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Und natürlich hat er Recht, wenn er impliziert dass die Sprachpolizei jetzt Rassismus neu im Mainstream regeln will. Ist nur eine Frage der Zeit bis irgend nen Schneeflöckchen meint dass "Motherfucker" ja hoheitlich ein "schwarzer" Begriff sei und deswegen von Weissen nicht genutzt werden darf.
Sprache wandelt sich schon immer, und genauso das, was gesagt werden darf/sollte oder besser nicht. Da ist nichts neues dran.
Früher bedeutete "gay" einfach "fröhlich", im Deutschen war "Spast" noch beinahe OK und "Eskimo" gar kein Problem.
Oft ist es auch ein endloser Kreislauf, wenn ein Wort negativ behaftet ist, es ausgetauscht wird bis das neue Wort auch anfängt zu miefen und so fort.
*** war mal völlig normal, dann wurde daraus Negro, Colored, Black, und aktuell eben African American.
In meiner Zeit im Amiland, rund 20 Jahre her, hatte übrigens kein einziger meiner Kumpels je "motherfucker" genutzt. Das hatte nichts mit Rassismus zu tun, sondern einfach, dass man sowas im normalen Sprachgebrauch generell nicht im Wortschatz haben sollte. Mutterficker hört man ü20 ja auch eher selten.

Allerdings gab es ein paar, die trieben es in's andere Extrem, wo jedes "böse" Wort durch was sauberes ersetzt wurde (frigging statt fucking, oh my gosh statt god, ...). Auch eher lächerlich.
Gab da mal vor Jahren ne interessante wissenschaftliche Debatte, wo sich einer der afro-amerikanischen Diskutanten vom Wort "black hole" (Schwarzes Loch) persönlich angegriffen gefühlt hat. Verrückte Welt.
Deswegen durfte ich mir "Das schwarze Loch" damals nicht im Fernsehen angucken.

Mann war ich da sauer. Bis mein Dad merkte, dass es ein Sci-Fi von Disney war und kein Schweinkram.



Aber mal für dich...
An Rassismus ist nichts gutes.