• Aktualisierte Forenregeln

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    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

Feuersalamander am 11.01.2006 13:29 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 11:19 schrieb:
Ich verstehe immer noch nicht, wo es einen Widerspruch zwischen einem gläubigen und einem "vernünftigen" Menschen geben soll. Viele große Wissenschaftler waren und sind gläubige Menschen, z.B. Newton, Einstein, Darwin. Wo also liegt der Widerspruch?

Der vernüftige Mensch zweifelt - aufgrund des Zweifels überprüft er und kommt so zu Erkenntissgewinn
Das darf ein Gläubiger nicht, er "muss" glauben, bes. das kath. Christentum ist ja eine sehr dogmatische Religion wenn man z.B. an die unbefleckte Empfängnis nicht glaubt ist man nicht katholisch.

Man erlangt neue Erkenntnisse nicht durch Zweifeln. Wer konsequent zweifelt, würde auch diese vermeintlichen Erkenntnisse anzweifeln und hätte am Ende gar nichts. Vermeintlicher Erkenntnisgewinn entsteht dann, wenn man aufhört, zu zweifeln und einfach als gegeben hinnimmt.
 
Feuersalamander am 11.01.2006 13:29 schrieb:
Der vernüftige Mensch zweifelt - aufgrund des Zweifels überprüft er und kommt so zu Erkenntissgewinn
Das darf ein Gläubiger nicht, er "muss" glauben, bes. das kath. Christentum ist ja eine sehr dogmatische Religion wenn man z.B. an die unbefleckte Empfängnis nicht glaubt ist man nicht katholisch.

Einstein hat sich ja aufgrund seines Glaubens geweigert die Quantentheorie zu akzeptieren (Gott würfelt nicht) - ist also ein denkbar schlechtes Beispiel, Newton war Zeit seines Lebens überzeugt ein Genie zu sein - wegen seinem Horoskop auch kein gutes Bespiel.

Hier sieht man WEM die kirche nach dem WK II geholfen hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Hudal
Das ist mir noch nie passiert. Du zitierst eine Quelle, die genau das widerlegt, was du zu behaupten versuchst.

Zitat:
"In der Kirche machte ihn sein Eintreten für den Brückenschlag mit dem Nationalsozialismus zu einem Außenseiter, dem höhere Ämter verwehrt blieben."

Ich glaube da muss man nichts mehr hinzufügen. ;-)

Und deine Aussage, dass Glaube und Vernunft diametral entgegengesetzt wären, disqualifiziert dich eigentlich schon als weiterer Diskussionspartner. Das Einzige, was du behaupten kannst (denn du stellst hier nur eine nicht zu beweisende Behauptung auf), ist, dass der Glaube nicht nur auf der Vernunft beruht.
P.S.: Ich komme schon noch zu den Gottesbeweisen. Lasst mir noch ein bisschen Zeit.
 
Doc_Holiday am 11.01.2006 11:19 schrieb:
Nach kath. Verständnis ist in einem "prunkvollen Gebäude" (einer Kirche) Christus selbst zu finden- im Sakrament, in der Eucharistie.

Wo steht das geschrieben?

Und bitte: Als offensichtlicher Nicht-Christ solltest Du nicht mit Jesus-Worten argumentieren. Das kann nur schief gehen, da Christus -je nach Evangelium- teils widersprüchliche Aussagen macht: Er sagt z.B., dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben (somit also auch die Blutrache (Auge um Auge)), andererseits aber sagt er auch, dass wer ohne Schuld sei, den ersten Stein werfen möge ... Und so weiter.

Er sagte das mit den Steinen nicht, damit einer wirft, sondern damit die Leute verstehen, dass sie kein Recht haben zu urteilen, weil sie selber nicht im Recht sind.
Das Problem liegt darin, dass jemand, der im Unrecht ist, jemanden verurteilen will, der im Recht ist, weil es für den, der im Unrecht ist, das Recht als Unrecht ansieht.
 
Doc_Holiday am 11.01.2006 11:20 schrieb:
Sag mir nicht, was ich für wen fühle und was nicht! Das weiß ich wohl wesentlich besser als Du oder sonst ein Mensch!


