Meinst du denn, dass der Widerspruch im Spiel gut aufgelöst wurde zwischen "Outsider -> alle Leute hassen mich" und "Ich mache plötzlich jegliches Busywork, das irgendwelche Leute mit antragen."?
Sie ist ja nur in ihrem eigenen Stamm ein Outsider. Nach einigen Spielstunden wird sie von diesem auch wieder aufgenommen. (Warum wäre ein Spoiler)
Aber aufgrund ihrer Vergangenheit als Ausgestoßene bleibt sie natürlich kritisch beäugt und sie selbst schert sich auch kaum um die Traditionen und Regeln ihres Stammes.
Daher kümmert es sie auch nicht, in verbotenen Ruinen nach Vermissten zu suchen oder ähnliches.
Außerhalb ihres Stammesgebietes (was 90% der Spielwelt ausmacht) ist sie einfach nur eine aus dem Stamm der Nora, der mit der Zeit ein Ruf als Monsterjägerin und gute Trackerin vorrauseilt.
Das macht Aloy natürlich zu einer gefragten Hilfe bei verschiedensten Problemen.
Wie gesagt, ich kann nachvollziehen, dass das bei manchen Nebenmissionen nicht zwingend passt, aber komplett die Plausibilität abzusprechen halte ich auch für Übertrieben.
Das deckt aber nur den Gameplay-Bereich ab und ja, der Hexer ist da auch ein typischer Action-Vertreter, ganz klar. Aber worauf ich eher hinaus wollte, ist die ganze Geschichte rund um von Choice&Consequence und "Player Agency", die in Spielen wie Witcher 3 aber auch in allen Bioware-RPGs eine herausragende Rolle spielen. Dieser Aspekt wird in fast allen Tests nur am Rande erwähnt, bzw. auch hier im Test wird nur kurz darauf hingewiesen, dass man sich keine Konsequenzen wie etwa beim Hexer versprechen soll. Ob man aber beim Spielen etwa Agency empfindet (sprich ob einem Entscheidungen rational und emotional schwer fallen und man darüber nachdenkt bzw. sich damit beschäftigt), wird leider mit keinem Wort erwähnt. Daher gehe ich einfach mal davon aus, dass der Punkt eher unterentwickelt ist .
Ja, auf die Hauptgeschichte hat man keinerlei Einfluss.
Aber völlig ohne Auswirkungen sind Aloys Handlungen auch nicht.
So kann sie in einigen Dialogen eine emotionale, kluge oder aggresive Antwort geben, was die Beziehung zum Gesprächspartner beeinflussen kann.
Auch muss sie manchmal über das Schicksal von jemandem entscheiden.
Ein Beispiel (ich halte es vage):
Im Laufe der Haupthandlung entdeckt Aloy, dass sie jemand verraten hat, weil seine Familie entführt wurde und er dazu gezwungen wurde.
Als sie ihn stellt, kann sie entscheiden ihn zu töten oder leben zu lassen.
Ich habe ihn Leben lassen. Das führte dann zu einer Nebenquest, in der ich ihm helfen konnte seine Familie zu retten.
Gehe ich zumindest recht in der Annahme, dass sich das Gameplay immer aufs "Shooting" konzentriert, man also vor allem im Fernkampf unterwegs ist?
Nicht ausschließlich.
Man hat ja noch seinen Speer, mit dem man auch im Nahkampf ganz ordentlich austeilen kann.
Die kleinen Watcher und andere eher harmlose Maschinen (und auch Menschen) bekämpfe ich fast nur noch mit dem Speer, weil es Munition spart.
Außerdem gibt es auch eine Stealth-Komponente. Man kann sich in hohem Gras verstecken, Gegner anlocken und dann direkt mit einem Finisher erledigen.
Funktioniert natürlich nicht bei den größeren Brocken. Außerdem gibt es auch einige Maschinen, die Sensoren haben, die dich im Gras entdecken können.
Und dann gibt es halt noch die verschiedenen Fallen. Entweder normale Fallen, die man vor sich auf den Boden legt, oder Stolperfallen (mit verschiedenen Elemementschaden), die man quer über ganze Bereiche spannen kann.
Oder man überschreibt den Gegner und zieht ihn so auf seine Seite. So kann man zum Beispiel eine Gruppe ausdünnen, indem man einen Gegner übernimmt, der dann den Rest angreift, während mal selbst in der Deckung wartet.
Möglichkeiten gibt es viele.
Naja, aber ständig sammeln muss man das Zeugs ja immer noch. Und das stört mich noch deutlich mehr als das Craften (war auch schon in DAI so).
Das meiste Material bekommt man ja eh durch das Looten der Maschinen oder von Kisten.
In der Spielwelt sammle ich eigentlich nur die Heilkräuter ein und das nur, wenn sie auf dem Weg liegen. Extra Sammeltouren oder Umwege mache ich dafür nicht.
Nervig sind nur die Rohstoffe von Tieren (Schweine, Hasen etc.), weil man die aktiv jagen muss.
Sondern es handelt sich bei diesem Freischalten um bewegliche Langhalssaurier, wo man erstmal überlegen muss, wie man an sie drankommt.
Außerdem sind die im Vergleich zu Ubisoft-Spielen völlig optional.
Man kann die Karte auch komplett aufdecken, ohne auf einen dieser Viecher zu klettern.
Cool ist es trotzdem auf einem so riesigen Robo-Dino rumzuturnen.
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