AngelaMerkel am 02.12.2006 16:40 schrieb:
Ich bin absolut dafür sogenannte killerspiele zu verbieten. Derartige dinge gehören einfach nicht in die hände von kindern und jugendlichen deshalb ist ein verbot die beste möglichkeit den zugang dazu zu beschränken. Wenn nur noch erwachsene in speziellen geschäften diese spiele erwerben können und noch härter gegen illegale downloads und tauschbörsen vorgegangen wird ist dieses problem bald aus der welt.
Dass "Killerspiele" (dieses Wort alleine ist lächerlich) nicht in die Hände
von Kindern gehören sieht hier glaub ich keiner anders. Es ist bloss die
Frage, wann das Kind sein aufhört und das Jugendlich sein anfängt.
Jugendliche sollten mit dieser Verantwortung kein Problem haben. Wenn
es die Gesellschaft mittlerweile akzeptiert, dass Jugendliche in recht frühen
Alter erste Erfahrungen in gewissen zwischenmenschlichen "Aktionen" sammeln
dann sind "Killerspiele" dem geistigen Zustand eines Jugendlichen schon
zu zutrauen.
Wie einer meiner Vorschreiber es schon angesprochen hat bekommt man auch
keinen Führerschein, wenn man das Rennspiel XY gespielt hat. Ich habe auch
noch keinen gesehen, der nach einer Partie World of Warcraft, mit einer
Barbarenaxt durch die Gegend rennt.
Der Sündenbock "Killerspiele" soll vielmehr über die Versäumnisse der
Regierung in Sachen Familienpolitik, Prävention (und das nicht mit Verboten)
und Bildung hinwegtäuschen.
Anstatt dass die Regierung zugibt hier den Zug verpasst zu haben und einfach zu spät auf diese Thematik (die es ja nicht erst seit gestern gibt) einzugehen, werden nun fadenscheinige "Hau-Ruck-Aktionen" aus dem Boden gestampft um die Masse zu beruhigen.
Dass die Gewaltbereitschaft der Jugend steigt ist natürlich alarmierend und
die Ursachen sollte die Regierung bei sich selber suchen:
- Arbeitslosigkeit
- schlechte Bildungspolitik
- gescheiterte Intergrationpolitik
- menschenverachtendes Sozialsystem
- inkompetente Staatsgewalt und Rechtssprechung
Davon werden Jugendliche aggresiv, nicht aber von Spielen.
That´s it. Nun hasst mich.
und wenn jemand Rechtschreibfehler oder Grammatikfehler findet: Nach
der 3. Änderung der Rechtschreibreform blick ich selber nicht mehr durch
Grüße
Leth