• Aktualisierte Forenregeln

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    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

Doc_Holiday am 11.01.2006 19:32 schrieb:
Lies diesen Satz nochmal und beantworte diese Frage selbst.


Ich werde folgendes tun: Diesen Thread nicht mehr aufrufen, da mir deine Polemiken zeigen, dass es sinnlos ist, mit dir über dieses Thema zu diskutieren.
 
IXS am 11.01.2006 23:14 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 19:32 schrieb:
Lies diesen Satz nochmal und beantworte diese Frage selbst.


Ich werde folgendes tun: Diesen Thread nicht mehr aufrufen, da mir deine Polemiken zeigen, dass es sinnlos ist, mit dir über dieses Thema zu diskutieren.
Ach,selber in von selbstherrlicher Jovialität durchsetzten Polemik schwelgen und sich dann verspannen, wenn entsprechend zurückgeschossen wird? Prima, mehr brauche ich nicht zu wissen.
 
Elvis44 am 11.01.2006 22:15 schrieb:
Schalt mich hier mal ein! :-D
Hab zwar nicht alles gelesen, aber doch ca. 80% denk ich. Einer der besten Threads im gesammten Forum. :top:

@Doc_Holiday und den Rest

Du hast geschrieben, dass es nur einen Gott, eine "wahre" Religion gibt. Die evangelische Kirche, Lutheraner, usw. glauben ja nicht an Gott, sondern an einen Menschen oder Region/Ort oder was auch immer.
Zumindest hab es ich so verstanden, wenn dies nicht stimmen sollte hab ich wohl was falsch verstanden und du kannst meinen Beitrag hier gleich mal wieder vergessen!^^
Auch diese "Kirchen" glauben -in der Mehrzahl- an der Dreifaltigen Gott. Aber der Glaube an Christus ist eben mehr als nur der Gottglaube. Es ist eben nicht alles eitel Sonnenschein und für die Ökumene keinesfalls ausreichend, wenn man sich auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt hat (der Glaube an Gott) ...

Also:

1 Gott (der "richtige natürlich), 1 Glaube
folglich=> 1 Glaubensgemeinschaft
klar

Es gibt jetzt also die "Gläubigen" (soll nicht als minderwertig verstanden werden) und die "Ungläubigen".
Nach deiner Aussage nach, sind die "Ungläubigen" (auch Ev., Luth., Mosl., usw.) also fehlgeleitete Christen, die aus welchen Gründen auch immer an den falschen Gott glauben.
Richtig?
Aus einem -sehr arroganten- Blickwinkel gesehen: Ja. Aber es steht mir -und auch sonst niemandem- zu, andere Menschen zu verurteilen, weil sie den Glauben an Christus nicht teilen. Das lehrt die Kirche auch so in der Konstitution "Lumen gentium" des II. Vatikanums und ich teile diese Meinung.

Wenn ich an die Schöpfungeschichte im AT so denke, muss es ja auch so sein. Der Mensch wurde von Gott geschaffen, folglich sind alle Nachfolgenden auch mit Gott verbunden oder sagen wir auf Grund dessen das es Gott gibt, am Leben.
Die Bibel sagt "geschaffenen nach Seinem Bilde", also ja.

Nur ich frage mich nur, warum es dann in der heutigen Zeit so viele verschiedene Religionen/Glaubensrichtungen gibt.
Gehn wir davon aus das Gott wollte das die Menschen "frei" ihren Glauben wählen dürfen.
Warum haben nun aber die Menschen überhaupt das Bedürfnis dies zu tun?
Adam & Eva wurden erschaffen und sie "wußten" das es Gott gibt, egal ob er sich ihnen in irgend einer Form auch gezeigt hat oder nicht.
Warum "wußten" es die nachfolgenden nicht? Sie MÜSSEN in irgendeiner Form mit Gott verbunden sein, schließlich hat ER sie erschaffen.
Das widerum kann aber nicht sein, denn sonst würde in der heutigen Zeit nur DIE eine Religion bestehen! Tut sie aber nicht!
So einfach ist es nicht: Es steht dem Menschen ja frei, zu glauben oder nicht, und Gott respektiert das. Würde er dem Menschen den "richtigen" Glauben aufzwingen, wäre der Mensch nicht mehr frei- das will Gott nicht, es widerspräche Ihm.
Warum Menschen glauben? Weil jeder Mensch über diese Welt hinaus angelegt ist; jeder Mensch fragt sich "Woher komme ich, wohin gehe ich?", und somit rückt die Frage nach Gott in den Blickpunkt.

