• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

TheSinner am 03.12.2005 14:40 schrieb:
@Doc_Holiday
Wenn Gott also nicht objektiv bewiesen werden kann, dann glaube ich auch nicht an ihn, ganz genau das ist richtig. Wieso sollte ich denn auch? Wenn es für etwas keinen beweis gibt soll ich also daran glauben? Was ist das denn bitte für eine Idee? Das ist als ob ich jetzt ans Spaghetti-Monster glaube oder daran dass 5% aller Menschen getarnte Aliens sind die nachts Schuhplattler tanzend gelbe Kühe melken für ihre unsichtbaren Roboterfabriken in der Antarktis wo sie die Eroberung der Erde planen. Die Argumentation "wäre er dann noch Gott?" ist ziemlich naiv wie ich finde - nach dem Motto "Logik gillet nich !!!" oder wie?. Ja dann.. dann gibts auch keinen Gott - wenn es kein allgemeingültiges Anzeichen dafür gibt, dann GIBT es kein Anzeichen und damit GIBT es das nicht - solange bis die Existenz auch nur ansatzweise allgemeingültig bewiesen ist. Aber da greift ja der nächste rhetorische Milchmädchentrick des Christentums dass wir dann ja nicht mehr frei in der Wahl wären. Fällt nur mir auf wie perfekt das konstruiert ist um auch ja jede Kritik zunichte zu machen? Ich könnt mir auch sowas ausdenken, problemlos und Leute die "Wunder beobachtet haben" finde ich für 50 Euro pro Nase in Südafrika unter Garantie auch. Ich könnte mich damit sogar selbst zum Sohn Gittes (Gott (tm) war schon vergeben) ausrufen und sagen "So Jungs, ich zeig euch mal wie das geht, lebt mir nach bitte". Oder ich gründe den Yen-Buddhismus der da besagt dass alles Geld böse ist und ich mich selbst für euch opfere und euer Geld als Bürde auf mich nehme.
Der Glaube an Gott ist sinvoll- im Gegensatz zum Glauben an ein fliegendes Spaghettimonster (und ja, es IST Satire, dass sagen die Schöpfer doch selber!) oder an die 5% Weltbevölkerung, die Schuplattler tanzen.

Noch etwas zum nachdenken vielleicht?

Es ist eine leichte Sache, hungernde Menschen zu bekehren, wenn man ihnen entgegenkommt mit der Bibel in der einen und einem Stück Brot in der anderen Hand. (George Bernard Shaw)

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. (Albert Schweitzer)

Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch. (Heinrich Heine)

Das ist besser auf den punkt gebracht als ich es nun hätte ausführlich beschreiben können genau meine Ansicht dazu.

Oh, Du willst zitieren? Ich bin dabei!

Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine. (Blaise Pascal)

Wissenschaft ist nur eine Hälfte. Glaube die andere. (Novalis)

Wenn man die Vernunft verdächtigt, wird auch der Glaube verfälscht. (Josef Kardinal Ratzinger, jetzt Papst benedikt XVI.)
(Finde ich ein sehr interessantes Zitat)

Der Glaube ist eine sechste Art von Sinn, der wirksam wird, wenn die Vernunft versagt. (Mahatma Ghandi)

Und die hier sind auch nicht schlecht:

Das Dasein eines, der da ist, zu beweisen, ist das unverschämteste Attentat, da es ein Versuch ist, ihn lächerlich zu machen. (Søren Kierkegaard)

Ein bewiesener Gott ist Welt, und ein Gott der Welt ist ein Götze. (W. Hermann)

und schließlich Albert Einstein:
Wir befinden uns in der Lage eines kleinen Kindes, das in eine riesige Bibliothek eintritt, die mit vielen Büchern in verschiedenen Sprachen angefüllt ist. Das Kind weiß, dass jemand die Bücher geschrieben hat. Es weiß aber nicht, wie das geschah. Es versteht die Sprachen nicht, in der sie geschrieben wurden. Das Kind erahnt dunkel eine mysteriöse Ordnung in der Zusammenstellung der Bücher, weiß aber nicht, was es ist. Das ist nach meiner Meinung die Einstellung auch des intelligentesten Menschen gegenüber Gott. Wir sehen ein Universum, das wunderbar zusammengesetzt ist und bestimmten Gesetzen gehorcht, aber diese Gesetze verstehen wir nur andeutungsweise. Unser begrenzter Verstand kann die mysteriösen Kräfte, welche die Konstellationen bewegen, nicht fassen.
 
TBrain am 03.12.2005 17:04 schrieb:
Schon klar, aber du sprichst mit den Worten eines 3-Dimensionalers ;-)

Ein 2-Dimensionaler würde wahrscheinlich seine 2-Dimensionen als Raum bezeichnen, weil es für ihn das höchste der Gefühle ist. Umgekehrt würde uns ein Bewohner eines Universums mit 4 Raumdimensionen wahrscheinlich auslachen, was uns einfällt unsere spärlichen 3 Dimensionen als Raum zu bezeichnen.

Ein "2-Dimensionaler" kann und wird nie existieren, weil die dritte Dimension notwendig ist, damit sich etwas überhaupt körperlich bilden kann.
Selbst Licht, oder radioaktive Strahlung hat eine 3-dimensionale Ausdehnung.

