sinn des Lebens haben?
Also für was sollte unser aller Grundgerüst sinnvoll sein?
 
TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Moment mal, was weist du denn von meinem Weltbild? Das finde ich ziemlich anmaßend von dir.
Wieso das :confused: Es ist doch Teil deines Weltbildes.

seishin-ri am 09.07.2007 schrieb:
TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
und vor allem ist die Behauptung falsch, jeder außer ich würde es nachvollziehen können. Das ist ein ziemlich mutiges Wunschdenken, und vor allem Quatsch, wenn man die Stellen zurückverfolgt.

Du warst bis jetzt der einzige, der sich beschwert hat :D
Und deswegen findest Du, deine Argumentation ist schlüssig. Also wenn 7 von 10 gleichen Fällen eintreten, passiert es in allen 10 gleich , oder wie. Ich möchte Dich darauf hinweisen, dass aph wohl auch ein wenig andere Ansichten hatte. Und sonst halt blos keiner etwas dazu geschrieben hat.

TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Ich hab noch schon gesagt, dass das das "Wie" erklärt, aber nicht die Moral beweist. Weil es für die Moral eben keine Beweise gibt/ geben kann.
Und trotzdem willst Du es durch Glauben erklären.

TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Mag ja sein, dass dir das Wie reicht und du dann aus Bequemheit einfach nicht weiter nach weiteren Antworten suchst. Gut, ist deine Entscheidung. Aber es gibt eben Menschen, die weiter denken ;-)
Ja, damit wären wir in Sachen Anmaßung wohl quitt. Herrlich missinterpretiert. Natürlich frage ich nach dem Warum. Würden wir sonst die Diskusion führen?

seishin-ri am 09.07.2007 00:44 schrieb:
TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Ahja, nochwas, das ist mir jetzt erst aufgefallen:

Warum muss es überhaupt für Moral einen Beweis geben? Wozu? Was richtig und falsch ist, wird doch nicht vorgeschrieben, sondern legt die Gesellschaft fest.
Wofür brauchst Du da jetzt ein Beweis? Die Fähigkeit Moral zu haben, resultiert doch aus unseren geistigen Möglichkeiten.
Den Begriff haben nur wir erfunden. Für etwas, was nur eine Grundeinstellung ist. :confused:

Ein Schritt zur Erkenntnis? ^^

Moral braucht keinen Beweis. Warum ich das angebracht habe? Weil du Anfangs deinen Angriff auf die Religion im allgemeinen darauf begründet hast, weil sie nicht von Beweisen ausgeht, du aber nur das akzeptierst, was von Grund auf bewiesen ist.

Ich habe einfach nach einem Beispiel gesucht, das du akzeptierst, was aber nicht bewiesen ist/ werden kann. Das sollte dir zeigen, dass deine Argumentation und dein Verhalten nicht zusammenpassen. Ergo: du kannst diese Argumentation nicht glaubhaft gegen andere verwenden.

Wenn du verstehen würdest, worum es mir geht, schon.
 
seishin-ri am 09.07.2007 01:35 schrieb:
Ja, das stimmt natürlich, aber diskutieren kann man darüber. :-D
Aber da sagst du es ja selber: Keine erfassbare Antwort = Gott, und genau das meinte ich. Steht Gott also für alle Fragen die wir nicht erklären können?

Wie schon gesagt: Für mich nur für die Antworten, die wir nicht finden können.

Erklär' mir, warum sollten wir einen Sinn des Lebens haben?
Also für was sollte unser aller Grundgerüst sinnvoll sein?

Keine Ahnung, aber die Frage steht ja irgendwie im Raum. Und selbst die Antwort: "Es gibt keinen Sinn" ist ja eine Antwort auf die Frage. Dabei ist auch diese Antwort nicht bewiesen, sondern Glaube :-)
 
seishin-ri am 09.07.2007 01:51 schrieb:
Und deswegen findest Du, deine Argumentation ist schlüssig. Also wenn 7 von 10 gleichen Fällen eintreten, passiert es in allen 10 gleich , oder wie. Ich möchte Dich darauf hinweisen, dass aph wohl auch ein wenig andere Ansichten hatte. Und sonst halt blos keiner etwas dazu geschrieben hat.

lies mal noch das von El_Cavito, der hats verstanden. Es geht mir nicht darum jemanden von etwas zu überzeugen (höchstens von Toleranz anderen Meinungen gegenüber).

TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Ich hab noch schon gesagt, dass das das "Wie" erklärt, aber nicht die Moral beweist. Weil es für die Moral eben keine Beweise gibt/ geben kann.
Und trotzdem willst Du es durch Glauben erklären.

Ja, denn wenn ich zu einer Antwort kommen will brauche ich den Glauben (nicht nur im religiösen Sinne)

TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Mag ja sein, dass dir das Wie reicht und du dann aus Bequemheit einfach nicht weiter nach weiteren Antworten suchst. Gut, ist deine Entscheidung. Aber es gibt eben Menschen, die weiter denken ;-)
Ja, damit wären wir in Sachen Anmaßung wohl quitt. Herrlich missinterpretiert. Natürlich frage ich nach dem Warum. Würden wir sonst die Diskusion führen?

