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Mass Effect 3 gespielt - So viel Rollenspiel steckt (noch) im neuen Mass Effect

Mal allgemein gesprochen: Das Problem ist doch nicht, dass es einfache Spiele oder Casualspiele gibt, sondern das fast jeder versucht, in diese Richtung zu gehen und selbst Spiele, die eigentlich als Hardcorespiele gelten, immer einfacher gemacht werden.
Vor allem find ichs immer lächerlich, wenn es bei einem Rollenspiel heißt, das Rollenspielelemente entfernt werden. Ja, warum spielt man dann ein Rollenspiel? Werden dann demnächst beim Fussball auch nur noch 4 gegen 4 gespielt auf ein Tor, weil es für die Masse angeblich zu schwer sei, 22 Spielern zu folgen? Ich spiel doch ein Rollenspiel, weil ich SO viel Rollenspiel wie nur geht haben möchte. Deswegen spiel ich dieses Genre. Wenn ich ein Actionspiel haben will, dann kauf ich mir ein Actionspiel. Vor allem ist es nervig, wenn dann eine Spielereihe ständig umgemodelt wird und am Ende fast nur noch Action übrig bleibt.
Und durch diese ganze Vereinfachung in der Spielebranche wurden doch schon ganze Genre zerstört: Es gibt quasi kein Taktik-Shooter mehr, keine komplexen Partyrollenspiele, Rundenstrategie...etc. weil es angeblich zu schwer sei. Was aber vollkommener Blödsinn ist.
Wie soll auch die "neue Spielergeneration" wissen, ob ihnen das vielleicht gefällt, wenn solch' komplexe Spiele gar nicht mehr erscheinen? Da werden sie doch gleich von den Entwicklern in die "Blödecke" gestellt und über ihren "angeblichen" Geschmack geurteilt, ob das stimmt oder nicht. Das ist ja auch der Unterschied zu früher. Früher hat man gemacht, was die Leute sich gewünscht haben und heute drängt man ihnen irgendwas auf, was sie gut zu finden haben. Wer nur mit McDonalds-Essen aufwächst, der weiß nicht wie es in einem guten Restaurant schmeckt. Wenn man ihn aber mal in solch' eines einlädt, vielleicht findet er daran ja gefallen. Nur kann er das nie, wenn man ihm keine Chance gibt. Also liebe Entwickler, traut euch mal wieder richtig komplexe Spiele zu machen und haltet eure Spieler nicht für blöder, als sie sind. Manchmal hab ich eher das Gefühl, da steckt noch was anderes dahinter: "Einfach gestrickte" Spiele lassen sich schneller entwickeln, man kann schneller die Spiele auf den Markt werfen, während man bei einem richtig komplexen Spiel länger dran arbeiten muss. Das könnte auch ein Grund sein ;-)
 
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lol .. netter comment :P Aber "einarbeiten", "wirkliche Freiheit" und "mehr als nur Konsolenfeeling mit viel Scripting damit der Bildschirm wackelt" .... dafür steht BIOWARE nicht .... BIOWARE steht für sich wiederholende SCI-FI Geschichten, bei denen ich mich frage ob ich nicht lieber nen Film hätte anschauen sollen, aber ich wollte ja eigentlich bissel action ?!? tja Bioware eben ;)

Bioware steht für sich wiederholende SciFi-Geschichten? Soweit ich weiß, ist die Mass Effect-Trilogie nicht die einzige Reihe von Bioware.
Jade Empire, Baldurs Gate 1-2, Dragon Age, Neverwinter Nights...sind alles sehr schöne Spiele. ;)

Und Bioware steht für toll erzählte Geschichten und glaubwürdig umgesetzte Szenarien und Welten. Das ist es, was ihre Spiele ausmachen. Und auch wenn die Handlung von Mass Effect 2 und womöglich auch Mass Effect 3 nicht der Burner ist; Bioware hat mit ME eine glaubwürdige Welt geschaffen.

@Shadow_Man
Naja, wenn man sich die Verkaufszahlen von beispielsweise CoD ansieht...danach richten sich Publisher und Entwickler. Dieses CoD-Prinzip ist erfolgreich, weil es die Leute eben mögen, warum auch immer. Und nicht, weil der Publisher uns diese Games aufdrückt. Würden die meisten Leute Spiele wie Drakensang mögen, würden auch mehr solcher komplexen RPGs auf den Markt gebracht werden. So einfach ist das. Angebot und Nachfrage nennt man sowas.
 