Man könnte das aber durchaus mit dem Glauben an Gott vergleichen.
Wer nicht den Unterschied zwischen Theorie (2D Welt) und Praxis (3D Welt) versteht, glaubt auch durchaus an Gott, weil der echte Bezug zur Realität fehlt.
:finger:
 
Sollte ein Gottesbeweis die von mir genannten Ansprüche erfüllen (objektiv, faktisch, logisch nachvollziehbar - ergo ohne subjektive Empfindungen, ohne die prämisse dass man bereits glauben muss etc.) dann wäre ich daran tatsächlich interessiert.


Doc_Holiday am 04.12.2005 10:05 schrieb:
Der Glaube an Gott ist sinvoll- im Gegensatz zum Glauben an ein fliegendes Spaghettimonster (und ja, es IST Satire, dass sagen die Schöpfer doch selber!) oder an die 5% Weltbevölkerung, die Schuplattler tanzen.

Gut, ich erschaffe dir wenn du magst einen Glauben der sinnvoll ist weil er wichtige Werte vermittelt, aber davon ausgeht dass wir durch ein neongrünes Pizzaungeheuer entstanden sind. Dann ist dieser Glaube auch sinnvoll, genauso sinnvoll wie jeder andere Glaube der "gute Werte" vermittelt (meiner wäre dem Christentum sogar weit voraus weil er noch nie fehlgeschlagen ist darin dann und niemals "instrumentalisiert" wurde von den bösen Ausnahmen.. die irgendwie die Regel waren - oder heute auf dem Papstthron sitzen). Wie unterscheidet sichd as dann noch vom Christentum? Ich kann wie gesagt Wunder wirken, Werte vermitteln und Anhänger find ich mit sicherheit auch noch und ich werde genauso die alleinige Richtigkeit meines Glaubens postulieren.



Oh, Du willst zitieren? Ich bin dabei!

Ich wollte mir vielmehr ersparen das sechste Mal dasselbe aussagen zu müssen.

und schließlich Albert Einstein:
Wir befinden uns in der Lage eines kleinen Kindes, das in eine riesige Bibliothek eintritt, die mit vielen Büchern in verschiedenen Sprachen angefüllt ist. Das Kind weiß, dass jemand die Bücher geschrieben hat. Es weiß aber nicht, wie das geschah. Es versteht die Sprachen nicht, in der sie geschrieben wurden. Das Kind erahnt dunkel eine mysteriöse Ordnung in der Zusammenstellung der Bücher, weiß aber nicht, was es ist. Das ist nach meiner Meinung die Einstellung auch des intelligentesten Menschen gegenüber Gott. Wir sehen ein Universum, das wunderbar zusammengesetzt ist und bestimmten Gesetzen gehorcht, aber diese Gesetze verstehen wir nur andeutungsweise. Unser begrenzter Verstand kann die mysteriösen Kräfte, welche die Konstellationen bewegen, nicht fassen.

Dem schließe ich mich an. Das nimmt jedoch jeden Tag ab, wir lernen jeden Tag neue Wörter dieser Sprache und damit zusammenhänge kennen und allein dadurch dass wir bald in der Lage sein werden (und nicht "vielleicht sein werden") Menschen nach unseren Vorstellungen zu erschaffen SIND wir im christlichen Sinne Gott. Wir sind dann die Schöpfer der Menschheit von morgen. Damit sind wir de fakto Götter bloß mit dem großen Unterschied dass es faktisch bewiesen sein wird, dass wir definitiv und ultimativ die Erschaffer sind.Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zu höheren Lebensformen - speziell kreirten Menschen für spezielle Einsätze - schwere Arbeiten, Kriege und Co. Ich halte das nicht für erstrebenswert, aber es wird die Zukunft sein und daran besteht für mich auch nicht einmal der allergeringste Zweifel, denn wir haben damit schon längst begonnen. Oder was glaubt ihr was das Pentagon derzeit alles erforscht? Die Stealth-Technologie beispielsweise gibt es schon verflucht lang und wurde so sehr geheimgehalten dass sie erst öffentlich wurde als sie schon einsatzbereit war. Schon heute werden Menschen kybernetisch modifiziert (Augen, Ohren) und auf der kürzlich stattgefundenen Robotertechnikmesse gab es auch erneut extrem gut vermarktbare Bionikfortschritte - einen bionischen Teilanzug der Muskelbewegungen unterstützt.

Wir modifizieren uns in Zukunft immer mehr selbst, deshalb wird die Frage nach Gott irgendwann irrelevant sein weil wir keinen "Gott" mehr brauchen da wir uns verstehen (nicht indiiduell sondern als Gesamtheit), Cybergliedmaße sind bereits möglich und erste Hände wurden bereits inplantiert, diese mit zusätzlichen Verstärkungen zu versehen ist nur eine Frage der Zeit, nicht des "ob".

Wenn wir uns also künfitg selbst erschaffen und modifizieren entsprechend der beabsichtigten Tätigkeiten - was ist dann mit Gott? Wird er kommen um uns zu bestrafen? Mit Sicherheit nicht, das ist a) zu spät und b) hätte er das doch schon längst tun können. Um es wie A clockwork orange zu fragen - warum hast "du" nichts getan? Ganz einfach. Weil da nichts war was etwas hätte tun können, Anlässe hätte es tausende gegeben.

Die Menge der unerklärlichen Dinge die wir ottes Werk nennen schrumpft umgekehrt proportional zu dem Maß in dem die Wissenschaft Erklärungen findet. Früher haben die Menschen geglaubt für Kriege sei ein Gott zuständig, für Fruchtbarkeit und dergleichen ein Anderer. Heute glauben wir weil wir das schon längst widerlegt haben nurmehr an irgendeinen Gott der für "unerkläröiches" zuständig ist wie Unfalltode, Übersinnliches, Irrsinn im Frühstadium, Halluzinationen, Weltschmerz und Co.

