Jacro am 17.05.2008 02:30 schrieb:
Bevor ich ins Bett gehe, noch ein klein winziges Anmerkerchen von mir: Ich finde deine Ansicht einer Beziehung, Final, ein wenig schräg. Wenn ich mich auf eine Beziehung einlasse, dann will ich, dass mein Gegenüber mich so nimmt, wie ich bin. Ich will akzeptiert werden und geliebt, verstanden usw. Und dafür möchte ich mich nicht verstellen.
Dann viel Spaß beim Suchen. Das Leben ist kein Disney-Film.
Denn sobald ich mich "verändere" für die Beziehung, funktioniert diese zwar, es wird mir allerdings nicht gut gehen dabei. Ergo: die Beziehung kann man gleich bleiben lassen.
Und genau das ist der Punkt.
Wenn man (glücklicherweise) jemanden findet, der einen nimmt wie man ist, und man selber noch bereit ist (meistens der schwierigere Part, auf alle Fälle bei mir) die Macken des Gegenüber zu akzeptieren, wird man eher das "Glück" finden in einer Beziehung.
Ich hab kein Problem mit den Macken anderer Leute, sofern diese kein unmittelbares Problem darstellen (Drogensucht, Gewalttätigkeit, ...).
Natürlich, und hier hast du recht, sind gewisse "Aneck-Punkte" immer vorhanden, und leisten auch ihren Beitrag, dass es nicht langweilig wird. Hier spreche ich aber nicht von "totaler Veränderung", sondern von kleineren Kompromissen, die man für die Beziehung, für das Gegenüber eingeht,
Kleinvieh macht auch Mist.
weil man genau weiss, das Gegenüber tut dasselbe für mich auch.
Und woher weißt du das so genau?
Deswegen habe ich aber noch lange nicht mein Leben auf den Kopf gestellt.
Hoffe das gibt dir ein klein wenig einen anderen Blickwinkel.
Nicht wirklich, aber der Wille zählt bekanntlich fürs Werk.
So, doch noch ein wenig länger geworden, mein Beiträgchen.
Gute Nacht!
Das ist ja noch gar nichts. Und guten Morgen.
@jongerg:
Dein erster Link bestätigt eher meine Ansichten.
Liebe ist die irrationale Bindung zwischen zwei (oder mehr) Individuen die im eigentlich Sinn Konkurrenten sind.
Irrational - genau das Wort, das ich auch gerne dafür benutze.
Maßgeblich für alle diese Effekte ist ein einzelnes Hormon, obgleich viele weitere ebenfalls unverzichtbar sind. Die Rede ist von Oxytozin.
...
Im Verbund mit Östrogen, Gestagen, Progesteron, Adrenalin, Prostaglandin und CRH (2) sorgt Oxytozin dafür das ein Säugetier sich fortpflanzen kann. Es wird im Hypophysenhinterlappen gespeichert und durch Stimulation der Genitalien, Saugaktionen (Brust) sowie visuelle und olfaktorische (Geruch) Reize ausgeschüttet. Neuste Erkenntnisse deuten darauf hin, daß Oxytozin die Emotion Liebe zu mehr als 80% steuert.
Das Hormon, das zum Großteil für "Liebe" verantwortlich ist, ist auch für die Fortpflazung essenziell - dadurch fühle ich mich bestätigt.
Oxytozin vernebelt in seiner Wirkungsweise den Verstand und schaltet ihn praktisch aus.
Großartig, wer braucht schon Verstand?
Verliert Oxytozin seine Wirkung durch mangelnde Ausschüttung oder Gewöhnungsreaktionen, dann verfliegt auch das biologische Gefühl der Verliebtheit. Nur wenn auf anderen Verstandesebenen Verbundenheit vorhanden ist oder geschaffen wurde, dann bleibt ein Paar dauerhaft zusammen.
Toll, dann hab ich die Anstrengungen und den Verzicht, den eine Beziehung bedeutet, umsonst auf mich genommen und hab dann eine gute Freundin, die vielleicht diverse rechtliche Ansprüche in Bezug auf meinen Besitz hat.
War der Spiegel aber dauerhaft erhöht würde ein Absinken, ähnlich wie bei Drogen und anderen Hormonen, Entzugserscheinungen auslösen. Man könnte sagen, daß die beiden Partner süchtig nacheinander sind.
Vielen Dank, damit wäre mein Vergleich einer Beziehung mit Drogen wissenschaftlich untermauert.
Quelle (alle Zitate).
Was den anderen Link angeht: um wirklich aussagekräftig zu sein, müsste zumindest genauer beschrieben sein, wie diese Merkmale ermittelt wurden bzw. welche Merkmale es sind. Außerdem lügen Menschen bei Umfragen auch mal gern.