Gehn wir davon aus die Menschen NICHT mit Gott verbunden sind, wie konnten die ersten Menschen (Adam & Eva, sind nur Namen, wichtig nur die "ersten Menschen") dann an Gott glauben?
Eingebung? Hat Gott ihnen erst nach ihrer Geburt den Glauben geschenkt?
Wenn ja, warum schenkt er nicht ALLEN Menschen den "richtigen" Glauben? Deiner Meinung nach ja röm. kath.!
Er hat den Menschen den "richtigen" Glauben geschenkt in Jesus Christus und seiner Kirche. Aber er zwingt niemanden, diesem Glauben zu folgen (Zwangsmissionierung lasse ich mal außen vor; ich halte diese für nicht gottgewollt).

Ich finde es komisch das Gott somit absichtlich eine 2 Klassen Gesellschaft schaffen wollte. Gläubige-Ungläubige
Jeder Mensch kann selbst wählen, zu welcher Klasse er gehören will. Gott liebt die Menschen so sehr, dass Er sie sogar in ihr Verderben rennen lässt, wenn die Menschen es wirklich wollen; so sehr bindet er sich an den freien Willen, den Er den Menschen gab.

Verstehst du was ich meine? Das macht mich wahnsinnig!
Du selbst sagst du weißt das Gott existiert.
Macht es dich nicht traugigund vielleicht auch stutzig, Menschen zu sehn, die nicht an Gott glauben, obwohl du genau weißt das es ihn gibt?!
:confused:
Ich verstehe Dich sehr gut; schließlich musste ich den Prozess, diesen Weg zu Gott selbst machen- und er war und ist nicht leicht. Natürlich finde ich es trauig, dass Menschen von Gott nichts wissen wollen, ihn ablehnen und verleugnen. Aber ich habe nicht das Recht, ihnen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben oder gar mein Leben (und meinen Glauben) zu teilen- wenn Gott es akzeptieren kann, dass man nicht an Ihn glaubt- warum dann nicht auch ich?

Paar Überlegungen von mir, wobei ich glaube das es anderen auch so geht. Glaube zwar nicht das mir hier im Forum wer Antworten geben kann, mit denen ich weiter komme, aber die obigen Überlegungen wurden von sonst keinem gepostet, sind meiner Meinung nach aber wichtig.
Deine Überlegungen sind gut und ich hoffe, meine Antworten bringen Dich wenigstens ein wenig weiter. :-)


Thema Holocaust, 2.WK, usw.:
Mit 13 oder 14 bin ich zu meinem Großvater hin und fragte ihn warum er nicht am Sonntag mit Oma in die Kirche geht.
Da hat er mich ernst angesehn und gesagt: " Junge, wenn man in Stanlingrad war, will man in keine Kirche mehr gehn!"(nicht Wort für Wort, aber Sinn gemäß ;) )

Ich natürlich keinen Dunst von Stalingrad in dem Alter, paar Jahre später hab ichs dann überrissen.
Stalingrad- das Trauma einer ganzen Generation. So, wie viele Menschen nach Ausschwitz nicht mehr an Gott glauben können. Aber so schrecklich diese Ereignisse auch waren- sinnlos waren sie nicht. Etwas sinnloses widerspräche Gott- alles hat seinen Sinn in Gott, ob wir das erkennen können oder nicht. Davon bin ich fest überzeugt; auch, wenn das jetzt eher fatalistisch klingt.
 