Wenn wir auch diese Geheimnisse erkundet haben, wenn wir wissen wieso wir altern und wie man es aufhalten kann (bzw. ob) dann brauchen wir keinen Gott mehr, dann haben wir die Menschen in ihrer Funktionalität begriffen und auch die Psychologie macht immense Fortschritte.

Die Masse Gottes schwindet seit Jahrhunderten und es ist eigentlich absurd dass man sich daran klammert, aber das hat oft was mit Tradition zu tun oder dem Gefühl des Unerklärlichen. Ich habe einen Freund der ebenfalls in der Gothicszene ist und bei einem Unfall beinahe ums Leben kam, er überlebte nur sehr knapp und mit enormem Glück und seitdem macht er dafür Gott verantwortlich. Natürlich ist es physikalisch beweisbar weshalb er überlebte, aber er glaubt stattdessen eben an Gott - und genau das ist das grundlegende Schema des Glaubens: Wider die Wissenschaft und faktisch besseres Wissen an etwas "da oben" zu glauben, damit es leichter zu begreifen und zu ertragen ist.

Aber wenn wir bei zitaten waren, da muss ich eines anfügen *schmunzelt*

"Du hast nur dein nacktes Leben, jetzt merkst du, das ist nicht viel,
und am Ende bringst du wieder Gott ins Spiel.
Wie in Sodom und Gomorrha, wie in Babel und bei Noah,
am Ende bringst du Gott ins Spiel. " (Acapulco Gold - Sodom und Gomorrha) :) Hatte ich auch mal in einer Signatur von mir, wollt ich nicht extra für dieses Posting wieder aufnehmen.

PS: Ich denke, dass es noch weit mehr Dimensionen als 3 gibt und dass beispielsweise auch wir Menschen fünfdimensional existieren. Definiert man als vierte Dimension nämlich die Zeit, so wäre die fünfte möglicherweise die spirituelle - und auf genau dieser wäre auch das was wir "Seele" nennen nichts weiter als ein physischer Körper. Da wir diese fünfte Dimension aber nicht mit unseren gewöhnlichen Sinnen wahrnehmen auf die wir uns gewöhnlich verlassen, halten wir die Seele für etwas übernatürliches, doch in Wahrheit wäre es durchaus möglich, dass wir sie eben nur so spüren können wie wir das derzeit tun, solange bis wir diese Ebene "sichtbar" machen für uns oder akzeptieren lernen dass es so ist.
 
IXS am 04.12.2005 10:36 schrieb:
Ein "2-Dimensionaler" kann und wird nie existieren, weil die dritte Dimension notwendig ist, damit sich etwas überhaupt körperlich bilden kann.
Selbst Licht, oder radioaktive Strahlung hat eine 3-dimensionale Ausdehnung.

Wir könnten es nicht messen, das ist richtig, aber du kannst nicht ausschließen, dass es das nicht gibt, denkbar ist es jedenfalls.

Man könnte das aber durchaus mit dem Glauben an Gott vergleichen.
Wer nicht den Unterschied zwischen Theorie (2D Welt) und Praxis (3D Welt) versteht, glaubt auch durchaus an Gott, weil der echte Bezug zur Realität fehlt.
:finger:


:rolleyes: wieso versuch ich es eigentlich jemanden zu erklären, der nicht versteht das dieses 2d-3d Beispiel nur zur Verdeutlichung gedacht war.

Aber ist schon OK mir Realitätsverlust und Wissenschaftsfeindlichkeit vorwerfen und selbst nicht begreifen, was in der Wissenschaft längst als Möglichkeit in Betracht gezogen wird. :rolleyes:
 
TBrain am 04.12.2005 13:29 schrieb:
:rolleyes: wieso versuch ich es eigentlich jemanden zu erklären, der nicht versteht das dieses 2d-3d Beispiel nur zur Verdeutlichung gedacht war.

Aber ist schon OK mir Realitätsverlust und Wissenschaftsfeindlichkeit vorwerfen und selbst nicht begreifen, was in der Wissenschaft längst als Möglichkeit in Betracht gezogen wird. :rolleyes:

Lass' es.

In der Wissenschaft wird noch viel mehr als möglich eingestuft.
Immerhin sind es auch fehlerhafte Einschätzungen, die heutige Technologien ermöglichten.
Das eigentliche Problem ist, dass es immer noch zu wenig Menschen gibt, die trotz mangelndem Realitätsverlust, durch (geschulte) Phantasie das real Mögliche umsetzen.
Die Meisten drehen die durch Wissenschaft erfragte und vorhandenen Möglichkeiten immer noch in eine unwirkliche Scheinwelt, die sich nur in ihrem Kopf abspielt.
Es gibt so viele kluge Köpfe, die einfach nur nicht in Wirklichkeit was erreichen, weil sie ihr Denken an absolut unwirklichen Dingen festmachen, anstatt sich für die Wahrheit zu öffnen.
 
Solidus_Dave am 04.12.2005 02:26 schrieb:
drunkenmonkey am 03.12.2005 19:05 schrieb:
Öhm, doch, die Menschen sind in den letzten 10k Jahren deutlich intelligenter geworden, sogar in den letzten Jahrzehnten. Das hat zwar sicher eher kulturelle Gründe als organische, aber intelligenter werden die Menschen immer noch.