Für dich ist es scheinbar besser, an Gott zu glauben. Würdest du nämlich den "Mensch" kennen (also mehr darum wissen), wüsstest du auch um die Verhaltensmuster und der Anziehung zwischen Männchen und Weibchen.
Wenn du ein echtes Gefühl der Geborgenheit empfindest, heißt dass, dass dich ein anderer Mensch liebt.
So einfach ist das.
 
mercury123 am 04.01.2006 18:46 schrieb:
Zu dem anderen Punkt: Dass ich die göttliche Inspiration der Bibelverfasser anzweifele, muss ich dir nicht extra sagen oder? *g*
Zu 2: Ja, das dachte ich mir schon. ;-)
Zu 1: Das ist eben die Kunst. Wozu glaubst du brauchen wir die Theologie? Um die Bibel richtig zu interpretieren. Wie du aber richtig erkannt hast, besteht neben der Gefahr des "zu wörtlich Nehmens" auch jene der Überinterpretierung. Wenn man anfängt zu behaupten, die Auferstehung Jesu sei nur die Metapher dafür, dass am Ende immer das Gute triumphiert (oder irgend etwas anderes), muss ich mich als Christ ehrlich fragen, ob ich dann noch glauben kann oder ob dies nicht nur eine große Selbsttäuschung ist, um der Realität nicht in die Augen sehen zu müssen.
Aber genau diese Überinterpretierung (wie auch das "Wörtlichnehmen") bekämpft die katholische Kirche.


Unsere Meinungen gehen in Sachen Interpretierung wirklich Himmelweit auseinander. Aber seis drum.
Es ist richtig, dass Jesus oft in Metaphern redet, diese Tatsache kann man aber nicht dazu missbrauchen den ganzen Schöpfungsbericht (und alle anderen unbeliebten Stellen) seinem momentanen Weltbild anzupassen.
So könnte sich jeder seine eigene Wunschreligion zusammenschustern, was mit dem Untergang des Christentums gleichzusetzen wäre.
Es wird in der Bibel unmissverständlich gesagt, dass Jesus in Gleichnissen redet, ergo darf nicht alles, was von Ihm stammt wörtlich ausgelegt werden.
Du übersiehst aber, dass der Schöpfungsbericht sowie der ganze Rest des Alten Testaments ganz klar keine Gleichnisse von Jesus sind. Deshalb sollte man diesen Teil der Bibel, falls nicht auf einen symbolischen Gehalt hingewiesen wird, natürlich auch wörtlich nehmen (wie kann sonst das Geschlechtsregister interpretiert werden, in dem verflixt viele Altersangaben enthalten sind? ). Du kennst vielleicht den Gummiparagraphen im Rechtswesen, im Gegesnsatzt zu einigen Katholiken bevorzuge ich die zwingenden Artikel.
Bitte verzeih meine vielleicht etwas agressive Wortwahl und denke vielleicht nochmal über diese Thematik nach.

MvG

mercury
Das ist ganz großer Käse.
Aber mehr war ja von mercury123 nicht zu erwarten. Da kann man auch mit einem Granitblock diskutieren. Das ist wenigstens spannender.
 
ElNonsk am 11.01.2006 13:51 schrieb:
Zitat:
"In der Kirche machte ihn sein Eintreten für den Brückenschlag mit dem Nationalsozialismus zu einem Außenseiter, dem höhere Ämter verwehrt blieben."

Ich glaube da muss man nichts mehr hinzufügen. ;-)

Wurde diese Person exkommuniziert?
Gabe es Konsequenzen (ausser dass der arme immerhin schon 1956 dann auf öffentlichen Druck hin als Rektor des deutschen Priesterkollegs zurücktreten musste?)
Auch ja und der Bischof von Genua war ja da auch noch dabei.....
Die kath. Kirche war ja eine tolle Wiederstandsorganisation 11 Jahre nach Kriegsende musste einer ihrer prominentesten Nazis als Hauptverantwortlicher für die Priesterausbildung!!! zurücktreten....


PS: Ein Dogma darf man in der kath. Kirche gar nicht hinterfragen, da dieses "eine von Gott geoffenbarte Wahrheit ist".
 