Doc_Holiday am 11.01.2006 23:38 schrieb:
Stalingrad- das Trauma einer ganzen Generation. So, wie viele Menschen nach Ausschwitz nicht mehr an Gott glauben können. Aber so schrecklich diese Ereignisse auch waren- sinnlos waren sie nicht. Etwas sinnloses widerspräche Gott- alles hat seinen Sinn in Gott, ob wir das erkennen können oder nicht. Davon bin ich fest überzeugt; auch, wenn das jetzt eher fatalistisch klingt.
Findeste es nicht ein Bissken komisch, dass die katholische Kirche alles zurechtbiegt bis es in den Glauben passt?
Wenn ich mich im Bett verwesen lasse, ist das ok, weil es ja Sinn macht (muss es ja, weil Gott nichts sinnloses zulässt)? Findest du es nicht korrekter, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu tragen, für Erfolge genauso wie für Pleiten?
Nichts gegen den Glauben an einen Gott, geschweige denn Religionen allgemein - aber diese Art von katholischem Extremismus suckt in meinen Augen total.
 
Dimebag am 11.01.2006 23:56 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 23:38 schrieb:
Stalingrad- das Trauma einer ganzen Generation. So, wie viele Menschen nach Ausschwitz nicht mehr an Gott glauben können. Aber so schrecklich diese Ereignisse auch waren- sinnlos waren sie nicht. Etwas sinnloses widerspräche Gott- alles hat seinen Sinn in Gott, ob wir das erkennen können oder nicht. Davon bin ich fest überzeugt; auch, wenn das jetzt eher fatalistisch klingt.
Findeste es nicht ein Bissken komisch, dass die katholische Kirche alles zurechtbiegt bis es in den Glauben passt?
Wenn ich mich im Bett verwesen lasse, ist das ok, weil es ja Sinn macht (muss es ja, weil Gott nichts sinnloses zulässt)? Findest du es nicht korrekter, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu tragen, für Erfolge genauso wie für Pleiten?
Nichts gegen den Glauben an einen Gott, geschweige denn Religionen allgemein - aber diese Art von katholischem Extremismus suckt in meinen Augen total.
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Gott will nicht, dass wir gar nichts tun, nur rumgammeln und auf das Beste hoffen. Jeder Mensch ist mir Fähigkeiten ausgestattet, einzigartigen Fähigkeiten. Diese soll er auch nutzen. Wir sollen an der Welt teilnehmen, sie gestalten und vor allem den anderen Menschen helfen. Es ist zu einfach zu sagen "Hat nicht geklappt, ist Gott schuld" oder "War prima, das war Gott allein". Gott führt uns und leitet uns, aber nie gegen unseren Willen. Er lässt zu, dass der Mensch böses tut- weil Er die Freiheit des Menschen akzeptiert und nicht dagegen handelt.
 
Doc_Holiday am 12.01.2006 11:03 schrieb:
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Gott will nicht, dass wir gar nichts tun, nur rumgammeln und auf das Beste hoffen. Jeder Mensch ist mir Fähigkeiten ausgestattet, einzigartigen Fähigkeiten. Diese soll er auch nutzen. Wir sollen an der Welt teilnehmen, sie gestalten und vor allem den anderen Menschen helfen. Es ist zu einfach zu sagen "Hat nicht geklappt, ist Gott schuld" oder "War prima, das war Gott allein". Gott führt uns und leitet uns, aber nie gegen unseren Willen. Er lässt zu, dass der Mensch böses tut- weil Er die Freiheit des Menschen akzeptiert und nicht dagegen handelt.