Aber eben weil es keine organischen Gründe gibt, können die Menschen nicht intelligenter geworden sein ;-)

Intelligenz =! Wissen
Das Intelligenz nicht Wissen ist, ist mir auch klar. Aber Intelligenz ist eben nicht nur von organischen Faktoren abhängig, sondern auch von der Entwicklung und der Umwelt des Menschen. Und eben die hat sich in den letzten Jahrtausenden massiv verändert und tut das immer noch. Sagt dir der Begriff "Flynn-Effekt" etwas?
 
TheSinner am 04.12.2005 12:39 schrieb:
Doc_Holiday am 04.12.2005 10:05 schrieb:
Der Glaube an Gott ist sinvoll- im Gegensatz zum Glauben an ein fliegendes Spaghettimonster (und ja, es IST Satire, dass sagen die Schöpfer doch selber!) oder an die 5% Weltbevölkerung, die Schuplattler tanzen.
Gut, ich erschaffe dir wenn du magst einen Glauben der sinnvoll ist weil er wichtige Werte vermittelt, aber davon ausgeht dass wir durch ein neongrünes Pizzaungeheuer entstanden sind. Dann ist dieser Glaube auch sinnvoll, genauso sinnvoll wie jeder andere Glaube der "gute Werte" vermittelt (meiner wäre dem Christentum sogar weit voraus weil er noch nie fehlgeschlagen ist darin dann und niemals "instrumentalisiert" wurde von den bösen Ausnahmen.. die irgendwie die Regel waren - oder heute auf dem Papstthron sitzen). Wie unterscheidet sichd as dann noch vom Christentum? Ich kann wie gesagt Wunder wirken, Werte vermitteln und Anhänger find ich mit sicherheit auch noch und ich werde genauso die alleinige Richtigkeit meines Glaubens postulieren.
[/quote]

Du willst mir einen Glauben erschaffen, der eine nahezu zweitausendjährige Tradition haben wird? Der den Spagat von der Antike bis in die Neuzeit hinein bewältigen würde? Für den Menschen ihr Leben ließen und noch lassen, wie die Märtyrer in Rom, in Germanien, Asien und Südamerika, wie in den KZs der Nazis? Einen Glauben, der einige die brilliantesten Denker der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat? Einen Glauben mit einer Theologie von der Größe eines Augustinus? Oder eines Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Thomas Morus, Cajetan, Bellarmin, Newman oder auch Ratzinger?
Ach ich vergaß, für Dich scheinen alle diese Gestalten bloße Wirrköpfe gewesen zu sein, die nicht selber denken konnten/ können und ihr Leben einer Phantasie opferten, weil sie mit der Härte der Realität nicht klarkamen/ kommen und sowieso mit einer glaubwürdigen/ sinnvollen Religion gar nichts zu tun haben ...
 
Doc_Holiday am 04.12.2005 15:46 schrieb:
Du willst mir einen Glauben erschaffen, der eine nahezu zweitausendjährige Tradition haben wird? Der den Spagat von der Antike bis in die Neuzeit hinein bewältigen würde? Für den Menschen ihr Leben ließen und noch lassen, wie die Märtyrer in Rom, in Germanien, Asien und Südamerika, wie in den KZs der Nazis?
Macht irgendetwas davon einen Glauben besser/richtiger?
Einen Glauben, der einige die brilliantesten Denker der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat? Einen Glauben mit einer Theologie von der Größe eines Augustinus? Oder eines Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Thomas Morus, Cajetan, Bellarmin, Newman oder auch Ratzinger?
Da stellt sich mir die Frage, ob es zwischen dem Christentum und der (unbestrittenen) Brillianz dieser Männer einen ursächlichen Zusammenhang gibt. Und ob einige von ihnen diese Brillianz ohne das Christentum nicht vielleicht wesentlich besser/sinnvoller verwendet hätten. (Und wie man auf die Idee kommt, Ratzinger in dieser Aufzählung zu nennen *g*)
 
drunkenmonkey am 04.12.2005 15:32 schrieb:
Das Intelligenz nicht Wissen ist, ist mir auch klar. Aber Intelligenz ist eben nicht nur von organischen Faktoren abhängig, sondern auch von der Entwicklung und der Umwelt des Menschen. Und eben die hat sich in den letzten Jahrtausenden massiv verändert und tut das immer noch. Sagt dir der Begriff "Flynn-Effekt" etwas?


Natürlich, aber aber das hab ich ja auch geschrieben. Die Prägung im Kindesalter bzw die Umwelteinflüsse sind die wichtigen Faktoren in der Intelligenz des Menschen. Der IQ hat auch nur zugenommen, weil die Kinder eine bessere Bildung erhielten bzw. aus dem bisherigen Wissen profitierten (neue Bildungsystem, Erkenntnisse im Lernverhalten, ständiges Training des Gehirns z.B. durch neue Technik oder überhaupt dem größeren Wissens-Angebot).
Steckst du jetzt aber einen 2005 geborenen Säugling nach 500v.C., dann wird dieser niemals "klüger" werden als seine Mitmenschen. Umgekehrt kann ein aus dieser Zeit "importierter" Säugling bei uns später die Quantentheorie lehren.

