Eine weitere, generelle Überlegung:
Grundsätzlich kann man sagen Menschen sind Tiere. Genauer Säugetiere. Ich denke mal das werden nur wenige abstreiten.
Beobachten wir mal unsere näheren Verwandten, die Affen.
Ich denke wir haben noch bei keiner Affenart irgendwelche kultischen Zeremonien, besondere Beerdigungsrituale, Gebärden die auf so etwas wie Beten oder Meditieren hindeuten könnten, usw. , beobachtet.
Warum?
Ein Grund könnte doch sein, das die Affen ihr eigenes dasein, ihre Existenz akzeptieren. Eigentlich müssen sie auch nichts akzeptieren, aber so wie es aussieht, stellen sie auch nichts in Frage.
Und das könnte doch der Grund sein!?
Unser unaufhörliches "in Frage stellen". Genau das, was uns von den anderen Arten unterscheidet und uns wohl zu dem erfolgreichsten Säuger auf dieser Erde macht.
Wir setzen nicht auf starke Oberarme, mit denen wir uns gemütlich von Ast zu Ast schwingen können, nicht auf ein biegsames Rüchrat, das uns 80km/h laufen läßt, nicht auf ein feines Gehör das sogar unsere eigenen ausgeworfenen Laute, von Objekten reflektierend, wieder auffängt und uns so in stockfinsterer Nacht unsere Umgebung klar erscheinen läßt. Nein, wir setzen auf unser Gehirn, unsern Erfindungsgeißt, und um zu Erfinden muss ich Fragen stellen.
Nur diese "fragerei", scheint auch ein großes Loch zu hinterlassen. Eben was Doc_Holiday schon sagte, "Wer bin ich, wo komm ich her, wo geh ich hin?". Die Soziologoe spricht, wenn ich mich recht erinnere, von Makrotheorien, die solche und ähnliche Fragen versucht zu beantworten. Warum besteht wo welche Gesellschaft, und wie funktioniert sie?
Mir scheint es so, als ob der Mensch einfach nicht mit seinem "blöden" *ichmussalleshinterfragenundherausfindenwarumessoist* klar kommt.
Bsp.: Mein Hund. Er kriegt jeden Tag von mir Futter. Er frisst es jeden Tag, es schmeckt ihm, mehr oder weniger. Auf jeden Fall weiß er, dass wenn er dieses Futter nicht mehr kriegt, wird er sterben. Jetzt ist es aber nicht so, dass der Hund wissen will, wo genau das Futter herkommt. Nein. Er bekommt es einfach, und das reicht ihm.
Was würde ein Mensch tun?
Ich denke, selbst wenn ein Mensch von irgendeinem anderen Wesen jeden Tag seine lebensnotwendige Nahrung auf demselben Platz vorfindet, würde er sich irgendwann denken: Wo kommt das Zeug her? Er würde hinausziehen, seine gesicherten 4 Wände verlassen und versuchen herauszubekommen wo es herkommt.
Ich nenn es mal Forscherdrang. ^^
Dieser Wissenshunger und sicher auch diese Selbstüberschätzung in Verbindung mit Eitelkeit und der Angst von dem was wir noch nicht wissen, könnten der Grund sein warum Religion/Aberglaube/Rituale entstehen.
Selbstüberschätzung deshalb notwendig, denn wer würde schon eine Expedition starten, wenn er vorher genau weiß das ers nicht überlebt.!?
Eitelkeit deshalb, weil nur Eitelkeit Schuld daran sein kann, dass die Menschen zumindest teilweise glauben, etwas "besseres" oder wertvolleres zu sein als alles andere auf der Welt. "Sind wir nicht was besonderes?"
Nein!
Die Welt würde sich ohne uns genau so weiter drehn, Tiere und Pflanze auf der Erde genau so existieren, und die Sonne würde sicher auch nicht denken: "Ah verdammt, die Menschen sind ausgestorben, jetzt kann ich gleich aufhören zu brennen"
Wenn das nicht Eitelkeit/Selbstüberschätzung ist, was dann? ^^
Ich merk gerade, wie sehr mich das Thema schon wieder aufregt, besser ich häör auf, sonst is noch mein Kreislauf beleidigt!
c ya