Vergiss es, war nicht ganz ernst gemeint. Nur ist es genau das was Gläubigen ja immer vorgeworfen wird (nicht weiter zu denken), du hast es auch gemacht, und hier konnte ich den Spieß eben mal umdrehen. ^^

seishin-ri am 09.07.2007 00:44 schrieb:
TBrain am 09.07.2007 01:25 schrieb:
Ein Schritt zur Erkenntnis? ^^

Moral braucht keinen Beweis. Warum ich das angebracht habe? Weil du Anfangs deinen Angriff auf die Religion im allgemeinen darauf begründet hast, weil sie nicht von Beweisen ausgeht, du aber nur das akzeptierst, was von Grund auf bewiesen ist.

Ich habe einfach nach einem Beispiel gesucht, das du akzeptierst, was aber nicht bewiesen ist/ werden kann. Das sollte dir zeigen, dass deine Argumentation und dein Verhalten nicht zusammenpassen. Ergo: du kannst diese Argumentation nicht glaubhaft gegen andere verwenden.

Wenn du verstehen würdest, worum es mir geht, schon.

Worum geht es dir? Und wie soll das die Situation besser machen? Der Widerspruch ist doch da :-o
 
TBrain am 09.07.2007 01:55 schrieb:
seishin-ri am 09.07.2007 01:35 schrieb:
Ja, das stimmt natürlich, aber diskutieren kann man darüber. :-D
Aber da sagst du es ja selber: Keine erfassbare Antwort = Gott, und genau das meinte ich. Steht Gott also für alle Fragen die wir nicht erklären können?

Wie schon gesagt: Für mich nur für die Antworten, die wir nicht finden können.
Mhm, also ist Gott deine vorläufige Antwort auf Fragen auf die unser aller Geist noch keine Antworten weiß? Das ist aber immernoch seltsam für mich. Warum siehst Du diesen Zustand nicht einfach als "zurzeit noch nicht erklärbar" an?
Wenn Du jetzt also im Gegensatz zu mir an einen Gott glaubst, rechtfertigt es also deine Behauptung, du denkst weiter als ich? Du hast nur ein Wort gefunden, das für viele Menschen allerdings die Antwort auf alles ergibt. Damit bist du aber überhaupt keinen Schritt weiter als ich.

TBrain am 09.07.2007 01:55 schrieb:
seishin-ri am 09.07.2007 01:35 schrieb:
Erklär' mir, warum sollten wir einen Sinn des Lebens haben?
Also für was sollte unser aller Grundgerüst sinnvoll sein?

Keine Ahnung, aber die Frage steht ja irgendwie im Raum. Und selbst die Antwort: "Es gibt keinen Sinn" ist ja eine Antwort auf die Frage. Dabei ist auch diese Antwort nicht bewiesen, sondern Glaube :-)

Nein, Theorie :-P
 
Ähem Doppelpost, sorry. ;-(
Sollte ein Nachtrag werden, aber es gestaltet sich wohl als schwer, den richtigen Button zu treffen. :rolleyes:

Ich wollte ins Bett, ich mache dann morgen weiter.
Bis dann...
 
seishin-ri am 09.07.2007 02:07 schrieb:
Mhm, also ist Gott deine vorläufige Antwort auf Fragen auf die unser aller Geist noch keine Antworten weiß?

Muss man hier alles dreimal schreiben? :B

...nur auf die Fragen, auf die wir keine Antwort finden können (jetzt nicht und niemals)

Du hast nur ein Wort gefunden, das für viele Menschen allerdings die Antwort auf alles ergibt. Damit bist du aber überhaupt keinen Schritt weiter als ich.

Nö, aber du bist auch nicht weiter als ich ;-) :B
 
TBrain am 09.07.2007 01:14 schrieb:
Und es gibt Fragen auf die der Mensch keine absolut richtige Antwort finden kann. Das ist für viele Sinnfragen (z.B. Sinn des Lebens) der Fall.

sorry, wenn ich mich -als unwissender- einklinke:

wie kommst du darauf, dass es fragen gäbe, auf die es keine antworten gibt (ob der mensch sie findet ist ja wieder ne ganz andere frage)?

was die frage nach dem sinn des lebens angeht:
die frage stellt sich sehr wahrscheinlich auch nur jemand, der dahinter einen sinn ersehen will- ansonsten ist die frage sinn-los.

noch ein wort zum glauben:
zumindest für mich ist der "glaube" an irgendein höheres wesen eine komplett andere sache, als der "glaube" daran, dass letztendlich alles (wie auch immer) erklärbar ist-
für mich ist das einfach eine sache der semantik.