Meinereiner am 11.01.2006 13:45 schrieb:
Man erlangt neue Erkenntnisse nicht durch Zweifeln. Wer konsequent zweifelt, würde auch diese vermeintlichen Erkenntnisse anzweifeln und hätte am Ende gar nichts. Vermeintlicher Erkenntnisgewinn entsteht dann, wenn man aufhört, zu zweifeln und einfach als gegeben hinnimmt.

Wieso, wenn ich an etwas zweifle, versuche ich dieses zuwiderlegen bzw. etwas anderes zu beweisen.

Egal ob meine Zweifel berechtigt waren oder nicht, am Ende steht der Erkenntnissgewinn (es ist so oder eben nicht).

Das gibts bei der kath. Kirche nicht da heisst es:
Roma locuta, causa finita-Rom hat gesprochen, der Fall ist beendet
 
IXS am 11.01.2006 14:10 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 11:20 schrieb:
Sag mir nicht, was ich für wen fühle und was nicht! Das weiß ich wohl wesentlich besser als Du oder sonst ein Mensch!


Für dich ist es scheinbar besser, an Gott zu glauben. Würdest du nämlich den "Mensch" kennen (also mehr darum wissen), wüsstest du auch um die Verhaltensmuster und der Anziehung zwischen Männchen und Weibchen.
Wenn du ein echtes Gefühl der Geborgenheit empfindest, heißt dass, dass dich ein anderer Mensch liebt.
So einfach ist das.
Es reicht mir jetzt langsam! Zuerst sagst Du mir, was ich wirklich fühle, dann verneine ich diese Deine Interpretation und dann kommst Du und sagst mir, ich hätte keine Ahnung von zwischenmenschlichen Beziehungen- geht's noch?! Wieviel arroganter willst Du noch auftreten, IXS?

Warum sollten sich die Liebe zu einem Menschen und die Liebe zu Gott ausschließen? Die Liebe zu Gott ist kann eine Geborgenheit sein- ob Du das einsehen willst oder nicht. Aber unterstelle mir nicht, ich hätte keine Ahnung von "Verhaltensmustern" von Mann und Frau!
 
IXS am 11.01.2006 14:05 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 11:19 schrieb:
Nach kath. Verständnis ist in einem "prunkvollen Gebäude" (einer Kirche) Christus selbst zu finden- im Sakrament, in der Eucharistie.

Wo steht das geschrieben?

Das ist Tradition- die mindestens ebenso wichtig ist wie die Schrift (s. meinen Post weiter vorne).

Und bitte: Als offensichtlicher Nicht-Christ solltest Du nicht mit Jesus-Worten argumentieren. Das kann nur schief gehen, da Christus -je nach Evangelium- teils widersprüchliche Aussagen macht: Er sagt z.B., dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben (somit also auch die Blutrache (Auge um Auge)), andererseits aber sagt er auch, dass wer ohne Schuld sei, den ersten Stein werfen möge ... Und so weiter.
Er sagte das mit den Steinen nicht, damit einer wirft, sondern damit die Leute verstehen, dass sie kein Recht haben zu urteilen, weil sie selber nicht im Recht sind.
Das Problem liegt darin, dass jemand, der im Unrecht ist, jemanden verurteilen will, der im Recht ist, weil es für den, der im Unrecht ist, das Recht als Unrecht ansieht.
Entschuldige mal, aber ich sehe nicht ein, warum ich mir von einem Nicht-Christen die Bibel erklären lassen sollte. Da nutze ich doch lieber meinen eigenen Verstand, den ich -welch Wunder!- tatsächlich auch habe, sogar als gläubiger Katholik ...
 
Doc_Holiday am 10.01.2006 22:35 schrieb:
wirrwarr11 am 10.01.2006 22:07 schrieb:
Viele brauchen eben etwas wodran Sie glauben wollen, wenn alles andere versagt und hoffnungslos erscheint.
Ich glaube auch, wenn ich glücklich, hoffnungsfroh, zufrieden bin.
Ich meinte es auch nicht im negativen Sinne.
Ist doch vollkommen in Ordnung wenn du zufrieden bist.
Freut mich für dich, auch wenn ich nicht glaübig bin.
 
