Komplettlösungen benutze ich eigentlich nur im äußersten Notfall. Ich bin kein Mensch, der in Actionspielen den Schwierigkeitsgrad hochschraubt, damit ich an jeder Ecke rumfluche, dass ich schon wieder gekillt wurde. Herausforderungen suche ich in Spielen vor allem in Form von Denkaufgaben. Ich mag Actionspiele, actionlastige RPGs usw., aber ich knobel halt auch sehr gern an Rätseln herum. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit Spielen wie Monkey Island groß geworden bin. Auch physikalische Knobeleien, bei denen es viel richtig, aber auch viel falsch gibt (z. B. Raketenbau bei Kerbal Space Program) sind absolut mein Ding.
Bei sowas mag ich halt hinterher das Erfolgserlebnis, wenn ich eine schwierige Aufgabe gemeistert habe. Das bekomme ich aber nicht, wenn ich dafür eine Komplettlösung benutze. Manchmal greife ich allerdings, wenn ich wirklich nicht mehr weiter weiß, doch drauf zurück. Riven war so ein Fall ... eines der schönsten Adventures, die ich kenne, aber teilweise wirklich verdammt schwer.
Im Moment spiele ich auch wieder ein Point & Click Adventure. Nachdem ich letztes Wochenende Blackwell Deception (das es zu Halloween kostenlos gab) durchgespielt habe, hab ich mir auch die anderen drei Teile bei GOG gegönnt und habe jetzt mit Blackwell Legacy (der erste Teil der Reihe, Deception war Teil 4) angefangen. Sieht alles noch ein bisschen grober und amateurhafter aus (optisch), spielt sich aber sehr gut und der Soundtrack und die Qualität der Sprachaufnahmen sind auf dem gleichen, hohen Niveau wie Deception. Was ich an dem Spiel mag (auch wenn ich auch Adventures mag, die es genau andersrum machen) ist, dass es in dem Spiel weniger um das kombinieren von Items oder um abstrakte Rätsel geht, sondern alles sehr gut in die (sehr gelungene) Story integriert wurde. Viele Probleme löst man über Dialoge oder das kombinieren von Fakten im Notizbuch/Handy und das Recherchieren von Informationen im Ingame-Internet.