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Alien: Isolation im Test - Im Weltraum hört dich niemand fluchen

  • Ersteller Ersteller Christian Doerre
  • Erstellt am Erstellt am
Nein. Aber es gibt eine Erfindung, die nennt sich PN. :-B

Wir sind hier im Thread zu Alien: Isolation und schreiben auch noch über Alien: Isolation.
Geh doch ins Bett wenn Dich unsere Konversation stört! :-B

Im Ernst, andere Leute könnten ja auch Probleme an der Stelle haben. Hab grad mal die Suchmaschine befragt und die Stelle scheint in der Tat eine der schwierigeren zu sein. ;-)
Achtung, Spoiler! Alien: Isolation Mission 3: Encounters - Disable Security Lockdown, Evade the Alien | Walkthrough | Primagames.com


# Edit
Geschafft. Die Stelle war aber echt haarig. Da nützt auch das Manipulieren der Luftreiniger nichts, denn die Gegner sehen mich auch aus 20m Entfernung wenn ich bewegungslos mitten in der Rauchwolke hocke.
Wofür ist der Scheiß denn eigentlich gut wenn mich die Gegner trotzdem sehen? :finger2:
 
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# Edit
Geschafft. Die Stelle war aber echt haarig.


Interessanterweise hat Creative Assembly die vielleicht sogar knackigsten Stellen im ganzen Spiel direkt an den Beginn gesetzt. Ist wie mit vielem in dem Spiel: Es wirft einen einfach rein, es gibt keinerlei Tutorial-Popups, kein nichts. Ein AAA-Spiel, das offensichtlich keine exzessiven Fokusgruppentests gesehen hat? Sensationell. :D In dieser Lobbysequenz gibt es außerdem ein Skript, das eigentlich richtig schlecht ist: Gesehen wird man zu Beginn immer, und verbauen kann man sich die Szene komplett, ist mir auch passiert. Danach kommen allerdings durchaus mehrere Sektionen, in denen das Alien ohne Krach nicht mal zwingend anwesend sein muss -- und nachweislich spielt sich ein und dieselbe Sektion des Schiffs manchmal auch sehr unterschiedlich. Mal tritt das Alien als Stalker auf, mal als aggressiver Sucher. Trotzdem stimmt es mich persönlich bedenklich, wie hauptamtliche Spieleredakteure, es war ja mehr als nur einer, das Spiel als unfair empfinden können -- und das meine ich ehrlich. Ich spielte zuletzt nicht mal viele Actionspiele, meine Reflexe sind garantiert gerostet, großartig war ich in so was eh nie, aber auch auf schwer ist das absolut machbar -- und wer hinhört, weiß so gut wie immer, wo das Alien ist, was es gerade macht (Luftschächte!), und wo es sich hinbewegt (Tracker). Allerdings scheint ein Patch einiges geregelt zu haben, denn das Androiden mich z.B. in ihrem Rücken gesehen haben, ist mir noch nie passiert.

Der Entwickler hat hier einige Zugeständnisse an den Spieler gemacht, die wohl notwenig sind, auch wenn sie nicht der Vorlage entsprechen. Das Alien holtert und poltert regelrecht in den Luftschächten, und wenn es aus diesen Raus ist und die Station absucht, dann stapft es deutlich hörbar. Anders als bei Brett im Film kündigt eine aus dem Film bekannte Flüssigkeit einen "Tod von oben" bereits an, den man dann auch noch verhindern kann. Und das alles wohlgemerkt auf schwerstem Schwierigkeitsgrad. Tode gehören mit dazu, klar. Aber auf der Station, die durchaus ähnlich wie die von Braun in System Shock 2 aufgebaut ist (mehrere Sektionen, miteinander verbunden, auch danach wieder besuchbar, größtenteils) gibt es praktisch immer mehrere Savepoints -- und die liegen fast nie wirklich weit auseinander. Zudem bleiben die Audio- und Textlogs, die man freigeschaltet hat an Terminals, auch bei Ableben freigeschaltet, was ganz gut für die Nerven ist: Denn an Terminals fummelt niemand rum, der weiß, dass gerade das Alien hinter einem auftauchen könnte. :D