Feuersalamander am 11.01.2006 14:44 schrieb:
PS: Ein Dogma darf man in der kath. Kirche gar nicht hinterfragen, da dieses "eine von Gott geoffenbarte Wahrheit ist".
Das stimmt so nicht. Jedes Dogma muss, bevor es Gültigkeit erlangt, geprüft werden auf seine Vereinbarkeit mit der Lehre, der Schrift und der Tradition. Und auch nach dem "Inkrafttreten" eines Dogmas muss es stets weiter vermittelt und erkärt werden- ein blinder Glaube ist ein wertloser Glaube (I. Vatikanisches Konzil).
Ich verstehe sowieso nicht das Problem der Menschen mit einem Dogma- gibt es da irgend eines, dass das Leben unangenehmer macht? Oder schreien alle nur Zeter und Mordio, weil sie zu faul sind, sich die Mühe zu machen, dass Dogma zu verstehen?
 
Feuersalamander am 11.01.2006 15:22 schrieb:
Das gibts bei der kath. Kirche nicht da heisst es:
Roma locuta, causa finita-Rom hat gesprochen, der Fall ist beendet
Tja, das hätte Rom (und ich manchmal auch, wenn ich mir den Unsinn angucke, den vor allem deutsche Theologen so verzapfen) sicher gerne. Fakt ist: Rom kann die Theologie nicht kontrollieren, dazu ist sie, vor allem im deutschsprachigen Raum, mittlerweile viel zu renitent dem Lehramt gegenüber geworden (ich weiß, wovon ich rede) und bedient zum großen Teil nur noch die menschliche Eitelkeit, nicht mehr die Wahrheit...
 
Doc_Holiday am 11.01.2006 15:44 schrieb:
Es reicht mir jetzt langsam! Zuerst sagst Du mir, was ich wirklich fühle, dann verneine ich diese Deine Interpretation und dann kommst Du und sagst mir, ich hätte keine Ahnung von zwischenmenschlichen Beziehungen- geht's noch?! Wieviel arroganter willst Du noch auftreten, IXS?

Klasse... Kennst du noch eine andere Bezeichnung als "arrogant" ? Seit wann ist Wissen arrogant?
Dann schreibe ich auch nicht von "zwischenmenschlichen Beziehungen", sondern von dem am menschlichen Körper, das das Denken lenkt.



Warum sollten sich die Liebe zu einem Menschen und die Liebe zu Gott ausschließen? Die Liebe zu Gott ist kann eine Geborgenheit sein- ob Du das einsehen willst oder nicht. Aber unterstelle mir nicht, ich hätte keine Ahnung von "Verhaltensmustern" von Mann und Frau!


Das ist ja fast wie einer Frau erklären zu wollen, warum Männer keine Slipeinlagen brauchen.

Zum IXSten Mal ;) :

Gott ist eine Erfindung des menschlichen Geistes. "Er" steht für alles Unbekannte, inclusive dem Unbekannten in einem Menschen selber.

Außerdem brauche ich kein gottgläubiger Christ zu sein, obwohl ich katholisch bin, da es für mich selbstverständlich ist, Christ zu leben, solange mein Überleben nicht gefährdet ist..
Im Gegensatz zu den Menschen, die sagen, sie seien Christen, feiern alles Schöne und beziehen Geld im Namen Gottes....

Schonmal darüber nachgedacht, warum meine in "Nächstenliebe" gegebenen Tipps für dich "arrogant" scheinen?
 
Meinereiner am 11.01.2006 13:45 schrieb:
Man erlangt neue Erkenntnisse nicht durch Zweifeln. Wer konsequent zweifelt, würde auch diese vermeintlichen Erkenntnisse anzweifeln und hätte am Ende gar nichts. Vermeintlicher Erkenntnisgewinn entsteht dann, wenn man aufhört, zu zweifeln und einfach als gegeben hinnimmt.

Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz oder?
Ohne Zweifel keine neuen Erkenntnisse, mit Zweifel keine gesicherten Erkenntnisse. Aber braucht man gesicherte? Ich für meinen Teil kann gut damit leben, dass mein Wissen nicht endgültig ist. Dogmen sind grundsätzlich schlecht. Wobei ... ich will das nicht endgültig festlegen. :B

Das heißt nicht, dass ich meinen momentanen Erkenntnisstand vehement verteidige. Ich kann ja nicht bei jedem geringsten Zweifel schon umkippen. Je älter ich werde und je breiter meine vermeintliche Faktenbasis wird, desto schlüssiger wird mein Weltbild in sich und desto widerstandsfähiger. Dennoch bleibt es korrigierbar.
Voraussetzung dafür ist, dass ich nicht an meiner Fähigkeit zu logischem Denken zweifle, aber auch das tue ich gelegentlich.
 
Doc_Holiday am 11.01.2006 15:51 schrieb:
Feuersalamander am 11.01.2006 14:44 schrieb:
PS: Ein Dogma darf man in der kath. Kirche gar nicht hinterfragen, da dieses "eine von Gott geoffenbarte Wahrheit ist".
Das stimmt so nicht. Jedes Dogma muss, bevor es Gültigkeit erlangt, geprüft werden auf seine Vereinbarkeit mit der Lehre, der Schrift und der Tradition. Und auch nach dem "Inkrafttreten" eines Dogmas muss es stets weiter vermittelt und erkärt werden- ein blinder Glaube ist ein wertloser Glaube (I. Vatikanisches Konzil).
Ich verstehe sowieso nicht das Problem der Menschen mit einem Dogma- gibt es da irgend eines, dass das Leben unangenehmer macht? Oder schreien alle nur Zeter und Mordio, weil sie zu faul sind, sich die Mühe zu machen, dass Dogma zu verstehen?

Bevor es Gültigkeit erlangt ist es ja kein Dogma......
Mein Problem mit Dogmen, ist dass man diese nicht in Frage stellen darf, denn nur wenn ich etwas hinterfrage, anzweifle kann ich neue Erkenntnisse gelangen.
Und egal wie die Fakten sprechen, Dogmen werden unbedingt aufrechterhalten....
 
Feuersalamander am 11.01.2006 15:22 schrieb:
Meinereiner am 11.01.2006 13:45 schrieb:
Man erlangt neue Erkenntnisse nicht durch Zweifeln. Wer konsequent zweifelt, würde auch diese vermeintlichen Erkenntnisse anzweifeln und hätte am Ende gar nichts. Vermeintlicher Erkenntnisgewinn entsteht dann, wenn man aufhört, zu zweifeln und einfach als gegeben hinnimmt.

Wieso, wenn ich an etwas zweifle, versuche ich dieses zuwiderlegen bzw. etwas anderes zu beweisen.

Egal ob meine Zweifel berechtigt waren oder nicht, am Ende steht der Erkenntnissgewinn (es ist so oder eben nicht).

Das gibts bei der kath. Kirche nicht da heisst es:
Roma locuta, causa finita-Rom hat gesprochen, der Fall ist beendet

Sicher, aber das, was für dich als Erkenntnisgewinn herauskommt, ist ja seinerseits wiederum bezweifelbar. Was durch diesen neuen Zweifel dann an Erkenntnis herauskommt, ist auch wieder bezweifelbar usw. Daher muss man irgendwann einfach "stopp" sagen.
 
aph am 11.01.2006 16:41 schrieb:
Meinereiner am 11.01.2006 13:45 schrieb:
Man erlangt neue Erkenntnisse nicht durch Zweifeln. Wer konsequent zweifelt, würde auch diese vermeintlichen Erkenntnisse anzweifeln und hätte am Ende gar nichts. Vermeintlicher Erkenntnisgewinn entsteht dann, wenn man aufhört, zu zweifeln und einfach als gegeben hinnimmt.

Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz oder?
Ohne Zweifel keine neuen Erkenntnisse, mit Zweifel keine gesicherten Erkenntnisse.

Jepp, deshalb würde ich auch, wenn du mich nach meiner Meinung fragst, für einen Mittelweg plädieren. Zweifeln ja, aber nicht übertreiben. Insofern spielt der Zweifel natürlich schon eine Rolle bei der Erkenntnisgewinnung, aber das, was zu einer Zeit jeweils "Erkenntnis" genannt wird, ist gerade das, was nicht bezweifelt wird.
 