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.......

@Shadow_Man
Naja, wenn man sich die Verkaufszahlen von beispielsweise CoD ansieht...danach richten sich Publisher und Entwickler. Dieses CoD-Prinzip ist erfolgreich, weil es die Leute eben mögen, warum auch immer. Und nicht, weil der Publisher uns diese Games aufdrückt. Würden die meisten Leute Spiele wie Drakensang mögen, würden auch mehr solcher komplexen RPGs auf den Markt gebracht werden. So einfach ist das. Angebot und Nachfrage nennt man sowas.

Bethesda hat mit Fallout 3 und Skyrim doch bewiesen, dass sich auch mehr oder weniger "klassische" Rollenspiele sehr gut verkaufen lassen. Das ist aber auch eine Frage des Marketings und der unternehmerischen Vision. Es gibt durchaus noch Entwickler (und sogar Publisher), die neben dem ökonomischen Erfolg ihres Produkts noch spielerische Ziele im Auge haben. Klar lässt sich mit Spielen ala CoD in der heutigen Zeit (leider) das meiste Geld verdienen, aber es ist schlichtweg falsch, dass alles, was sich davon grundsätzlich unterscheidet, ein ökonomischer Misserfolg werden muss. Es ist einfach nur traurig, dass ein "anständiger" Gewinn heute auch in der Spieleindustrie nicht mehr ausreicht, sondern immer der Maximalprofit auf Kosten alter und eingefleischter RPG-Fans herausgepresst werden muss. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Bioware, die immerhin die Entwickler von Spielen wie BG 1 und 2, Dragon Age 1, Jade Empire, Neverwinter Nights usw sind, selbst erklärten, dass sie mit Mass Effect und Dragon Age 2 "neue" Spieler gewinnen wollen. Waren die "alten" nicht mehr gut genug? Die ganzen Behauptungen, dass man sowohl echte RPG-Fans als auch neu hinzugekommene Casualgamer und Actionfans mit den neuen Bioware-Spielen befriedigen könnte, ist einfach schlichtweg falsch. Alles, was an kurzweiliger Action hinzugekommen ist, wurde bei Story und genereller Spielatmosphäre eingespart, weil man es eben doch nicht hingebracht hat, ein ganzes Spiel für zwei (fast) komplett unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln. Die Blüten dieser Entscheidung hat man bei Dragon Age 2 und Mass Effect 2 z.B. bei der Ausrüstung von Begleitern gesehen oder beim Storytelling gesehen. Ich habe immer große Stücke auf Bioware gehalten (als Entwickler von Baldurs Gate 2 hatten sie einen riesigen Vertrauensvorschuss bei mir), aber was sie in den letzten 2-3 Jahren abgeliefert haben, ist einfach nicht mehr das, was ich persönlich von einem klassichen (Bioware) RPG erwarte. Das hat nichts mit Modernisierung zu tun, sondern mit der Aufgabe der eigenen spielerischen Visionen und einer fast völligen Unterwerfung unter die Profitmaximierung von EA. Einen wirtschaftlichen Sachzwang gibt es zu dieser Entwicklung aber keinesfalls, das ist nur eine häufige PR-Unterstellung von Unternehmen wie EA oder Activision, die prinizipiell überhaupt kein Interesse an der Befriedigung gewisser Zielgruppen oder der Erfüllung spielerischer Ansprüche haben.
 
Es tut mir leid,aber ich finde nichts übertrieben Banales an einer Geschichte, bei der Shephard für den finalen Kampf Verbündete in der ganzen Galaxie zusammentrommeln muss und ein wichtiges Artefakt findet, welches einen entscheidenden Ansatzpunkt gegen die ansonsten unbesiegbaren Reaper findet.
Anders lässt sich diese Geschichte doch gar nicht sinnvoll - positiv zu Ende erzählen. Das ist auch kein Deus ex Machina sondern das logische Resultat des verzweifelten Abwehrkampfes einer früheren fortgeschrittenen Rasse.
Und mit einem Ende, bei dem die Reaper die Galaxis fressen braucht man mir wirklich nicht zu kommen... das fänd ich nun sehr übel!

Ja das denke ich auch.
 