Ich sag mal so: Wenn man jemanden endgültig davon überzeugen will, dass Christen dogmatische, arrogante Menschen sind, deren Glauben es nicht wert ist, sich mit ihm zu beschäftigen, dann muss man ihn nur deine letzten 20 Postings lesen lassen. Nichts für ungut, aber ich glaube, du schätzt momentan deine Außenwirkung extrem falsch ein.

Du drehst dir echt alles so hin wie du es brauchst. Einerseits haben bei Stalingrad offensichtlich Menschen nicht nach Gottes Willen gehandelt, andererseits sei das Geschehene Gottes Wille? Wenn er einen Sinn darin sieht (Gott), dann wird er es ja auch so gewollt haben. Oder hätte es auch dann einen Sinn gehabt, wenn die Situation friedlich gelöst worden wäre? Was ja nur von Menschen abhing, nicht von Gott. Widersprüche, die du nicht auflösen kannst.
 
aph am 12.01.2006 13:29 schrieb:
Doc_Holiday am 12.01.2006 11:03 schrieb:
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Gott will nicht, dass wir gar nichts tun, nur rumgammeln und auf das Beste hoffen. Jeder Mensch ist mir Fähigkeiten ausgestattet, einzigartigen Fähigkeiten. Diese soll er auch nutzen. Wir sollen an der Welt teilnehmen, sie gestalten und vor allem den anderen Menschen helfen. Es ist zu einfach zu sagen "Hat nicht geklappt, ist Gott schuld" oder "War prima, das war Gott allein". Gott führt uns und leitet uns, aber nie gegen unseren Willen. Er lässt zu, dass der Mensch böses tut- weil Er die Freiheit des Menschen akzeptiert und nicht dagegen handelt.

Ich sag mal so: Wenn man jemanden endgültig davon überzeugen will, dass Christen dogmatische, arrogante Menschen sind, deren Glauben es nicht wert ist, sich mit ihm zu beschäftigen, dann muss man ihn nur deine letzten 20 Postings lesen lassen. Nichts für ungut, aber ich glaube, du schätzt momentan deine Außenwirkung extrem falsch ein.

Du drehst dir echt alles so hin wie du es brauchst. Einerseits haben bei Stalingrad offensichtlich Menschen nicht nach Gottes Willen gehandelt, andererseits sei das Geschehene Gottes Wille? Wenn er einen Sinn darin sieht (Gott), dann wird er es ja auch so gewollt haben. Oder hätte es auch dann einen Sinn gehabt, wenn die Situation friedlich gelöst worden wäre? Was ja nur von Menschen abhing, nicht von Gott. Widersprüche, die du nicht auflösen kannst.
1. Offensichtlich hast Du meine letzten 20 Postings nicht richtig gelesen- ich habe allenfalls arrogant auf Arrogantes reagiert. Außerdem schätze ich meine Außenwirkung überhaupt nicht ein, das sollen andere tun.
2. Alles hängt letzlich von Gott ab. Ohne Gott keine Menschen, auch keine frei handelnden und denkenden. Ich sage nicht, dass die Geschehnisse bei Salingrad Gottes Wille waren; das waren sie sicher nicht, Er will nicht, dass Menschen sich gegenseitig umbringen und Er hätte eine friedliche Lösung sicher vorgezogen. Aber was hätte Gott tun sollen? Eingreifen? Das konnte er nicht, so, wie er z.B. auch den Tod Jesu Christi nicht verhindern konnte.
Du hast recht, ich kann einen gewissen Widerspruch nicht auflösen, das wird wohl niemand können; die Theodizee-Frage bleibt letzlich nicht beantwortbar.
 