Bisher in Sachen Herangewensweise das authentischste Alienspiel, was vielleicht nicht schwer ist, kamen doch seit etwa den 1990er-Jahren zunehmend durchaus gelungene Rambo- und Powerfantasien raus, die selbst mit der actionlastigeren AlienS-Vorlage nur die Oberfläche gemeinsam hatten (Waffen, Aliens und Marines). Denn dass im Film ein hochgezüchteter Trupp in wenigen Stunden seine Nemesis fand, war in den Solo-Rambo-schnetzelt-Dutzende-Aliens-Spielen kaum noch spürbar. Auch das Experiment "ein Alien" funktioniert. Im Grunde kann man sich meist bereits unter allem verstecken, was so rumsteht: unter Krankenbetten, hinter Tischen (selbst auf wenige Meter), wirklich sicher ist man allerdings nie. Und: Während typische Schleichspiele eher wie starre Puzzles aufgebaut sind (die Gegner haben absolut feste Patrouillenwege), besteht hier der Hauptunterschied darin, dass das Alien keine festen Wege hat. Nachvollziehbar, wo es ist und wie es sich bewegt, war es bisher auch in gut zehn Stunden bislang allerdings IMMER. Was ich weniger gut finde ist der teilweise etwas zähe Einstieg, gerade die Lobbyszene ist schlecht designt (wer sich ungünstig verhält, macht sie unschaffbar -- und hat im Grunde noch nicht ein einziges Mal das Alien wirklich erlebt). Und schon die grandiosen Looking-Glass-Spiele kamen vor weit über zehn Jahren ohne kontextabhängige Steuerung samt Popups aus (push E to Climb), und ließen einen sogar springen (was man in diesem Spiel eher weniger braucht, aber trotzdem). Das Audiodesign ist allerdings eine Klasse für sich. Man könnte meinen, das stamme alles von Eric Brosius (System Shock, Thief), und ich könnte schwören: Wenn man unter Wassertropfen durchläuft, hat man auch dafür einen Klang aus dem Film genommen, nämlich als Brett mit Baseballkappe auf der Suche nach Jonesy ist, und das Wasser von der Decke tropft.

Trotzdem ein recht spezielles Spiel, das nicht jedem gefallen dürfte (was vielleicht auch ein gutes Zeichen ist). Prinzipiell am ehesten was für Leute, die die Stille in Thief schon immer beeindruckender fanden als das Getöse in Half Life; die sich in den Eingeweiden der Von Braun (System Shock 2) ohne eine einzige funktionierende Waffe mehr gefürchtet haben als in den nonstop mutantenverseuchten Gängen der Ishimura (Dead Space). Und mit der AAA-Spiele-Maxime: Jeder muss das packen können und Instant-Erfolgserlebnisse haben, sind Creative Assembly wohl auch nicht herangegangen. Wo wir dabei sind: The Evil Within, der zweite Horrorhit der Saison, wird ebenfalls ähnlich aufgenommen; da gehen die Meinungsartikel auch stark auseinander. Die einen schreiben: altbacken, schon vor zehn Jahren gespielt, in besser. Die anderen (diesmal auch die PCG) sind von den Socken. Selbst ist der Spieler -- wie immer. Wer hier eine kleine Affinität mit dem FIlm hat (dem Original!) und nicht mal reinschaut, der ist für meine Begriffe allerdings selbst schuld. Das hier mit einer, wie im Nachhinein bekannt, von Gearbox teilweise zum Drittentwickler abgeschobenen routinierten Lizenz-Pflichtübung wie "Colonial Marines" zu vergleichen, wie es einige hier wohl getan haben, ist hanebüchen.
 
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Nach dem Review hatte ich anfangs Angst. Kann dem Review aber nun aus eigener Erfahrung nicht zustimmen. Die Gegner KI ist gut. Es gibt keine unfairen Stellen. Nur eigene Dummheit. Die Atmosphäre ist top. Und nicht nur einmal habe ich plötzlich einen Herzkasper bekommen, wenn entweder das Alien aus der Tür herausschoß (war ich aufgrund Unaufmerksamkeit aber selber daran schuld) oder mich ein Android von hinten gepackt und umgedreht hat.

Das schöne an dem Game ist auch, daß man nur selten eine Situation mit Waffengewalt lösen kann. Man ist fast immer der unterlegene und muß sich alternative Lösungswege (in der Regel schleichen) einfallen lassen.
 
wer hinhört, weiß so gut wie immer, wo das Alien ist, was es gerade macht (Luftschächte!), und wo es sich hinbewegt (Tracker).