Dahinter steckt der Unterschied zwischen Mutation und Modifikation:
Anderes Beispiel: Ein Mann trainiert sich sehr viel Muskelmasse an- > Sein Sohn wird aber nicht als Muskelprotz geboren. Weiter: Der Sohn trainiert auch, allerdings wird zu seiner Zeit ein besseres Muskelaufbau-Training entwickelt, so dass der Sohn sogar noch stärkere Muskeln hat (wir nehmen ein gleiche Trainingszeit an). Er ist nun aber nicht stärker geworden, weil sein Vater trainiert hat, sondern wegen den besseren Methoden.
 
Doc_Holiday am 04.12.2005 15:46 schrieb:
Du willst mir einen Glauben erschaffen, der eine nahezu zweitausendjährige Tradition haben wird? Der den Spagat von der Antike bis in die Neuzeit hinein bewältigen würde? Für den Menschen ihr Leben ließen und noch lassen, wie die Märtyrer in Rom, in Germanien, Asien und Südamerika, wie in den KZs der Nazis? Einen Glauben, der einige die brilliantesten Denker der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat? Einen Glauben mit einer Theologie von der Größe eines Augustinus? Oder eines Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Thomas Morus, Cajetan, Bellarmin, Newman oder auch Ratzinger?
Ach ich vergaß, für Dich scheinen alle diese Gestalten bloße Wirrköpfe gewesen zu sein, die nicht selber denken konnten/ können und ihr Leben einer Phantasie opferten, weil sie mit der Härte der Realität nicht klarkamen/ kommen und sowieso mit einer glaubwürdigen/ sinnvollen Religion gar nichts zu tun haben ...

Ach woher willst du den das Wissen das er es nicht schaft einen Glauben/Idee zu enwickeln und zu verbreiten die die nächsten 2000Jahre anhält kannst du in die Zukunft sehen bist du aus der Zukunft :ugly:

Woher sollten den "Jesus" oder wer auch immer auf die Idee mit dem Christentum gekommen ist Wissen das menschen noch in 2000 Jahren daran glauben oder die Idee solange bestand hatte.
 
Solidus_Dave am 04.12.2005 16:22 schrieb:
Natürlich, aber aber das hab ich ja auch geschrieben. Die Prägung im Kindesalter bzw die Umwelteinflüsse sind die wichtigen Faktoren in der Intelligenz des Menschen. Der IQ hat auch nur zugenommen, weil die Kinder eine bessere Bildung erhielten bzw. aus dem bisherigen Wissen profitierten (neue Bildungsystem, Erkenntnisse im Lernverhalten, ständiges Training des Gehirns z.B. durch neue Technik oder überhaupt dem größeren Wissens-Angebot).
Steckst du jetzt aber einen 2005 geborenen Säugling nach 500v.C., dann wird dieser niemals "klüger" werden als seine Mitmenschen. Umgekehrt kann ein aus dieser Zeit "importierter" Säugling bei uns später die Quantentheorie lehren.
Ok, volle Zustimmung. Ich hatte dich nur so verstanden, dass die Menschen heute deiner Meinung nach nicht intelligenter wären als die vor 10k Jahren.
 
drunkenmonkey am 04.12.2005 16:44 schrieb:
Ok, volle Zustimmung. Ich hatte dich nur so verstanden, dass die Menschen heute deiner Meinung nach nicht intelligenter wären als die vor 10k Jahren.

genetisch gesehen sind sie es auch nicht, aber "praktisch" sind sie es natürlich, sonst hätten wir ja keinen Fortschritt :-)

So, jetzt können wir weiter Gotteslästerung betreiben :-D
 
Zero-Zardon am 03.12.2005 20:20 schrieb:
@Vetinari:

Ich behaupte weder das es Gott gibt noch das es ihn nicht gibt.

Es hat bisher jedoch niemand wirklich Glaubwürdig beweisen können das es ihn gibt, "also mit ihm geredet ... oder so", wohin gegen die Evolotionstheorie durchaus stichhaltige beweise liefert. Solange man also in sachen Gott also nicht ansatzweise ähnlich stichhaltige beweise liefert, kann man doch nicht einfach behaupten es ist so und nicht anders und lehnt alles andere ab, siehe Fanatiker in Amyland und der Rest der Welt.

Und die Evolutionstheorie ist nun mal nur ne Theorie und sagt nicht das es Gott/bzw solche Übernatürlichen wesen nicht geben kann.

Ich weiß wohl, dass sich die Evolution und die Exisitenz eines Gottes nicht ausschließen, und zwar im Falle der sog. "Theistischen Evolution".
Aber ich glaube selbst dieses kleine Wörtchen, das aus der atheistischen eine theistische Evolution macht, wäre vielen hier zu viel verlangt.

Außerdem tust du gerade so, als ob die Evolutionstheorie in der Form, wie sie Darwin aufgestellt hat, in der Form, wie sie bereits den alten Sumerern und den alten Griechen bekannt war, mittlerweile bewiesen wäre.
Im Gegenteil, in letzter Zeit sind immer mehr Menschen davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie bereits widerlegt ist, leider immer Verbunden mit dieser Darwin-Hitler-Polemik, was sie gleich wieder unglaubwürdig macht.
So führt zum Beispiel der Autor Harun Yahya in einem einschlägigen Buch, in dem er nebenbei Darwin die Schuld am dritten Reich und dem heutigen Terrorismus gibt (was ich auf keinen Fall gutheiße!), vor allem folgende drei Beweise gegen die Evolutionstheorie:

1. Die Nichtexistenz von sog. Übergangsformen
Laut der Evolutionstheorie entwickelte sich das Leben zuerst im Wasser und kam dann irgendwie an Land und vom Land aus in die Luft.
Wenn dies stimmt dann müsste es, wie Darwin selbst gesagt hat, Lebewesen gegeben haben, die keine Fische, aber auch noch keine Reptilien sind, sowie solche, die keine Reptilien mehr, aber auch noch keine Vögel sind.
Allerdings hat man bisher noch keine Fossilien dieser Übergangsformen gefunden, ein guter Beweis dafür, dass diese nie existiert haben.