Doc_Holiday am 12.01.2006 13:39 schrieb:
2. Alles hängt letzlich von Gott ab. Ohne Gott keine Menschen, auch keine frei handelnden und denkenden. Ich sage nicht, dass die Geschehnisse bei Salingrad Gottes Wille waren; das waren sie sicher nicht, Er will nicht, dass Menschen sich gegenseitig umbringen und Er hätte eine friedliche Lösung sicher vorgezogen. Aber was hätte Gott tun sollen? Eingreifen? Das konnte er nicht, so, wie er z.B. auch den Tod Jesu Christi nicht verhindern konnte.
Du hast recht, ich kann einen gewissen Widerspruch nicht auflösen, das wird wohl niemand können; die Theodizee-Frage bleibt letzlich nicht beantwortbar.

Ich frage mich warum Gott, lt. Bibel 1x fast "seine" gesamte Schöpfung umbrachte, div. Städte und Völker ausrottete (weil sie ihm ein "Greuel" waren) und sich dann zurückgelehnt und sich Ausschwitz angeschaut hat.........
 
unterseebotski am 11.01.2006 14:18 schrieb:
mercury123 am 04.01.2006 18:46 schrieb:
Zu dem anderen Punkt: Dass ich die göttliche Inspiration der Bibelverfasser anzweifele, muss ich dir nicht extra sagen oder? *g*
Zu 2: Ja, das dachte ich mir schon. ;-)
Zu 1: Das ist eben die Kunst. Wozu glaubst du brauchen wir die Theologie? Um die Bibel richtig zu interpretieren. Wie du aber richtig erkannt hast, besteht neben der Gefahr des "zu wörtlich Nehmens" auch jene der Überinterpretierung. Wenn man anfängt zu behaupten, die Auferstehung Jesu sei nur die Metapher dafür, dass am Ende immer das Gute triumphiert (oder irgend etwas anderes), muss ich mich als Christ ehrlich fragen, ob ich dann noch glauben kann oder ob dies nicht nur eine große Selbsttäuschung ist, um der Realität nicht in die Augen sehen zu müssen.
Aber genau diese Überinterpretierung (wie auch das "Wörtlichnehmen") bekämpft die katholische Kirche.


Unsere Meinungen gehen in Sachen Interpretierung wirklich Himmelweit auseinander. Aber seis drum.
Es ist richtig, dass Jesus oft in Metaphern redet, diese Tatsache kann man aber nicht dazu missbrauchen den ganzen Schöpfungsbericht (und alle anderen unbeliebten Stellen) seinem momentanen Weltbild anzupassen.
So könnte sich jeder seine eigene Wunschreligion zusammenschustern, was mit dem Untergang des Christentums gleichzusetzen wäre.
Es wird in der Bibel unmissverständlich gesagt, dass Jesus in Gleichnissen redet, ergo darf nicht alles, was von Ihm stammt wörtlich ausgelegt werden.
Du übersiehst aber, dass der Schöpfungsbericht sowie der ganze Rest des Alten Testaments ganz klar keine Gleichnisse von Jesus sind. Deshalb sollte man diesen Teil der Bibel, falls nicht auf einen symbolischen Gehalt hingewiesen wird, natürlich auch wörtlich nehmen (wie kann sonst das Geschlechtsregister interpretiert werden, in dem verflixt viele Altersangaben enthalten sind? ). Du kennst vielleicht den Gummiparagraphen im Rechtswesen, im Gegesnsatzt zu einigen Katholiken bevorzuge ich die zwingenden Artikel.
Bitte verzeih meine vielleicht etwas agressive Wortwahl und denke vielleicht nochmal über diese Thematik nach.

MvG

mercury
Das ist ganz großer Käse.
Aber mehr war ja von mercury123 nicht zu erwarten. Da kann man auch mit einem Granitblock diskutieren. Das ist wenigstens spannender.

Langsam sollte jedem hier klar sein, dass du absolut ALLES, was aus meiner Feder stammt IMMER als Käse bezeichnest. Deshalb bitte ich dich unbegründete Beleidigungen künftig zu unterlassen.