Danke Dir für den tollen Kommentar. Sprichst vieles aus was ich denke. Habe gerade die Endsequenz gesehen. Fantastisches Spiel. Als großer Alien Fan fand ich das Design der Station klasse. Dieser retro-futuristische Stil wie im Film, genauso habe ich es mir gewünscht.

Unfair fand ich das Spiel gar nicht. Selbst wenn man stirbt, das Speicherpunkt System ist so angelegt, dass man eigentlich immer höchstens 3-4 Zimmer von der letzten Sicherung entfernt ist.

Die Tode, die ich bisher im Spiel erleiden musste, waren zu 95% auf mein "Fehlverhalten" zurückzuführen. Natürlich kann es ach mal vorkommen, daß direkt hinter einer öffnenden Tür das Alien freudestrahlend auf mich als Frühstück wartet, aber das sind die absoluten Ausnahmen und verstärken nur den Angstfaktor. Shit happens. Unfair agiert das Spiel aber eigentlich nie, wenn man vom übermächtigen Alien in der direkten Konfrontation selbst mal absieht. Genau das war und ist aber der Sinn des Spiels. Das mag sicherlich nicht jedem Spieler gefallen, muß es auch nicht, und man kann diesen Umstand im Test auch erwähnen, aber dafür einen gewaltigen Punkteabzug? 69% ? Ein Witz.

Das fasst die KI perfekt zusammen.

Spiel des Jahres für mich.
 
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Ich kann für meinen Geschmack die Wertung auch hier überhaupt nicht verstehen.
Ich habe mich erst sehr auf das Spiel gefreut und war mir dann fast nicht mehr sicher nach dem Test.
Gott sei dank habe ich es mir trotzdem gekauft.
Das Spiel ist super!

Natürlich, wenn man durchhetzen will, sich nicht auf das Spiel einlässt und keine Geduld hat, kommt Frust auf. Denn das Alien Mistvieh ist nicht ohne. Aber genau das macht den Reiz dieses Spieles aus.
Wer Geduld hat und das Spiel so spielt, wie es gedacht ist, kommt nicht einmal in eine unfaire Situation. Also ich jedenfalls nicht.
Zudem ist die Atmosphäre ein Traum und der Sound sowieso.
Es wird immer gejammer, das sich kein Entwickler was neues zutraut und dann macht es Jemand, dann wird er mit so einer Wertung abgestraft.

Ich kann nur sagen, wer nicht darauf aus ist Blind durch ein Schlauchlevel nach dem anderen zu rennen und auf alles zu ballern was sich bewegt, sondern mit Geduld und Voraussicht ein Game zocken will, der ist bei AI genau richtig:

Werung 89! Tolles Game!
 
Ich kann für meinen Geschmack die Wertung auch hier überhaupt nicht verstehen.

irgendwie glaube ich das Internet führt wieder in die Paralelldimension...
Was ist eigentlich nicht daran zu verstehen das wenn man über Bugs stolpert die einem nicht nur aus der Immersion reißen sondern generell das Spiel vermiesen, diese sich auf die Wertung niederschlagen?
 
irgendwie glaube ich das Internet führt wieder in die Paralelldimension...
Was ist eigentlich nicht daran zu verstehen das wenn man über Bugs stolpert die einem nicht nur aus der Immersion reißen sondern generell das Spiel vermiesen, diese sich auf die Wertung niederschlagen?

Das Spiel hat nur einen einzigen "Bug". ;-)
 
Das Spiel hat nur einen einzigen "Bug". ;-)

wenn das verhalten der NPCs wie da beschrieben ist, IST das Spiel ein einziger Bug
Deswegen muss man erlich fragen was so schwer daran ist nicht zu verstehen ist, außer man lebt in einem Paralelluniversum wo Bugs etwas Positives sind und man nicht vestehen kann wieso einer bugs und komisches Verhalten als etwas Negatives ansehen kann
 
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wenn das verhalten der NPCs wie da beschrieben ist, IST das Spiel ein einziger Bug