2. Das Prinzip Zufall
In der Evolutionstheorie findet man immer wieder den integralen Bestandteil Zufall. Das Leben hat sich aus Zufall im Wasser entwickelt und ist dann durch Zufall an Land und in die Luft gekommen.
Überhaupt finde ich es beunruhigend, als Mensch, als warscheinlich das eizige nicht instinktgesteuerte Lebewesen dieses Planeten bloß ein Zufall zu sein.
Dazu kommt, dass selbst das simpelste lebende Wesen so komplex ist, dass es nahezu unmöglich ist, dass es sich per Zufall entwickelt haben könnte.

3. Keine Ahnung, wie die Überschrift lauten könnte
Aber ich möchte das mit dem Zufall noch einmal aufgreifen. Wenn Darwin sagt, dass sich alles, was lebt, per Zufall entwickelt hat, dann muss es doch unzählige "Fehlversuche" gegeben haben bzw. immer noch geben, weil die Evolution ja laut ihrem geistigen Vater Darwin nie aufhört.
Es müsste also immer noch Wesen geben, die völlig degeneriert sind, weil ihre Erbanlagen per Zufall so sind wie sie sind.
Von solchen Wesen ist mir aber momentan nichts bekannt.

Regards
Veti
 
drunkenmonkey am 04.12.2005 15:59 schrieb:
Doc_Holiday am 04.12.2005 15:46 schrieb:
Du willst mir einen Glauben erschaffen, der eine nahezu zweitausendjährige Tradition haben wird? Der den Spagat von der Antike bis in die Neuzeit hinein bewältigen würde? Für den Menschen ihr Leben ließen und noch lassen, wie die Märtyrer in Rom, in Germanien, Asien und Südamerika, wie in den KZs der Nazis?
Macht irgendetwas davon einen Glauben besser/richtiger?
Glaubst Du, ein rein von Menschen erdachtes Konstrukt würde all das bewältigen/ bewirken? Kannst Du Dir vorstellen, welche Idee eines einzelen Menschen (TheSinner z.B.) all dies ermöglichen würde?

Einen Glauben, der einige die brilliantesten Denker der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat? Einen Glauben mit einer Theologie von der Größe eines Augustinus? Oder eines Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Thomas Morus, Cajetan, Bellarmin, Newman oder auch Ratzinger?
Da stellt sich mir die Frage, ob es zwischen dem Christentum und der (unbestrittenen) Brillianz dieser Männer einen ursächlichen Zusammenhang gibt. Und ob einige von ihnen diese Brillianz ohne das Christentum nicht vielleicht wesentlich besser/sinnvoller verwendet hätten. (Und wie man auf die Idee kommt, Ratzinger in dieser Aufzählung zu nennen *g*)
[/quote]
Welcher dieser von mir genannten Männer hat denn seine Brillianz "unsinnvoll" verwandt?

Ratzinger gehört zu den besten Theologen aller Zeiten, er ist ein scharfsinniger Denker und hat selbst dem "Gottvater der Philosophie" Habermaß in einer historischen Debatte eine Anerkennung des Glaubens als durchaus nützlich "abgerungen". Jedweder Zweifel an Ratzingers theologisch-philosophischer Brillianz ist schlicht albern- auch wenn man durchaus anderer Meinung als er sein kann (wie ich z.B. in einigen Punkten) sollte man seinen Scharfsinn anerkennen.

*Edit:*
... oder ist mir wieder einmal die Ironie im letzten Abschnitt entgangen, kleines Äffchen? ;-)
 
1. Die Nichtexistenz von sog. Übergangsformen
Laut der Evolutionstheorie entwickelte sich das Leben zuerst im Wasser und kam dann irgendwie an Land und vom Land aus in die Luft.
Wenn dies stimmt dann müsste es, wie Darwin selbst gesagt hat, Lebewesen gegeben haben, die keine Fische, aber auch noch keine Reptilien sind, sowie solche, die keine Reptilien mehr, aber auch noch keine Vögel sind.
Allerdings hat man bisher noch keine Fossilien dieser Übergangsformen gefunden, ein guter Beweis dafür, dass diese nie existiert haben.
Öhm, es gibt doch genug sogar noch lebende Tiere, die eine Art Zwischenform darstellen (lebende Fossilien). Z.B. Diverse Fische, die auch an Land (im Schlamm) überleben oder das Schnabeltier (legt Eier, säugt aber auch die Nachkommen) oder bei den Fossilien der Archaeopteryx, sozusagen eine Frühform des Vogels (aber eigentlich ein Dino).
Es fehlen dagegen eher die Ursprungsformen, also wirklich z.B. das erste Säugetier, vond em alle anderen abstammen.