Bethesda hat mit Fallout 3 und Skyrim doch bewiesen, dass sich auch mehr oder weniger "klassische" Rollenspiele sehr gut verkaufen lassen. Das ist aber auch eine Frage des Marketings und der unternehmerischen Vision. Es gibt durchaus noch Entwickler (und sogar Publisher), die neben dem ökonomischen Erfolg ihres Produkts noch spielerische Ziele im Auge haben. Klar lässt sich mit Spielen ala CoD in der heutigen Zeit (leider) das meiste Geld verdienen, aber es ist schlichtweg falsch, dass alles, was sich davon grundsätzlich unterscheidet, ein ökonomischer Misserfolg werden muss. Es ist einfach nur traurig, dass ein "anständiger" Gewinn heute auch in der Spieleindustrie nicht mehr ausreicht, sondern immer der Maximalprofit auf Kosten alter und eingefleischter RPG-Fans herausgepresst werden muss. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Bioware, die immerhin die Entwickler von Spielen wie BG 1 und 2, Dragon Age 1, Jade Empire, Neverwinter Nights usw sind, selbst erklärten, dass sie mit Mass Effect und Dragon Age 2 "neue" Spieler gewinnen wollen. Waren die "alten" nicht mehr gut genug? Die ganzen Behauptungen, dass man sowohl echte RPG-Fans als auch neu hinzugekommene Casualgamer und Actionfans mit den neuen Bioware-Spielen befriedigen könnte, ist einfach schlichtweg falsch. Alles, was an kurzweiliger Action hinzugekommen ist, wurde bei Story und genereller Spielatmosphäre eingespart, weil man es eben doch nicht hingebracht hat, ein ganzes Spiel für zwei (fast) komplett unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln. Die Blüten dieser Entscheidung hat man bei Dragon Age 2 und Mass Effect 2 z.B. bei der Ausrüstung von Begleitern gesehen oder beim Storytelling gesehen. Ich habe immer große Stücke auf Bioware gehalten (als Entwickler von Baldurs Gate 2 hatten sie einen riesigen Vertrauensvorschuss bei mir), aber was sie in den letzten 2-3 Jahren abgeliefert haben, ist einfach nicht mehr das, was ich persönlich von einem klassichen (Bioware) RPG erwarte. Das hat nichts mit Modernisierung zu tun, sondern mit der Aufgabe der eigenen spielerischen Visionen und einer fast völligen Unterwerfung unter die Profitmaximierung von EA. Einen wirtschaftlichen Sachzwang gibt es zu dieser Entwicklung aber keinesfalls, das ist nur eine häufige PR-Unterstellung von Unternehmen wie EA oder Activision, die prinizipiell überhaupt kein Interesse an der Befriedigung gewisser Zielgruppen oder der Erfüllung spielerischer Ansprüche haben.

Ich schrieb nicht, dass sich "klassische" RPGs definitiv schlechter verkaufen. Ich sagte, das CoD-Prinzip (einfach, schnell, filmreif, wenig Anspruch) würde sich besser verkaufen. Ich würde zum Beispiel Drakensang und das Prequel nicht als Misserfolg bezeichnen, aber dass Radon Labs Insolvenz anmelden musste und nur knapp dem Firmentod entgangen ist, zeigt in meinen Augen, dass echte, klassische RPGs weit weniger von den Kunden gewünscht sind, als z.B. ein Action-Spiel mit RPG-Elementen (Mass Effect 2 z.B.).

Und als "klassisches" RPG bezeichne ich Skyrim und Fallout 3 nicht. Ein klassisches RPG wär beispielsweise eben Neverwinter Nights 2 oder Drakensang. Ein solches RPG zeichnet sich nämlich nicht durch immense Freiheit aus. Wo wir auch schonmal beim nächsten und aktuellsten Beispiel sind: Skyrim ist schon deswegen kein "klassisches" RPG, weil man als Spieler tun und lassen kann, was man will. Das mag der eine gut finden, aber andere mögen diese Beliebigkeit nicht, die selbst auf die Charakterverwaltung (Levelaufstieg etc.) zugreift. Immerhin definiert sich eine Rollenspielfigur nicht durch x-beliebige Skills, sondern durch Stärken und Schwächen. Was kann er gut? Was kann er weniger gut? Und was kann er gar nicht? Unsinnige Kombis, wie etwa ein Feuerdämon beschwörender Dieb gehören in meinen Augen nicht in in RP und sind ein Zeichen dafür, dass die Entwickler sich einfach keine Gedanken um eine echte Charakterverwaltung gemacht haben. Wenn ich einen Dieb und Meuchler will, dann erstell ich mir selbigen. Und keinen, der nebenher mal eben Dämonen beschwört.
 
