Mir ist es prinzipiell ziemlich egal, warum Rein so blöd daherschwätzt; vielleicht wollte er einfach nur mal was Werbewirksames zur PS4 los werden, vielleicht hat er schlicht keine Ahnung oder vielleicht auch einfach nur zu viel geraucht.
"Es war ein cleverer Schachzug von Sony, eine PC-Architektur mit viel Speicher zu entwickeln. Wir dürfen nicht vergessen, dass die PS4 16 Mal so viel Arbeitsspeicher bietet wie die PS3 - das ist nicht unwesentlich."
Wer rechnen kann, wird feststellen, dass sich der Speicher bislang bei jeder neuen Playstation um den Faktor 16 vergrößert hat, von 2MB auf 32MB, von 32MB auf 512MB, und jetzt schließlich von 512MB auf 8GB. Das Ganze ist also kein unglaublich "cleverer Schachzug", sondern schlicht und einfach gängige Sony-Praxis seit es Playstations gibt.
"Für die meisten Leute ist Windows an etwa 2 Gigabyte an Arbeitsspeicher gebunden, da die meisten Leute eine 32-bit Version von Windows verwenden."
Unabhängig davon, dass ich nicht weiß, woher Rein das wissen will, sind für einen aussagekräftigen Vergleich mit der PS4 nur diejenigen Windows-Nutzer relevant, die ihren Rechner tatsächlich in erster Linie zum Spielen nutzen, und was die betrifft, halte ich die Steam-Statistik zunächst mal für glaubwürdiger und repräsentativer als Reins "Expertenmeinung".
Natürlich hat Rabowke recht, wenn er feststellt, dass 99% der Spiele trotzdem 32-Bit-Anwendungen sind, aber was können die Windows-Spieler dafür, dass für sie keine nativen 64-Bit-Spiele entwickelt werden, nur damit der Dreck auch auf dem letzten Hinterhof-Rechner von vor zehn Jahren noch läuft? Die deutschen Spielzeitschriften gingen in den Jahren 2001 und 2002 dazu über, ihren Magazinen DVDs statt CDs beizulegen. Wer fünf Jahre später in den USA ein PC-Spiel gekauft hat, bekam trotzdem nach wie vor fünf CDs statt einer DVD in die Hand gedrückt. Zu dem Zeitpunkt hätte sich Rein vermutlich auch hingestellt und dummdreist geschrien "Ja, wie geil, dass in der neuesten Playstation ein DVD-Laufwerk steckt, wo doch die meisten PC-Besitzer immer noch CDs verwenden!"
Zwischen den beiden Aussagen "Die meisten Leute [Spieler] verwenden eine 32-Bit-Version von Windows." und "Die Spieleindustrie entwickelt keine nativen 64-Bit-Spiele" liegt doch wohl ein klar erkennbarer Unterschied und hätte Rein Letzteres gesagt, hätte ihm da auch niemand widersprochen ...