Wenn das Verhalten der NPCs (Und des Aliens) wie beschrieben wäre, würde ich das Teil nicht spielen. Weil das allerdings nicht so eindimensional und extrem vorhersehbar ist, wie dargestellt, und ich von Androiden auch noch nie in deren Rücken auf 20 Metern gesehen wurde, steht bei mir hinter den Kritikpunkten teilweise trotzdem ein ziemliches Fragezeichen. Es gibt eine richtig schlecht gemachte Sequenz zu Beginn, die verlangt, dass man gesehen wird, egal, was man macht, aber das wars zum Glück auch mit richtig groben Aussetzern. Außerdem gibt es natürlich Parameter, die gesetzt sind; bestimmte Bereiche sind im Storyverlauf, das heißt, der Kampagne wohl immer alienfrei, der Surivor-Modus und die beigelegten DLCs sind logischerweise sowieso ein ganz andere Biest. Ein Blick in etwas ausführlichere Diskussionen mit Spielern, die tatsächlich SPIELEN, zeigt recht deutlich, wie unterschiedlich sich ein und dieselben Abschnitte teilweise spielen können; genau wie eigene Reloads. Und mit den Gadgets (und dem Alien) ist da auch etwas Abwechslung drin. Zumal das Spiel so etwas wie Tempowechsel kennt und einen tatsächlich überraschen kann; so mancher meinte nämlich schon, sich in einem sicheren Abschnitt zu befinden, um dann doch geschnappt zu werden. Und manchmal bleibt es ruhig, obwohl das Spiel einen richtig triezt. In Korridor-Schnetzeleien wie Dead Space habe ich das nie erlebt.

Dass das Spiel recht speziell ist und auch so nicht unbedingt von jedem empfohlen werden muss, ist mir persönlich hingegen klar, das muss auch die PC Games nicht tun. Es ist langsam, es wirft einen einfach rein, und wer hier einen Durchlauf ohne Tode anstrebt, sollte sich vielleicht einen anderen Titel suchen. Unterschiedliche Redakteure, unterschiedliche Meinungen -- und das ist auch gut so, denn das macht eine gute Diskussionskultur aus. Die Aussage mit dem angeblichen Frust und Trial&Error steht: WIe sich da ausgewachsene Spieleredakteure so richtig frusten lassen können, ist mir ein echtes Rätsel. Allerdings: Wenn die PS4-Version tatsächlich jedes Mal eine Minute lädt, würde ich auch Amok laufen. Meine HDD, auf der das Spiel installiert ist, (7 Jahre alt!) braucht da vielleicht zehn Sekunden.

Meinen Post wollte ich nicht als bockige PCG-Wertungskorrektur verstanden wissen -- sondern ein bisschen ausdrücken, dass es auch gute Gründe für die vielen positiven Stimmen gibt, die das Spiel sowohl von Redaktionen als auch von Spielern bekommt. Und das tut es. Wenn man ein bisschen sucht, kommt Evil Within (hier eine Empfehlung mit Kusshand) auf beiden Seiten vielleicht sogar, wenn man das so nennen kann, zwiespältiger weg; aber Recht und Unrecht wird es auch hier nicht geben. Bloß Spieler, ihr Spielerlebnis und ihr nach bestem Wissen und Gewissen niedergeschriebene Spielerfahrung. Alles bestens. Persönlich bin ich froh, mich nicht von den beiden noch verbliebenen PC-Spieleleitmedien (Gamestar und PC Games) habe vom Spiel abhalten lassen, die beide das Spiel recht ähnlich beschreiben. In diesem Fall zumindest. Denn das kann einem mit jedem Spiel und jedem Magazin passieren.
 
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wenn das verhalten der NPCs wie da beschrieben ist, IST das Spiel ein einziger Bug
Deswegen muss man erlich fragen was so schwer daran ist nicht zu verstehen ist, außer man lebt in einem Paralelluniversum wo Bugs etwas Positives sind und man nicht vestehen kann wieso einer bugs und komisches Verhalten als etwas Negatives ansehen kann
Genau das ist aber einer der Punkte, warum viele aktive Spieler diesen (und einige wenige andere) Tests nicht ansatzweise nachvollziehen können:

- Gegner sehen dich in ihrem Rücken: Habe ich bisher nicht einmal erlebt (wenn ich denn nicht polternd, scheppernd und mit einer Rassel in der Hand durch die Gegend renne).
- Trial & Error: Konnte ich bisher auch nicht nachvollziehen. So gut wie jeder Bildschirmtod war bisher bei mir durch eigenes "Fehlverhalten" erklärbar, und jede Situation lies sich geplant lösen. Manchmal und höchst selten ist es auch einfach nur Pech (zur falschen Zeit am falschen Ort), hat aber nichts mit Trial & Error wie im Test beschrieben zu tun.
- Kantenflimmern: Ist vorhanden, hält sich in der PC-Version aber echt in Grenzen. Kann man evtl. etwas für abziehen, aber nicht in der Höhe.
- Logiklöcher: Wundersame Medikits an sich sind unlogisch. Wenn man danach gehen würde, müsste man JEDEM Spiel dafür Punktabzüge geben. Besonders dann, wenn meine Verletzungen in Deckung bei diversen Spieletiteln auch noch wie von Zauberhand in wenigen Sekunden ganz ausheilen. Die Suche im Spiel danach in einer Mission finde ich daher nicht tragisch und erwähnenswert. Unlogisch ist dagegen die Ignoranz des Alien gegenüber Androiden nun so gar nicht. Biologische Lebewesen fallen in sein Beuteschema, keine Maschinen. Unlogisch ist die Kritik daran.
- Speicherpunkte: Sind, wenn man etwas die Augen und Ohren (die Dinger piepen nämlich ) auf macht und nicht nur die "Hauptwege" geht, relativ gut und fair verteilt. Außerdem erhöht gerade dieser Faktor den Nervenkitzel (und die Freude einen Punkt erreicht zu haben) enorm.
- Fairness: Bisher konnte ich keine unfairen Faktoren entdecken, außer, daß man das Alien niemals töten kann. Das ist aber nun einmal der Sinn des Spiels. Denn darauf kommt es nicht an. Entkommen und Überleben ist das Ziel und der Inhalt des Spiels.
- Ladezeiten: Die Konsolenversionen kann ich mangels Besitz nicht beurteilen, aber auf dem PC (und ich habe keine Hyper-Über-Millionen-Dollar-Supermaschine) sind flott. So flott, daß ich kaum die eingeblendeten Hinweise und Tipps lesen kann.
-Ruckelnde Cutscenes: Auch hier kann ich die Konsolenversionen nicht beurteilen. Auf meinem PC laufen sie aber größtenteils absolut flüssig ab. (zumindest die, die ich bisher gesehen habe). Nicht ganz so flüssig wie das Spiel selber, aber völlig ausreichend. Für mich kein Kritikpunkt (bei der PC-Version).
-Steife Animationen: Nicht wirklich. Das geht sicherlich besser, kritikwürdig in dem Umfang sind sie aber nicht.
- Schlechte KI: Ist mir noch nicht aufgefallen.
- etc.

Wie schon geschrieben, das Spiel ist ganz sicher nicht für jeden Spielertypen geeignet. Das kann man im Test auch deutlich hervorheben (z.B. würde es für eine ultrarealistische Rennsimulation ja auch keinen Punktabzug geben, sondern nur einen entsprechenden Hinweis darauf). Man braucht viel Geduld und Ruhe. Hat man die nicht, was ich jetzt nicht schlimme finde, dann ist das Spiel für diesen Spielertypus einfach nur ungeeignet. Dafür kann man aber keinen Punktabzug geben, sondern im Test entsprechend einfach nur erwähnen.
Nur die hier schon öfters angesprochene Lobby-Scene am Anfang hat mich etwas genervt. Das hätten die Entwickler sicherlich besser lösen können. Wenn man weiß wie es geht und wo man hin muß, dann ist sie halbwegs leicht zu lösen. Erst einmal ist das aber ein (zu früher) Brocken. Auch, daß man der ersten Entdeckung dort gar nicht ausweichen kann ist etwas schade. Im weiteren Verlauf ist mir ein solches (etwas misslungenes) Missionsdesging bisher allerdings noch nicht wieder negativ aufgefallen. Daher fällt es in der Gesamtbetrachtung (bisher) nicht schwer ins Gewicht.

Ich bin noch lange nicht mit dem Spiel durch, weil ich mir echt Zeit lasse, aber meine Einschätzung verfestigt sich immer mehr: Was und wie habt ihr da getestet? Das deckt sich nicht annähernd mit meiner eigenen Spielerfahrung. Und ich meine hier nicht den Geschmack, ob man solche Spiele grundsätzlich mag oder nicht, sondern rein vom Spieledesign und der Umsetzung her. Der Test liest sich, als wäre es ein anderes Spiel. Ich verstehe es wirklich nicht. Wäre ich nur nach diesem und einigen wenigen anderen Tests gegangen, hätte ich mir "AI" niemals gekauft. Nie und nimmer. Zum Glück las ich auch andere Berichte, besonders auch die der Spieler selber.