Also ma ganz ehrlich: wie kacke is es denn, dass man sich entscheiden muss ob man anspruchvolle Kämpfe oder oder die vollständige story haben will? Oder halt son Wischi-Waschi... Gibt es keine möglichkeit mit einem Charakter alles zu erleben? Ich fänd den Rollenspielmodus zwar gut, allerdings nur wenn man wirklich ALLES mitbekommt
 
Also ma ganz ehrlich: wie kacke is es denn, dass man sich entscheiden muss ob man anspruchvolle Kämpfe oder oder die vollständige story haben will? Oder halt son Wischi-Waschi... Gibt es keine möglichkeit mit einem Charakter alles zu erleben? Ich fänd den Rollenspielmodus zwar gut, allerdings nur wenn man wirklich ALLES mitbekommt

finde ich auch irgendwie seltsam... werde mich daher wohl gezwungen sehen, mit drei Charakteren parallel zu spielen um alles im richtigen Kontext zu leben. Hoffe sehr, eine gute und auch lange Geschichte zu sehen -- sehr gerne auch mit vielen Nebenquests, selbst wenn diese nur simpel wären. Wäre schade, wenn dieser faszinierende Stoff in einem kurzen Actionfeuerwerk verschenkt würde.
 
Klassische CRPG: dies sind meistens P&P - Umsetzungen, aber immer Party - CRPG. Also BG, Planescape Torment, auch Kotor (mit Taktikkampf), DA . Moderne, quasi "reine" Computer - RPG sind oft mit Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit ausgestattet (Ausnahme: TW) - also die Bethesda - Spiele, die PB - Spiele und Two Worlds und Divine Divinity ab 2009.

ME war eher in Richtung Deus Ex gegangen, aber ohne die Komplexität des Rollenspielsystems oder aber die Vielfalt der Entscheidungen zu erreichen. Die Beschneidung der Rollenspielkomponente im zweiten Teil hat die Rollenspielmixtur flacher werden lassen. Daran kann auch die sehr gut inszenierte Story und die nach wie vor sehr guten Interaktionsmöglichkeiten (nur !) zur Party nichts ändern. Es ist sicher kein Zufall, dass sowohl ME, aber noch schlimmer DA flacher geworden sind. ME war 2008 das erste Spiel, welches Bioware unter EA veröffentlichte. EA hatte am langen Entwicklungsprozess ebenso wenig Anteil wie bei DA, das 2009 ja erst erschien, aber davor mindestens fünf Jahre entwickelt worden war.

Die Nachfolger erschienen nun vollständig unter dem Einfluss von EA. ME 2 war 2010 zwar immer noch gut, aber deutlich weniger komplex als der Vorgänger, und über DA 2 ist bereits viel geschrieben worden.

Mit redragon, shadow_man und lordcrash gehe ich damit weitgehend konform.
 
Der Artikel ist irreführend: Laut dem englischsprachigen Wiki ist der RPG-Modus die Kombination aus Action- und Story-Modus, sozusagen das bestmögliche Spielerlebnis.

Ich glaube es haben inzwischen alle verstanden, dass ME kein Baldur's Gate ist - was auch vollkommen in Ordnung ist, da 1) Bioware nie einen solchen Anspruch erhoben hat und 2) beide BG-Titel meiner Meinung nach schlicht überbewertet sind. Der Kult um BG scheint größer zu werden so mehr Zeit vergeht.

ME zeichnet sich durch eine mitreißende Geschichte, glaubwürdige und interessante NPCs, gut geschriebene Dialoge und ein detailiert ausgearbeitetes und stimmiges Universum aus. ME ist in dem Sinne ein Rollenspiel als der Spieler tatsächlich verschiedene Rollen spielen und großen Einfluss auf die Geschichte und die NPCs nehmen kann. Etwas was man in den wenigsten "klassischen" Rollenspielen finden kann (und erst recht nicht in Skyrim oder Fallout 3).