IXS am 11.01.2006 16:23 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 15:44 schrieb:
Es reicht mir jetzt langsam! Zuerst sagst Du mir, was ich wirklich fühle, dann verneine ich diese Deine Interpretation und dann kommst Du und sagst mir, ich hätte keine Ahnung von zwischenmenschlichen Beziehungen- geht's noch?! Wieviel arroganter willst Du noch auftreten, IXS?
Klasse... Kennst du noch eine andere Bezeichnung als "arrogant" ? Seit wann ist Wissen arrogant?
Dann schreibe ich auch nicht von "zwischenmenschlichen Beziehungen", sondern von dem am menschlichen Körper, das das Denken lenkt.
Ja, ich könnte es auch impertinent-joviales Gebaren nennen, also jupiterhafte Großkotzigkeit- genug Abwechslung?
Was Du Wissen nennst, ist für mich bloßes Unwissen- umgekehrt siehst Du es aber auch so.
Warum sollten sich die Liebe zu einem Menschen und die Liebe zu Gott ausschließen? Die Liebe zu Gott ist kann eine Geborgenheit sein- ob Du das einsehen willst oder nicht. Aber unterstelle mir nicht, ich hätte keine Ahnung von "Verhaltensmustern" von Mann und Frau!
Das ist ja fast wie einer Frau erklären zu wollen, warum Männer keine Slipeinlagen brauchen.
Hm, ich denke, ich bleibe bei arrogant. Das trifft's doch am besten.
Zum IXSten Mal ;) :

Gott ist eine Erfindung des menschlichen Geistes. "Er" steht für alles Unbekannte, inclusive dem Unbekannten in einem Menschen selber.

Außerdem brauche ich kein gottgläubiger Christ zu sein, obwohl ich katholisch bin, da es für mich selbstverständlich ist, Christ zu leben, solange mein Überleben nicht gefährdet ist..
Im Gegensatz zu den Menschen, die sagen, sie seien Christen, feiern alles Schöne und beziehen Geld im Namen Gottes....
Siehst Du die Widersprüche eigentlich nicht selbst? Du sagst, Du bist katholisch, hältst Gott aber für eine Erfindung. Interessant. Ich sage Dir: Du bist bestenfalls auf dem Papier katholisch, Du bist -mit dieser Überzeugung- nicht mal ein Christ, denn zum Christsein gehört der Glaube an Gott!
Schonmal darüber nachgedacht, warum meine in "Nächstenliebe" gegebenen Tipps für dich "arrogant" scheinen?
Lies diesen Satz nochmal und beantworte diese Frage selbst.
 
Feuersalamander am 11.01.2006 18:02 schrieb:
Doc_Holiday am 11.01.2006 15:51 schrieb:
Feuersalamander am 11.01.2006 14:44 schrieb:
PS: Ein Dogma darf man in der kath. Kirche gar nicht hinterfragen, da dieses "eine von Gott geoffenbarte Wahrheit ist".
Das stimmt so nicht. Jedes Dogma muss, bevor es Gültigkeit erlangt, geprüft werden auf seine Vereinbarkeit mit der Lehre, der Schrift und der Tradition. Und auch nach dem "Inkrafttreten" eines Dogmas muss es stets weiter vermittelt und erkärt werden- ein blinder Glaube ist ein wertloser Glaube (I. Vatikanisches Konzil).
Ich verstehe sowieso nicht das Problem der Menschen mit einem Dogma- gibt es da irgend eines, dass das Leben unangenehmer macht? Oder schreien alle nur Zeter und Mordio, weil sie zu faul sind, sich die Mühe zu machen, dass Dogma zu verstehen?

Bevor es Gültigkeit erlangt ist es ja kein Dogma........
Stimmt so auch nicht: Das Unfehlbarkeitsdogma, "festgestellt" durch das I.Vatikanum und verkündet durch Papst Pius IX., galt theoretisch schon seit rund 1500 Jahren- es wurde "unausgesprochen" praktiziert, es war eine Lehrmeinung, die keiner Dogmatisierung bedurfte. Das änderte sich im Ultramontanismus- und ist heute einer der Stolpersteine auf dem Weg zur Ökumene, vor allem mit den orthodoxen Christen...
 