Für mich bisher nicht nur das Spiel des Jahres, sondern das Spiel der letzten Jahre. Perfekt ist "AI" ganz sicher auch nicht, vieles könnte man noch besser machen, aber das Ding ist echt schon verdammt gut, und auch mutig von den Entwicklern. Alleine Letzteres sollte schon honoriert werden. Wenn es dann auch noch so gut ist, dann erst recht. Endlich mal nicht stumpf durch Horden von Moorhuhn-Gegnern ballern und mit dem Ring durch die Nase durch die Level führen lassen. Diese Art Spiele habe ich echt langsam satt."AI" ist wohltuend anders... Wenn es stellenweise mal zu sehr stresst (und das soll es), dann lege ich eben mal eine Pause ein. Die anschließende Freude über den nächsten erreichten Speicherpunkt ist einfach herrlich. Echten Frust habe ich bisher nicht wirklich erlebt, und so extrem frustresistent bin ich gar nicht.
 
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Noch ein kurzer Nachtrag.

Was freue ich mir einen Ast, wenn ich das Alien mal austricksen kann. Ein Beispiel: Ich stehe in einem Raum mit zwei Türen. Ich höre bzw. sehe über den Tracker das Alien in Richtung einer Tür. Auf dem Tisch steht ein Radio. Einschalten und schnell raus aus der anderen (richtigen ;-) ) Tür. Das Alien geht in den Raum, untersucht den Lärm, und ich habe einen kleinen Vorsprung um mich vom Acker zu machen.

Nur ein kleines Beispiel, aber schon für solche Momente liebe ich dieses Spiel. Man kann immer mal wieder reichlich "experimentieren".
 
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Die Gamestar hat Alien Isolation übrigens nachträglich von 73% auf 80% aufgewertet.
Auch bzw gerade mit der Begründung das durch das schnelle durchrushen des Spieles zwecks Test, viele Dinge falsch wahrgenommen wurden, - das gilt ganz besonders für das angeblich unfaire verhalten des Aliens - als wenn man das Spiel mit etwas mehr Ruhe und Geduld angegangen wäre.
Respekt für die Gamestar bzw. den Haupttester des Spiels, dem Spiel nochmal einem zweiten Blick zu widmen.
 
Ich würde mal sagen Alien: Isolation ist wohl eines der am meisten unterschätzten Spiele in letzter Zeit. Nur weil es nicht dem stupiden System von Tutorial für jeden Blödsinn bis hin zum Ballern bis der Arzt kommt als Generallösung folgt ist es nicht automatisch schlecht. Ich meine komplett das Gegenteil. Ich bin froh, die Bestellung nicht storniert zu haben. Die Atmosphäre ist absolut top, die Schwierigkeit knackig aber jederzeit fair. Die Gegner-Ki ist fordernd, aber immer lösbar. Und das Spiel zwingt einem quasi dazu langsam und bedächtig vorzugehen. Es ist kein "ich renne mal schnell durch alle Levels und mache alle kalt" Spiel. Es ist erfrischend anders und genau das sollte man respektieren und sich darauf einlassen. Dann erlebt man imho eines der besten Spiele der letzten Zeit.
 
Ich weiß nicht wie man das gut heißen kann das Wertungen korregiert werden, das heißt entweder das man schlecht getestet hat was ein schlechtes Licht auf andere Tests wirft oder das man eingeknickt ist und generell nicht wirklich seine Wertungen verteidigen kann
Beides keine guten Szenarien
 
Ich weiß nicht wie man das gut heißen kann das Wertungen korregiert werden, das heißt entweder das man schlecht getestet hat was ein schlechtes Licht auf andere Tests wirft oder das man eingeknickt ist und generell nicht wirklich seine Wertungen verteidigen kann
Beides keine guten Szenarien

Die Gamestar hat A:I absolut zurecht aufgewertet, und zwar im selben Kontext wie sie damals SimCity2013 absolut zurecht abgewertet hat.

Es ist Menschlich Fehler zu machen. Und wenn man sie dann zugibt weil sich etwas im zweiten Blick anders darstellt und/oder man falsch an eine sache (in diesem Fall einem Spiel) herangegangen ist, ist das absolut in Ordnung. Und zollt zumidest mir großen Respekt ab.
 
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