Aber die Leute, die es Bioware offenbar übel nehmen, dass sie keine Spiele maßgeschneidert nach ihren persönlichen Bedürfnissen entwickeln, verstehen aber nun hingegen die Auswahl von über 1000 verschiedenen Rüstungsteilen und trockene Zahlenschieberei als das unantastbare Wesen von Rollenspielen. Damit kann ich leben. Bloß sollte man schon merken, dass nach dem gefühlt hundertausendsten Veriss die meisten Leute inzwischen bemerkt haben werden, dass man ME, DA oder insgesamt Bioware-Spiele für zu anspruchslos hält und damit aufhören kann weiterhin zu versuchen denjenigen, die dieses Urteil nicht teilen, ihre bevorzugten Spieletitel madig zu machen.

Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass man mit vernünftigen Einwänden bei solchen Leuten nicht weiterkommt. Mit CRPG-Jihadisten über DA, ME oder Bioware diskutieren zu wollen, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen; vollkommen egal wie gut du Schach spielst, die Taube wird einfach die Figuren umwerfen, auf das Brett scheißen und herumstolzieren als ob sie gewonnen hätte.

Ich zumindest kann den 8. März kaum erwarten. Haters gonna hate. :D
 
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Bin mal gespannt wohin das führen wird.

Habe erst vor wenigen Tagen mit ME1 angefangen (ca. 10 Stunden bisher gespielt), und sage mal als ME-Newbie:

Die Story ist gut und üppig, der Rollenspiel-Anteil für Einsteiger/Leicht-Fortgeschrittene angemessen und die Dialog-Optionen vielfältig. Zwar habe ich oft das Gefühl, mich wie in einen klassischen Adventure durch jede Frage/Antwort-Möglichkeit planlos durchzuklicken, maßgebende Situationen, wo sich eine Dialogwahl auf den Plot beeinflussend wirkt, verspüre ich eher wenige (das hatte z.B. "Alpha Protocol" besser gemacht). Die Vertonung ist vorbildlich, einzig Shepard macht einen wenig emotionalen Eindruck, er klingt immer so übertrieben sachlich, zu streng.

Der Hauptplot motiviert, die Nebenquest sind aber größtenteils öd und meist mit dem Mako verbunden. Die Action-Parts spielen sich unkompliziert und machen relativ Laune, wünschte nur die Gegner-KI würde mich mehr fordern.

Bis jetzt ein gutes, aber nicht zwingend sehr gutes Sci-Fi-Epos. Werds durchzocken und den zweiten Teil direkt nachreichen, denn das Interesse an mehr hat ME1 schonmal geweckt. Und was ME3 betrifft: Das hängt widerum von ME2 ab.
 
Der Artikel ist irreführend: Laut dem englischsprachigen Wiki ist der RPG-Modus die Kombination aus Action- und Story-Modus, sozusagen das bestmögliche Spielerlebnis.

Ich glaube es haben inzwischen alle verstanden, dass ME kein Baldur's Gate ist - was auch vollkommen in Ordnung ist, da 1) Bioware nie einen solchen Anspruch erhoben hat und 2) beide BG-Titel meiner Meinung nach schlicht überbewertet sind. Der Kult um BG scheint größer zu werden so mehr Zeit vergeht.

ME zeichnet sich durch eine mitreißende Geschichte, glaubwürdige und interessante NPCs, gut geschriebene Dialoge und ein detailiert ausgearbeitetes und stimmiges Universum aus. ME ist in dem Sinne ein Rollenspiel als der Spieler tatsächlich verschiedene Rollen spielen und großen Einfluss auf die Geschichte und die NPCs nehmen kann. Etwas was man in den wenigsten "klassischen" Rollenspielen finden kann (und erst recht nicht in Skyrim oder Fallout 3).

Aber die Leute, die es Bioware offenbar übel nehmen, dass sie keine Spiele maßgeschneidert nach ihren persönlichen Bedürfnissen entwickeln, verstehen aber nun hingegen die Auswahl von über 1000 verschiedenen Rüstungsteilen und trockene Zahlenschieberei als das unantastbare Wesen von Rollenspielen. Damit kann ich leben. Bloß sollte man schon merken, dass nach dem gefühlt hundertausendsten Veriss die meisten Leute inzwischen bemerkt haben werden, dass man ME, DA oder insgesamt Bioware-Spiele für zu anspruchslos hält und damit aufhören kann weiterhin zu versuchen denjenigen, die dieses Urteil nicht teilen, ihre bevorzugten Spieletitel madig zu machen.

Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass man mit vernünftigen Einwänden bei solchen Leuten nicht weiterkommt. Mit CRPG-Jihadisten über DA, ME oder Bioware diskutieren zu wollen, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen; vollkommen egal wie gut du Schach spielst, die Taube wird einfach die Figuren umwerfen, auf das Brett scheißen und herumstolzieren als ob sie gewonnen hätte.