MvG

mercury
 
Doc_Holiday am 12.01.2006 13:39 schrieb:
Ich sage nicht, dass die Geschehnisse bei Salingrad Gottes Wille waren; das waren sie sicher nicht, Er will nicht, dass Menschen sich gegenseitig umbringen und Er hätte eine friedliche Lösung sicher vorgezogen. Aber was hätte Gott tun sollen? Eingreifen? Das konnte er nicht, so, wie er z.B. auch den Tod Jesu Christi nicht verhindern konnte.
Du hast recht, ich kann einen gewissen Widerspruch nicht auflösen, das wird wohl niemand können; die Theodizee-Frage bleibt letzlich nicht beantwortbar.

Schön dass du weisst was Gott will! Hat ers dir gestern bei Kaffee und Kuchen verraten - so nach dem Motto Stalingrad war die Konkurenz von unten :-D
 
Feuersalamander am 12.01.2006 15:32 schrieb:
Schön dass du weisst was Gott will! Hat ers dir gestern bei Kaffee und Kuchen verraten - so nach dem Motto Stalingrad war die Konkurenz von unten :-D
Nein, wobei sich "der von unten" sicherlich über Stalingrads gefreut hat ...
Was wir von Gott wissen stammt von Jesus. Daher dürfen wir schließen, was Gott will und was nicht.
 
ElNonsk am 11.01.2006 13:51 schrieb:
P.S.: Ich komme schon noch zu den Gottesbeweisen. Lasst mir noch ein bisschen Zeit.
Wenn es diesem Monat nichts mehr wird, werde ich offiziell Buddhist.
Also geh deiner heiligen Pflicht nach und rette mich vor der Verdammnis. :ugly:

Das kann doch nicht so schwer sein das Leichentuch von Turin oder das Jesus-video oder den Kelch vom letzten Abendmahl (natürlich in korrekter Holzausführung; indi lässt grüßen ;-) ) oder sonstwas zu organisieren?

Oder willst du uns lediglich ein Foto von Gott zeigen. Die kenn ich schon:
1
2
3
4

Du steigerst meine Erwartungshaltung ja so, dass ich nur enttäuscht werden kann. :-(
Wäre besser gewesen, wenn du zuerst die Beweise präsentiert hättest und dann deine Ausführungen, was es überhaupt für Beweisarten gibt.


Damit ElNonsk nicht die ganze Arbeit alleine machen muss, hier ein mathematischer Beweis von Gott:
http://www.rpi.edu/~faheyj2/SB/COURSES/INTAI/C5PICTS/god.jpg :-]
 
Doc_Holiday am 12.01.2006 15:42 schrieb:
Feuersalamander am 12.01.2006 15:32 schrieb:
Schön dass du weisst was Gott will! Hat ers dir gestern bei Kaffee und Kuchen verraten - so nach dem Motto Stalingrad war die Konkurenz von unten :-D
Nein, wobei sich "der von unten" sicherlich über Stalingrads gefreut hat ...
Was wir von Gott wissen stammt von Jesus. Daher dürfen wir schließen, was Gott will und was nicht.
...und wohin führten diese Schlüsse? Deus lo vult - Gott will es Schlachtruf während der Kreuzzüge und des 30jährigen Kriegs....

Da ist es mir lieber nicht zu wissen was gott will.............
 
Feuersalamander am 13.01.2006 11:07 schrieb:
Doc_Holiday am 12.01.2006 15:42 schrieb:
Feuersalamander am 12.01.2006 15:32 schrieb:
Schön dass du weisst was Gott will! Hat ers dir gestern bei Kaffee und Kuchen verraten - so nach dem Motto Stalingrad war die Konkurenz von unten :-D
Nein, wobei sich "der von unten" sicherlich über Stalingrads gefreut hat ...
Was wir von Gott wissen stammt von Jesus. Daher dürfen wir schließen, was Gott will und was nicht.
...und wohin führten diese Schlüsse? Deus lo vult - Gott will es Schlachtruf während der Kreuzzüge und des 30jährigen Kriegs....