2. Das Prinzip Zufall
In der Evolutionstheorie findet man immer wieder den integralen Bestandteil Zufall. Das Leben hat sich aus Zufall im Wasser entwickelt und ist dann durch Zufall an Land und in die Luft gekommen.
Überhaupt finde ich es beunruhigend, als Mensch, als warscheinlich das eizige nicht instinktgesteuerte Lebewesen dieses Planeten bloß ein Zufall zu sein.
Dazu kommt, dass selbst das simpelste lebende Wesen so komplex ist, dass es nahezu unmöglich ist, dass es sich per Zufall entwickelt haben könnte.
Mal abgesehen davon, dass du schon das Motiv der ganzen Zweifler nennst, nämlich die Angst nur ein Zufallsprodukt zu sein: Es stimmt, auch ein Wurm z.B. ist relativ komplex aufgebaut. Es klingt ja wirklich sehr unwahrscheinlich, dass all diese Moleküle sich zusammen gefunden haben, aber da steckt ein Denkfehler drin: Wir alle profitieren von Milliarden Jahren Evolution, sprich es hat eben nicht plopp gemacht und der Wurm war da, sondern es gab immer nur sehr kleine Schritte (später regelrecht Explosive Veränderugen) in der Evlolution, bis aus ein Paar Molekülen Lebewesen entstanden.
3. Keine Ahnung, wie die Überschrift lauten könnte
Aber ich möchte das mit dem Zufall noch einmal aufgreifen. Wenn Darwin sagt, dass sich alles, was lebt, per Zufall entwickelt hat, dann muss es doch unzählige "Fehlversuche" gegeben haben bzw. immer noch geben, weil die Evolution ja laut ihrem geistigen Vater Darwin nie aufhört.
Es müsste also immer noch Wesen geben, die völlig degeneriert sind, weil ihre Erbanlagen per Zufall so sind wie sie sind.
Von solchen Wesen ist mir aber momentan nichts bekannt.
Eben nicht. Natürlich gibt/gab es unglaublich viele Fehlversuche, aber logischerweise konnten die sich nicht durchsetzen oder überhaupt fortpflanzen. Sprich z.B. eine Mutation eines Reptils mit 3 Beinen, bringt ihm das was? nö, ist sogar eher hinderlich bzw wohl auch nicht gerade "attraktiv".
 
Doc_Holiday am 04.12.2005 21:14 schrieb:
drunkenmonkey am 04.12.2005 15:59 schrieb:
Doc_Holiday am 04.12.2005 15:46 schrieb:
Du willst mir einen Glauben erschaffen, der eine nahezu zweitausendjährige Tradition haben wird? Der den Spagat von der Antike bis in die Neuzeit hinein bewältigen würde? Für den Menschen ihr Leben ließen und noch lassen, wie die Märtyrer in Rom, in Germanien, Asien und Südamerika, wie in den KZs der Nazis?
Macht irgendetwas davon einen Glauben besser/richtiger?
Glaubst Du, ein rein von Menschen erdachtes Konstrukt würde all das bewältigen/ bewirken? Kannst Du Dir vorstellen, welche Idee eines einzelen Menschen (TheSinner z.B.) all dies ermöglichen würde?
Ganz ehrlich? Ja, das glaube ich. Warum sollten von Menschen erdachte Konstrukte nicht in der Lage sein, andere Menschen von sich zu überzeugen, vor allem wenn sie ihnen Antworten auf die großen Fragen bieten und die Angst vor dem Tod nehmen können?
Einen Glauben, der einige die brilliantesten Denker der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat? Einen Glauben mit einer Theologie von der Größe eines Augustinus? Oder eines Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Thomas Morus, Cajetan, Bellarmin, Newman oder auch Ratzinger?
Da stellt sich mir die Frage, ob es zwischen dem Christentum und der (unbestrittenen) Brillianz dieser Männer einen ursächlichen Zusammenhang gibt. Und ob einige von ihnen diese Brillianz ohne das Christentum nicht vielleicht wesentlich besser/sinnvoller verwendet hätten. (Und wie man auf die Idee kommt, Ratzinger in dieser Aufzählung zu nennen *g*)
Welcher dieser von mir genannten Männer hat denn seine Brillianz "unsinnvoll" verwandt? [/quote]
Naja, sie haben meiner Meinung nach alle zu viele geistige Ressourcen darauf verwendet, die katholische Kirche zu unterstützen ^^.
Dass ein wissenschaftlich begabter Mann wie Albertus Magnus seine Zeit und Kraft für das Propagieren eines Kreuzzuges geopfert hat, betrachte ich durchaus als ziemlich Verschwendung. (oder verwechsle ich da gerade mal wieder was? mein Namensgedächtnis ist ziemlich grottig...)
[Ratzinger ist toll]

*Edit:*
... oder ist mir wieder einmal die Ironie im letzten Abschnitt entgangen, kleines Äffchen? ;-)
Ok, mit dem Satz in Klammern wollte ich dich nur ärgern ^^
 
drunkenmonkey am 04.12.2005 21:53 schrieb:
Doc_Holiday am 04.12.2005 21:14 schrieb:
Glaubst Du, ein rein von Menschen erdachtes Konstrukt würde all das bewältigen/ bewirken? Kannst Du Dir vorstellen, welche Idee eines einzelen Menschen (TheSinner z.B.) all dies ermöglichen würde?
Ganz ehrlich? Ja, das glaube ich. Warum sollten von Menschen erdachte Konstrukte nicht in der Lage sein, andere Menschen von sich zu überzeugen, vor allem wenn sie ihnen Antworten auf die großen Fragen bieten und die Angst vor dem Tod nehmen können?
Könnte ein solches Konstrukt tatsächlich über 2000 Jahre bestand haben und derart überzeugend sein, dass Menschen dafür in den Tod gehen? 2000 Jahre lang?