Ich zumindest kann den 8. März kaum erwarten. Haters gonna hate. :D

Zweifellos sind das die Stärken von ME: eine gute (aber nicht jeden mitreißende) Geschichte, gute Dialoge und - hier volle Zustimmung - ein sehr gut ausgearbeitetes Universum. Sheppard spielt sicher nicht verschiedene Rollen (das ist ja kein Party - CRPG der alten Schule), sondern nur die des Spielers. Die Partymitglieder haben durchaus ihren eigenen K.I. - Kopf. Aber reicht das schon für ein herausragendes 90er CRPG ? Ganz sicher nicht. Und so haben es bei beiden ME - Spielen auch PCG und GSt. gesehen. Quests, Charaktersystem und ein Kampfsystem, auf das der Spieler mehr Einfluss haben sollte als bei Shootern, das alles gehört auch dazu. Der Spieler kann sehr vieles eben nicht frei entscheiden, insbesondere die Lösungsmöglichkeiten bei den Aufträgen sind beschränkt. Zudem kommt zumindest bei Teil 1 (zu 2 kann ich noch nicht viel schreiben), dass anscheinend jede Mission - auch die nachrangigen Aufträge positiv gelöst werden muss (Ausnahme: Überreden des Firmenmitarbeiters für die Asari). Was hindert aber das Programm daran, das Spiel weiter gehen zu lassen, wenn mal einer der nachrangigen Aufträge schiefgeht ?
 
Ich spiele zur Zeit mit großer Begeisterung ME, komme aber nicht umhin, auch die Fehler zu sehen. Es ist aber immerhin das zweitbeste CRPG 2008 gewesen (hinter Fallout 3). Keine Frage ist, ob die ME - Reihe das Genre bereichert hat. Nur sollte die große Dramatik, die große Inszenierung möglichst auch großen Gehalt haben. Bioware hat mal damit geworben, wenig Inszenierung zu haben. Niemand macht hier die ME - Reihe madig, nur die Tendenz ist nicht so gelungen.
 
und - hier volle Zustimmung - ein sehr gut ausgearbeitetes Universum.

Na jaaa was heißt gut ausgearbeitet ... ich finde es eher durchschnittlich. Alle Rassen (die eine größere Rolle spielen) sind humanoid und menschlich, nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Verhalten her (siehe Asari und ihren Kapitalismus). Es ist auch nach x SciFi Büchern und Filmen einfach unglaubwürdig, dass jedes Mitglied einer Rasse ähnlich tickt. Alle Asari sind Kapitalisten, alle Salarianer Wissenschaftler, alle Kroganer Krieger, und über die Rasse von Sarus (mir fällt der Name gerade nicht ein) erfährt man ja nicht so viel. Und natürlich sind die Amis (die Terraner sind eigentlich nur die Verkörperung von Amerika) mit ihrer hartnäckigen Art und Weise daran bestrebt, ganz oben mitzuspielen.

Aber sowas ist natürlich einfacher als wenn man die Elchor z.B. zu einer wichtigeren Rasse gemacht hätte, denn da hätte man immerhin noch die ganze Architektur für riesige Vierbeiner erfinden müssen.

Ich mag alleine mit dieser Ansicht sein, aber ich finde das ME-Universum nur durchschnittlich. Es hat ein paar nett durchdachte Details (Fortpflanzung der Salarianer z.B.), aber damit hat es sich dann auch. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass es Rassen gibt, die mal kein Gesicht haben, was aus nur 2 - 4 Augen, einer Nase (bzw. Nasenlöchern) und einem Mund besteht.
Mir kommt es so vor, als hätten die Autoren da nicht wirklich viel Fantasie bewiesen. Aber das ist ja in den größeren Bereichen der Unterhaltungsindustrie meist so, wenn es um SciFi geht. Hauptsache Raumschiffe, Laser, und die eine oder andere Weltraumrasse, die mit ihren Eigenarten das Gesamtfeeling etwas aufpeppt :)

Ich hoffe ja immer noch, dass sie sich wenigstens Mühe bei den Protheanern geben und bei den Reapern bzw. deren Erbauer.

Und als kleiner Gag zum Thema Liebesgeschichten:
http://www.lowbird.com/data/images/2012/01/4chan-1327503963474.jpg
 
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