Schalt mich hier mal ein! :-D
Hab zwar nicht alles gelesen, aber doch ca. 80% denk ich. Einer der besten Threads im gesammten Forum. :top:

@Doc_Holiday und den Rest

Du hast geschrieben, dass es nur einen Gott, eine "wahre" Religion gibt. Die evangelische Kirche, Lutheraner, usw. glauben ja nicht an Gott, sondern an einen Menschen oder Region/Ort oder was auch immer.
Zumindest hab es ich so verstanden, wenn dies nicht stimmen sollte hab ich wohl was falsch verstanden und du kannst meinen Beitrag hier gleich mal wieder vergessen!^^

Also:

1 Gott (der "richtige natürlich), 1 Glaube
folglich=> 1 Glaubensgemeinschaft
klar

Es gibt jetzt also die "Gläubigen" (soll nicht als minderwertig verstanden werden) und die "Ungläubigen".
Nach deiner Aussage nach, sind die "Ungläubigen" (auch Ev., Luth., Mosl., usw.) also fehlgeleitete Christen, die aus welchen Gründen auch immer an den falschen Gott glauben.
Richtig?

Wenn ich an die Schöpfungeschichte im AT so denke, muss es ja auch so sein. Der Mensch wurde von Gott geschaffen, folglich sind alle Nachfolgenden auch mit Gott verbunden oder sagen wir auf Grund dessen das es Gott gibt, am Leben.

Nur ich frage mich nur, warum es dann in der heutigen Zeit so viele verschiedene Religionen/Glaubensrichtungen gibt.
Gehn wir davon aus das Gott wollte das die Menschen "frei" ihren Glauben wählen dürfen.
Warum haben nun aber die Menschen überhaupt das Bedürfnis dies zu tun?
Adam & Eva wurden erschaffen und sie "wußten" das es Gott gibt, egal ob er sich ihnen in irgend einer Form auch gezeigt hat oder nicht.
Warum "wußten" es die nachfolgenden nicht? Sie MÜSSEN in irgendeiner Form mit Gott verbunden sein, schließlich hat ER sie erschaffen.
Das widerum kann aber nicht sein, denn sonst würde in der heutigen Zeit nur DIE eine Religion bestehen! Tut sie aber nicht!

Gehn wir davon aus die Menschen NICHT mit Gott verbunden sind, wie konnten die ersten Menschen (Adam & Eva, sind nur Namen, wichtig nur die "ersten Menschen") dann an Gott glauben?
Eingebung? Hat Gott ihnen erst nach ihrer Geburt den Glauben geschenkt?
Wenn ja, warum schenkt er nicht ALLEN Menschen den "richtigen" Glauben? Deiner Meinung nach ja röm. kath.!

Ich finde es komisch das Gott somit absichtlich eine 2 Klassen Gesellschaft schaffen wollte. Gläubige-Ungläubige

Verstehst du was ich meine? Das macht mich wahnsinnig!
Du selbst sagst du weißt das Gott existiert.
Macht es dich nicht traugigund vielleicht auch stutzig, Menschen zu sehn, die nicht an Gott glauben, obwohl du genau weißt das es ihn gibt?!
:confused:


Paar Überlegungen von mir, wobei ich glaube das es anderen auch so geht. Glaube zwar nicht das mir hier im Forum wer Antworten geben kann, mit denen ich weiter komme, aber die obigen Überlegungen wurden von sonst keinem gepostet, sind meiner Meinung nach aber wichtig.


Thema Holocaust, 2.WK, usw.:
Mit 13 oder 14 bin ich zu meinem Großvater hin und fragte ihn warum er nicht am Sonntag mit Oma in die Kirche geht.
Da hat er mich ernst angesehn und gesagt: " Junge, wenn man in Stanlingrad war, will man in keine Kirche mehr gehn!"(nicht Wort für Wort, aber Sinn gemäß ;) )

Ich natürlich keinen Dunst von Stalingrad in dem Alter, paar Jahre später hab ichs dann überrissen.
 
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