Worrel
Spiele-Guru
Grundsätzlich wäre das dann gleichzusetzen, wenn die Umstände gleich wären.Ich verstehe, ich wollte natürlich das Szenario gleichsetzen. Dann nehmen wir einfach an die AfD hätte vor 30 Jahren an einer Lösung gearbeitet XX% der Ausländer auszuweisen...
Allerdings gibt es da noch einen kleinen Haken:
Pädophiler ist man aufgrund der Veranlagung/Entwicklung.
Nazi wird man aus freien Stücken.
Pädophiler zu sein, ist ein persönliches Drama.
Bei Nazis gibt es keinen Standpunkt, von dem aus man Mitleid mit ihnen haben könnte.
Man bedenke, daß die Grünen damals erst 3-6 Jahre existierten und es jede Menge internen Hickhack gab, der uU von den konkreten Inhalten ablenkte.Es haben sich 76 Stimmen dafür entschieden dieses Papier als Teil des Wahlprogramms zu Beschlussfassung vorzulegen.
Dieser 20-köpfigen Arbeitsgruppe gehörten auch Pädophile an.
Und daß es Pädophile waren, wußte man damals noch nicht unbedingt. Da geht man ja nicht mit hausieren.
Das Thema ist eben ein sehr zweischneidiges Schwert, bei dem man auf der einen Seite der freien sexuellen Entfaltung keine Steine in den Weg legen will und auf der anderen Seite aufpassen muß, daß man dem klischeehaften Onkel mit den Bonbons vor der Schule nicht freie Hand lässt.Ok, das ist deine Auffassung das es sich um junge Sexualität handeln sollte.Aber dann hätte man auch den Altersbereich einschränken können (was ich dennoch für einen Fehler halte).
Aber letztendlich ging es um "jegelichen" Alters.
Letzteres ist bei der Diskussion, die zu dem Arbeitspapier führte, wohl ein wenig vernachlässigt worden. Da braucht ja auch nur einer darauf zu bestehen, daß jeder Mensch sich unterschiedlich entwickelt und man daher keine Jahreszahlen nennen kann/soll, und schon könnte das da drin stehen.
Es geht ja nicht um die Gewährung, sondern um die dahinter stehende gesellschaftliche Ächtung. Nicht der Tat, sondern des potentiellen Täters.Ich sehe die Schwierigkeit ebenso, Triebveranlagung zu gewähren ist in dem Punkt heikel.
Wenn einer irgendwo öffentlich sagen würde: "Ich bin Pädophiler", wäre doch ruckzuck die Polizei da.
Und Freunde könnte er damit nur bei Gleichgesinnten finden.
Gerade bei Pädophilen wird ja immer davon ausgegangen, daß die eine Selbstbeherrschung von geschätz null haben - aber mal ernsthaft: wenn ich als Hetero Mann schaffe, diversen hübschen Kassiererinnen nicht nach der Arbeit aufzulauern oder sie hinter der Theke zu vergewaltigen, dann wüsste ich jetzt nicht, warum ein Pädophiler das nicht auch können sollte.
Konkret gesat: Wenn man Pädophilen verbietet, im Kindergarten zu arbeiten, müsste man genauso gut Hetero Mitarbeitern der Chefetage verbieten, Sekretärinnen zu haben. Und Ärzten die Krankenschwestern verbieten. etc
Sex ist alleine deshalb schon nicht zwangsläufig Penetration, weil gar keine Penetration nötig ist, um zum Orgasmus zu kommen.Ja das mag gut sein das Sex nicht nur Penetration ist, aber Penetration wird im dem Entwurf nicht ausgeklammert und zweitens: Egal welcher Sex, §176 klammert auch nichts aus.
Und §176 klammert ja nicht mal aus, daß die Eltern beim Liebesspiel vergessen haben, die Tür zu zu machen. Wäre streng nach dem Gesetzestext gesehen auch schon "Sexueller Missbrauch von Kindern", wenn deren 13jähriges Kind dann in der Tür stehen würde.
Hier der Wortlaut:2. Ich habe in dem Dokument die Einschränkung "Abhängigkeit" nicht gefunden.
Nicht akzeptabel sei die Ausübung von Sexualität nur dort, wo "Gewalt und Abhängigkeit" im Spiel seien
Das ist im Rahmen dieser Diskussion egal, denn wenn er es nicht weiß, weiß er es nicht, egal, ob es erlaubt ist oder nicht.Meine Intention war aber eigentlich: wann weiß ein Schutzbefohlener ob ihm Unrecht angetan wird. Kann er dieses Thema moralisch bewerten?
Um das beurteilen zu können, sollte man erst mal wissen, was denn den nun genau da drin steht.Gestern gabs neue Nachrichten zu V.Beck![]()