Welcher dieser von mir genannten Männer hat denn seine Brillianz "unsinnvoll" verwandt?
Naja, sie haben meiner Meinung nach alle zu viele geistige Ressourcen darauf verwendet, die katholische Kirche zu unterstützen ^^.
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Dass ein wissenschaftlich begabter Mann wie Albertus Magnus seine Zeit und Kraft für das Propagieren eines Kreuzzuges geopfert hat, betrachte ich durchaus als ziemlich Verschwendung. (oder verwechsle ich da gerade mal wieder was? mein Namensgedächtnis ist ziemlich grottig...)
Er hat einen Kreuzzug propagiert, ja. Aber das macht wohl nicht seine Hauptleistung aus, die liegt -man höre und staune- in der Naturwissenschaft. Guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Albertus_Magnus

[Ratzinger ist toll]

*Edit:*
... oder ist mir wieder einmal die Ironie im letzten Abschnitt entgangen, kleines Äffchen? ;-)
Ok, mit dem Satz in Klammern wollte ich dich nur ärgern ^^
[/quote]

Dachte ich mir fast- kleines sadistisches Äffchen! ;-)
 
Ich verspreche dir sogar, dass ich das schaffen würde - es ist gar nicht mal so schwierig. Im Religions-Construction-kit enthalten sind:

- 10-20 Zeugen diverser Wunder (gekauft)
- eine zugrundeliegende Theorie die jeden Zweifel per Definition ausschließt indem sie ihn als "freie Wahl" darstellt die objektiv gesehen nicht gewollt und gefördert ist, die außerdem förderungswürdige Werte beinhaltet und sich auf diese berufend als einzig gültige Religion postuliert
- etwa 10-15 Assistenten die das Urwerk weiter editieren, da ein Mensch nie für die Gesamtheit attraktiv schreiben kann
- die Behandlung aller übernatürlicher Phänomene und das Rücken dieser in den religiösen Kontext, auch wider besseres Wissen
- die schlichtweg dreiste Behauptung es gäbe ein Wesen XYZ das uns geschaffen hätte
- rhetorisches Talent um Menschen davon zu überzeugen und wenn man in Amerika in den 70ern Zgtausende davon überzeugen konnte dass sie ihr Geld einem Guru in den Hintern stopfen zwecks Selbsterkenntnis dann schaff ich es auch auf einige tausend Anhänger - man muss klein beginnen, kollekten machen und das Geld öffentlichkeitswirksam investieren

Das schlimmste ist dass sich das Konzept nämlich die natürliche Tendenz der Menschen zuteilmacht irgendetwas folgen zu müssen - ich kann dazu mal das Buch "Die Welle" empfehlen welches auf einem Experiment der 70er oder 80er beruht in dem eine Lehrerschaft an einer Schule ein faschistisches Regime etabliert hat und all die aufgeweckten Köpfe sind ihm blind gefolgt weil sie geblendet wurden.

Genau dasselbe machen Religionen auch - sie ködern und locken mit Versprechungen, mit angeblichen Lösungen aber wer sich darauf einlassen will, der muss zumeist die Wissenschaft leugnen, verdrängen oder zumindest sich in den Konflikt miteinbringen. Weshalb denn hat die Religion Jahrhunderte lang solche Angst vor der Wissenschaft gehabt? Zurecht - und das wusste man. Das schlimmste aus Sicht der Kirchen ist doch wenn es niemanden mehr gäbe der ihnen folgt - und warum sollte ein wohlhabender freier gebildeter Mensch der sich seiner selbst völlig bewusst ist und die Doktrin nicht aufgezwungen bekam sich dafür entscheiden einer Religion zu folgen?

Ich bin nicht getauft und wurde niemals beeinflusst ob und was ich hätte glauben wollen und ich habe es niemals vermisst, ich bin im Gegenteil ungeheuer froh damit nicht das geringste am Hut zu haben - ich würde mich ohnehin beharrlich weigern eine Kirchensteuer zu entrichten. Die entrichten ja schließlich auch keine an mich weil ich ihnen supitolle Glaubensenergie bescheren würd :).

Das grundlegende Problem ist doch dass man sich einen Glauben wie das Christentum selbst basteln kann, die einzigen "Vorteile" auf die das Christentum da noch pochen kann sind seine ruhmreiche Vergangenheit (*prust*) und seine gut formulierten Dogmen sowie die bereits erfolgte Anhängerwerbung (siehe nachgewiesene PR Sucht).

Wenn du mir das Geld der Kirchen geben würdest, glaub mir, ich fände genug Menschen die mich sogar heilig nennen würden.
 
Solidus_Dave am 04.12.2005 17:09 schrieb:
drunkenmonkey am 04.12.2005 16:44 schrieb:
Ok, volle Zustimmung. Ich hatte dich nur so verstanden, dass die Menschen heute deiner Meinung nach nicht intelligenter wären als die vor 10k Jahren.

genetisch gesehen sind sie es auch nicht, aber "praktisch" sind sie es natürlich, sonst hätten wir ja keinen Fortschritt :-)

So, jetzt können wir weiter Gotteslästerung betreiben :-D

Mich störte daran ursprünglich nur die Behauptung, dass wir sämtliches Wissen lernen täten. Mag sein, dass wir ohne Lehrende nicht Sprechen lernen. Aber wenn wir erst mal die Fähigkeit selbständigen Denkens "erlernt" haben, sind wir durchaus in der Lage, eigene und zum Teil neue Erkenntnisse zu gewinnen, oder?
 
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