Da ist es mir lieber nicht zu wissen was gott will.............
Da es aber immer Menschen sind, die schließen, machen sie dabei -mitunter fatale- Fehler. Auch Päpste. Der Glaube an Christus bedeutet ja nicht automatische Irrtumslosigkeit beim Handeln.
 
Meinereiner am 13.01.2006 12:09 schrieb:
crackajack am 13.01.2006 10:22 schrieb:
Damit ElNonsk nicht die ganze Arbeit alleine machen muss, hier ein mathematischer Beweis von Gott:
http://www.rpi.edu/~faheyj2/SB/COURSES/INTAI/C5PICTS/god.jpg
Das ist aber ein prädikatenlogischer Beweis - und ein schwachsinniger noch dazu.
Da ElNonsk so tröttelt, muss ich mir halt selber "Beweise" suchen.

Hab ja ehrlich gesagt kA was auf dem Bild eig. steht. ;-)
and WTF is prädikatenlogisch???
 
Doc_Holiday am 13.01.2006 11:46 schrieb:
Da es aber immer Menschen sind, die schließen, machensie dabei -mitunter fatale- Fehler. Auch Päpste. Der Glaube an Christus bedeutet ja nicht automatische Irrtumslosigkeit beim Handeln.

Also jetzt wirds komisch dachte immer ihr haltet den für unfehlbar...
 
crackajack am 13.01.2006 12:34 schrieb:
Meinereiner am 13.01.2006 12:09 schrieb:
crackajack am 13.01.2006 10:22 schrieb:
Damit ElNonsk nicht die ganze Arbeit alleine machen muss, hier ein mathematischer Beweis von Gott:
http://www.rpi.edu/~faheyj2/SB/COURSES/INTAI/C5PICTS/god.jpg
Das ist aber ein prädikatenlogischer Beweis - und ein schwachsinniger noch dazu.
Da ElNonsk so tröttelt, muss ich mir halt selber "Beweise" suchen.

Hab ja ehrlich gesagt kA was auf dem Bild eig. steht. ;-)
and WTF is prädikatenlogisch???

Prädikatenlogik ist einfach eine Logik, die es erlaubt, Gegenstände und ihre Prädikate (grob gesagt Eigenschaften) zu betrachten. Beispielsweise Sätze wie „Gabi ist dumm“, „Berlin liegt zwischen Rostock und München“, „Die Nordsee ist ganz schön kalt“ usw. „Gabi ist dumm“ wird dann einfach als „Fx“ hingeschrieben (F = ist-dumm, x = Gabi). Es gibt Logiken, die können sowas nicht (z.B. die Aussagenlogik).

Achja, der vermeintliche Beweis, den du gepostet hast, wird so gelesen (es geht dabei nur um die Zeilen, die mit 1), 2) und 3) markiert sind; der Rest ist Schmiererei):

1. Alles ist mit sich selbst identisch.
2. Also ist auch Gott mit sich selbst identisch.
3. Also existiert etwas, das mit sich selbst identisch ist und Gott ist.
:oink:
 
Doc_Holiday am 13.01.2006 11:46 schrieb:
Da es aber immer Menschen sind, die schließen, machen sie dabei -mitunter fatale- Fehler. Auch Päpste. Der Glaube an Christus bedeutet ja nicht automatische Irrtumslosigkeit beim Handeln.

Was ist jetzt eigentlich deine Aussage in diesem speziellen Streit? Ich sehe nur, dass du dich ständig hin und her wendest, wie es gerade passt.
 
Eine weitere, generelle Überlegung:

Grundsätzlich kann man sagen Menschen sind Tiere. Genauer Säugetiere. Ich denke mal das werden nur wenige abstreiten.

Beobachten wir mal unsere näheren Verwandten, die Affen.
Ich denke wir haben noch bei keiner Affenart irgendwelche kultischen Zeremonien, besondere Beerdigungsrituale, Gebärden die auf so etwas wie Beten oder Meditieren hindeuten könnten, usw. , beobachtet.

