Eins im Vorraus: Ich nehme an, dass du die aktuelle Distribution hast, nämlich Dapper Drake (Sollte 6.06 heißen). Ich habe mit der jetzt noch keine Erfahrungen gemacht, weil ich selbst noch darauf warte, dass ich die CDs zugeschickt bekomme. *g*
Jedenfalls habe ich schon öfters gelesen, dass dies eine Live-CD (oder DVD?) ist, welche eine neue grafische Bedienoberfläche für die Installation anbietet. Diese soll allerdings noch nicht so ausgereift sein, weshalb ich dir rate, die konventionelle Methode zu benutzen.
Nun zu deinen Fragen.
iakchos am 31.07.2006 11:54 schrieb:
1. Was muss ich tun, damit sich Windows und Linux nicht gegenseitig auffressen?
Eigentlich gibt es dabei nur eines zu beachten. Du musst wärend der Installation aufpassen, dass du mit dem integrierten Partitionierungstool deine Windowsinstallation nicht zerstörst bzw. formatierst. Das ist kein problem, wenn du genau liest und etwas mitdenkst. *g*
Du kannst entweder deine bestehende Windows-Partition verkleinern lassen, um mit dem so geschaffenen Platz Partitionen für das Linux einzurichten - oder du installierst Windows nochmal neu (falls du Lust dazu haben solltest *g*) und weist ihm gleich nur eine beschränkte Partitionsgröße zu.
Dann richtet man eine kleine Swap-Partition ein, die ungefähr die Größe des Arbeitsspeichers hat. Das ist für die Auslagerungsdatei. Und dahinter kommt die Systempartition. Wenn ich mich nicht irre, wird diese bei Ubuntu standadmäßig mit EXT3 formatiert - RaiserFS sollte aber auch zur verfügung stehen, wobei ich aber mal behaupte, dass dir das am Anfang egal sein kann.
iakchos am 31.07.2006 11:54 schrieb:
2. Bei einem anderen PC hab ich gesehen, dass man am Anfang gefragt wird welches OS man booten möchte. Wie krieg ich das auch hin? Brauch ich da einen Bootmanager?
Ein solcher Bootmanager ist auch bei Ubuntu dabei und wird wärend der Installation standardmäßig mit installiert, sodass man beim Starten zwischen Ubuntu und allen schon bestehenden Betriebssystemen wählen kann.
Das bei Ubuntu verwendete Teil heißt übrigens Grub.
iakchos am 31.07.2006 11:54 schrieb:
3. Wie siehts mit der gemeinsamen Nutzung von Daten aus? Kann ich zB von Linux auf meine Dokumente auf einer (wahrscheinlich NTFS) Windows-Partition zugreifen und umgekehrt.
Linux und NTFS gestaltet sich in gewisser Weise schwierig, weil NTFS kein offenes Format ist und die Linux-Entwickler somit nur durch probieren zu mehr oder weniger kompatiblen Lösungen kommen.
Soweit ich weiß, ist das Lesen von NTFS kein Problem, das Schreiben aber bisher nur schlecht möglich.
Für den Datenaustausch ist es deshalb am besten, zwischen dem Windows und dem Linux noch eine Partition mit dem FAT32-Format anzulegen. Darauf können Windows und Linux problemlos lesen und schreiben und es lässt sich ohne viel Aufwand in das System integrieren.
iakchos am 31.07.2006 11:54 schrieb:
4. Was sind so die wichtigsten Sachen (außer Games) die sich auf Linux nicht oder nicht so einfach realisieren lassen?
Ich kenne mich damit nicht gut aus, aber allgemein ist die Versorgung mit Treibern für verschiedene Geräte (WLAN zum Beispiel) bei Linux schlechter als bei Windows. Wenn man allerdings bedenkt, dass es auch Leute gibt, die niemals Windows verwenden, wird das wohl nicht so gravierend sein, dass man es nicht aushalten könnte.
Was du allerdings noch wissen solltest, in Bezug auf Multimedia-Kram:
Das *.mp3 und diverse Videoformate, die man in Windows gleich vom Start weg benutzen kann, sind nicht vollkommen frei. Es kostet die Betriebssystem-Entwickler Geld, diese zu integrieren. Darum wird bei Ubuntu ab Werk z.B. kein *.mp3-Codec mitgeliefert.
Das ist aber kein Problem! Ubuntu hat ein gut ausgeklügeltes Packet-Management-System (Synaptics), womit man sich jede Menge Software (Tausende Programme, Tools und Systemergänzungen) problemlos herunterladen und ins System integrieren lassen kann. Dort gibt es auch die verschiedensten Codecs für Medienformate wie *.mp3.
iakchos am 31.07.2006 11:54 schrieb:
5. Wie viel gb sollte man für eine Linux-Partition einplanen?
Verbraucht Ubuntu ähnlich viel Speicherplatz wie WinXP?
Gute Frage - das hängt natürlich auch davon ab, was du damit machen willst.
Aber, eines vorweg: Selbst Ubuntu bietet, obwohl es eine relativ schlanke Distribution ist, von Anfang an diverse Programme für Office-Aufgaben (Open Office 2.0), Bildbearbeitung und Mulitmediaspaß. Man kann also, wenn es einem z.B. vorrangig darum geht, Linux kennen zu lernen, sehr gut mehrere Wochen oder vielleicht sogar Monate damit auskommen, ohne viel installieren zu müssen.
Ich sags mal so: Wenn du nicht direkt vor hast, große Datenmengen zu speichern, könnte sogar eine 10 GiB System-Partition locker ausreichen.
iakchos am 31.07.2006 11:54 schrieb:
Danke schonmal für Hilfe.
Hoffentlich konnte ich dir damit auch etwas helfen. *g*
Noch ein Tipp: Die Ubuntu-Community ist groß. Wenn irgendwelche Probleme oder Fragen auftreten, auf die du hier oder sonstwo keine Antwort findest - dort wird man dir sicher helfen können.