[kann sein, dass ihr das alles schon geklärt hab, hab mir nur die letzten 2 seiten durchgelesen und diese fragen wurden -für mich- nicht zufrieden stellend beantwortet :-] ]
 
Bonkic am 09.07.2007 10:16 schrieb:
wie kommst du darauf, dass es fragen gäbe, auf die es keine antworten gibt (ob der mensch sie findet ist ja wieder ne ganz andere frage)?
Ich schließe mich Bonkic an, das hatte ich mir vorgenommen auch zu fragen. ^^
 
El_Cativo am 09.07.2007 01:33 schrieb:
Ich will hier nicht unbedingt sagen, dass die Religion der Schöpfer dieser Werte war. Ich denke viel eher, dass die Religion wenn mann so will ein Regelwerk für die Moral war, dass sozusagen die Moral und die Werte in Worte gefasst und aufgeschreiben wurden.

So formuliert ist es korrekt. Um auf meine Theorie der Arterhaltung zurückzukommen: Erkenntnisgewinn führt zu verändertem Verhalten. Wo ein Mensch erkennt, dass er sich, seiner Sippe oder der Menschheit schadet, ändert er sein Verhalten. Aber das reicht oft nicht. Natürlich ist es für ihn von Vorteil, seinen Erkenntnisgewinn möglichst breit zu streuen, andere dazu zu bringen, es ihm gleich zu tun. Das geht mit Gesetzen, unausgesprochenen Konventionen, mit direkter Überredung - oder eben mit Religion. Insbesondere der Glaube an übermächtige Wesen, die einen für Fehlverhalten strafen können, ist eine besonders effiziente Methode, andere von deinen Vorstellungen zu überzeugen.

Vergleicht hierzu die Entwicklung der Religion an sich. Während es im Frühstadium noch örtlich begrenzte Naturgeister waren, die gepredigt wurden, waren es später globale Götter. Mit den technischen Möglichkeiten der Menschen und Kriegsführung, und mit der steigenden Erfahrung menschlicher Macht (zB schlimme Kriege) mussten auch die Götter mächtiger werden. Mehrere widerstreitende Götter konnten das nicht leisten, ein einziger, allmächtiger Gott, dem niemand die Authorität streitig macht, musste her.

Die Expansion der Gruppenidentitäten drückte sich auch dann noch in den religiösen Texten aus. Während das Alte Testament noch voll von Strafen, Gewalt, Vernichtungsfantasien gegenüber Andersgläubigen ist, so sind die Tötungsverbote der modernen Religionen zunehmend universaler verfasst (wenn auch weitestgehend ignoriert, wenn es ums Metzeln Andersartiger geht).

Fazit: Es ist ganz gleich, ob man es "Erziehung", "Moral", "Konvention" oder "Religion" nennt - in all dem drückt sich nichts als der Überlebenswille einer Spezies oder Gruppe von Menschen aus. Die Methoden sind nur das Vehikel zum Übertragen von Mensch zu Mensch. Jeder Mensch für sich kann ganz allein darauf kommen, was richtig ist und was falsch ist (so wie ich das für mich mir einbilde getan zu haben). Entsprechende Behauptungen darüber, warum ich so denke, sind daher Beleidigungen und auf demselben Niveau wie die unsinnige Behauptung, alle Religiösen seien nur schwach und flüchteten in die Religion.

Und ich bleibe dabei: Für mich ist die Frage nicht mehr unbeantwortet - und deshalb: Die nächste bitte.
 
Sagt mal. Ihr habt auf meinen Post nicht geantwortet. Heißt das etwa, dass ich recht habe? (Würde mich nicht wudnern)
 
Trickmaster am 09.07.2007 11:21 schrieb:
Sagt mal. Ihr habt auf meinen Post nicht geantwortet. Heißt das etwa, dass ich recht habe? (Würde mich nicht wudnern)

Hä? Haben wir doch. Zumindest auf die Teile deines Posts, die keine Beleidigungen oder kompletter Unsinn waren (zB deine Ausführungen zum Klimawandel, lol).
 
seishin-ri am 09.07.2007 10:51 schrieb:
Bonkic am 09.07.2007 10:16 schrieb:
wie kommst du darauf, dass es fragen gäbe, auf die es keine antworten gibt (ob der mensch sie findet ist ja wieder ne ganz andere frage)?
Ich schließe mich Bonkic an, das hatte ich mir vorgenommen auch zu fragen. ^^

Es gibt Fragen, deren Antwort nur subjektiv gegeben werden kann. Diese Antwort ist dann zwar eine Antwort, allerdings ist sie nicht die Wahrheit (also für alle gültig). Das gilt z.B. für moralische Grundsätze. Diese basieren auf Werten. Werte sind jedoch nur subjektiv gültig und nicht absolut.

Bonkic am 09.07.2007 10:16 schrieb:
was die frage nach dem sinn des lebens angeht:
die frage stellt sich sehr wahrscheinlich auch nur jemand, der dahinter einen sinn ersehen will- ansonsten ist die frage sinn-los.

Naja, nur ist die Ansicht, dass eine Frage sinnlos ist, für mich kein Grund sie als beantwortet oder nicht existent zu betrachten.

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Ansonsten habe ich schon die ganze Zeit über das Gefühl, dass wir diese Diskussion schonmal hatten. Ich werde deshalb, wenn ich Zeit habe, mal am Anfang des Threads auf die Suche gehen.
 
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