Warum?

Ein Grund könnte doch sein, das die Affen ihr eigenes dasein, ihre Existenz akzeptieren. Eigentlich müssen sie auch nichts akzeptieren, aber so wie es aussieht, stellen sie auch nichts in Frage.

Und das könnte doch der Grund sein!?

Unser unaufhörliches "in Frage stellen". Genau das, was uns von den anderen Arten unterscheidet und uns wohl zu dem erfolgreichsten Säuger auf dieser Erde macht.
Wir setzen nicht auf starke Oberarme, mit denen wir uns gemütlich von Ast zu Ast schwingen können, nicht auf ein biegsames Rüchrat, das uns 80km/h laufen läßt, nicht auf ein feines Gehör das sogar unsere eigenen ausgeworfenen Laute, von Objekten reflektierend, wieder auffängt und uns so in stockfinsterer Nacht unsere Umgebung klar erscheinen läßt. Nein, wir setzen auf unser Gehirn, unsern Erfindungsgeißt, und um zu Erfinden muss ich Fragen stellen.

Nur diese "fragerei", scheint auch ein großes Loch zu hinterlassen. Eben was Doc_Holiday schon sagte, "Wer bin ich, wo komm ich her, wo geh ich hin?". Die Soziologoe spricht, wenn ich mich recht erinnere, von Makrotheorien, die solche und ähnliche Fragen versucht zu beantworten. Warum besteht wo welche Gesellschaft, und wie funktioniert sie?

Mir scheint es so, als ob der Mensch einfach nicht mit seinem "blöden" *ichmussalleshinterfragenundherausfindenwarumessoist* klar kommt.

Bsp.: Mein Hund. Er kriegt jeden Tag von mir Futter. Er frisst es jeden Tag, es schmeckt ihm, mehr oder weniger. Auf jeden Fall weiß er, dass wenn er dieses Futter nicht mehr kriegt, wird er sterben. Jetzt ist es aber nicht so, dass der Hund wissen will, wo genau das Futter herkommt. Nein. Er bekommt es einfach, und das reicht ihm.
Was würde ein Mensch tun?
Ich denke, selbst wenn ein Mensch von irgendeinem anderen Wesen jeden Tag seine lebensnotwendige Nahrung auf demselben Platz vorfindet, würde er sich irgendwann denken: Wo kommt das Zeug her? Er würde hinausziehen, seine gesicherten 4 Wände verlassen und versuchen herauszubekommen wo es herkommt.
Ich nenn es mal Forscherdrang. ^^

Dieser Wissenshunger und sicher auch diese Selbstüberschätzung in Verbindung mit Eitelkeit und der Angst von dem was wir noch nicht wissen, könnten der Grund sein warum Religion/Aberglaube/Rituale entstehen.

Selbstüberschätzung deshalb notwendig, denn wer würde schon eine Expedition starten, wenn er vorher genau weiß das ers nicht überlebt.!?

Eitelkeit deshalb, weil nur Eitelkeit Schuld daran sein kann, dass die Menschen zumindest teilweise glauben, etwas "besseres" oder wertvolleres zu sein als alles andere auf der Welt. "Sind wir nicht was besonderes?" :-$

Nein!

Die Welt würde sich ohne uns genau so weiter drehn, Tiere und Pflanze auf der Erde genau so existieren, und die Sonne würde sicher auch nicht denken: "Ah verdammt, die Menschen sind ausgestorben, jetzt kann ich gleich aufhören zu brennen"

Wenn das nicht Eitelkeit/Selbstüberschätzung ist, was dann? ^^


Ich merk gerade, wie sehr mich das Thema schon wieder aufregt, besser ich häör auf, sonst is noch mein Kreislauf beleidigt! ;)

c ya
 
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